Literaturnobelpreis 2016

Moderator: Moderatoren Forum 5

Wildermuth
Beiträge: 3239
Registriert: Mo 18. Apr 2016, 13:37

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Wildermuth » Do 13. Okt 2016, 22:46

Dein Bedürfnis nach "Stufen" und Rangfolgen in der Kunst erweckt den Anschein, du tust dir allgemein schwer mit der literatur. Kommst du mehr aus der Technik oder Naturwissenschaften? Könnte das sein?

BTW: auch Hesse und Mann waren umstrittene Preisträger. Warum Hesse? Ist er nicht mehr ein Schriftsteller nur einer bestimmten fan-gemeinde? Und Mann? merkt man seinem Stil nicht an, dass er schon beim Frühstück Krawatte trug?
Benutzeravatar
BingoBurner
Beiträge: 2145
Registriert: Sa 17. Jan 2015, 12:15
Benutzertitel: Irgendwas mit Würde

Re: bA

Beitragvon BingoBurner » Do 13. Okt 2016, 22:50

Jekyll hat geschrieben:(13 Oct 2016, 23:09)

Die Welt ist voll von tiefgründigen Songs. Solange es noch echte Schriftsteller gibt in dieser unserer Welt, ist so eine Wahl eher als gewöhnungsbedürftig einzustufen. Herrgott!! Hier geht es um den Literaturnobelpreis, nicht um irgendeinen MTV-Award!


"Wie wird der Literaturnobelpreis vergeben?
Der Nobelpreis für Literatur gilt als weltweit bedeutendste literarische Auszeichnung. Er ist mit acht Millionen Schwedischen Kronen (etwa 880 000 Euro) dotiert. Die Auszeichnung wird seit 1901 vergeben. Stifter war der schwedische Industrielle Alfred Nobel (1833-1896). Nach seinem Willen soll den Preis derjenige erhalten, "der in der Literatur das Ausgezeichnetste in idealistischer Richtung hervorgebracht hat". Das Werk soll von hohem literarischen Rang sein und dem Wohl der Menschheit dienen. Dylan ist der zwölfte Literaturnobelpreisträger aus den USA, zuletzt wurde die Schriftstellerin Toni Morrison 1993 mit dem Preis ausgezeichnet.

2015: Swetlana Alexijewitsch (Weißrussland)

2014: Patrick Modiano (Frankreich)

2013: Alice Munro (Kanada)

2012: Mo Yan (China)

2011: Tomas Tranströmer (Schweden)

2010: Mario Vargas Llosa (Peru/Spanien)"

Lies doch erstmal die Begründung dafür.............http://www.sueddeutsche.de/kultur/eil-b ... -1.3201942
Zuletzt geändert von BingoBurner am Fr 14. Okt 2016, 00:24, insgesamt 1-mal geändert.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
Benutzeravatar
BingoBurner
Beiträge: 2145
Registriert: Sa 17. Jan 2015, 12:15
Benutzertitel: Irgendwas mit Würde

Re: bA

Beitragvon BingoBurner » Do 13. Okt 2016, 22:52

Wildermuth hat geschrieben:(13 Oct 2016, 23:22)

Lyrik wird auch nicht dadurch "trivial", dass sie schlecht gesungen wird.


Was heißt hier schlecht gesungen :) das gehört so----




egal wie schlecht. Es passt.
Zuletzt geändert von BingoBurner am Do 13. Okt 2016, 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9361
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Jekyll » Do 13. Okt 2016, 22:55

Wildermuth hat geschrieben:(13 Oct 2016, 23:46)

Dein Bedürfnis nach "Stufen" und Rangfolgen in der Kunst erweckt den Anschein, du tust dir allgemein schwer mit der literatur. Kommst du mehr aus der Technik oder Naturwissenschaften? Könnte das sein?
Gut kombiniert, Sherlock (bin Chemielaborant von Beruf). Aber mit dem "Bedürfnis nach Stufen" bist du auf dem Holzweg. Es wird immer wieder betont, dass Dylan der erste Songwriter sei, der diese Auszeichnung bekommen hätte. Ein Songwriter?? Gegen Schriftstellergrößen wie Hesse oder Mann?? Das strapaziert eher meinen gesunden Menschenverstand als meinen Sinn für Kunst oder Sprache.
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 3574
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: No Kings. No Men. Only Atoms.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Boraiel » Do 13. Okt 2016, 22:56

Gerade die USA haben eine Phalanx besserer Schriftsteller zu bieten - habe ich heute so aufgeschnappt. Übrigens ist die Hälfte von den besseren Schriftstellern gerade am Abnippeln. :(
Stimmen Sie bei der Bundestagswahl gegen Merkel und für ein freies Deutschland.
Benutzeravatar
Adlerauge
Beiträge: 2946
Registriert: Sa 4. Feb 2012, 20:46

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Adlerauge » Do 13. Okt 2016, 23:18

Die USA sind auch ein größeres Land,wie unsere Länder.
Außerdem denke ich , dass dort die Freiheit zu schreiben größer ist als hier bei uns.
Recht muss Recht bleiben, dem Unrecht muss das Recht entzogen werden!
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4636
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Zunder » Fr 14. Okt 2016, 00:13

Es gibt keinen, der den Literatur-Nobelpreis so verdient hat wie Bob Dylan. Der bedeutendste Lyriker der Gegenwart, zweifellos.

Zuletzt geändert von Zunder am Fr 14. Okt 2016, 00:28, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
HerrSchmidt
Beiträge: 4879
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 09:12
Benutzertitel: exzentrischer Tausionär
Wohnort: Brandenburg
Kontaktdaten:

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon HerrSchmidt » Fr 14. Okt 2016, 00:22

Jekyll hat geschrieben:(13 Oct 2016, 23:55)

[...] Ein Songwriter?? Gegen Schriftstellergrößen wie Hesse oder Mann?? Das strapaziert eher meinen gesunden Menschenverstand als meinen Sinn für Kunst oder Sprache.


Sind Texte keine Literatur mehr, wenn sie gesungen werden?
[url=http://www.bilder-hochladen.net/files/big/15sj-3y.jpg][b]Ausgezeichneter Kulturbolschewist[/b][/url] [url=http://www.youtube.com/watch?v=izkHHyKUSUc][b]und Liebling aller Frauen[/b][/url]
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 5858
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: Freigeist
Wohnort: תל אביב-יפו

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Bleibtreu » Fr 14. Okt 2016, 00:37

Alexyessin hat geschrieben:(13 Oct 2016, 13:28)

Geht an Robert Allen Zimmermann, besser bekannt als Bob Dylan.
Das freut mich persönlich sehr. Ich mag seine Lyrik, mit seinen Liedern bin ich groß geworden ( bzw. die die mich großgezogen haben sind damit großgeworden :D )

Herzlichen Glückwunsch.

Wahrlich, wohlverdient! :)

Ich greife das bereits genannte Lied noch mal auf, Shelter from the Storm

In einem anderen Leben war ich einer aus Qual und Blut;
als Niedertracht eine Tugend war und die Strasse voller Dreck.
Ich kam aus der Wildnis her, eine Kreatur ohne Struktur
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.

Und wenn ich den Weg nochmal mache, da kannst du sicher sein,
werde ich für sie mein bestes geben, da gebe ich mein Wort drauf.
In einer Welt stahläugiger Tode und Männer, die kämpfen um warm zu werden.
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“

Kein Wort wurde zwischen uns gesprochen, da war kaum Risiko dabei.
Bis zu diesem Augenblick blieb vieles ungeklärt.
Stell dir einen Platz vor, an dem es immer warm und sicher ist.
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.

ich war vor Überarbeitung ausgebrannt, im Hagel verscharrt,
vergiftet in den Büschen, ausgelöscht auf der Spur,
gejagt wie ein Krokodil, verwüstet im Getreide.
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“

Schlagartig drehte ich mich um und sie stand da
mit silbernen Armbändern am Handgelenk und Blumen in ihren Haaren.
Sie kam so anmutig auf mich zu und nahm mir die Dornenkrone ab.
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.

Jetzt steht eine Mauer zwischen uns, irgendwas ist verloren gegangen.
Ich nahm zu viel für selbstverständlich, hielt meine Arme verschränkt –
nur um zu denken, dass alles an einem lang vergessenen Morgen begann.
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.

Tja, der Stellvertreter marschiert stahlhart und der Prediger erklimmt einen Berg.
Aber das tut alles nichts, der Urteilsspruch allein zählt.
Und der einäugige Bestatter, der bläst sein Flügelhorn.
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.

Ich habe eben geborene Säuglinge wimmern gehört wie eine trauernde Taube.
Und alte Männer mit zerbrochenen Zähnen, gescheitert ohne Liebe.
Verstehe ich deine Frage, Mann, ist es hoffnungslos und scheußlich?
„Komm rein“, sagte sie,
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.

In einem kleinem Gipfelbergdorf haben sie um meine Kleider gespielt.
Ich handelte für Erlösung und sie gaben mir eine tödliche Dosis.
Ich bot meine Unschuld an und erntete nur Verachtung.
„Komm rein“, sagte sie
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.

Ich lebe halt in einem fremden Land, ich werde aber bestimmt die Grenze überschreiten.
Die Schönheit geht auf Messers Schneide. Eines Tages hole ich sie mir.
Könnte ich nur die Uhr dahin zurückdrehen als Gott und sie geboren wurden.
„Komm rein“, sagte sie.
„ich werde dir Zuflucht vor dem Sturm geben“.


So viel InterpretationsSpielraum, den er nie aufgelöst hat; nie auflösen wollte. Und der Text ist voller biblischer Anspielungen. Jeder kann für sich darin erkennen, was er erkennen möchte.
Eine LiebesGeschichte, eine LebensGeschichte, ein Bekenntnis an das Leben und die Liebe, ein [vorerst] gescheiterter Erlöser...

Als erstes kommt mir bei dem Text Ruths berühmter Ausspruch in den Sinn:
Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk...
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9361
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Jekyll » Fr 14. Okt 2016, 00:57

Bleibtreu hat geschrieben:(14 Oct 2016, 01:37)
So viel InterpretationsSpielraum, den er nie aufgelöst hat; nie auflösen wollte. Und der Text ist voller biblischer Anspielungen. Jeder kann für sich darin erkennen, was er erkennen möchte.
Eine LiebesGeschichte, eine LebensGeschichte, ein Bekenntnis an das Leben und die Liebe, ein [vorerst] gescheiterter Erlöser...

Als erstes kommt mir bei dem Text Ruths berühmter Ausspruch in den Sinn:
Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk...
Wunderschön. Goethe is'n Dreck dagegen.
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9361
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Jekyll » Fr 14. Okt 2016, 01:04

Hier, ein super tiefgründiger Text:

"Ansprüche machen das Leben schwer. Das glückliche Leben beginnt, wenn man sie aufgibt."

(Aus einem Glückskeks)


Ihr Glücklichen.
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9361
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Jekyll » Fr 14. Okt 2016, 01:08

Wieso hat eigentlich Stanislaw Lem nie den Nobelpreis bekommen?

Lem galt als brillanter Visionär und Utopist, der zahlreiche komplexe Technologien Jahrzehnte vor ihrer tatsächlichen Entwicklung erdachte. So schrieb er bereits in den 1960er und 1970er Jahren über Themen wie Nanotechnologie, Neuronale Netze und Virtuelle Realität. Ein wiederkehrendes Thema sind philosophische und ethische Aspekte und Probleme technischer Entwicklungen, wie etwa der künstlichen Intelligenz, menschenähnlicher Roboter oder der Gentechnik. In zahlreichen seiner Werke setzte er Satire und humoristische Mittel ein, wobei er oft hintergründig das auf Technikgläubigkeit und Wissenschaft beruhende menschliche Überlegenheitsdenken als Hybris entlarvte. Einige seiner Werke tragen auch düstere und pessimistische Züge in Bezug auf die langfristige Überlebensfähigkeit der Menschheit. Häufig thematisierte er Kommunikationsversuche von Menschen mit außerirdischen Intelligenzen, die er etwa in einem seiner bekanntesten Romane, Solaris, als großes Scheitern verarbeitete. In den 2000er Jahren wurde der vielseitig gebildete Lem zum Kritiker des – von ihm teilweise vorhergesagten – Internets und der Informationsgesellschaft, weil diese die Nutzer zu „Informationsnomaden“ machten, die nur „zusammenhangslos von Stimulus zu Stimulus hüpfen“ würden. Die allgemeine Steigerung der technischen Leistung gehe „paradoxerweise mit einem Verfall der Fantasie und Intelligenz der Menschen einher.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Lem

"...Verfall der Fantasie und Intelligenz". Wie wahr, wie wahr....
Wildermuth
Beiträge: 3239
Registriert: Mo 18. Apr 2016, 13:37

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Wildermuth » Fr 14. Okt 2016, 04:31

Jekyll hat geschrieben:(14 Oct 2016, 02:08)

Wieso hat eigentlich Stanislaw Lem nie den Nobelpreis bekommen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Lem

"...Verfall der Fantasie und Intelligenz". Wie wahr, wie wahr....


Also, wenn du zumindest LEM liest, ist das schonmal sehr gut. Ernsthaft.

Und, wenn es dich beruhigt, ja, wir alle sind der Meinung, auch Goethe, Schiller und Hölderlin hätten den Nobelpreis verdient, wenn es ihn damals schon gegeben hätte. Eine zurücksetzung der klassiker kann ich nicht erkennen. Die laufen ja eh nicht in der konkurrenz. D wurde fussballweltmeister. Niemand hielt das für eine ohrfeige für Pele und Beckenbauer. Nichtmal Lothar Matthäus.

Vielleicht hälst du Klassiker für Götter, weil dein verstaubter Deutschlehrer in deinem konservativen Gymnasium einer längst vergangenen Dekade euch so eine Ehrfurcht eingebleut hat (anstatt euch die liebe zur literatur beizubringen), wie du sie niemals gegenüber Dylan empfunden hast?
Vergiss die Ehrfurcht und den Olymp! Wer Zugang zur Literatur hat, und wenn du LEM liest bist du ja nicht ganz ohne Zugang, braucht keine sehhilfe eines Deutschlehrers, keine Orientierung durch olympische Verehrung. Man kann selber lesen und sich ein Urteil bilden.

Urteil bilden... wie machst du das gerade?

Denkst du etwa:

Bob Dylan hat gesungen, also ist er trivial?

das reicht den anderen nicht.... welche Gründe hast du denn nun, ihn für nicht nobelwürdig zu halten?

Sind seine texte so nach der methode "reim dich oder ich fress dich gebastelt", wie bei dem meisten liedtexten? vergleich doch mal!

Vergleiche mit Lyrikern, die du anerkennen würdest, aus einer ähnlichen zeit!

Einfach nur zu sagen, populäre musik ist igitt.... nein... das ist zu wenig...
Benutzeravatar
Svi Back
Beiträge: 5516
Registriert: Di 8. Sep 2015, 16:50
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe
Wohnort: Leipzig/ Freistaat Sachsen

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Svi Back » Fr 14. Okt 2016, 06:25

nachdem in diesem Jahr Bob Dylan den Literaturnobelpreis bekommen hat und wenn
die Begründung so registriert kann es im nächsten Jahr nur zwei mögliche Preisträger geben.
Udo Lindenberg oder Herbert Grönemeyer
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(B.Brecht)
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 8995
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: bA

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 14. Okt 2016, 06:53

Jekyll hat geschrieben:(13 Oct 2016, 23:38)

He heeeyyy, Wildie! Da bist du ja endlich! Warst echt lange weg. :) :D :p

Also, was den Nobelpreis angeht...ich denke, da sollte allein die literarische Qualität zählen und nicht, ob irgendwer irgendeine Epoche bestimmt hat oder nicht. Ist für dich ein Bob Dylan jetzt auf gleiche Stufe zu stellen wie ein Hermann Hesse oder Thomas Mann?


Bob Dylan steht ganz gewiss (mindestens) auf einer Stufe mit Bertolt Brecht. Und der hätte eigentlich auch einen Nobelpreis verdient.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 8995
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 14. Okt 2016, 07:00

Svi Back hat geschrieben:(14 Oct 2016, 07:25)

nachdem in diesem Jahr Bob Dylan den Literaturnobelpreis bekommen hat und wenn
die Begründung so registriert kann es im nächsten Jahr nur zwei mögliche Preisträger geben.
Udo Lindenberg oder Herbert Grönemeyer


... schreibt ausgerechnet jemand, der Brecht zitiert. Kleiner Lesetip: Brecht und Dylan – Brüder im Geiste
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Svi Back
Beiträge: 5516
Registriert: Di 8. Sep 2015, 16:50
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe
Wohnort: Leipzig/ Freistaat Sachsen

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Svi Back » Fr 14. Okt 2016, 07:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Oct 2016, 08:00)

... schreibt ausgerechnet jemand, der Brecht zitiert. Kleiner Lesetip: Brecht und Dylan – Brüder im Geiste


ich hab kein Problem mit Dylan. Ich fand ihn damals richtig gut.
Ob es der Literaturnobelpreis sein muss, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(B.Brecht)
Benutzeravatar
yogi61
Moderator
Beiträge: 47615
Registriert: So 1. Jun 2008, 10:00
Benutzertitel: Lupenreiner Demokrat
Wohnort: Bierstadt von Welt

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon yogi61 » Fr 14. Okt 2016, 07:19

JJazzGold hat geschrieben:(13 Oct 2016, 22:24)

Eine exzellente Wahl! :thumbup:


Zustimmung und längst überfällig.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 8995
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 14. Okt 2016, 07:23

Svi Back hat geschrieben:(14 Oct 2016, 08:04)

ich hab kein Problem mit Dylan. Ich fand ihn damals richtig gut.
Ob es der Literaturnobelpreis sein muss, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Kann man. Ob Dylan mit Grönemeyer oder Lindenberg in einer Reihe steht ... ich weiß nicht.


Well, the sword swallower, he comes up to you
And then he kneels
He crosses himself
And then he clicks his high heels
And without further notice
He asks you how it feels
And he says, “Here is your throat back
Thanks for the loan”

Nix gegen Bottrop oder Ost-Berlin. Was darin gesagt wird ist Alltagspoesie und o.k. Passagen wie die oben zitierte jedoch haben etwas Unergründliches und sind doch konkrete Poesie.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Svi Back
Beiträge: 5516
Registriert: Di 8. Sep 2015, 16:50
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe
Wohnort: Leipzig/ Freistaat Sachsen

Re: Literaturnobelpreis 2016

Beitragvon Svi Back » Fr 14. Okt 2016, 07:29

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Oct 2016, 08:23)

Kann man. Ob Dylan mit Grönemeyer oder Lindenberg in einer Reihe steht ... ich weiß nicht.


nein sicher nicht, es war auch eher ironisch gemeint. Vor allem nicht Lindenberg. Bei Grönermeyer gibt es mehr Parallelen. Er kann ebenfalls mit Sprache umgehen und hat eine schauderliche Stimme.
Ok, Lindenberg nehme ich hiermit zurück. Der kann weder das Eine noch das Andere
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(B.Brecht)

Zurück zu „5. Bildung - Kultur - Medien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast