eCall

Moderator: Moderatoren Forum 4

KarlRanseier
Beiträge: 1707
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: eCall

Beitragvon KarlRanseier » Do 25. Jan 2018, 18:48

Teeernte hat geschrieben:(25 Jan 2018, 01:28)

Theo Heinz Theo.... was baut der Autobauer ein ?



..die strengen Datenschutzbestimmungen der Verordnung würden ausschließlich für den Notruf in seiner Basisfunktion gelten.
Bereits Verkahrsdatenabrufe für das NAvi werden die Datenschutzbestimmungen aufweichen.


Alles über ein BUS System verbunden.... die zu übertragenden Daten vorgespeichert (soweit nicht Crash abhängig...)

Das System ist in Sleepmodus - gibt es einen zusätzlichen "hok on" ?

- um Zugang zum System zu bekommen - reicht ein Bauteil des Bussystems. Der geübte Hacker nimmt den Sensor der Hinterradbremse. Da lässt sich eine Fernsteuerung/Systemtracker gut nachrüsten//Systemdaten abrufen...Systeme sperren.

MAchbar ist da schon einiges ....

...und Fehlalarmierungen aus DEFEKTEN Autos...(Schrottpresse) zusätzlich.



Für den Verbraucher kostet der Schwachsinn vor allem Geld. Auch der TÜV wird mehr zulangen und mehr Autos aus dem Verkehr ziehen bzw. den Werkstätten mehr Kunden verschaffen.
Im Gegenzug sinkt das Risiko, bei einem Unfall zu sterben, um ein paar Millionstel Prozent, wenn überhaupt...
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 33857
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: eCall

Beitragvon Tom Bombadil » Di 30. Jan 2018, 17:12

Ich bin dagegen. Solche Daten haben es an sich, missbraucht zu werden.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 5956
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 12:18

Re: eCall

Beitragvon firlefanz11 » Do 29. Mär 2018, 14:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Jan 2018, 17:12)

Ich bin dagegen. Solche Daten haben es an sich, missbraucht zu werden.

So isses...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 7833
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: eCall

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 29. Mär 2018, 15:50

Ich habe schon in älteren Autos solche Systeme gehabt, habe die zugehörigen Verträge aber immer abgelehnt. Wenn das jetzt Pflicht wird, wäre das nicht schön.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2268
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: eCall

Beitragvon Orbiter1 » So 1. Apr 2018, 13:49

KarlRanseier hat geschrieben:(25 Jan 2018, 18:43)

Warum wird die Antriebsart übermittelt? Will man Dieselfahrer verrecken lassen, weil diese die Umwelt so stark verpesten? :?: :?: :?:
Ich bin aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr und öfter bei Einsätzen nach einem Verkehrsunfall dabei. Die Antriebsart ist deswegen wichtig weil z. B. bei Elektro- und Hybridfahrzeugen eine höhere Bordspannung anliegt. Da muß man aufpassen wenn man das Fahrzeug aufschneidet um das Unfallopfer zu bergen. Bei einem brennenden Fahrzeug gibt es schon erhebliche Unterschiede ob es sich um ein Fahrzeug mit Benzin-, Diesel- oder Gasantrieb handelt. Wenn man die Antriebsart bereits bei der Anfahrt zur Einsatzstelle weiß ist schon einiges gewonnen. Je weniger unbekannte Faktoren beim Eintreffen am Einsatzort desto besser.

2.500 Menschenleben können damit also europaweit gerettet werden? Wer hat das ausgerechnet, die deutschen Statistikfrisöre vom ADAC? :?: :?:
Ich war selbst schon bei ein paar Einsätzen dabei, bei denen die Unfallärzte meinten 20 Minuten früher und man hätte noch helfen können. Meine Meinung, wer eCall ablehnt sollte zumindest einen Organspendeausweis mitführen. Ausschlachten nach Unfalltod geht meistens noch und hilft anderen.
KarlRanseier
Beiträge: 1707
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: eCall

Beitragvon KarlRanseier » So 1. Apr 2018, 14:12

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Apr 2018, 14:49)

Ich bin aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr und öfter bei Einsätzen nach einem Verkehrsunfall dabei. Die Antriebsart ist deswegen wichtig weil z. B. bei Elektro- und Hybridfahrzeugen eine höhere Bordspannung anliegt. Da muß man aufpassen wenn man das Fahrzeug aufschneidet um das Unfallopfer zu bergen. Bei einem brennenden Fahrzeug gibt es schon erhebliche Unterschiede ob es sich um ein Fahrzeug mit Benzin-, Diesel- oder Gasantrieb handelt. Wenn man die Antriebsart bereits bei der Anfahrt zur Einsatzstelle weiß ist schon einiges gewonnen. Je weniger unbekannte Faktoren beim Eintreffen am Einsatzort desto besser.

Ich war selbst schon bei ein paar Einsätzen dabei, bei denen die Unfallärzte meinten 20 Minuten früher und man hätte noch helfen können. Meine Meinung, wer eCall ablehnt sollte zumindest einen Organspendeausweis mitführen. Ausschlachten nach Unfalltod geht meistens noch und hilft anderen.



Danke für die Erklärung, warum die Antriebsart übermittelt wird.

Wenn man halbwegs vernünftig fährt, ist die Wahrscheinlichkeit, bei einen Unfall ernsthaft verletzt zu werden, zumindest hierzulande verschwindend gering. In China und Indien sieht das anders aus, aber der Arm der EU reicht noch nicht so weit.

Ist man dann aber durch einen Unfall sehr schwer verletzt worden, so ist wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass das mitten in Europa lange niemand bemerkt, auch wieder sehr gering.

Die Wahrscheinlichkeit, durch eCall gerettet zu werden, ist also etwa so groß wie die Wahrscheinlichkeit, von einem abstürzenden Satelliten erschlagen zu werden.

Wie geschrieben, man könnte viel mehr Menschenleben retten, wenn in Verkehrsflugzeugen jeder Passagier einen Schleudersitz und einen Fallschirm hätte, das wird aber aus Kostengründen nicht umgesetzt. An eCall hingegen kann die Automobilindustrie verdienen.
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2268
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: eCall

Beitragvon Orbiter1 » So 1. Apr 2018, 14:37

KarlRanseier hat geschrieben:(01 Apr 2018, 15:12)

Die Wahrscheinlichkeit, durch eCall gerettet zu werden, ist also etwa so groß wie die Wahrscheinlichkeit, von einem abstürzenden Satelliten erschlagen zu werden.

Wie geschrieben, man könnte viel mehr Menschenleben retten, wenn in Verkehrsflugzeugen jeder Passagier einen Schleudersitz und einen Fallschirm hätte, das wird aber aus Kostengründen nicht umgesetzt. An eCall hingegen kann die Automobilindustrie verdienen.

Da habe ich etwas Zweifel an ihren Zahlen. Die Zahl der Verkehrstoten beläuft sich laut WHO weltweit auf 1,25 Mio Personen pro Jahr. https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... -Jahr.html . Die Zahl der Toten im Flugverkehr lag 2016 bei 140 Personen. https://de.statista.com/statistik/daten ... ugverkehr/ Und von einem abstürzenden Satelliten wurde soweit mir bekannt noch niemand getötet.
KarlRanseier
Beiträge: 1707
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: eCall

Beitragvon KarlRanseier » Mo 2. Apr 2018, 13:49

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Apr 2018, 15:37)

Da habe ich etwas Zweifel an ihren Zahlen. Die Zahl der Verkehrstoten beläuft sich laut WHO weltweit auf 1,25 Mio Personen pro Jahr. https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... -Jahr.html . Die Zahl der Toten im Flugverkehr lag 2016 bei 140 Personen. https://de.statista.com/statistik/daten ... ugverkehr/ Und von einem abstürzenden Satelliten wurde soweit mir bekannt noch niemand getötet.



eCall ist nur sinnvoll für Menschen, die grundsätzlich nachts zwischen 2:00 und 5:00 Uhr besoffen in Lappland mit ihrem Auto durch die Gegend rasen.
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
Benutzeravatar
Enas Yorl
Beiträge: 327
Registriert: Fr 7. Feb 2014, 18:52
Wohnort: Stanley, Hong Kong

Re: eCall

Beitragvon Enas Yorl » Mo 2. Apr 2018, 15:04

KarlRanseier hat geschrieben:(02 Apr 2018, 14:49)
eCall ist nur sinnvoll für Menschen, die grundsätzlich nachts zwischen 2:00 und 5:00 Uhr besoffen in Lappland mit ihrem Auto durch die Gegend rasen.

Das ist eine recht leichtfertige Aussage, ich war selbst mal Ersthelfer bei einem Unfall. Das war kein schwerer Unfall, aber zum auslösen des Airbags hat es gereicht. Die Fahrerin war benommen (verdacht auf Gehirnerschütterung) und konnte nicht selbst um Hilfe rufen oder das Fahrzeug verlassen. Kurz darauf wurde ihr schlecht, und sie musste sich übergeben. Was in dem Zustand durchaus mit einer Erstickungsgefahr einhergeht. Ist dann eben kein Helfer da, kann so etwas böse ausgehen.
And it's been completely "demagnetised" by Stephen Hawking himself!
Benutzeravatar
Der Neandertaler
Beiträge: 1562
Registriert: Sa 12. Jul 2008, 02:48
Benutzertitel: Experimentální králíci

Re: eCall

Beitragvon Der Neandertaler » Mo 2. Apr 2018, 15:42

Hallo zusammen.
Es ist immer wieder mit Bewunderung zu beobachten, daß ...
man muß nur einigen ... na ja, fast allen ... einen gewißen Vorteil versprechen, und schon geben sie alle möglichen Daten freiwillig und mit Begeisterung heraus.

So sendet das Smartphon ständig den Standort des Benutzers ... auch wenn er nicht telephoniert, sondern es nur bei sich trägt. Aber man will ja telephonieren und will oder muß ständig erreichbar sein.
Selbiges gilt auch für das Navi! Schon bei der Eingabe: "von .. nach" werden diese Daten gespeichert. Die Strecke wird ebenso gespeichert ... und abgesendet. Wer alles diese Daten bekommt? Der Hersteller! Wozu er diese nutzt? Keine Ahnung!
KarlRanseier hat geschrieben:Und dafür die ganze Überwachung?
Kalle, welche Überwachung?
    ... beim eCall?
Ich denke, eCall löst erst nach eine Crash ... nach einer Airback-Auslösung aus?
Auf Lkw-Mautbrücken sind Kameras zur Lkw-Mautüberwachung angebracht - auf allen Spuren. Diese laufen rund um die Uhr. Sie zeichnen aber nicht nur Lkw und deren Kennzeichen auf, sondern ebenso Pkw. Dort, wie auch durch das Smatphone, das Navi, bei der täglichen Benutzung einer EC- oder Kreditkarte oder einer Payback-Karte (zum Sparen einiger Prozente), be- und entsteht also mehr Überwachung als bei eCall! Selbst wenn ich etwas kaufe, das zur Diebstahlsicherung mit einem RFID-Etikett ausgestattet ist ... einem Warensicherungsetikett, ist nach dem (regulären) Kauf innerhalb eine gewißen Radius immer noch sichtbar, wo sich dieses Teil gerade befindet.
    ... teilweise auch wenn der Chip angeblich entfernt oder deaktiviert ist.
Daß jegliche weitere Neuerung erstmal Angst macht ... verständlich. Wenn man aber bedenkt, daß mit eCall eventuell Menschenleben gerettet werden können, halte ich dies schon für eine gute und vernünftige Einrichtung.

Alles kann misbraucht werden! Das Auto kann Personen befördern - es kann ebenso zur Tatwaffe werden. Genauso können Daten zum Vor- oder Nachteil gespeichert werden. Wobei bei eCall aber erstmal keine Daten gespeichert werden ... bis, ja, bis zum Crash.
KarlRanseier hat geschrieben:Ist man dann aber durch einen Unfall sehr schwer verletzt worden, so ist wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass das mitten in Europa lange niemand bemerkt, auch wieder sehr gering.
[...]
eCall ist nur sinnvoll für Menschen, die grundsätzlich nachts zwischen 2:00 und 5:00 Uhr besoffen in Lappland mit ihrem Auto durch die Gegend rasen.
Ich bin Lkw-Fahrer und habe auch schonmal einen verunglückten Pkw abseits der Autobahn im Grünen gesehen.
    ... er wurde vorher von niemandem sonst gesehen.
Von daher - Fazit:
    Deine Ausagen sind ... gelinde gesagt:
      sehr abenteuerlich!
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10212
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: eCall

Beitragvon garfield336 » Di 3. Apr 2018, 07:56

Der Neandertaler hat geschrieben:(02 Apr 2018, 16:42)
Ich bin Lkw-Fahrer und habe auch schonmal einen verunglückten Pkw abseits der Autobahn im Grünen gesehen.
    ... er wurde vorher von niemandem sonst gesehen.
Von daher - Fazit:
    Deine Ausagen sind ... gelinde gesagt:
      sehr abenteuerlich!



Hier ist garvor ein paar Jahren einmal ein Busfahrer bei einer Lehrfahrt wegen Herzanfall verunglückt. Er ist mit dem Bus einen Hang runtergerutscht.
Man hat den Bus und Fahrer erst 10 Stunden später gefunden und das auch nur, weil die Firma am Folgetag nach ihm suchte.

Ich denke das passiert mit neuerem Modellen nicht mehr, aber ich wollte eigentlich sagen, dass man selbst einen verunglückten Bus übersehen kann.
Und bei solchen Unfällen zählt jede Sekunge. Der Fahrer hatte leider nicht überlebt. Hätte es aber villeicht wenn er sofort einen Notarzt gesehen hätte.
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10212
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: eCall

Beitragvon garfield336 » Di 3. Apr 2018, 08:02

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Apr 2018, 15:37)

Da habe ich etwas Zweifel an ihren Zahlen. Die Zahl der Verkehrstoten beläuft sich laut WHO weltweit auf 1,25 Mio Personen pro Jahr. https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... -Jahr.html . Die Zahl der Toten im Flugverkehr lag 2016 bei 140 Personen. https://de.statista.com/statistik/daten ... ugverkehr/ Und von einem abstürzenden Satelliten wurde soweit mir bekannt noch niemand getötet.


Man müsste aber dann auch berücksichtigen, dass am Strassenverkehr alle permanent teilnehmen sobald sie einen Fuss vor die Haustür setzen. Von daher ist alleine schon deswegen von einer höherer Wahrscheinlichkeit von einem Unfall auszugehen.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20421
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: eCall

Beitragvon H2O » Di 3. Apr 2018, 11:03

So ganz aufregend ist doch dieses Nottelefon auch wieder nicht. Ich hatte von meinen Kindern ein "Opaphon" mit Notschalter und GPS geschenkt bekommen, damit ich im Notfall meinen Aufenthaltsort übermitteln könnte. Seniorentelefone dieser Art gibt es doch "wie Sand am Meer"! Und nun hat jemand den genialen Einfall gehabt und hat ein solches Telefon ins Auto eingebaut. Und schon gehen die Wogen hoch!
KarlRanseier
Beiträge: 1707
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: eCall

Beitragvon KarlRanseier » Di 3. Apr 2018, 11:13

H2O hat geschrieben:(03 Apr 2018, 12:03)

So ganz aufregend ist doch dieses Nottelefon auch wieder nicht. Ich hatte von meinen Kindern ein "Opaphon" mit Notschalter und GPS geschenkt bekommen, damit ich im Notfall meinen Aufenthaltsort übermitteln könnte. Seniorentelefone dieser Art gibt es doch "wie Sand am Meer"! Und nun hat jemand den genialen Einfall gehabt und hat ein solches Telefon ins Auto eingebaut. Und schon gehen die Wogen hoch!



Der Unterschied ist, dass es Deine Entscheidung ist, ob Du das Opaphon nutzt. Bei eCall wird der Käufer nicht gefragt. Er muss sogar, im Gegensatz zu Dir, für den Käse zahlen, oder halt aufs Auto verzichten.

Wieso ist eigentlich nichts Vergleichbares für Fahrräder vorgeschrieben? Beim Radfahren ist das Risiko schwerer Verletzungen vielfach größer!

Und was ist mit Skifahrern? Sollte nicht jeder Mensch immer und überall überwacht werden? Das wird bestimmt bald jemand vorschlagen. Bin gespannt auf die Begründung, es könnte "Sicherheit" oder "Terrorbekämpfung" sein. Das zieht, genau wie "Arbeitsplätze", immer! :thumbup:
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20421
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: eCall

Beitragvon H2O » Di 3. Apr 2018, 11:48

KarlRanseier hat geschrieben:(03 Apr 2018, 12:13)

Der Unterschied ist, dass es Deine Entscheidung ist, ob Du das Opaphon nutzt. Bei eCall wird der Käufer nicht gefragt. Er muss sogar, im Gegensatz zu Dir, für den Käse zahlen, oder halt aufs Auto verzichten.

Wieso ist eigentlich nichts Vergleichbares für Fahrräder vorgeschrieben? Beim Radfahren ist das Risiko schwerer Verletzungen vielfach größer!

Und was ist mit Skifahrern? Sollte nicht jeder Mensch immer und überall überwacht werden? Das wird bestimmt bald jemand vorschlagen. Bin gespannt auf die Begründung, es könnte "Sicherheit" oder "Terrorbekämpfung" sein. Das zieht, genau wie "Arbeitsplätze", immer! :thumbup:


Mich erinnert dieser Volksaufstand an die Volkszählung, die umweglos zum Untergang des Abendlandes führen sollte. Heute kräht kein Hahn mehr danach. Die Menschen geben ihre Ansichten, Wünsche und Sehnsüchte in sozialen Netzwerken preis... bis hin zum Nacktphoto. Auch das macht nicht jeder/jede, aber wohl doch genügend viele. Und Volkszählungen finden statt, schon um die Zahl notwendiger Wohnungen und Lehrer abschätzen zu können.

Oder ich erinnere mich an den Sicherheitsgurt, wo doch die meisten schlimmen Unfälle in Kanälen und Hafenbecken enden, der Gurt also zusätzliche Gefahren herauf beschwört. Nahezu jeder nutzt ihn heute und bezahlt ohne Gerichtsprozeß die fällige Strafe, wenn er "oben ohne" erwischt wird.

Ja, Sie bringen mich da wirklich auf einen Gedanken: Die Notfalltaste sollte auf deutschen Mobiltelefonen Pflicht sein, und GPS-Fähigkeit auch. Die Zahl der Telefone überschreitet die Zahl der Einwohner sehr deutlich. Leute wechseln ihre Telefone im Takt von 2 Jahren... da sind bald alle Deutschen mit Notruf ausgerüstet. Für unsere ganz Geheimen: Telefone kann man abschalten!
KarlRanseier
Beiträge: 1707
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: eCall

Beitragvon KarlRanseier » Di 3. Apr 2018, 11:55

H2O hat geschrieben:(03 Apr 2018, 12:48)

Mich erinnert dieser Volksaufstand an die Volkszählung, die umweglos zum Untergang des Abendlandes führen sollte. Heute kräht kein Hahn mehr danach. Die Menschen geben ihre Ansichten, Wünsche und Sehnsüchte in sozialen Netzwerken preis... bis hin zum Nacktphoto. Auch das macht nicht jeder/jede, aber wohl doch genügend viele. Und Volkszählungen finden statt, schon um die Zahl notwendiger Wohnungen und Lehrer abschätzen zu können.

Oder ich erinnere mich an den Sicherheitsgurt, wo doch die meisten schlimmen Unfälle in Kanälen und Hafenbecken enden, der Gurt also zusätzliche Gefahren herauf beschwört. Nahezu jeder nutzt ihn heute und bezahlt ohne Gerichtsprozeß die fällige Strafe, wenn er "oben ohne" erwischt wird.

Ja, Sie bringen mich da wirklich auf einen Gedanken: Die Notfalltaste sollte auf deutschen Mobiltelefonen Pflicht sein, und GPS-Fähigkeit auch. Die Zahl der Telefone überschreitet die Zahl der Einwohner sehr deutlich. Leute wechseln ihre Telefone im Takt von 2 Jahren... da sind bald alle Deutschen mit Notruf ausgerüstet. Für unsere ganz Geheimen: Telefone kann man abschalten!



Und was ist, wenn das Telefon abgeschaltet ist und der Besitzer einen Herzinfarkt erleidet? Oder wenn er es abschaltet und mit seinem Komplizen den nächsten Terroranschlag verabredet, ohne dass er abgehört werden kann? Sollte das nicht auch um jeden Preis verhindert werden, "um Menschenleben zu retten"?

Und was ist, wenn er in Ohnmacht fällt und den Knopf nicht mehr drücken kann? Sollten nicht alle Menschen überall visuell überwacht werden? Natürlich "nur zu ihrer Sicherheit"?
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20421
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: eCall

Beitragvon H2O » Di 3. Apr 2018, 12:06

KarlRanseier hat geschrieben:(03 Apr 2018, 12:55)

Und was ist, wenn das Telefon abgeschaltet ist und der Besitzer einen Herzinfarkt erleidet? Oder wenn er es abschaltet und mit seinem Komplizen den nächsten Terroranschlag verabredet, ohne dass er abgehört werden kann? Sollte das nicht auch um jeden Preis verhindert werden, "um Menschenleben zu retten"?

Und was ist, wenn er in Ohnmacht fällt und den Knopf nicht mehr drücken kann? Sollten nicht alle Menschen überall visuell überwacht werden? Natürlich "nur zu ihrer Sicherheit"?


Und was geschieht, wenn jemand die Sicherheitszäune auf Hochhäusern überklettert und davor im freien Flug Ballett tanzt? Immerhin könnte derjenige noch im Flug eine 3-sec-Abschiedsrede halten. Wenn einer die Sicherheit ausschaltet, dann geht er die Risiken ein, die unsere Altvorderen unvermeidlich auf sich nehmen mußten
Benutzeravatar
Der Neandertaler
Beiträge: 1562
Registriert: Sa 12. Jul 2008, 02:48
Benutzertitel: Experimentální králíci

Re: eCall

Beitragvon Der Neandertaler » Mi 4. Apr 2018, 05:10

Hallo KarlRanseier.
KarlRanseier hat geschrieben:Der Unterschied ist, dass ...
Wieso ...
Und was ist ... "Sicherheit" oder "Terrorbekämpfung" ... genau wie ...
Und was ist, wenn ...
Warum haust Du in jede Kerbe, die es Dir ermöglicht Deinen vermeintlichen Frust los zu werden?
    Minderwertigkeitsprobleme???
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
KarlRanseier
Beiträge: 1707
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: eCall

Beitragvon KarlRanseier » Mi 4. Apr 2018, 08:09

Der Neandertaler hat geschrieben:(04 Apr 2018, 06:10)

Hallo KarlRanseier.Warum haust Du in jede Kerbe, die es Dir ermöglicht Deinen vermeintlichen Frust los zu werden?
    Minderwertigkeitsprobleme???



Hä? :?: :?: :?:
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
immernoch_ratlos
Beiträge: 2028
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: eCall

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 4. Apr 2018, 11:59

Eher schwer verständlich, warum jemand - hier scheint das KarlRanseier zu sein - immer wieder mehr Sicherheit so penetrant ablehnt.

Soweit ich mich zurückerinnern kann, gab es immer wieder Menschen die es strickt ablehnten, etwas sicherere zu gestalten. Ob eine neue Maßnahme zum Erfolg führt, kann nur anhand von Erfahrungen mit dieser Maßnahme entschieden werden.

Welch Aufstand, als sog. "Sicherheitsgurte" endlich (seit Anfang April 1961) in "amtlich geprüfter Bauart" eingebaut wurden und ab 01.01.1974 bei Neuwagen zur Pflicht wurden. Erst ab 01.08.1984 wurde das Nichtanlegen des S-Gurts auch geahndet.

In der selben Zeit wurden Fahrzeuge mit sog. "Knautschzonen" obligatorisch - alles geschah "wider Willen" von Zeitgenossen wie sie hier KarlRanseier vertritt. Kindersitze, Gurtstraffer, "Airbag" folgten. Gleichzeitig wurden bekanntlich alle PKW zum Teil deutlich übermotorisiert - obere Grenze der optimalen Wirksamkeit des Sicherheitsgurtes wird eine Aufprallgeschwindigkeit von 40 bis 50 km/h angenommen. Keine der Maßnahmen zur Sicherheit garantieren das Überleben - dennoch ist an Hand vorheriger Unfallzahlen und deren Wirkung, längst eindeutig klar, ohne diese Maßnahmen wären die Unfalltoten und sehr kostspielige Überlebende noch bei den ehemals 20.000/a und sicher deutlich darüber, weil ja auch die Verkehrsdichte entsprechend zugenommen hat.

Gerade weil man sich leider nicht auf die "individuelle menschliche Einsicht" verlassen kann, müssen solche Entwicklungen gesetzlich festgeschrieben werden. Der eifrig konstruierte Blödsinn mit angeblicher Überwachung durch e-call, ist wie alle Verschwörungstheorien unausrottbar. Wie sehr sich Menschen völlig freiwillig wesentlich eifriger überwachbar machen, wurde hier schon mehrfach angesprochen :s

Argumente wie "Und was ist mit Skifahrern?" sind schon deswegen lächerlich, weil es auch da inzwischen technische Lösungen gibt - "Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät)" - Auf Skitouren gilt das Mitführen eines solchen Gerätes heute als Standard. Wer sich all diesen Schutzmaßnahmen verweigert, kostet dem Staat - also uns Steuerzahlern - jährlich große Summen. Wenn solch ein Spinner wieder mal jede Vorsicht "bewusst vermieden" hat, muss dennoch für viel Geld gerettet und auf Kosten aller behandelt werden :thumbup:

"Wieso ist eigentlich nichts Vergleichbares für Fahrräder vorgeschrieben?" Welch hochintelligente Frage - ich überlasse es dem hoffentlich vorhanden Verstand diese selbst zu beantworten. Doch da ist noch Hoffnung - eine Helmpflicht gibt es ja noch nicht - jeder darf sich noch freiwillig da verletzen, wo es statistisch am häufigsten geschieht - hier wird noch Gelegenheit gegeben sich "männlich" der Gefahr zu stellen. Wer ansonsten es fertigbringt mit dem Fahrrad irgendwo unsichtbar im Gebüsch zu landen, wird eben mangels geeigneter Vorrichtungen (die könnte man ja durchaus im Helm oder in der "dann vorgeschriebene Kleidung" platzieren :p ), einsam sterben müssen. Schön ist das sicher nicht, aber durchaus im Sinn von KarlRanseier und anderen....

Nicht nur ich, sehe das genau umgekehrt, wenn erkennbar wird, ein Risiko lässt sich durch technischen Vorrichtungen mildern oder gar vermeiden, ist es die Plicht eines Staates oder hier eines Staatenbundes, diese technischen Vorrichtungen einzuführen und verpflichtend für alle zu machen. Da bietet die ebenfalls verbindliche gesetzliche Unfallverhütung reichlich Anschauungsmaterial. Dies (e-call) nun bei Neufahrzeugen vorzuschreiben, ist ein erster Schritt. Sobald ein adäquates Mittel für die bereits zugelassene Flotte verfügbar ist, muss nachgerüstet werden. Im Gegensatz zu anderen Vorrichtungen, ist ein solches Gerät durchaus in jedem Fahrzeug unterzubringen. Inwieweit da Anpassungen erfolgen müssen, ist eine ausschließlich technologische Frage. Das dabei das Individuum nicht mehr gefragt werden muss, lässt sich im Gegensatz zu dem untauglichen Vergleich mit dem sog. "Opaphon", an Hand wie in demokratischen Staaten Gesetze entstehen nachvollziehen.

Was wünschenswert wäre - wenn auch Smartphone die notwendigen Möglichkeiten für einen Notruf generell enthalten müssten. Hier kann dann jeder selbst entscheiden ob er / sie diese Features nutzt oder eben nicht. Das Interesse der Allgemeinheit ist hier völlig anders gelagert.

Wer sich einem Leben in Gefahr näher bringen möchte, kann noch immer dafür geeignete Orte auf diesem Planeten finden - sollte dann aber eben nicht auf Hilfe hoffen, wenn es ihn dabei erwischt :dead:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste