Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

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Fuerst_48
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 1. Okt 2016, 18:11

frems hat geschrieben:(01 Oct 2016, 18:40)

Allerdings. Aktuell wird die Frage ja weiterhin sein. So hat die Bildungsministerin von Baden-Württemberg erst kürzlich für eine Ausbildung anstelle eines Studiums geworben:

Mehr Berufsorientierung an Gymnasien: Ministerin wirbt für Karriere ohne Studium
Zum neuen Pflichtfach Wirtschaftskunde kommt jetzt in den Gymnasien mehr Berufsinformation. Denn nicht alle Abiturienten sollen studieren.

http://www.swp.de/bietigheim/nachrichte ... 94,4029236

Auf dieser Schiene, also bedingt vergleichbar, funktionieren unsere Fachhochschulen, die eine quasi-universitäre Ausbildung anbieten, die aber sehr stark berufsorientiert ist.
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frems
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 26. Okt 2016, 19:34

Fuerst_48 hat geschrieben:(01 Oct 2016, 19:11)

Auf dieser Schiene, also bedingt vergleichbar, funktionieren unsere Fachhochschulen, die eine quasi-universitäre Ausbildung anbieten, die aber sehr stark berufsorientiert ist.

Ist in Deutschland nicht nennenswert anders. Andererseits verschwimmen die Grenzen zunehmend, da Fachhochschulen heute häufiger in der Forschung aktiv sind und ihre Absolventen (an Unis) promovieren können. Teilweise sollen sie sogar eine Promotionsrecht erhalten bzw. erhielten es schon (http://osthessen-news.de/n11541561/dokt ... fulda.html).

Andererseits kooperieren Universitäten heute oft mit Praxispartnern, holen sich Professoren mit Industrieerfahrung und gestalten, zumindest im späteren Verlauf des Studiums, die Lehre "praxisorientierter".

Beim Einwand ging's ja aber vor allem darum, dass immer weniger Schüler eine Berufsausbildung in Betrieben machen möchten.

Gier aufs Studium forciert den Azubi-Mangel
Deutschland erlebt einen Azubi-Notstand. Im August waren noch 131.000 Lehrstellen unbesetzt. Besonders viele in der Hotellerie und Gastronomie. Die Arbeitgeber verlieren viele Kandidaten an die Uni.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... angel.html

Gastronomie und Hotellerie sind wohl nicht die Gewerbe, die Abiturienten besonders attraktiv finden; jedenfalls für eine Ausbildung ggf. mit anschließender Übernahme. Schaut man sich die Gehälter und Arbeitsbedingungen an, finde ich das persönlich nicht so überraschend.

Vielerorts hat man auch ein Problem beim Bereich Erziehung/Kindertagesstätten. Da wollte man besseres Personal haben, da die Ansprüche auch stiegen. Plump und vereinfacht gesagt: früher sollte man mit den Kindern spielen, essen und auf sie aufpassen. Heute sollen sie auch lernen, u.a. für die Förderung der Sprachentwicklung. Statt einer dreijährigen schulischen Ausbildung mit Realschulabschluss, gibt's heute ein vierjähriges Studium für Abiturienten. Man wollte aber an der Bezahlung nichts ändern und wunderte sich, dass die Akademiker oftmals noch ein Masterstudium anschließen und ein höheres Amt anstreben, z.B. in der Verwaltung bzw. Führung von Kindertagesstätten (mit entsprechend höherer Vergütung).
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 26. Okt 2016, 19:40

frems hat geschrieben:(26 Oct 2016, 20:34)

Ist in Deutschland nicht nennenswert anders. Andererseits verschwimmen die Grenzen zunehmend, da Fachhochschulen heute häufiger in der Forschung aktiv sind und ihre Absolventen (an Unis) promovieren können. Teilweise sollen sie sogar eine Promotionsrecht erhalten bzw. erhielten es schon (http://osthessen-news.de/n11541561/dokt ... fulda.html).

Andererseits kooperieren Universitäten heute oft mit Praxispartnern, holen sich Professoren mit Industrieerfahrung und gestalten, zumindest im späteren Verlauf des Studiums, die Lehre "praxisorientierter".

Beim Einwand ging's ja aber vor allem darum, dass immer weniger Schüler eine Berufsausbildung in Betrieben machen möchten.


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... angel.html

Gastronomie und Hotellerie sind wohl nicht die Gewerbe, die Abiturienten besonders attraktiv finden; jedenfalls für eine Ausbildung ggf. mit anschließender Übernahme. Schaut man sich die Gehälter und Arbeitsbedingungen an, finde ich das persönlich nicht so überraschend.

Vielerorts hat man auch ein Problem beim Bereich Erziehung/Kindertagesstätten. Da wollte man besseres Personal haben, da die Ansprüche auch stiegen. Plump und vereinfacht gesagt: früher sollte man mit den Kindern spielen, essen und auf sie aufpassen. Heute sollen sie auch lernen, u.a. für die Förderung der Sprachentwicklung. Statt einer dreijährigen schulischen Ausbildung mit Realschulabschluss, gibt's heute ein vierjähriges Studium für Abiturienten. Man wollte aber an der Bezahlung nichts ändern und wunderte sich, dass die Akademiker oftmals noch ein Masterstudium anschließen und ein höheres Amt anstreben, z.B. in der Verwaltung bzw. Führung von Kindertagesstätten (mit entsprechend höherer Vergütung).

Zum Stichwort GASTRONOMIE! Absolventen einer HLW(Höhere Lehranstalt f Wirtschaftsberufe) tendieren überproportional in die Gastronomie. Weil sie mit der Reifeprüfung auch die Konzessionsprüfung für das Gastgewerbe haben und in der Hotellerie in der oberen Etage einsteigen können.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Kibuka » Mi 26. Okt 2016, 19:43

Kürzlich habe ich gelesen, dass sich auch die Noten im Durchschnitt seit Jahren verbessern.

Ich würde allen Schülern eine 1,0 in das Zeugnis eintragen. Damit können sie auch sofort Medizin studieren und niemand wird mehr wegen seiner fehlenden Intelligenz diskriminiert.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 26. Okt 2016, 19:48

Kibuka hat geschrieben:(26 Oct 2016, 20:43)

Kürzlich habe ich gelesen, dass sich auch die Noten im Durchschnitt seit Jahren verbessern.

Ich würde allen Schülern eine 1,0 in das Zeugnis eintragen. Damit können sie auch sofort Medizin studieren und niemand wird mehr wegen seiner fehlenden Intelligenz diskriminiert.

Netter Gedanke. Aber damit entwertest du die Differenzierung der Notenskala und als Nebeneffekt erzeugst du "Prügeleien" um Studienplätze. In der Medizin am intensivsten.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Mi 26. Okt 2016, 19:51

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Oct 2016, 20:40)

Zum Stichwort GASTRONOMIE! Absolventen einer HLW(Höhere Lehranstalt f Wirtschaftsberufe) tendieren überproportional in die Gastronomie. Weil sie mit der Reifeprüfung auch die Konzessionsprüfung für das Gastgewerbe haben und in der Hotellerie in der oberen Etage einsteigen können.

Das mag sein, aber wenn jemand Abitur hat, wird er sich ja fragen, ob er in der Gastronomie lieber als Akademiker (z.B. in der Verwaltung einer Kette oder als Selbstständiger) bessere Aussichten hat. Gastro und Hotels haben in Deutschland jedenfalls keinen guten Ruf, wenn's um Arbeitskondititionen (Jobsicherheit, Verdienst, Arbeitszeiten, ...) geht. Eine Bank, Porsche oder Siemens dürften kein Problem haben, Azubi-Nachwuchs zu finden.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 26. Okt 2016, 20:00

frems hat geschrieben:(26 Oct 2016, 20:51)

Das mag sein, aber wenn jemand Abitur hat, wird er sich ja fragen, ob er in der Gastronomie lieber als Akademiker (z.B. in der Verwaltung einer Kette oder als Selbstständiger) bessere Aussichten hat. Gastro und Hotels haben in Deutschland jedenfalls keinen guten Ruf, wenn's um Arbeitskondititionen (Jobsicherheit, Verdienst, Arbeitszeiten, ...) geht. Eine Bank, Porsche oder Siemens dürften kein Problem haben, Azubi-Nachwuchs zu finden.

Selbständigkeit ist reizvoll. Da nimmt man wohl sehr flexible Arbeitszeiten in Kauf, wenn es den Profit steigert.
Und die von mir zitierten Absolventen sind in der Regel keine Azubis mehr. Ähnlich den Absolventen einer HTL (Höhere Technische Lehranstalt), die als HTL-Ingenieure sofort einsetzbar sind. Firmenspezifische Weiterbildung lasse ich da mal außer Acht.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Kibuka » Do 27. Okt 2016, 09:02

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Oct 2016, 20:48)

Netter Gedanke. Aber damit entwertest du die Differenzierung der Notenskala und als Nebeneffekt erzeugst du "Prügeleien" um Studienplätze. In der Medizin am intensivsten.


Noten sind doch bei Linken Teufelszeug?! In ihrer Ideologie sind alle Menschen gleich. Männer, Frauen, Arme, Reiche, Doofe, Schlaue...

Jedenfalls steuert unser Bildungssystem exakt um 180 Grad zum Kurs des Leistungsgedankens. Einige Bundesländer sind schon weiter, andere Länder brauchen noch "Zeit".
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Do 27. Okt 2016, 09:51

Kibuka hat geschrieben:(27 Oct 2016, 10:02)

Noten sind doch bei Linken Teufelszeug?! In ihrer Ideologie sind alle Menschen gleich. Männer, Frauen, Arme, Reiche, Doofe, Schlaue...

Jedenfalls steuert unser Bildungssystem exakt um 180 Grad zum Kurs des Leistungsgedankens. Einige Bundesländer sind schon weiter, andere Länder brauchen noch "Zeit".

Ich sehe das ohne ideologischen Hintergrund. Leistung differenziert zu bewerten ist im Prinzip richtig. Dass es menschlich ist, da ab und zu "falsch" zu liegen, damit muß jeder Betroffene leben.
Leistung meint neben der Benotung auch die Arbeitsleistung. Also im weitesten Sinne.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon bennyh » Do 27. Okt 2016, 15:00

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Oct 2016, 20:48)
Netter Gedanke. Aber damit entwertest du die Differenzierung der Notenskala und als Nebeneffekt erzeugst du "Prügeleien" um Studienplätze. In der Medizin am intensivsten.

Ach, im Zweifelsfall ist in Österreich immer noch ein Studienplatz für Studenten aus Deutschland frei.
Best of pn:
- "Kannst du deine blöde Fresse nicht halten? Ich antworte nicht auf deine Zitate, also verpiss dich."
"Wennst mit der deppaten Fußzeile ofoahst, wars scho ghuifn."
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Do 27. Okt 2016, 15:49

bennyh hat geschrieben:(27 Oct 2016, 16:00)

Ach, im Zweifelsfall ist in Österreich immer noch ein Studienplatz für Studenten aus Deutschland frei.

Es gibt da mittlerweile Kontingente für Bewerber aus dem EU-Ausland. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst...
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Do 3. Nov 2016, 18:06

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Oct 2016, 21:00)

Selbständigkeit ist reizvoll. Da nimmt man wohl sehr flexible Arbeitszeiten in Kauf, wenn es den Profit steigert.
Und die von mir zitierten Absolventen sind in der Regel keine Azubis mehr. Ähnlich den Absolventen einer HTL (Höhere Technische Lehranstalt), die als HTL-Ingenieure sofort einsetzbar sind. Firmenspezifische Weiterbildung lasse ich da mal außer Acht.

Schon, aber wer sich selbstständig machen will, ist mit einem dreijährigen Studium nicht per se schlechter dran als mit einer dreijährigen Lehre. HTL gibt's in Deutschland nicht. Früher hatte man noch Ingenieurschulen, aber die wurden abgeschafft bzw. häufig in Fachhochschulen umgewandelt/aufgewertet. Hab aber noch was zur deutschen Situation gefunden:

Das Märchen vom Azubi-Mangel
Es gibt mehr freie Lehrstellen als Bewerber, der Ausbildungsmarkt ist extrem entspannt - das legen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit nahe. Der DGB hat die Statistik überprüft. Das Ergebnis: alles falsch.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/jo ... 19342.html
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Do 3. Nov 2016, 18:26

frems hat geschrieben:(03 Nov 2016, 18:06)

Schon, aber wer sich selbstständig machen will, ist mit einem dreijährigen Studium nicht per se schlechter dran als mit einer dreijährigen Lehre. HTL gibt's in Deutschland nicht. Früher hatte man noch Ingenieurschulen, aber die wurden abgeschafft bzw. häufig in Fachhochschulen umgewandelt/aufgewertet. Hab aber noch was zur deutschen Situation gefunden:

Das Märchen vom Azubi-Mangel
Es gibt mehr freie Lehrstellen als Bewerber, der Ausbildungsmarkt ist extrem entspannt - das legen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit nahe. Der DGB hat die Statistik überprüft. Das Ergebnis: alles falsch.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/jo ... 19342.html

Die HTL-Abgänger sind uU in der Wirtschaft eher gefragt, weil sie nicht so viel verdienen müssen wie die Diplom-Ingenieure. Handelschüler billiger als HAK-Absolventen, die wieder günstiger sind als Absolventen der WirtschaftsUNIs. Etc.,...
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon frems » Do 3. Nov 2016, 18:32

Fuerst_48 hat geschrieben:(03 Nov 2016, 18:26)

Die HTL-Abgänger sind uU in der Wirtschaft eher gefragt, weil sie nicht so viel verdienen müssen wie die Diplom-Ingenieure. Handelschüler billiger als HAK-Absolventen, die wieder günstiger sind als Absolventen der WirtschaftsUNIs. Etc.,...

Günstiger schon, aber dann ist die Leistung vermutlich niedriger, oder? Bei uns haben im Schnitt TU-Ingenieure auch höhere Gehälter/Positionen erzielt als jene von FH, zumindest nach vielen Jahren. Dafür fanden FH-Absolventen häufig schneller ihren ersten Job und das Einstiegsgehalt war nicht schlechter. Das hat sich aber mittlerweile beides angenähert.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Do 3. Nov 2016, 18:44

frems hat geschrieben:(03 Nov 2016, 18:32)

Günstiger schon, aber dann ist die Leistung vermutlich niedriger, oder? Bei uns haben im Schnitt TU-Ingenieure auch höhere Gehälter/Positionen erzielt als jene von FH, zumindest nach vielen Jahren. Dafür fanden FH-Absolventen häufig schneller ihren ersten Job und das Einstiegsgehalt war nicht schlechter. Das hat sich aber mittlerweile beides angenähert.

Ja, verallgemeinern kann man es ohnedies nicht, aber Trends herauslesen, wobei eine Reihe von individuellen Faktoren hineinspielt.
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Adlerauge » Fr 4. Nov 2016, 00:50

Es kann garnicht zuviele Akademiker geben,wenigstens erreichen sie eine gewisse Bildung, die sie in fast jedem Beruf nutzen können.
Ich schließe auch höhere Schulen und Lehrberufe mit ein.
Recht muss Recht bleiben, dem Unrecht muss das Recht entzogen werden!
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 5. Nov 2016, 17:47

Adlerauge hat geschrieben:(04 Nov 2016, 00:50)

Es kann garnicht zuviele Akademiker geben,wenigstens erreichen sie eine gewisse Bildung, die sie in fast jedem Beruf nutzen können.
Ich schließe auch höhere Schulen und Lehrberufe mit ein.


Demzufolge sind Maturanten und Gesellen/Meister auch Akademiker ??
Hochinteressant...
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Adlerauge » Sa 5. Nov 2016, 18:16

Dass in Österreich sehr viele Mediziner z.B. in die Schweiz abwandern,weil dort die Bezahlung besser ist hat sich offenbar noch nicht bis in die Steiermark herumgesprochen.
Dass viele Krankenhäuser unter Ärztemangel leiden offenbar auch noch nicht.
Recht muss Recht bleiben, dem Unrecht muss das Recht entzogen werden!
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Realist2014 » Sa 5. Nov 2016, 18:40

Adlerauge hat geschrieben:(05 Nov 2016, 18:16)

Dass in Österreich sehr viele Mediziner z.B. in die Schweiz abwandern,weil dort die Bezahlung besser ist hat sich offenbar noch nicht bis in die Steiermark herumgesprochen.
Dass viele Krankenhäuser unter Ärztemangel leiden offenbar auch noch nicht.



das in der Schweiz die Kosten dafür auch doppelt so hoch- merken einige au erst- wenn sie dann dort sind... :eek:
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Zu viele Studenten/Akademiker in Deutschland?

Beitragvon Adlerauge » Sa 5. Nov 2016, 18:51

Die, die ich kenne,vorwiegend Chirurgen sind aber sehr zufrieden.
Sie werden mit offenen Armen aufgenommen.
Recht muss Recht bleiben, dem Unrecht muss das Recht entzogen werden!

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