Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

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HugoBettauer
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon HugoBettauer » Di 31. Dez 2013, 14:21

Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:19 hat geschrieben:
Und D würde ich verwechseln mit Düsseldorf. :)

Ja, oder Dresden.
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Adam Smith
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:21

SoleSurvivor » Di 31. Dez 2013, 14:21 hat geschrieben:Ja, oder Dresden.


Ist Dresden nicht DD?
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Adam Smith
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:23

odiug » Di 31. Dez 2013, 14:20 hat geschrieben:Ja ... ist naheliegend :p


Du hast es ja einfach mit der Abkürzung USA. Und hier bezeichnet dich bei Verwendung auch keiner als rechtsradikal oder als linksradikal.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon HugoBettauer » Di 31. Dez 2013, 14:23

Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:21 hat geschrieben:
Ist Dresden nicht DD?

Nur beim Autokennzeichen und bei den Frauen.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon krokodol » Di 31. Dez 2013, 14:30

Ich fasse mal zusammen: Der Staat Bundesrepublik Deutschland hatte und hat Probleme mit seinem eigenen Namen. Der Grund dafür sind die Widersprüche in territorialen Anmaßungen.

Lösung: Neue Verfassung
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:32

krokodol » Di 31. Dez 2013, 14:30 hat geschrieben:Ich fasse mal zusammen: Der Staat Bundesrepublik Deutschland hatte und hat Probleme mit seinem eigenen Namen. Der Grund dafür sind die Widersprüche in territorialen Anmaßungen.

Lösung: Neue Verfassung


Die Verfassung hat damit nichts zu tun. Die ist m.E. gelungen und enthält doch sogar die Bezeichnung Bundesrepublik Deutschland.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Bakelit » Di 31. Dez 2013, 14:33

Du fasst falsch zusammen....weil du nur das zusammenfasst, was bei dir zusammenfasst....aber so gesamt nicht passt.

echt :) !
Zuletzt geändert von Bakelit am Di 31. Dez 2013, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon odiug » Di 31. Dez 2013, 14:37

krokodol » Di 31. Dez 2013, 14:30 hat geschrieben:Ich fasse mal zusammen: Der Staat Bundesrepublik Deutschland hatte und hat Probleme mit seinem eigenen Namen. Der Grund dafür sind die Widersprüche in territorialen Anmaßungen.

Lösung: Neue Verfassung

Der Staat hat gar kein Problem mit seiner Bezeichnung.
Bundesrepublik Deutschland weist auf die foederale Verfassung Deutschlands hin und nicht auf Gebietanprueche.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:47

odiug » Di 31. Dez 2013, 14:37 hat geschrieben:Der Staat hat gar kein Problem mit seiner Bezeichnung.
Bundesrepublik Deutschland weist auf die foederale Verfassung Deutschlands hin und nicht auf Gebietanprueche.


Und mit der Abkürzung BRD weist man dann auf diese föderale Verfassung hin. Vielleicht nicht mehr zeitgemäß in Bezug auf die EU. Denn die EU soll ja zum Bundesstaat irgendwann mal werden. Aber rechtsradikal ist das jetzt nicht.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon krokodol » Di 31. Dez 2013, 14:55

Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:32 hat geschrieben:
Die Verfassung hat damit nichts zu tun. Die ist m.E. gelungen und enthält doch sogar die Bezeichnung Bundesrepublik Deutschland.

Nick Knatterton meint: Dann müssen alle, die den Namen und Abkürzung BRD nicht genutzt haben wollen, Verfassungsfeinde sein. :D
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:59

krokodol » Di 31. Dez 2013, 14:55 hat geschrieben:Nick Knatterton meint: Dann müssen alle, die den Namen und Abkürzung BRD nicht genutzt haben wollen, Verfassungsfeinde sein. :D


Auch das ist nicht richtig. Eine Abkürzung ist was anders als der offizielle Name.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 15:02

In Bezug auf die Weiterführung gibt es übrigens auch ein merkwürdiges Urteil vom Bundesverfassungsgericht (BRD = Deutschland). Aber das ist hier nicht das Thema. Darauf wollte ich noch mal hinweisen.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Di 31. Dez 2013, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon krokodol » Di 31. Dez 2013, 15:11

Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 14:59 hat geschrieben:
Auch das ist nicht richtig. Eine Abkürzung ist was anders als der offizielle Name.

Hat ja auch keiner anderes behauptet. Aber, wenn es eine Abkürzung ist, dann ist dahinter das gleiche gemeint, wie in der vollständigen Bezeichnung.
Weil das im Gebrauch offensichtlich der Fall ist (selbst bei Neonazis) lässt Aussagenlogik nicht viel Spielraum zur Interpretation.
Zuletzt geändert von krokodol am Di 31. Dez 2013, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 15:17

Hier trotzdem mal das Urteil:

"Das Grundgesetz – nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! – geht davon aus, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16, Art. 23, Art. 116 und Art. 146 GG. Das entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, an der der Senat festhält. Das Deutsche Reich existiert fort […], besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig.“

„Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert (vgl. Carlo Schmid in der 6. Sitzung des Parlamentarischen Rates – StenBer. S. 70). Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht ‚Rechtsnachfolger‘ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat ‚Deutsches Reich‘, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings ‚teilidentisch‘, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht. Die Bundesrepublik umfaßt also, was ihr Staatsvolk und ihr Staatsgebiet anlangt, nicht das ganze Deutschland, unbeschadet dessen, daß sie ein einheitliches Staatsvolk des Völkerrechtssubjekts ‚Deutschland‘ (Deutsches Reich), zu dem die eigene Bevölkerung als untrennbarer Teil gehört, und ein einheitliches Staatsgebiet ‚Deutschland‘ (Deutsches Reich), zu dem ihr eigenes Staatsgebiet als ebenfalls nicht abtrennbarer Teil gehört, anerkennt. Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den ‚Geltungsbereich des Grundgesetzes‘ […], fühlt sich aber auch verantwortlich für das ganze Deutschland (vgl. Präambel des Grundgesetzes). Derzeit besteht die Bundesrepublik aus den in Art. 23 GG genannten Ländern, einschließlich Berlin; der Status des Landes Berlin der Bundesrepublik Deutschland ist nur gemindert und belastet durch den sog. Vorbehalt der Gouverneure der Westmächte […]. Die Deutsche Demokratische Republik gehört zu Deutschland und kann im Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland nicht als Ausland angesehen werden…“


http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtslage ... _nach_1945
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon krokodol » Di 31. Dez 2013, 15:18

odiug » Di 31. Dez 2013, 14:37 hat geschrieben:Bundesrepublik Deutschland weist auf die foederale Verfassung Deutschlands hin und nicht auf Gebietanprueche.

Nicht aufgepasst im Thread und in Geschichte? Die BRD formulierte Rechtsanspruch über Gebiete, die nicht zu ihrem Territorium gehörten.

Nachtrag: Da kopierst Du den Beweis selbst nach. Danke.
Zuletzt geändert von krokodol am Di 31. Dez 2013, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 15:23

krokodol » Di 31. Dez 2013, 15:18 hat geschrieben:Nicht aufgepasst im Thread und in Geschichte? Die BRD formulierte Rechtsanspruch über Gebiete, die nicht zu ihrem Territorium gehörten.


Das macht sie spätestens seit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht mehr. Und auch vorher schon nicht mehr. Und auch so gut wie kein Deutscher macht mehr so etwas.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-plus-Vier-Vertrag
Zuletzt geändert von Adam Smith am Di 31. Dez 2013, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon krokodol » Di 31. Dez 2013, 15:26

Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 15:23 hat geschrieben:
Das macht sie spätestens seit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht mehr.

Entschuldige mal bitte, willst du jetzt alles Staatsrechtliche vor dem 2+4 Vertrag ausklammern? So kann man natürlich auch Geschichte machen ...
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 15:38

krokodol » Di 31. Dez 2013, 15:26 hat geschrieben:Entschuldige mal bitte, willst du jetzt alles Staatsrechtliche vor dem 2+4 Vertrag ausklammern? So kann man natürlich auch Geschichte machen ...


Die Ostverträge von Willy Brandt gehören dazu.

http://m.schuelerlexikon.de/mobile_gesc ... rschau.htm

Da hast du Recht.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Di 31. Dez 2013, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon krokodol » Di 31. Dez 2013, 15:46

Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 15:38 hat geschrieben:Da hast du Recht.

Auch, wenns mir peinlich ist, zu Silvester kann man es ja mal sagen: Meine Trefferquote ist überdurchschnittlich.
Doch zurück zum Zwischen-Thema. Beanstandet wurde von Dir die Klarstellung, dass die BRD Gebietsansprüche außerhalb ihrer Grenzen hatte. Den Beleg dafür hast Du selbst beigefügt. Das ändert sich auch nicht durch diplomatische Akte in den 70er Jahren. Wir können die Diskussionserweiterung abschließen.
Zuletzt geändert von krokodol am Di 31. Dez 2013, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Frage der Etikette: darf man BRD scheiben ?

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Dez 2013, 15:52

krokodol » Di 31. Dez 2013, 15:46 hat geschrieben:Auch, wenns mir peinlich ist, zu Silvester kann man es ja mal sagen: Meine Trefferquote ist überdurchschnittlich.
Doch zurück zum Zwischen-Thema. Beanstandet wurde von Dir die Klarstellung, dass die BRD Gebietsansprüche außerhalb ihrer Grenzen hatte. Den Beleg dafür hast Du selbst beigefügt.


Ich habe beigefügt, dass die BRD laut Bundesverfassungsgericht auch für die DDR in Bezug auf Deutschland gesprochen hat. Das Bundesverfassungsgericht hat die DDR niemals anerkannt.

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