Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Gretel » Fr 16. Jan 2015, 20:30

Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:15 hat geschrieben:Du nanntest auch nicht Einstein, bei dem es sich nu anders verhält, sondern "Kopernikus, Galilei, Kepler, Newton" - hätten die es sich in ihrer Zeit leisten können den Spiritus zu leugnen oder gar nur Zweifel an zu melden? Nein, definitiv nicht.


Du schreibst in anderen Worten dasselbe wie ich. Ist dir das nicht aufgefallen?
===> Die waren auch mehr Wissenschaftler, als Gläubige. [...] Wer den Glauben Vorne an stellt, der fragt nicht, weil er keine Fragen hat


Atheismus ist schlicht das NichtVorhandensein eines Glaubens an einen Spiritus. Atheismus ist kein Glaube, sondern die Abwesenheit eines Glaubens. Es ist ein Konstrukt der Theisten, dass ein Atheist einen Glauben haben müsse, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass ein Atheist ohne einen ErsatzGlauben auskommt. Das sprengt eure VorstellungsWelt. :)


Kopernikus war Domherr.
Galilei war tiefgläubig.
Kepler war ev. Theologe.
Newton war Christ und Unitarier - und Alchemist.

und - wie gesagt - die Klöster waren die Träger der Wissenschaften. - Die Mönche und Nonnen waren gewiss alles heimliche Atheisten - sonst kann das ja gar nicht sein!


Was deine Vorstellungswelt betrifft, so scheint sie nicht sehr ausgeprägt zu sein - Du kannst Dir nicht nur keinen Gott vorstellen, sondern nicht mal Gesellschaft und Religion im Mittelalter. ;)

Und ja: Atheisten glauben nicht, dass es hinter flachem Materialismus noch etwas anderes gibt.
Sie mögen aber das Wort nicht - sie möchten es gerne "wissen" nennen.
Zuletzt geändert von Gretel am Fr 16. Jan 2015, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 20:33

Darwin war auch Geistlicher.

Er hat aber auch mal einen Fuchs mit einem Geologenhammer erschlagen, was ich an sich schon ziemlich witzig finde.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon frems » Fr 16. Jan 2015, 20:35

Gretel » Fr 16. Jan 2015, 20:30 hat geschrieben:Sie mögen aber das Wort nicht - sie möchten es gerne "wissen" nennen.

Genau genommen wollen dies Abrahamisten und nicht Atheisten. Die Beweispflicht liegt woanders. Gern geschehen.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Martin** » Fr 16. Jan 2015, 20:37

Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 19:23 hat geschrieben:Ich bin übrigens kein Theist, ich bin Agnostiker.

d.h. ein Unentschlossener?
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 20:40

Nein. Ich lehne nur die Machbarkeit einer jeden Aussage, ob es ein höheres Wesen geben kann oder nicht, ab.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 20:42

Gretel » Fr 16. Jan 2015, 20:30 hat geschrieben:Was deine Vorstellungswelt betrifft, so scheint sie nicht sehr ausgeprägt zu sein - Du kannst Dir nicht nur keinen Gott vorstellen, sondern nicht mal Gesellschaft und Religion im Mittelalter. ;)

Doch keifendes Gretelchen, die kann ich mir sogar sehr gut vorstellen, dank Wissen + Forschung! :eek: :)

Und wenn dir soviel an Klöstern und was sie lehrten und warum gelegen ist, und am damaligen Zustand von Bildung, Wissenschaft, Religion und Gesellschaft, dann eröffne doch endlich mal einen Strang dazu, worauf auch Dark Angel dich schon mal hinwies. DAS Thema ist nämlich nicht mit 2 hingerotzten SatzPostulaten, einem Link und AdPersonamTouretteAnfällen abgehandelt. Auch wenn du es nun zum xten Mal auf die Tour versuchst. So blöde wie du hoffst, sind Viele dann doch nicht. :p
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 20:48

Der Montheismus hat übrigens den Weg zur Forschung geebnet, wie wir sie heute kennen.

Denn wenn man annimmt, dass es nur einen Gott gibt, der allmächtig ist, fragt man sich, warum es ein Gewitter gibt - Polytheisten können dies relativ einfach auf den Streit zwischen zwei Göttern zurückführen.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Zunder » Fr 16. Jan 2015, 21:24

Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 20:48 hat geschrieben:Der Montheismus hat übrigens den Weg zur Forschung geebnet, wie wir sie heute kennen.

Denn wenn man annimmt, dass es nur einen Gott gibt, der allmächtig ist, fragt man sich, warum es ein Gewitter gibt - Polytheisten können dies relativ einfach auf den Streit zwischen zwei Göttern zurückführen.

Umgekehrt.
Weil man fragt, warum es ein Gewitter gibt, entstehen die Götter.

Das Kausalitätsdenken führt bis in die Bereiche, die empirisch nicht mehr faßbar sind. Die Götter hocken auf dem Olymp bis einer nachschaut. Dann sind sie weg. Und wenn das Göttliche komplett ins Jenseits verbannt wird, kann auch keiner mehr nachschauen.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Zvi Back » Sa 17. Jan 2015, 10:00

Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:49 hat geschrieben:Nein, die Aussage dass da nichts ist woran man glauben müsse beruht schlicht darauf, dass nichts darauf hinweist, es keinen Grund zur Annahme gibt, dass da etwas ist. Übrigens eine Sichtweise, die die meisten Agnostiker, du scheinbar nicht, teilen. Ersetz mal Spiritus durch die von mir vorhin schon genannten rosa Einhorn oder fliegende Schweine im Weltall. Und dann frag dich mal selbst, wie sinnvoll es ist deren Existenz anzunehmen. :)


Naja so leicht kann man es sich nicht machen als Agnostiker, zumal es da auch Abstufungen gibt.
Ansonsten ist man Atheist der nur einen schicken Namen gibt, der z.Z. "in" ist.
Ich bin da eher beim Provokateur, ausser die Aussage zum Gewitter, die ist für mich unlogisch.
Zuletzt geändert von Zvi Back am Sa 17. Jan 2015, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Bleibtreu » Sa 17. Jan 2015, 11:11

Zvi Back » Sa 17. Jan 2015, 10:00 hat geschrieben:Naja so leicht kann man es sich nicht machen als Agnostiker, zumal es da auch Abstufungen gibt.

Er macht es sich ja leicht: "von dem wir garnix wissen können." Das postuliert er und dann bleibt er stehen, statt weiter zu denken.
viewtopic.php?p=2926786#p2926786

Ansonsten ist man Atheist der nur einen schicken Namen gibt, der z.Z. "in" ist.

Das ist eine Unterstellung. Ich orientiere mich nicht daran was "in" ist, so viel Arroganz leiste ich mir und ich bin schon lange Atheistin.

Ich bin da eher beim Provokateur, ausser die Aussage zum Gewitter, die ist für mich unlogisch.

Ich halte dich nicht davon ab zu argumentieren. Auf geht's. :)
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Umetarek » Sa 17. Jan 2015, 11:14

Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 20:15 hat geschrieben:Ich sage nicht, dass es einen Gott gibt, den wir nicht erkennen können.

Ich sage, dass keine Aussage über einen Gott möglich ist, bis hin zu seiner Existenz oder Nicht-Existenz.

Solche differenzierten Aussagen machst du auch zu unsichtbaren rosa Einhörnern? Und wenn nicht, warum?
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Boraiel » Sa 17. Jan 2015, 11:30

Aus eigener Erfahrung: Ich hatte 9,5 Jahre Religionsunterricht in der Schule und bin dann von einer katholischen Privatschule auf ein staatliches Gymnasium gewechselt, weil ich u.a. Religion nicht weiter belegen wollte, was man auf der Privatschule bis zum Ende des Abiturs muss. Ich bin - ehrlich gesagt - durchaus etwas stolz auf diese Entscheidung, nicht weil der stattdessen genommene Philosophie Unterricht so gut war (war er allgemein nicht, obwohl ich dort die wichtigsten Punkt während meiner ganzen Schulzeit gelernt habe), sondern weil das konsequent war (ich konnte mich partout nicht anfreunden mit weiterem Religionsunterricht) und Unabhängigkeit gezeigt hat.
Beim Religionsunterricht in der Grundschule erinnere ich mich an noch an einem strengen, ein bisschen Angst einflößenden (was auch daran lag, dass ich Religion als eines der wenigen Fächer nicht bei meiner Klassenlehrerin hatte), alten Lehrer (eigentlich ist er durchaus ganz nett). Viel mitgenommen habe ich von dem Unterricht nicht, wir haben ein bisschen was ausgemalt, ein paar Geschichten gehört und das war es eigentlich auch schon. Später hatte ich dann, soweit ich mich erinnere, Kommunionsunterricht durch den Pfarrer in der wörtlichen Grundschule (statt Religion!?), hier erinnere ich mich auch vor allem daran, dass mich zum ersten Mal ein Lehrer richtig angepflaumt hat. Ich hatte scheinbar irgendetwas falsches gesagt und der Pfarrer schreit mich plötzlich an und die Klasse wird sofort mucksmäuschenstill. Später auf den katholischen Gymnasium habe ich durch den Religionsunterricht dann verstanden, welche Bedeutung die über Jahr verteilten Feiertage überhaupt haben. Kulturell hat mir das durchaus etwas gebracht und der Unterricht war auch relativ entspannend. Wir haben auch einige Fragen (Theodizee etc.) behandelt, andere Religionen wurden vorstellt, Werte besprochen (Religion sollte auf keinen Fall ersatzlos gestrichen werden). Es gab auch immer wieder Schulgottesdienste, welche ich zusammen mit Ansprache des Rektors zu Beginn und zu Ende des Schuljahres sehr positiv empfunden habe (das habe ich vermisst auf der staatlichen Schule nachher). Es gab dann noch Tage religiöser Orientierung bei denen wir in einem Kloster nahe Düsseldorf waren, auf denen ich mich aber so gar nicht religiös orientiert habe. Und dann bin ich irgendwann gewechselt und hatte keinen Religionsunterricht mehr.
Wäre ein guter Ethikunterricht nicht heutzutage besser als Religionsunterricht?
Gerade in der Grundschule hat mich dieser mehr verwirrt als geholfen, da wäre ein zeitgenössischer Ethikunterricht, der mit aktuellen Erzählungen Werte vermittelt, besser. In der weiterführenden Schule finde ich einen gemischten Religions-, Ethik- und Philosophieunterricht eigentlich nicht verkehrt, dabei sollten die Weltreligionen vorgestellt werden und ein besonderes Augenmerk auf die hier prägenden Religionen (d.h. das Christentum) und die Religionen der Eltern der Kinder gelegt werden (d.h. meist auch das Christentum oder in einigen Gebieten auch der Islam). Das war bei meinem Religionsunterricht auch der Fall, philosophische Themen z.B. Platons Höhlengleichnis kamen zu kurz.
Den Religionsunterricht über die gesamte Schullaufbahn abzuschaffen halte ich für falsch, denn ein prägendes Element dieser Gesellschaft würde einerseits nicht vermittelt werden und andererseits würde man die alleinige Deutungshoheit aus Sicht der Kinder über das Christentum, den Islam etc. den Pfarrern und Imanen überlassen würde ohne die Rahmensetzungen des heutigen Staates. (Ich hatte auch vorgeschlagen im Nahen Osten den Religionsunterricht in die Schulen zu bringen, um eben eine friedliche Auslegung der entsprechenden Religion zu lehren; auch wenn die dortigen Staaten selber weit aus weniger tolerant sind)
Zuletzt geändert von Boraiel am Sa 17. Jan 2015, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Sa 17. Jan 2015, 11:41

Umetarek » Sa 17. Jan 2015, 11:14 hat geschrieben:Solche differenzierten Aussagen machst du auch zu unsichtbaren rosa Einhörnern? Und wenn nicht, warum?


Also wenn es dir wichtig ist:

Ich kann dir weder beweisen noch widerlegen, dass es ein unsichtbares rosa Einhorn gibt. Oder Schweine im Weltall. Ich denke auch nicht, dass es eine Auswirkung auf unser Leben hätte, egal, ob es sie gäbe oder nicht.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Umetarek » Sa 17. Jan 2015, 11:43

Provokateur » Sa 17. Jan 2015, 11:41 hat geschrieben:
Also wenn es dir wichtig ist:

Ich kann dir weder beweisen noch widerlegen, dass es ein unsichtbares rosa Einhorn gibt. Oder Schweine im Weltall. Ich denke auch nicht, dass es eine Auswirkung auf unser Leben hätte, egal, ob es sie gäbe oder nicht.

Und würdest du sagen, wenn dein Sohn dir etwas von einem unsichtbaren Monster unter seinem Bett erzählen würde?
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Sa 17. Jan 2015, 11:46

Ich würde ihm ein Monster-Abwehrspray auf den Nachttisch stellen (Sprühflasche gefüllt mit Wasser und etwas Desinfektionsmittel und Parfüm, damit der Geruch ein anderer ist).

Wenn das nicht hilft, würde ich mit der Schreckschusspistole einige Schuss unters Bett abgeben. Monster tot.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Zvi Back » Sa 17. Jan 2015, 12:05

Bleibtreu » Sa 17. Jan 2015, 11:11 hat geschrieben:Er macht es sich ja leicht: "von dem wir garnix wissen können." Das postuliert er und dann bleibt er stehen, statt weiter zu denken.
viewtopic.php?p=2926786#p2926786

Das ist eine Unterstellung. Ich orientiere mich nicht daran was "in" ist, so viel Arroganz leiste ich mir und ich bin schon lange Atheistin.


Ich halte dich nicht davon ab zu argumentieren. Auf geht's. :)


Ich gebe zu, ich hab nicht sehr weit zurück gelesen.
Ich meine garantiert nicht dich, wenn ich davon sprach, dass Agnostiker sein z.Z. "in" ist,
sondern ich kenne in meinem Umfeld so einige die sich so bezeichnen, aber wenn man länger diskutiert,
sind sie absolute Atheisten. Was ja auch völlig Ok ist.

Ich bin in dieser Frage wirklich sehr zweifelnd in jede Richtung.
Wobei ich mir sage, dass eine Welt ohne "Gott", was immer das ist, eigentlich mehr
"Angst" macht, denn für mich bedeutet dies, dass unsere Welt im Prinzip
determiniert ist.
Und eine komplette Determination würde natürlich uns Menschen nicht ausschliessen.
Welche Konsequenz das hätte ist einfach gruselig. Ein freier Wille wäre eine Illusion.
Was ich für mich persönlich ablehne sind Religionen. Da bin ich davon überzeugt, dass
dies eine Erfindungen der Menschen ist.
Aber das ist wirklich nur angerissen, von dem was ich dazu denke.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Umetarek » Sa 17. Jan 2015, 12:07

Provokateur » Sa 17. Jan 2015, 11:46 hat geschrieben:Ich würde ihm ein Monster-Abwehrspray auf den Nachttisch stellen (Sprühflasche gefüllt mit Wasser und etwas Desinfektionsmittel und Parfüm, damit der Geruch ein anderer ist).

Wenn das nicht hilft, würde ich mit der Schreckschusspistole einige Schuss unters Bett abgeben. Monster tot.

Ok, vermutlich sehr effektiv, wenn es auch nicht die Wurzeln beseitigt, aber manchmal funktioniert das auch besser.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 21. Jan 2015, 09:26

Wäre ein guter Ethikunterricht nicht heutzutage besser als Religionsunterricht?
Gerade in der Grundschule hat mich dieser mehr verwirrt als geholfen, ...

Und genau deshalb sage ich, dass es Reli erst ab der Mittelstufe geben sollte, wenn die Kids in der Lage sind das erzählte auch für sie richtig einzuordnen u. zu bewerten...
Und wie gesagt ohne Indoktrination sonder nur informativ.
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Oder » Sa 24. Jan 2015, 11:37

Moin, firlefanz11,

der Inhalt Deines Beitrages ist auch der Inhalt des Satzes des großen Philosophen
Arthur Schopenhauer, 17788 - 1860, :

"Wenn die Welt erst ehrlich genug geworden sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahr
keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein!"


Zur Zeit werden immer noch Kleinkinder über die Taufe für die Kirchenorganisationen
rekrutiert und über den staatlich finanzierten Religionsunterricht für ein Leben lang
indoktriniert.


Kinder dürfen noch immer nicht ihre Religion frei wählen.

Gruß Oder
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Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon BingoBurner » Sa 24. Jan 2015, 11:57

Ich bin Religionen gegenüber sehr kritisch eingestellt.
Bin aber für den Religionsunterricht und auch für den Islamunterricht.

Eine Bekannte von mir hatte nur Ethik Unterricht und wusste von Religion fast nichts.
Dies empfand sie oftmals als Bildungslücke.
Da steht man dann in der sxithinischen Kapelle schaut sich das letzte Abendmal an und weiß nicht einmal was das ist.
Bei aller Kritik gegenüber Tora, Koran oder Bibel das sind eben auch Schatzkammern für Ethik und Moral.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !
If you dont smile dont mess with me !

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