öffentliche "Ladepunkte"

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13184
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Fr 25. Mai 2018, 11:59

H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 12:45)

Dumm gefragt: Wieviel Fahrkapazität kann ein "range extender" denn nachladen? Ein "richtiger hybrid" käme ganz ohne Batterie schon voran... so klein sind die Motoren dann ja auch nicht.
Ein "range extender" kann doch nicht -zig kW Ladeleistung erbringen. Da muß es die Fahrzeit bringen. Gedankenexperiment: Nach drei Stunden ist die Fahrstrombatterie erschöpft. Wenn der "range extender" in den drei Stunden den Fahrstrom für eine weitere Stunde nachlädt, dann hat er schon einmal ein Drittel der elektrischen Antriebsleistung zu bringen.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß ein "range extender" dieser Art im Lastbetrieb des Fahrzeugs wirklich und spürbar zusätzliche Kraft auf die Straße bringt, die die Batterie nicht auch liefern könnte.

Insofern meine ich, daß Sie gedanklich die Möglichkeiten von Stromern mit range extender und die von "echten hybrids" vermischen. Oder ich unterschätze gewaltig die Möglichkeiten des "range extenders"


Genau deshalb gibts keine Anhängerkupplung...

Mit 100kW Notstromaggregat (Neusprech RANGE EXTENDER) die Ladekabel ersetzen. .... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Fr 25. Mai 2018, 12:10

Teeernte hat geschrieben:(25 May 2018, 12:59)

Genau deshalb gibts keine Anhängerkupplung...

Mit 100kW Notstromaggregat (Neusprech RANGE EXTENDER) die Ladekabel ersetzen. .... :D :D :D


Möönsch, das wäre doch die Lösung in den Dieselverbotszonen. Dieselaggregat auf dem Anhänger und Fahrzeug 100% elektrisch! :cool:
Alster
Beiträge: 157
Registriert: So 22. Okt 2017, 15:36

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Alster » Fr 25. Mai 2018, 17:08

von Peugeot und Mercedes seien angeblich Hybrid Dieselautos geplant oder ggf. bereits verrfügbar
https://www.wiwo.de/technologie/mobilit ... 226-3.html
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Fr 25. Mai 2018, 17:44

Alster hat geschrieben:(25 May 2018, 18:08)

von Peugeot und Mercedes seien angeblich Hybrid Dieselautos geplant oder ggf. bereits verrfügbar
https://www.wiwo.de/technologie/mobilit ... 226-3.html


Auf Seite 1 der genannten Quelle wiwo steht das Erscheinungsdatum dieses Berichts: Frühjahr 2011. Hätte mich auch schier verwundert, wenn die Nachricht jüngeren Datums gewesen wäre. Damals hat wohl niemand so recht daran glauben wollen, daß es massenhaft Ladepunkte mit Strom aus erneuerbaren Energien geben würde.

Ich bin mir dessen heute auch noch nicht sicher, sondern tippe eher auf synthetisches Erdgas als Hauptantriebsenergie für Reisefahrzeuge. Wie weit es zum Einsatz teuerer Batterien in Hybrid-Fahrzeugen kommen wird... schwer zu sagen. Dagegen sprechen das Gewicht der Batterien und die Kosten für die Batterie und ihre Einbindung ins Fahrzeug, dafür spricht die Möglichkeit, einige km im Stadtverkehr abgasfrei fahren zu können, also politischer Druck.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13184
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Fr 25. Mai 2018, 17:59

H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 18:44)

sondern tippe eher auf synthetisches Erdgas als Hauptantriebsenergie für Reisefahrzeuge....


Was hat die Verdampfungstemperatur der Plürre damit zu tun ? Synthese...ok.

Der Rest ist Politik.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Alster
Beiträge: 157
Registriert: So 22. Okt 2017, 15:36

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Alster » Sa 26. Mai 2018, 07:17

H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 18:44)Auf Seite 1 der genannten Quelle wiwo steht das Erscheinungsdatum dieses Berichts: Frühjahr 2011. Hätte mich auch schier verwundert, wenn die Nachricht jüngeren Datums gewesen wäre.


Das war ja mein Punkt: nämlich, dass Deine Idee
H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 13:10)
Möönsch, das wäre doch die Lösung in den Dieselverbotszonen. Dieselaggregat auf dem Anhänger und Fahrzeug 100% elektrisch! :cool:

mit dem Hybridauto prinzipiell bereits existiert. Und die leistet genau das, was heute auf den Nägeln brennt, nämlich die Emissionen aus den Innenstädten der Ballungszentren rauszuhalten.


H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 18:44) Damals hat wohl niemand so recht daran glauben wollen, daß es massenhaft Ladepunkte mit Strom aus erneuerbaren Energien geben würde.

Glaub ich heute immer noch nicht.



H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 18:44)
Wie weit es zum Einsatz teuerer Batterien in Hybrid-Fahrzeugen kommen wird... schwer zu sagen. Dagegen sprechen das Gewicht der Batterien und die Kosten für die Batterie und ihre Einbindung ins Fahrzeug, dafür spricht die Möglichkeit, einige km im Stadtverkehr abgasfrei fahren zu können, also politischer Druck.

Da gebe ich aber zu bedenken, dass sowohl Batteriekosten als auch Gewicht bei reinen e-Autos noch höher liegen.


H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 18:44)Ich bin mir dessen heute auch noch nicht sicher, sondern tippe eher auf synthetisches Erdgas als Hauptantriebsenergie für Reisefahrzeuge.

.... oder alternativ Wasserstoff. Dazu muss die Brennstoffzelle aber noch deutlich billiger werden. Müssen aus regelungstechnischen Gründen für einen realistischen Fahrbetrieb dann aber immer noch mit Batterien gepuffert werden.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Sa 26. Mai 2018, 11:18

Alster hat geschrieben:(26 May 2018, 08:17)
...
.... oder alternativ Wasserstoff. Dazu muss die Brennstoffzelle aber noch deutlich billiger werden. Müssen aus regelungstechnischen Gründen für einen realistischen Fahrbetrieb dann aber immer noch mit Batterien gepuffert werden.


Dieses Konzept war bis eben auch noch mein Favorit. Aber seit man mit noch vertretbarem Aufwand synthetisches Methan erzeugen kann, hat Wasserstoff doch an Boden verloren: Zu schwer zu handhaben und zu speichern, und die Brennstoffzelle zu empfindlich. Man muß nicht mehr mit schreckgeweiteten Augen auf Fortschritte der Brennstoffzellentechnik warten. Eine Infrastruktur für synthetisches Methan ist bundesweit vorhanden: Speicherkavernen, Pumpstationen, Rohrleitungen, Tankstellen.

Wenn mit der Brennstoffzelle doch noch große Fortschritte kommen sollten, dann kann man ja von Verbrennen des Methans in gewöhnlichen Ottomotoren absehen und auf Brennstoffzelle mit Pufferbatterie übergehen. Man ist also nach der Entscheidung für synthetisches Methan nicht so starr an einen Verwendungszweck gebunden. Ein Riesenvorteil zur Minderung von Risiken.

Außerdem entspannt sich der Ausbau einer hochleistungsfähigen Infrastruktur für Batterieladestationen entlang unserer Hauptverkehrswege. Die ist von den Kosten her auch kein Schnäppchen. :)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13184
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Sa 26. Mai 2018, 11:36

H2O hat geschrieben:(26 May 2018, 12:18)

Dieses Konzept war bis eben auch noch mein Favorit.

Außerdem entspannt sich der Ausbau einer hochleistungsfähigen Infrastruktur für Batterieladestationen entlang unserer Hauptverkehrswege. Die ist von den Kosten her auch kein Schnäppchen. :)


Mei Methan-ol und Äthan-ol könnte die vorhandene "Ladeinfrastruktur" beibehalten werden.......UND ein Grossteil der PKW mittels kleiner Umbauten und Umprogrammierung weiter nutzbar...

Nur Einen chemischen Schritt weiter.....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Sa 26. Mai 2018, 12:05

Teeernte hat geschrieben:(26 May 2018, 12:36)

Mei Methan-ol und Äthan-ol könnte die vorhandene "Ladeinfrastruktur" beibehalten werden.......UND ein Grossteil der PKW mittels kleiner Umbauten und Umprogrammierung weiter nutzbar...

Nur Einen chemischen Schritt weiter.....


So ist es; deshalb, so meine ich, wird wohl bald ein Umdenken einsetzen. Natürlich auf der Grundlage weitestgehender Unschädlichkeit für Atemluft und Klima.

Aber vor technischen Überraschungen ist man nie sicher. Freuen wir uns auf die kommenden Jahre!
Alster
Beiträge: 157
Registriert: So 22. Okt 2017, 15:36

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Alster » So 27. Mai 2018, 12:12

womit man aber erst mal den unterirdischen Wirkungsgrad eines Ottomotors von ca. 20% anner Backe hat
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13184
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » So 27. Mai 2018, 12:45

Alster hat geschrieben:(27 May 2018, 13:12)

womit man aber erst mal den unterirdischen Wirkungsgrad eines Ottomotors von ca. 20% anner Backe hat


Ich erkenne den WIRKUNGS"GRAD". für MICH ... am Geld.

Wie lange muss ich ackern , um von A nach B zu kommen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 27. Mai 2018, 14:00

Alster hat geschrieben:(27 May 2018, 13:12)

womit man aber erst mal den unterirdischen Wirkungsgrad eines Ottomotors von ca. 20% anner Backe hat

Da hat sich doch noch etwas getan: https://de.wikipedia.org/wiki/Ottomotor
    Den maximalen Wirkungsgrad von über 40 % erreichen heute Motoren von Toyota, die eine hohe mechanische Verdichtung von 13,5:1 im sogenannten Atkinson-Zyklus haben.

und hier aber auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brennstof ... ebensdauer
    Stand 2012 erreichen Brennstoffzellen im praktischen Betrieb einen Wirkungsgrad bis zu 60 %.

Vielleicht müssen wir uns doch nicht so furchtbar aufregen über Stromtankstellen entlang unserer Autobahnen. :)
Zuletzt geändert von H2O am So 27. Mai 2018, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
Ebiker
Beiträge: 1511
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Ebiker » So 27. Mai 2018, 14:25

H2O hat geschrieben:(26 May 2018, 12:18)

Dieses Konzept war bis eben auch noch mein Favorit. Aber seit man mit noch vertretbarem Aufwand synthetisches Methan erzeugen kann,


seit wann kann man das, wie hoch sind die Kosten im Vergleich zu Erdgas ?
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 27. Mai 2018, 14:45

Ebiker hat geschrieben:(27 May 2018, 15:25)

seit wann kann man das, wie hoch sind die Kosten im Vergleich zu Erdgas ?


Die Methan-Synthese mit 75% Wirkungsgrad wurde erst vor wenigen Monaten veröffentlicht. Leider kann ich gar nichts dazu sagen, was das von den Prozesskosten her bedeutet. Vor Jahren hieß es einmal, daß die Kosten bei großtechnischer Herstellung etwa 3-mal höher liegen werden als für natürliches Erdgas. Dieses Verhältnis könnte sich jetzt etwas verbessert haben... vielleicht auf doppelt so hohe Kosten je m³?

https://enervis.de/wp-content/uploads/2 ... er2gas.pdf

Nachtrag: Die chemische Reinheit spricht für die Verwendung des synthetischen Gases in Brennstoffzellen, wenn die einmal robuster und kostengünstiger hergestellt werden können.
Zuletzt geändert von H2O am So 27. Mai 2018, 14:54, insgesamt 1-mal geändert.
Ebiker
Beiträge: 1511
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Ebiker » So 27. Mai 2018, 14:53

also doch nur Gelaber. Irgendwie kommt mir bei den Ökos zu viel könnte müßte würde etc. vor. Windgas ist ein feuchter Traum, sonst nix.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 27. Mai 2018, 14:59

Ebiker hat geschrieben:(27 May 2018, 15:53)

also doch nur Gelaber. Irgendwie kommt mir bei den Ökos zu viel könnte müßte würde etc. vor. Windgas ist ein feuchter Traum, sonst nix.


Da könnten Sie Recht haben; aber was werden Sie tun, wenn die Forscher doch weiter arbeiten und damit neue Möglichkeiten eröffnen? Diese Möglichkeiten verdammen oder preisen? Ihnen wird doch gar nichts Böses angetan, aber dem Rest der Menschheit ein erträglicher Übergang in die Verwendung ausschließlich erneuerbarer Energien eröffnet. Außerdem kannten Sie den Artikel noch gar nicht, und so schnell können Sie auch gar nicht lesen! :p
Ebiker
Beiträge: 1511
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Ebiker » So 27. Mai 2018, 15:13

Das wäre doch prima. Ökostrom zu einem konkurenzfähigen Preis, als Speicher Methan für Fahrzeuge. Das dann auch nicht teurer ist als Erdgas. Aber das wird noch viele Jahre dauern.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 27. Mai 2018, 15:28

Ebiker hat geschrieben:(27 May 2018, 16:13)

Das wäre doch prima. Ökostrom zu einem konkurenzfähigen Preis, als Speicher Methan für Fahrzeuge. Das dann auch nicht teurer ist als Erdgas. Aber das wird noch viele Jahre dauern.


Daran glaube ich erst, wenn das Ziel erreicht ist. Wenn man den sogenannten ökologischen Fußabdruck betrachtet, dann gibt es gar keinen Zweifel, daß erneuerbare Energien "konkurrenzfähig" sind. Was eine unbewohnbar gewordene Erde kosten wird? Das Leben ihrer Bewohner? Mehr wird's nicht sein.

Also richten wir uns hübsch bescheiden auf teure Energie ein, ob nun Strom oder Gas, dämmen wir unsere Gebäude fachmännisch, damit wir nicht im Kalten hocken müssen. Es gibt ja "Nullenergiehäuser", die nur noch Energie für ihre Kochmaschinen und Waschmaschinen brauchen... und die anderen elektrischen Geräte im Haushalt. So wird es wohl kommen, auch wenn wir heute noch darüber streiten.

Alles nach zu lesen in der Studie für "Brot für die Welt" und die "Caritas", die das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie vor über 10 Jahren erarbeitet hat: "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt". Auf dem Wege befinden wir uns noch nicht so lange. Aber es geht voran!
Kamikaze
Beiträge: 77
Registriert: Mo 12. Mär 2018, 16:10
Benutzertitel: mittelalt

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Kamikaze » Mo 28. Mai 2018, 07:41

H2O hat geschrieben:(25 May 2018, 12:45)

Dumm gefragt: Wieviel Fahrkapazität kann ein "range extender" denn nachladen? Ein "richtiger hybrid" käme ganz ohne Batterie schon voran... so klein sind die Motoren dann ja auch nicht.
Ein "range extender" kann doch nicht -zig kW Ladeleistung erbringen. Da muß es die Fahrzeit bringen. Gedankenexperiment: Nach drei Stunden ist die Fahrstrombatterie erschöpft. Wenn der "range extender" in den drei Stunden den Fahrstrom für eine weitere Stunde nachlädt, dann hat er schon einmal ein Drittel der elektrischen Antriebsleistung zu bringen.


Das ist insofern korrekt, dass der RE in deiner Rechnung DURCHSCHNITTLICH ein Drittel der DURCHSCHNITTLICHEN Antriebsleistung erbringen müsste.
Betrachtet man nun, dass ein RE eigentlich nur ein "Extender" ist, und das Auto an sich ein vollwertiger "Stromer", so wird klar, dass der RE vermutlich nicht von Anfang an laufen wird (so lange der Akku voll ist, sollen ja möglichst Emissionen vermieden werden). Je nach "Intelligenz" der Bordelektronik (oder durch Eingabe des Fahrers z.B. "Langstreckenmodus") schaltet sich der Verbrenner erst später zu.
Dazu kommt, dass der RE explizit nicht die volle Leistung des Fahrzeuges bereitstellen, sondern lediglich "unterstützen" soll.
Natürlich kann mit einer entsprechenden Fahrstrombatterie die gleiche Leistung erbracht werden. Diese Batterie muss dann jedoch höhere Ströme liefern können (wenn der RE bei Spitzenlasten nicht unterstützt) und entsprechend mehr Reichweite haben (da ja auch hier die dauerhafte Unterstützung durch den RE fehlt).
Es ist also primär ein Aufrechnen der Vor- und Nachteile bzw. der Kosten.
Dazu kommt, dass auch ein kleiner RE im Worst-Case (Akku leer mitten im Nirgendwo) Das Fahrzeug innerhalb einer Pause wieder in betriebsfähigen Zustand bringen, oder sogar übergangslos einen Notbetrieb gewährleisten kann, mit dem man zum nächsten Ladepunkt gelangt. Sozusagen ein "Notfallsystem" für jene, die Angst vor dem Liegenbleiben haben. (Warum haben die meisten Autos eigentlich ein Reserverad bzw. Pannenschaum dabei?)

Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß ein "range extender" dieser Art im Lastbetrieb des Fahrzeugs wirklich und spürbar zusätzliche Kraft auf die Straße bringt, die die Batterie nicht auch liefern könnte.


Die "Kraft" ist Abhängig vom Motor und der Stromfestigkeit des "Stromlieferanten" (Akku +- RE). Am Motor verändert der RE im seriellen Hybridbetrieb nichts. Der RE wirkt sich lediglich auf die "Lieferseite" aus - unterstützt also den Akku, bzw. verringert die vom Fahrakku abgeforderte Strommenge um die Generatorleistung.
Das bedeutet, dass theoretisch die Hochstrom-Belastung der Batterie reduziert wird und damit selbige "geringer" dimensioniert werden könnte, was wiederum Kosten und ggf. Gewicht einspart.
Im Gegenzug halst man sich natürlich das zusätzliche Gewicht von Verbrenner und Generator, sowie allem, was damit zusammenhängt auf. Es läuft also auf eine Break-even-Rechnung hinaus, wann sich der RE "rentiert".
Unabhängig von der Rentabilität auf Langstrecken ist diese Bauweise der Flexibilität in der Verwendung des KFZ zuträglich, da auf kurz- und ggf. Mittelstrecken rein Elektrisch gefahren werden kann.
Erst bei speziellen Betriebsmodi (z.B. Langstrecke, Anhängerbetrieb oder Notbetrieb) müsste der Verbrenner arbeiten.

Insofern meine ich, daß Sie gedanklich die Möglichkeiten von Stromern mit range extender und die von "echten hybrids" vermischen. Oder ich unterschätze gewaltig die Möglichkeiten des "range extenders"

Beide Bauarten sind "Hybrid".
Die Variante, bei der der Verbrenner direkt auf den Antriebsstrang gekoppelt werden kann (z.B. Toyota Prius) nennt man "Parallelhybrid", da beide Antriebssysteme parallel arbeiten. (Um genau zu sein handelt es sich beim Prius um einen Leistungsverzweigenden Hybridantrieb.)
Die Variante, bei der ein E-Motor den Antrieb übernimmt und von Akku +- RE versorgt wird (z.B. BMW i3 RE), nennt man "Serieller Hybrid", da der RE "nur" den Akku lädt bzw. unterstützt, aber nicht direkt auf den Antrieb gekoppelt wird.
Beide Systeme haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile.
Z.B. Kommt ein Parallelhybrid (auch als Plug-In-Variante) derzeit rein-elektrisch kaum über 50km/h hinaus. Dazu kommt, dass der Verbrenner entsprechend Leistungsstark sein muss, um das Fahrzeug alleine vollumfänglich bewegen zu können. Hier ist der E-Motor der "Unterstützer" (z.B. Boost beim Ampelstart).
Der Serielle Hybrid ist im Prinzip ein reiner Stromer, der durch den Verbrenner nur unterstützt wird. In der Folge kann der RE deutlich kleiner als beim Parallelhybrid dimensioniert sein und Fahrsituationsunabhängig immer mit optimaler Drehzahl und optimalem Wirkungsgrad betrieben werden. Die Idee hier ist, den Verbrenner so wenig wie möglich benutzen zu müssen, und wenn dann stets im optimalen Betriebsmodus.
Quelle: Wikipedia (Hybridantrieb)
Wer viel kluges sagt ist klug,
wer zuhört ist weise.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18258
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » Mo 28. Mai 2018, 08:06

Ja, alles klar. Ich picke das mir Einleuchtende, Vorteilhafte heraus:

Range Extender
    als Retter in der Not, um nicht in der Pampa hilflos liegen bleiben zu müssen. Zahlenspiel: Nach 3 Stunden Motorbetrieb kann es wieder 100 km elektrisch weiter gehen.

Hybrid Typ Prius
    Verbrennungsmotor und Batterie stützen einander im Lastbetrieb und im gewöhnlichen Fahrbetrieb. 50 km rein elektrischer Betrieb möglich.

Also, mir gefällt das Konzept des Prius unter den Hybriden am besten. Da muß man nur aufpassen, daß der Benzintank nicht leer wird. An anderer Stelle aufgeschnappt: Der Ottomotor des Prius hat durch einen speziellen Kurbeltrieb unterschiedliche Kompressionswege und Expansionswege (Atkinsonverfahren). Dadurch erreicht der Motor 40% Wirkungsgrad bei mäßiger Drehzahl, gegen 20% für den "Normalotto".- Auch nicht schlecht!

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste