Lügenpresse oder Realitätspresse

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Alexyessin
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alexyessin » Do 12. Jan 2017, 10:20

schelm hat geschrieben:(12 Jan 2017, 09:58)

Das steht im Text, den du zitiert hast. VT ? Wenn man deine kontinuierlichen Versuche beobachtet meine und ebenfalls leicht zu erfassenden Aussagen anderer User zu schreddern, inhaltlich in der Antwort zu ignorieren oder umzuinterpretieren, könnte man tatsächlich zu der Sf gelangen, dich als Teil dieses Meinungskartelles zu betrachten.

Aber nä.... dazu bist du zwar arrogant ( = nach eignem Bekunden ), aber gesellschaftlich nicht exponiert genug. Dir bekommt schlicht deine kleine Machtposition hier nicht. :)


Ui, ein ad personam.

VT ist eine Verschwörungstheorie und wie bei jeder VT ist auch bei deinen Gedanken zu beobachten, das du das Ergebnis ( Hier wird was verschwiegen ) als gegeben ansiehst und daraufhin alles ausrichtest. Unwissenschaftlich und leider typisch.
Das du dann persönlich reagierst ist übrigens auch nur ein weiteres Indiz dafür.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon schelm » Do 12. Jan 2017, 10:38

Alexyessin hat geschrieben:(12 Jan 2017, 10:20)

Ui, ein ad personam.

VT ist eine Verschwörungstheorie und wie bei jeder VT ist auch bei deinen Gedanken zu beobachten, das du das Ergebnis ( Hier wird was verschwiegen ) als gegeben ansiehst und daraufhin alles ausrichtest. Unwissenschaftlich und leider typisch.
Das du dann persönlich reagierst ist übrigens auch nur ein weiteres Indiz dafür.

Nein, ist es nicht. Das Beispiel Kaiserslautern ist völlig unerheblich hinsichtlich seiner realen Hintergründe. Es steht hier lediglich symptomatisch für ein bekanntes Muster, für das es keinerlei Belege mehr braucht, aus 2 Gründen :

1. Die Annahme, es gäbe keine Gewalt gegen autochthone Deutsche, obwohl diese von einem Teil der Migranten verachtet werden ob ihres Anderssein, kann ausgeschlossen werden. 2. Da es dafür kein nennenswertes, fraktionsübergreifendes gesellschaftliches Bewusstsein ( außerhalb der " Rechten " ) gibt, gibt es dazu auch keine vergleichbaren Reaktionen, Aktionsbündnisse, Prävention und Statistik.

Verweist man hingegen auf diese doppelten Standards, wird man reflexartig mit ad personam konfrontiert. Der auf die entsprechende Person gemünzte Hinweis die ursprünglichen inhaltlichen Aussagen zu den unterschiedlichen Standards zu schreddern, zu diskreditieren, zu ignorieren etc. ist demzufolge kein ad personam, sondern beschreibt korrekt die Vorgehensweise des Gesprächspartner.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alexyessin » Do 12. Jan 2017, 11:48

schelm hat geschrieben:(12 Jan 2017, 10:38)

Nein, ist es nicht. Das Beispiel Kaiserslautern ist völlig unerheblich hinsichtlich seiner realen Hintergründe.


Negativ. Genau darum geht es hier. Warum führst du das dann an, wenn du doch nicht darüber reden möchtest?

schelm hat geschrieben:(12 Jan 2017, 10:38)
Es steht hier lediglich symptomatisch für ein bekanntes Muster, für das es keinerlei Belege mehr braucht, aus 2 Gründen :


Wenn es hier ein Muster gibt, dann das, das DU hier "vermutetst" und dich dann beschwerst, wenn man deinen "Vermutungen" nicht folgen wird.

schelm hat geschrieben:(12 Jan 2017, 10:38)
1. Die Annahme, es gäbe keine Gewalt gegen autochthone Deutsche, obwohl diese von einem Teil der Migranten verachtet werden ob ihres Anderssein, kann ausgeschlossen werden.


Sicherlich gibt es Gewalt von allen Seiten gegen alle Seiten. Egal ob Deutsche ohne Migrationshintergrund, Deutsche mit Mitgrationshintergrund oder Ausländer. Die Gewaltaffinität bei heranwachsenden jungen Männern ist leider Nationenunabhängig.

Auf der anderen Seite wieder ein schönes Beispiel für deine Art der VT-Denke:

Weil das Ergebnis so sein muss, wird die Annahme als Fakt verkauft ohne auch nur irgendwas mit Fakten zu untermauern.

schelm hat geschrieben:(12 Jan 2017, 10:38)2. Da es dafür kein nennenswertes, fraktionsübergreifendes gesellschaftliches Bewusstsein ( außerhalb der " Rechten " ) gibt, gibt es dazu auch keine vergleichbaren Reaktionen, Aktionsbündnisse, Prävention und Statistik.


Weil außerhalb der "Rechten" sich auch keiner mit irgendwelchen, unwissenschaftlichen Rassistenscheiß auseinandersetzen will. Sprich, nur weil der Großteil der Menschen in Deutschland schlau genug ist, nicht alles zu glauben, was ihnen von den Marktplärreren Rechts und Links angepriesen wird ist deine VT immer noch eine VT.

schelm hat geschrieben:(12 Jan 2017, 10:38)
Verweist man hingegen auf diese doppelten Standards, wird man reflexartig mit ad personam konfrontiert. Der auf die entsprechende Person gemünzte Hinweis die ursprünglichen inhaltlichen Aussagen zu den unterschiedlichen Standards zu schreddern, zu diskreditieren, zu ignorieren etc. ist demzufolge kein ad personam, sondern beschreibt korrekt die Vorgehensweise des Gesprächspartner.


Der ad personam ( Von wegen ich und meine Stellung hier ) kam von dir. Aber ich werte das als typischen Beißreflex, da du sonst nicht mehr weiter weißt.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon schelm » Do 12. Jan 2017, 12:12

Weil außerhalb der "Rechten" sich auch keiner mit irgendwelchen, unwissenschaftlichen Rassistenscheiß auseinandersetzen will.....

Genau deshalb ist mit Leuten wir dir kein Gespräch möglich, sondern nur ein Wandel durch neue Machtverhältnisse über Wahlen kann in dieser Gesellschaft noch etwas bewirken. Irgendwann ist man es leid sich mit so viel Ignoranz und Arroganz zu beschäftigen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Doktor Schiwago » Do 12. Jan 2017, 15:21

„Unerträglich unprofessionell“: Hans-Hermann Tiedje über die Trump-Berichterstattung deutscher Medien
Der ehemalige Chefredakteuer der BLÖD äußert sich zur "katastrophalen Berichterstattung deutscher Haltungsjourmalisten" über D. Trump.
Durchaus lesenswert. Daraus:
Ich fand die Berichterstattung der wesentlichen Medien in Deutschland katastrophal. Ich stand in der Wahlnacht um viertel nach 4 auf und schaltete wechselweise ARD und ZDF ein, Clinton und Trump kämpften um diese Zeit um die Vorherrschaft in den Swing-States. Diese offenkundige Total-Entgeisterung von öffentlich-rechtlichen Haltungsjournalisten fand ich unglaublich. Anstatt zu informieren, wurden wir von ihnen mit Emotionen belästigt. Ich habe dann schnell auf CNN umgeschaltet: Ich wollte Fakten statt Entsetzen und Enttäuschung.
...
Kleber ist meiner Wahrnehmung nach inzwischen, leider, ebenso ein – wie sagt man? – Haltungsjournalist wie Dunja Hayali. Wie schon die Bezeichnung sagt – hier kommt es auf Haltung an. Aha. Ich bin doch nicht der Einzige, der abschaltet, wenn diese Dame auf dem Bildschirm erscheint. Ich kannte Hajo Friedrichs noch persönlich und habe immer seinen Satz im Kopf: „Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein – nicht einmal mit einer guten“. Und Friedrichs war lange genug beim ZDF. Wo ist diese Definition von Journalismus geblieben? Beim ZDF jedenfalls öfter nicht, aber auch nicht bei den großen Privaten.
...
Schon in der Wahlnacht kam man auf die angeblich Schuldigen zu sprechen – die amerikanischen Meinungsforscher. Waren sie aber gar nicht: Ich habe die Ergebnisse der US-Umfragen regelmäßig online verfolgt. Die wiesen im Schnitt ein Gap von 0,5 Prozent bis zu 2,5 Prozent zugunsten von Hillary Clinton aus. Keiner sagte vorher: Hillary gewinnt in jedem Fall. Es gab unter den Meinungsforschern etliche, die prophezeiten, auch Trump könne gewinnen. Das wurde hierzulande völlig ausgeblendet, weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte: Das nenne ich miserablen Journalismus.
...
Dass vier von fünf Journalisten politisch links von der Mitte beheimatet sind, das war schon vor 20 Jahren so. Dass jeder von ihnen Wünsche und Träume hat, akzeptiere ich völlig. Aber ein Bild zu zeichnen, innerhalb dessen nach einem angeblich guten Präsidenten Obama – der übrigens als Tiger startete und als Bettvorleger endete – Trump nur von ewig gestrigen, weißen Männern gewählt werden könnte und die Eliten vollständig hinter Frau Clinton stünden, das war schon vorab als paradox und völlig neben der Sache erkennbar. Persönliche Haltungen haben das Meinungsbild im deutschen Fernsehen bestimmt, der wertfreie Journalismus kam unter die Räder.
...
Große Teile der Bevölkerung haben inzwischen eine völlig andere Wahrnehmung des öffentlichen Geschehens als ein wesentlicher Teil der die Medien gestaltenden Leute. Viele Menschen fühlen sich und ihre Wahrnehmungen in führenden Medien in Deutschland nicht mehr richtig abgebildet.

Das ganze Interview:
http://meedia.de/2017/01/11/unertraegli ... er-medien/
Wenn unser einziger Rohstoff in Deutschland die Kreativität der Menschen ist, warum versuchen dann in den Medien so viele so hartnäckig, sie zu beschädigen? (Roman Herzog)
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Moses » Do 12. Jan 2017, 15:43

. . . na wenn das ein ehemaliger Chefredakteur der BILD schreibt . . .
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Doktor Schiwago » Fr 13. Jan 2017, 08:43

Moses hat geschrieben:(12 Jan 2017, 15:43)

. . . na wenn das ein ehemaliger Chefredakteur der BILD schreibt . . .

Ja eben. Ein Insider, sozusagen.
Wenn unser einziger Rohstoff in Deutschland die Kreativität der Menschen ist, warum versuchen dann in den Medien so viele so hartnäckig, sie zu beschädigen? (Roman Herzog)
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon relativ » Fr 13. Jan 2017, 09:33

Doktor Schiwago hat geschrieben:(12 Jan 2017, 15:21)

„Unerträglich unprofessionell“: Hans-Hermann Tiedje über die Trump-Berichterstattung deutscher Medien
Der ehemalige Chefredakteuer der BLÖD äußert sich zur "katastrophalen Berichterstattung deutscher Haltungsjourmalisten" über D. Trump.
Durchaus lesenswert. Daraus:

Das ganze Interview:
http://meedia.de/2017/01/11/unertraegli ... er-medien/

Tatsächlich, der Tiedje hat auf CNN umgeschaltet. Diese CNN die Trump jetzt als Fakenews Sender gebrandmarkt hat? :D Herrlich.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Cat with a whip » Fr 13. Jan 2017, 20:37

Hier mal ein Klassiker: Die sich in ihrem Werbespot selbst "Qualitätszeitung" titulierende Süddeutsche Zeitung schrieb am 1 Januar 2017 vorschnell:

Mehr als 600 Nordafrikaner standen in der letzten Nacht des Jahres 2016 plötzlich wieder im Kölner Hauptbahnhof,[...]

http://www.sueddeutsche.de/panorama/neu ... -1.3317532

Die SZ schreibt das als Tatsache!

Doch dran war nichts wahr. Mittlerweile wurde die Nationalität der meisten dieser ca. 600 Personen festgestellt und diese waren keine Nordafrikaner. Lediglich ganze 39 Nordafrikaner wurden bisher wirklich identifiziert.
Diese Fake-News unserer Qualiätszeitungen ala Süddeutsche haben daraufhin für allerlei irrige Spekulationen gesorgt.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Welfenprinz » Fr 13. Jan 2017, 22:23

http://m.rp-online.de/nrw/staedte/koeln ... -1.6531909

674 erfolgte Identifikationen.
Davon 425 mit zugeordneter Nationalität.
30 Nordafrikaner
47 Deutsche.

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Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Kael » Sa 14. Jan 2017, 05:31

Das Problem ist das viele Zeitungen auf den linken Zug aufgesprungen sind.
Viele Probleme welche für den einfachen Mann, der eben nicht zu den großen 10% der Bevölkerung gehört die sooooo wohlhabend sind - gehen diese nichts an und verstehen es nicht.

Es ist einfach ein Kontrast. Es wird von der PResse geschrieben Y ist schlimm obwohl es EIGENTLICH vollkommen normal ist. Durch solche Wahnwitzigen Artikel macht sich die Presse selbst schlecht.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Cobra9 » Sa 14. Jan 2017, 09:03

Kael hat geschrieben:(14 Jan 2017, 05:31)

Das Problem ist das viele Zeitungen auf den linken Zug aufgesprungen sind.
Viele Probleme welche für den einfachen Mann, der eben nicht zu den großen 10% der Bevölkerung gehört die sooooo wohlhabend sind - gehen diese nichts an und verstehen es nicht.

Es ist einfach ein Kontrast. Es wird von der PResse geschrieben Y ist schlimm obwohl es EIGENTLICH vollkommen normal ist. Durch solche Wahnwitzigen Artikel macht sich die Presse selbst schlecht.


Das ist doch auch lediglich deine Interpretation und Meinung, keine faktische Grundlage. Es betrifft natürlich Mich mit meiner Meinung genauso. Wir bilden uns uns eine Meinung, ob richtig oder falsch sei mal nicht die Frage. Ich selber habe wirkliche Sorgen eher aber was Willensbildung, eigene Kompetenzen beim Umgang mit den Medien und der Verwertung von Informationen angeht. Man muss sich mal eines klar vor Augen halten, wir sind im Prinzip rund um die Uhr jetzt informiert. Dazu sollte man die Gegenseite, also Reporter und Verlage auch mal sehen bzw. ihre Lage.

Es haben sich die Arbeitsbedingungen von Journalisten , in allen Medien, in den letzten zehn Jahren tiefgreifend verändert. Wesentlich stärker als in den Jahrzehnten zuvor. Was zu einigen Problemen führt logischerweise. Qualifizierten Journalismus zu erhalten und zu fördern ist eine der großen Herausforderungen, von denen die künftige Urteilsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich abhängt in meinen Augen. Ich nehme mal einen Punkt einfach raus der Mir so aufgefallen ist.

Jeder Journalisten wird heute konfrontiert mit direkten Reaktionen auf seine Arbeit. Die Resonanz auf ihre Arbeit durch das Internet ist gut und schlecht zugleich. Die meisten Kommentare im Netz sind anonym, und im Schutz der Anonymität mutiert Kritik teilweise zu aggressiver und auch persönlicher Attacke. Sowas lässt keinen kalt. Der Ton der Kritiker ist eine miese Nummer. Daraus ergibt sich eine Änderung der Hemmschwellen. Wir verändern uns zu einem sehr rüden Ton und man gewöhnt sich dran . Der Lernprozess ingesamt zum Umgang mit den Möglichkeiten muss mal langsam beginnen


Aber Lügenpresse usw.....sehe Ich so wie folgend. Die Medienwissenschaftler Carsten Reinemann und Nayla Fawzi stellten Anfang 2016 ein unverändertes Vertrauen in Medien fest

http://www.tagesspiegel.de/politik/anal ... 2-all.html

Im Grundsatz machen die verfügabren Medien einen guten Job, mit Fehlern und Problemen. Es liegt aber an Mir mich damit zu befassen. Texte zu prüfen, was mich interessiert näher zu betrachten.
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Cat with a whip » Sa 14. Jan 2017, 11:20

Welfenprinz hat geschrieben:(13 Jan 2017, 22:23)

http://m.rp-online.de/nrw/staedte/koeln ... -1.6531909

674 erfolgte Identifikationen.
Davon 425 mit zugeordneter Nationalität.
30 Nordafrikaner
47 Deutsche.

Nafri ole


Was lernen wir daraus? Uns sollte immer im Gedächtnis bleiben wie schnell diese selbsternannten Qualitätsmedien sich vom einer gefühlten Erwartungshaltung dazu verleiten lassen unbestätigte Behauptungen als Tatsachen darzustellen und dem Rassismus das Wort reden, nur weil sie gerade in ein Bild zu passen scheinen.

Wir müssen uns wieder einmal klar machen, dass diese Leute, die so eine Zeitung wie die Süddeutsche machen, dem Idealtypus des aufgeklärten Bildungsbürgertums entsprechen und dann sehen wir dass diese sog. Hochkultur die sie uns tägl. kredenzen nur ein großer stinkender Scheißhaufen ist, mehr nicht. Unsere eingebildeten hehren Werte ala Grundrechte sind alles Illusion und schwinden schneller als wird glauben. Ruck-zuck setzen Rassisten in der Polizei in Deutschland Grundrechte ausser Kraft, nur weil sich eine Hystrie in den Medien hochschaukelt und sich Politiker unter Handlungsdruck glauben und fleissig klatschen die sog. bürgerlichen Kommentaristen der "Qualitätszeitungen" Beifall und verteidigten das Vorgehen der Polizei bräsig gegen die Kritik. Erinnern wir uns immer daran!

Zudem ist es nicht unbedingt ein Wesensmerkmal der freien, unabhängigen Medien, dass sie auch Kritk an sich üben, denn man liest derzeit nichts an Selbstkritk in unseren sog. Qualitätsmedien. Nach 10 Tagen scheinen sie nur den Fehler NUR wieder bei der Polizei zu finden. Aber nicht bei sich selbst, als sie zunächst unkritisch ein groteskes Bild aufgrund von vereinfachter Darstellungen der Polizeiinformationen zeichneten. Immerhin schaffen sie es noch die Darstellung an die Wirklichkeit anzunähern, indem sie nun ein differenziertes Bild der Nacht mitteilen. Immerhin.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Welfenprinz » Sa 14. Jan 2017, 11:32

Ich würde es noch nicht als “grossen,stimkenden Scheissehaufen “ bezeichnen,aber die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der Einschätzung der eigenen Leistung ist ein verbreitetes Phänomen,ja.
Abgleich,Selbstreflektion,Demut.
Wäre mal so ne Agenda. :)
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Cat with a whip » Sa 14. Jan 2017, 12:09

Ne Agenda wäre auch eine nüchtere und kritische Berichterstattung und nicht eine durch irgendwelche Ideologie oder Erwartungshaltung gefiltere Berichterstattung. Gefährlich wirds bei falschen Respekt vor staatlichen Institutionen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Aldemarin » Di 17. Jan 2017, 13:58

Die Presse sollte auch mal ihre Relevanzkriterien offenlegen. Daß es in der Stadt Ceska Trebova beinahe eine Katastrophe gegeben hätte ( https://www.gmx.net/magazine/panorama/t ... t-32117252 ) war wohl nicht relevant. Hätte aber irgendeiner mit einem Sprengsatz eine leere Moschee beschädigt, wäre die Presse voll!
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Julian » Di 17. Jan 2017, 14:20

Cat with a whip hat geschrieben:(13 Jan 2017, 20:37)

Hier mal ein Klassiker: Die sich in ihrem Werbespot selbst "Qualitätszeitung" titulierende Süddeutsche Zeitung schrieb am 1 Januar 2017 vorschnell:


http://www.sueddeutsche.de/panorama/neu ... -1.3317532

Die SZ schreibt das als Tatsache!

Doch dran war nichts wahr. Mittlerweile wurde die Nationalität der meisten dieser ca. 600 Personen festgestellt und diese waren keine Nordafrikaner. Lediglich ganze 39 Nordafrikaner wurden bisher wirklich identifiziert.
Diese Fake-News unserer Qualiätszeitungen ala Süddeutsche haben daraufhin für allerlei irrige Spekulationen gesorgt.


Kein Mensch weiß, wer diese Leute sind - die meisten haben ja ihre Dokumente weggeworfen. Vielleicht sind es Nordafrikaner, die sich als Syrer und Iraker etc. ausgeben, vielleicht sind es auch tatsächlich Syrer und Iraker etc. In einem Land, in dem man mit 14 Identitäten leben kann, ist alles möglich, denn die Behörden haben die Kontrolle vollkommen verloren.

Auf jeden Fall waren es wohl ganz überwiegend junge muslimische Männer aus Arabien und Afghanistan, mit entsprechendem Frauenbild und Respektlosigkeit vor der deutschen Polizei. Und die Polizei hat sie - wenn ich den Berichten dieses Jahres Glauben schenken soll - am Verüben von Verbrechen weitgehend gehindert, allerdings mit einem Aufwand, der mich pessimistisch stimmt für künftige Feierlichkeiten. Nicht jede Dorfkirmes wird so abgesichert werden können, um Frauen und andere Besucher vor dieser aggressiven, hochmobilen Klientel zu schützen.

Die eingesetzten Polizisten erklärten später, dass sich die Personen "in großen Teilen distanzlos, verbal aggressiv und laut verhielten und dabei wild gestikulierten". Es sei auch immer wieder zu Streitigkeiten der Personen untereinander gekommen. Ein Großteil von ihnen schien, so heißt es in dem Bericht, erheblich alkoholisiert zu sein.

Poizei wollte Eskalation verhindern

Zahlreiche Passanten hätten sich wegen der Verhaltensweisen eingeschüchtert gefühlt. Die Polizei kommt deshalb zu dem Schluss: "Ohne weitere polizeiliche Intervention stand - auch mit Blick auf die Erfahrungen des Vorjahres - zu befürchten, dass sich das gezeigte Verhalten verstärkt und verstetigt hätte und dass es in Folge dessen zur Begehung von Straftaten gekommen wäre."

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koe ... -1.6539016
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon relativ » Di 17. Jan 2017, 14:53

Julian hat geschrieben:(17 Jan 2017, 14:20)

Kein Mensch weiß, wer diese Leute sind - die meisten haben ja ihre Dokumente weggeworfen.
Hast du Beweise dafür, daß die Meisten ihre Papiere weggeworfen haben?
Vielleicht sind es Nordafrikaner, die sich als Syrer und Iraker etc. ausgeben, vielleicht sind es auch tatsächlich Syrer und Iraker etc. In einem Land, in dem man mit 14 Identitäten leben kann, ist alles möglich, denn die Behörden haben die Kontrolle vollkommen verloren.
Laut Bamf haben jetzt alle eine ID mit Fingerabdrücken in Deutschland mit der sie zugeordnet werden können.

Auf jeden Fall waren es wohl ganz überwiegend junge muslimische Männer aus Arabien und Afghanistan, mit entsprechendem Frauenbild und Respektlosigkeit vor der deutschen Polizei. Und die Polizei hat sie - wenn ich den Berichten dieses Jahres Glauben schenken soll - am Verüben von Verbrechen weitgehend gehindert, allerdings mit einem Aufwand, der mich pessimistisch stimmt für künftige Feierlichkeiten. Nicht jede Dorfkirmes wird so abgesichert werden können, um Frauen und andere Besucher vor dieser aggressiven, hochmobilen Klientel zu schützen.
Da ja diesbezüglich nix passiert ist, hat die Polizei wohl schlimmeres verhindert, angenommen die Überprüften hatten sowas vor, was man ja nicht weiss.
Warten wir mal ab, was die "neue Härte" der Behörden bei den jugendlichen Intensivtätern und die es werden wollen, auslöst.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon pikant » Di 17. Jan 2017, 15:01

Julian hat geschrieben:(17 Jan 2017, 14:20)

Kein Mensch weiß, wer diese Leute sind - die meisten haben ja ihre Dokumente weggeworfen.


wo kann ich das nachlesen oder ist das mal wieder Spekulation und postfaktisch?
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Julian » Di 17. Jan 2017, 15:53

pikant hat geschrieben:(17 Jan 2017, 15:01)

wo kann ich das nachlesen oder ist das mal wieder Spekulation und postfaktisch?


Ich kann dir wirklich nicht helfen, wenn du nicht bereit bist, kleinste Schlüsse mittels des Verstandes zu ziehen, ohne letztgültige Beweise für alles zu haben.

1) Es gibt Quellen, die besagen, dass 70 bis 80% der Flüchtlinge bei der Einreise keine gültigen Papiere besaßen.
2) Gleichzeitig besitzen die meisten Flüchtlinge aber durchaus andere wertvolle Dinge, wie etwa Mobiltelefone; d.h. es liegt keinesfalls ein Totalverlust vor (etwa durch Kentern des Bootes oder Raub)
3) Die Flüchtlinge wissen, dass sie als Syrer sehr gute, als Marokkaner dagegen beispielsweise sehr schlechte Chancen haben. Das heißt, die Motivation, sich als Syrer auszugeben, ist hoch.
4) Es gibt Zeugenaussagen von syrischen Flüchtlingen, die angeben, dass viele ihrer syrischen Landsleute gar nicht den syrischen Dialekt des Arabischen sprechen.
5) Wenn Flüchtlinge einmal wirklich ausführlich geprüft werden, was in der Regel nur bei schweren Verbrechen passiert, kommen plötzlich multiple Identitäten zutage.

Ich bin in der Lage, aus solchen Prämissen meine Schlüsse zu ziehen, einfach mittels des gesunden Menschenverstandes.

Die Washington Post hat das schon 2015 festgestellt:
VIENNA — Moving among the tens of thousands of Syrian war refugees passing through the train stations of Europe are many who are neither Syrian nor refugees, but hoping to blend into the mass migration and find a back door to the West.

There are well-dressed Iranians speaking Farsi who insist they are members of the persecuted Yazidis of Iraq. There are Indians who don’t speak Arabic but say they are from Damascus. There are Pakistanis, Albanians, Egyptians, Kosovars, Somalis and Tunisians from countries with plenty of poverty and violence, but no war.

It should come as no surprise that many migrants seem to be pretending they are someone else. The prize, after all, is the possibility of benefits, residency and work in Europe.

https://www.washingtonpost.com/world/eu ... 71acb02481

Allerdings kann ich dir nicht sagen, wer das nun in Köln war. Ehrlich gesagt, fände ich es sogar noch schlimmer, wenn es wirklich primär Syrer, Afghanen, Iraker gewesen wären. Das würde noch einmal unterstreichen, dass wir auch aus diesen Ländern unzählige Unterschichtenmänner angezogen haben und nun nicht mehr so einfach loswerden.

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