Zensur und NetzDG

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Teekanne
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Teekanne » Fr 23. Mär 2018, 10:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Mar 2018, 10:35)

Sobald die schiere Masse mitbekommt, dass Leute wegen Hasskommentaren notfalls im Knast landen, werden sich sehr viele User zusammen reißen und auf solche Botschaften verzichten.


Ob ein Beitrag gegen das Gesetz verstößt können die rechtlichen Laien, die bei Facebook und Co. in den Löschabteilungen sitzen, gar nicht abschließend beurteilen. Gesetzesverstöße müssen von der Justiz beurteilt werden, nicht von ausländischen Unternehmen.

Es betrifft eh nicht jeden Rotz. Klare Sachen wie "Ich will ..... am Galgen sehen", klare Morddrohungen etc. das sind eindeutige Dinge. Klar aus Sicht eines gewissen Klientels nicht, mir doch egal.
Hauptsache diese Gossensprache verseucht nicht weiter unsere Jugend und das restliche vernünftige wahre Volk.
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Tom Bombadil
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 23. Mär 2018, 16:55

Soviel dann zum Thema Meinungsfreiheit. Wenn eine Aussage nicht gegen die Gesetze verstößt, ist sie hinzunehmen, verstößt sie gegen Gesetze, ist es Sache der Justiz, sich darum zu kümmern.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Schnitter » Fr 23. Mär 2018, 16:56

John Galt hat geschrieben:(23 Mar 2018, 00:35)

Mein Beispiel bestätigt meine Aussage.


Ein einzelnes Beispiel für so einen Fall bestätigt das ?

Zu 99% handelt es sich dabei nicht mal um strafbares Material, sondern einfach nur um unerwünschte politische Meinungen.


Klar das macht total Sinn :D

Es gibt aber keine Hunderttausende Strafverfahren deswegen.

Reicht deine Intelligenz aus, um eine Kriminalstatistik zu finden?


Klar, alle gelöschten Beiträge landen vor Gericht und sind deswegen in der Kriminalitätsstatistik zu finden. :D

Wie gesagt. Wen willst du mit deinem Scheiß verarschen ?
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Schnitter » Fr 23. Mär 2018, 16:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Mar 2018, 16:55)

Soviel dann zum Thema Meinungsfreiheit. Wenn eine Aussage nicht gegen die Gesetze verstößt, ist sie hinzunehmen, verstößt sie gegen Gesetze, ist es Sache der Justiz, sich darum zu kümmern.


Nö.

Wenn ein Betreiber Posts löscht die gegen die Spielregeln verstoßen landet das nirgendwo außer im Nirvana.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 23. Mär 2018, 17:04

Schnitter hat geschrieben:(23 Mar 2018, 16:57)

Wenn ein Betreiber Posts löscht die gegen die Spielregeln verstoßen landet das nirgendwo außer im Nirvana.

Das ist richtig, dafür braucht es dann aber kein Gesetz, sondern lediglich Nutzungsbedingungen.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Skeptiker » Fr 23. Mär 2018, 17:15

Hier ein, wie ich finde, recht passender Artikel zum Thema:
https://www.cicero.de/kultur/politik-me ... ungsgesetz

Also, auf in den Kampf gegen den Hass.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 23. Mär 2018, 18:12

Hier der Fall wie jemand in Schottland für ein Scherzvideo verurteilt wurde.

Hier das Video (ist lustig:)
https://youtu.be/UD_QlnY8Ggg

Der Fall dazu (nicht lustig):
https://www.standard.co.uk/news/crime/y ... 94926.html

Einfach nur lächerlich in welche Richtung sich die Meinungsfreiheit im Westen entwickelt..
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon John Galt » Fr 23. Mär 2018, 19:29

Schnitter hat geschrieben:(23 Mar 2018, 16:56)

Ein einzelnes Beispiel für so einen Fall bestätigt das ?


Es sind sogar 2 Beispiele in einem.

Wenn ein Polizeipräsident einer Millionenstadt zu dumm ist strafbare Inhalte zu erkennen, wie sollen dann die ganzen Löschtiraden von Twitter, Facebook und im Kommentarbereich von Zeitungen auch nur ansatzweise strafbares Material erfassen? Dort arbeiten nur billige Hilfsarbeiter, die die Meldungen bearbeiten.

Die Kriminalstatistik zeigt genau das, was ich sage. Nämlich dass rund 99% der gelöschten Inhalte über nicht strafbar waren, sondern nur politisch unerwünschte Meinungen darstellen. Die restlichen 1% werden strafrechtlich verfolgt und ggf. verurteilt.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 23. Mär 2018, 19:59

Hier noch ein interessanter Fall von Zensur.
In England darf man keine Flugblätter verteilen, auf denen steht "Allah is Gay", weil das zu Unruhen führen kann:

https://youtu.be/AxjH5hZYTbQ
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 23. Mär 2018, 20:27

watisdatdenn? hat geschrieben:(23 Mar 2018, 19:59)

Hier noch ein interessanter Fall von Zensur.
In England darf man keine Flugblätter verteilen, auf denen steht "Allah is Gay", weil das zu Unruhen führen kann:

https://youtu.be/AxjH5hZYTbQ


Gott ist schwul?

Gibt's dafür einen Beleg?
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Adam Smith » Fr 23. Mär 2018, 20:30

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(23 Mar 2018, 20:27)

Gott ist schwul?

Gibt's dafür einen Beleg?


Muslime = verrückt.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Schnitter » Fr 23. Mär 2018, 20:46

John Galt hat geschrieben:(23 Mar 2018, 19:29)

Es sind sogar 2 Beispiele in einem.


Das belegt immer noch nicht deine erfundene Behauptung.

Die Kriminalstatistik zeigt genau das, was ich sage.


Nein die zeigt das was zur Anzeige gebracht wurde.

Sag mal bin ich hier in der Sonderschule ? :D
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon John Galt » Fr 23. Mär 2018, 22:32

Schnitter hat geschrieben:(23 Mar 2018, 20:46)

Das belegt immer noch nicht deine erfundene Behauptung.



Nein die zeigt das was zur Anzeige gebracht wurde.

Sag mal bin ich hier in der Sonderschule ? :D


Und wie viele Anzeigen zeigt die Kriminalstatistik?

Gerade mal 1% aller gelöschten Beiträge werden angezeigt. Was dazu führt dass 99% der angezeigten Beiträge nicht mal ansatzweise strafbar waren. :rolleyes:

Sitzengeblieben in der Sonderschule?
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Skeptiker » Fr 23. Mär 2018, 23:15

watisdatdenn? hat geschrieben:(23 Mar 2018, 19:59)
Hier noch ein interessanter Fall von Zensur.
In England darf man keine Flugblätter verteilen, auf denen steht "Allah is Gay", weil das zu Unruhen führen kann:

Seine Meinung sagen oder einen Spaß machen, das ist eine Sache.
Dinge äußern mit dem ausschließlichen Grund damit zu provozieren, ist eine andere Sache.

Man kann sich zwar darüber streiten ob es von der Meinungsfreiheit gedeckt wäre, aber es ist in meinen Augen ebenso eindeutig, dass es eine missbräuchliche Auslegung von Meinungsfreiheit ist. Soetwas führt dann irgendwann dazu, dass Beschränkungen der Meinungsfreiheit es in die Gesetzesblätter finden, weil die Mehrheit der Menschen in Frieden miteinander leben möchte.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 24. Mär 2018, 03:43

Skeptiker hat geschrieben:(23 Mar 2018, 23:15)

Seine Meinung sagen oder einen Spaß machen, das ist eine Sache.
Dinge äußern mit dem ausschließlichen Grund damit zu provozieren, ist eine andere Sache.

Man kann sich zwar darüber streiten ob es von der Meinungsfreiheit gedeckt wäre, aber es ist in meinen Augen ebenso eindeutig, dass es eine missbräuchliche Auslegung von Meinungsfreiheit ist. Soetwas führt dann irgendwann dazu, dass Beschränkungen der Meinungsfreiheit es in die Gesetzesblätter finden, weil die Mehrheit der Menschen in Frieden miteinander leben möchte.

Die Homosexualität provoziert diese Muslime nur, weil sie diese nach dem Koran umbringen müssen.
Das soll und muss man ansprechen dürfen, auch in einer provokanten Manier.

Bei den germanischen Göttern verkleidet sich Thor sogar mal als Frau.

Warum würden Buddhisten nur gelangweilt mit der Schulter zucken, wenn jemand sagt dass Buddha schwul war, aber bei Muslimen ist gleich die öffentliche Ordnung in Gefahr?

Es gibt auch keinen Missbrauch von Meinungsfreiheit. Das ist ja gerade der Sinn von Freiheit.
Wer würde denn definieren, wann Meinungsfreiheit missbraucht wird? Die Mehrheit? Der Imam? Der Pfarrer? Der Führer? Der Soviet?
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Mär 2018, 06:24

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(23 Mar 2018, 20:27)

Gott ist schwul?

Gibt's dafür einen Beleg?


Adam ?
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 24. Mär 2018, 12:27

Nun das Problem Meinungen von "Meinungen die zugleich einen Straftatbestand darstellen" zu trennen, ist ein ordinäre Aufgabe längst vorhandener KI. Bin mir sicher, daran wird bereits heftig gearbeitet.

Nicht das Genosse Robot nun da statt Menschen eine endgültige Entscheidung trifft - treffen kann - treffen soll -nein, eher als Werkzeug um "die Spreu vom Weizen" zu trennen. Der Wust von "Meinungen" - die üblichen Halbsätze - lassen sich nicht nur von Menschen sortieren. Es genügt bereits, wenn die Zahl der zwar dummen, gemeinen usw. aber eben nicht "strafwürdigen" Meinungen von denen die "Verdachtsfälle" sind getrennt werden, um sie darin geschultem Personal vorzulegen.

Da ja gerade "Big Data" ein ganz großes Geschäft darstellt und solche weitere Auswertungen auch alles andere verbessern helfen, bin ich sicher, das passiert längst und wird noch zurückgehalten, weil sich mit Maschinen, welche den Sinn eines Satzes unzweifelhaft erkennen können, auch zu einer ganzen Reihe von anderen "Aufgaben" eigen.

Wer nun - wie sollte es anders sein - das als Unsinn abtun möchte, kann ja mal HIER eine Kostprobe nehmen:
Der menschliche Vorsprung wird kleiner

Manch ein Kollege mag dagegenhalten, dass bei komplexen Gestaltungen und Konflikten nicht nur das fachliche Wissen des Anwalts, sondern insbesondere seine Erfahrung, Intuition und Kreativität gefragt sind. Welchen Wert diese Fähigkeiten künftig haben, hängt von den Fortschritten bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz ab. In Anbetracht der Milliarden, die Google, Apple, IBM & Co. hier investieren, dürfte klar sein, dass die kognitiven Gräben zwischen Mensch und Maschine immer mehr zugeschüttet werden.
Sich nicht der Fülle von Datenmaterial zu bedienen, welche all diese "Meinungen" für eine Weiterentwicklung solcher und ähnlicher Systeme haben, wäre ausgesprochen dumm.

Kommt noch hinzu, für den "Anfang" sind diese oft sehr primitiv gehaltenen Meinungsäußerungen keine allzugroße "kognitive Hürde" für einen ausgefeilten Algorithmus. Hier liegt etwas in geschriebener Form vor - anders wie bei Sprache - spielen Nuancen eine viel kleinere Rolle. Wer in millionenfacher Geschwindigkeit "Vergleiche" und kognitive Fähigkeiten anwenden kann - aus den Ergebnissen "lernt", sollte damit recht schnell zurechtkommen. Immerhin wurde ja schon bekannt, das darauf getrimmte Algorithmen, von Computern generierten Text entlarven können.

Wem das noch nicht so recht überzeugen kann,inzwischen gibt es bereits eine Art Gegenbewegung : "Gründung von Algorithm Watch: Achtgeben auf Algorithmen" Womöglich, weil solche Entwicklungen nicht "überall" wünschenswert sind :
In dem Manifest der Initiative heißt es: "Algorithmische Entscheidungsprozesse (Algorithmic Decision Making, ADM) sind niemals neutral. Die Schöpfer von ADM-Prozessen sind verantwortlich für ihre Resultate. ADM-Prozesse werden nicht nur von ihren Entwicklern erschaffen. ADM-Prozesse müssen nachvollziehbar sein, damit sie demokratischer Kontrolle unterworfen werden können."
Letztlich müsse die Gesellschaft eine Entscheidung treffen, in welchen Bereichen Maschinen die Entscheidungsfindung unterstützen könnten und wo die menschliche Einschätzung wichtig bleibe. "Nehmen Sie den hypothetischen Fall eines Hartz-IV-Empfängers", sagt Zweig. "Er wohnt in einer Wohnung, die nach dem Gesetz eigentlich 5 Euro im Monat zu teuer ist, doch er ist in dem Stadtviertel verankert, die Kinder gehen dort zur Schule." Würde der Algorithmus entscheiden, sei der Fall klar. Ein menschlicher Entscheider könnte in diesem Fall ein Auge zudrücken. Wie die Entscheidung ausfalle, habe großen Einfluss auf die individuelle Lebensplanung der Person.
Genau da liegt das Problem "Ein menschlicher Entscheider könnte in diesem Fall ein Auge zudrücken" oder bei echten Rechtsverstößen diese durchgehen lassen....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Schnitter » Sa 24. Mär 2018, 13:11

John Galt hat geschrieben:(23 Mar 2018, 22:32)
Gerade mal 1% aller gelöschten Beiträge werden angezeigt. Was dazu führt dass 99% der angezeigten Beiträge nicht mal ansatzweise strafbar waren.


LOL.

You made my day :D
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon Skeptiker » Sa 24. Mär 2018, 15:47

watisdatdenn? hat geschrieben:(24 Mar 2018, 03:43)
Die Homosexualität provoziert diese Muslime nur, weil sie diese nach dem Koran umbringen müssen.
Das soll und muss man ansprechen dürfen, auch in einer provokanten Manier.

Ich habe nicht geschrieben, dass man das nicht ansprechen darf. Legal ist diese Aktion auch wohl in Ordnung und Sympathie für die Weltsicht des Islam habe ich keine.

Es ist aber etwas anderes ob man etwas machen SOLLTE. Hier dient es dem ausschließlichen Zweck der Provokation. Es glaubt ja niemand ernsthaft, dass Gott schwul wäre. Hier geht es nur darum die Reaktion derer zu provozieren, von denen man weiss, dass es für sie eine unerträgliche Aussage ist.

An der Stelle hat der Staat dann auch wieder die Möglichkeit einzugreifen, weil es um die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung geht. Also sind Interessen gegeneinander abzuwägen, die in diesen Fall die Kundgebungsfreiheit beschränken.

Wer bei einer Beerdigung ein Plakat mit den peinlichsten Momenten des Verstorbenen hochhält, der darf ja auch damit rechnen in seiner Meinungsfreiheit beschränkt zu werden. Möglicherweise wird die Polizei demjenigen verdeutlichen, dass es in der Form nicht geduldet wird, weil eben die Rechte anderer beeinträchtigt sind.

watisdatdenn? hat geschrieben:(24 Mar 2018, 03:43)
Bei den germanischen Göttern verkleidet sich Thor sogar mal als Frau.

Warum würden Buddhisten nur gelangweilt mit der Schulter zucken, wenn jemand sagt dass Buddha schwul war, aber bei Muslimen ist gleich die öffentliche Ordnung in Gefahr?

Es gibt auch keinen Missbrauch von Meinungsfreiheit. Das ist ja gerade der Sinn von Freiheit.
Wer würde denn definieren, wann Meinungsfreiheit missbraucht wird? Die Mehrheit? Der Imam? Der Pfarrer? Der Führer? Der Soviet?

Selbstverständlich gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit. Ja, die Gesetze begrenzen diese und das entscheidet die Mehrheit.
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Re: Zensur und NetzDG

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 24. Mär 2018, 16:19

Schnitter hat geschrieben:(24 Mar 2018, 13:11)

LOL.

You made my day :D


Naja so mancher hier kennt wohl den Unterschied zwischen einem Antragsdelikt und einem Offizialdelikt nicht. Da neigt man halt schon mal dazu falsche Schlussfolgerungen zu ziehen.
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