Lügenpresse oder Realitätspresse

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Alter Stubentiger
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 15:08

Neandertaler hat geschrieben:(31 Aug 2018, 22:12)

Ich habe ja manchmal eher denn Eindruck unsere Politiker sind der Presse willfährig.

Du meinst der Schwanz wedelt mit dem Hund?
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sunny.crockett
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Sa 1. Sep 2018, 15:09

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:50)

Keine Quellen?


Was meinst du? Dass es keine Angriffe auf Feuerwehr oder Sanitäter durch Migranten gibt?
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sunny.crockett
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Sa 1. Sep 2018, 15:26

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:06)

Die AfD ist immer wieder in der Tagesschau oder auch bei Formaten wie ZAPP präsent. Da hat letztens der Gauland erklärt dass die AfD bei wichtigen Themen z.B. der Rente keine Position und kein Programm hat. Worüber soll man sich also mit der AfD unterhalten? Immer nur über Flüchtlinge und Flüchtlinge und Flüchtlinge die Deutschland fluten und alles messern was nicht bei drei auf den Bäumen ist? Die haben ja sonst kein anderes Thema. Es gibt keinen Grund diesen Leuten eine weitere Plattform für ihre Propaganda zu bieten. Die machen sich ja ohnehin schon auf Facebook und Twitter breit und betreiben ein eigenes Fernsehen. Da allerdings findet man genau die Art von Journalismus die AfD-Anhänger als Lügenpresse bezeichnen.
http://afd-tv.de/


Ist mir neu, dass nur die AfD bei Twitter und Facebook unterwegs ist. Oder willst du damit sagen, nur bei der AfD ist das zu kritisieren, bei allen anderen Parteien ist das okay?
Wenn auch du als Einzelperson findest, die AfD hätte keine Berechtigung, bei einer Talkshow teilzunehmen, dann sollte dir bewusst sein, dass du nicht die Meinung gesamte Bevölkerung repräsentiertst. Man könnte vielleicht nach dem Wahlergebnis der BT-Wahl gehen, welche Politiker im Interesse der Zusschauer liegen. Und da ist die AfD die drittstärkste Partei, die Grünen als Dauergast in diesen Sendungen nur fünft-stärkste Partei.

Achja, magst du vielleicht auch noch deine Meinung dazu abgeben, ob durch die Vorfälle in Chemnitz die Demokratie in Gefahr ist, so wie es 75% der Bürger sieht?
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Vongole » Sa 1. Sep 2018, 15:27

Was? Du traust dem linksgrünversifften Spiegel eine wahre Meldung zu, Julian? :?
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Sa 1. Sep 2018, 15:28

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:48)

Letztlich beschreibst du hier in gestelzter Sprache eine Lügenpresse die lügt weil sie einfach zu doof ist. Deine Sprachbeherrschung ist beeindruckend. Das was du daraus machst eher zweifelhaft. ch werde mein SPON-Abo nicht kündigen.


Eine gedankenlose Sprachverwendung würde den Begriff der Lügenpresse nicht rechtfertigen, und irgendwo ziemlich weit oben hatte ich "Lügenpresse" schon als einen falschen Begriff zurückgewiesen. Darüber hinaus ist es unangemessen, Presse als Handlungssubjekt darzustellen. Der Hinweis, auf den ich antwortete, beschäftigte sich mit der Frage der Manipulation und der Behauptung, wer Manipulation unterstelle, sei manipulierbar. Die richtige Frage lautet nicht Lügen- oder Realitätspresse, sondern Informations- oder Meinungspresse. Die Tendenz ist hier eindeutig, insbesondere bei den Online-Medien, wo oft in Minutenschnelle geschrieben werden muss und der Umgang mit Sprache, das Hinterfragen der Angemessenheit des verwendeten Begriffes zur Abgrenzung zwischen Information und schon wertender Meinung, äußerst lax ist. Aber was dort getan wird, kommt der vorherrschenden Erwartung entgegen. Daher finden die meisten genau die Art von Berichterstattung vor, die sie erwarten. Im Guten wie im Schlechten. Jene Widersprüche, auf die hingewiesen wurde, inklusive.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Sa 1. Sep 2018, 15:39

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:03)

Die Medien wissen genau was sie machen und wie sie manipulieren.


Genau das würde ich persönlich bestreiten. Denn es würde einen Willen zur Manipulation voraussetzen. Der ist aber nicht erkennbar. Geändert hat sich das Selbstverständnis von Journalisten, das Verständnis, was Aufgabe von Medien ist und der Anspruch der Leser. Vergleichen Sie einfach einmal, wie vor 30 Jahren berichtet wurde und wie heute berichtet wird.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Sa 1. Sep 2018, 16:21

Neandertaler hat geschrieben:(31 Aug 2018, 22:12)

Ich habe ja manchmal eher denn Eindruck unsere Politiker sind der Presse willfährig.


Umgekehrt würde eher ein Schuh draus. Es gibt eine ungute Nähe von Journalisten zur Macht.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Sa 1. Sep 2018, 16:51

MäckIntaier hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:39)

Genau das würde ich persönlich bestreiten. Denn es würde einen Willen zur Manipulation voraussetzen. Der ist aber nicht erkennbar. Geändert hat sich das Selbstverständnis von Journalisten, das Verständnis, was Aufgabe von Medien ist und der Anspruch der Leser. Vergleichen Sie einfach einmal, wie vor 30 Jahren berichtet wurde und wie heute berichtet wird.


Wieso ist der Wille zur Manipulation nicht zu erkennen? Bei meinem Beispiel mit Griechenland müsste man dann davon ausgehen, dass Journalisten tatsächlich nicht wussten, dass Griechenland in der EU ist.
Oder eben die Aussagen, Chemnitzer Vorfälle würden die Demokratie gefährden. Man manipuliert die Leser und Zuschauermit mit der Angst, in die Rechte Ecke gestellt zu werden, wenn man bei "Rechten" und "Gefährdung" nicht jedem Mist zustimmt.
Man sieht es ja, wenn die 75% wirklich einer Aussage zustimmen, müssten sie ja wissen warum. Und wie man auch hier im Forum sehen kann, kann keiner irgend eine Begründung für die Aussage liefern.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 17:16

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:09)

Was meinst du? Dass es keine Angriffe auf Feuerwehr oder Sanitäter durch Migranten gibt?

Bitte eine Quelle dafür dass dies ein Problem ist dass durch Migranten massiv an Bedeutung gewonnen hat.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 17:18

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:26)

Ist mir neu, dass nur die AfD bei Twitter und Facebook unterwegs ist. Oder willst du damit sagen, nur bei der AfD ist das zu kritisieren, bei allen anderen Parteien ist das okay?
Wenn auch du als Einzelperson findest, die AfD hätte keine Berechtigung, bei einer Talkshow teilzunehmen, dann sollte dir bewusst sein, dass du nicht die Meinung gesamte Bevölkerung repräsentiertst. Man könnte vielleicht nach dem Wahlergebnis der BT-Wahl gehen, welche Politiker im Interesse der Zusschauer liegen. Und da ist die AfD die drittstärkste Partei, die Grünen als Dauergast in diesen Sendungen nur fünft-stärkste Partei.

Achja, magst du vielleicht auch noch deine Meinung dazu abgeben, ob durch die Vorfälle in Chemnitz die Demokratie in Gefahr ist, so wie es 75% der Bürger sieht?

All deine Fragen werden durch meine bereits geschriebenen Beiträge beantwortet. Dazu mußt du sie nur richtig verstehen und vor allem nicht uminterpretieren.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 17:21

MäckIntaier hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:28)

Eine gedankenlose Sprachverwendung würde den Begriff der Lügenpresse nicht rechtfertigen, und irgendwo ziemlich weit oben hatte ich "Lügenpresse" schon als einen falschen Begriff zurückgewiesen. Darüber hinaus ist es unangemessen, Presse als Handlungssubjekt darzustellen. Der Hinweis, auf den ich antwortete, beschäftigte sich mit der Frage der Manipulation und der Behauptung, wer Manipulation unterstelle, sei manipulierbar. Die richtige Frage lautet nicht Lügen- oder Realitätspresse, sondern Informations- oder Meinungspresse. Die Tendenz ist hier eindeutig, insbesondere bei den Online-Medien, wo oft in Minutenschnelle geschrieben werden muss und der Umgang mit Sprache, das Hinterfragen der Angemessenheit des verwendeten Begriffes zur Abgrenzung zwischen Information und schon wertender Meinung, äußerst lax ist. Aber was dort getan wird, kommt der vorherrschenden Erwartung entgegen. Daher finden die meisten genau die Art von Berichterstattung vor, die sie erwarten. Im Guten wie im Schlechten. Jene Widersprüche, auf die hingewiesen wurde, inklusive.

SPON und anderen Quaalitätsmedien kann man diesen Vorwurf ganz sicher nicht machen. Bei Bild & Co. hast du sicher recht. Man muß eben differenzieren und schauen wer gut recheriert und wer Schnellschüsse abgibt.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Sa 1. Sep 2018, 17:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2018, 18:21)

SPON und anderen Quaalitätsmedien kann man diesen Vorwurf ganz sicher nicht machen. Bei Bild & Co. hast du sicher recht. Man muß eben differenzieren und schauen wer gut recheriert und wer Schnellschüsse abgibt.


Es ist auch eine Frage des Alters und des Jargons der Zeit, aus dem man unweigerlich fällt. Dass SPON ein Qualitätsmedium sei, dem ließe sich nur zustimmen, wenn man den Paradigmenwechsel der Medien nicht bewusst erlebt hat. Journalisten machen sich nun einmal heutzutage mit einer Sache gemein, aber der Qualitätsbegriff hing einmal genau daran, dass man es nicht tat. Dass sich darüber hinaus die sprachliche Einfalt, das sorg- und achtlose Verwenden von Begriffen, die mangelnde Beherrschung der Sprache auswirkt, mag man dabei nur der guten Ordnung halber als unbestrittenen Fakt erwähnen. Fehlende Sprach- und Lesekompetenz verschwinden ja nicht einfach aus dem Alltagsleben wieder.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Sa 1. Sep 2018, 18:33

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2018, 18:21)

SPON und anderen Quaalitätsmedien kann man diesen Vorwurf ganz sicher nicht machen. Bei Bild & Co. hast du sicher recht. Man muß eben differenzieren und schauen wer gut recheriert und wer Schnellschüsse abgibt.


Von der praktischen Seite her könnte man sich eine Demonstration und die Berichterstattung denken. Es läuft eine größere Anzahl Leute irgendwo durch die Stadt, trägt Transparente, brüllt Parolen, zeigt irgendwelche Gesten. Aufgabe der Berichterstattung ist es nun, die Anzahl zu nennen, die Aufschriften zu zeigen/zu zitieren, die Parolen zu nennen, die Gesten (etwa Hitlergruß). Und ab da beginnt die Interpretation, die Ihre und meine Aufgabe oder Bestandteil des Meinungsteils, des Kommentarteils wäre. Wir beide würden dann je nach unseren weltanschaulichen Prämissen dieses Ereignis einordnen. Eine Einordnungsfloskel ist dabei beispielsweise "Hetze". Das ist keine Information, das ist eine Interpretation des Ereignisses. Wer als Journalist über dieses Ereignis unter dem Begriff der Hetze berichtet, setzt damit seine weltanschauliche Prämisse als objektiv voraus. Er hat damit den Boden der Neutralität verlassen. Das passiert heute permanent, ist zum Normalfall geworden, nur deshalb konnte am Ende dann der Begriff der Fake News entstehen, den sich die jeweils mit unterschiedloichen Prämissen operierenden Menschen an den Kopf knallen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffhausen » Sa 1. Sep 2018, 20:22

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:22)

Natürlich gibt es auch Morde von Deutschen an Deutschen, allerdings sind die Morde von Flüchtlingen von der Brutalität erheblich kritischer zu sehen.

Ich verstehe, worauf du hinauswillst, aber in beiden Fällen ist das Endergebnis ein- und dasselbe. Ein grundloser Mord, ein unnützer Tod. Es wäre schön, wenn sich mal darauf konzentrieren würde, anstatt Gründe zu suchen, die es einem "gestatten", sich über den einen Mord weniger und über den anderen mehr aufzuregen.

Grundlose Morde waren in Deutschland sehr selten...

Ist Mord nicht GENERELL grundlos?

Wenn es für einen Mord einen Grund gibt, dann ist Mord auch entschuldbar - dergleichen sieht man ja immer, wenn im Allgemeinen Kriminelle ihre Taten bspw. mit versauter Kindheit, Alkoholabhängigkeit oder Drogensucht zu rechtfertigen versuchen und tw. mit psychologische Gutachten bestätigt werden. Die bekommen dann Strafmilderung oder sogar Bewährung. Das ist nicht richtig und gerecht, sondern einfach nur widerlich.

Dazu morden Flüchtlinge statistich etwa 7x so oft wie ein Durchschnittsbürger.

Ausländer begehen ohnehin mehr Straftaten als Deutsche - so hat man es mir hier schon desöfteren mitgeteilt. Das mag alles so sein, ich zweifel daran auch nicht. Aber ich sehe keinen nachvollziehbaren Grund, weswegen man sich diesbezüglich ausschließlich auf die Flüchtlinge verkrampft, nur weil es sich aufgrund der Aktualität vielleicht anbietet. Warum nicht generell gegen Ausländer-Kriminalität sein?

Dazu gibt es sicher auch mehr Meldungen von Straftaten durch Migranten, weil das organisierte Verbrechen (Räuberbanden, Zwangsprostitution, Schutzgeld etc.) fast ausschließlich in der Hand von kriminellen Ausländergruppen oder Clans ist.

Die scheinen aber niemanden zu stören - gegen Russen, Italiener, Jugoslawen, Griechen, Polen, Bulgaren, Rumänen, Georgier, Tschechen, Slowaken, Ukrainer und was wir alles noch für Ausländer in Deutschland haben, geht niemand auf die Straße - die können hier machen, was sie wollen. Aber wenn ein muslimischer Flüchtling in Deutschland auf den Boden rotzt, ist der Teufel los.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Sa 1. Sep 2018, 20:40

Uffhausen hat geschrieben:(01 Sep 2018, 21:22)

Wenn es für einen Mord einen Grund gibt, dann ist Mord auch entschuldbar - dergleichen sieht man ja immer, wenn im Allgemeinen Kriminelle ihre Taten bspw. mit versauter Kindheit, Alkoholabhängigkeit oder Drogensucht zu rechtfertigen versuchen und tw. mit psychologische Gutachten bestätigt werden. Die bekommen dann Strafmilderung oder sogar Bewährung. Das ist nicht richtig und gerecht, sondern einfach nur widerlich.



Fast jeder Mord hat einen nachvollziehbaren Grund. Wäre es anders, bestünde ein starker Grund, beunruhigt zu sein, denn dann geschähe etwas, was man nicht verstehen würde. Den Grund zu verstehen heißt aber nicht, ihn zu akzeptieren.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffhausen » Sa 1. Sep 2018, 21:28

MäckIntaier hat geschrieben:(01 Sep 2018, 21:40)

Fast jeder Mord hat einen nachvollziehbaren Grund. Wäre es anders, bestünde ein starker Grund, beunruhigt zu sein, denn dann geschähe etwas, was man nicht verstehen würde. Den Grund zu verstehen heißt aber nicht, ihn zu akzeptieren.

Sehe ich nicht so. Was du vielleicht meinst mit "nachvollziehbarer Grund" ist schlichtweg die logische Taterklärung.

Wenn bspw. ein Mann ein Kind vergewaltigt und hernach ermordet, erklärt sich seine Tat bspw. damit, dass der Mann Angst vor Bestrafung hatte.
Angst vor Bestrafung ist freilich allein gesehen ein "nachvollziehbarer Grund", aber rechtfertigt sie auch gleichzeitig einen Mord? Das würde ja bedeuten, der Mann habe aus reiner "Notwehr" das Kind getötet. Tatsächlich bedeutet die Angst vor Bestrafung aber, dass man etwas tut, von dem man VORHER schon ganz genau weiß, dass es falsch ist und ggf. bestraft wird. Wenn man es trotzdem tut, sollte man nicht noch nach "nachvollziehenbaren Gründen" suchen... :dead:

Wenn es für Mord "nachvollziehbare Gründe" gäbe, dann wäre ja quasi etwas natürliches, selbstverständliches und entschuldbares dran. Und man könnte Mord auch nicht mehr so ohne weiteres bestrafen. Oder?
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Cat with a whip » Sa 1. Sep 2018, 23:52

Für Mimimimi-Nazis, euere Realitätspresse.

Auf Seite der Rechten sind zunächst zwei rivalisierende Demonstrationen angekündigt, die sich offiziell vor allem in ihrer Taktik unterscheiden. Die einen wollen schweigend trauern, die anderen laut und wütend sein. Tatsächlich geht es eher um die Frage, wer als Veranstalter den Ton angibt: Vertreter der AfD oder der lokalen Gruppe „Pro Chemnitz“. Bevor es losgeht, schließen sich beide Lager jedoch zusammen, begrüßen sich gegenseitig mit „Wir sind das Volk“-Chören. Wenig später werden erstmals an diesem Tag Journalisten attackiert. Einem wird geraten: „Pass mal auf Dein Leben auf.“ Die Polizei ist in Sichtweite und schreitet nicht ein.

Journalisten abfotografiert

Ein bärtiger Mann geht umher und fotografiert Journalisten ab. Es ist Martin Kohlmann, 41, Rechtsanwalt und Wortführer von „Pro Chemnitz“. Kohlmann ist stramm rechts, findet das Urteil gegen Beate Zschäpe zu hart, wirft den Alliierten im Kampf gegen das Hitlerregime einen „anglo-amerikanischen Völkermord an der deutschen Zivilgesellschaft“ vor. Ausgerechnet er hat sich mehrfach beschwert, die Chemnitzer Proteste würden von deutschen Medien mutwillig „in die rechte Ecke“ gestellt.

Kohlmann behauptet etwa, die Hitlergrüße seien gar nicht von echten Demonstranten, sondern von eingeschleusten Provokateuren aus der Linken oder vom Verfassungsschutz gezeigt worden. Warum die ausgestreckten Arme dann von den Umstehenden genauso beklatscht wurden wie der Sprechchor „Adolf Hitler Hooligans“, sagt Kohlmann nicht. Sein Sprecher nennt die Frage „aufmüpfig“ und bricht das Gespräch ab.

Es ist eine verblüffende Gleichzeitigkeit, die in diesen Tagen in Chemnitz zu beobachten ist. Eine junge Frau beklagt, man stemple sie zu Unrecht als rechts ab, und ruft im nächsten Augenblick „Deutschland den Deutschen“.

Inzwischen hat es Chemnitz sogar auf die Titelseite der „New York Times“ geschafft. Ausführlich wird dort die Angst von Migranten vor Übergriffen beschrieben. Die Zeitung berichtet außerdem, Chemnitz sei zum Testfall für die Staatsgewalt geworden – für manche auch zum Testfall für die deutsche Demokratie.

https://www.tagesspiegel.de/politik/che ... 85440.html
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Sep 2018, 08:44

"Inzwischen hat es Chemnitz sogar auf die Titelseite der „New York Times“ geschafft. Ausführlich wird dort die Angst von Migranten vor Übergriffen beschrieben."

Ich finde so etwas schon interessant. Ein Mensch wird getötet und zwei Menschen schwer verletzt. Kommt das auch auf die Titelseite der "New York Times"? Oder dass deutsche Bürger Angst vor Übergriffen durch Migranten haben? Nee, darüber macht man sich lieber lustig, Mimimimi-Nazis, "besorgte Bürger" etc. pp. Naja, bei der nächsten Wahl wird es wieder die Quittung dafür geben, dann wird groß rumgeheult und rumgeflucht, wie derbe faschistisch das deutsche Volk doch ist. Wenn es ganz schlecht läuft, wird man dann in 50 Jahren im Geschichtsunterricht wieder von Steigbügelhaltern reden. Ich werde beim nächsten Mal wohl die Grünen wählen, bei denen ist die Gefahr, dass sie mit der AfD koalieren hoffentlich noch am geringsten, ich will mir da keine Vorwürfe machen müssen, sollte der undenkbare Fall doch eintreten.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » So 2. Sep 2018, 09:15

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2018, 18:16)

Bitte eine Quelle dafür dass dies ein Problem ist dass durch Migranten massiv an Bedeutung gewonnen hat.


Justizminister Heiko Mass erklärte, die Angriffe seien keine Ausnahme, es sei „höchste Zeit“ Rettungskräfte wirkungsvoller zu schützen. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sprach von „Tötungsversuchen“. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, forderte in der „WELT“ „endlich eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, dass Gewalt in keiner Weise akzeptabel ist“.

Laut der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik, die seit 2011 Opfer aus Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten gesondert ausweist, ist Gewalt gegen Einsatzkräfte in den vergangenen fünf Jahren angestiegen. Die Gewaltkriminalität nahm um ein Drittel zu, einfache Körperverletzungen um 57 Prozent.

Für die Studie hatte Feltes 4500 Einsatzkräften in Nordrhein-Westfalen einen Fragebogen zukommen lassen, 812 füllten ihn aus. Von diesen gaben 64 Prozent an, in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von verbaler oder körperlicher Gewalt geworden zu sein. Besonders betroffen waren Rettungsassistenten und Notärzte. Nach Einschätzung der Opfer waren für etwa 40 Prozent der Fälle körperlicher Gewalt Täter mit Migrationshintergrund verantwortlich.


https://www.welt.de/regionales/bayern/a ... angst.html

Massiver Anstieg in den letzten Jahren, in denen der Anteil der Migranten um 1,5-2,0 Mio angestiegen ist. Migranten wieder mal überproportional an Gewalt beteiligt.

Der scheidende Innenminister Thomas de Maizière bezeichnete das Phänomen 2016 als „Verrohung der Gesellschaft“. De Maizière hob damals bei der Vorstellung der Kriminalstatistik hervor, dass dieses Phänomen schon vor der Flüchtlingskrise zu beobachten gewesen sei. Weniger deutlich sagte er, dass die Angriffe auf Ordnungshüter und Rettungshelfer oft dort passieren, wo viele Migranten leben.


https://www.tagesspiegel.de/themen/repo ... 45436.html
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Fuerst_48 » So 2. Sep 2018, 10:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Sep 2018, 09:44)

"Inzwischen hat es Chemnitz sogar auf die Titelseite der „New York Times“ geschafft. Ausführlich wird dort die Angst von Migranten vor Übergriffen beschrieben."

Ich finde so etwas schon interessant. Ein Mensch wird getötet und zwei Menschen schwer verletzt. Kommt das auch auf die Titelseite der "New York Times"? Oder dass deutsche Bürger Angst vor Übergriffen durch Migranten haben? Nee, darüber macht man sich lieber lustig, Mimimimi-Nazis, "besorgte Bürger" etc. pp. Naja, bei der nächsten Wahl wird es wieder die Quittung dafür geben, dann wird groß rumgeheult und rumgeflucht, wie derbe faschistisch das deutsche Volk doch ist. Wenn es ganz schlecht läuft, wird man dann in 50 Jahren im Geschichtsunterricht wieder von Steigbügelhaltern reden. Ich werde beim nächsten Mal wohl die Grünen wählen, bei denen ist die Gefahr, dass sie mit der AfD koalieren hoffentlich noch am geringsten, ich will mir da keine Vorwürfe machen müssen, sollte der undenkbare Fall doch eintreten.

Also so verzweifelt, dass ich die GRÜNEN wähle, kann ich nicht sein. Auch wenn ich deine Herleitung gut nachvollziehen kann.

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