Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

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Teeernte
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 10:58

Pro&Contra hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:18)

Ich versuche es mal anders zu erklären.
Eine Autofahrer fährt Auto und fliegt in den Urlaub.
Ein Fahrradfahrer fährt Fahrrad und fliegt in den Urlaub.
Wer belastet die Umwelt mehr?


.....Verteile bitte die 35.000 Eu jahreseinkommen in D

eines Radfahrers ....und eines Autofahrers.
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frems
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 12:27

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 01:08)

Der Fussgänger hat weniger Schutz als der Radfahrer. Der Radfahrer betreibt zusätzlich einen gefährlichen Gegenstand ,den der Radfahrer wiederholt gegen Fußgänger einsetzt... falls bei Frems noch keiner vorbeigekommen IST....auf dem Fussweg mit viel Fußgängerverkehr.

Zürch will keine Autos zurückdrängen.... Schweizer generell NICHT. Man wünscht nur nicht fremde Kosten zu tragen... :D :D :D

....wer verbreitet hier Hetze ??? Ich seh da nur einen..Frems :D :D :D

Fußgänger haben nicht weniger Schutz als Radfahrer, Genosse. Da hat Dir der ADAC wohl wieder Unsinn eingeredet. Könntest Du den Vorwurf der Hetze mal konkret erklären oder sind das wieder nur die Schnappatmungen der Monteure, die um 12 Uhr am Kiosk mit einer Dose Bier stehen? :p
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon schelm » So 11. Jun 2017, 12:35

frems hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:45)

Weniger Schutz als Radfahrer hat niemand. Und wenn sie einen Radfahrstreifen haben, sind sie eindeutig der schwächere Verkehrsteilnehmer. Daher ist eine Gleichsetzung von Rad- und Autoverkehr auch irrsinnig und widerspräche auch der StVO. Aber das sind dann die selben Leute, die noch nicht mitbekommen haben, dass die Radwegenutzungspflicht seit über 20 Jahren nicht mehr existiert und sie trotzdem einen roten Kopf kriegen, wenn ein Radfahrer "trotz" vorhandenen Radwegs auf der Straße fährt.

Nach meinem Kenntnisstand besteht die Benutzungspflicht, wenn der Radweg parallel zur Fahrbahn der Straße verläuft, es sei denn, die Benutzung wäre unzumutbar ( zugeparkt, baulich oder wegen Witterung bedingt ).
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 12:41

schelm hat geschrieben:(11 Jun 2017, 13:35)

Nach meinem Kenntnisstand besteht die Benutzungspflicht, wenn der Radweg parallel zur Fahrbahn der Straße verläuft, es sei denn, die Benutzung wäre unzumutbar ( zugeparkt, baulich oder wegen Witterung bedingt ).

Den Kenntnisstand haben nicht wenige Bundesbürger und er ist seit über zwei Jahrzehnten falsch. Unter Kohl wurde die Nutzungspflicht abgeschafft. Die Existenz eines Radwegs sagt absolut gar nichts darüber aus, ob man auf der Straße fahren darf oder nicht. Einzig und alleine die Verkehrsschilder sind relevant.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon schelm » So 11. Jun 2017, 12:55

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 01:08)

Der Fussgänger hat weniger Schutz als der Radfahrer. Der Radfahrer betreibt zusätzlich einen gefährlichen Gegenstand ,den der Radfahrer wiederholt gegen Fußgänger einsetzt... falls bei Frems noch keiner vorbeigekommen IST....auf dem Fussweg mit viel Fußgängerverkehr.

Zürch will keine Autos zurückdrängen.... Schweizer generell NICHT. Man wünscht nur nicht fremde Kosten zu tragen... :D :D :D

....wer verbreitet hier Hetze ??? Ich seh da nur einen..Frems :D :D :D

Ich bin Fussgänger, Radfahrer und Autofahrer. In der Eigenschaft beider letztgenannter Verkehrsteilnehmer lege ich jeweils 15 000 km pro Jahr zurück. Nur als Radfahrer hingegen erlebe ich es als Neutrum behandelt zu werden. Meine Verkehrswege als Radfahrer enden oft spontan im Nichts, Fussgänger beanspruchen fast grundsätzlich gemeinsame Wege völlig Aufmerksamkeitsbefreit als Bürgersteig, Autofahrer parken sie oder abgesenkte Bordsteine, die als Auffahrt dienen im Wegeverlauf zu, Umlaufsperren statt Warnschilder u.s.w.

Im Interesse eines Radfahrers liegt es prinzipiell wie bei jedem anderen Verkehrsteilnehmer auf den kürzesten Wege von A nach B zu gelangen. Ich zeige mich als Fussgänger auch intolerant, wenn Radfahrer über die Altersgrenzen den Bürgersteig rabiat benutzen, drücke eher ein Auge zu, tun sie es in Schrittgeschwindigkeit, weil mir bewusst ist, sie reagieren zumeist nur auf fehlende Wegeverbindungen der Infrastruktur und gefährliche Grundsituationen.

Beides müsste sich ändern : Radfahrer müssen als Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt wahrgenommen, respektiert, ihre nötige Infrastruktur ausgebaut und somit Ihre Verstöße ( die in Folge auf das allgemeine Niveau im Verkehr schrumpfen ) auch geahndet werden.

Von Fahrspuren direkt neben der Fahrbahn halte ich nur etwas, wenn parallel Tempo 30 mit dauerhaft installierten Blitzern vorhanden wären, alles andere erscheint mir für die meisten zu gefährlich, obwohl ich selber diese Spuren nutze.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Ebiker » So 11. Jun 2017, 13:09

Schade das es keinen danke oder gefällt mir Button gibt, schelm hat es auf den Punkt gebracht.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 13:12

schelm hat geschrieben:(11 Jun 2017, 13:55)

Ich bin Fussgänger, Radfahrer und Autofahrer. In der Eigenschaft beider letztgenannter Verkehrsteilnehmer lege ich jeweils 15 000 km pro Jahr zurück. Nur als Radfahrer hingegen erlebe ich es als Neutrum behandelt zu werden. Meine Verkehrswege als Radfahrer enden oft spontan im Nichts, Fussgänger beanspruchen fast grundsätzlich gemeinsame Wege völlig Aufmerksamkeitsbefreit als Bürgersteig, Autofahrer parken sie oder abgesenkte Bordsteine, die als Auffahrt dienen im Wegeverlauf zu, Umlaufsperren statt Warnschilder u.s.w.

Im Interesse eines Radfahrers liegt es prinzipiell wie bei jedem anderen Verkehrsteilnehmer auf den kürzesten Wege von A nach B zu gelangen. Ich zeige mich als Fussgänger auch intolerant, wenn Radfahrer über die Altersgrenzen den Bürgersteig rabiat benutzen, drücke eher ein Auge zu, tun sie es in Schrittgeschwindigkeit, weil mir bewusst ist, sie reagieren zumeist nur auf fehlende Wegeverbindungen der Infrastruktur und gefährliche Grundsituationen.

Beides müsste sich ändern : Radfahrer müssen als Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt wahrgenommen, respektiert, ihre nötige Infrastruktur ausgebaut und somit Ihre Verstöße ( die in Folge auf das allgemeine Niveau im Verkehr schrumpfen ) auch geahndet werden.

Von Fahrspuren direkt neben der Fahrbahn halte ich nur etwas, wenn parallel Tempo 30 mit dauerhaft installierten Blitzern vorhanden wären, alles andere erscheint mir für die meisten zu gefährlich, obwohl ich selber diese Spuren nutze.


...Strassen als Parkraum zu nutzen - inklusive Radweg und Fussweg ... das ist das Hindernis.

Firmen haben für die Beschäftigten nicht immer vorgesorgt, Behörden schotten sich ab....und Geschäfte und Restaurants nutzen eher den knappen Raum um noch weitere öffentliche Verkehrsfläche anderweitig zu nutzen.

Da sehe ich Klärungsbedarf.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon schelm » So 11. Jun 2017, 13:55

frems hat geschrieben:(11 Jun 2017, 13:41)

Den Kenntnisstand haben nicht wenige Bundesbürger und er ist seit über zwei Jahrzehnten falsch. Unter Kohl wurde die Nutzungspflicht abgeschafft. Die Existenz eines Radwegs sagt absolut gar nichts darüber aus, ob man auf der Straße fahren darf oder nicht. Einzig und alleine die Verkehrsschilder sind relevant.

Das meinte ich eigentlich, wobei es sich nach meiner Kenntnis auf beide beschilderte Varianten bezieht; dem reinen als auch den gemischten Radweg, sollte er parallel zur Fahrbahn verlaufen.

Da heisst es im § 2 Absatz 4 StVO : " Eine Benutzungspflicht der Radwege -in der jeweiligen Fahrtrichtung-
besteht, wenn das Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. "

Bedeutet in der Praxis das Absprechen des Rechtes zu fahren bei der Konstellation Straße plus paralleler gemeinsamer Fuss- Radweg.

Begründung : Auf der Straße darf bei dieser Konstellation nicht gefahren werden, auf einem gemeinsamen Fuß - / Radweg auch nicht dem Inhalt des Begriffes " fahren " nach, sondern rechtlich im Prinzip nur in Schrittgeschwindigkeit, da der Radfahrer auf diesen gemeinsamen Verkehrsweg grundsätzlich bei jedweder Kollision mit einem Fussgänger die Schuld bekommt. Um das grundsätzlich zu vermeiden, müsste er um sicher zu gehen also absteigen und schieben.
Zuletzt geändert von schelm am So 11. Jun 2017, 14:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 14:01

frems hat geschrieben:(11 Jun 2017, 13:41)

Den Kenntnisstand haben nicht wenige Bundesbürger und er ist seit über zwei Jahrzehnten falsch. Unter Kohl wurde die Nutzungspflicht abgeschafft. Die Existenz eines Radwegs sagt absolut gar nichts darüber aus, ob man auf der Straße fahren darf oder nicht. Einzig und alleine die Verkehrsschilder sind relevant.


Gehweg ist kein Radweg .....

„Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen“ (StVO, §2(1)) und Fahrräder sind Fahrzeuge. Generelle Ausnahme sind „Kinder bis zum abgeschlossenen 8. bzw. 10. Lebensjahr (StVO § 2 (1) (5))“, denen eine „Benutzungspflicht bzw. -möglichkeit des Gehweges“ eingeräumt wird. (RASt, 5.1.2)



und selbst wenn zulässig...

„Auf Gehwegen [...] müssen alle Fahrenden ihre „Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anpassen. [...]“(VwV-StVO Zu Zeichen 239) „Der Radverkehr darf auf [...] (dem) Gehweg nur Schrittgeschwindigkeit fahren [...], muss dem Fußgängerverkehr Vorrang einräumen.“ (RASt, 6.1.6.4) und „[...] hat in besonderer Weise auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen.“ (RASt, 6.1.6.4) „[...] Fußgänger dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, müssen Fahrzeugführer warten“ (VwV-StVO Zu Zeichen 239).
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 14:05

schelm hat geschrieben:(11 Jun 2017, 14:55)

Das meinte ich eigentlich, wobei es sich nach meiner Kenntnis auf beide beschilderte Varianten bezieht; dem reinen als auch den gemischten Radweg, sollte er parallel zur Fahrbahn verlaufen.

Wie gesagt, ob ein Radweg (ob gemischt oder rein) parallel zur Fahrbahn verläuft, sagt erstmal gar nichts darüber aus, ob er zu nutzen ist. Nur die entsprechende Beschilderung legt fest, ob ein Radfahrer auf der Straße fahren darf oder nicht. Leider hat sich das noch nicht überall herumgesprochen. Mir begegnen auch immer wieder mal Leute, die über Radfahrer pöbeln, die auf der Straße fahren, "obwohl" ein Radweg parallel dazu existiert. Fragt man diese Leute, ob denn ein Schild die Nutzungspflicht signalisierte, wissen sie es meistens nicht, weil sie nicht drauf geachtet haben. Gleichzeitig parken Autofahrer selbstverständlich Radfahr- und Schutzstreifen in Städten regelmäßig zu. Da müssten die Ordnungsämter besser drauf achten. Ein paar Beispielfotos aus Hamburg: http://www.nahverkehrhamburg.de/hamburg ... scht-8340/
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 14:06

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:01)

Gehweg ist kein Radweg .....

Hat auch niemand hier im Strang behauptet. :?:
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 14:17

frems hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:06)

Hat auch niemand hier im Strang behauptet. :?:


Wayn interessierts wenn der Radfahrer auch auf der Strasse sterben will ? Natürlich darf er - es ist ein freies Land !

Nur eben Fußgänger darf er in dem BLECH-KAMPF nicht mit hineinziehen....
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon schelm » So 11. Jun 2017, 14:18

frems hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:05)

Wie gesagt, ob ein Radweg (ob gemischt oder rein) parallel zur Fahrbahn verläuft, sagt erstmal gar nichts darüber aus, ob er zu nutzen ist. Nur die entsprechende Beschilderung legt fest, ob ein Radfahrer auf der Straße fahren darf oder nicht. Leider hat sich das noch nicht überall herumgesprochen. Mir begegnen auch immer wieder mal Leute, die über Radfahrer pöbeln, die auf der Straße fahren, "obwohl" ein Radweg parallel dazu existiert. Fragt man diese Leute, ob denn ein Schild die Nutzungspflicht signalisierte, wissen sie es meistens nicht, weil sie nicht drauf geachtet haben. Gleichzeitig parken Autofahrer selbstverständlich Radfahr- und Schutzstreifen in Städten regelmäßig zu. Da müssten die Ordnungsämter besser drauf achten. Ein paar Beispielfotos aus Hamburg: http://www.nahverkehrhamburg.de/hamburg ... scht-8340/

In Rudolstadt / Thüringen nutze ich eine solche Strecke durch ein Gewerbegebiet. Beide Seiten erscheinen optisch als gemeinsamer Fuss- Radweg, aber definitiv nur auf einer Seite ist eine Beschilderung. Auf der unbeschilderten Seite fahre ich grundsätzlich auf der Fahrbahn, weil ich fahren möchte, anstatt mich mit Fussgängern und ihren Hunden zu beschäftigen. In Folge werde ich regelmäßig von vorwitzigen Autofahrern angehupt. Leider hält nie jemand an. Auf den Tag, an dem es mal einer tut, freue ich mich bereits. :D
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 14:21

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:17)

Wayn interessierts wenn der Radfahrer auch auf der Strasse sterben will ? Natürlich darf er - es ist ein freies Land !

Nur eben Fußgänger darf er in dem BLECH-KAMPF nicht mit hineinziehen....

Die Religion des Straßenkampfes ist auch nicht sehr nützlich, auch wenn sie dank des ADAC natürlich weit verbreitet ist. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel, Genosse. Und viele Radfahrer wollen nicht auf der Straße fahren, obwohl's sicherer für sie wäre. Das ist schon ein Dilemma. Haben wir ja auch in anderen Bereichen: seit Ewigkeiten geht die Kriminalität bspw. im ÖPNV zurück. Gleichzeitig wendete sich die öffentliche Meinung, bedingt durch Medienkonsum, in die Richtung, dass es immer gefährlicher wird und Leute den Nahverkehr meiden. Die Folge ist mehr MIV und damit all die verbundenen Probleme, inkl. Unfällen. Bei mir in der Gegend forderten kürzlich auch Eltern, dass eine Buslinie nicht mehr an einer Grundschule vorbeifahren sollte. Ich hab mir das mit Polizisten der Verkehrsdirektion dann mal morgens angeschaut. Alle zehn Minuten fuhr langsam ein professionell ausgebildeter Busfahrer an der Schule vorbei. Die Eltern mit ihren dicken Karren machten eine Kreuzung mal zum Wendekreis, parkten im Parkverbot oder fuhren gar in einer Einbahnstraße in falscher Richtung, weil sie es für bequemer hielten. Aber nun sag mal den Eltern und Lehrern, dass sie das Problem für die Verkehrssicherheit sind und nicht der Busfahrer. Da bricht ein Kackesturm auf Dich hernieder.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 14:30

frems hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:21)

Die Religion des Straßenkampfes ist auch nicht sehr nützlich, auch wenn sie dank des ADAC natürlich weit verbreitet ist. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel, Genosse. Und viele Radfahrer wollen nicht auf der Straße fahren, obwohl's sicherer für sie wäre. Das ist schon ein Dilemma. Haben wir ja auch in anderen Bereichen: seit Ewigkeiten geht die Kriminalität bspw. im ÖPNV zurück. Gleichzeitig wendete sich die öffentliche Meinung, bedingt durch Medienkonsum, in die Richtung, dass es immer gefährlicher wird und Leute den Nahverkehr meiden. Die Folge ist mehr MIV und damit all die verbundenen Probleme, inkl. Unfällen. Bei mir in der Gegend forderten kürzlich auch Eltern, dass eine Buslinie nicht mehr an einer Grundschule vorbeifahren sollte. Ich hab mir das mit Polizisten der Verkehrsdirektion dann mal morgens angeschaut. Alle zehn Minuten fuhr langsam ein professionell ausgebildeter Busfahrer an der Schule vorbei. Die Eltern mit ihren dicken Karren machten eine Kreuzung mal zum Wendekreis, parkten im Parkverbot oder fuhren gar in einer Einbahnstraße in falscher Richtung, weil sie es für bequemer hielten. Aber nun sag mal den Eltern und Lehrern, dass sie das Problem für die Verkehrssicherheit sind und nicht der Busfahrer. Da bricht ein Kackesturm auf Dich hernieder.


Der Radfahrer gibt reparable Beulen.

Die Kriminalität im ÖPNV geht zurück....Arme Leute haben wenig ...und der Rest fährt SUV - Einen NahverkehrsPANZER gegen (fast) alle Unbill des LEbens, sein es Radfahrer , Fußgänger oder Autogegner.

In Hannover gibts am See eine Strasse - mit Namen-Tanz-Schule. Alles ist ÖKO - bis auf den Antransport der Traumtänzer.

08:00 Uhr - STAU. Eltern mit Kind im Auto - ....genau DAFÜR ist der PKW angeschafft worden !! - da gibts keine Regeln.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 14:36

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:30)

Der Radfahrer gibt reparable Beulen.

Die Kriminalität im ÖPNV geht zurück....Arme Leute haben wenig ...und der Rest fährt SUV - Einen NahverkehrsPANZER gegen (fast) alle Unbill des LEbens, sein es Radfahrer , Fußgänger oder Autogegner.

In Hannover gibts am See eine Strasse - mit Namen-Tanz-Schule. Alles ist ÖKO - bis auf den Antransport der Traumtänzer.

08:00 Uhr - STAU. Eltern mit Kind im Auto - ....genau DAFÜR ist der PKW angeschafft worden !! - da gibts keine Regeln.

Du solltest den ÖPNV im ländlichen Raum, der vor allem eine soziale Funktion hat, nicht mit dem Nahverkehr in prosperierenden Ballungsräumen verwechseln, auch wenn Du letzteres nicht kennst.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 14:53

frems hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:36)

Du solltest den ÖPNV im ländlichen Raum, der vor allem eine soziale Funktion hat, nicht mit dem Nahverkehr in prosperierenden Ballungsräumen verwechseln, auch wenn Du letzteres nicht kennst.


Im Ländlichen Raum - ist die "Soziale Funktion" nur - alte Politiker zu Beschäftigen. Ansonsten im Schulkindertransport zu wenig Plätze...und ansonsten - leer.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 14:59

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:53)

Im Ländlichen Raum - ist die "Soziale Funktion" nur - alte Politiker zu Beschäftigen. Ansonsten im Schulkindertransport zu wenig Plätze...und ansonsten - leer.

Menschen werden nicht transportiert, sondern befördert. Das gilt auch für Schüler, junger Mann. :p Aber gut erkannt, dass es u.a. um Schüler, Arme, Behinderte, Alte etc. im ländlichen Raum geht. In Großstädten ist das nebensächlich im Nahverkehr.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Ebiker » So 11. Jun 2017, 15:03

schelm hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:18)

In Rudolstadt / Thüringen


upps, da könnte man sich glatt mal auf ne Tour treffen . Abseits jeglicher Straßen.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Radfahrstreifen im Straßenraum: ADAC gibt weiteres Dogma auf

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 15:05

frems hat geschrieben:(11 Jun 2017, 15:59)

Menschen werden nicht transportiert, sondern befördert. Das gilt auch für Schüler, junger Mann. :p Aber gut erkannt, dass es u.a. um Schüler, Arme, Behinderte, Alte etc. im ländlichen Raum geht. In Großstädten ist das nebensächlich im Nahverkehr.


Arme und Behinderte - ziehen in Städte.....da gibts mehr Geld und Leistung.

Beförderung ist für volle Schulbusse auf dem Land wirklich das falsche Wort. Selbst Tiere haben da mehr Platz - ohne Schultasche. - Typische Versager, diese Verkehrsplaner.

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