öffentliche "Ladepunkte"

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immernoch_ratlos
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öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 24. Nov 2017, 09:59

Es passiert immer wieder. Statt sich ausreichend zu informieren, versucht jeder zunächst mal seine eigene Meinung zu formulieren. In Sachen ausreichender "Tankinhalt" (Kapazität der KFZ-Akkus bei e-mobilen) geschah das, aber auch um die Aufladung von leergefahrenen KFZ-Akkus, machen sich alle erhebliche Sorgen.

Die größten Sorgen haben dabei meist jene, welche selbst "niemals" ein solches Vehikel ihr Eigen nennen wollen :p Gingen hier die Argumente zur Neige, weil die reale Entwicklung ständig neue mögliche Aktionsradien für e-mobile präsentierte, kam sofort der Mangel an ausreichend vorhanden Ladestationen aufs Tapet. Hier ist nur schwer vermittelbar, dass mit der größer werdenden Zahl von e-mobilen, sich auch eine zunehmende Anzahl von öffentlich zugänglichen Ladestationen einstellen wird :rolleyes: Nun ja, da muss man eben abwarten, was die zahlreichen Initiativen - staatliche und private - das hinbekommen werden.

Nachdem dieser "Kampf", was, warum, nicht möglich sei, in kleinere Scharmützel abflachte, bekam die beklagenswerte Vielfalt der Stecksysteme - e-mobil vs. Ladestation - als "guter Grund" warum das wohl alles nix werden kann, den Fokus :?

Dies endete bislang zumindest intern mit einem Unentschieden. Doch das ist ein Irrtum, dies ist seit dem 17.03.2016 also vor deutlich mehr als einem Jahr "höchtstamtlich" geregelt - jedenfalls in D, wo wir ja zum Großteil leben und womöglich auch e-mobile fahren und auch laden wollen (jedenfalls ein rasch wachsender Teil der Bevölkerung).

Eigentlich hätte es jeder wissen müssen - in D bleibt nichts lange ungeregelt. Wo kämen wir da hin, wenn jeder machen könnte wie ihm das beliebt ? Ergo gibt es seit März 2016 die "Ladesäulenverordnung" - präzise die : "Verordnung über technische Mindestanforderungen an den sicheren und interoperablen Aufbau und Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektromobile" :thumbup:
Bundesministerium der Justitz und Verbraucherschutz hat geschrieben:Eingangsformel
§ 1 Anwendungsbereich
§ 2 Begriffsbestimmungen
§ 3 Mindestanforderungen an die technische Sicherheit und Interoperabilität
§ 4 Punktuelles Aufladen
§ 5 Anzeige- und Nachweispflichten
§ 6 Kompetenzen der Regulierungsbehörde
§ 7 Ladepunkte mit geringer Ladeleistung
§ 8 Übergangsregelung
Schlussformel
Recht wichtig ist dabei §3 der sich ausgiebig mit "Steckdosen oder mit Steckdosen und Fahrzeugkupplungen" befasst. Dabei bleibt nichts dem Zufall überlassen, sind doch "(6) Die in den Absätzen 1 bis 3 genannten DIN EN-Normen sind im Beuth Verlag GmbH, Berlin, erschienen und in der Deutschen Nationalbibliothek archivmäßig gesichert hinterlegt." :thumbup:

Selbst ein Weltuntergangsszenario würde nur wenig verändern. Ich hoffe, nicht nur ich, kann nun vertrauensvoll in eine allseitig gesicherte Zukunft des e-mobils blicken.

Doch ich möchte nicht unerwähnt lassen, der wahre Kritiker wird nun als nächstes in seinen Gegenargumentkatalog die Tatsache aufnehme - ja in D geregelt - doch was ist mit Europa :?: Was ist mit der restlichen Welt :?:

Was, wenn ich eines Tages beschließe mich "elektrisch" nach Timbuktu (16° 46′ N, 3° 0′ W) aufzumachen, wird da die richtige Ladesäule, ähm amtlich korrekt der richtige "Ladepunkt" vorhanden sein :?:

Ja, so ist es - das ganze Leben besteht aus Fragen oder für Pessimisten "Alles Leben ist Problemlösen". Wie der posthume Titel des Sammelbandes über den inzwischen (1994) verstorbenen Sir Karl R. Popper lautet.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Nov 2017, 10:24

Wichtig ist, dass es notfalls immer an normale DIN-Steckdosen passt, wenn keine höhere Kupplung zur Verfügung steht.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Sa 25. Nov 2017, 12:03

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 Nov 2017, 09:59)

Die größten Sorgen haben dabei meist jene, welche selbst "niemals" ein solches Vehikel ihr Eigen nennen wollen


Eher Leute , die kein Elektroauto haben ....und billig/geschenkt die LADE-Infrastruktur für ihren Kaufwunsch gestellt haben wollen... :D :D :D

Ich hab eins...mit eingebauter Ladestation....DIN Stecker.

Nebenbei : Ladestation/Ladepunkte...

Warnung: Lesen Sie alle Anweisungen vor
dem Gebrauch des Produkts durch.


Warnung: In der Gegenwart von Kindern
muss das Gerät ständig beaufsichtigt
werden.

Hinweis: Das Ladekabel des Wandanschlusses
muss so verlegt sein, dass niemand darauf
treten, darüber fahren, darüber stolpern oder
Beschädigungen bzw. mechanische
Beanspruchung verursachen kann.


Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Umetarek » Sa 25. Nov 2017, 12:15

Es muß ja recht lange geladen werden, also damit meistens Nachts, dafür ist unser Stromnetz nicht ausgelegt. Für ein paar geht das selbstverständlich, für alle nicht.

Und nein, ich gehöre nicht zur Gegnerfraktion. Besser wären genormte tauschbare Akkus.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon jack000 » Sa 25. Nov 2017, 12:34

Umetarek hat geschrieben:(25 Nov 2017, 12:15)Besser wären genormte tauschbare Akkus.

Die wiegen nun mal so 700kg. Es müssten entsprechend Vorrichtungen gebaut die die Akkus austauschen können.
Allerdings scheitert es auch daran, dass die Akkus für Elektrofahrzeuge in den Fahrzeugen integriert sind, d.h. jeder Akku sieht anders aus (Ein Smart hat einen anderen Akku als eine S-Klasse).
=> Selbst wenn es austauschbar wäre, würde ähnlich wie bei Smart-Phones nur der für das entsprechende Fahrzeug vorgesehene Akku ausgetauscht werden können.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Umetarek » Sa 25. Nov 2017, 13:46

jack000 hat geschrieben:(25 Nov 2017, 12:34)

Die wiegen nun mal so 700kg. Es müssten entsprechend Vorrichtungen gebaut die die Akkus austauschen können.
Allerdings scheitert es auch daran, dass die Akkus für Elektrofahrzeuge in den Fahrzeugen integriert sind, d.h. jeder Akku sieht anders aus (Ein Smart hat einen anderen Akku als eine S-Klasse).
=> Selbst wenn es austauschbar wäre, würde ähnlich wie bei Smart-Phones nur der für das entsprechende Fahrzeug vorgesehene Akku ausgetauscht werden können.

Und Akkuelemente? Das wären dann mehrere handlichere und beliebig zusammenstellbar.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Quatschki » Sa 25. Nov 2017, 14:01

Umetarek hat geschrieben:(25 Nov 2017, 13:46)

Und Akkuelemente? Das wären dann mehrere handlichere und beliebig zusammenstellbar.

Die Industrie will das nicht.
Weil es dann 30-50% mehr Akkus geben muß, als in den Fahrzeugen installiert sind, die aber irgendjemand finanzieren muß und die auch gewaltige Ressourcen verschlingen.
Außerdem wäre der Akkuvermieter ähnlich wie ein Propangasflaschenvermieter für die Zuverlässigkeit seiner Akkus verantwortlich, müßte alte, ermüdete oder defekte Akkus auf eigene Kosten ersetzen und recyceln und das dann über die Verleihpreise wieder reinholen, während beim verbauten Akku dieses Risiko vollständig beim E-Auto-Besitzer liegt.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Umetarek » Sa 25. Nov 2017, 14:03

Quatschki hat geschrieben:(25 Nov 2017, 14:01)

Die Industrie will das nicht.
Weil es dann 30-50% mehr Akkus geben muß, als in den Fahrzeugen installiert sind, die aber irgendjemand finanzieren muß und die auch gewaltige Ressourcen verschlingen.
Außerdem wäre der Akkuvermieter ähnlich wie ein Propangasflaschenvermieter für die Zuverlässigkeit seiner Akkus verantwortlich, müßte alte, ermüdete oder defekte Akkus auf eigene Kosten ersetzen und recyceln und das dann über die Verleihpreise wieder reinholen, während beim verbauten Akku dieses Risiko vollständig beim E-Auto-Besitzer liegt.

Mag sein, aber die andere Option ist mit unserem Stromnetz nicht vereinbar ;)
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Quatschki » Sa 25. Nov 2017, 14:14

Umetarek hat geschrieben:(25 Nov 2017, 14:03)

Mag sein, aber die andere Option ist mit unserem Stromnetz nicht vereinbar ;)

Stimmt.
Ein kommerzieller Auflader, der tausende solcher Austauschbatterieelemente auflädt, kann auch Angebotsschwankungen an der Strombörse ausnutzen, und damit einen wirksamen Beitrag für eine effiziente Stromnutzung und Netzauslastung liefern. Ein Privatnutzer kann das nicht.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon jack000 » Sa 25. Nov 2017, 17:59

Umetarek hat geschrieben:(25 Nov 2017, 13:46)

Und Akkuelemente? Das wären dann mehrere handlichere und beliebig zusammenstellbar.

Die Akkus für Fahrzeuge sind ja bereits aus Akkuelementen zusammengestellt. Aber ich kann am Montag mal fragen was dagegen spricht wenn ich daran denke.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 26. Nov 2017, 10:21

Ladestationen werden doch nur dann massenhaft gebaut und versorgt, wenn die Sache sich wirtschaftlich lohnt. Damit fällt der Staat als Betreiber solcher Stationen aus. Das wäre ohnehin ein ziemlich dummer Streich, weil bisher noch gar nicht feststeht, daß der Massenverkehr mit batterie-elektrischen Fahrzeugen sich durchsetzen wird.

Von der Deutschen Telekom wurde vor Tagen im Deutschlandfunk vorgeschlagen, die Schaltkästen in deutschen Städten zu elektrischen Ladesäulen um zu bauen. Angeblich sind diese Schaltkästen schon mit leistungsfähigen elektrischen Anschlüssen ausgerüstet... und vor allem: Vorhanden. Sie werden wohl nicht mehr als Verteiler benötigt, seitdem die Kommunikation flächendeckend auf Internetfunktionen umgestellt wurde. Aber danach blieb es sehr still. Vielleicht steht dem Vorhaben ein dicker Pferdefuß im Wege? Oder es findet sich kein Investor, der da einsteigen möchte?

Vor allem aber müssen die erneuerbaren Energien mit Hochdruck weiter voran getrieben werden, wenn die zusätzliche elektrische Energie für den Fahrstrombetrieb nicht in Braunkohlekraftwerken erzeugt werden soll.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Quatschki » So 26. Nov 2017, 10:29

H2O hat geschrieben:(26 Nov 2017, 10:21)
Vor allem aber müssen die erneuerbaren Energien mit Hochdruck weiter voran getrieben werden, wenn die zusätzliche elektrische Energie für den Fahrstrombetrieb nicht in Braunkohlekraftwerken erzeugt werden soll.

Schau dir mal die Verteilung der PKW nach Bundesländern an. Dann weißt du, wo noch Kapazitäten geschaffen werden müssen!
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 26. Nov 2017, 10:34

Quatschki hat geschrieben:(26 Nov 2017, 10:29)

Schau dir mal die Verteilung der PKW nach Bundesländern an. Dann weißt du, wo noch Kapazitäten geschaffen werden müssen!


Sagen Sie doch bitte, was faul ist! Bringt es uns einen Erkenntnisgewinn, wenn der eine oder andere nun in Ihrem Sinne forscht?
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon H2O » So 26. Nov 2017, 10:46

Umetarek hat geschrieben:(25 Nov 2017, 12:15)

Es muß ja recht lange geladen werden, also damit meistens Nachts, dafür ist unser Stromnetz nicht ausgelegt. Für ein paar geht das selbstverständlich, für alle nicht.

Und nein, ich gehöre nicht zur Gegnerfraktion. Besser wären genormte tauschbare Akkus.


Neben den schon genannten Schwierigkeiten der Normung auch von Teilbatterien dürften die Kosten dieser Batterien abschrecken. Das sind noch einmal Größenordnung 6.000 € je Fahrzeug. Und das oben drauf auf ohnehin sauteure Elektrofahrzeuge?

Es ist sicher richtig, daß man nicht jede Batterie doppeln muß. Aber an Brennpunkten des Austauschs müßten genügend viele Batterien vorgehalten werden, oder es gibt dort ganz lange Gesichter. Und an abgelegenen Ecken werden Ersatzbatterien auch benötigt. Vielleicht kann man eine Rechnung aufmachen, wenn die Treibstoffmengen in Tankstellen und die Tankgröße der Fahrzeugflotte nebeneinander gehalten werden.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon jack000 » Di 28. Nov 2017, 13:55

Umetarek hat geschrieben:(25 Nov 2017, 13:46)

Und Akkuelemente? Das wären dann mehrere handlichere und beliebig zusammenstellbar.

Akkuelemente haut auch nicht hin, da diese Akkus hermetisch abgedichtet sein müssen, da wenn nur ein paar Tropfen Wasser da eindringen diese Akkus explodieren können, außerdem sollen die 20 Jahre halten. So spielt auch Fahrzeugsicherheit (z.B. Crashtests) eine Rolle da diese Akkus ja "fahrzeugtragende" Teile sind.
=> Die Idee Akkus (egal ob komplett oder in Elementen) gab es, wird aber nicht weiter verfolgt da so erstmal nicht umsetzbar.
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 28. Nov 2017, 14:36

Offensichtlich glaubt erst mal jeder, es müssen "aus dem Stand heraus" eine gigantische Ladestruktur geschaffen werden, obwohl selbst bei dem derzeitigen Aufwachsen der e-mobilflotte keiner mit rechnen muss, das quasi "morgen" für Millionen e-mobile eine externe Lademöglichkeit existieren muss. :?

Doch gemach, auch die fossilen Provider sehen a) das kommende Geschäft b) die Notwendigkeit auf den noch langsam fahrenden Zug rechtzeitig aufzuspringen : "E-Mobilität | Shell ergänzt erste Tankstellen um Ladesäulen für E-Autos"

Die Idee, ähnlich wie bei den mobilen Werkzeugmaschinen, Staubsauger und was es da zunehmend immer mehr gibt, den Akku einfach auszuwechseln, mag ja auf den ersten Blick faszinierend sein, aber ist wohl auf breiter Front gescheitert.

Was das laden Zuhause angeht, auch da gibt es bereits Lösungen. Warum nicht den heimischen Speicher nutzen um auch nach Sonnenuntergang den Akku des e-mobils zu laden, wen das Ding voraussichtlich alle 2 ... 3 Tage Nachladung verlangt und oder der Chef tagsüber in der Firma laden nicht unterstützt :?: Da lohnt sich PV mit Speicher um eine weiteres Merkmal.

OK es gibt noch wenige, die über so einen Speicher verfügen, aber mit dem Anwachsen der e-mobilflotte wird so mancher auf den Geschmack kommen. Wer glaubt das wäre keine Option, in einem der neuen e-mobile ist bereits eine Typ 2 Steckdose verbaut um entweder anderen etwas abzugeben oder selbst wieder flott zu werden, falls die Untergrenze überschritten wurde. Womit auch gleich die Frage nach einem "Ersatzkanister" geklärt wäre.

Mein nächster Schritt ist jedenfalls ein "Standspeicher" zu meiner PV und ein möglichst "smartes Heimnetz" - wofür ich jetzt gleich noch einen Kurs für das Programmieren der von mir ausgewählten Anlage besuchen werde....
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Di 28. Nov 2017, 14:45

H2O hat geschrieben:(26 Nov 2017, 10:46)

Neben den schon genannten Schwierigkeiten der Normung auch von Teilbatterien dürften die Kosten dieser Batterien abschrecken. Das sind noch einmal Größenordnung 6.000 € je Fahrzeug. Und das oben drauf auf ohnehin sauteure Elektrofahrzeuge?

Es ist sicher richtig, daß man nicht jede Batterie doppeln muß. Aber an Brennpunkten des Austauschs müßten genügend viele Batterien vorgehalten werden, oder es gibt dort ganz lange Gesichter. Und an abgelegenen Ecken werden Ersatzbatterien auch benötigt. Vielleicht kann man eine Rechnung aufmachen, wenn die Treibstoffmengen in Tankstellen und die Tankgröße der Fahrzeugflotte nebeneinander gehalten werden.


Normung ist doch kein Problem..dann nimmt man eben 2 oder 4 Stück... auch die Vorratshaltung ist machbar - da in der "Freizeit" Windstrom geglättet werden kann.

Der Punkt ist die "Alterung" - BMW hat schon die ersten Akkus wieder nach 4 Jahren zurück.....unter 70% der Normladung maximal ladbar.

Wer einen neuen Akku KAUFT - will im Austausch wieder einen NEUEN. Da das Ding um 8.000 Eu ++ kostet - und nach 4 Jahren "verschlissen" (Fachmann spricht davon - dass die Kapazität unter 70% liegt) sein kann - geht es um den Umgang mit dem Akku.

Schnellladung, Hitze und Betrieb bei Kälte schaden... aber auch Tiefstentladung (die dank einer Schaltung nicht so häufig vorkommen SOLLTE)...

2.000 Eu Wertverlust im Jahr - ......ähmmmm Miete - zuzüglich Handling und Stromkosten - werden den armen "Ausleiher" einer Zelle doch einen normalen Spritti nehmen lassen.

Alles eine Frage des Geldes//Kosten. Was das Büschel Haare in der verordneten Einheitssuppe als Teilmenge darstellt... :D :D :D

Einfach in Geld umrechnen - da braucht man dann keine Propaganda - wenn etwas PREISWERTER ist - ...
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Re: öffentliche "Ladepunkte"

Beitragvon Teeernte » Di 28. Nov 2017, 15:02

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Nov 2017, 14:36)


Mein nächster Schritt ist jedenfalls ein "Standspeicher" zu meiner PV und ein möglichst "smartes Heimnetz" - wofür ich jetzt gleich noch einen Kurs für das Programmieren der von mir ausgewählten Anlage besuchen werde....


Meine 48 V Anlage kann 2kW halten. Man hätte ungefähr 5 Cent Kosten je kW (Anlagenpreis) und ca. 10% Wandlerverluste - . Leider hab ich keinen Stromversorger - der mir preiswerten Nacht/Windstrom anbietet - so dass sich die Anlage lohnt.

(Abgebaute/Verschrottete Mobilfunkanlage - für mich also NULL Anlage-Kosten. Die 10% Wandlerverluste jedoch - liessen mich "Abschalten"...)

Bei der Konstruktion sollte die GLEICHMÄSSIGKEIT der Ladungsverteilung beachtet werden ...

Eine Kostenfrage. (Für mich---Jede Menge Haare in der Suppe)

Bei unvorhergesehenem Stromausfall fahre ich also über einen normalen Notstromgenerator. - für Heizungssteuerung/Pumpe, Licht und TV sind da 1 kW ausreichend.
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