Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Moderator: Moderatoren Forum 5

Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 14462
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Di 16. Aug 2016, 11:32

relativ hat geschrieben:(16 Aug 2016, 12:30)

Nun die praktische Seite erkennt ein Ausbilder wohl ziemlich schnell, die Theoretische wird in der Berufsschule offenbart und den Abschluss macht er dann bei den Kammern.


Das ist schon klar und so weit auch vernünftig; wer erkennt an und erlaubt das Überspringen von praktischen und theoretischen Ausbildungsgängen?
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 20478
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon relativ » Di 16. Aug 2016, 11:40

H2O hat geschrieben:(16 Aug 2016, 12:32)

Das ist schon klar und so weit auch vernünftig; wer erkennt an und erlaubt das Überspringen von praktischen und theoretischen Ausbildungsgängen?

Das können nur die Kammern. Wenn die, in Abstimmung mit dem Arbeitgeber, der Meinung sind, daß Auszubildene sowohl praktisch als auch theoretisch weiter ist, könnten diese z.B. gleich eine Zwischenprüfung ablegen, die ja auch über die Kammern stattfindet.
Allerdings wie dies heutzutage genau abläuft, bzw. ablaufen könnte weiss ich nicht.

Edit: In den meisten Fällen von Studienabbrechern wird es wohl eher an der Praxis scheitern.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 14462
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Di 16. Aug 2016, 12:44

relativ hat geschrieben:(16 Aug 2016, 12:40)

Das können nur die Kammern. Wenn die, in Abstimmung mit dem Arbeitgeber, der Meinung sind, daß Auszubildene sowohl praktisch als auch theoretisch weiter ist, könnten diese z.B. gleich eine Zwischenprüfung ablegen, die ja auch über die Kammern stattfindet.
Allerdings wie dies heutzutage genau abläuft, bzw. ablaufen könnte weiss ich nicht.

Edit: In den meisten Fällen von Studienabbrechern wird es wohl eher an der Praxis scheitern.


Dann wäre es doch vernünftig, diese Ausbildung zuerst ganz ohne Berufsschule zu beginnen und erst im letzten Ausbildungsabschnitt dann vermehrt die theoretische Ausbildung in der Berufsschule auf zu frischen, damit das demnächst abgeprüfte Wissen auch sicher vorhanden ist..
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 20478
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon relativ » Di 16. Aug 2016, 12:52

H2O hat geschrieben:(16 Aug 2016, 13:44)

Dann wäre es doch vernünftig, diese Ausbildung zuerst ganz ohne Berufsschule zu beginnen und erst im letzten Ausbildungsabschnitt dann vermehrt die theoretische Ausbildung in der Berufsschule auf zu frischen, damit das demnächst abgeprüfte Wissen auch sicher vorhanden ist..


Weisst du nicht wie eine Ausbildung abläuft? Bei so einer Ausbildung laufen Praxis und Theorie nebeneinander, bei einigen gibt es Blockunterricht, es wäre wohl kaum vorstellbar, daß Auszubildene nur zu den Praxisteilen erscheint um bei der Theorie fern zu bleiben. Schließlich ist dies kein Studium , sondern eine Ausbildung und man ist Angestellter eines Unternehmens. Es werden für Einzelne wohl kaum ganze Abläufe geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 42807
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Di 16. Aug 2016, 12:53

H2O hat geschrieben:(16 Aug 2016, 12:20)

Mit Blick auf Studienabbrecher finde ich eine solche Regelung sehr vernünftig. Wer erkennt dann aber erworbenes Wissen in welchem Umfang an, wenn eine gewerbliche Ausbildung angetreten wird? Der Ausbilder, der Ausbildungsbetrieb, die Industrie und Handelskammer?

Ich bin damit nicht so sehr vertraut, aber mein Eindruck ist, dass das in jedem Bundesland unterschiedlich und stets individuell beurteilt wird. Laut der Bundesregierung ist vor allem die zuständige Kammer dafür beautragt: http://www.praktisch-unschlagbar.de/con ... n-3294.php
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 14462
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Di 16. Aug 2016, 20:01

relativ hat geschrieben:(16 Aug 2016, 13:52)

Weisst du nicht wie eine Ausbildung abläuft? Bei so einer Ausbildung laufen Praxis und Theorie nebeneinander, bei einigen gibt es Blockunterricht, es wäre wohl kaum vorstellbar, daß Auszubildene nur zu den Praxisteilen erscheint um bei der Theorie fern zu bleiben. Schließlich ist dies kein Studium , sondern eine Ausbildung und man ist Angestellter eines Unternehmens. Es werden für Einzelne wohl kaum ganze Abläufe geändert.


Dieses Vorgehen verstehe ich völlig; aber dem Einzelnen mit erheblichen berufstheoretischen Vorkenntnissen wird es doch nicht gerecht... spart demzufolge auch keine Ausbildungsdauer ein. Die berufspraktischen Dinge wird der Studienabbrecher ja wohl unbedingt erlernen müssen. Dann müßte er sich doch bei der Vermittlung der berufstheoretischen Dinge langweilen, aber daran teilnehmen. Wie spart der arme Kerl dann aber Ausbildungsdauer ein? Das war doch unser Ausgangspunkt!
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 20478
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon relativ » Mi 17. Aug 2016, 07:32

H2O hat geschrieben:(16 Aug 2016, 21:01)

Dieses Vorgehen verstehe ich völlig; aber dem Einzelnen mit erheblichen berufstheoretischen Vorkenntnissen wird es doch nicht gerecht... spart demzufolge auch keine Ausbildungsdauer ein. Die berufspraktischen Dinge wird der Studienabbrecher ja wohl unbedingt erlernen müssen. Dann müßte er sich doch bei der Vermittlung der berufstheoretischen Dinge langweilen, aber daran teilnehmen. Wie spart der arme Kerl dann aber Ausbildungsdauer ein? Das war doch unser Ausgangspunkt!

Hab ich doch geschrieben, ich sehe da nur eine Möglichkeit, daß vorziehen der Zwischenprüfung.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 14462
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Mi 17. Aug 2016, 09:25

relativ hat geschrieben:(17 Aug 2016, 08:32)

Hab ich doch geschrieben, ich sehe da nur eine Möglichkeit, daß vorziehen der Zwischenprüfung.


Eine vorgezogene Prüfung ersetzt doch aber nicht fehlende handwerkliche/gewerbliche Erfahrung. Na ja, ein gebrochener Lebensweg ist wirklich kein Zuckerschlecken! Hoffen wir also, daß diese Sache ganz selten nur überlegt werden muß.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 20478
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon relativ » Mi 17. Aug 2016, 09:43

H2O hat geschrieben:(17 Aug 2016, 10:25)

Eine vorgezogene Prüfung ersetzt doch aber nicht fehlende handwerkliche/gewerbliche Erfahrung. Na ja, ein gebrochener Lebensweg ist wirklich kein Zuckerschlecken! Hoffen wir also, daß diese Sache ganz selten nur überlegt werden muß.

Da kannst du von Ausgehen, denn wie du ja richtig kombiniert hast, ist die Berufserfahrung ein ganz entscheidener Faktor, selbst wenn man Handwerklich vorbelastet ist.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 14462
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon H2O » Mi 17. Aug 2016, 09:52

relativ hat geschrieben:(17 Aug 2016, 10:43)

Da kannst du von Ausgehen, denn wie du ja richtig kombiniert hast, ist die Berufserfahrung ein ganz entscheidener Faktor, selbst wenn man Handwerklich vorbelastet ist.


Deshalb hatte ich ja geglaubt, daß das Handwerkliche erst einmal ganz obenan auf der Liste stehen müßte, während berufstheoretische Dinge gleich abgeprüft werden müßten, um die Notwendigkeit der Teilnahme am Berufsschulunterricht erkennen zu können. Etwa Einstieg ins 2. oder 3. Berufsschuljahr vor der Abschlußprüfung. Aber so viel Eingehen auf Einzelfälle ist vermutlich völlig unwirtschaftlich... obwohl ein Handwerksbetrieb davon auch Vorteile hätte, weil der junge Mensch länger und ununterbrochen im Betrieb qualifiziert mitarbeitet.
Ebiker
Beiträge: 1135
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Ebiker » Mi 7. Sep 2016, 15:36

Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 3710
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 7. Sep 2016, 15:51

Wer es riskiert, ein "lollipop-Fach" zu studieren, darf sich nicht wundern, wenn er keine Arbeit findet. Ich denke an Psychologie, Soziologie, Journalistik, etc.,...
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 42807
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 7. Sep 2016, 16:01


Komische "Kritik". Da wird drei- bzw. viermal auf "Gender Studies" verwiesen, dabei geht's darum im kritisierten Text (http://www.heise.de/tp/artikel/49/49332/1.html) an keiner einzigen Stelle darum.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Ebiker
Beiträge: 1135
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Ebiker » Mi 7. Sep 2016, 16:09

frems hat geschrieben:(07 Sep 2016, 17:01)

Komische "Kritik". Da wird drei- bzw. viermal auf "Gender Studies" verwiesen, dabei geht's darum im kritisierten Text (http://www.heise.de/tp/artikel/49/49332/1.html) an keiner einzigen Stelle darum.


Überlesen? Die Person die sich da in einer Kommunistenpostille ausheult ist

Wie (vielleicht zu erwarten) hat Frau Dr. Ohm ihren Doktortitel durch Fördermittel der (Bündins90/Die Grünen) Heinrich Böll-Stiftung und anschließend aus der Humboldt Universität und dem “Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre” (vom Berliner Senat 2001 eingeführt um die “Implementierung von Genderaspekten in Forschung und Lehre zu unterstützen”) erhalten.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 42807
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 7. Sep 2016, 16:19

Ebiker hat geschrieben:(07 Sep 2016, 17:09)

Überlesen? Die Person die sich da in einer Kommunistenpostille ausheult ist

Hab ich gelesen, aber das reicht ja nicht für die "Vorwürfe". Sie hat also eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Frauen in der Wissenschaft verfasst, deren Ergebnisse und Interpretationen wir nicht kennen. Das ist etwas dürftig, um zu behaupten, sie hätte keine Methoden gelernt und wäre nur ideologisch unterwegs. Da scheint es eher, dass der "Kritiker" allgemein ein Problem mit Genderstudien hat und nun schaut, wie er es begründen und Verknüpfungen herstellen kann. Die Autorin ist doch Historikerin. Ob's "falsch" ist, dass sich jemand mit Historie beschäftigt, würde ich auch nicht unterschreiben. Ich fänd's recht traurig, wenn wir niemanden haben, der sich damit professionell beschäftigt; ob nun in der Weltgeschichte, der Geschichte des Landes oder nur der Heimatstadt. Dass man damit in der Regel nicht reich wird und nicht jeder Absolvent eine Professur erhalten wird, wissen die Studenten ja. Du wirst auch Berichte von jungen Ingenieuren finden, die sich über den Berufseinstieg frustrierend äußern und im Sommerloch mal eine Plattform in irgendeinem Medium kriegen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Atheist
Beiträge: 5713
Registriert: Do 7. Mai 2015, 09:53

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Atheist » Mi 7. Sep 2016, 16:46


Deutschland hat zu viele, die gar nicht studieren (3/4 der Bevölkerung). Im Alltag kann es durchaus ärgerlich sein, wenn Gesprächspartner nicht mitdenken können.
Zuletzt geändert von Atheist am Mi 7. Sep 2016, 16:51, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 42807
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 7. Sep 2016, 16:47

Fuerst_48 hat geschrieben:(07 Sep 2016, 16:51)

Wer es riskiert, ein "lollipop-Fach" zu studieren, darf sich nicht wundern, wenn er keine Arbeit findet. Ich denke an Psychologie, Soziologie, Journalistik, etc.,...

Mir ist ehrlich gesagt noch niemand begegnet, der in diesen Fächern unterwegs ist und erwartet, dass sich die Unternehmen automatisch um ihn kloppen werden, zumal man das auch nicht pauschalisieren kann. Die jeweiligen Studienschwerpunkte und ggf. konsekutiven Studien variieren da ja sehr stark.

Ich hab jetzt den Blogger mal nachgeschlagen. Ist, wie erwartet, ein politischer Aktivist, der mal einen Rechtsstreit verlor und es bis heute nicht einsieht.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 3710
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 7. Sep 2016, 17:13

frems hat geschrieben:(07 Sep 2016, 17:47)

Mir ist ehrlich gesagt noch niemand begegnet, der in diesen Fächern unterwegs ist und erwartet, dass sich die Unternehmen automatisch um ihn kloppen werden, zumal man das auch nicht pauschalisieren kann. Die jeweiligen Studienschwerpunkte und ggf. konsekutiven Studien variieren da ja sehr stark.

Ich hab jetzt den Blogger mal nachgeschlagen. Ist, wie erwartet, ein politischer Aktivist, der mal einen Rechtsstreit verlor und es bis heute nicht einsieht.

So ein ähnlicher Fall, also, wo einer einen Rechtsstreit verloren hatte und von der Versicherung gelinkt wurde, ist der im NET bekannte Dietmar Jacobi, der hier als @SIRENE sein Unwesen getrieben hat.
Aber die Bedarfsorientierung findet sich nach meinen Kenntnissen an UNIS wie Montan-Universität Leoben, Technische Hochschulen, Welthandel, und ähnliche, wo ein Berufsspektrum durchschimmert, das Bedarf in der Zukunft signalisiert.
(Die Leobener Absolventen sind weltweit gesucht...)
Zuletzt geändert von Fuerst_48 am Mi 7. Sep 2016, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.
Ebiker
Beiträge: 1135
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Ebiker » Mi 7. Sep 2016, 17:18

Fuerst_48 hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:13)


Aber die Bedarfsorinetierung findet sich nach meinen Kenntnissen an UNIS wie Montan-Universität Leoben, Technische Hochschulen, Welthandel, und ähnliche, wo ein Berufsspektrum durchschimmert, das Bedarf in der Zukunft signalisiert.
(Die Leobener Absolventen sind weltweit gesucht...)


Nur das diese Unis auch immer mehr durchgendert werden.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 42807
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 7. Sep 2016, 17:22

Fuerst_48 hat geschrieben:(07 Sep 2016, 18:13)

So ein ähnlicher Fall, also, wo einer einen Rechtsstreit verloren hatte und von der Versicherung gelinkt wurde, ist der im NET bekannte Dietmar Jacobi, der hier als @SIRENE sein Unwesen getrieben hat.

Ja, da gab's mal ein einschneidendes Erlebnis, das man nicht verstehen bzw. einsehen möchte, und dann beginnt der tagtägliche "Kampf gegen das System".

Aber die Bedarfsorinetierung findet sich nach meinen Kenntnissen an UNIS wie Montan-Universität Leoben, Technische Hochschulen, Welthandel, und ähnliche, wo ein Berufsspektrum durchschimmert, das Bedarf in der Zukunft signalisiert.
(Die Leobener Absolventen sind weltweit gesucht...)

Ist schon richtig, aber ich find's okay, wenn junge Leute bei einem Beruf nicht nur schauen, wo es aktuell die größte Nachfrage bzw. die besten Gehaltsaussichten gibt, sondern auch, wo ihre Interessen liegen. Wenn sich jemand für Geschichte, Sprachen oder die Psychologie begeistert, wäre es nicht sinnvoll, ein technisches Studium vorzuschlagen, was die Personen mangels Interesse und/oder Talent auch wieder schnell abbrechen würden. Davon hätte niemand etwas. Der Staat gab dann Geld aus ohne Abschluss, der Student verlor Zeit, die Betreuung für die übrigen Studenten war schlechter und die Wirtschaft hat davon auch nichts.

Und in Deutschland sind solche Fächer an den beliebten Universitäten stark reglementiert. Bspw. wollen viele Abiturienten an die Uni Hamburg, um Medien- und Kommunikationswissenschaften zu studieren, weil in der Stadt viele Unternehmen aus der Medienbranche ansässig sind und mit der Hochschule kooperieren. Trotzdem werden pro Jahr nur 30 Studenten zugelassen, obwohl es über 3.000 Bewerber gibt. Sprich, es kommen nur die Besten der Besten rein, die nicht auf den Kopf gefallen sind und mir Fleiß an die Sache herangehen. Nach Studienabschluss sind da nicht 30 Arbeitslose "produziert" worden.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.

Zurück zu „5. Bildung - Kultur - Medien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste