Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Moderator: Moderatoren Forum 5

Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 9682
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 12:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Keoma » Fr 16. Jan 2015, 12:15

Milady de Winter » Fr 16. Jan 2015, 12:18 hat geschrieben:
Nein, nur das, was man im allgemeinen auch ohne Religionsunterricht wissen könnte oder sollte. Völlig ausreichend.



Bevor Du hier einen Kreuzzug startest, solltest Du Dich erst mal damit beschäftigen, was "Allgemeinbildung" eigentlich beinhaltet. Die Bibel oder ähnliches kannst Du da vorläufig stecken lassen. Gern geschehen. :)



http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeinbildung


Also gehört Wissen über die hier doch sehr prägende Religion für dich nicht zur Allgemeinbildung?
Bitte, von mir aus.
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren." -Albert Einstein
Benutzeravatar
Milady de Winter
Moderator
Beiträge: 12765
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 16:37
Benutzertitel: Böse Königin
Wohnort: -access denied-

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Milady de Winter » Fr 16. Jan 2015, 12:39

Keoma » Fr 16. Jan 2015, 12:15 hat geschrieben:
Also gehört Wissen über die hier doch sehr prägende Religion für dich nicht zur Allgemeinbildung?
Bitte, von mir aus.


Es ist hilfreich, aber Du siehst ja, was unter den Begriff "Allgemeinbildung" fällt. Religiöses Fachwissen eher nicht, sonst würde das ja bedeuten, dass jeder, der keinen Religionsunterricht genießt, eine elementare Allgemeinwissenslücke hätte. Das sehe ich nicht so. Zumal man am Thema "Religionen" (vor allem denen des Christlichen Abendlandes) sowieso nicht gänzlich vorbei kommt. Ergo bin ich der Meinung, dass man den religiösen Part, den man mit viel gutem Willen weitestgehend unter Allgemeinbildung stellen könnte, auch ohne Religionsunterricht mitbekommt. Und so schließt sich der Kreis zu meiner Frage, welche Art von Allgemeinbildung Du im Religionsunterricht mitbekommen hast, die Du ohne nicht hättest.

:)
- When he called me evil I just laughed -
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4651
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Zunder » Fr 16. Jan 2015, 13:59

Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 11:51 hat geschrieben:Jetzt wird es wieder lustig. Glaube und Forschung stehen sich diametral gegenüber.
Der Wissenschaftler forscht aus Neugier, das bringt neue Erkenntnisse + Fortschritt -
der Gläubige ist überzeugt und forscht deswegen nicht.
Weder Du noch Gläubige forschen oder haben auch nur annähernd etwas zu bieten, ihr schwafelt nur. :D

Daß Kopernikus, Galilei, Kepler, Newton usw. Ungläubige gewesen sein sollen, wage ich zu bezweifeln.

Neugierde läßt durch keinen Glauben unterdrücken. Deswegen müssen Religionen ja auch den Wissenschaften hinterherhecheln, wenn sie sich nicht restlos blamieren wollen.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 5912
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: Freigeist
Wohnort: תל אביב-יפו

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 14:12

Zunder » Fr 16. Jan 2015, 13:59 hat geschrieben:Daß Kopernikus, Galilei, Kepler, Newton usw. Ungläubige gewesen sein sollen, wage ich zu bezweifeln.

Neugierde läßt durch keinen Glauben unterdrücken. Deswegen müssen Religionen ja auch den Wissenschaften hinterherhecheln, wenn sie sich nicht restlos blamieren wollen.

Die waren auch mehr Wissenschaftler, als Gläubige. Und mal ehrlich, wer von ihnen hätte es sich erlauben können sich als ungläubig zu outen?
Wer den Glauben Vorne an stellt, der fragt nicht, weil er keine Fragen hat - er hat die Antwort auf Alles schon: Spiritus.

Hast du dir auch mal den Ablauf unserer Diskussion angesehen, worum es ging? :?
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Benutzeravatar
Gretel
Beiträge: 10555
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 13:45
Benutzertitel: Gib mir Zucker!

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Gretel » Fr 16. Jan 2015, 14:43

:rolleyes:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster#Ge ... _Bedeutung

Die Wissenschaften haben bei uns ihren Ursprung in den Klöstern.
https://www.google.de/search?q=Wissensc ... er&spell=1
davon profitierte das Volk direkt, in Sachen Medizin, Landschaftsbau u.a.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelalte ... sit%C3%A4t


Mir war, als sei das Allgemeinwissen. :?
Zuletzt geändert von Gretel am Fr 16. Jan 2015, 14:48, insgesamt 1-mal geändert.
Muck watt jü wüllt - de Lüüd snackt doch.
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4651
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Zunder » Fr 16. Jan 2015, 15:03

Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 14:12 hat geschrieben:Die waren auch mehr Wissenschaftler, als Gläubige. Und mal ehrlich, wer von ihnen hätte es sich erlauben können sich als ungläubig zu outen?
Wer den Glauben Vorne an stellt, der fragt nicht, weil er keine Fragen hat - er hat die Antwort auf Alles schon: Spiritus.

Hast du dir auch mal den Ablauf unserer Diskussion angesehen, worum es ging? :?

Sie brauchten sich nicht als ungläubig zu outen, weil sie nicht ungläubig waren. Und wenn sich ein Einstein auf den Gottesbegriff Spinozas bezieht, tut er das bestimmt nicht aus Angst vor irgendwelchen Glaubenswächtern.

Glaube und Neugier schließen sich nicht gegenseitig aus. Die Unterdrückung freier Wissenschaft folgt nicht aus dem Glauben, sondern aus dem Dogma. Das gilt nicht nur für religiöse Ideologien. Absolute Wahrheiten brauchen das Schwert.
Benutzeravatar
Katenberg
Moderator
Beiträge: 11566
Registriert: Mo 12. Dez 2011, 20:06
Benutzertitel: Nationalliberal
Wohnort: Großherzogtum Hessen
Kontaktdaten:

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Katenberg » Fr 16. Jan 2015, 16:16

pikant » Do 15. Jan 2015, 17:32 hat geschrieben:nach meiner Meinung sollte man das Fach Religion nur ausserhalb der regulaeren Schulzeiten anbieten und noch mehr Staat und Relgionen trennen
wenn man Religion anbietet, dann bitte wie im Saarland ab naechstem Schuljahr alle Weltreligionen und fruehzeitig Ethik als Alternative.

ich sehe in den Religionen fuer mich keine sinnvolle Alternative!


Im Saarland gibt es buddhistischen, hinduistischen, taoistischen und jüdischen Religionsunterricht?
Dieser Beitrag ist ein Geschenk an die Menschheit, Beweis meiner Güte und atemberaubender Weisheit.
Honorieren Sie das - emotional, spirituell, oder am besten finanziell.
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11316
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 17:27

Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 11:51 hat geschrieben:Jetzt wird es wieder lustig. Glaube und Forschung stehen sich diametral gegenüber.
Der Wissenschaftler forscht aus Neugier, das bringt neue Erkenntnisse + Fortschritt -
der Gläubige ist überzeugt und forscht deswegen nicht.
Weder Du noch Gläubige forschen oder haben auch nur annähernd etwas zu bieten, ihr schwafelt nur. :D


Naja, was du so schwafeln nennst.
Ich sage nur: Dein Glaube, da sei nix und da könnte nix sein, ist genau so letztgültig und damit falsch wie der Glaube eines Kreationisten "Gott wars."
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 5912
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: Freigeist
Wohnort: תל אביב-יפו

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:15

Zunder » Fr 16. Jan 2015, 15:03 hat geschrieben:Sie brauchten sich nicht als ungläubig zu outen, weil sie nicht ungläubig waren. Und wenn sich ein Einstein auf den Gottesbegriff Spinozas bezieht, tut er das bestimmt nicht aus Angst vor irgendwelchen Glaubenswächtern.

Du nanntest auch nicht Einstein, bei dem es sich nu anders verhält, sondern "Kopernikus, Galilei, Kepler, Newton" - hätten die es sich in ihrer Zeit leisten können den Spiritus zu leugnen oder gar nur Zweifel an zu melden? Nein, definitiv nicht.

Glaube und Neugier schließen sich nicht gegenseitig aus. Die Unterdrückung freier Wissenschaft folgt nicht aus dem Glauben, sondern aus dem Dogma. Das gilt nicht nur für religiöse Ideologien. Absolute Wahrheiten brauchen das Schwert.

Du schreibst in anderen Worten dasselbe wie ich. Ist dir das nicht aufgefallen?
===> Die waren auch mehr Wissenschaftler, als Gläubige. [...] Wer den Glauben Vorne an stellt, der fragt nicht, weil er keine Fragen hat

Provokateur hat geschrieben:
Naja, was du so schwafeln nennst.
Ich sage nur: Dein Glaube, da sei nix und da könnte nix sein, ist genau so letztgültig und damit falsch wie der Glaube eines Kreationisten "Gott wars."

Atheismus ist schlicht das NichtVorhandensein eines Glaubens an einen Spiritus. Atheismus ist kein Glaube, sondern die Abwesenheit eines Glaubens. Es ist ein Konstrukt der Theisten, dass ein Atheist einen Glauben haben müsse, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass ein Atheist ohne einen ErsatzGlauben auskommt. Das sprengt eure VorstellungsWelt. :)
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 26271
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon JJazzGold » Fr 16. Jan 2015, 19:21

Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:15 hat geschrieben:Du nanntest auch nicht Einstein, bei dem es sich nu anders verhält, sondern "Kopernikus, Galilei, Kepler, Newton" - hätten die es sich in ihrer Zeit leisten können den Spiritus zu leugnen oder gar nur Zweifel an zu melden? Nein, definitiv nicht.


Du schreibst in anderen Worten dasselbe wie ich. Ist dir das nicht aufgefallen?
===> Die waren auch mehr Wissenschaftler, als Gläubige. [...] Wer den Glauben Vorne an stellt, der fragt nicht, weil er keine Fragen hat


Atheismus ist schlicht das NichtVorhandensein eines Glaubens an einen Spiritus. Atheismus ist kein Glaube, sondern die Abwesenheit eines Glaubens. Es ist ein Konstrukt der Theisten, dass ein Atheist einen Glauben haben müsse, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass ein Atheist ohne einen ErsatzGlauben auskommt. Das sprengt eure VorstellungsWelt. :)


Wenn Atheismus keine Art Glaube ist, weshalb missionieren dann Atheisten so gerne? ;)
God creates dinosaurs. God destroys dinosaurs. God creates man. Man destroys God. Man creates dinosaurs.
Dinosaurs eat man. Woman inherits the earth.
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11316
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 19:23

Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:15 hat geschrieben:Atheismus ist schlicht das NichtVorhandensein eines Glaubens an einen Spiritus. Atheismus ist kein Glaube, sondern die Abwesenheit eines Glaubens. Es ist ein Konstrukt der Theisten, dass ein Atheist einen Glauben haben müsse, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass ein Atheist ohne einen ErsatzGlauben auskommt. Das sprengt eure VorstellungsWelt. :)


Es ist dennoch eine Annahme. Die feste Überzeugung, dass außer universell gültigen und vom Menschen beobachtbaren Naturgesetzen nichts existiert. Da aber nicht mal klar ist, ob es ein Uni- oder ein Multiversum gibt, kann ich nicht sagen, dass wir Menschen alles beobachten können.



Ich bin übrigens kein Theist, ich bin Agnostiker. Es ist für mich schlicht egal, ob es einen Gott gibt oder nicht.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 5912
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: Freigeist
Wohnort: תל אביב-יפו

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:24

JJazzGold » Fr 16. Jan 2015, 19:21 hat geschrieben:
Wenn Atheismus keine Art Glaube ist, weshalb missionieren dann Atheisten so gerne? ;)

Hast du dafür auch Belege? Oder gilt schon die bloße Äußerung der eigenen Ansichten als missionieren? :)
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 5912
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: Freigeist
Wohnort: תל אביב-יפו

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:30

Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 19:23 hat geschrieben:Ich bin übrigens kein Theist, ich bin Agnostiker. Es ist für mich schlicht egal, ob es einen Gott gibt oder nicht.

Was ich nach deinem Muster ebenfalls schlicht als Glaube bezeichnen könnte.
Nein, so wie du ständig gegen den Atheismus schreibst + Religionen deckst, ist es dir offensichtlich nicht egal.
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4651
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Zunder » Fr 16. Jan 2015, 19:33

JJazzGold » Fr 16. Jan 2015, 19:21 hat geschrieben:
Wenn Atheismus keine Art Glaube ist, weshalb missionieren dann Atheisten so gerne? ;)

Wo gibt's denn atheistische Missionare?
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11316
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 19:33

Ich schreibe genau so dagegen, wenn jemand theistisch argumentiert. Ein Kreationist hätte jedenfalls seinen Spaß mit mir.

Dass mir die Existenz egal ist, bedeutet ja nicht, dass es mich das Thema nicht interessiert. Ich verwehre mich nur gegen Absolutismen über einen Bereich, von dem wir garnix wissen können.

Deswegen ist die Aussage "Es gibt keinen Gott!" genau so falsch wie die Angabe "Gott lebt und ist real!".
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 26271
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon JJazzGold » Fr 16. Jan 2015, 19:42

Zunder » Fr 16. Jan 2015, 19:33 hat geschrieben:Wo gibt's denn atheistische Missionare?


Die gibt es in meinem Umfeld. Ich finde es immer wieder entzückend, wenn mir mittels Diskussion mit geradezu missionarischem Eifer versucht wird beizubringen, dass es keinen Gott gibt. Ich bin diesbezüglich eher auf der Seite Einsteins zu finden.

“Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der gesetzlichen Harmonie des Seienden offenbart, nicht an einen Gott, der sich mit dem Schicksal und den Handlungen der Menschen abgibt.”
Zuletzt geändert von JJazzGold am Fr 16. Jan 2015, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.
God creates dinosaurs. God destroys dinosaurs. God creates man. Man destroys God. Man creates dinosaurs.
Dinosaurs eat man. Woman inherits the earth.
Martin**

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Martin** » Fr 16. Jan 2015, 19:44

Zunder » Fr 16. Jan 2015, 19:33 hat geschrieben:Wo gibt's denn atheistische Missionare?

Man könnte statt Missionare auch Inquisiteure sagen.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 5912
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: Freigeist
Wohnort: תל אביב-יפו

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 16. Jan 2015, 19:49

Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 19:33 hat geschrieben:Ich schreibe genau so dagegen, wenn jemand theistisch argumentiert. Ein Kreationist hätte jedenfalls seinen Spaß mit mir.
Gläubige nur auf Kreationisten einzuschränken ist sehr merkwürdig.

Dass mir die Existenz egal ist, bedeutet ja nicht, dass es mich das Thema nicht interessiert. Ich verwehre mich nur gegen Absolutismen über einen Bereich, von dem wir garnix wissen können.

Du räumst für dich ein, was du anderen nicht zugestehst. Absolutismus siehst du nur bei anderen, deinen eigenen "von dem wir garnix wissen können." nicht. Das finde ich wiederum amüsant.

EDIT:
Vor allem unter dem Hintergrund, dass Gläubige ihren Spiritus zu kennen glauben und ihn definieren. Du hast also sehr wohl die Möglichkeit dich an den verschiedenen GötterVorstellungen abzuarbeiten und sie abzuklopfen.

Deswegen ist die Aussage "Es gibt keinen Gott!" genau so falsch wie die Angabe "Gott lebt und ist real!".

Nein, die Aussage dass da nichts ist woran man glauben müsse beruht schlicht darauf, dass nichts darauf hinweist, es keinen Grund zur Annahme gibt, dass da etwas ist. Übrigens eine Sichtweise, die die meisten Agnostiker, du scheinbar nicht, teilen. Ersetz mal Spiritus durch die von mir vorhin schon genannten rosa Einhorn oder fliegende Schweine im Weltall. Und dann frag dich mal selbst, wie sinnvoll es ist deren Existenz anzunehmen. :)
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Fr 16. Jan 2015, 20:00, insgesamt 2-mal geändert.
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4651
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Zunder » Fr 16. Jan 2015, 19:53

Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 19:33 hat geschrieben:[...] Ich verwehre mich nur gegen Absolutismen über einen Bereich, von dem wir garnix wissen können.

Die Behauptung, daß es einen dem Wissen unzugänglichen Bereich gibt, setzt das Wissen über diese Unzulänglichkeit voraus.
Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 19:33 hat geschrieben:Deswegen ist die Aussage "Es gibt keinen Gott!" genau so falsch wie die Angabe "Gott lebt und ist real!".

Wenn Gott sich dem Wissen grundsätzlich entzieht, kann keine Aussage über Gott getroffen werden - und zwar gar keine, auch nicht die, daß über Gott keine Aussage möglich ist.

Oder umgekehrt:
Wer die Nicht-Erkennbarkeit Gottes behauptet, definiert schon einen Gottesbegriff.
Zuletzt geändert von Zunder am Fr 16. Jan 2015, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11316
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Schulfach Religion - mehr Schaden als Nutzen?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Jan 2015, 20:15

Ich sage nicht, dass es einen Gott gibt, den wir nicht erkennen können.

Ich sage, dass keine Aussage über einen Gott möglich ist, bis hin zu seiner Existenz oder Nicht-Existenz.

Ich respektiere aber, dass jemand eine andere Meinung zu dem Thema hat.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.

Zurück zu „5. Bildung - Kultur - Medien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste