Radarfallen und Radarwarngeräte

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Aldemarin
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Aldemarin » Sa 2. Sep 2017, 20:58

Muß sich eine Gemeinde rechtfertigen, wenn sie auf einer Straße das Tempolimit von 50 km/h auf 30 km/h reduziert und einen permanenten Blitzer installiert?

In wie weit geht es bei manchen Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht um die Sicherheit, sondern um irgendwelche Lärm- und Luftreinhaltepläne? Bringt das wirklich immer s viel, zumal auch beim Abbremsen und Beschleunigen zusätzliche Geräusche entstehen können? Sind wirklich so viele Erkrankungen auf Autoabgase zurückzuführen und nicht vielleicht auf den übertriebenen Sauberkeitswahn mancher Haushalte? In den 1970er Jahren fuhr man mit bleihaltigen Benzin ohne Abgasreinigung herum und die Leute wurden auch nicht haufenweise krank!
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frems
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon frems » Sa 2. Sep 2017, 21:24

Naja, in den 70ern wurden (west-)deutsche Frauen im Schnitt 73,8 und Männer 67,4 Jahre alt. Wäre für eine Rente mit 67 also ein relativ günstiges Unterfangen. Heute kommen Frauen auf 84,1 und Männer auf 79,1 Jahre. Und man geht davon aus, dass Kinder, die in den nächsten Jahrzehnten geboren werden, auf 85 (Männer) bzw 89 Jahre (Frauen) kommen. Das liegt natürlich auch vielen Gründen, z.B. auch an Fortschritten in der Medizintechnik. Aber eben auch an einem besseren Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Daher ist dieses Gejammere, dass früher doch nichts anderes (oder meistens besser) war, auch bei diesem Punkt irrelevant. Und wenn aus Lärmschutzgründen Tempolimits gesenkt werden, dann hat das letztendlich auch mit der Sicherheit und der Gesundheit der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu tun. Warum sollte es okay sein, Leute mit Abgasen und Schall zu schädigen? Die Todeszahlen bzw. vorzeitigen Todesfälle durch Lärm sind zwar nicht so hoch wie durch Feinstaub und Stickoxide, aber höher als bspw. durch Verkehrsunfälle: http://www.zeit.de/2017/34/verkehrsopfe ... ettansicht

Ganz zu schweigen davon, dass es ja nicht nur um den schlimmsten Fall (Tod) geht, sondern auch um Personen, die krank werden und sich über viele Jahre damit herumschlagen müssen, ggf. vermindert arbeitsunfähig sind und/oder hohe Kosten fürs Gesundheitswesen bedeuten. Und das alles, weil ein paar Autofahrer ein paar Sekunden Zeit sparen wollen und nicht einmal wissen, welchen Einfluss ein "neuer" 30er-Abschnitt auf ihre Gesamtfahrzeit hat, da sie ihre Durchschnittsgeschwindigkeit nicht kennen? Und auch nicht wissen, dass durch ein konstantes Tempo 30 auf viele Verkehrsschilder (-> Übersichtlichkeit) verzichten werden kann, dass grüne Wellen über mehrere Knotenpunkte hinweg besser implementiert werden können, dass es den Verkehr weniger zäh macht (-> geringere Geschwindigkeitsunterschiede von Verkehrsteilnehmern) und auch für Radfahrer und öffentliche Busse mehr Komfort bedeutet, sodass es weniger Autos (-> weniger Stau und weniger Parkplatzsuche) auf den Straßen geben würde? Nee, nee.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 3. Sep 2017, 15:18

Kritikaster hat geschrieben:(02 Sep 2017, 17:57)

Gute Frage!

Würden solche Radarwarngeräte zugelassen, wären unsere Straßen erheblich unsicherer. Es gibt ja heute schon genügend Raser, die meinen, dass Gesetze und Vorschriften nicht für sie gelten. Solche "Helden der Straße" bremsen gerne vor ihnen bekannten stationären Blitzanlagen auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit ab, nur um anschließend wieder Gas zu geben.

Um wieviel "sicherer" würden unsere Straßen wohl, wenn jetzt auch noch das Risiko, durch mobile Geschwindigkeitskontrollen erwischt zu werden, für jeden Hans und jede Franziska wegfiele?

Diese apps und geräte erlauben wesentlich sanftere Bremsung vor Blitzern. Weniger Gefahr, weniger Feinstaub.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 3. Sep 2017, 15:22

Aldemarin hat geschrieben:(02 Sep 2017, 21:58)

Muß sich eine Gemeinde rechtfertigen, wenn sie auf einer Straße das Tempolimit von 50 km/h auf 30 km/h reduziert und einen permanenten Blitzer installiert?

In wie weit geht es bei manchen Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht um die Sicherheit, sondern um irgendwelche Lärm- und Luftreinhaltepläne? Bringt das wirklich immer s viel, zumal auch beim Abbremsen und Beschleunigen zusätzliche Geräusche entstehen können? Sind wirklich so viele Erkrankungen auf Autoabgase zurückzuführen und nicht vielleicht auf den übertriebenen Sauberkeitswahn mancher Haushalte? In den 1970er Jahren fuhr man mit bleihaltigen Benzin ohne Abgasreinigung herum und die Leute wurden auch nicht haufenweise krank!
Das ist letztlich auch der Quell ewigen kommunalpolitischen Gezänks. Irgendwie muss sich zwischen den Haushalt-Durchwinkrunden. Verwaltungsspitze und gewählte Vertreterschaft ja profilieren. Verkehrslärm kann den Schlaf stören und manche Leute krank machen. Das wusste man aber vir dem Kauf des billigen Fachwerkhauses an der Schnellstraße.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Aldemarin » So 3. Sep 2017, 16:34

Wer ein Haus an einer Hauptverkehrsstraße kauft, muß mit Lärm rechnen! Und schläft jeder wirklich jede Nacht mit offenen Fenster?

Aber muß nicht eine Herabstufung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf einer Hauptstraße, insbesondere einer Bundesstraße, nicht eine der Gemeinde übergeordneten Behörde angezeigt werden und von dieser genehmigt werden? Können Gemeinden prinzipiell nach Belieben permanente Blitzer aufstellen?

Bezüglich Blitzer: es kommt auch nicht selten vor, daß fehlerhaft Geschwindigkeiten gemessen werden. Wie oft ist dies wirklich der Fall?

Es gibt sogar einen Fall, da wurde extra für einen Blitzer ein Tempolimit eingerichtet: bei der westlichen Ortseinfahrt von Ostelsheim wurde ein Blitzer installiert, allerdings VOR dem Ortsschild. Dort hätte er nie seine Funktion erfüllen können, denn erst HINTER dem Ortsschild gilt das Tempolimit von 50 km/h. Also hat man ca. 100 Meter vor dem Blitzer ein Tempolimit von 60 km/h geschaffen.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 3. Sep 2017, 16:42

Eigentlich sollen Blitzer so technisch angelegt sein, dass fehlmessungen nur zugunsten des Fahrers möglich sind auch bei falscher anwendung der geräte.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 4. Sep 2017, 08:31

Im Land der Bürokraten ist alles geregelt - selbstverständlich auch die Ausnahme :thumbup:

Warum jemand, der sichtlich über einen funktionierenden Anschluss in WWW verfügt, da noch reichlich dumme Fragen stellen muss, wird mir für immer verborgen bleiben :?: Zur "Nachhilfe" hier ein Link : Rechtsprechung | Ordnungsamt : "Können Gemeinden auf Bundes- und Landesstraßen in Ortsdurchfahrten Tempo 30 fordern ?". Wenn das noch nicht genügt, hier "reichlich Futter" (>16tausend Ergebnisse) Googlesuche : "Geschwindigkeitsbeschränkungen Bund - Land - Kommune"

Was gute und günstige "Radarwarner" angeht, die gibt es mit 3jährigem "Update Service" für um die 80 € mit "Schnelllöschfunktion" um den Beweis, es handelt sich um das eigentliche verbotene Treiben, (hoffentlich) noch rechtzeitig zu vernichten. Mit viel Glück käuflich (in BAR !) bei einer der Filialen von X und Y zu erwerben :thumbup: Smartphone oder die eingebauten Navis - auch die mobilen Navis - enthalten sog. POI (Point of Interest) hier also welche mit ganz besonderem "Interest" können ebenfalls problemlos aktuell gehalten werden - dazu muss man zweifellos über wenigstens rudimentäre WEB-Fertigkeiten verfügen - woran es sichtlich immer mehr und besonders dem Wutbürger mangelt, der wohl außerhalb seiner "Blasen" hoffnungslos verloren scheint... :p

Was mich angeht, ich vermeide jede unbekannte Fahrstrecke. So bleiben mir unbekannte und höchst unangenehme blecherne Wegelagerer erspart. OK auch das ist nur Vermeidungsverhalten ich geb´s ja zu.... :D
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Aldemarin » Mo 4. Sep 2017, 10:47

Wie ist es, wenn eine Gemeindeverwaltung eigenmächtig handelt und auf einer Straße für übergeordneten Verkehr das Tempolimit senkt? Könnte so etwas in der Praxis lange verborgen bleiben?

Im Übrigen sollten Autofahrer mit leisen und sauberen Autos belohnt werden. Darum sollten Blitzer entwickelt werden, die ( in gewissen Rahmen)nur dann "zuschlagen", wenn einer zu schnell gefahren ist UND zu laut war! Es ist doch ein Verkaufsargument für Elektroautos, wenn man mancherorts schneller fahren darf!

Eigentlich sollen Blitzer so technisch angelegt sein, dass fehlmessungen nur zugunsten des Fahrers möglich sind auch bei falscher anwendung der geräte.


Geht das überhaupt?
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 4. Sep 2017, 15:57

Aldemarin hat geschrieben:(04 Sep 2017, 11:47)

Wie ist es, wenn eine Gemeindeverwaltung eigenmächtig handelt und auf einer Straße für übergeordneten Verkehr das Tempolimit senkt? Könnte so etwas in der Praxis lange verborgen bleiben?

Im Übrigen sollten Autofahrer mit leisen und sauberen Autos belohnt werden. Darum sollten Blitzer entwickelt werden, die ( in gewissen Rahmen)nur dann "zuschlagen", wenn einer zu schnell gefahren ist UND zu laut war! Es ist doch ein Verkaufsargument für Elektroautos, wenn man mancherorts schneller fahren darf!

Ein Tempolimit ist aber kein Krachlimit, selbst wenn sein vorgeblicher Zweck die Minderung von Krach ist. Solche Ideen altern schlecht, die nächste Fahrzeuggeneration kennt wieder andere Abstufungen. Verkehrsschilder hängen oft 20 Jahre oder mehr.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 4. Sep 2017, 23:22

Wann kommt er der "Abgas-Blitzer auch in Deutschland? Schadstoffmessungen" (07.10.2015)
Es sind zwei unscheinbare grüne Kästen, die gegenüber am Straßenrand stehen und jedes vorbeifahrende Auto messen: Geschwindigkeit, Beschleunigung, Abgas-Emissionen, Kennzeichen. Der Autofahrer bekommt davon nichts mit, die Behörden schon: Sie sollen nach Zuordnung des Schadstoffausstoßes zu der jeweiligen Baureihe schnell Alarm schlagen können, wenn bestimmte Modelle häufig auffällig werden und dann genauer nachmessen.

Die Idee „Remote Sensing“ der amerikanischen Firma Opus Inspection klingt auf den ersten Blick recht einleuchtend. Dem Unternehmen zufolge sind die Messgeräte, die einen Infrarotstrahl durch das Abgas schicken und so Emissionen – zum Beispiel Stickoxide – bestimmen, in den USA bereits in mehreren Bundesstaaten im Einsatz. Sind die Abgas-Blitzer auch etwas, um künftig Manipulationen, wie jüngst geschehen, zu verhindern oder schneller aufzudecken?
OK die USA sind weit weg - doch diese "Geschwindigkeitsmesspistolen" haben auch trotz des weiten Wegs nach D gefunden... :?:
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 4. Sep 2017, 23:27

Da hätte ich noch was im "Angebot" : Umweltzone: Ein „Umweltblitzer“ soll den Schwerlastverkehr aus der Brackeler Straße vertreiben
Laserbasierte Technik soll gezielt Laster in der Umweltzone blitzen

Die laserbasierte Technik ermöglicht es, neben der Kontrolle von Geschwindigkeiten auch Fahrzeuge mit einem Gewicht größer als 2,8 Tonnen zu identifizieren und zu „blitzen“. Die Ordnungswidrigkeit wird somit im Nachgang geahndet.

Von wegen, man könne LKW nicht von PKW usw. unterscheiden ... :cool:
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon jorikke » Do 7. Sep 2017, 17:30

frems hat geschrieben:(02 Sep 2017, 22:24)

Naja, in den 70ern wurden (west-)deutsche Frauen im Schnitt 73,8 und Männer 67,4 Jahre alt. Wäre für eine Rente mit 67 also ein relativ günstiges Unterfangen. Heute kommen Frauen auf 84,1 und Männer auf 79,1 Jahre. Und man geht davon aus, dass Kinder, die in den nächsten Jahrzehnten geboren werden, auf 85 (Männer) bzw 89 Jahre (Frauen) kommen. Das liegt natürlich auch vielen Gründen, z.B. auch an Fortschritten in der Medizintechnik. Aber eben auch an einem besseren Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Daher ist dieses Gejammere, dass früher doch nichts anderes (oder meistens besser) war, auch bei diesem Punkt irrelevant. Und wenn aus Lärmschutzgründen Tempolimits gesenkt werden, dann hat das letztendlich auch mit der Sicherheit und der Gesundheit der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu tun. Warum sollte es okay sein, Leute mit Abgasen und Schall zu schädigen? Die Todeszahlen bzw. vorzeitigen Todesfälle durch Lärm sind zwar nicht so hoch wie durch Feinstaub und Stickoxide, aber höher als bspw. durch Verkehrsunfälle: http://www.zeit.de/2017/34/verkehrsopfe ... ettansicht

Ganz zu schweigen davon, dass es ja nicht nur um den schlimmsten Fall (Tod) geht, sondern auch um Personen, die krank werden und sich über viele Jahre damit herumschlagen müssen, ggf. vermindert arbeitsunfähig sind und/oder hohe Kosten fürs Gesundheitswesen bedeuten. Und das alles, weil ein paar Autofahrer ein paar Sekunden Zeit sparen wollen und nicht einmal wissen, welchen Einfluss ein "neuer" 30er-Abschnitt auf ihre Gesamtfahrzeit hat, da sie ihre Durchschnittsgeschwindigkeit nicht kennen? Und auch nicht wissen, dass durch ein konstantes Tempo 30 auf viele Verkehrsschilder (-> Übersichtlichkeit) verzichten werden kann, dass grüne Wellen über mehrere Knotenpunkte hinweg besser implementiert werden können, dass es den Verkehr weniger zäh macht (-> geringere Geschwindigkeitsunterschiede von Verkehrsteilnehmern) und auch für Radfahrer und öffentliche Busse mehr Komfort bedeutet, sodass es weniger Autos (-> weniger Stau und weniger Parkplatzsuche) auf den Straßen geben würde? Nee, nee.


"Weil ein paar Autofahrer ein paar Sekunden Zeit sparen wollen"... siecht ein ganzes Volk dahin?
Oh frems, das ist sicher unangenehm und hat auch negative Auswirkungen, aber, zieh doch deine guten Absichten nicht ins Lächerliche, indem du auf Drama Queen machst.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon frems » Do 7. Sep 2017, 18:36

jorikke hat geschrieben:(07 Sep 2017, 18:30)

"Weil ein paar Autofahrer ein paar Sekunden Zeit sparen wollen"... siecht ein ganzes Volk dahin?
Oh frems, das ist sicher unangenehm und hat auch negative Auswirkungen, aber, zieh doch deine guten Absichten nicht ins Lächerliche, indem du auf Drama Queen machst.

Ich find den Einwand der eingesparten Sekunden eigentlich eher lächerlich, denn mehr kommt beim Thema selten bei rum. Aber frag mal die lautesten Blitzergegner, wie es um ihre Durchschnittsgeschwindigkeit steht. Da bräuchten sie nur die Grundrechenarten aus den ersten Schuljahren. Viel Vergnügen. :p
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 8. Sep 2017, 12:02

jorikke hat geschrieben:(07 Sep 2017, 18:30)

"Weil ein paar Autofahrer ein paar Sekunden Zeit sparen wollen"... siecht ein ganzes Volk dahin?
Oh frems, das ist sicher unangenehm und hat auch negative Auswirkungen, aber, zieh doch deine guten Absichten nicht ins Lächerliche, indem du auf Drama Queen machst.

Ich habe das jetzt mal verglichen. Ich bin auf einer 400-km-Strecke Autobahn überall regelkonform gefahren und da wo freigegeben so viel wie Strecke, Verkehr und Wagen hergaben. Rückweg dann nirgends schneller als 130 km/h, auch wieder inkl aller Baustellen, Langsamfahrstellen, Elefantenrennen usw wo man eben langsamer muss.

Ergebnis: Der Unterschied waren über 30 Minuten. Nachts geht bestimmt noch mehr. Würde jemand tatsächlich Tempolimits nur um 20 km/h überziehen, wäre das auch schon einiges, selbst wenn er aufgrund harter Fakten an vielen Stellen nur so schnell ist, wie es eben geht.

Es stimmt schlicht nicht, dass schneller fahren nie Zeit spart. Es gibt viele Szenarien, in denen außer Stress und Spritverbrauch wenig rauskommt, aber es ist so pauschal falsch.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon frems » Fr 8. Sep 2017, 12:15

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Sep 2017, 13:02)
Es stimmt schlicht nicht, dass schneller fahren nie Zeit spart.

Hat auch niemand geschrieben. Der Glaube, Tempo 30 statt 50 würde innerorts automatisch eine längere Fahrzeit bedeuten, ist bloß falsch. Ein Strohmanntrugschluss, wonach folglich immer das Gegenteil richtig sein müsse, ist argumentativ genau der selbe Irrglaube.
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Re: Radarfallen und Radarwarngeräte

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 8. Sep 2017, 12:47

frems hat geschrieben:(08 Sep 2017, 13:15)
Hat auch niemand geschrieben.


Ich müsste jetzt nachschauen, aber ich erinnere, dass einige User das so vermarkten.

Der Glaube, Tempo 30 statt 50 würde innerorts automatisch eine längere Fahrzeit bedeuten, ist bloß falsch.

Solange man eben nicht über relevante Strecken tatsächlich 70 oder 50 fahren kann. Das ist je nach Stadt und Strecke schon verschieden. Aldemarin hat schon Recht, autobahnmäßig ausgebaute Straßen dürfen durchaus auch so geregelt werden. Da muss dann nicht hart bei 80 Ende sein, aber für die Hauptverkehrszeiten wäre vielleicht 70 oder 60 das richtige Maß und zu anderen Zeiten 100 oder 130.

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