Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 7. Sep 2016, 17:24

Ebiker hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:18)

Nur das diese Unis auch immer mehr durchgendert werden.

Im Personalstand der Lehrbeautragten und Professoren sind die Frauen SPITZENKRÄFTE. Und Studentinnen haben es noch immer schwer, dort zu reüssieren.
Worauf zielst du mit deinem (überflüssigen) Einwurf??
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 7. Sep 2016, 17:27

Ebiker hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:18)

Nur das diese Unis auch immer mehr durchgendert werden.

Im Hochschulalltag völlig irrelevant, weil bedeutungslos. Man kann sich natürlich nachvollziehbarerweise darüber aufregen, dass Steuergeld ausgegeben wurde, um ein Studentenwerk in Studierendenwerk umzubenennen. Aber was juckt das einen Maschinenbaustudenten, der an seiner TU gerade eine Klausur schreibt? In gewissen Kreisen kann man auch noch empört sein, weil einer von über 45.000 Professoren in Deutschland mal etwas mediale Aufmerksamkeit bekam, weil er bzw. sie nicht ganz frisch im Kopf ist und nur deshalb beachtet wurde.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 7. Sep 2016, 17:27

frems hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:22)

Ja, da gab's mal ein einschneidendes Erlebnis, das man nicht verstehen bzw. einsehen möchte, und dann beginnt der tagtägliche "Kampf gegen das System".


Ist schon richtig, aber ich find's okay, wenn junge Leute bei einem Beruf nicht nur schauen, wo es aktuell die größte Nachfrage bzw. die besten Gehaltsaussichten gibt, sondern auch, wo ihre Interessen liegen. Wenn sich jemand für Geschichte, Sprachen oder die Psychologie begeistert, wäre es nicht sinnvoll, ein technisches Studium vorzuschlagen, was die Personen mangels Interesse und/oder Talent auch wieder schnell abbrechen würden. Davon hätte niemand etwas. Der Staat gab dann Geld aus ohne Abschluss, der Student verlor Zeit, die Betreuung für die übrigen Studenten war schlechter und die Wirtschaft hat davon auch nichts.

Und in Deutschland sind solche Fächer an den beliebten Universitäten stark reglementiert. Bspw. wollen viele Abiturienten an die Uni Hamburg, um Medien- und Kommunikationswissenschaften zu studieren, weil in der Stadt viele Unternehmen aus der Medienbranche ansässig sind und mit der Hochschule kooperieren. Trotzdem werden pro Jahr nur 30 Studenten zugelassen, obwohl es über 3.000 Bewerber gibt. Sprich, es kommen nur die Besten der Besten rein, die nicht auf den Kopf gefallen sind und mir Fleiß an die Sache herangehen. Nach Studienabschluss sind da nicht 30 Arbeitslose "produziert" worden.


Eine solche Quotenregelung ist allerdings sinnvoll. Und gegen Studien, die sich an einer Neigung orientieren, ist nichts einzuwenden...Vifzacks machen ihren Weg!!
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 7. Sep 2016, 17:32

Fuerst_48 hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:27)

Eine solche Quotenregelung ist allerdings sinnvoll. Und gegen Studien, die sich an einer Neigung orientieren, ist nichts einzuwenden...Vifzacks machen ihren Weg!!

Ich kenn ja so einige Personen (u.a. ehemalige Klassenkameraden), die vermeintliche "Laberfächer" studierten. Da war aber jedem klar, dass die Aussichten aktuell nicht rosig sind und auch niemand davon ausging, dass sich bis zum Abschluss etwas ändert. Aber die kamen schon irgendwo unter. Oder eine Soziologin bei uns im Betrieb. Die hatte noch ein Masterstudium in Statistik drangehängt, weil dies ihr vorige Vertiefungsrichtung war. Dann arbeitete sie im Statistischen Bundesamt und wurde von uns abgeworben. Die Frau ist Gold wert, nicht nur aufgrund ihrer fachlichen Kenntnisse. In ihrer Studienzeit musste sie sich natürlich das Übliche anhören: "Das sind doch Laberfächer, damit wird man nur Taxifahrer, hast Dir ein hartes Studium nicht zugetraut, blabla".
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Ebiker » Mi 7. Sep 2016, 18:03

frems hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:32)

Ich kenn ja so einige Personen (u.a. ehemalige Klassenkameraden), die vermeintliche "Laberfächer" studierten. Da war aber jedem klar, dass die Aussichten aktuell nicht rosig sind und auch niemand davon ausging, dass sich bis zum Abschluss etwas ändert. Aber die kamen schon irgendwo unter.


Schaut dann so aus

Es entsteht aber der Eindruck, den ich bei vielen dieser Sozio-Gender-Tussis habe: Das einzige, was die lernen, ist, sich möglichst wirksam aus möglichst vielen Fördertöpfen zu bedienen ohne je irgendwas nützliches zu tun, und wir Steuerzahler dürfen die dann durchfinanzieren.

Da hat sich so ne ganz enorme Berufsgruppe nutzloser Fördergeldempfänger gebildet, wie ich ja schon oft schrieb.

Beruhigend zu hören, dass aus den Förderaktionen der Grünen dann mit 40 solche Förderwracks werden, die Erdbeeren pflücken müssen, um nicht das Hartz IV zusammengestrichen zu bekommen.

Und dann reden die von „entqualifizieren”, weil ihnen einer die Luft aus ihrer Aufblasburg gelassen hat…
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 7. Sep 2016, 18:30

Ebiker hat geschrieben:(07 Sep 2016, 19:03)

Schaut dann so aus

Nee, so sah's bei niemandem aus. Was Du da überbewertest, ist irgendein unbedeutendes Randphänomen, mit dem so gut wie niemand jemals in Kontakt kommt.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Mi 7. Sep 2016, 20:02

frems hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:32)

Ich kenn ja so einige Personen (u.a. ehemalige Klassenkameraden), die vermeintliche "Laberfächer" studierten. Da war aber jedem klar, dass die Aussichten aktuell nicht rosig sind und auch niemand davon ausging, dass sich bis zum Abschluss etwas ändert. Aber die kamen schon irgendwo unter. Oder eine Soziologin bei uns im Betrieb. Die hatte noch ein Masterstudium in Statistik drangehängt, weil dies ihr vorige Vertiefungsrichtung war. Dann arbeitete sie im Statistischen Bundesamt und wurde von uns abgeworben. Die Frau ist Gold wert, nicht nur aufgrund ihrer fachlichen Kenntnisse. In ihrer Studienzeit musste sie sich natürlich das Übliche anhören: "Das sind doch Laberfächer, damit wird man nur Taxifahrer, hast Dir ein hartes Studium nicht zugetraut, blabla".


Ihre erfolgreiche Kollegin ist doch aber wohl deshalb erfolgreich, weil sie einen wissenschaftlichen Studiengang der Mathematik (Statistik) fachlich nutzen kann. Dann schadet sicher ein Studium der Soziologie nicht, im Gegenteil erweitert es den Blick.

http://www.studieren-studium.com/master/Statistik :

    Für ein Master-Studium im Bereich Statistik ist in erster Linie ein Hochschulabschluss auf mindestens Bachelor-Niveau in Statistik, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Mathematik, Finanzmathematik, Wirtschaftsmathematik oder einer äquivalenten Naturwissenschaft von mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit erforderlich.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Do 8. Sep 2016, 11:56

H2O hat geschrieben:(07 Sep 2016, 21:02)

Ihre erfolgreiche Kollegin ist doch aber wohl deshalb erfolgreich, weil sie einen wissenschaftlichen Studiengang der Mathematik (Statistik) fachlich nutzen kann. Dann schadet sicher ein Studium der Soziologie nicht, im Gegenteil erweitert es den Blick.

http://www.studieren-studium.com/master/Statistik :

    Für ein Master-Studium im Bereich Statistik ist in erster Linie ein Hochschulabschluss auf mindestens Bachelor-Niveau in Statistik, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Mathematik, Finanzmathematik, Wirtschaftsmathematik oder einer äquivalenten Naturwissenschaft von mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit erforderlich.

Eben. Ein Studium ist ja auch immer das, was man draus macht. Deshalb würde ich mich davor hüten, anhand eines grundständigen Studiums zu sagen, jemand würde das "falsche" studieren. "Falsch" ist es höchstens für einen persönlich, z.B. wenn man mit falschen Erwartungen ins Studium ging und es nicht den Vorstellungen entspricht. Aber dann wechselt man halt. Da würde ich es eher als falsch ansehen, wenn jemand aufgrund platter Sprüche ein Ingenieurstudium aufnimmt, obwohl das eigene Talent sowie die Interessen dort nicht liegen, sondern woanders. Bestehen wird man das Studium dann eh nicht, zumal einen das Berufsbild auch nicht anspricht. Einen lustlosen, demotivierten Mitarbeiter bringt man auch nicht leicht irgendwo unter. Wenn jemand für seine Materie brennt, sich privat damit beschäftigt, sich mit dem Job identifiziert und sich gerne weiterbildet, sieht es wieder anders aus.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Do 8. Sep 2016, 12:13

frems hat geschrieben:(08 Sep 2016, 12:56)

Eben. Ein Studium ist ja auch immer das, was man draus macht. Deshalb würde ich mich davor hüten, anhand eines grundständigen Studiums zu sagen, jemand würde das "falsche" studieren. "Falsch" ist es höchstens für einen persönlich, z.B. wenn man mit falschen Erwartungen ins Studium ging und es nicht den Vorstellungen entspricht. Aber dann wechselt man halt. Da würde ich es eher als falsch ansehen, wenn jemand aufgrund platter Sprüche ein Ingenieurstudium aufnimmt, obwohl das eigene Talent sowie die Interessen dort nicht liegen, sondern woanders. Bestehen wird man das Studium dann eh nicht, zumal einen das Berufsbild auch nicht anspricht. Einen lustlosen, demotivierten Mitarbeiter bringt man auch nicht leicht irgendwo unter. Wenn jemand für seine Materie brennt, sich privat damit beschäftigt, sich mit dem Job identifiziert und sich gerne weiterbildet, sieht es wieder anders aus.


Dann sind wir aber wieder auf Umwegen dort gelandet, wo wir in ganz anderem Zusammenhang mit dem "Humanistischen Diplom" an der TU Berlin der 60er Jahre angekommen waren. Dieses Studium erweitert den Blick auf die Welt... kostet aber auch Zeit. Diese Zeit wollte man aber mit dem Wechsel auf das Bologna-Modell einsparen. Vielleicht sollte man mit Blick auf Bildungseliten ein solches Studium zwischen Bachelor und Master einschieben, als Voraussetzung für diese wissenschaftlichere Bildungsstufe?
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Do 8. Sep 2016, 14:58

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2016, 13:13)

Dann sind wir aber wieder auf Umwegen dort gelandet, wo wir in ganz anderem Zusammenhang mit dem "Humanistischen Diplom" an der TU Berlin der 60er Jahre angekommen waren. Dieses Studium erweitert den Blick auf die Welt... kostet aber auch Zeit. Diese Zeit wollte man aber mit dem Wechsel auf das Bologna-Modell einsparen. Vielleicht sollte man mit Blick auf Bildungseliten ein solches Studium zwischen Bachelor und Master einschieben, als Voraussetzung für diese wissenschaftlichere Bildungsstufe?

Sowas ähnliches gibt es ja an einigen Hochschulen: https://de.wikipedia.org/wiki/Studium_generale

Dass die TU Berlin dies nicht mehr hat, finde ich selbst bedauerlich, aber es hat mit Bologna nichts zu tun. Die letzten DPO kannten es auch nicht mehr (Beispiel: http://www.vm.tu-berlin.de/verkehrswese ... udiengang/). Nachdem Du mir mal davon erzählt hattest, fragte ich einen Bekannten, der seit vielen Jahren an der TU Berlin tätig ist. Ganz sicher war er nicht, weil es ihn nicht direkt betraf, aber er war der Meinung, dass schon in den 1990ern kein obligatorisches humanistisches Diplom mehr in den Prüfungsordnungen zu finden war.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Do 8. Sep 2016, 21:40

frems hat geschrieben:(08 Sep 2016, 15:58)

Sowas ähnliches gibt es ja an einigen Hochschulen: https://de.wikipedia.org/wiki/Studium_generale

Dass die TU Berlin dies nicht mehr hat, finde ich selbst bedauerlich, aber es hat mit Bologna nichts zu tun. Die letzten DPO kannten es auch nicht mehr (Beispiel: http://www.vm.tu-berlin.de/verkehrswese ... udiengang/). Nachdem Du mir mal davon erzählt hattest, fragte ich einen Bekannten, der seit vielen Jahren an der TU Berlin tätig ist. Ganz sicher war er nicht, weil es ihn nicht direkt betraf, aber er war der Meinung, dass schon in den 1990ern kein obligatorisches humanistisches Diplom mehr in den Prüfungsordnungen zu finden war.


Natürlich hat die Abschaffung des Humanistischen Diploms nichts mit der Bologna-Reform zu tun. Schon damals dauerten die Diplom-Studiengänge oft viel zu lange, und da wurde das Humanistische Diplom über die Kante gekippt. Aber die Bologna Reform sollte erneut den Bildungsgang straffen; sie hat ja auch ihr Gutes mit einem beruflich verwertbaren Bachelor. Aber das Master-Studium mit verschärftem wissenschaftlichem Anspruch sollte auch einen weiter gehenden Bildungsanspruch erfüllen. Das hatte Ihre Kollegin schon ganz vernünftig erkannt.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Fr 9. Sep 2016, 10:55

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2016, 22:40)

Natürlich hat die Abschaffung des Humanistischen Diploms nichts mit der Bologna-Reform zu tun. Schon damals dauerten die Diplom-Studiengänge oft viel zu lange, und da wurde das Humanistische Diplom über die Kante gekippt. Aber die Bologna Reform sollte erneut den Bildungsgang straffen; sie hat ja auch ihr Gutes mit einem beruflich verwertbaren Bachelor. Aber das Master-Studium mit verschärftem wissenschaftlichem Anspruch sollte auch einen weiter gehenden Bildungsanspruch erfüllen. Das hatte Ihre Kollegin schon ganz vernünftig erkannt.

Vielerorts gab's diese Straffung auch. An der TU Berlin trat mit Einführung des Bologna-Prozesses jedoch das Gegenteil ein. Mag eine Ausnahme sein.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Fr 9. Sep 2016, 13:23

frems hat geschrieben:(09 Sep 2016, 11:55)

Vielerorts gab's diese Straffung auch. An der TU Berlin trat mit Einführung des Bologna-Prozesses jedoch das Gegenteil ein. Mag eine Ausnahme sein.


In Berlin dauern wichtige Dinge eben etwas länger; warum sollte das nur den Flughafen betreffen...
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Fr 9. Sep 2016, 13:33

H2O hat geschrieben:(09 Sep 2016, 14:23)

In Berlin dauern wichtige Dinge eben etwas länger; warum sollte das nur den Flughafen betreffen...

Besser spät als nie.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Fr 9. Sep 2016, 21:16

frems hat geschrieben:(09 Sep 2016, 14:33)

Besser spät als nie.


Auf "nie" will ich jetzt auch nicht wetten! :)
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 10. Sep 2016, 08:56

frems hat geschrieben:(09 Sep 2016, 14:33)

Besser spät als nie.

Der ROTE TEPPICH für die Türkei-Heimkehrer wird angeblich nicht fertig... :D :D :D
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » So 11. Sep 2016, 14:26

H2O hat geschrieben:(09 Sep 2016, 22:16)

Auf "nie" will ich jetzt auch nicht wetten! :)

Sollte man auch nicht. Und zumindest an der besagten TU ist das mittlerweile (wieder) so und mir gefiel's. Wobei ich persönlich nur von einem konsekutiven, postgradualen Studium sprechen kann. Für grundständige Studiengänge fände ich ein solches studium fundamentale/generale sehr schön, so wie ich eins an meiner ersten Alma Mater hatte. Ich würde bloß nicht davon ausgehen, dass das die Zahl von Erstsemestern in ganz Deutschland erhöhen oder senken würde. Und darum geht's ja. Kürzlich war im Tagesspiegel auch wieder so ein "Akademikerwahn stoppen"-Gastbeitrag von irgendeinem Juristen. Allerlei absurde Argumente wie "ein Studium ist keine Garantie für ein überdurchschnittliches Einkommen", was es noch nie war. Und auch der Hinweis, dass nicht alle Absolventen fachnahe Jobs finden, sagt nichts über Einkommen, persönliche Präferenzen oder spätere Tätigkeiten.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Di 13. Sep 2016, 11:35

Nochmal drei Artikel zum Thema:

Die Hörsäle an den Unis sind voll, die Zahl der Auszubildenden geht zurück. Kritiker wie der Philosoph Julian Nida-Rümelin wollen den "Akademisierungswahn" stoppen. NRW-Bildungspolitiker sind dagegen.
http://www.rp-online.de/politik/kritik- ... -1.5875163

Gibt es wirklich zu viele Studenten?
http://www.sueddeutsche.de/bildung/bild ... -1.2868073

Diese wichtigen Fragen für das eigene berufliche Fortkommen werden zunehmend von einer weiteren Grundsatzentscheidung überlagert: Studium oder Ausbildung? Gute Argumente gibt es für beide Wege.
http://www.bz-berlin.de/ratgeber/beruf- ... ich-werden
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 1. Okt 2016, 15:25

frems hat geschrieben:(07 Sep 2016, 19:30)

Nee, so sah's bei niemandem aus. Was Du da überbewertest, ist irgendein unbedeutendes Randphänomen, mit dem so gut wie niemand jemals in Kontakt kommt.

Schade, dass das Thema hier schlummert, während die Frühsexualisierung wilde Blüten treibt.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Sa 1. Okt 2016, 17:40

Fuerst_48 hat geschrieben:(01 Oct 2016, 16:25)

Schade, dass das Thema hier schlummert, während die Frühsexualisierung wilde Blüten treibt.

Allerdings. Aktuell wird die Frage ja weiterhin sein. So hat die Bildungsministerin von Baden-Württemberg erst kürzlich für eine Ausbildung anstelle eines Studiums geworben:

Mehr Berufsorientierung an Gymnasien: Ministerin wirbt für Karriere ohne Studium
Zum neuen Pflichtfach Wirtschaftskunde kommt jetzt in den Gymnasien mehr Berufsinformation. Denn nicht alle Abiturienten sollen studieren.

http://www.swp.de/bietigheim/nachrichte ... 94,4029236
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