Lügenpresse oder Realitätspresse

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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Unité 1 » Mi 6. Sep 2017, 09:06

Uffzach hat geschrieben:(06 Sep 2017, 09:50)

Ich finde den Begriff "Lückenpresse" zutreffender, weil evident ist, dass einseitig berichtet wird, d.h. immer nur das, was die veröffentlichte Meinung stützt.

Wie lustig, die "veröffentliche Meinung" (die es so nicht gibt, der Medienpluralismus gebiert eine Vielzahl an Meinungen, die das Licht der Öffentlichkeit erblicken bzw. in ihr Entfaltung finden) setzt sich aus verschiedenen Artikeln, Kommentaren, Reportagen zusammen, sie ist Ergebnis der Pressetätigkeit, weswegen der Vorwurf des einseitigen Berichtens im Sinne der "veröffentlichten Meinung" im Grunde den Vorwurf meint, dass Medien überhaupt veröffentlichen. :p
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffzach » Mi 6. Sep 2017, 09:11

Unité 1 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:06)

Wie lustig, die "veröffentliche Meinung" (die es so nicht gibt, der Medienpluralismus gebiert eine Vielzahl an Meinungen, die das Licht der Öffentlichkeit erblicken bzw. in ihr Entfaltung finden) setzt sich aus verschiedenen Artikeln, Kommentaren, Reportagen zusammen, sie ist Ergebnis der Pressetätigkeit, weswegen der Vorwurf des einseitigen Berichtens im Sinne der "veröffentlichten Meinung" im Grunde den Vorwurf meint, dass Medien überhaupt veröffentlichen. :p


Wie lustig, die Veröffentlichungen von Nachrichtenmedien mit Veröffentlichung von Meinung gleichzusetzen, ist ein Eingeständnis, dass sie ihrer eigentlichen Pflicht nicht nachkommen, sondern Meinungsmache betreiben. :p
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Unité 1 » Mi 6. Sep 2017, 09:23

Uffzach hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:11)

Wie lustig, die Veröffentlichungen von Nachrichtenmedien mit Veröffentlichung von Meinung gleichzusetzen, ist ein Eingeständnis, dass sie ihrer eigentlichen Pflicht nicht nachkommen, sondern Meinungsmache betreiben. :p

Wie traurig, du hast nicht richtig gelesen, sonst wäre dir der Inhalt der Klammer nicht entgangen, der die "veröffentlichte Meinung" als Resultat der Pressetätigkeit beschreibt (Entfaltung finden [das war eine Klammer, bitte Inhalt beachten]), die aufgrund der Medienvielfat keine Meinung sein kann, sondern eine Vielzahl sein muss. Nachrichten erzeugen Meinungen, das sollte eigentlich bekannt sein.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffzach » Mi 6. Sep 2017, 09:27

Unité 1 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:23)

Wie traurig, du hast nicht richtig gelesen, sonst wäre dir der Inhalt der Klammer nicht entgangen, der die "veröffentlichte Meinung" als Resultat der Pressetätigkeit beschreibt (Entfaltung finden [das war eine Klammer, bitte Inhalt beachten]), die aufgrund der Medienvielfat keine Meinung sein kann, sondern eine Vielzahl sein muss. Nachrichten erzeugen Meinungen, das sollte eigentlich bekannt sein.


Genau, "'veröffentlichte Meinung' als Resultat der Pressetätigkeit" der Nachrichtenpresse, genau das war mein Punkt. Danke für nochmalige Bestätigung. :p

Eine Vielfalt kann aus der Vielzahl der Nachrichtenmedien keineswegs abgeleitet werden. Auch ist Meinungsmache so oder so fehl am Platze.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Unité 1 » Mi 6. Sep 2017, 09:49

Uffzach hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:27)

Genau, "'veröffentlichte Meinung' als Resultat der Pressetätigkeit" der Nachrichtenpresse, genau das war mein Punkt.

Wie traurig, die Funktion von Sonderzeichen wie () oder "" scheint dir unbekannt zu sein. Für einen rationalen Argumentationsstil solltest du die Lücke schließen. Wenn ich also von der "veröffentlichten Meinung" schreibe, kann das zweierlei bedeuten. Entweder zitiere ich dich, was durch die "" angezeigt wird, oder ich mache deutlich, dass der Begriff nicht meiner ist und ich ihn nicht für mich übernehme. In dem Fall war es sogar beides. Ich sagte also nicht, dass die veröffentlichte Meinung Resultat der Pressetätigkeit sei, sondern die "veröffentlichte Meinung". Was ich unter der verstehe, habe ich dargelegt. "Der Medienpluralismus gebiert eine Vielzahl an Meinungen, die das Licht der Öffentlichkeit erblicken bzw. in ihr Entfaltung finden" ("" kennzeichnen hier ein Zitat. Da ich mich selbst zitiere, übernehme ich das Gesagte für mich [das war eine Klammer, bitte den Inhalt beachten]). Das war nötig aufgrund der Nichtexistenz der "veröffentlichten Meinung". Die Umdeutung schafft überhaupt erst eine Diskussionsgrundlage, anhand billiger Phrasen lässt sich's halt nicht sinnvoll austauschen.

Um mich ein zweites Mal zu wiederholen, "Nachrichten erzeugen Meinungen". Erzeugen bitte selbsttätig in einem Wörterbuch deiner Wahl nachschlagen.

Womit wir wieder beim Anfang sind: Wenn deiner Meinung nach nur einseitig im Sinne der "veröffentlichen Meinung" (die es so nicht gibt. Meinungen entstehen, bilden, ergeben sich in der Öffentlichkeit durch Berichterstattung, womit die Presse also Meinungen gebiert. "Veröffentliche Meinung" muss demnach die in der Öffentlichkeit entstandenen Meinungen, die durch Veröffentlichung erzeugten, bedeuten, sonst wäre dein Eingangsbeitrag gegenstandslos. [das war eine Klammer, bitte Inhalt beachten]) berichtet wird, wirfst du damit der Presse vor, Presse zu sein. Kann man machen, ist aber nicht besonders clever.

Eine Vielfalt kann aus der Vielzahl der Nachrichtenmedien keineswegs abgeleitet werden.
Ich schrieb, dass aus einer Vielfalt an Medien eine Vielzahl an Meinungen entsteht. Bitte genau lesen. Danke.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffzach » Mi 6. Sep 2017, 09:53

Unité 1 hat geschrieben:Ich schrieb, dass aus einer Vielfalt an Medien eine Vielzahl an Meinungen entsteht. Bitte genau lesen. Danke.

Genau dazu habe ich mich geäußert: "Eine Vielfalt [an Meinungen] kann aus der Vielzahl der Nachrichtenmedien keineswegs abgeleitet werden."
Natürlich kannst du auch gerne die beiden Begriffe 'Vielfalt' und 'Vielzahl' vertauscht denken.

An unseren Positionen hat sich nichts verändert: du sieht Nachricht als Meinung und ich nicht.

Deine Anmerkung "Nachrichten erzeugen Meinungen" belegt die Wirkung der Nachrichten-Lückenpresse. Einseitige Berichterstattung führt zu beabsichtigter Meinung. Dies wird dann noch verstärkt, wenn vermeintliche Nachricht de facto bereits veröffentlichte Meinung ist.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Unité 1 » Mi 6. Sep 2017, 10:08

Uffzach hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:53)

Genau dazu habe ich mich geähttp://www.politik-forum.eu/ucp.php?i=ucp_notificationsußert: "Eine Vielfalt [an Meinungen] kann aus der Vielzahl der Nachrichtenmedien keineswegs abgeleitet werden."
Natürlich kannst du auch gerne die beiden Begriffe 'Vielfalt' und 'Vielzahl' vertauscht denken.
Vielfalt meinte Vielfältigkeit und keine Mengenangabe. Von faz bis taz, Berichterstattungen sind divers. Vielzahl könnte ja tatsächlich nur mengenmäßig verstanden werden - du hast ja den Gedanken nahegelegt, dass eine Vielzahl von Medien die "veröffentlichte Meinung" wiedergebe, Vielzahl also nur mengenmäßig zu verstehen sei, weswegen Vielfältigkeit von Meinungen kein Ergebnis einer Vielzähligkeit von Medien sein muss. Das ist ein ziemlich unsauberer Diskussionsstil, den du hier an den Tag legst, wenn du im Nachhinein deine Aussagen zu ändern versuchst. Steh' halt einfach dazu.
Aufgrund der Vielfältigkeit der Medien ergibt sich zwangsläufig eine Vielfältigkeit von Meinungen.

An unseren Positionen hat sich nichts verändert: du sieht Nachricht als Meinung und ich nicht.
Nein, du sprichst von der "veröffentlichen Meinung", diffamierst also grundsätzlich Medien als politische Akteure und nicht als Beobachter, du degradierst Berichterstattung zu einem plumpen Propagandawerkzeug durch die Phrase der "veröffentlichten Meinung" und insinuierst damit ein vorsätzliches Belügen der Öffentlichkeit. Das als meine Ansicht auszugeben, unterstreicht ein zweites Mal, dass es dir (gerade jetzt) nicht um's Diskutieren geht.

Deine Anmerkung "Nachrichten erzeugen Meinungen" deuten eben auf die Wirkung der Nachrichten-Lückenpresse hin.

:D
Nachrichten erzeugen Meinungen deuten nicht auf eine Wirkung hin, sie beschreiben eine. Mit "Lücken-, Pinoccio-, Lügenpresse" hat das alles nichts zu tun.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffzach » Mi 6. Sep 2017, 10:29

Unité 1 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 11:08)

Vielfalt meinte Vielfältigkeit und keine Mengenangabe.

Aha, dann hat 'viel' für dich also keinen Mengenbezug. Nun gut ... das finde ich nun ein-fältig. :D

Unité 1 hat geschrieben:Von faz bis taz, Berichterstattungen sind divers. Vielzahl könnte ja tatsächlich nur mengenmäßig verstanden werden - du hast ja den Gedanken nahegelegt, dass eine Vielzahl von Medien die "veröffentlichte Meinung" wiedergebe,

Nein, ich habe nicht von 'Wiedergabe' gesprochen. Meinung wird dadurch zu 'veröffentllichter Meinung', dass sie veröffentlicht wird. Sie wird u.a. dadurch veröffentlicht, dass Nachricht nicht Nachricht ist, sondern Meinung. Ist ein Teil vermeintlicher Nachricht also Meinung und ein anderer Teil zeichnet sich dadurch aus, dass er Lücken aufweist, die diese Meinung stützt, dann ist das ein Fall, in dem Lückenpresse die veröffentliche Meinung stützt. So ist also meine ursprüngliche Aussage "Ich finde den Begriff "Lückenpresse" zutreffender, weil evident ist, dass einseitig berichtet wird, d.h. immer nur das, was die veröffentlichte Meinung stützt." zu verstehen.

Unité 1 hat geschrieben:du hast ja den Gedanken nahegelegt, dass eine Vielzahl von Medien die "veröffentlichte Meinung" wiedergebe

Nein, das habe ich nicht. Da hast du von Anfang an etwas in meine Worte hineingesponnen, was so wörtlich nicht geschrieben steht.

Und nochmal: aus der Anzahl an Medien auf die Anzahl von unterschiedlichen veröffentlichten Meinungen zu schließen ist nicht zulässig. Aber behaupten kannst du natürlich was du willst.

Unité 1 hat geschrieben:Nein, du sprichst von der "veröffentlichen Meinung", diffamierst also grundsätzlich Medien als politische Akteure und nicht als Beobachter, du degradierst Berichterstattung zu einem plumpen Propagandawerkzeug durch die Phrase der "veröffentlichten Meinung" und insinuierst damit ein vorsätzliches Belügen der Öffentlichkeit. Das als meine Ansicht auszugeben, unterstreicht ein zweites Mal, dass es dir (gerade jetzt) nicht um's Diskutieren geht.

Ich diffamiere nicht, sondern ich drücke Beobachtungen aus. Ich kann sehr wohl zwischen Nachricht und Meinung unterscheiden und den Zusammenhang zwischen Weglassen von Nachricht im Kontext der Veröffentlichung von Meinung herstellen.


Unité 1 hat geschrieben:Nachrichten erzeugen Meinungen deuten nicht auf eine Wirkung hin, sie beschreiben eine. ....

Ich habe oben bereits verstanden, dass du semantische Spielereien für rhetorische Zwecke und Ablenkungen benutzt. Angemessener wäre es beim Inhaltlichen zu bleiben.
Zuletzt geändert von Uffzach am Mi 6. Sep 2017, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Unité 1 » Mi 6. Sep 2017, 10:32

Uffzach hat geschrieben:(06 Sep 2017, 11:29)

Aha, dann hat 'viel' für dich also keinen Mengenbezug.

Alles klar, dann viel Spaß noch.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Selina » Mi 6. Sep 2017, 12:05

Selbstverständlich gibt es Meinungsmanipulation. Und das schon immer, seit den Anfängen des Pressewesens. Das ist keine Erfindung der AfD und hat schon gar nichts mit Lücken- oder Lügenpresse irgendwelcher "besorgten" Pegida-Spaziergänger zu tun. Die Steuerung der Meinung von Rezipienten geht von den jeweiligen Eigentümern der Sendeanstalten und Verlage aus, denen ein bestimmtes Bild von der Wirklichkeit vorschwebt. Dieses Bild werden sie dann natürlich auch verbreiten. Jeglicher Journalismus ist immer tendenziös. Es gibt keinen absolut unabhängigen und keinen absolut objektiven Journalismus. Dieser ist immer ziel- und zweckgebunden. Eine relative Objektivität findet man in den Agentur-Nachrichten, aber selbst die weisen eine gewisse Tendenz auf. Das ist keine Abwertung und kein Schlechtreden der Medien, sondern einfach ein Fakt. Und je besser man als Rezipient gelernt hat, Meldungen verschiedener Quellen miteinander zu vergleichen, Berichte genau zu hinterfragen, desto besser kommt man mit dem Gelesenen, Gehörten und Gesehenen auch klar. Die Rechtspopulisten machen sich diesen bekannten Medien-Manipulations-Mechanismus einfach nur zunutze und deuten ihn für ihre Zwecke um. So sind in ihren Augen Medien, die Vertreter der so genannten etablierten Parteien zitieren, per se schon "Lückenpresse" und pc-geschädigt. Alles, was nicht völkisch, nationalistisch und fremdenkritisch daherkommt, ist in den Augen dieser Leute abzulehnen. Deren Medien-Definition hat mit dem alten traditionellen, nicht ganz unkomplizierten Rollenbild der Medien nichts zu tun.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon schelm » Mi 6. Sep 2017, 12:08

Unité 1 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:06)

Wie lustig, die "veröffentliche Meinung" (die es so nicht gibt, der Medienpluralismus gebiert eine Vielzahl an Meinungen, die das Licht der Öffentlichkeit erblicken bzw. in ihr Entfaltung finden) setzt sich aus verschiedenen Artikeln, Kommentaren, Reportagen zusammen, sie ist Ergebnis der Pressetätigkeit, weswegen der Vorwurf des einseitigen Berichtens im Sinne der "veröffentlichten Meinung" im Grunde den Vorwurf meint, dass Medien überhaupt veröffentlichen. :p

Lückenpresse entsteht durch Pressekodex ( " keine Ressentiments schüren " ) und investigativfreier Übernahme von dpa - Meldungen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon schelm » Mi 6. Sep 2017, 12:14

Selina hat geschrieben:(06 Sep 2017, 13:05)

Selbstverständlich gibt es Meinungsmanipulation. Und das schon immer, seit den Anfängen des Pressewesens. Das ist keine Erfindung der AfD und hat schon gar nichts mit Lücken- oder Lügenpresse irgendwelcher "besorgten" Pegida-Spaziergänger zu tun. Die Steuerung der Meinung von Rezipienten geht von den jeweiligen Eigentümern der Sendeanstalten und Verlage aus, denen ein bestimmtes Bild von der Wirklichkeit vorschwebt. Dieses Bild werden sie dann natürlich auch verbreiten. Jeglicher Journalismus ist immer tendenziös. Es gibt keinen absolut unabhängigen und keinen absolut objektiven Journalismus. Dieser ist immer ziel- und zweckgebunden. Eine relative Objektivität findet man in den Agentur-Nachrichten, aber selbst die weisen eine gewisse Tendenz auf. Das ist keine Abwertung und kein Schlechtreden der Medien, sondern einfach ein Fakt. Und je besser man als Rezipient gelernt hat, Meldungen verschiedener Quellen miteinander zu vergleichen, Berichte genau zu hinterfragen, desto besser kommt man mit dem Gelesenen, Gehörten und Gesehenen auch klar. Die Rechtspopulisten machen sich diesen bekannten Medien-Manipulations-Mechanismus einfach nur zunutze und deuten ihn für ihre Zwecke um. So sind in ihren Augen Medien, die Vertreter der so genannten etablierten Parteien zitieren, per se schon "Lückenpresse" und pc-geschädigt. Alles, was nicht völkisch, nationalistisch und fremdenkritisch daherkommt, ist in den Augen dieser Leute abzulehnen. Deren Medien-Definition hat mit dem alten traditionellen, nicht ganz unkomplizierten Rollenbild der Medien nichts zu tun.

Vielfalt medialer Berichterstattung nützt wenig, wenn Journalisten nicht recherchieren, also ihren Job machen, sondern unreflektiert dpa - Meldungen übernehmen. Wer bspw. E - Zigaretten seit einigen Jahren konsumiert, weiß wovon ich gerade rede.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon pikant » Mi 6. Sep 2017, 12:16

schelm hat geschrieben:(06 Sep 2017, 13:14)

Vielfalt medialer Berichterstattung nützt wenig, wenn Journalisten nicht recherchieren, also ihren Job machen, sondern unreflektiert dpa - Meldungen übernehmen. Wer bspw. E - Zigaretten seit einigen Jahren konsumiert, weiß wovon ich gerade rede.


es gibt ja noch andere Nachrichtenagenturen und da kann man sich auch bedienen um Kosten zu sparen :)
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon pikant » Mi 6. Sep 2017, 12:17

schelm hat geschrieben:(06 Sep 2017, 13:08)

Lückenpresse entsteht durch Pressekodex ( " keine Ressentiments schüren " ) und investigativfreier Übernahme von dpa - Meldungen.


keiner kann alle Meldungen print abdrucken und da muss man eine Auswahl treffen
Mut zur Luecke kann auch informativ sein, da man dann mehr Zeit hat ein anderes Thema ausfuehrlicher zu betrachten.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon pikant » Mi 6. Sep 2017, 12:21

Selina hat geschrieben:(06 Sep 2017, 13:05)

Die Steuerung der Meinung von Rezipienten geht von den jeweiligen Eigentümern der Sendeanstalten und Verlage aus, denen ein bestimmtes Bild von der Wirklichkeit vorschwebt.


das ist und war immer schon so.
ein Neues Deutschland berichtet so wie es den Eigentuemern vorschwebt und bei BILD ist das auch der Fall und auch bei der Taz.
Wobei eine Zeitung bei neuen Eigentuemern auch anders berichtet und auch da kann man Neues Deutschland als Vorbild anfuehren.
das weiss aber jeder Journalist und darum geht man nicht zu jeder Zeitung, auch wenn man angefragt wird.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon schelm » Mi 6. Sep 2017, 12:49

pikant hat geschrieben:(06 Sep 2017, 13:16)

es gibt ja noch andere Nachrichtenagenturen und da kann man sich auch bedienen um Kosten zu sparen :)

Hatte seinerzeit auch nichts genützt. Da gehörte es wohl zur Staatsräson eine neue Branche mit aller Macht diskreditieren und vom Markt verschwinden zu lassen. Hat aber nicht funktioniert, sicher auch wegen der unermüdlichen Aufklärungsarbeit von Enthusiasten, die jede tendenziöse, pauschale Aussage oder offene Falschmeldung der Presse aufgegriffen und Gegendarstellungen in den Netzwerken erbrachten. 2 Diffamierungsbeispiele : " E - Zigarette im Mund explodiert ", sollte deren Gefährlichkeit belegen. Was war passiert ? Ein amerikanischer User hatte seinen Akkuträger " optimiert ". 2. Beispiel : " E - Zigarette produziert gefährliche Nitrosamine ". Was war passiert ? Unter Laborbedingungen wurden bewusst Verdampfungstemperaturen erzeugt, die bei der normalen Nutzung überhaupt nicht erreicht werden können, aber Voraussetzung sind, um die Abspaltung dieser Schadstoffe zu erzeugen.

Na ja, ging ja auch um Steuermilliarden deren Verlust befürchtet wurde und den Einfluss der Tabaklobby. :rolleyes:
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Unité 1 » Mi 6. Sep 2017, 13:48

schelm hat geschrieben:(06 Sep 2017, 13:08)

Lückenpresse entsteht durch Pressekodex ( " keine Ressentiments schüren " ) und investigativfreier Übernahme von dpa - Meldungen.

Lückenpresse ist schon deswegen ein völlig idiotischer Begriff, weil immer eine Auswahl der Berichterstattung getroffen werden muss. Der Platz wie auch die Aufnahmekapazität, und sei es lediglich die Tatsache, dass ein Tag nur 24 Stunden hat, sind begrenzt. Umfassende Berichterstattung ist also von vornherein ausgeschlossen.

Dafür gibt es Medienpluralismus mit einer Pressevielfalt mit verschiedenen politischen Ansichten und Hintergründen und daraus resultierend einer Auswahl an Nachrichten. Lückenpresse ergibt als Begriff nur Sinn, möchte man andeuten, dass es Medienpluralismus nicht gebe und die Presse somit Lücken lasse. Ist einfach nur ein Synonym für Medienkartell vulgo Lügenpresse.

Die Übernahme von dpa-Meldungen ohne Eigenrecherche ist eine üble Entwicklung, hat aber mit wegbrechenden Anzeigeneinnahmen zu tun und nichts mit Luckepresse. Der Pressekodex ist Ausdruck journalistischer Ethik und, wie man an der Bild es Jahr für Jahr sieht, mehr gute Absicht als tatsächliche Wirkung. Die Filterung von Informationen ist jedenfalls unabdingbare journalistische Praxis.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon schelm » Mi 6. Sep 2017, 14:53

Unité 1 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 14:48)

Lückenpresse ist schon deswegen ein völlig idiotischer Begriff, weil immer eine Auswahl der Berichterstattung getroffen werden muss. Der Platz wie auch die Aufnahmekapazität, und sei es lediglich die Tatsache, dass ein Tag nur 24 Stunden hat, sind begrenzt. Umfassende Berichterstattung ist also von vornherein ausgeschlossen.

Dafür gibt es Medienpluralismus mit einer Pressevielfalt mit verschiedenen politischen Ansichten und Hintergründen und daraus resultierend einer Auswahl an Nachrichten. Lückenpresse ergibt als Begriff nur Sinn, möchte man andeuten, dass es Medienpluralismus nicht gebe und die Presse somit Lücken lasse. Ist einfach nur ein Synonym für Medienkartell vulgo Lügenpresse.

Die Übernahme von dpa-Meldungen ohne Eigenrecherche ist eine üble Entwicklung, hat aber mit wegbrechenden Anzeigeneinnahmen zu tun und nichts mit Luckepresse. Der Pressekodex ist Ausdruck journalistischer Ethik und, wie man an der Bild es Jahr für Jahr sieht, mehr gute Absicht als tatsächliche Wirkung. Die Filterung von Informationen ist jedenfalls unabdingbare journalistische Praxis.

Lückenpresse ist völlig zutreffend, wenn bspw. in allen einschlägigen Medien von " Männern " oder " Jugendlichen " als Täter gesprochen wird, dabei bewusst der Hintergrund der Folgeerscheinungen der Flüchtlingspolitik weggelassen wird, so als handele es sich um übliche oder unerklärliche Formen von Kriminalität.

Lückenpresse trifft auch zu, wenn über Jahre hartnäckig ein Produkt verteufelt wird, obwohl in den Kommentaren ebenso hartnäckig Aufklärung betrieben wird, siehe Beispiele im letzten Post. Wobei diese Ignoranz irgendwo fließend erscheint, zwischen Desinteresse / mangelnder Recherche und bewusster Aufrechterhaltung von sachlich falschen Aussagen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffhausen » Mi 6. Sep 2017, 15:58

schelm hat geschrieben:(06 Sep 2017, 13:08)

Lückenpresse entsteht durch Pressekodex ( " keine Ressentiments schüren " ) und investigativfreier Übernahme von dpa - Meldungen.


Welchen direkten Nutzen versprichst du dir persönlich, wenn diverse "Lücken" gefüllt werden (und somit evt. Ressentiments geschürt werden), bspw. wenn in einem Bericht über eine Vergewaltigung die Nationalität des Täters angegeben wird? Und was ist der gesellschaftliche Nutzen?

Freilich ist es höchst seltsam bis amüsant, wenn bspw. in einem Bericht über einen harmlosen Auffahrunfall die Automarken, die Autofarben bis hin zum Baujahr genannt werden, sowie Angaben zum Alter und Geschlecht der beteiligten Autolenker, während eben bei einer heftigen Straftat wie eben bspw. einer Vergewaltigung im Grunde alles dafür getan wird um die Identitäten der Beteiligten zu schützen.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich weiß, was du meinst, aber den allgemeinen Nutzen erkenne ich nicht. In erster Linie erkenne ich hier nur eine fragwürdige Art von Neugier. Wenn wir ein Recht auf diese Art von Neugier haben sollten, dann müssten wir bspw. auch den Gaffern an einem Unfallort zugestehen, dass sich erstmal in aller Ruhe sattsehen, Fotos und Videos machen und dann erst Notarzt und Rettung vorlassen... :s

2 Diffamierungsbeispiele : " E - Zigarette im Mund explodiert ", sollte deren Gefährlichkeit belegen. Was war passiert ? Ein amerikanischer User hatte seinen Akkuträger " optimiert ". 2. Beispiel : " E - Zigarette produziert gefährliche Nitrosamine ". Was war passiert ? Unter Laborbedingungen wurden bewusst Verdampfungstemperaturen erzeugt, die bei der normalen Nutzung überhaupt nicht erreicht werden können, aber Voraussetzung sind, um die Abspaltung dieser Schadstoffe zu erzeugen.

Auch hier verstehe ich was du meinst - aber ich erkenne die Diffamierung nicht. Die Überschriften waren wohl herzlich reißerisch, aber scheinbar hat der Artikel selbst die Sache irgendwie wieder relativiert. Hättest du die Artikel gelesen, wären die Überschriften neutraler gehalten? Würde die Gesellschaft "beruhigter" sein, gäbe es keine reißerischen Überschriften mehr? Dass die Gesellschaft eher anspringt, wenn etwas reißerischer gehalten ist, ist ein Problem - allerdings nicht das der Medien oder der Presse, weder deren Schuld.

Ich komme ursprünglich aus dem Lebensmitteleinzelhandel - Frage: Was meinst du, worauf springt der Kunde eher an; wenn bspw. die Tafel Schokolade gänzlich ohne Hinweis reduziert angeboten wird, oder wenn mit großzügigen Plakaten in auffälligen Lettern und mit markanten Farben auf das "einmalige Supersonderangebot (solange Vorrat reicht!)" reißerisch aufmerksam gemacht wird? Siehste mal.
Genauso ist es auch in Presse und Medien. Es ist ein himmelhoher Unterschied, ob da nun bspw. geschrieben steht "Frau Opfer von Straftat geworden" (neutral) oder "Deutsche Frau von arabischen Flüchtling heimtückisch überfallen" (reißerisch).
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon hafenwirt » Mi 6. Sep 2017, 17:24

Unité 1 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 14:48)
Die Übernahme von dpa-Meldungen ohne Eigenrecherche ist eine üble Entwicklung, hat aber mit wegbrechenden Anzeigeneinnahmen zu tun und nichts mit Luckepresse. Der Pressekodex ist Ausdruck journalistischer Ethik und, wie man an der Bild es Jahr für Jahr sieht, mehr gute Absicht als tatsächliche Wirkung. Die Filterung von Informationen ist jedenfalls unabdingbare journalistische Praxis.


Das liegt auch an der Entwicklung des Internets und sozialen Medien. Ich hoffe, man gesteht sich so langsam ein, dass man nicht schneller als Twitter sein kann und nicht sein sollte. Ich erwarte von Medien, dass sie gesicherte Informationen verbreiten, zum Beispiel mit Bestätigung der Polizei. Das bei einem Anschlag eben auch mal gesagt wird, dass nichts näher bekannt wird. Auch, wenn dann deutschnationale Idioten rumjammern, weil sie auf Twitter aufgeschnappt haben, dass bekannt wäre, dass es ein Ausländer sei, beispielsweise bei Anschlägen. Ich persönlich muss auch nicht 10 Minuten nach dem ersten Schuss schon wissen, welche Schuhgröße ein Täter hat. Anderen geht es da anders. Die wollen bereits nach einer halben Stunde Täterbeschreibung samt exaktem Hautton, Religion und am besten schon die Analyse der Tat, um dann "ooooh, da haben wir es ja wieder, Merkel, Teddybären, Goldstücke, neu aushandeln ..." raunen zu können.

Das führt dann dazu, dass sich Zeitungen genötigt fühlen, sowas zu veröffentlichen:

Wenn mitten in der Northeimer Innenstadt zwei Gruppen junger Männer aufeinander losgehen und es sich bei diesen Personen um Menschen mit Migrationshintergrund handelt, dann berichten wir darüber – mit Nennung der Herkunft. Dafür und für ähnliche Artikel werden wir immer wieder angegriffen. Ein Kommentar.

„Ihr müsst euch an den Pressekodex halten“ heißt es dann. Der Pressekodex, der übrigens kein Gesetz, sondern eine Richtlinie ist, wurde gerade dahingehend geändert, dass Nationalitäten genannt werden sollen, wenn ein berechtigtes öffentliches Interesse und ein Zusammenhang mit der Tat besteht. Dementsprechend entscheiden wir also von Fall zu Fall, ob wir die Herkunft der Täter nennen – und wägen genau ab.

Die meisten unserer Leser wollen wissen, wer die Tat begangen hat. Wird die Nationalität nicht genannt, wird wild spekuliert. Fakt ist: Wir denken uns Nachrichten nicht aus. Wir veröffentlichen nichts leichtfertig, sondern nehmen das begründete Interesse unserer Leser sehr ernst.


https://www.hna.de/lokales/northeim/hna ... 03371.html

Was die Kommentatorin der HNA leider nicht bedenkt: Wenn künftig "ohne Migrationshintergrund" oder "deutsche Nationalität" steht, wird es heißen:
- die HNA verschweigt etwas!
- Lückenpresse!
- hier wird manipuliert!
- die Polizei verschweigt Infos
- die Polizei wurde von ganz oben gezwungen den wahren wirklichen echten Hintergrund zu nennen.

Die nationalen Deppen wollen nur ihre Wahrheit lesen. Sie wollen die Nationalität nicht aus Erkenntnisgewinn wissen, sondern um sie für die Agitation nutzen zu können. Um zu dekonstruieren. Um diese Berichte teilen, liken, und höhnisch kommentieren zu können. Das zeigt sich auch daran, dass der Pressekodex - an den sich Journalisten ja oftmals schon halten, wenn sie nicht bei Springer arbeiten oder private Blogs betreiben - schon vor nun längerer Zeit geändert wurde und Leute wie unser SLM immernoch jammern, dass "der wahre Hintergrund verschwiegen wird".
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