Jugend verliert Interesse am Auto

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unity in diversity
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon unity in diversity » Do 7. Jun 2018, 15:47

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Jun 2018, 15:14)

:p
Das geht allerdings auch mit Fahrrad: Bonanzarad mit Fuchsschwanz, großen Rückspiegeln, Mercedesstern, Katzenaugen, Bierdeckel und Kreuzass in die Speichen geklemmt ... voll die 60er Jahre.

Vom Wohnort, bis zum Arbeitsort, brauche ich mit dem Auto exakt 8 Minuten.
Dann fängt aber die Parkplatzsuche an.
Wenn ich ankomme, ist von den Eingebohrenen noch keiner losgefahren.
Aber wenn ich Feierabend habe, hätte ich Platz.
Darum wäre ich für eine gepanzerte Lösung, mit Räumschild, rein nach Gewicht.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
Alpha Centauri
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 8. Jun 2018, 11:47

Polibu hat geschrieben:(07 Jun 2018, 10:43)

Wenn man los fahren kann wann man will und wohin mal will, dann ist das auf jeden Fall unabhängiger, als wenn man sein Leben auf feste Zeiten des ÖPNV einstellen muss und akzeptieren muss, dass dieser auch nicht überall hinfährt. :)


Du verengst also den Begriff " unabhängig" auf den Faktor Zeit? Eine ziemlich eigenwillig Interpretation des Begriffes und was du zum Körper geschrieben hast , lässt sich ebenso gut auf das Auto ummünzen. Ein kaputter Reifen, kein Kraftstoff zur Verfügung, ein Stau und ade "Unabhängigkeit
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Ammianus
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Ammianus » So 10. Jun 2018, 15:55

Alpha Centauri hat geschrieben:(08 Jun 2018, 12:47)

Du verengst also den Begriff " unabhängig" auf den Faktor Zeit? Eine ziemlich eigenwillig Interpretation des Begriffes und was du zum Körper geschrieben hast , lässt sich ebenso gut auf das Auto ummünzen. Ein kaputter Reifen, kein Kraftstoff zur Verfügung, ein Stau und ade "Unabhängigkeit


Er hat aber nicht unrecht. Vor einigen Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten und es ist sicher auch nicht die Norm. Doch von meiner Wohnung zu einem Arbeitsplatz brauchte ich mit Öffentlichen gut eine Stunde. Jedenfalls musste ich die von vornherein einplanen um jede Verspätung - so was hasse ich - zu vermeiden. In Diskussionen vertrat ich auch immer den Standpunkt, man sei mit den Öffentlichen oder dem Rad genau so schnell unterwegs oder meist sogar schneller.
Und dann nahm ich den Wagen - und war jedes mal, einmal sogar falsch abgebogen da Neuland - unter 20 Minuten. Trotz mehrerer roter Ampeln in der Großstadt.
Kaputte Reifen sind doch mehr als selten und wie ein leerer Tank auf Eigenverschulden zurückzuführen. Stau, dass ist natürlich wie Lotto. Aber du kannst genau so an eine Straßenbahnhaltestelle kommen und da steht dann, dass wegen technischer Störung, Unfall oder einer Demo ...
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frems
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon frems » Mo 11. Jun 2018, 10:55

Alpha Centauri hat geschrieben:(08 Jun 2018, 12:47)

Du verengst also den Begriff " unabhängig" auf den Faktor Zeit? Eine ziemlich eigenwillig Interpretation des Begriffes und was du zum Körper geschrieben hast , lässt sich ebenso gut auf das Auto ummünzen. Ein kaputter Reifen, kein Kraftstoff zur Verfügung, ein Stau und ade "Unabhängigkeit

Wird halt gerne übersehen. Da hatten zwei Arbeitskollegen auch kürzlich wieder ihren Spaß. Bei einem verreckte der Wagen beim Ostseeurlaub, der dann ein paar Wochen bei einer Werkstatt stand und nicht klar war, was dort genau zu reparieren ist. Bei der anderen Kollegin war der Wagen morgens zugeparkt und sie kam zu spät zu einem wichtigen Termin. Beide hatten sich einen günstigen Wohnort mit schlechter Anbindung ausgesucht. Keine U- oder S-Bahn in der Nähe (nur ein Bus mit schlechter Taktung und langer Fahrzeit), kein Carsharing-Gebiet, Fähranleger sind ebenfalls nicht vorhanden und mit dem Rad oder gar zu Fuß ist es viel zu weit bis zur Arbeit. Schöne Unabhängigkeit. :?
Labskaus!

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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 11. Jun 2018, 11:25

Dafür hat man ja einen Zweitwagen :D
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 11. Jun 2018, 11:34

frems hat geschrieben:(20 Apr 2018, 14:02)

Im Vergleich zu 2010 ist der Wunsch nach einem Kfz stark gesunken. Ebenso die Bereitschaft, für einen Pkw auf andere Dinge zu verzichten. Dies betrifft vor allem junge Talente, die scharenweise in die deutschen Großstädte ziehen. Quelle: http://www.zeit.de/mobilitaet/2018-04/a ... and-studie

Findet Ihr diesen Trend verwunderlich und habt es in Eurem Umfeld auch festgestellt? Und glaubt Ihr, dass es so weitergehen wird, eher stagniert oder gar eine Renaissance des einstigen Statussymbols eintreten wird?


Ich halte das fuer ein Geruecht!

Hier bei uns ist es so das sobald jemand 16 wird er/sie ( egal ob Boy oder Girl)als erstes den Fuehrerschein erwerben will und dann ein Auto. Die Girls sind happy nmit was schuckelig kleinem aber die Boys am liebsten einen 4wheel drive pick up! Alter des Gefaehrt unwichtig Hauptsache PS unter der Haube.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Polibu » Mo 11. Jun 2018, 11:38

frems hat geschrieben:(11 Jun 2018, 11:55)

Wird halt gerne übersehen. Da hatten zwei Arbeitskollegen auch kürzlich wieder ihren Spaß. Bei einem verreckte der Wagen beim Ostseeurlaub, der dann ein paar Wochen bei einer Werkstatt stand und nicht klar war, was dort genau zu reparieren ist. Bei der anderen Kollegin war der Wagen morgens zugeparkt und sie kam zu spät zu einem wichtigen Termin. Beide hatten sich einen günstigen Wohnort mit schlechter Anbindung ausgesucht. Keine U- oder S-Bahn in der Nähe (nur ein Bus mit schlechter Taktung und langer Fahrzeit), kein Carsharing-Gebiet, Fähranleger sind ebenfalls nicht vorhanden und mit dem Rad oder gar zu Fuß ist es viel zu weit bis zur Arbeit. Schöne Unabhängigkeit. :?


Das passiert äusserst selten und deshalb kann ich damit gut leben. Ist doch alles nur eine Frage des Geldes. Kann auch sein, dass man einen Termin verpasst, aber da gibt es Schlimmeres.

Mit ist letztes Jahr auf dem Weg in den Urlaub auch der Wagen stehen geblieben. Ich habe den ADAC angerufen, der Wagen wurde in die Werkstatt gebracht und am nächsten Tag ging es weiter. Wir mussten halt eine Nacht im Hotel übernachten. Da gibt es wahrlich Schlimmeres. Mit dem ÖPNV wäre ich erst gar nicht an den Urlaubsort gekommen.

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