Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

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Parkraum gibt's bei uns ...

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garfield336
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Re: Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

Beitragvon garfield336 » Mo 31. Jul 2017, 10:51

Keoma hat geschrieben:(31 Jul 2017, 11:22)

Stelle ich mir nicht einfach vor, wenn alle am Bahnhof wohnen wollen.


Ich halte das für unpraktisch, Hört sich gut an nah an einem Verkehrsknotenopunkt zu wohnen, in der Praxis ist es eher suboptimal.

Weil Verkehrsknotenpunkt auch meistens Lärm bedeutet, und vorallem: Der Stau fänkt bei der Haustüre an.!
An weniger dicht besiedelten Ecken kommt man doch meistens ohne Stau überall hin.

Und bei Bus und Zugfahrten. Man mus dann erstmal die 100-200m zum Bahnhof laufen und dann generell noch 10min Wartezeit dazurechnen und meistens fährt der Zug gar nicht dahin wo man will.
Was Umsteigen und noch längere Reisedauer bedeutet.
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Alter Stubentiger
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Re: Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 31. Jul 2017, 11:34

pikant hat geschrieben:(31 Jul 2017, 11:21)

ich wohne 100 meter vom Bahnhof entfernt :D und nur 80meter vom Busbahnhof
musst es halt so einrichten mit der Wohnung, dass man direkt am Bahnhof wohnt und nicht in einem Vorort wo nichts los ist und alle 5 Stunden mal ein Bus verbeikommt.

Da konnte ich aber preiswert eine Wohnung erwerben und bin jetzt miet und schuldenfrei. Man kann nicht alles haben. Gerade Wohnungen muß man nehmen wo man sie kriegen kann wenn man nicht die dicke Kohle hat.
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Re: Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

Beitragvon pikant » Mo 31. Jul 2017, 11:43

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Jul 2017, 12:34)

Da konnte ich aber preiswert eine Wohnung erwerben und bin jetzt miet und schuldenfrei. Man kann nicht alles haben. Gerade Wohnungen muß man nehmen wo man sie kriegen kann wenn man nicht die dicke Kohle hat.


dem kann man nicht widersprechen.
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frems
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Re: Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

Beitragvon frems » Mo 31. Jul 2017, 15:21

pikant hat geschrieben:(31 Jul 2017, 12:43)

dem kann man nicht widersprechen.

Ist aber etwas kurz gedacht, wenn man über lange Fahrten und hohe Mobilitätskosten jammert. Einfach mal schauen, was man über 20, 30 Jahre dafür ausgibt. Mit dem Aufschlag könnte man sich auch eine ordentliche Wohnung mit höherer Lebensqualität und besserer Anbindung kaufen. Aber soweit denken viele halt nicht, obwohl man nur die Grundrechenarten benötigt. Gut für die Projektentwickler.
Labskaus!

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Re: Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

Beitragvon Raskolnikof » Sa 5. Aug 2017, 12:35

Grundsätzlich wäre ich für eine drastische Verteuerung der Parkgebühren innerhalb unserer Großstädte. Vorschlag: 5 Euro für jede angefangene halbe Stunde. Damit würden sich die Schadstoffbelastungen durch PKW-Abgase drastisch vermindern, weil sich dann die Leute alternativer Fortbewegungsmittel bedienen müssten (ÖPNV oder Fahrrad). Außerhalb des innerstädtischen Ringes ist den meisten Leuten es zu Fuß in die City meist schon zu weit, zudem ist da in der Regel von Anwohnern alles dichtgeparkt oder es gibt Anwohnerparkrechte.

Ich hatte es an anderer Stelle bereits gepostet, ist aber auch hier interessant:
Es gibt Städte, da haben es die Regierenden verstanden. Kopenhagen, die Hautstadt Dänemarks (592.000 Einwohner) ist so eine. Da wurden aus ganzen Innenstadtbereichen der Autoverkehr verbannt. Stattdessen wurden aus ehemaligen Auto-Fahrstraßen reine Fahrradstraßen mit einer speziellen abgesetzten Fahrspur exklusiv für den Lieferverkehr oder aber es wurde von ehemals viel befahrenen Autostraßen eine komplette Spur für reinen Fahrradverkehr umfunktioniert. Und damit kein Autofahrer auf dumme Gedanken kommt wurden diese Fahrradstraßen auch noch mit Bordsteinen von der Autostraße abgesetzt. Zuwiderhandelnde Autofahrer gibt es da so gut wie gar nicht. Kein Wunder, da tun entsprechende Bußgelder im Gegensatz zu Deutschland auch richtig weh.

Dieses konsequente Umdenken in Kopenhagen hat sogar dazu geführt, dass in der Stadt mit vielen über Wasserstraßen führende Straßen extra für Fahrradfahrer Brücken gebaut wurden oder aber ehemalige Brücken für Autofahrer zu reinen Fahrradbrücken umfunktioniert wurden.
Kurzum: In Kopenhagen ist ganz bewusst das Autofahren unattraktiv gemacht worden. Nein anders: In Kopenhagen wurde vielen Autofahrern das Radfahren oder/und Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel schmackhaft gemacht und immer mehr Autofahrer lassen sich von dem Verkehrskozept der Kopenhagener Stadtväter überzeugen. Dafür wurde aber der Öffentliche Personennahverkehr konsequent ausgebaut. Der Radverkehrsanteil in Kopenhagen liegt bei weit mehr als 50 Prozent und wächst weiter. In Deutschland sind es um die 10 – 12 Prozent. Interessant: Der verbleibende Autoverkehr profitiert von diesem Konzept aufgrund weniger Staus. Durch die räumliche Trennung von Auto- und Fahrradverkehr sind zudem die Unfallzahlen gesunken.

Die Folgen: Die Kopenhagener sind stolz auf ihre Stadt. Dies einfach deshalb, weil man dort im Gegensatz zu früheren Zeiten wieder aufatmen kann. Kopenhagen hat sich in den letzten Jahren zu einer grünen und umweltfreundlichen Großstadt entwickelt mit viel Grün und Charm. Es macht Spaß dort unterwegs zu sein, auch wenn man sein Auto mehr oder weniger freiwillig vor den Toren der Stadt abstellt oder gleich mit dem Fahrrad fährt.
Anfangs waren da natürlich die Geschäftsleute skeptisch. Sie fürchteten um Umsatzeinbußen durch. Aber genau das Gegenteil trat ein. Kopenhagen ist zu einer Vorzeige- und Einkaufsstadt geworden, in der Mann/Frau gern längere Zeit und nicht nur zum Shoppen verbleibt.
Aus fernen Ländern wie China und Japan kamen bereits Delegationen angereist um sich das städtebauliche Konzept von Kopenhagen anzuschauen und davon zu lernen. Und Kopenhagen ist noch lange nicht am Ziel seiner ehrgeizigen Pläne angelangt.

Nicht ganz unwichtig: Während die beiden klassischen „Fahrradstädte“ Oldenburg und Osnabrück pro Einwohner und Jahr 3 – 4 Euro für den Ausbau und Instandhaltung ihres Fahrradwegenetzes ausgeben macht da Kopenhagen 23 Euro locker.

Ganz interessant:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 31726.html
Beispiel Kopenhagen ab Min. 15
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
Aristide
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Re: Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

Beitragvon Aristide » Sa 5. Aug 2017, 17:29

Natürlich sind parkaplätze in Deutschland nicht zu billig. Die mobilitär der bevölkerung ist ein hohes gut und ein duch den staat zu schützendes bürgerrecht.
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Teeernte
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Re: Sind Parkplätze in Deutschland zu billig (für den Nutzer)?

Beitragvon Teeernte » Sa 5. Aug 2017, 17:36

Aristide hat geschrieben:(05 Aug 2017, 18:29)

Natürlich sind parkaplätze in Deutschland nicht zu billig. Die mobilitär der bevölkerung ist ein hohes gut und ein duch den staat zu schützendes bürgerrecht.


4 Quadratmeter MINDESTENS je Fahrzeug der Gesellschaft ENTZOGEN.... :D :D :D

Wer ein PKW kauft hat Geld - PKW Parkplätze bereitzustellen ist eine Absatz-Förderung der Industrie mit Steuergeld...

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