Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Anderus
Beiträge: 1148
Registriert: So 28. Aug 2016, 23:59
Wohnort: Bocholt

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Anderus » So 13. Aug 2017, 11:03

Teeernte hat geschrieben:(13 Aug 2017, 09:46)
Deine Zwischenlösung ist .....der Teppich auf Auslegeware ...die auf dem Marmorboden liegt....

Wer wollte das ausschließen? Dem widerspricht aber, das die Entwicklung des E-Autos, schon über 100 Jahre alt ist. Ja, mehr noch, die Elektrofahrzeuge waren schon eher da, als die Stinker. Es gab aber noch nie den entscheidenden Durchbruch, ein batteriebetriebenes Fahrzeug anbieten zu können, das der Markt annimmt. Vielleicht wird das was, mit den Kleintransportern, die in Aachen entwickelt und gebaut werden? Ein E-Auto was auch nur mit einem Lupo vergleichbar ist, ist weit und breit nicht zu erkennen. Für mich, ist es daher äußerst unwahrscheinlich, das sich dort, in den nächsten 10 Jahren, etwas tun könnte, wenn sich 90 Jahre, auch nichts getan hat.

Teuer - noch teurer...für die Masse unbezahlbar.

Stimmt. Das größte Problem ist das Lithium. In immer mehr Batterien, hält es Einzug. Das Lithium, war der entscheidende Faktor, der das E-Auto wieder in den Bereich des Machbaren gebracht hat. Alte Batterien, mussten erst völlig entladen werden, bis man sie wieder aufladen konnte. Sogar für die Erzeugung von Tritium benötigt man Lithium. Die bekannten Vorkommen an Lithium, betragen zur Zeit, ca. 21 millionen Tonnen, auf der Erde. Da lässt es sich leicht ausrechnen, wann es den Goldpreis überholt. Man sollte heute schon damit beginnen, Deuterium, durch Protonenbeschuss, in Lithium zu verwandeln.

Was meinst Du - kostet die "Mobile" Ladeschale für E-Döschen auf der Strecke Berlin - Hannover ? ...zusätzlich zum 2. Klasse ticket IC ?

(Anreise 2 h vorher inbegriffen..)

Wer die Frage so stellt, begeht einen entscheidenden Denkfehler. Wir haben gar nicht mehr die Alternative, zwischen E-Autos oder Stinker. Die Stinker müssen und werden von der Bildfläche verschwinden. Die Stinker werden irgendwann mal so teuer, das sie den Preis der E-Autos, um ein vielfaches übersteigen werden.

Wenn ich das schon lese, "Was könnte es kosten?"? Bitte, was kostet es denn mehr? Das Verladen könnte man so gestalten, das es automatisch bis halbautomatisch gestaltet wird. Das hätte z.B. den Vorteil, das man mehr Autos auf einen Wagon bekäme, weil man keine Aussteigelücken berücksichtigen müsste. Statt 2.5 Meter, nur 1,5 Meter. Vielleicht, 2 Bedienstete im Zug mehr. Die Bahnhöfe könnte man so gestalten, das optimalste Zuglängen erreicht werden könnten. Dann käme man mit demselben Fahrer aus, der den kürzeren Zug gefahren hätte. Möglicherweise, könnte man mit E-Autos als Huckepack, kostengünstiger fahren, als ohne. Und die paar Watt, die benötigt werden, um den Autoreisezug anzutreiben, könnten leicht erzeugt werden, wenn man ein paar Windkraftwerke mehr bauen würde.

Gut, die Anreise und die Verladung, sind ein Ärgernis. Ins Geld gehen sie kaum. Eher auf die Nerven. Das würde sich aber schnell auf eine zumutbare Größe einpendeln, je weiter das Netz ausgebaut würde. Weiter wäre durchaus denkbar, das an vielen Bahnhöfen, solche Wagons verladen würden, die dann später, dem Kernzug angehangen werden.
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2209
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Misterfritz » So 13. Aug 2017, 11:13

Es macht keinen Sinn, Autos über weite Strecken zu transportieren!
Man kann Autos am Zielort mieten.
Benutzeravatar
Anderus
Beiträge: 1148
Registriert: So 28. Aug 2016, 23:59
Wohnort: Bocholt

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Anderus » So 13. Aug 2017, 11:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Aug 2017, 09:52)
Warum ist es dann für dich unvorstellbar, dass eAutos irgendwann wie heutige PKW nutzbar sein werden, mit 600-700km Reichweite und mit allem nur erdenklichem Komfort?


Nach allem was wir wissen, würde das schnell an seine physikalischen Grenzen stoßen. Von der Machbarkeit ganz zu schweigen. Z.Zt. gibt es jedenfalls noch keinen Hinweis oder ernstzunehmende Theorie, die das auch nur im Promillebereich für denkbar erscheinen lässt. Bitte, stell uns so ein Modell vor, und wir können gerne darüber diskutieren. Es sollte immerhin zum Thema gehören, darzustellen, warum Autoreisezüge verzichtbar sind.

Wenn du von der Idee so überzeugt bist, kannst du ja mal versuchen, auf Kickstarter Geld einzusammeln!


Wer den Kickstarter mit einem Autoreisezug und den dazugehörigen und nötigen Infrastrukturen vergleicht, sollte vielleicht weiter Dreirädchen fahren und Märchenbücher lesen?
Benutzeravatar
Anderus
Beiträge: 1148
Registriert: So 28. Aug 2016, 23:59
Wohnort: Bocholt

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Anderus » So 13. Aug 2017, 11:36

Teeernte hat geschrieben:(13 Aug 2017, 10:07)
Der Wechsel-Akku ist der Dreh und Angelpunkt.

Davon gehe ich nicht aus. Aus Sicherheits-, Kosten-, Gewichts-, und Statikgründen, ist es sinnvoller, den Akku in die Karosserie zu integrieren. Einen solchen Akku kann man nicht austauschen.

Der Akku-Pool der Autowirtschaft .....einheitlich genormt ....und ein großer nimmt davon eben 2 ...zu vernünftigen Preisen.

Dann brauchte man mindestens doppelt so viele Akkus. Dann würde das Lithium noch knapper. Daneben zeigt die Erfahrung eindeutig, das Menschen mit geliehenen Akkus, sorgloser (mutwilliger) umgehen, als mit Eigenen. Zum Schluss, könnte man fast nur noch Akkus ausleihen, die nach 50 Kilometer leer oder defekt wären. Ja, einige Verbrecher kämen sogar auf die Idee, wertlose Attrappen auszutauschen, um das Lithium zu stehlen.

Die Tankstelle hat den Vorrat...und ladet. Automatiktausch - innerhalb einer Minute.

Ja, liest sich auf dem Papier sehr gut. Würde aber jeden Praxistest, nicht überstehen. Eine Tankstelle könnte gar nicht soviele geladene und intakte (siehe oben) Akkus anbieten, wie in Spitzenzeiten benötigt würden.

Denkbar auch als EXTENDER ....in Jedem E-Döschen ist ein kleiner Akku für 50km als Standard - und der LONG Range Extender wird "zugeladen/angemietet" - wenn man Langstrecke fährt....

Würde aber zu den gleichen Problemen führen, wie ich sie oben genannt habe. Eine Überspannung an dem Akku angebracht, oder eine Polvertauschung, würde den Akku in Sekunden zerstören. Ja, selbst das auf den Kopf stellen, macht den Akku, zu einem Schrottteil.
Der Kauf der "Hülle" ist dann bezahlbar - ohne AKKU - und der MietAKKU kostet dann nur die voraussichtliche Strecke..

Wie oben geschrieben. Liest sich auf dem Papier gut. Würde aber den Praxistest nicht überstehen
Benutzeravatar
Anderus
Beiträge: 1148
Registriert: So 28. Aug 2016, 23:59
Wohnort: Bocholt

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Anderus » So 13. Aug 2017, 12:49

immernoch_ratlos hat geschrieben:(13 Aug 2017, 10:27)
Wenn es je sinnvoll sein sollte seinen E-PKW mit auf die Reise zu nehmen - warum auch immer - wäre das ein "Markt" der die notwendigen techn. Veränderungen / Voraussetzungen an Zügen herbeiführen würde.

Im Prinzip hast Du Recht. Zur Zeit scheitert es an der Schwellenangst, an der Dummheit, am Resentiment, an der Anschubfinanzierung, am Veränderungsdruck, an der Anzahl der E-Autos und am Pioniergeist.

Mein Vertrauen in eine vollautomatische Regelung für den unwahrscheinlichen Fall, es gäbe je solche Transporte in Massen, ist ungebrochen. Die auf eine lange Strecke verteilte Ladeleistung ist nichts als eine machbare Ingenieurleistung. Beim Stand der heutigen Digitalisierung wohl das kleinste Problem.

Sehe ich auch so.
Auch dann, wenn der individuelle E-PKW "vor Ort" ist - wo immer das sein könnte, erhebt sich die Frage warum dort mit dem eigenen PKW gefahren werden muss :?: Warum nicht ein geeignetes Fahrzeug dort ausleihen (oder andere Möglichkeiten nutzen) :?: Der allgemein niedrige tatsächliche Nutzungsgrad (vor Ort) spricht eher gegen zudem kostspieligen Transport.


Nun ja, das ist die Gretchenfrage. Sicherheitseinrichtungen, (Feuerlöscher) stehen oft auch zu 100% ungenutzt irgendwo rum. Auch zu Hause, steht das Auto fast nur herum. (Zur Zeit benutze ich es ca. zweimal im Monat.) Es ist wie mit den Sicherheitseinrichtungen. Wenn man sie wirklich braucht, (z.B. für die Fahrt ins Krankenhaus) sind sie unbezahlbar. Da ist dann auch das Mieten keine Alternative. Ein Krankenwagen, ist in 7 Minuten da. Diese 7 Minuten kann man aber nutzen, um schon ins Krankenhaus zu fahren.

Erfahrungsgemäß steht auch ein per Huckepack angekommenes Fahrzeug wenigstens zu ~80% am Zielort nur ungenutzt herum.

Hat aber den Vorteil, das man es jederzeit benutzen kann, wenn man will. Ein Leihfahrzeug erfüllt natürlich den gleichen Zweck. Hab ich mal auf Mallorca gemacht. Kostete aber ca. die Hälfte des Preises, was wir sonst für die Reise bezahlt hatten, und war technisch in einen fragwürdigen Zustand.

Dies ist nichts als eine Gespensterdiskussion - in jeglicher Hinsicht - wäre das Mitnehmen seines PKW eine wichtige Option, würde längst ein entsprechender "Markt" mit allen technischen Voraussetzungen existieren. Bislang eher eine ungenutzte Marktnische. Dabei - für eine techn. Realisation, wäre das Laden von E-PKW wohl der geringste Anlass für größeres Kopfzerbrechen.

Zur Zeit, scheitert die ganze Sache daran, das das Fahren von Stinkern unvergleichlich billiger ist, als jede andere Fortbewegung mit langer Strecke. Mit Lupo von Wesel bis Goslar (maximal 4 Insassen) 35 bis 40 Euro Spritkosten (ca 370 Kilometer). Ja, das mehrmalige Aufladen, wäre eine Option. Geht aber auf Kosten der Lebensdauer. Ca. 1000 Aufladungen und der Akku muss ausgetauscht werden. Natürlich könnte man die Ladezeit, bei entsprechender Infrastruktur, sinnvoll verbringen, ist aber nicht jedermanns Sache. Ein Zug, der eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 Km/h fährt, wäre in jedem Falle wesentlich, oft um Stunden, schneller. Ganz problematisch würde es, wenn Transitzeiten soweit ausgedehnt werden, das mit Sekundenschlaf gerechnet werden muss.

Die Mobilität wird sich allgemein und grundsätzlich verändern. Wie oft kann ein Bewohner im gut vernetzten Umland - oder gleich im Stadtraum - für den Preis eines alle mindestens 10 Jahre neu anzuschaffenden PKW (jeglicher Bauart) andere Formen der Mobilität nutzen :?:


Dann geh mal einen 20 Kilosack Zement, mit den bestehenden Mobilitäten einkaufen? Oder 20 Spanplatten von 50X2X300? Oder, fahr mal um 23.00 Uhr, oder nachts um 2.00 Uhr, zur Frühschicht?

Heute ist Morgen bereits Vergangenheit - alles was das vernetzte Verkehrssystem betrifft - ist in grundsätzlichem Wandel begriffen. Bisherige Gewohnheiten werden zunehmend hinterfragt. Das wird zu Veränderungen führen - gleichgültig ob das so oder so jedem passt....


Genau das möchte ich vermeiden. Ich möchte ein System, was 1.000 Jahre Bestand haben kann. Und, das ist m.E. mit Autoreisezüge zu machen. Es lässt sich zumutbar, sozialverträglich, umweltfreundlich und kostengünstig gestalten. Es wird nochmal eine Veränderung geben, wo schon nächste Woche mit angefangen werden könnte, und würde einen Siegeszug antreten, wie ihn die Erde noch nicht gesehen hat. Und, das Schönste ist, das die Gewohnheiten kaum verändert werden müssten.

Bitte, nennt mir eine Gewohnheit, die heute üblich ist, die sich mit Autoreisezügen, nicht mehr machen lässt? Umgekehrt, hat die Sache viele Vorteile. Die Umwelt wird geschont. Neue zukunftsfähige Arbeitsplätze werden geschaffen. Der Trend in die Stadt zu ziehen, könnte umgekehrt werden. Das Schienennetz könnte wesentlich ausgebaut werden, (z.B. entlang der Fernstraßen). Die Fahrt könnte man nutzen, für den Computer oder Handy, zum Lesen, zum Schlafen, für Gesellschaftsspiele, zum Singen oder Musizieren, zum Essen und Trinken, zur Körperpflege oder einfach nur zur Unterhaltung und zwischenmenschlichem Austausch (Man würde viel mehr Menschen kennen lernen, als im Auto.).

Was eher und weitaus vernünftiger ist - der "umgekehrte Weg" - Teile von Autobahnen für den Schwerverkehr elektrifizieren. El. Strom als Antriebsenergie ist selbst wenn man die "Quelle" zunächst unberücksichtigt lässt, im Vergleich zu Antrieb mit Verbrennungsmotoren DOPPELT so effizient. Dieser Quelle : FAZ "Praxistest von Strom-Lkw ab Ende 2018 in Hessen " wird helfen das herauszufinden.

Ja, kann ich nur unterstützen. Im Norden von Deutschland, soll es auch Forschungen in der Richtung geben. Alles alte Hüte. In Bonn gab es sowas für O-Busse, schon in den fünfziger Jahren. Alles ausgereifte Technik.

Eine existierende Fahrbahn wird "elektrifiziert" - bleibt weiter für die notwendige Übergangszeit auch für die (noch) üblichen LKW (und alle anderen Verkehrsteilnehmer) nutzbar. Das ein so vorhandenes Leitungsnetz auch über Ladestationen E-PKW bedienen kann ist gewiss keine Frage der Übertragungskapazität. Überhaupt, ist so auch der Weg für energiesparendes Fahren im "Verbund" geöffnet. Wer konventionell weiterfahren möchte, tut das zu erhöhten Nutzungsentgelten - die LKW-Maut ist ja schon seit Jahren im Einsatz.

Völlig richtig. Man sollte das paralllel und untereinander, (Autoreisezug und stromangetriebene LKW's (Busse?)) kompatibel, einrichten und ausbauen. Übrigens auch schon ein ganz alter Hut. Schon 1976, habe ich auf der Fahrt nach Rom, Züge gesehen, wo LKW's, verladen auf der Eisenbahn, über die Alpen gebracht worden sind.
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42508
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon frems » So 13. Aug 2017, 17:35

Anderus hat geschrieben:(13 Aug 2017, 06:24)

Glaub mir, ich bin kein Spinner. Natürlich war die Idee, Autoreisezüge anzubieten, von vorn herein undurchdacht. Die Idee war dazu verurteilt, nicht kostendeckend zu arbeiten. Das kann sich auf Dauer, kein Privatunternehmen, was die Bahn heute ist, leisten.

Also mal vorweg: ich find die Idee ja sympathisch. Und es schließt sich nicht aus, kostendeckend zu arbeiten, wenn der Staat etwas fördert. Schon heute unterscheidet man zwischen gemein- und eigenwirtschaftlichen Verkehrsdienstleistungen. Letztere (insb. Fernstrecken, z.B. ICE) fahren die Eisenbahnverkehrsunternehmen auf eigene Kosten und behalten alle Einnahmen durch Ticketverkäufe und sonstige Dienstleistungen. Bei ersteren schreibt die öffentliche Hand eine Dienstleistung aus (z.B. Nahverkehr) und es machen Unternehmen Angebote, wovon in der Regel der wirtschaftlichste Anbieter den Zuschlag erhält. Andere Kriterien (z.B. durchschnittliches Fahrzeug-Alter, Kundenangebote, Bildschirme/Informationssysteme) sind aber oftmals auch relevant.. Die Einnahmen gehen dann alle in einen Topf (z.B. vom Verkehrsverbund) und das Unternehmen kriegt die vereinbarte Summe jedes Jahr ausgezahlt, wenn die Leistung stimmt (z.B. ohne Abzug durch zu viele Verspätungen).

So ist es durchaus möglich, dass man dann Verkehrsdienstleistungen anbietet, die zunächst einmal bezuschusst werden müssen. Da muss man aber volkswirtschaftlich auch eine Gesamtrechnung machen, z.B. eine Berücksichtigung der sinkenden Anzahl von Pkw auf der Straße (weniger Lärm, Unfälle, Abgase, Straßenabnutzung), sodass es auch mit einem Zuschuss unterm Strich lohnend sein kann. Das durchführende Unternehmen berücksichtigt solche Aspekte natürlich nicht, sondern will nur mindestens seine Betriebskosten reinbekommen.

Bei den Elektroautos, ist die Situation aber von vorn herein eine andere. Der heutige Stand der E-Autos, krankt an allen Enden und Kanten. Die Reichweite, selbst im Sommer, lässt sehr zu wünschen übrig. Im Winter, wenn eine Heizung den halben Strom wegfrisst, noch mehr. Wer hier träumt, so wie bei Tesla, er könnte das Problem damit lösen, immer schwerere Batterien zu bauen, könnte schnell an Grenzen kommen, wo die Sache utopisch wird.

Gerade bei den schweren Tesla-Modellen fällt der Strombedarf von Heizungen wenig ins Gewicht, zumal im Sommer gerne die Klimaanlage läuft. Zudem ist es ja nicht so als wären die verwendeten Technologien bereits am Ende angekommen, noch dass keine neuen entwickelt werden.

Es lässt sich auf Dauer, wenn man dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen will, gar nicht vermeiden, die Dinger huckepack zu fahren, um lange Reichweiten, auch mit dem Elektroauto, bewältigen zu können. Vorschläge, die Dinger alle 100 Km aufzuladen, sind völlig hirnrissig. Wie lange sollte eine Reise von 2.000 Km (Spanien), denn dauern?

Alle 100 km muss man ja auch nicht aufladen, wenn man sich einen Wagen holt, der im Realbetrieb auf 400 bis 600 kommt. Eisenbahnverkehre von Deutschland nach Spanien sind auch sehr unrealistisch, weil sie sehr umständlich sind und häufiges rangieren bedeuten, da die Stromsysteme und Spurweiten unterschiedlich sind: https://de.wikipedia.org/wiki/Interoper ... indernisse

Da muss man sich eben ein entsprechendes Fahrzeug holen, welches die entsprechenden Bedürfnisse bedient. Kauft man sich einen billigen Cityflitzer, z.B. den eGo Life (keine 12.000 mit Prämie für den Neuwagen), weiß man ja vorweg, dass er eine schwächere Batterie hat und nur für Stadt und Umland geeignet ist. Deshalb ist er auch so günstig.

Zudem: heutzutage fährt doch kaum noch jemand von Deutschland nach Spanien, sofern er nicht auf der Strecke dazwischen auch Urlaub machen möchte. Da steigt man bequem in den Flieger und greift vor Ort auf einen Mietwagen oder Carsharing zurück. Das ist auch viel günstiger. Alleine für Hin- und Rückfahrt bedeuten 4000 Kilometer bei einem durchschnittlichen Auto 1400 bis 1600 Euro. Zeitaufwand, Unterkunft, Maut- und Parkgebühren noch gar nicht berücksichtigt, sondern nur Sprit, Verschleiß, Wertverlust etc.

Wir haben ja den Vorteil, das wir Erfahrung mit Autoreisezügen haben. Wir brauchen ja gar nicht bei Null anzufangen. Man brauchte doch nur, einen Versuchsreisezug, z.B. bei Siemens in Krefeld, in Auftrag zu geben und nach dem neuesten Stand der Technik, entwickeln und bauen zu lassen. Die Gleise und Locks sind vorhanden. Man könnte bevorzugt nachts fahren, und einfach nur mal testen, wie die Sache läuft. Wo liegt da eigentlich das Problem?

Ich selbst hätte mit einem Test kein Problem, aber bezweifle, dass sich wer findet, der es nutzen will. Es gibt nur sehr wenige Elektrofahrzeuge in Deutschland. Und der typische Käufer (von staatlichen Stellen abgesehen) hat den Stromer als Zweitwagen im ländlichen Raum, sprich, nicht in der Nähe von geeigneten Bahnhöfen.

Und wie gesagt, selbst von Leuten mit Verbrennungsmotoren werden die Autoreisezüge kaum genutzt, sodass das Angebot vielerorts eingestellt wurde. Wie will man da mit 0,x% Marktanteil da etwas bewegen, wenn es kaum Vorteile bringt?

Was die Skepsis angeht, ist man immer wieder erstaunt, wie leichtgläubig und verbohrt viele Menschen sein können. Wie war das denn damals mit den Atomkraftwerken? Sollten da nicht die Lichter ausgehen? Sollten die Leute nicht auf Zügen in Ohnmacht fallen, die schneller als 100 Km/h fuhren? Sollte der Growian (Großwindanlage) der heute eher eine Kleinwindanlage darstellt, nicht als Witzfigur in die Geschichte eingehen? Sollte nicht die erste Rakete, außerhalb der Atmosphäre verglühen und explodieren? Und, sollten die Astronauten, nicht auf dem Mondstaub, metertief versinken? Tut mir Leid, aber ich kann mit so einer Maschinenstürmerei, nicht das Geringste anfangen, zumal es Autoreisezüge, schon seit fast 100 Jahren gibt.

Bezüglich der Skepsis hast Du ja recht, aber das betrifft ja auch die Befürchtung, alle Fahrzeuge könnten nur 100 km fahren und müssten dann ewig geladen werden. Heute kriegt man selbst Akkus mit hoher Kapazität in 20-30 Minuten auf bis zu 80% geladen. Das heißt, bei einer Tagesstrecke von 1000 Kilometern müsste man zwischendurch einmal an die "Zapfsäule". Und was glaubst Du, wie die typische Familie, die in den Sommerurlaub nach Spanien fährt und zwei, drei Kinder auf der Rückbank hat, fährt? So eine Strecke ohne Zwischenstopp ganz sicherlich nicht. Abends wird der Wagen beim Hotel angestöpselt und ist am nächsten Morgen voll. Die Bedenken sind da in der Praxis faktisch ausgeschlossen.

Aber, wie gesagt, wahrscheinlicher ist es, den Flieger zu nehmen und sich Bedarf einen Wagen auszuleihen. So hat man mehr Tage zur Verfügung und spart auch noch Geld. Ich hatte auch noch nie den Eindruck, dass es jemand sonderlich erholsam fand, so eine lange Strecke zu fahren. Da ist eine Ehekrise wahrscheinlicher.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13178
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » So 13. Aug 2017, 18:08

Misterfritz hat geschrieben:(13 Aug 2017, 11:12)

Gut,
das sind aber eher private Probleme. Wer die Nordsee vor der Tür hat und meint erheblich weiter entfernt noch ein Domizil an der Ostsee haben zu müssen, muss halt zusehen, wie er dahin kommt.

Und es erschliesst sich mir auch der Sinn nicht, Autos über eine so lange Strecke zu transportieren. Dafür gibt es andere Lösungen, z.B. ein Auto am Zielort zu mieten.


Solche Luxusprobleme muß man dann eben lösen; was ich mir mit viel Vergnügen überlege. Sorgen hat man... :D Stellen Sie sich vor, man wäre seh- oder hörbehindert oder gar bettlägerig. Na, vielleicht verlege ich ja ganz auf's Land hinter der Ostseeküste. Eine reine Ärztefrage. :cool:

Ich habe schon meinen Traumwagen entdeckt: e.GO Life mit 130 km Reichweite. Na, mal sehen!
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 11406
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Teeernte » So 13. Aug 2017, 18:14

Anderus hat geschrieben:(13 Aug 2017, 12:03)

Wer wollte das ausschließen?


Stinker ?

Batterieautos haben auch mal "gestunken". Billige Säure...keine reinen Metalle...und der Gummi war nicht säureresistent.

Leider kann sich daran keiner mehr erinnern.

Auch nicht an die stinkenden Gase beim laden, .... der Explosionsgefahr beim Laden -

Genau solche Evolution fehlt dem Benziner und dem Diesel. MACHBAR ists - dass nur CO2 und H2O rauskommt.

Aber die SAU muss durchs DORF.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 11406
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Teeernte » So 13. Aug 2017, 18:28

Anderus hat geschrieben:(13 Aug 2017, 12:36)

Davon gehe ich nicht aus.
Wie oben geschrieben. Liest sich auf dem Papier gut. Würde aber den Praxistest nicht überstehen


Dem Inschenör ist nichts zu schwör...

Es gibt sogar Autos zu mieten......und da tauscht auch keiner (meistens) die Teile.

Statik - geht nicht ? Lächerlich. man bekommt die 2*100 kg nicht "fest" ? :D :D :D

Ein PKW steht 23 h durchschnittlich - und legt nur 50 km durchschnittlich zurück.

Du benötigst also für Langstrecke maximal 10% der Akkukapazität gegenüber Vollausstattung bei JEDEM PKW.

Ist eine PREISFRAGE.... kostet die Minute "AKKU" 10 Cent ..... hat man diesen schnell kurz vor Ziel zurück. 50 Km Restreichweite - die zuhause//auf Arbeit // beim Aldi geladen werden könnte.

Technische Probleme sind in den Griff zu bekommen .....

Nicht aber die Ressourcenverbrennung des Auto-Bahntransportes. (Kosten)
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13178
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » So 13. Aug 2017, 18:40

Teeernte hat geschrieben:(13 Aug 2017, 19:14)
...
Genau solche Evolution fehlt dem Benziner und dem Diesel. MACHBAR ists - dass nur CO2 und H2O rauskommt.
...


Könnte es sein, daß diese Evolution den Autobauern oder Motorbauern keine Freude macht, weil die Kosten für den Antrieb zu hoch werden... und die Kaufpreise machen dann wieder den Käufern keine rechte Freude mehr?

Oder maßgebliche Manager der Autobauer sind nicht nur Betrüger, sondern auch noch Nieten im Nadelstreifen... was ich für weniger wahrscheinlich halte.
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13178
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » So 13. Aug 2017, 19:01

Misterfritz hat geschrieben:(13 Aug 2017, 11:12)

Gut,
das sind aber eher private Probleme. Wer die Nordsee vor der Tür hat und meint erheblich weiter entfernt noch ein Domizil an der Ostsee haben zu müssen, muss halt zusehen, wie er dahin kommt.

Und es erschliesst sich mir auch der Sinn nicht, Autos über eine so lange Strecke zu transportieren. Dafür gibt es andere Lösungen, z.B. ein Auto am Zielort zu mieten.


Mir fällt zu Ihrem Hinweis auf "private Probleme" noch etwas ganz anderes ein. Sehr oft findet man als abwehrenden Hinweis auf eine Lösungsidee, daß man nicht von sich auf andere schließen solle. Das ist sicher nicht ganz abwegig. Aber ist es denn nicht so, daß wir zunächst einmal Lösungen suchen, die unsere höchst privaten Probleme lösen?

Dadurch wird doch die Beschäftigung mit Lösungen erst sinnvoll... auch dann, wenn sie für andere Teilnehmer Luxusprobleme sind. Man könnte natürlich umsatteln zum Minimalisten. Der braucht unseren ganzen modernen Kram nicht, und er lebt viel länger; wenigstens wird das ihm so vorkommen. :)
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2209
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Misterfritz » So 13. Aug 2017, 19:06

H2O hat geschrieben:(13 Aug 2017, 20:01)

Mir fällt zu Ihrem Hinweis auf "private Probleme" noch etwas ganz anderes ein. Sehr oft findet man als abwehrenden Hinweis auf eine Lösungsidee, daß man nicht von sich auf andere schließen solle. Das ist sicher nicht ganz abwegig. Aber ist es denn nicht so, daß wir zunächst einmal Lösungen suchen, die unsere höchst privaten Probleme lösen?

Dadurch wird doch die Beschäftigung mit Lösungen erst sinnvoll... auch dann, wenn sie für andere Teilnehmer Luxusprobleme sind. Man könnte natürlich umsatteln zum Minimalisten. Der braucht unseren ganzen modernen Kram nicht, und er lebt viel länger; wenigstens wird das ihm so vorkommen. :)
Aber mir ging es um die grundsätzliche Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, Autos per Zug zu transportieren. Es dürfte auch ökologisch sinnvoller sein, wenn man Autos am Zielort mietet.
hallelujah
Beiträge: 4307
Registriert: Mo 17. Mär 2014, 19:49

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon hallelujah » So 13. Aug 2017, 19:10

Misterfritz hat geschrieben:(13 Aug 2017, 20:06)

Aber mir ging es um die grundsätzliche Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, Autos per Zug zu transportieren. Es dürfte auch ökologisch sinnvoller sein, wenn man Autos am Zielort mietet.


Probleme sind oft aber das Gepäck, Zeit (alles zusammengerechnet) und Bequemlichkeit (hier zähle ich mich selbst dazu, gebe ich zu)
Zuletzt geändert von hallelujah am So 13. Aug 2017, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 11406
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Teeernte » So 13. Aug 2017, 19:12

H2O hat geschrieben:(13 Aug 2017, 19:40)

Könnte es sein, daß diese Evolution den Autobauern oder Motorbauern keine Freude macht, weil die Kosten für den Antrieb zu hoch werden... und die Kaufpreise machen dann wieder den Käufern keine rechte Freude mehr?

Oder maßgebliche Manager der Autobauer sind nicht nur Betrüger, sondern auch noch Nieten im Nadelstreifen... was ich für weniger wahrscheinlich halte.


Autobauer machen LIMBO - immer grade so unter dem Wert durch. (Gleiches RECHT für ALLE - zu jeder ZEit ...auch bei Kälte... :D :D :D )

JEDER mittelprächtig studierte Maschinenbauer sollte derartige Filter hinbekommen. ...für wenig Geld -

Sicher - (noch) nicht ganz Bedienerfreundlich - so wie eine Petromax gegen nen Lichtschalter. Aber machbar.

Wenn die Forderung nach den GLEICHEN Schadstoffen - gegenüber dem Elektromix - Abgasen//Reststoffen inklusive Eigenbedarf der Kraftwerke/Reproduktion sein soll - MACH DOCH - ärgere Dich aber nicht - wenn es dann mehr Abgase/Reststoffe als jetzt sind !

NOCH fährt die E-DOSE (auch) mit ATOMSTROM - ein paar Mikrogramm Strahlung je KWH - soooooo Schmutzig ist KEIN DIESEL !
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2209
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Misterfritz » So 13. Aug 2017, 19:13

hallelujah hat geschrieben:(13 Aug 2017, 20:10)

Problem ist oft aber das Gepäck
Auch das liesse sich regeln. Die Bahn bietet ja schon Abholservice für Gepäck an. Und wenn es mehr Nachfrage danach gibt, wird es sicherlich auch mehr Angebote dafür geben.
hallelujah
Beiträge: 4307
Registriert: Mo 17. Mär 2014, 19:49

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon hallelujah » So 13. Aug 2017, 19:16

Misterfritz hat geschrieben:(13 Aug 2017, 20:13)

Auch das liesse sich regeln. Die Bahn bietet ja schon Abholservice für Gepäck an. Und wenn es mehr Nachfrage danach gibt, wird es sicherlich auch mehr Angebote dafür geben.


Regeln lässt sich alles. Die Frage ist, wie es genutzt würde. Hier ist es aber gewöhnlich so, dass nach besserer öffentlicher Infrastruktur gerufen wird, am Ende es aber zu Wenige es dann wirklich nutzen.
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2209
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Misterfritz » So 13. Aug 2017, 19:40

hallelujah hat geschrieben:(13 Aug 2017, 20:16)

Regeln lässt sich alles. Die Frage ist, wie es genutzt würde. Hier ist es aber gewöhnlich so, dass nach besserer öffentlicher Infrastruktur gerufen wird, am Ende es aber zu Wenige es dann wirklich nutzen.
Wie ich schon sagte, wenn die Nachfrage da ist.
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13178
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » So 13. Aug 2017, 19:46

Misterfritz hat geschrieben:(13 Aug 2017, 20:06)

Aber mir ging es um die grundsätzliche Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, Autos per Zug zu transportieren. Es dürfte auch ökologisch sinnvoller sein, wenn man Autos am Zielort mietet.


Ihre Begründung war mir schon klar; sie ist ja nicht unlogisch... so wie der Gedanke an Autoreisezüge auch nicht ganz daneben liegt. Schon daran zu erkennen, daß ich in jüngeren Jahren diese Angebote "Flugreise mit Leihwagen und gemietetem Ferienhaus", "Autoreisezug mit gemietetem Ferienhaus", "Autoreise mit Zelt", "Fahrradreise mit Zelt" sämtlich ausgekostet und für gut befunden hatte.

Wenn man dann älter wird, zumindest mir geht das so, dannn möchte man noch einmal eine Aufgabe haben, die einem Freude macht. Dann baut der eine oder andere eben ein Ferienhaus, träumt vielleicht sogar vom Leben auf dem platten Lande in der fernen Pusta.... macht das und mehr und immer länger. Dann ist ein Leihwagen nicht so praktisch von den Kosten her, und am Ende sitzt man festgenagelt mitten in der Pusta. Kein so guter Zustand, wenn man es anders haben kann!

Ok, an zwei Esel hatte ich auch schon gedacht, und einen Eselskarren. Das geht aber nur bei Daueraufenthalt. Mit den Tieren umgehen, sie pflegen und versorgen... damit hätte ich kein Problem; im Gegenteil.

Da ist ein Elektroauto mit bescheidenen Leistungsdaten (TWIZZY, e.GO Life) doch praktischer. Oder, wenn die Lebensumstände das zulassen, eben an beiden Endstellen des Lebens jeweils eins. Man gönnt sich ja sonst nichts. :)

Und da kam mir der Vorschlag mit dem Autoreisezug gerade recht... dann bräuchte ich nur einen fahrbaren Untersatz. Und wer weiß, wer sonst noch davon einen Nutzen hätte, den er sich auch etwas kosten lassen würde. Das muß man eben in solchen Diskussionen heraus filtern.

Der Zuspruch zum Autoreisezug ist hier nicht gerade überwältigend hoch. Damit plane ich also besser nicht. Aber der Pendlerverkehr polnischer Arbeitnehmer bietet derzeit viele Möglichkeiten. Da sind gleich mehrere Leute froh:
    Der Arbeitgeber hat die gesuchte Fachkraft,
    der polnische Arbeitnehmer verdient erheblich besser als zu Hause,
    der Pendler hat jemanden, der sich an den Fahrtkosten beteiligt,
    und die Fahrt ist nicht gar so langweilig
    Letztendlich reise ich dann von Punkt zu Punkt ohne Straßenbahn oder Taxi... super!
    Organisationskosten dicht bei Null
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 28928
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 13. Aug 2017, 22:53

Anderus hat geschrieben:(13 Aug 2017, 12:14)

Nach allem was wir wissen, würde das schnell an seine physikalischen Grenzen stoßen.

Wir wissen eben nicht alles. Vor zwanzig Jahren war es noch völlig unvorstellbar, dass jeder einen leistungsfähigen Minicomputer mit sich rumschleppt, der jede Menge andere Geräte ersetzen würde. Ich bin überzeugt, dass man das Reichweitenproblem lösen wird.

Wer den Kickstarter mit einem Autoreisezug und den dazugehörigen und nötigen Infrastrukturen vergleicht, sollte vielleicht weiter Dreirädchen fahren und Märchenbücher lesen?

Bisschen mehr Fantasie, bitte. Mit dem eingesammelten Geld kann man das Konzept vernünftig ausarbeiten, die Werbetrommel rühren und sich für Investoren mit richtig Geld interessant machen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Maikel
Beiträge: 42
Registriert: So 4. Jun 2017, 18:44

Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Maikel » Mo 14. Aug 2017, 07:28

Misterfritz hat geschrieben:(13 Aug 2017, 20:13)Die Bahn bietet ja schon Abholservice für Gepäck an.

Den muß man etliche Tage vorher organisieren. Und dann vor Ort sein, wenn das Gepäck abgeholt wird.

Solches Gepäck wird übrigens mit Lastwagen ans Ziel transportiert. Ist für die Bahn einfacher, als die eigene Organisation zu nutzen.

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste