Lügenpresse oder Realitätspresse

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JJazzGold
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon JJazzGold » Di 28. Aug 2018, 12:13

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Aug 2018, 13:10)

Eben sehe ich das MittagsMagazin im ZDF.
Es ist unerträglich, welche Informationen die Moderatorinnen so von sich geben und wie die Beiträge geschnitten werden ...
Nun hat die BILD endlich auch den öffentlichen Rundfunk erreicht!

Eben beklagt eine Vertreterin der Linken, dass in Chemnitz und Sachsen Ausländer und Linke gejagt werden.
Kein Wort darüber, dass zwei Schutzsuchende eben einen Linken mit Migrationshintergrund erstochen haben und genau das der Ausgangspunkt für die Demos war ....


Hättest halt das Morgenmagazin schauen sollen, mit Interview eines Vertreters vor Ort, der bescheingte, dass erfolgreich beide Demos getrennt wurden, trotz unterschätzter Menge an Teilnehmern und dementsprechend geringem Polizeiaufgebot.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon ThorsHamar » Di 28. Aug 2018, 12:53

JJazzGold hat geschrieben:(28 Aug 2018, 13:13)

Hättest halt das Morgenmagazin schauen sollen, mit Interview eines Vertreters vor Ort, der bescheingte, dass erfolgreich beide Demos getrennt wurden, trotz unterschätzter Menge an Teilnehmern und dementsprechend geringem Polizeiaufgebot.


Damit wäre das Mittagsmagazin auch nicht besser geworden .... :cool:
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon unity in diversity » Di 28. Aug 2018, 12:53

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(28 Aug 2018, 09:39)

Die große Medienverschwörung nach Julian :D
Es ist eher so: Die Medien wissen relativ genau, was Quoten und Klicks bringt und was nicht.

Bei den privaten glaube das sofort, aber die öffentlich/rechtlichen haben einen Bildungsauftrag.
Sie sollen wahrheitsgemäß und umfassend informieren.
Wenn das nicht möglich ist, muß man ansagen, was mit Vorbehalt zur Kenntnis genommen werden kann und wo die Faktenlage einen abschließenden Bericht erlaubt.
Leider kommt das Wort „Grundversorgung“ bei der Interpretation des Bildungsauftrages vor.
Hoffentlich ist damit keine Billigversion gemeint, die auf betreutes Denken für die Unterschicht hinausläuft. Sonst wird es eng mit der Demokratie.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Di 28. Aug 2018, 13:11

unity in diversity hat geschrieben:(28 Aug 2018, 13:53)

Bei den privaten glaube das sofort, aber die öffentlich/rechtlichen haben einen Bildungsauftrag.
Sie sollen wahrheitsgemäß und umfassend informieren.


Zu fragen wäre, ob sie das überhaupt leisten können und wo und in welchem Format. Nehmen Sie sich ein Allerweltsthema von ein wenig Relevanz, dann vergleichen Sie, wie es in der Tagesschau, beim Deutschlandfunk Kultur, beim ZDF und auf Spiegel Online abgehandelt wird. Schon hier wird deutlich, welche gravierenden Unterschiede bei denen bestehen, die mit diesem Auftrag oder Anspruch behaftet sind. Und nicht vergessen werde sollte, dass abseits der wenigen Großthemen eine Selektion schon in der Auswahl stattfindet. Und die Auswahl wiederum ist von der Ausrichtung derer abhängig, die die sie treffen. Und schließlich gibt es keine umfassende Wahrheit in dreißig Sekunden oder fünfzehn Zeilen, sondern lediglich eine Verdichtung ungefährer Ereignisse mit dem Schwerpunkt auf den emotionalisierenden Teilen.
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Re: Ein gutes Beispiel für die manipulative Berichterstattung unserer Medien

Beitragvon Uffhausen » Di 28. Aug 2018, 14:10

Julian hat geschrieben:(28 Aug 2018, 13:00)

Die mediale Berichterstattung könnte helfen, das Gelingen oder Nichtgelingen der Willkommenspolitik und der Integration von Muslimen zu beleuchten, denn diese Morde haben, ob die Medien das nun wollen oder nicht, eine politische Dimension.

Hm.
Keine Frage - bei der Integration von Muslimen in unsere demokratische Gesellschaft gibt es Probleme - ABER: Inwieweit soll mediale Berichterstattung über bspw. Morde durch Muslime dabei helfen können? Ich erkenne den Zusammenhang nicht. Meinst du etwa, wer integriert ist, mordet nicht? :?:

Die Politik hat sich 2015 sehr weit aus dem Fenster gelehnt und weitreichende Entscheidungen für Deutschland getroffen. Meiner Meinung nach hat der Bürger ein Recht, über die Folgen dieser Politik - etwa die zahlreichen Messermorde durch Flüchtlinge - informiert zu werden, um dies in künftige Wahlentscheidungen mit einfließen zu lassen.

Da gebe ich dir zu 100% Recht. Also, dass wir informiert werden müssen. Aber mal ganz ehrlich: Ist dein Leben einzig und allein abhängig von Flüchtlingskriminalität? Ist das alles, wovon du deine Wahlentscheidung abhängig machst? So stellst du es nämlich grade dar.

Ich persönlich lasse mein Leben nicht von irgendwelchen Flüchtlingen/Muslimen bestimmen und/oder deren Vergehen. Flüchtlinge oder Messermorde haben keine Entscheidungskraft über meine Existenz. Ob da jetzt in Chemnitz ein Mensch von einem Flüchtling ermordet wurde und ob da jetzt Medien und Presse entsprechend darüber berichten, sichert mir nicht meinen Arbeitsplatz, unterrichtet nicht meine Kinder, macht meine Mietwohnung bezahlbar, kauft mir kein Essen, sichert mir keine ausreichende Rente zu usw..

Aber bitte, wenn du meinst, dass ALLES nur eine Frage der Flüchtlingspolitik ist... :?

Mir tun solche Leute wie du, deren Leben scheints nur noch von Flüchtlingen, Islam, Gewalttaten und Volkstralala bestimmt wird, einfach nur leid. Wäre MIR viel zu einseitig, diese Lebenseinstellung.

Die mediale Berichterstattung über Verbrechen dieser Art sind ein Aspekt, aber es gibt natürlich viele andere Aspekte.

Und warum sind "viele andere Aspekte" nicht gleichwertig? Wenn bspw. ein Deutscher eine Frau umbringt, geht keine Sau auf die Straße. Medial auch oft mehr Randnotiz. Bei so einem Vorfall wie Kandel war aber schnell der Teufel los - medial, gesellschaftlich und politisch. Nur weil der Täter KEIN Deutscher war. Toller Aspekt! :s

Demonstrationen sind häufig heterogen zusammengesetzt, so auch in Chemnitz. Die meisten Teilnehmer waren nicht gewalttätig, und viele waren ganz normale Bürger der Stadt. Es gab aber auch durchaus gewalttätige, rechtsextreme Elemente, die zwar stark in der Minderheit waren, von den Medien aber so stark in den Vordergrund gestellt wurden, dass man den Eindruck gewinnen konnte, dies sei die Mehrheit.

In Anbetracht der letzten Bundestagswahl haben die Flüchtlingsgegner in Deutschland auch nicht zu vermelden; da gibt es auch immer wieder nur einzelne, die (meinst via Facebook & Co) große Töne von sich geben und darausfolgend meinen solche Leute wie bspw. DU, im Namen des gesamten VOLKES sprechen zu können... :eek:

Es ist symptomatisch, dass hier von Seiten gesprochen wird. Aber ja, wir haben eine zunehmende Polarisierung, und gelogen wird auf beiden Seiten. Die Vernunft und die Wahrheit bleiben auf der Strecke.

Schön, dass du das auch so siehst. Lernen werden wir wir aber nichts draus. Weiß nicht, ob das nur menschlich ist, oder einfach nur bescheuert... :(

Nun, weil die Macht der Medien über Wahlergebnisse bestimmt.

:D :D :D

Und wozu mach ich dann brav meine Kreuzle? Kommst du mir jetzt mit 'ner ollen "Der-Schein-muss-gewahrt-bleiben"-Verschwörungstheorie? :cool:

Viele Leute haben nicht die Zeit und vielleicht auch nicht die Fähigkeit, alles, was die Medien behaupten, nachzurecherchieren.

So ein blühender Blödsinn! :eek:

Was willst du denn alles nachrecherchieren? Muss man denn alles in Zweifel setzen? Macht man sich damit nicht selbst verrückt?

Und WO willst du nachrecherchieren? Du hast doch oben was geschrieben vonwegen "die Wahrheiten bleiben auf der Strecke". Was stimmt denn nun bspw. bzgl. Chemnitz - nur "ein bedauerlicher Einzelfall" oder "Die Merkel hat Schuld"? Na?

Also, MIR reicht meine eigene Meinung. Bzgl. Chemnitz reicht es mir zu wissen, dass da ein Mensch getötet wurde - das ist für mich traurig und unnötig. Da ändert sich nichts dran, ob ich nun weiß, wer der Mörder ist, wer das Opfer ist und wieso, weshalb, warum.

Ich hatte bis 2015/16 auch fast alles geglaubt, was mir aufgetischt wurde, bis ich meinen red pill moment nach den Massenvergewaltigungen von Köln hatte.

Welche MASSENvergewaltigungen? Quelle, Belege, Beweise, wenn ich bitten darf. Aber seriös, nicht irgendein Facebook-Fake oder Rechtspopulisten-Gedöns o. ä.

Dass Propaganda eingesetzt wird, um den politischen Willen der Bevölkerung zu kontrollieren, ist nun wirklich nichts Neues.

Und dass tagtäglich neue Verschwörungstheorien erfunden werden müssen um diese und andere "Weltanschauungen" zu stützen, ist nun wirklich auch nichts Neues.

Die Medien dürfen schreiben, was sie wollen, es ist ein freies Land. Ich darf aber auch sagen, was ich über diese Medien denke.

Darfst du - aber du darfst nicht für das Volk sprechen, wenn du nur für dich selber sprechen kannst.

Ich habe durchaus das Gefühl, dass die veröffentlichte Meinung von der öffentlichen Meinung immer weiter abweicht, eben weil die Medien einen linksgrünen Drall haben. Und ja, ich habe das Gefühl, dass große Teile unserer Gesellschaft von einer linksgrünen Minderheit gekapert wurden, die an den Schaltstellen sitzt, etwa in Schulen, Universitäten, Medien und von dort aus enormen Einfluss ausübt, der weit über ihren eigentlichen Anteil an der Bevölkerung hinausgeht.

Waaaaas? Und du hast gar keine Angst? Mensch, was bist du für ein Held! :thumbup:

Gerade deswegen ist es wichtig, sich für die Information der Bevölkerung einzusetzen. Wenn die Bevölkerung richtig informiert ist und dann dennoch falsche Entscheidungen trifft, dann kann ich das nicht ändern.

Und WER entscheidet, was richtig und was falsch ist? Du? Ich? Jemand anderes? Bitte - WER? :mad2:

Es gibt ja schon durchaus Fortschritte. So wird in den letzten Jahren immer offener über arabische Großfamilien und ihre kriminellen Machenschaften berichtet. Das wäre im politisch korrekten Klima von einst völlig unmöglich gewesen.

Es wird vielleicht auch nur deswegen darüber berichtet, weil die Medien erkannt haben, dass man auf diesem Wege AUCH Geld verdienen kann... :rolleyes:
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon ThorsHamar » Di 28. Aug 2018, 14:20

MäckIntaier hat geschrieben:(28 Aug 2018, 14:11)

... Nehmen Sie sich ein Allerweltsthema von ein wenig Relevanz, dann vergleichen Sie, wie es in der Tagesschau, beim Deutschlandfunk Kultur, beim ZDF und auf Spiegel Online abgehandelt wird. Schon hier wird deutlich, welche gravierenden Unterschiede bei denen bestehen, die mit diesem Auftrag oder Anspruch behaftet sind. ....


Da haben Sie das Problem doch bestens erkannt: "ein Allerweltsthema" hat wenig Relevanz.
Bei einem relevanten Thema wird dagegen, aktuell, überall ein einziges Video kolportiert und daraus, obwohl im Film nur höchstens 20 Leute zu sehen sind, ein brauner Mob auf Ausländerjagd gemacht, in JEDEM Sender von ARD und ZDF identisch!!
Und mit jeder folgenden Sendung wird diese "Information" immer mehr als angenommene Basisinfo benutzt.
Die nächste Sendung beginnt dann mit ."..die Ausländerjagd gestern in Chemnitz durch einen braunen Mob " und es wird als "Beleg" wieder das Video der wenigen Idioten gezeigt, von Vorgestern ...
Auf nächstes kommt sofort der Schnitt auf die grosse Menge von Demonstranten von gestern Abend.
Der Konsument soll also die "Jagdszene" des Telefonvideos von vorgestern mit den vielen Chemnitzern auf den offiziellen Kamerabildern von heute gedanklich verbinden. Dazu dienen dann auch zwei Szenen mit zwei deutlich besoffenen asozialen Typen, die immer wieder eingeblendet werden, um den Rest der Menschen zu diskreditieren.
Das habe ich heute staunend beobachtet! So krass ist mir das nich nie aufgefallen, aber ich habe auch einen Tag frei ....
Jedenfalls:
Die eigentlich notwendige Information über eine tatsächliche "Jagdszene", nämlich das Erstechen einen Menschen mit einem Messer, verschwindet dabei und es werden neue Basics gelegt, und auf dieser neuen, gar nicht existierenden Grundlage, werden dann die neuen Infos bereitet.
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Di 28. Aug 2018, 14:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Di 28. Aug 2018, 14:25

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Aug 2018, 15:20)

Jedenfalls:
Die eigentliche Information verschwindet


Sie kann durchaus auch da sein. Doch der Qualitätsjournalismus wurde in Adjektiven ertränkt, das ist die Entwicklung, die vor 20 Jahren begann.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon ThorsHamar » Di 28. Aug 2018, 14:29

MäckIntaier hat geschrieben:(28 Aug 2018, 15:25)

Sie kann durchaus auch da sein. Doch der Qualitätsjournalismus wurde in Adjektiven ertränkt, das ist die Entwicklung, die vor 20 Jahren begann.


Die eigentliche Information müsste lauten:
Schutzsuchende haben gestern Bürger von Chemnitz mit Messern angegriffen und einen davon getötet.
Anschliessend sind deshalb aufgebrachte Menschen durch die Stadt gezogen. Dabei waren einige Kriminelle, welche Straftaten verübten.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Di 28. Aug 2018, 14:36

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Aug 2018, 15:29)

Die eigentliche Information müsste lauten:
Schutzsuchende haben gestern Bürger von Chemnitz mit Messern angegriffen und einen davon getötet.
Anschliessend sind deshalb aufgebrachte Menschen durch die Stadt gezogen. Dabei waren einige Kriminelle, welche Straftaten verübten.


Hat es geregnet oder gewittert und die wollten sich unterstellen?

Jenseits des Scherzens wäre dies eine Meldung, die in etwas besseren Journalismuszeiten so niemals durchgegangen wäre. Wer so schrieb, hatte sein Handwerk nicht gelernt. Wenig Information, viel Urteilsspektakel.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon ThorsHamar » Di 28. Aug 2018, 14:49

MäckIntaier hat geschrieben:(28 Aug 2018, 15:36)

Hat es geregnet oder gewittert und die wollten sich unterstellen?

Jenseits des Scherzens wäre dies eine Meldung, die in etwas besseren Journalismuszeiten so niemals durchgegangen wäre. Wer so schrieb, hatte sein Handwerk nicht gelernt. Wenig Information, viel Urteilsspektakel.


Aha ... Mein Vorschlag war keine ausgearbeitete Pressemeldung, sondern die Kern- Information zum Abbruch eines Stadtfestes.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Di 28. Aug 2018, 15:01

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Aug 2018, 15:49)

Aha ... Mein Vorschlag war keine ausgearbeitete Pressemeldung, sondern die Kern- Information zum Abbruch eines Stadtfestes.


Das war sie ganz bestimmt nicht. Ihre Kerninformationen sind fast ausschließlich bereits untergründig oder vordergründig aufgearbeitet und wertend aufgeladen. Es sagt etwas darüber aus, was Sie verstehen wollen, nicht was Aufgabe der Presse wäre, halbwegs neutral weiterzugeben. Wenn das die Erwartungen an die Medien darstellt, dann braucht es keinen Journalismus mehr.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Di 28. Aug 2018, 15:09

Die heutige Berichterstattung in den Medien ist bestückt mit einseitiger Sichtweise und regelrechter Hetze. Haben die doofen Journalisten noch nicht gemerkt, das man damit genau das Gegenteil erreicht und dadurch noch mehr Wähler ihr Kreuzchen weiter rechts machen?

Im Radio brachte man heut in den Nachrichten, das gestern abend an den Demos nur Rechtsextreme beteiligt waren. Von Linksextremen kein einziges Wort. Man sagte sogar wörtlich, dass sich "DIE Chemnitzer nicht zu schade sind, mit Nazis zu demonstrieren". Sie sagten übrigens nichts über den Mord als Auslöser.

Nichts über den Auslöser war heute auch bei n-tv zu hören. Da hat man das mit einem Experten im Studio besprochen. Der Experte war....tataaa...Bernd Rixinger von den Linken! Auf die Frage, wie sich die Situation in den letzten Tagen in Chemitz so hochschaukeln konnte, sagte Rixinger, es sei verwunderlich, wie einfach so sich viele Rechte zusammenfinden können. Die Moderatorin hätte ihn da über den Mord informieren können, den er scheinbar nicht wahrgenommen hatte. Aber stattdessen redete man, dass Rechte die GANZE Stadt übernommen haben. Rixinger meinte sogar, fast ganz Sachsen ist rechtsradikal.

Achja, diese Woche ist das Thema bei Will, Maischberger, Plasberg und Co wieder klar. Da tummeln sich dann als Gäste wieder schön die Linken und Grünen sowie links eingestellte Journalisten, damit man schön einheitlich wieder Sachsen-Bashing machen kann.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » Di 28. Aug 2018, 15:23

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Aug 2018, 15:29)

Die eigentliche Information müsste lauten:
Schutzsuchende haben gestern Bürger von Chemnitz mit Messern angegriffen und einen davon getötet.
Anschliessend sind deshalb aufgebrachte Menschen durch die Stadt gezogen. Dabei waren einige Kriminelle, welche Straftaten verübten.


Ein neutraler Blick zeigt:

Schutzsuchende: Sofern es nicht geregnet oder gewittert hat, reicht die Info Männder oder Frauen und wie viele davon
Bürger von Chemnitz: Wofür ist das relevant? Wichtiger wäre: Männer/Frauen und wie viele. Denn welche relevante Info enthält "Bürger"?*
Aufgebracht: Nutzlose Standardfloskel.
Kriminelle: woher weiß man das? Um jemanden als Kriminellen zu bezeichnen, muss der Journalist die betreffenden Gestalten und ihr Strafregister kennen.
Straftaten: Zu unbestimmt, hier wird schon wieder ein Signal gesetzt.

*Natürlich ist klar, was man mit der Verwendung von Bürger beabsichtigt. Es macht die mit dem Unwort Schutzsuchende belegten Männer zu Nicht-Bürgern.

So sollte Journalismus nicht funktionieren, aber so funktioniert er in der Praxis heute. Und scheint auch den Erwartungen zu entsprechen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon ThorsHamar » Di 28. Aug 2018, 15:39

MäckIntaier hat geschrieben:(28 Aug 2018, 16:01)

Das war sie ganz bestimmt nicht. Ihre Kerninformationen sind fast ausschließlich bereits untergründig oder vordergründig aufgearbeitet und wertend aufgeladen. Es sagt etwas darüber aus, was Sie verstehen wollen, nicht was Aufgabe der Presse wäre, halbwegs neutral weiterzugeben. Wenn das die Erwartungen an die Medien darstellt, dann braucht es keinen Journalismus mehr.


Moment mal: Ich habe ganz bewusst die Termini benutzt, welche in den deutschen Medien gerade eben verwendet werden!
"Schutzsuchende" wurde marketingstrategisch von Profis ausgewählt, um die Rezipienten auf einer noch weiter unten befindlichen emotionalen Ebene anzusprechen, also im Instinktbereich des Menschen.
"Flüchtlinge" ist eine emotionale Ebene höher und impliziert schon die Möglichkeit zu zweifeln, da Flucht, Flüchtling, Geflüchtete, Fliehende usw. keine stringent konsistente Definition besitzen.
"Schutzsuchend" spricht dagegen einen animalische Instinkt an ...

Und die absurde Diskrepanz zwischen "Schutzsuchender" und "Mörder" ist es, welche auch vom normalen Medienkonsumenten emotional erfasst wird und verarbeitet werden muss.
Der Eine verdrängt dann konsequent, die Andere handelt irgendwie ...
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon ThorsHamar » Di 28. Aug 2018, 15:42

sunny.crockett hat geschrieben:(28 Aug 2018, 16:09)

Die heutige Berichterstattung in den Medien ist bestückt mit einseitiger Sichtweise und regelrechter Hetze. Haben die doofen Journalisten noch nicht gemerkt, das man damit genau das Gegenteil erreicht und dadurch noch mehr Wähler ihr Kreuzchen weiter rechts machen?

Im Radio brachte man heut in den Nachrichten, das gestern abend an den Demos nur Rechtsextreme beteiligt waren. Von Linksextremen kein einziges Wort. Man sagte sogar wörtlich, dass sich "DIE Chemnitzer nicht zu schade sind, mit Nazis zu demonstrieren". Sie sagten übrigens nichts über den Mord als Auslöser.

Nichts über den Auslöser war heute auch bei n-tv zu hören. Da hat man das mit einem Experten im Studio besprochen. Der Experte war....tataaa...Bernd Rixinger von den Linken! Auf die Frage, wie sich die Situation in den letzten Tagen in Chemitz so hochschaukeln konnte, sagte Rixinger, es sei verwunderlich, wie einfach so sich viele Rechte zusammenfinden können. Die Moderatorin hätte ihn da über den Mord informieren können, den er scheinbar nicht wahrgenommen hatte. Aber stattdessen redete man, dass Rechte die GANZE Stadt übernommen haben. Rixinger meinte sogar, fast ganz Sachsen ist rechtsradikal.

Achja, diese Woche ist das Thema bei Will, Maischberger, Plasberg und Co wieder klar. Da tummeln sich dann als Gäste wieder schön die Linken und Grünen sowie links eingestellte Journalisten, damit man schön einheitlich wieder Sachsen-Bashing machen kann.


Ja, so ist es ...
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Chemnitz Medien verschweigen

Beitragvon Lucky173 » Di 28. Aug 2018, 16:19

Guten Tag Ich hab viele Fragen zu diesem Täter ich hab mir zu dem Thema viele berichte angeguckt Radio TV und Zeitung.
Es geht ja darum das Personen auf die Straße rennen und im rechten Sinne Demonstrieren da ein Mann von mehreren Ausländern erstochen wurde.
1. Eine frage warum wird So doll auf den Protestmarsch berichtet aber es gibt keine Informationen zur eigentlichen tat
2. Warum wird bei Rechtsdemonstrationen immer alles so negativ berichtet selbst wenn sie Gewaltfrei einfach durch die Straßen laufen und bei links Demonstranten die nicht selten Autos anzünden wird auf Einzelfälle und runter geredet.
3. Warum wird bei Rechtsdemos immer dazwischen gefunkt und von links extremen gestört und keiner tut was aber passiert das andersrum ist direkt Bürgerkrieg
4. Kann man sich gegen diese einseitige Medien Bericht beschweren es ist langsam nicht mehr lustig es ist ja kein Einzelfall letztes Jahr wurden zwei Jugendliche von 5 Asylanten getötet und es wurde nichts in denn normalen Medien berichtet oder nur sehr wenig
5. Warum sagen die Medien immer ja vermutlich Asylant oder Flüchtling aber nicht sicher aber wenn ein Asylant verprügelt wird immer ganz klar Nazi.
Würde mich um antworten freuen.
Ich finde die Bericht Erstattung einfach sehr in eine Richtung gelenkt und kann Nachrichten nicht mehr ernst nehmen es geht mir nicht um die Rechtsdemonstranten sondern um die Medienberichte.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Di 28. Aug 2018, 17:12

Gerade bei Welt (ex N24) im TV beim Bericht über Chemnitz. Als Grund warum die Demos entstanden sind, nannte man nur einen Vorfall, "bei dem zwei Migranten verhaftet wurden und auch ein Messer im Spiel war". Das Wort "Mord" ist wohl bei der Berichterstattung komplett verboten worden.
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Re: Chemnitz Medien verschweigen

Beitragvon apartofme » Di 28. Aug 2018, 17:14

Ich finde die Bericht Erstattung einfach sehr in eine Richtung gelenkt und kann Nachrichten nicht mehr ernst nehmen es geht mir nicht um die Rechtsdemonstranten sondern um die Medienberichte.

Die Berichterstattung ist nicht "gelenkt", sondern hier sind einfach Journalisten am Schreiben, die mitunter auch ihre persönliche Einschätzung in die Berichte mit einfließen lassen.

In diesem Land darf man als Mensch schreiben, was man denkt. Ein Beispiel dafür ist dein Posting hier, das du ja im Prinzip auch in eine Zeitung drucken und dann verkaufen dürftest. Es gibt natürlich auch "rechte" Zeitungen. Diese werden aber eben nicht so häufig gelesen.

Wenn du dich also fragen möchtest, warum die meisten bekannten Zeitungen in Deutschland deine Meinung nicht teilen, dann hilft die Verschwörungstheorie von der "gelenkten Presse" nicht weiter. Hilfreicher wäre es, zu fragen, warum die Menschen alle Zeitungen kaufen, die Dinge schreiben, die du falsch findest.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon yogi61 » Di 28. Aug 2018, 17:15

sunny.crockett hat geschrieben:(28 Aug 2018, 18:12)

Gerade bei Welt (ex N24) im TV beim Bericht über Chemnitz. Als Grund warum die Demos entstanden sind, nannte man nur einen Vorfall, "bei dem zwei Migranten verhaftet wurden und auch ein Messer im Spiel war". Das Wort "Mord" ist wohl bei der Berichterstattung komplett verboten worden.


Es steht ja auch nicht fest,ob es es sich um einen Mord handelt.
Two unique places, one heart
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Di 28. Aug 2018, 17:22

yogi61 hat geschrieben:(28 Aug 2018, 18:15)

Es steht ja auch nicht fest,ob es es sich um einen Mord handelt.


Stimmt, man muß noch klären, ob das Opfer und die weiteren teils schwer Verletzten unbeabsichtigt in die Messer des Syrers und des Irakers gefallen sind..

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