Jugend verliert Interesse am Auto

Moderator: Moderatoren Forum 4

Positiv Denkender
Beiträge: 3331
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 2. Mai 2018, 15:41

frems hat geschrieben:(22 Apr 2018, 11:19)

In der Frage eben nicht. Es geht nicht um Besitz, sondern Wunsch und Verzicht. Vor 50 Jahren war das noch für den Status und als Zeichen des sozialen Aufstiegs wichtig. Aber das ist ja lange vorbei. Heute prahlen die Leute lieber mit einer feinen Wohnadresse, Elektrozeug oder teuren Reisen. Mit einer Blechkarre für ein paar Tausender haut man niemanden vom Hocker, sofern es nicht ein brandneuer Porsche oder Tesla ist.

Mag ja sein dass du mit einem Auto lediglich protzen möchtest . Die Mehrheit der Autobesitzer möchte damit fahren . Wenn möglich so früh wie möglich .
Deshalb hat man auch den Führerschein mit 17 (begleitendes Fahren ) installiert .
Die ersten Autos sind meistens Gebrauchtwagen , damit wird kaum jemand protzen . Wichtig ist das Auto nicht als Statussymbol sondern
als Fortbewegungsmittel . Junge Leute fahren mehr Auto als je zuvor . Wer das bestreitet muss sich in der Zeit geirrt haben .
Falls du noch Zweifel hast solltest du dir die Parkplätze ,Nebenstraßen in der Nähe von Berufsschulen Universitäten, Hochschulen
und teils auch Gymnasien anschauen . Im vorigen Jahrhundert kannte man derartige Parkplatzsorgen in der Nähe von Schulen nicht .
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43648
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Eine NATION Pendelt.....die MEHRHEIT mit dem Auto und Kraftrad.

Beitragvon frems » Sa 5. Mai 2018, 20:46

Teeernte hat geschrieben:(25 Apr 2018, 11:57)

Die "JUNGE" Intelligenz ......

Naja. Eine positive Entwicklung:

Die Anforderungen im Straßenverkehr sind extrem gestiegen, sagt Gerhard von Bressensdorf im Interview. Auch am Theorie-Test habe sich einiges geändert.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 73603.html

Am höchsten übrigens in Sachsen-Anhalt (44,9%), Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (je 44,3%), Sachsen (44,1%), Thüringen (42,5%) und Brandenburg (42,4%) in der Theorieprüfung: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ungen.html

Aber: der Besitz eines Führerscheins oder eines Fahrzeugs sagt erstmal wenig über das Interesse. Deshalb macht man über Jahre entsprechende Erhebungen. Ansonsten gibt's Leute, die gerne ein Auto hätten, aber es sich ggf. nicht leisten können, selbst wenn sie auf einiges verzichten. Ebenso wird man Leute finden, die lieber anders mobil wären, aber ihr Wohn-/Arbeitsort kein anderes Angebot sinnvoll vorsieht. Bringt also nix anhand der genannten Zahlen zum Führerschein irgendwelche Ableitungen zu machen, zumal ein Führerschein ja weiterhin Vorteile bringt, egal ob man einen Fz privat besitzt oder nicht.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13201
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Eine NATION Pendelt.....die MEHRHEIT mit dem Auto und Kraftrad.

Beitragvon Teeernte » Mo 7. Mai 2018, 06:37

frems hat geschrieben:(05 May 2018, 21:46)

Naja. Eine positive Entwicklung:

Die Anforderungen im Straßenverkehr sind extrem gestiegen, sagt Gerhard von Bressensdorf im Interview. Auch am Theorie-Test habe sich einiges geändert.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 73603.html

Am höchsten übrigens in Sachsen-Anhalt (44,9%), Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (je 44,3%), Sachsen (44,1%), Thüringen (42,5%) und Brandenburg (42,4%) in der Theorieprüfung: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ungen.html

Aber: der Besitz eines Führerscheins oder eines Fahrzeugs sagt erstmal wenig über das Interesse. Deshalb macht man über Jahre entsprechende Erhebungen. Ansonsten gibt's Leute, die gerne ein Auto hätten, aber es sich ggf. nicht leisten können, selbst wenn sie auf einiges verzichten. Ebenso wird man Leute finden, die lieber anders mobil wären, aber ihr Wohn-/Arbeitsort kein anderes Angebot sinnvoll vorsieht. Bringt also nix anhand der genannten Zahlen zum Führerschein irgendwelche Ableitungen zu machen, zumal ein Führerschein ja weiterhin Vorteile bringt, egal ob man einen Fz privat besitzt oder nicht.


Ach DESHAlB macht Jeder die Afu Lizenz...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Positiv Denkender
Beiträge: 3331
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 12. Mai 2018, 14:47

frems hat geschrieben:(22 Apr 2018, 13:04)

Hoffentlich sind es die Alten auch noch manchmal. Bei uns in der Stadt nahm die Zahl auch zu. Die Zahl der gefahrenen Kilometer und die Anzahl der Verkehrswege pro Personen mit Pkw nahmen aber ab. Gleichzeitig stieg Rad und ÖPNV schneller als die Bevölkerung. Das hältst du vermutlich für widersprüchlich. Ist es aber nicht, wenn man sich mal anschaut, wie viele dieser Fahrzeuge Zweit- und Dritt- sowie Dienstwagen (inkl Transporter, Carsharing, Mietwagen etc pp) sind. Wenn Rentner mit zu viel Geld drei Dreckschleudern in ihrer Garage haben, sagt das eben nichts darüber aus, ob die Enkel in der fernen Großstadt auch noch diesen Lebenstraum haben.

Das hat mit Lebenstraum wenig zu tun sondern mit der Möglichkeit frei zu entscheiden wann man
welches Verkehrsmittel nutzt . Deine Ansicht die Zunahme von PKW´s ist darauf zurückzuführen
das Rentner 2 oder 3 Autos in der Garage stehen haben ist einfach zum brüllen .
Das Gegenteil ist richtig .Viele ältere Menschen trennen sich von ihrem Auto .Entweder wird´s verkauft
oder es geht an die Enkel. Der Führerschein mit 17 zeugt sicherlich bei jungen Menschen davon
selbst kein Auto besitzen zu wollen .Genau das Gegenteil ist der Fall .Während früher sich Jugendliche
selten ein Auto leisten konnten ,steht heute das Auto ganz vorne auf der Wunschliste . Du darfst dir
gerne die Mühe machen zu erkunden wieviel 18 -30 Jährige heute ein Auto besitzen im Gegensatz zu den
ersten 40 Nachkriegsjahren
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 6. Jun 2018, 13:09

Positiv Denkender hat geschrieben:(02 May 2018, 16:41)

Mag ja sein dass du mit einem Auto lediglich protzen möchtest . Die Mehrheit der Autobesitzer möchte damit fahren . Wenn möglich so früh wie möglich .
Deshalb hat man auch den Führerschein mit 17 (begleitendes Fahren ) installiert .
Die ersten Autos sind meistens Gebrauchtwagen , damit wird kaum jemand protzen . Wichtig ist das Auto nicht als Statussymbol sondern
als Fortbewegungsmittel . Junge Leute fahren mehr Auto als je zuvor . Wer das bestreitet muss sich in der Zeit geirrt haben .
Falls du noch Zweifel hast solltest du dir die Parkplätze ,Nebenstraßen in der Nähe von Berufsschulen Universitäten, Hochschulen
und teils auch Gymnasien anschauen . Im vorigen Jahrhundert kannte man derartige Parkplatzsorgen in der Nähe von Schulen nicht .

Nee. Da helfen nur wirklich wissenschaftlich abgesicherte Studien. Der Anschein trügt immer. Die meisten der halbwegs ernsthaft scheinenden Berichte kommen zu dem Schluss, dass Auto fahren so beliebt oder noch beliebter ist als früher und dass aber Auto besitzen als Präferenz abnimmt. Und dann gibt es nochmal das Segment der großstädtischen jungen Bevölkerung, bei dem tendenziell tatsächlich "Auto" als Konzept an Bedeutung verliert.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 6. Jun 2018, 13:16

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 21:47)

Ich trau mich auch, aber ich finde Biergärten, in denen man nicht rauchen darf, sehr skurril. Ebenso erscheint es mir etwas kurios, wenn Autofahrer noch Bier an Tankstellen kaufen dürfen, aber Radfahrer und Fußgänger nicht. Aber das nicht meine Definition von "Freiheit". Aber ansonsten immer gerne.

Darüber bin ich jetzt erst gestolpert. Es gibt tatsächlich Tankstellen, an denen ich als Radfahrer im Unterschied zu Autofahrern kein Bier bekomme? :s Ist das vielleicht bundeslandspezifisch?
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43648
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon frems » Do 7. Jun 2018, 07:57

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Jun 2018, 14:16)

Darüber bin ich jetzt erst gestolpert. Es gibt tatsächlich Tankstellen, an denen ich als Radfahrer im Unterschied zu Autofahrern kein Bier bekomme? :s Ist das vielleicht bundeslandspezifisch?

Ja, hängt von den Bundesländern ab. Beim Radfahrer muss der Tankwart schauen, ob es ein "Reisender" ist und nicht bspw. ein Anwohner, der sich noch eine Knolle kaufen möchte.

etzt ist's im Freistaat auch soweit: Im Land von Hopfen und Malz wird der nächtliche Verkauf von Alkohol eingeschränkt. Seit fast 500 Jahren ist das bayerische Reinheitsgebot für Brauer bindend, hat doch das Bier als wichtiges Exportgut weltweit deutsche Berühmtheit erlangt. Aus und vorbei – zumindest nach 20 Uhr.

Es ist schon das zweite Bundesland, in Baden-Württemberg darf seit 2010 weder an Tankstellen, Kiosken noch in Supermärkten nachts Alkohol verkauft werden. [...]

Die Bayern wollen sich wahrscheinlich einfach nicht nachsagen lassen, irgendeine Regel verpasst zu haben. Denn der besondere Clou der Neuregelung ist, dass Tankstellen Alkohol nur noch an Reisende – sprich Autofahrer – verkaufen?! Und das nur in bestimmten Mengen. Fußgänger und Fahrradfahrer kriegen überhaupt keinen Alkohol zu später Stunde. Wer dagegen verstößt, zahlt 500 Euro Strafe.

Und hier besonders sinnvoll: Weil sie schon keine Reisenden sind und keinen Alkohol kaufen dürfen, können Nicht-Autofahrer an Bayerns Tankstellen abends gleich gar nichts mehr kaufen. Dieser Logik hat wohl selbst Baden-Württemberg nichts mehr hinzuzufügen.

Eine gute Sache hat es aber doch: Die vom Rauchverbot gebeutelten Bierzelt-Wirte können wenigstens jetzt wieder auf regen Trinkbesuch vonseiten aller trinkfreudigen Fahrradfahrer und Fußgänger hoffen.

http://www.taz.de/!5085386/
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Alpha Centauri
Beiträge: 2222
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Alpha Centauri » Do 7. Jun 2018, 08:48

frems hat geschrieben:(20 Apr 2018, 14:02)

Im Vergleich zu 2010 ist der Wunsch nach einem Kfz stark gesunken. Ebenso die Bereitschaft, für einen Pkw auf andere Dinge zu verzichten. Dies betrifft vor allem junge Talente, die scharenweise in die deutschen Großstädte ziehen. Quelle: http://www.zeit.de/mobilitaet/2018-04/a ... and-studie

Findet Ihr diesen Trend verwunderlich und habt es in Eurem Umfeld auch festgestellt? Und glaubt Ihr, dass es so weitergehen wird, eher stagniert oder gar eine Renaissance des einstigen Statussymbols eintreten wird?


Statussymbol? Also für mich war das Auto nie ein Statussymbol , finde Autos auch generell langweilig,
Alpha Centauri
Beiträge: 2222
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Alpha Centauri » Do 7. Jun 2018, 08:52

Polibu hat geschrieben:(20 Apr 2018, 14:35)

Meine Tochter weiss in der 9. Klasse schon welches Auto sie einmal fahren möchte. Wenn ich ihr was von Carsharing oder ÖPNV erzählen würde, die würde sich kaputt lachen. Diese Einstellung hat sie wohl von mir. :) . Also ob ich meine Unabhängigkeit gegen so einen Unsinn eintauschen würde. :D


Unabhängigkeit? So ein Schwachsinn . Gerade das Auto ist ein Symbol von Abhängigkeit nämlich der Abhängigkeit von Technik.
Polibu
Beiträge: 4230
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Polibu » Do 7. Jun 2018, 09:17

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Jun 2018, 09:52)

Unabhängigkeit? So ein Schwachsinn . Gerade das Auto ist ein Symbol von Abhängigkeit nämlich der Abhängigkeit von Technik.

Und du gehst alle Strecken zu Fuss? Bist du dann nicht auch abhängig? Abhängig davon, dass dein Körper immer funktioniert? Deine Begründung halte ich für ziemlich, sagen wir mal, komisch. :)
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Jun 2018, 09:19

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Jun 2018, 09:52)

Unabhängigkeit? So ein Schwachsinn . Gerade das Auto ist ein Symbol von Abhängigkeit nämlich der Abhängigkeit von Technik.

Nicht nur das. Ich habe so dermaßen das Gefühl von Eingereitheit, von Eingeschlossenheit, von mit tausenden anderen in der Schlange stehen ... wenn ich denn doch mal nicht anders kann als mein Auto zu benutzen. Und ein solches wirklich echtes und innerliches Freiheitsgefühl, wenn ich zu Fuß, mit Fahrrad oder Öffentlichen unterwegs bin ... Und es ist auch eine Frage von grundsätzlicher Menschenzugewandtheit, sich nicht ohne zwingenden Grund in so'ne Blechkiste einzusperren.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Jun 2018, 09:23

Polibu hat geschrieben:(07 Jun 2018, 10:17)

Und du gehst alle Strecken zu Fuss? Bist du dann nicht auch abhängig? Abhängig davon, dass dein Körper immer funktioniert? Deine Begründung halte ich für ziemlich, sagen wir mal, komisch. :)

Meine persönliche Erfahrung jedenfalls ist die, dass für Gewohnheitsautofahrer eine gegebene Entfernung, sagen wir mal "10 Kilometer" subjektiv grundsätzlich weiter erscheint als für Gelegenheitsautofahrer wie mich. Warum auch immer.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Polibu
Beiträge: 4230
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Polibu » Do 7. Jun 2018, 09:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Jun 2018, 10:23)

Meine persönliche Erfahrung jedenfalls ist die, dass für Gewohnheitsautofahrer eine gegebene Entfernung, sagen wir mal "10 Kilometer" subjektiv grundsätzlich weiter erscheint als für Gelegenheitsautofahrer wie mich. Warum auch immer.


Ich fahre auch gerne mit dem Fahrrad. 10km sind nichts für mich. Deshalb mutiere ich aber nicht zum Autohasser. Ich nutze beides gerne. Ich bin jahrelang 20 km mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Jetzt geht das nicht mehr, weil ich die Arbeitsstelle gewechselt habe. Aber in meiner Freizeit fahre ich immer noch gerne mit dem Fahrrad.

ÖPNV kommt für mich aber nicht in Frage. Da bin ich mit dem Auto wesentlich unabhängiger und flexibler.
Alpha Centauri
Beiträge: 2222
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Alpha Centauri » Do 7. Jun 2018, 09:39

[quote="Polibu"](07 Jun 2018, 10:17)

Und du gehst alle Strecken zu Fuss? Bist du dann nicht auch abhängig? Abhängig davon, dass dein Körper immer funktioniert? Deine Begründung halte ich für ziemlich, sagen wir mal, komisch. :)[/quote)

Ich bin kein Autohasser, und das Wort Unabhängigkeit hast du ja im Zusammenhang mit dem Auto gebracht nur da erscheint es mir noch komischer das Auto als Unabhängigkeitsbringer , dass halte ich für eine komische und steile These
Polibu
Beiträge: 4230
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Polibu » Do 7. Jun 2018, 09:43

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Jun 2018, 10:39)



Wenn man los fahren kann wann man will und wohin mal will, dann ist das auf jeden Fall unabhängiger, als wenn man sein Leben auf feste Zeiten des ÖPNV einstellen muss und akzeptieren muss, dass dieser auch nicht überall hinfährt. :)
Zuletzt geändert von Polibu am Do 7. Jun 2018, 10:07, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
nyan cat
Beiträge: 164
Registriert: Mo 4. Jun 2018, 03:56

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon nyan cat » Do 7. Jun 2018, 09:58

frems hat geschrieben:(20 Apr 2018, 14:02)

Im Vergleich zu 2010 ist der Wunsch nach einem Kfz stark gesunken. Ebenso die Bereitschaft, für einen Pkw auf andere Dinge zu verzichten. Dies betrifft vor allem junge Talente, die scharenweise in die deutschen Großstädte ziehen. Quelle: http://www.zeit.de/mobilitaet/2018-04/a ... and-studie

Findet Ihr diesen Trend verwunderlich und habt es in Eurem Umfeld auch festgestellt? Und glaubt Ihr, dass es so weitergehen wird, eher stagniert oder gar eine Renaissance des einstigen Statussymbols eintreten wird?


Autofahrer werden zu sehr gegängelt. Alles muss man eintragen lassen und viele Basteleien sind einfach verboten. Früher war das noch nicht so schlimm.
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 5763
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 09:05

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon jorikke » Do 7. Jun 2018, 12:40

nyan cat hat geschrieben:(07 Jun 2018, 10:58)

Autofahrer werden zu sehr gegängelt. Alles muss man eintragen lassen und viele Basteleien sind einfach verboten. Früher war das noch nicht so schlimm.


Wenn der Fuchsschwanz nicht mehr an der Antenne baumeln darf, dann nagele ihn dir doch einfach vor die Birne.
Benutzeravatar
nyan cat
Beiträge: 164
Registriert: Mo 4. Jun 2018, 03:56

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon nyan cat » Do 7. Jun 2018, 13:46

jorikke hat geschrieben:(07 Jun 2018, 13:40)

Wenn der Fuchsschwanz nicht mehr an der Antenne baumeln darf, dann nagele ihn dir doch einfach vor die Birne.


Genagelt wurde beim Jesus. Ich schiebe ihn mir hinters Stirnband, dann fühle ich mich wie ein Trapper.
Ob man wohl eine solchen Fuchsschwanz an die Antenne löten darf?
https://cdn.dictum.com/media/image/7b/1 ... 00x600.jpg
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Jun 2018, 14:06

Polibu hat geschrieben:(07 Jun 2018, 10:27)

Ich fahre auch gerne mit dem Fahrrad. 10km sind nichts für mich. Deshalb mutiere ich aber nicht zum Autohasser. Ich nutze beides gerne. Ich bin jahrelang 20 km mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Jetzt geht das nicht mehr, weil ich die Arbeitsstelle gewechselt habe. Aber in meiner Freizeit fahre ich immer noch gerne mit dem Fahrrad.

ÖPNV kommt für mich aber nicht in Frage. Da bin ich mit dem Auto wesentlich unabhängiger und flexibler.

Ich hab das Wort "Hass" auch gar nicht verwendet. Da ich gelegentlich Musik-Equipment, Gartenabfälle oder kleine Kinder zu transportieren habe, bin ich ja selbst drauf angewiesen. Es macht mir nur keinen Spaß. Ist aber meine persönliche Sache. Im Fokus steht für mich aber auch gar nicht so sehr die Autobenutzung sondern weit weit mehr die Autogerechtheit (oder besser gesagt Nichtgerechtheit) meiner Umgebung. Dinge wie Städteplanung liegen natürlicherweise sehr im Bereich von Lokalpolitik und da kann man durchaus so etwas wie politische Selbstwirksamkeit ausprobieren. Also zum Beispiel dafür sorgen, dass Gelder für eine Zufahrt, Durchfahrt, Verbreiterung etc. eben nicht gewährt werden sondern eher in einen Park oder Spielplatz fließen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Jun 2018, 14:14

jorikke hat geschrieben:(07 Jun 2018, 13:40)

Wenn der Fuchsschwanz nicht mehr an der Antenne baumeln darf, dann nagele ihn dir doch einfach vor die Birne.

:p
Das geht allerdings auch mit Fahrrad: Bonanzarad mit Fuchsschwanz, großen Rückspiegeln, Mercedesstern, Katzenaugen, Bierdeckel und Kreuzass in die Speichen geklemmt ... voll die 60er Jahre.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast