öffentliche "Ladepunkte"

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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Fr 27. Apr 2018, 17:52

H2O hat geschrieben:(27 Apr 2018, 18:36)

Ich vermute jetzt einmal ganz ungeprüft, daß Stromer auch nicht gerade der ganz große Renner in der Schweiz sind... trotz der vorgehaltenen Ladeinfrastruktur. Das hätte sich doch wohl herum gesprochen auch bis Norddeutschland.

Wollte der Vermieter keine Batterien mehr vermieten, weil der Austausch in zu kurzen Abständen erforderlich wurde... oder warum will da jemand kein Geld mehr von seinen Kunden haben? Und warum tun das TOYOTA und RENAULT immer noch?


Nun - auch hier wird man bemerken - das Akkus im Auto das gleiche wie im Handy/Laptop ist nur eben ein paar tausend davon.

Der Anbieter konnte die Verluste nicht kompensieren - da er NUR Akkus vermietet hat - . (Die Lebensdauer war nicht wie "vorhergesagt")

Hier in D ist es mit der Garantie auf Solaranlagen ja genau so gegangen. Versprochen waren .....zig Jahre Garantie. Alle sind P L A T T .

Ach ....irgendeine E-Auto Firma hat auch im vorigen Jahr "ausgegründet". ....LA.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Fr 27. Apr 2018, 18:28

Teeernte hat geschrieben:(27 Apr 2018, 18:52)

Nun - auch hier wird man bemerken - das Akkus im Auto das gleiche wie im Handy/Laptop ist nur eben ein paar tausend davon.

Der Anbieter konnte die Verluste nicht kompensieren - da er NUR Akkus vermietet hat - . (Die Lebensdauer war nicht wie "vorhergesagt")

Hier in D ist es mit der Garantie auf Solaranlagen ja genau so gegangen. Versprochen waren .....zig Jahre Garantie. Alle sind P L A T T .

Ach ....irgendeine E-Auto Firma hat auch im vorigen Jahr "ausgegründet". ....LA.


Sie haben die einmalige Begabung, in Ihren Antworten auf möglichst keine der gestellten Fragen
inhaltlich ein zu gehen. :D :D :D Ok, etwas ungerecht bin ich da schon... Thema Batterievermietung. Aber sonst? :s
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Fr 27. Apr 2018, 18:39

H2O hat geschrieben:(27 Apr 2018, 19:28)

Sie haben die einmalige Begabung, in Ihren Antworten auf möglichst keine der gestellten Fragen
inhaltlich ein zu gehen. :D :D :D Ok, etwas ungerecht bin ich da schon... Thema Batterievermietung. Aber sonst? :s


Schon einen Schweizer mit E-Auto in D gesehen ? Du kannst davon ausgehen - dass der den grössten Serienmotor in der Kiste hat.

Norweger und Schweden eher.... an der Tesla Tanke - an dem ja sooooo erholsamen, wasserreichen, luftkurortähnlichen Ambiente. Wenn man RASTSTÄTTEN mag. :D :D :D
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 27. Apr 2018, 19:39

@ Neandertaler

Es ist hoffnungslos - obwohl das Fahrverhalten der dt. ~ 46 Millionen PKW Nutzer sehr ins Detail untersucht wurden, diese Gesamte Flotte zu 97% irgendwo herumsteht - zu ca. 3% überhaupt gefahren wird - auch da ist bekannt wie viel km pro Tag die einzelnen Gruppen fahren - auch das war hier schon verlinkt. Gibt es eben User, die darauf bestehen .... ich spare mir besser weitere Kommentare.

Falls es Dich interessiert hier ein PDF Wirkungsgrad-Vergleich zwischen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Fahrzeugen mit Elektromotor Da wird auf alle wesentlichen Einzelheiten eingegangen. Das PDF hat 6 Seiten.

Es gibt auch sonst jede Menge interessanter Fachliteratur - auch im WEB. Im Grund ist jede Diskussion - jedenfalls hier - pure Zeitverschwendung.... :mad2:
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Fr 27. Apr 2018, 19:47

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Apr 2018, 20:39)

@ Neandertaler

Es ist hoffnungslos - obwohl das Fahrverhalten der dt. ~ 46 Millionen PKW Nutzer sehr ins Detail untersucht wurden, diese Gesamte Flotte zu 97% irgendwo herumsteht - zu ca. 3% überhaupt gefahren wird - auch da ist bekannt wie viel km pro Tag die einzelnen Gruppen fahren - auch das war hier schon verlinkt. Gibt es eben User, die darauf bestehen .... ich spare mir besser weitere Kommentare.

Falls es Dich interessiert hier ein PDF Wirkungsgrad-Vergleich zwischen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Fahrzeugen mit Elektromotor Da wird auf alle wesentlichen Einzelheiten eingegangen. Das PDF hat 6 Seiten.

Es gibt auch sonst jede Menge interessanter Fachliteratur - auch im WEB. Im Grund ist jede Diskussion - jedenfalls hier - pure Zeitverschwendung.... :mad2:


Und dann wandte sich der Herr ab und weinte bitterlich. :dead:
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Fr 27. Apr 2018, 20:09

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Apr 2018, 20:39)

@ Neandertaler

Es ist hoffnungslos - obwohl das Fahrverhalten der dt. ~ 46 Millionen PKW Nutzer sehr ins Detail untersucht wurden, diese Gesamte Flotte zu 97% irgendwo herumsteht - zu ca. 3% überhaupt gefahren wird - auch da ist bekannt wie viel km pro Tag die einzelnen Gruppen fahren - auch das war hier schon verlinkt. Gibt es eben User, die darauf bestehen .... ich spare mir besser weitere Kommentare.

Falls es Dich interessiert hier ein PDF Wirkungsgrad-Vergleich zwischen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Fahrzeugen mit Elektromotor Da wird auf alle wesentlichen Einzelheiten eingegangen. Das PDF hat 6 Seiten.

Es gibt auch sonst jede Menge interessanter Fachliteratur - auch im WEB. Im Grund ist jede Diskussion - jedenfalls hier - pure Zeitverschwendung.... :mad2:


gehst du mit ner Taschenlampe in den Keller ? Nicht ? - Du hast Schalter...Glühbirne (Led) Kabel ?

Für 20 Minuten im Jahr ...

Du fährst mit Airbag - den Du und Millionen andere nie brauchen.... Gaaaanz schlechter Wirkungsgrad... PAFF - kaputt... und Teuer das Ding...

Dein Stromzähler hat vor dem Komma 6 Stellen ?...und wird alle paar Jahre getauscht ....Das schaffst Du nieeee... und der Wirkungsgrad - ganz schlecht. Zählerverluste !!!!!!!+


Wie lange läuft ein Mähdrescher im Jahr ? 80-200h beim Bauern (ohne verleih.)
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Sa 28. Apr 2018, 05:23

Teeernte hat geschrieben:(27 Apr 2018, 21:09)

gehst du mit ner Taschenlampe in den Keller ? Nicht ? - Du hast Schalter...Glühbirne (Led) Kabel ?

Für 20 Minuten im Jahr ...

Du fährst mit Airbag - den Du und Millionen andere nie brauchen.... Gaaaanz schlechter Wirkungsgrad... PAFF - kaputt... und Teuer das Ding...

Dein Stromzähler hat vor dem Komma 6 Stellen ?...und wird alle paar Jahre getauscht ....Das schaffst Du nieeee... und der Wirkungsgrad - ganz schlecht. Zählerverluste !!!!!!!+


Wie lange läuft ein Mähdrescher im Jahr ? 80-200h beim Bauern (ohne verleih.)


Ja, beim Stromzähler ist auch mir ein Licht aufgegangen. Mein Stromverbrauch beträgt nach Zählerwechsel nur noch 1/5 in dem Vierteljahr, in dem ich aus Gesundheitsgründen zu Hause sein mußte. Zuvor war ich oft lange Zeit verreist, und Sommer war es auch. Natürlich vergleiche ich den Quartalsverbrauch. Wenn so etwas mit den Zählern an Ladepunkten geschieht, dann dürfte es einigen Zoff geben. Schau'n mer mal!

Tja, Mähdrescher. Inzwischen gibt es die mit Obergrenze 480 kW Motorleistung... und die wollen dann über Nacht nachgeladen werden... mindestens ja wohl in der Betriebsdauer, weil die Ernte nicht drei Tage warten kann. Na ja, mit Batterie wird das wohl nix mehr; da müssen vermutlich doch Wasserstoff und Brennstoffzelle 'ran. Interessanter "Nebenkriegsschauplatz"! Nehmen wir an, daß in Deutschland 10.000 Stück in Betrieb sind mit jeweils bescheidenen 300 kW, dann braucht man dafür in der Erntezeit (16 h / Tag)

16 * 300 * 10**4 kWh = 48 GWh (täglich!)

Und weil es dann aber Wassserstoff sein soll, der aus eneuerbaren Energien bereit gestellt werden muß, sind Umsetzungsverluste von 50% zu erwarten. Der Wasserstoff muß aber nicht in der Ruhepause erzeugt werden, weil er ein gespeicherter Energieträger ist. Dann sind Pi mal Daumen täglich 100 GWh fällig... Wenn die Ernte in 20 Tagen eingebracht ist, also die 20-fache Energie.

Da kann man nur hoffen, daß meine Annahme "10.000 Mähdrescher" zu hoch liegt, oder daß diese Mähdrescher mit Kraftstoff (Methangas?) aus reichlich vorhandener Biomasse betrieben werden können.

Die Energiewende wird uns wohl noch einige Nüsse zu knacken geben!
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 28. Apr 2018, 11:02

Hallo H2O.
H2O hat geschrieben:Sie haben die einmalige Begabung, in Ihren Antworten auf möglichst keine der gestellten Fragen
inhaltlich ein zu gehen. :D :D :D Ok
Ihn meinte ich primär mit den punktierten Antworten und den hellseherischen Fähigkeiten.
Teeernte hat geschrieben:.....und da werden WIR einfach TEUERER - die kWh sehe ich da bei 60 Cent.... in 20 Jahren.

Daß er mit seinen Antworten nicht immer d'accord zu den Fragen liegt, ... geschenkt ... Nebensache.
    ... zumindest geben seine Nebensächlichkeiten zeit- und teilweise Denkanstoß zu neuen oder weiteren Überlegungen - hat auch was für sich.
Anderes Beispiel:
immernoch_ratlos antwortete Dir, daß er sich ab sofort dem bevorzugten Forenstil anpassen werde, daß niemand erklären muß, "warum seine Annahmen u.U. schlicht Blödsinn sind", ect. - Antwort Teernte:
Teeernte hat geschrieben:Es wird hier in D in € bezahlt ...... nicht in amerikanischen Erdölraffineriekilowattstunden - ....nicht mal bei Braunkohlestrom in D....bei denen bis zu 40% "Eigenbedarf sein kann..

Der Preis für die Verbraucher - kWh - ist entscheidend.... mit allen Steuern und Kosten.
So weit - so klar!
Dem Strom ist es aber auch egal wie, wo und womit er hergestellt wird. Gehandelt wird er an der Leipziger Strombörse - dadurch setzt sich der Strom-Grundpreis fest.

Als einige Klassenzimmer unserer Schule renoviert wurde, mußten zwangsweise einige (Parallel-) Klassen zusammengelegt werden. Meine Klasse bekam dann einige Zeit eine neue Klassenlehrerin. Ihr Fachwissen war groß - soweit unsereiner das in unseren jungen Jahren beurteilen konnte. Solange sie etwas an die Tafel schrieb, war alles in Ordnung. Wendete sie sich aber der Klasse zu, setzte ihre Ansprache teilweise aus - so etwa nach dem Motto:
    Huch, da sind ja Kinder ... Zuhörer!
Bei Teerntes Antworten beschleicht mich zeitweise ein Déjà-vu-Erlebnis! Mir kommt es nämlich manchmal so vor, als ob er einen recht breit gefächerten (Grund-) Wissenskanon besitzt, er aber nicht zwangsläufig in der Lage ist, sich adäquat auszudrücken.
    ... vielleicht ist er auch nicht willens, ihn mit anderen zu teilen!?!
      ... deshalb vieleicht auch die umständliche Verständigung?
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 28. Apr 2018, 12:28

Hallo Teernte.
Teeernte hat geschrieben:Jaaaaa Norwegen. ....
Noch so'n Beispiel!
Erstens dünkt es mich, Du hast meine vorherigen Beiträge nicht ausführlich gelesen - aber da bist Du wohl nicht der Einzige. Zweitens: hast Du Dich schonmal hinreichend mit diesem Thema: Norwegen und E-Autos beschäftigt? Wohl nicht!?!
Der Basispreis eines VW e-Golf liegt dort umgerechnet mit guten 30.000 Euro etwa 1.500 Euro günstiger als das gleiche Modell mit Benzinmotor - der Erlaß hoher Importsteuern macht dies möglich.
    Genau genommen liegt er etwa 60 Euro über dem des 85 PS starken Schwestermodell mit konventionellem Antrieb.
Elektroautos sind in Norwegen nur deshalb so gefragt, weil für sie weder Mehrwert- noch Neuwagensteuer fällig werden. Hinzu kommen noch weitere Vergünstigungen: der Fahrer eines E-Autos darf an den etwa 7.000 öffentlichen Ladesäulen kostenlos parken und Strom tanken, er kann Mautstraßen und Fähren gratis nutzen und darf auf die Busspur ausweichen. Daher kommt der Käufer eines VW e-Golf unter dem Strich rund 12.000 Euro billiger weg als bei der eines Benziner-Golfs.
Diese Charmeoffensive für die Elektromobilität kostet die norwegische Regierung ihre jedes Jahr etwa 400 Millionen Euro. Warum soll dies nicht auch hier möglich sein?
Primär ist es also weniger die subventionierte Kauf-Prämie, die eine dazu verleitet, ein Elektroauto zu kaufen. Es sind die (zusätzlichen) Vergünstigungen! Paul Edwards nannte dies den "psychologischen Determinismus"


In der Wirtschaftskrise 2008/2009, unter der auch die Autoindustrie schwer litt, beschloß die Bundesregierung eine Umweltprämie von 2.500 Euro pro Auto - auch bekannt unter: Abwrackprämie! Dafür wurden 5 Milliarden Euro Fördermittel von der Regierung bewilligt. Alles in Allem wurden dadurch etwa 600.000 Autos neu angeschafft.
    ... eine der teuersten Konjunkturspritzen der deutschen Geschichte.
Was sind nun 5 Mill. Euro, in einen kleinen Zeitraum, sowie in und für eines der reichsten Länder und einem der größten Wirtschaftsnationen Europas, im Vergleich zum recht überschaubaren Norwegen?
Warum soll also solch ein ähnlicher "Erfolg" nicht hierzulande ebenso möglich sein? Politik muß es nur wollen, dann wird's schon gehen - allen Unkenrufen zum Trotz!

Thema Schweiz und E-Auto-Batterien:
Teeernte hat geschrieben:Der Anbieter konnte die Verluste nicht kompensieren - da er NUR Akkus vermietet hat - . (Die Lebensdauer war nicht wie "vorhergesagt")
Hab ich was verpaßt? Gib uns bitte Informationen, welcher Hersteller das ist. Mir ist solch ein Fall bekannt. Denn obwohl ich oft ausländische Zeitschriften lese - wenn ich schon im Niemandsland stehe ... aber ich kann ja auch nicht alles wissen. Die schweizer Ausgabe der Handelszeitung bezieht sich in seiner Ausgabe vom 17.10.2017 auf Digital Switzerland und hat geschrieben, daß "das Geschäft mit Batterien für E-Autos wächst." Laut der Handelszeitung-Ausgabe verspricht sich Nick Hayek, der Swatch-Chef, bis 2020 etwa 1"0 bis 15 Milliarden Dollar Umsatz mit dem Batteriegeschäft durch die Konzerntochter Belenos." - somit soll dies "sogar deutlich mehr Ertrag liefern als das Uhrengeschäft."
die Handelszeitung hat geschrieben:Das Unternehmen bastelt an der Superbatterie für E-Autos
Zuletzt geändert von Der Neandertaler am Sa 28. Apr 2018, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 28. Apr 2018, 12:29

Hallo immernoch_ratlos.
immernoch_ratlos hat geschrieben:Falls es Dich interessiert hier ein PDF Wirkungsgrad-Vergleich zwischen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Fahrzeugen mit Elektromotor Da wird auf alle wesentlichen Einzelheiten eingegangen. Das PDF hat 6 Seiten.

Es gibt auch sonst jede Menge interessanter Fachliteratur - auch im WEB. Im Grund ist jede Diskussion - jedenfalls hier - pure Zeitverschwendung.... :mad2:
Danke für die Tips!
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Sa 28. Apr 2018, 12:51

Der Neandertaler hat geschrieben:(28 Apr 2018, 12:02)

Hallo H2O.Ihn meinte ich primär mit den punktierten Antworten und den hellseherischen Fähigkeiten.
Daß er mit seinen Antworten nicht immer d'accord zu den Fragen liegt, ... geschenkt ... Nebensache.
    ... zumindest geben seine Nebensächlichkeiten zeit- und teilweise Denkanstoß zu neuen oder weiteren Überlegungen - hat auch was für sich.
Anderes Beispiel:
immernoch_ratlos antwortete Dir, daß er sich ab sofort dem bevorzugten Forenstil anpassen werde, daß niemand erklären muß, "warum seine Annahmen u.U. schlicht Blödsinn sind", ect. - Antwort Teernte:So weit - so klar!
Dem Strom ist es aber auch egal wie, wo und womit er hergestellt wird. Gehandelt wird er an der Leipziger Strombörse - dadurch setzt sich der Strom-Grundpreis fest.

Als einige Klassenzimmer unserer Schule renoviert wurde, mußten zwangsweise einige (Parallel-) Klassen zusammengelegt werden. Meine Klasse bekam dann einige Zeit eine neue Klassenlehrerin. Ihr Fachwissen war groß - soweit unsereiner das in unseren jungen Jahren beurteilen konnte. Solange sie etwas an die Tafel schrieb, war alles in Ordnung. Wendete sie sich aber der Klasse zu, setzte ihre Ansprache teilweise aus - so etwa nach dem Motto:
    Huch, da sind ja Kinder ... Zuhörer!
Bei Teerntes Antworten beschleicht mich zeitweise ein Déjà-vu-Erlebnis! Mir kommt es nämlich manchmal so vor, als ob er einen recht breit gefächerten (Grund-) Wissenskanon besitzt, er aber nicht zwangsläufig in der Lage ist, sich adäquat auszudrücken.
    ... vielleicht ist er auch nicht willens, ihn mit anderen zu teilen!?!
      ... deshalb vieleicht auch die umständliche Verständigung?


Das Potential ist da, der Ordnungssinn fehlt... ich glaube, diese Art Ordnungssinn nennen unsere Lehrer Didaktik... daß nämlich ein Dritter die Zusammenhänge abgehandelter Punkte erkennen kann. Ich mache meist das beste daraus... was mich beschäftigt, das diskutiere ich, was mich nicht beschäftigt, vielleicht aus Unkenntnis, das lasse ich liegen. Geht doch! :)
Siehe hier: viewtopic.php?f=14&p=4192032#p4191918

Und, auch nicht zu vergessen, wenn mir etwas merkwürdig vorkommt, dann mache ich eine grobe Abschätzung, die ich übersehen kann.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 28. Apr 2018, 13:05

Hallo H2O.
H2O hat geschrieben:Ich vermute jetzt einmal ganz ungeprüft, daß Stromer auch nicht gerade der ganz große Renner in der Schweiz sind...
Wenn ich Dir aushelfen darf?
Im Januar diesen Jahres wurde dort das Elektroauto Microlino vorgestellt - es soll laut Hersteller etwa 12.000 Euro kosten. Äußerlich wirkt er wie eine Neuauflage der Isetta aus den 1950er-Jahren, aber elektrisch. Mit 450 Kilogramm und einem 15-kW-Motor ist er maximal 90 km/h schnell und schafft in der Standardversion rund 120 Kilometer Reichweite. Der Elektro-Kabinenroller fußt auf einem Quad - eben wie der Renault Twizy.

Aber Du wolltest ja wissen, wie der Elektroauto-Anteil in der Schweiz ist?
Laut "Neue Züricher Zeitung" vom Januar diesen Jahres haben letztes Jahr die Verkäufe von Elektroautos erneut zugelegt. Von rund 314 000 neu zugelassenen Autos waren letztes Jahr gut 114 000 E-Autos - sie verzeichneten dabei die höchsten Zuwachsraten.
    (Marktanteil: 1,5 Prozent)
Gemäß der Plattform lemnet.org gibt es in der Schweiz 2230 öffentlich zugängliche Ladestationen - somit im Verhältnis zur Größe des Landes europaweit eines der dichtesten Netze.
    (Niederlande: 9866 - Deutschland: 9762 Stationen)
Der Aufbau des Netzes in der Schweiz gelang allerdings im Unterschied zu Deutschland ohne Subventionen.

Hotels, Restaurants und Einkaufszentren haben dort ebenso investiert wie Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Einerseits, um neue Geschäftsfelder zu erschließen, aber hauptsächlich - im Falle von Hotels, Restaurants und Einkaufszentren, um so bei den Kunden viel Goodwill schaffen zu können.

Mit Schnelladestationen entlang von Autobahnen sieht es derzeit nicht so gut aus - aber Besserung ist in Sicht.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Sa 28. Apr 2018, 15:52

Der Neandertaler hat geschrieben:(28 Apr 2018, 14:05)

Hallo H2O.Wenn ich Dir aushelfen darf?
Im Januar diesen Jahres wurde dort das Elektroauto Microlino vorgestellt - es soll laut Hersteller etwa 12.000 Euro kosten. Äußerlich wirkt er wie eine Neuauflage der Isetta aus den 1950er-Jahren, aber elektrisch. Mit 450 Kilogramm und einem 15-kW-Motor ist er maximal 90 km/h schnell und schafft in der Standardversion rund 120 Kilometer Reichweite. Der Elektro-Kabinenroller fußt auf einem Quad - eben wie der Renault Twizy.

Aber Du wolltest ja wissen, wie der Elektroauto-Anteil in der Schweiz ist?
Laut "Neue Züricher Zeitung" vom Januar diesen Jahres haben letztes Jahr die Verkäufe von Elektroautos erneut zugelegt. Von rund 314 000 neu zugelassenen Autos waren letztes Jahr gut 114 000 E-Autos - sie verzeichneten dabei die höchsten Zuwachsraten.
    (Marktanteil: 1,5 Prozent)
Gemäß der Plattform lemnet.org gibt es in der Schweiz 2230 öffentlich zugängliche Ladestationen - somit im Verhältnis zur Größe des Landes europaweit eines der dichtesten Netze.
    (Niederlande: 9866 - Deutschland: 9762 Stationen)
Der Aufbau des Netzes in der Schweiz gelang allerdings im Unterschied zu Deutschland ohne Subventionen.

Hotels, Restaurants und Einkaufszentren haben dort ebenso investiert wie Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Einerseits, um neue Geschäftsfelder zu erschließen, aber hauptsächlich - im Falle von Hotels, Restaurants und Einkaufszentren, um so bei den Kunden viel Goodwill schaffen zu können.

Mit Schnelladestationen entlang von Autobahnen sieht es derzeit nicht so gut aus - aber Besserung ist in Sicht.


Ja, dann liegt Anteil der neu zugelassenen Stromer in der Schweiz bei 1/3 aller neu zugelassenen Fahrzeuge. Das ist schon sehr beachtlich! "Ihre" 1,5 % Marktanteil beziehen sich vermutlich auf den gesamten zugelassenen Fahrzeugbestand.

Es sieht so aus, als ob die Stadtflitzer jetzt auch in Deutschland wirklich in Schwung kommen. Am besten einmal unter "e.Go" googeln mit Schwerpunkt 2018. Aus meiner Sicht ein typischer Zweitwagen für heutige Nutzungsgewohnheiten.

Bei "Schnellladestationen" entlang Autobahnen zucke ich zusammen. Wieder meine groben Abschätzungen. Nehmen wir an, eine Batterie mit 40 kWh muß "frisch gemacht" werden. Schnell soll für uns hier einmal 10 min sein, aber man kann die Ladezeit in der Gleichung ja verändern.

40 kWh / 10 min = 40 kWh / (1 / 6 h) = 240 kW Ladeleistung.

Stellen wir uns dann vor, da hätten zeitgleich 5 Fahrzeuge diesen Nachladebedarf. Die Zahl der Benzinzapfsäulen ist an Autobahntankstellen oft so hoch... Dann müßte die Station zeitweise 1,2 MW abgeben. Bei 400 V Delta-Drehstrom kommt man dann auf

400 V * i A * [SQRT (3)] = 1,2 * 10**6 W -> i = 1,2 * 10**6 W / (400 * SQRT (3)) = 1,72 kA

Das ist schon ein ganz anständiger Anschlußwert! Ich glaube, wir sollten doch bescheidener auftreten, wenn wir von Schnellladung reden. Verlegen wir uns auf 1 Stunde Ladedauer, dann bekommen wir immer noch Strangströme von 288 A für die Tankstelle.

Jetzt haben wir ein Gefühl dafür, welche Infrastrukturprobleme für Ladestationen an Autobahnen zu lösen sein werden.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Sa 28. Apr 2018, 19:55

Der Neandertaler hat geschrieben:(28 Apr 2018, 14:05)

Hallo H2O.Wenn ich Dir aushelfen darf?
Im Januar diesen Jahres wurde dort das Elektroauto Microlino vorgestellt - es soll laut Hersteller etwa 12.000 Euro kosten. .


https://de.wikipedia.org/wiki/Sam_(Elektroauto) Das war....das Durchdachteste

√Als im März 1994 die von Nicolas Hayek gegründete Swatch-Autofirma SMH [b]Volkswagen[/b] AG/SMH Automobile AG teilweise von der Daimler AG übernommen, in die MCC (Micro Compact Car) GmbH umgewandelt und in den Geschäftsbereich Mercedes-Benz Cars eingegliedert wurde,


Preis...Leistung...Kosten - fast identisch.

Nur eben in der Herstellung zu billig ...2 Kunststoffteile = Gehäuse...
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Sa 28. Apr 2018, 20:53

Teeernte hat geschrieben:(28 Apr 2018, 20:55)

https://de.wikipedia.org/wiki/Sam_(Elektroauto) Das war....das Durchdachteste

Aber kein aufnahmefähiger Markt dafür vorhanden. Aus meiner Sicht ein geschrumpfter TWIZZY. Der auch nicht so umwerfend viele Liebhaber findet.

Preis...Leistung...Kosten - fast identisch.

Nur eben in der Herstellung zu billig ...2 Kunststoffteile = Gehäuse...


Vermutlich wird der e.Go ein besserer Nischenfüller als Einkaufstasche einer Kleinfamilie zwischen Wohngebiet und Gewerbefläche. Dafür kostet der aber auch wieder etwas mehr Geld... etwa so viel wie für 2 TWIZZYs. Ok, Batterie enthalten im e.Go gegen Batteriemiete für TWIZZY.

Als ich den Isetta-Spätgeborenen MICROLINO sah, schoß mir durch den Kopf, daß BMW einen Roller mit Schutzkabine "C1" im Programm hatte. Das könnte auch der Ausgangspunkt für ein Stadtfahrzeug mit Batterieantrieb sein.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Der Neandertaler » So 29. Apr 2018, 09:03

Hallo.
Wenn ich all das Kluggeschriebene, über Ladestaationen, deren Auslastungsgrenzen, usw., reflektiere und darüber sinniere, kommt mir ein spontaner Gedanke:
    typisch!
Obwohl ich das Wort hasse, beschreibt es den Deutschen und dessen Verhalten ganz gut und treffend.
Teeernte hat geschrieben:Das war....das Durchdachteste
Wir sind schon immer das Land der Dichter und Denker gewesen und von Zeit zu Zeit erinnern wir uns wieder daran. Wir Deutsche wolle erst immer alles durchdenken - es ist in unseren Genen beheimatet: bis in's Detail ... bis in's allerkleinste Detail. Erst wenn alles geklärt ist ... alles perfekt ist, kann es an die Öffentlichkeit treten ... kann es in Serie gehen. Dies hat bisweilen auch gut funktioniert oder besser: einigermaßen gut ... bisher. Wobei: es hat schon was für sich, mit einem Produkt auf dem Markt zu erscheinen, dessen Gebrauch für den Verbraucher komplett und fulminant ist - und desen (eventuell: negativen) Folgen beherrschbar sind. Nur dürfte dies wohl in der heutigen Zeit (besonders zukünftig) nur bedingt von Erfolg gekrönt sein!?! Nicht in einer Zeit, in denen sich etwa auch Branchenfremde an etwas herantrauen. Innovationen lassen sich nunmal nie exakt planen!
    Stichwort Transrapid - hierzulande entwickelt - aber erstmal ab in's Emsländer Versuchslabor. Als er kurz vor dem Aus stand, wurde reflexiert, ob er nicht doch zwischen Berlin und Hamburg oder vielleicht zum Münchner Flughafen verkehren sollte? Das Ruhrgebiet war ebenso mal im Gespräch!
      ... oder vielleicht nicht doch gleich in der arabischen Wüste.
    Gebaut und für die Öffentlichkeit zugänglich ward er letztlich in Shanghai!
    Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb:
      Lohner-Porsche! ... entwickelt und produziert in Deutschland von Ludwig Lohner und Ferdinand Porsche. Produktion und Verkauf eingestellt - wegen geringer Reichweite (50 km) und der 410 kg schweren Bleibatterie. Der Lohner-Porsche ist heute Teil der Sammlung im Porsche-Museum. Als erste Automobilhersteller erinnerte sich wohl die japanische Firma Toyota an diese Technick - mit dem "Prius" bringt sie im 21. Jahrhundert das erste serienmäßige Auto heraus.
    Als Beispiel für Branchenfremde ist wohl zuerst Tesla oder Google, etc. zu nennen. Sie bauen unter Anderem Elektroautos. 2010 gründete Achim Kampker gemeinsam mit Günther Schuh von der RWTH Aachen die Street Scooter GmbH. Sie entwickelten den "Streetscooter" - ausdrücklich für den Kurzstreckenverkehr. 2014 kaufte die Deutsche Post das Unternehmen und begann mit der Serienfertigung des "Streetscooter Work" für eigene Zwecke.
Aber zu Thema!
H2O hat geschrieben:Vermutlich wird der e.Go ein besserer Nischenfüller ... ... "C1" ... das könnte auch der Ausgangspunkt für ein Stadtfahrzeug mit Batterieantrieb sein.
    Genau das!
Die Wenigten werden wohl ein E-Auto für (überlange) Urlaubsfahrten benutzen - dafür würde wohl auch in den heutigen Autos der Platz selten ausreichen.
    ... für eine drei- bis vierköpfige Familie???
Ladestationen? Abgesehen davon von den Rechnungen über Ladekabel, dessen Dicke oder Aus- und Belastungs-Peak, ... daß es mich schon interessiert, argumentiere ich jetzt aber erstmal als Verbraucher:
    es interessiert mich wenig - auch nicht unbedingt die Ladedauer der Batterie!
Viel wichtiger ist mir etwa die Größe, sowie die Reichweite der Batterie. Ich meine:
    die heutigen Autos ... deren Einzelteile waren ja auch nicht von Anfang an so wie sie heute sind. Sie entwickelten sich - oder wurden entwickelt ... sie wurden verbessert. Die Tanks wurden auch erst größer ... und dadurch auch die erweiterte Reichweite, als sich der Innenplatz der Autos verringerte ... verringert werden konnte.
Der Bezug zum Eingangstatment:
    Es ist zuweilen gut, (eventuelle) Nachteile zu bedenken. Eventuelle Nachteil ergeben sich aber doch erst so richtig im alltäglichen Gebrauch - wenn jeder das Produkt unter Alltagsbedingungen testen kann. Dann kann dies auch adäquat aus- und verbessert werden. Während wir über dies und das sinnierern, bauen andere dies ... bringen es auf den Markt ... testen es unter Alltagsbedingungen. Unser Endprodukt mag zwar ausgereift sein, dann aber die schon verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen, dürfte doch einiges an Energie benötigen.
Nachdem die Deutschen Post/DHL ihren "Streetscooter" in den alltäglichen Probebetrieb schickte - als Ersatz zum herkömmlichen dieselbetriebenen Zustellerfahrzeug, klagten Zusteller über Probleme und technische Mängel. Etwa sei die Reichweite der E-Autos zu gering. Mittlerweile sind diese Mägel teilweise behoben: BMW elektrifiziert mit seinem Batteriesystem den Streetscooter von DHL.

Selbiges dürfte wohl ebenso für den Preis gelten?!? Auch hier gilt: für mich als Verbraucher ist weniger der Kaufpreis entscheident - wer kauft heute noch ein Auto und bezahlt es voll und ganz bar? Viele mieten oder leasen es doch zunehmend - besonders lohnend: wenn ich viel fahre ... etwa 20.000 Km pro Jahr! Viel entscheidender dürften doch die Folgekosten sein. Daher werden doch eher Vergünstigungen bei Kfz-Steuer und Kfz-Versicherungen ... die kostenlose oder verbilligte Benutzung der (vermehrten) Ladenstationen, ect. viel eher Einzug in meine Rechnung finden - über den Laden-Kauf-Preis kann ich doch eventuell verhandeln.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 29. Apr 2018, 10:24

@Der Neandertaler

So weit so gut. Einige Anmerkungen möchte ich mir aber nicht verkneifen:
Die Ladedauer einer Fahrzeugbatterie wird für Sie doch aufregend, wenn Sie über Ihr Fahrzeug verfügen möchten, und der Ladezustand leider noch nicht ausreicht für die geplante Fahrt. Denn zum Fahren hatten Sie das ganze Geld ausgegeben, nicht zum Warten. So nett wie in meinen groben Überschlagsrechnungen verläuft das richtige Leben nicht immer... laden zwischen 20H abends und 6H früh... :eek:

Die Reichweite eines Stromers ist natürlich doch ein ganz entscheidendes Leistungsdatum. Man hätte gern so viel wie irgend möglich davon. Unter Kostengesichtspunkten müssen wir uns heute beschränken auf <150 km. Wer mehr will, der muß zahlen. Das kann sich ändern, aber im Augenblick sieht die Preisentwicklung gar nicht so gut aus. Deshalb meinerseits der Ausdruck "Nischenanwendung". Wer mit <150 km gut leben kann, der wird damit glücklich und zufrieden sein. Ansonsten: Zweitfahrzeug als rollende Einkaufstasche für die treusorgende Hausfrau. :)

Ein neuartiger Lösungsansatz muß aus meiner Sicht schon von allen Seiten beäugt werden. So mancher von uns ist schon begeistert in eine "böse Falle" gerannt und hat am Ende nicht das bekommen, wovon er geträumt hatte. Der Transrapid war eine solche geniale Idee. Aber braucht eine eigene Trasse auf Stelzen und er kann sein Potential erst auf langen Strecken so richtig ausspielen. Eine Art Intercity. Ein Glück, daß man da sehr vorsichtig war: Der gewöhnliche Intercity läuft sehr flott auf geeigneten Schienenwegen dahin, und er kann auf ungeeigneten Trassen immer noch langsam fahren... der Transrapid aber gar nicht. Jetzt gibt es eine Art Nachfolgemodell: "Hyperloop". Ein ganz ähnliches Kaliber. Damit soll der Erfinder meinetwegen auf Staatskosten die Wüsten von Arizona oder von Australien durchbohren. Und dann sehen wir weiter. :(

Technische Begeisterung darf nüchternes Anwendungsdenken nicht verdrängen. Als Ingenieur erliege ich leider doch zu oft meiner Begeisterung!
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » So 29. Apr 2018, 10:46

Der Neandertaler hat geschrieben:(29 Apr 2018, 10:03)

Hallo.
Wenn ich all das Kluggeschriebene, über Ladestaationen, deren Auslastungsgrenzen, usw., reflektiere und darüber sinniere, kommt mir ein spontaner Gedanke:
    typisch!
Obwohl ich das Wort hasse, beschreibt es den Deutschen und dessen Verhalten ganz gut und treffend. Wir sind schon immer das Land der Dichter und Denker gewesen und von Zeit zu Zeit erinnern wir uns wieder daran. Wir Deutsche wolle erst immer alles durchdenken - es ist in unseren Genen beheimatet: bis in's Detail ... bis in's allerkleinste Detail. Erst wenn alles geklärt ist ... alles perfekt ist, kann es an die Öffentlichkeit treten ... kann es in Serie gehen.

Gevatter....die Schweizer haben unsere E-Autos entwickelt. (Twizzy und Co kamen danach)

Peek und Ladekabelberechnung waren Argumentbezogen. ----Argumente - die hier viele nicht haben....und nur ab Steckdose denken.

NUR - zu billig, zu einfach...zu wenig Blech (fast keins) .....eher ein Heimbausatz mit wenig Teilen. (FIT -Flaschen-Karosse - Entschuldigung für den Ostbegriff) - zum selbstausbeulen - mit Heisswasser. Matt ohne Lack.

Verbrauch des PKW wird über Reifenabrollwiderstand Querschnitt, Gewicht und Geschwindigkeit festgelegt.....hintereinander sitzen, Leichtbauweise und max 100 kmh .....und 3 Räder - (Glasfaser - Vorderrad - Federung , ein Hinterradantriebsrad) .....Waschmaschinenstecker zum laden,

.....wenn man ÖKO will.


Wer Auto denkt - in Familienzuwachs, EFH Bautransport, Rimini...und Bergquerfeldein.... 7 Sitze, Kombi, Allrad ....MOTOR.

(Handwerk können die meisten nicht mehr (Fertighaus), ein Kind Familie....und Urlaub auf den Malediven Flug).

Umdenken ...ja. - Die Eierlegende Wollmilchsau >> Suv mit 5 t ....2t Batterie ( Und Generatoranhänger ?? ) :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon immernoch_ratlos » So 29. Apr 2018, 11:42

Der Neandertaler hat geschrieben:Viel wichtiger ist mir etwa die Größe, sowie die Reichweite der Batterie. Ich meine:
die heutigen Autos ... deren Einzelteile waren ja auch nicht von Anfang an so wie sie heute sind. Sie entwickelten sich - oder wurden entwickelt ... sie wurden verbessert. Die Tanks wurden auch erst größer ... und dadurch auch die erweiterte Reichweite, als sich der Innenplatz der Autos verringerte ... verringert werden konnte.
Aus dem von Teeernte unter Elektroautos verlinkten PDF von Mai 2015 : Quelle Zeigt dieser Abschnitt (Seite 10.3 / 57 & 58 )
DLR PDF hat geschrieben:Um sich der Frage nach der Individualisierung der elektrischen Reichweite zu nähern, wurde in einer Folgefrage die gewünschte zusätzliche elektrische Reichweite erfragt. In Kombination mit der berichteten realen elektrischen Reichweite ließen sich gewünschte Gesamtreichweiten ermitteln. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere BEV-Nutzer, aber auch Nutzer von PHEV zum Teil deutlich höhere elektrische Reichweiten beim Erwerb gewählt hätten.

Insgesamt zeigt sich, dass 62 % der befragten BEV-Nutzer eine Reichweite von insgesamt 200 km oder mehr gewünscht hätten. Der Mittelwert liegt bei 265 km. Darüber hinaus lassen sich bei der Betrachtung der Ergebnisse in Abbildung 10-7 leichte Häufungen bestimmter gewünschter Reichweiten identifizieren. So wurden Reichweiten von 100/ 120/ 150/ 200/ 300/ 400 km besonders oft genannt. Dabei ist zu bemerken, dass sich Häufungen insbesondere durch die Tendenz der Befragten, runde Werte zu nennen, ergeben. Bei PHEV ist die Streuung der Ergebnisse weniger stark. Knapp 60 % der Halter von PHEV wünschen sich eine elektrische Reichweite von 100 oder mehr Kilometern. Der Mittelwert liegt bei 138 km. Die ist vor dem Hintergrund der Rückfallebene Verbrennungsmotor überraschend, da, wie in Kapitel 8.1 dargestellt, die werktäglich realisierten Fahrzeugkilometer mit durchschnittlich 43 km deutlich unter diesem Wert liegen. Es lassen sich analog zu den Ergebnissen der BEV-Nutzer starke Häufungen von Werten identifizieren. Diese liegen bei 50/ 70/ 100/ 120/ 160 km.
Wie weit doch Wunsch und Vorstellung von der tatsächlich "gefahrenen" Realität entfernt liegen.

Auch nicht uninteressant - besonders angesichts der geradezu apodiktischen Annahme zu der tatsächlich benötigten Energie in Relation zu den real gefahrenen Distanzen und auch die "Ladezeitpunkte" auf Seite 52 - 9.3 "Ladezeitpunkte"
Elektrofahrzeuge werden hauptsächlich abends geladen 41(siehe Abbildung 9-7): 51 % der privaten und 46 % der gewerblichen Nutzer schließen das Fahrzeug zwischen 18 und 22 Uhr an die Steckdose an. Diese Ladezeiten richten sich in der Regel nach den Arbeitszeiten der Nutzer. Somit fällt die Hauptladezeit auf einen Zeitraum mit einem im Tagesverlauf vergleichsweise ohnehin schon erhöhten Strombedarf (vgl. Fox/Müller 2011). Während der Nachtstunden (2 bis 7 Uhr) wird kaum geladen. Insbesondere gewerbliche Nutzer laden ihr Fahrzeug auch in den Vormittags- und Nachmittagsstunden auf. 29 % gaben an, dass sie zwischen 7 und 12 Uhr eine Ladung initiieren, und 31 % schließen das Fahrzeug zwischen 15 und 18 Uhr an die Steckdose an. Bei den privaten Nutzern sind diese Anteile etwas geringer: 20 % laden in den Vormittagsstunden und 24 % beginnen nachmittags mit dem Ladevorgang.
Das bestätigt zwar die logische Annahme, die Hauptladezeit liegt zwischen 18 und 22 Uhr (4h), schreibt diese aber keineswegs fest. Selbstverständlich lassen sich sowohl über eigene Beeinflussung, aber auch über spezielle Ladetarife, die tatsächlichen Ladezeiten sowohl regional, als auch zeitversetzt dem Netz anpassen.

Gerade dafür wird ja nicht nur sinnlos herum diskutiert, wie das hier der Fall ist, sondern gezielt geforscht um die notwendigen Anpassungen geplant durchführen zu können. Die Nutzung der vorhandenen und noch hinzukommenden privaten PV, muss wohl kaum von einem komplett leergefahrenen Akku ausgehen (was sowieso höchst "ungesund" für das Gerät ist). Eher werden die teilgeladenen e-Mobile die Regel sein. So kommt es sehr darauf an, WO das Fahrzeug sein 97prozentige Standzeit verbringt. Zuhause mit PV und entsprechendem Anschluss, sollte das Laden schon aus Kostengründen erfolgen. Das mindert die Netzbelastung die ohnedies erst bei "gedachten 46 Millionen PKW" 15% der deutschen Nettojahresleistung ausmachen wird. Die fahren im Durchschnitt also gerade einmal ca. 50 km/d - selbst wenn man also total überhöht 20kWh/100km Fahrleistung annimmt, sind das 10 kWh täglich. Selbst an einer stinknormalen Schukosteckdose die regulär mit 16A abgesichtert DAUERHAFT (U * I = P [230V *16A = 3.680 W]) ist dieses "Wunder" in 2,72 Stunden erledigt. Drehstrom mit 16A pro Phase schafft das in ca 1,1 Stunden. Es ist also eher eine Frage des "Ladestruktur und Lademanagements" und nicht der Kapazität. Von Bis es erst mal 20 Millionen sein werden wird es (angenommen) 2040 sein. Wenn eine entsprechende Anpassung bis dahin für das "Technologiewunderland D" nicht möglich ist, können "wir" ohnedies einpacken... :dead:
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Der Neandertaler » So 29. Apr 2018, 12:56

Hallo H2O.
H2O hat geschrieben:So weit so gut. Einige Anmerkungen möchte ich mir aber nicht verkneifen:
Die Ladedauer einer Fahrzeugbatterie wird für Sie doch aufregend, wenn Sie über Ihr Fahrzeug verfügen möchten, und der Ladezustand leider noch nicht ausreicht für die geplante Fahrt.
[...]
Die Reichweite eines Stromers ist natürlich doch ein ganz entscheidendes Leistungsdatum. Man hätte gern so viel wie irgend möglich davon.
[...]
Wer mit <150 km gut leben kann, der wird damit glücklich und zufrieden sein.
'tschuldigung! Vielleicht ist der Kontext nicht richtig 'rübergekommen. Mea culpa!
Selbstverständlich interessiert mich dies. Aber ...

Ersteres ist schon richtig! Zumindest dann, wenn ich eine längere Fahrt plane, aber zum überwiegenden Teil wird ein Auto doch zumeist innerstädtisch genutzt - etwa auf zum Weg zur Arbeit. Und da ist es doch keine große Sache, den Wagen dort an die Ladestation zu hängen - sofern natürlich dann die Infrastruktur dazu stimmt. Aber so, wie der Arbeitgeber seinen Angestellten Parkplätze zur Verfügung stellt ... warum sollte er diese nicht auch noch zusätzlich mit Lademöglichkeiten ausstatten?
    ... es dürfte ja in seinen Interesse liegen, daß er einigermaßen zufriedene Arbeitnehmer hat.
Ich gehe mal naiver Weise von folgendem Szenario aus:
    wenn zumindest Politik die Verkehrswende will - weg vom Auto mit Verbrennungsmotor, hin zum E-Auto, wird Politik auch dafür sorgen ... sorgen müssen, daß die Infrastruktur geschaffen wird. Andererseits dürfte es aber auch im Interesse der Autoindustrie liegen, daß diese vorhanden ist - sie will ja entsprechend Autos verkaufen - notfalls wird sie die Infrastruktur wohl unabhängig Politik schaffen müssen. Und in diese Situation wird die Autoindustrie kommen, wenn Politik, durch diverse Vergünstigungen, den Verbraucher dazu bringt, zumindest über einen Kauf eines E-Autos nachzudenken.
Nimm ansonsten das Beispiel Post/DHL und dessen "StreetScooter":
    die Batterien und deren Leistung wurden auch erst besser, nachdem die Zusteller über diese klagten und die Post mittlerweile in der Batteriesparte mit BMW zusammenarbeitet.
Sieh mal:
    Ich habe mein Auto auf LPG umgerüstet - ich fahre etwa 22.000 Km/Jahr - lohnt sich also. Die Tankmöglichkeiten sind aber auf meiner Urlaubsstrecke auch nicht gerade üppig - in ganz Deutschland gibt es etwa 7.100 Tankstellen. Also werde ich mir, wenn ich in Urlaub fahre, rechtzeitig eine Tankanlage suchen müssen. Da es mittlerweile im Internet verschieden Seiten gibt, die die vorhandenen LPG-Tankstellen auflisten, ist es nicht ganz so schwer, schon vorher eine festzulegen.
      ... obwohl (billige) LPG-Tankstellen nicht immer direkt an der Autobahn liegen.
Frage nun:
    warum soll es nicht auch dem Autofahrer eines E-Auto zuzumuten sein, seine Route so zusamenzustellen, daß er auch mit wenig Reichweite über die Runden kommt?
Zudem:
  • Es werden wohl, über kurz oder lang, auch diverse Internet-Seiten angeboten, die die vorhandenen E-Tankstellen auflisten.
  • zahlreiche Forscher und Startups arbeiten an der nächsten Generation von leistungsstarken, sicheren Batterien mit möglichst geringem Platzbedarf, schneller Ladezeit und niedrigen Produktionskosten:
      Festkörper-Akkus.
        ... Ladezeiten von nur fünf Minuten sollen so dann möglich sein.
    Obwohl ich nicht technik-euphorisch bin, bin ich doch sicher, daß es über kurz oder lang zu einem Durchbruch kommt. Nur, darauf zu warten, bis es soweit ist, ... andere sind dann unter Umständen wohl schon weiter.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)

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