Sammelstrang Raserei in Deutschland

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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jack000 » Sa 21. Mai 2016, 21:44

frems hat geschrieben:(21 May 2016, 22:42)

Wieso? Man kann die Urteile doch als übertrieben empfinden, wenn Menschen nur ihr Recht auf selbst ausgewählte Geschwindigkeit wahrgenommen haben. Das ist legitim wie eine Bibel aufm Nachttisch.

Wenn entprechende Strafen nicht verhängt wurden, ist es ein Thema des Kuscheljustiz Stranges ...
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon frems » Sa 21. Mai 2016, 21:48

jack000 hat geschrieben:(21 May 2016, 22:44)

Wenn entprechende Strafen nicht verhängt wurden, ist es ein Thema des Kuscheljustiz Stranges ...

Es wurden doch Bewährungsstrafen für den grinsenden Mord verhängt. Das ist schon ziemlich heftig. Fast so schlimm wie der Entzug des Führerscheins für vier Wochen.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jack000 » Sa 21. Mai 2016, 22:04

frems hat geschrieben:(21 May 2016, 22:48)

Es wurden doch Bewährungsstrafen für den grinsenden Mord verhängt. Das ist schon ziemlich heftig. Fast so schlimm wie der Entzug des Führerscheins für vier Wochen.

Seit Jahren rede ich von nichts anderem im Forum 2 das es keine funktionierende Justiz gibt! Es freut mich, dass auch noch andere User das nun einsehen und erkennen!
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon frems » Sa 21. Mai 2016, 22:15

jack000 hat geschrieben:(21 May 2016, 23:04)

Seit Jahren rede ich von nichts anderem im Forum 2 das es keine funktionierende Justiz gibt! Es freut mich, dass auch noch andere User das nun einsehen und erkennen!

Warum? Ein Bürger in Uniform, also ein Repräsentant des Staats (im Gegensatz zur mir), schrieb doch: Man sollte es den Leuten schon selber überlassen, welchen Gott sie anbeten oder welche Geschwindigkeit sie fahren.

Woanders ist ein Pkw-Fahrer mit seiner Karre Amok gelaufen, hat Menschen gezielt überfahren und anschließend mit einem Messer gefährlich attackiert. Ein User vermutete, dass die Passanten seinen Wagen angekratzt haben könnten (wofür es keine Belege gibt) und die Reaktion deshalb mehr als angemessen sei bzw. man sie nachahmen müsse. So funktioniert dann halt auch der Rechtsstaat. Mit dem Grundgesetz konnte man früher auch die Straftat Homosexualität sowie die Legalisierung der Vergewaltigung in der Ehe rechtfertigen.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jack000 » Sa 21. Mai 2016, 22:33

frems hat geschrieben:(21 May 2016, 23:15)

Warum? Ein Bürger in Uniform, also ein Repräsentant des Staats (im Gegensatz zur mir), schrieb doch: Man sollte es den Leuten schon selber überlassen, welchen Gott sie anbeten oder welche Geschwindigkeit sie fahren.

Das mag der Typ ja gelabert haben, ist aber nicht die Gesetzeslage!

Woanders ist ein Pkw-Fahrer mit seiner Karre Amok gelaufen, hat Menschen gezielt überfahren und anschließend mit einem Messer gefährlich attackiert. Ein User vermutete, dass die Passanten seinen Wagen angekratzt haben könnten (wofür es keine Belege gibt) und die Reaktion deshalb mehr als angemessen sei bzw. man sie nachahmen müsse. So funktioniert dann halt auch der Rechtsstaat. Mit dem Grundgesetz konnte man früher auch die Straftat Homosexualität sowie die Legalisierung der Vergewaltigung in der Ehe rechtfertigen.

Hä?
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon frems » Sa 21. Mai 2016, 22:53

jack000 hat geschrieben:(21 May 2016, 23:33)
Das mag der Typ ja gelabert haben, ist aber nicht die Gesetzeslage!

Die Frage ist ja nicht, ob er im Sinne des Rechts, sondern der Gerechtigkeit geantwortet hat. Vermutlich letzteres.

Hä?

viewtopic.php?f=34&t=60705
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Wildermuth » Sa 21. Mai 2016, 23:05

jack000 hat geschrieben:(21 May 2016, 23:04)

Seit Jahren rede ich von nichts anderem im Forum 2 das es keine funktionierende Justiz gibt!


Kann ich bestätigen! Macht er völlig unabhängig von irgendwelchen realitäten.

Wenn dir das nach Jahren langsam selber auffällt... wäres da nicht mal zeit... so professionelle hilfe... und dann ohne angst leben?
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jack000 » Sa 21. Mai 2016, 23:16

Wildermuth hat geschrieben:(22 May 2016, 00:05)

Kann ich bestätigen!

Es freut mich doch immer wenn wir uns mal einig sind ...

Macht er völlig unabhängig von irgendwelchen realitäten.

Wenn dir das nach Jahren langsam selber auffällt... wäres da nicht mal zeit... so professionelle hilfe... und dann ohne angst leben?

Ich verstoße niemals gegen Regeln, warum sollte ich also Angst vor irgendwas haben?
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Wildermuth » Sa 21. Mai 2016, 23:32

jack000 hat geschrieben:(22 May 2016, 00:16)

Es freut mich doch immer wenn wir uns mal einig sind ...


Ich verstoße niemals gegen Regeln, warum sollte ich also Angst vor irgendwas haben?


Die gründe kenne ich natürlich nicht. Ich sehe nur, dass du in einer schrecklichen welt lebst: die deutsche justiz "funktioniert nicht", je höher die strafe, desto mehr sicherheit... all diese zwangsvorstellungen, die nichts mit der realität zu tun haben...

natürlich brichst du NIE irgendwelche regeln, jack... bitte, mach dir keine sorgen... niemand will dir was... ganz ruuuuhig...
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jorikke » So 22. Mai 2016, 11:16

jack000 hat geschrieben:(21 May 2016, 22:44)

Wenn entprechende Strafen nicht verhängt wurden, ist es ein Thema des Kuscheljustiz Stranges ...


Eine Bibel auf dem Nachttisch ist strafbar?
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Cat with a whip » So 22. Mai 2016, 12:40

Hinter den Autorennen steht ja eine gewisse Kultur die mit einem Selbstverständnis das Auto zum Fetisch machte. Da ist es nur folgerichtig wenn so einer einen Menschen tot fährt und sich dann sorgt wenn ein Polizist mit Sprühfarbe die Fahrbahn markiert, dass Farbe auf seine Sportfelgen kommt. So eine Mentalität ist hierzulande gar nicht selten. Diese Perversion ist eher Methode.

Die Autoindustrie hat die Leute schon ziemlich in ihrem Sinne erzogen. Man muß sich nur den Wahn anschauen:
http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... heute.html

Wie bekloppt die Leute hierzulande sind sieht man schon daran dass dem Durchschnittstrottel sogar bei Elektroauto mit einem Zungenschnalzen erstmal die Boliden von Tesla einfallen. -> Ins Hirn g'schissen.

Ich fänds gut wenn hier keine übermotorisierten PKW mehr fahren dürfen. 40 PS reicht ja dicke für eine Familienkutsche. Da bellen natürlich gleich die getroffenen Hunde, also die enthirnten Raser und faseln was von Leistung=mehr Sicherheit und konstriuieren Situationen wie ein Alkoholiker der immer eine Ausrede zum Saufen parat hat. In Wirklichkeit haben sie Angst um ihren Fetisch.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jorikke » So 22. Mai 2016, 19:07

Cat with a whip hat geschrieben:(22 May 2016, 13:40)

Hinter den Autorennen steht ja eine gewisse Kultur die mit einem Selbstverständnis das Auto zum Fetisch machte. Da ist es nur folgerichtig wenn so einer einen Menschen tot fährt und sich dann sorgt wenn ein Polizist mit Sprühfarbe die Fahrbahn markiert, dass Farbe auf seine Sportfelgen kommt. So eine Mentalität ist hierzulande gar nicht selten. Diese Perversion ist eher Methode.

Die Autoindustrie hat die Leute schon ziemlich in ihrem Sinne erzogen. Man muß sich nur den Wahn anschauen:
http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... heute.html

Wie bekloppt die Leute hierzulande sind sieht man schon daran dass dem Durchschnittstrottel sogar bei Elektroauto mit einem Zungenschnalzen erstmal die Boliden von Tesla einfallen. -> Ins Hirn g'schissen.

Ich fänds gut wenn hier keine übermotorisierten PKW mehr fahren dürfen. 40 PS reicht ja dicke für eine Familienkutsche. Da bellen natürlich gleich die getroffenen Hunde, also die enthirnten Raser und faseln was von Leistung=mehr Sicherheit und konstriuieren Situationen wie ein Alkoholiker der immer eine Ausrede zum Saufen parat hat. In Wirklichkeit haben sie Angst um ihren Fetisch.


In so eine Familienkutsche passen locker fünf Leute. Für jeden 40 PS, das sind dann 200. Ich halte das für völlig über motorisiert.
...und deine Beispiele!!
Ein bekennender Alkoholiker braucht keine Ausreden.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon frems » So 22. Mai 2016, 19:12

jorikke hat geschrieben:(22 May 2016, 20:07)

In so eine Familienkutsche passen locker fünf Leute. Für jeden 40 PS, das sind dann 200. Ich halte das für völlig über motorisiert.
...und deine Beispiele!!
Ein bekennender Alkoholiker braucht keine Ausreden.

Walter Röhrl auch nicht, aber der bringt immerhin höchstens seinen Copiloten und leichtsinnige Zuschauer in Gefahr.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon el loco » So 19. Jun 2016, 13:36

In ihren aufgemotzten Autos fühlen sie sich stark: Junge Männer treffen sich nachts, um Rennen zu fahren. Manchmal geht das schief, mit verheerenden Folgen. Sind sie für Polizei und Justiz überhaupt zu fassen?

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 82029.html

Meines erachtes gibt es hier von der Politik ein hausgemachtes Problem. Es gibt in Deutschland viel zu wenig bezahlbare Möglichkeiten, dem Motorsport zu fröhnen. Die etablierten Rennstrecken kämpfen mit massiven Emissionsauflagen und
liegen teils weit abseits vom Schuss. Hingegen sind bei sog. "Touristenfahrten" bspw. auf dem Nürburgring, oder bei Veranstaltungen wie dem "VW-Blasen" die Zuschauerzahlen seit Jahren am Steigen.

Der deutsche Staat könnte viel tun und verdienen, wenn bswp. 1/4 Dragstrips schnell und effizient genehmigt werden würden, sowas zieht ja immer auch eine Infrastruktur und Industrie mit sich die auch Umsatz, und damit Steuern erwirtschaftet.
Bestes Beispiel sind doch die USA, wo jedes bessere Kuhkaff seinen Strip hat.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Fuerst_48 » So 19. Jun 2016, 14:38

el loco hat geschrieben:(19 Jun 2016, 14:36)

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 82029.html

Meines erachtes gibt es hier von der Politik ein hausgemachtes Problem. Es gibt in Deutschland viel zu wenig bezahlbare Möglichkeiten, dem Motorsport zu fröhnen. Die etablierten Rennstrecken kämpfen mit massiven Emissionsauflagen und
liegen teils weit abseits vom Schuss. Hingegen sind bei sog. "Touristenfahrten" bspw. auf dem Nürburgring, oder bei Veranstaltungen wie dem "VW-Blasen" die Zuschauerzahlen seit Jahren am Steigen.

Der deutsche Staat könnte viel tun und verdienen, wenn bswp. 1/4 Dragstrips schnell und effizient genehmigt werden würden, sowas zieht ja immer auch eine Infrastruktur und Industrie mit sich die auch Umsatz, und damit Steuern erwirtschaftet.
Bestes Beispiel sind doch die USA, wo jedes bessere Kuhkaff seinen Strip hat.

Es gibt verdammt viele Vorschriften, bevor oder wann ein "Ereignis" steigen kann. Ein Teil davon ist berechtigt, ein anderer überflüssig. Allerdings sitzt das AMT am längeren Ast...
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Jun 2016, 15:48

Wird Zeit, dass das beamen erfunden wird. Nen Transporter kann/braucht man nicht tunen, und beim beamen kann man auch niemanden gefährden bzw. mit niemandem zusammen stoßen...
Und das Thema Klimaschutz wär damit auch erledigt...
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jack000 » Fr 22. Jul 2016, 15:58

Im Gegensatz zu Köln (Kuscheljustiz: Bewährungsstrafen trotz Tod durch Raserei) scheint in Berlin Vernunft eingekehrt zu sein:
Anfang des Jahres starb ein 69-Jähriger. Sein Fahrzeug wurde am Kudamm gerammt. Zwei Raser müssen nun mit einer Mordanklage rechnen.

http://www.morgenpost.de/bezirke/charlo ... es-an.html
Bei einer Verurteilung wird keine Bewährungsstrafe herauskommen ...
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Fazer » Fr 22. Jul 2016, 16:24

jack000 hat geschrieben:(22 Jul 2016, 16:58)

Im Gegensatz zu Köln (Kuscheljustiz: Bewährungsstrafen trotz Tod durch Raserei) scheint in Berlin Vernunft eingekehrt zu sein:

http://www.morgenpost.de/bezirke/charlo ... es-an.html
Bei einer Verurteilung wird keine Bewährungsstrafe herauskommen ...


Selbst ohne Verurteilung wegen Mordes werden die nicht mit Bewährungsstrafe davon kommen.
Der Staatsanwalt ist mutig, denn für Mord muss er am Ende zumindest bedingten Vorsatz nachweisen. Hier sieht die Situation aber noch extremer aus als z.B. bei dem Fall in Köln. Denn in Berlin haben die Teilnehmer vorsätzlich rote Ampeln überfahren, offenbar wurde der Geländewagen getroffen, als er selber bei Grün fuhr. Wer mit 160 Sachen vorsätzlich in einer Stadt über rote Ampeln fährt, der geht nicht mehr davon aus, dass das gut geht (Fahrlässigkeit), sondern der handelt mit der Einstellung "ich rechne damit, dass was passieren kann, es ist mir aber egal". Das ist dann die Voraussetzung, um bedingten Vorsatz anzunehmen. Dazu die Qualifizierung der Fahrzeuge als "gemeingefährliches Mittel" und das Annehmen von "niederen Beweggründen" (Spass haben und dabei den Tod von Menschen in Kauf nehmen). Könnte hinhauen. DAS wäre wirklich mal ein Zeichen gegen diese Rennen.
Freiheit bedeutet Verantwortung; das ist der Grund, weshalb sich die meisten vor ihr fürchten. (George Bernard Shaw)
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 22. Jul 2016, 18:25

Mord ist das imho nicht, aber auf jeden Fall Totschlag, dafür kann man auch für lange Zeit im Knast verschwinden. Solche Delikte sind mMn. zu schwerwiegend, um sie mit (fahrlässiger) Körperverletzung mit Todesfolge zu erklären, dann Bewährung auszusprechen und als Sahnehäubchen auch noch die Wiedererlangung des Führerscheins in Aussicht zu stellen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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HugoBettauer
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon HugoBettauer » Fr 22. Jul 2016, 19:30

Cat with a whip hat geschrieben:(22 May 2016, 13:40)
Ich fänds gut wenn hier keine übermotorisierten PKW mehr fahren dürfen. 40 PS reicht ja dicke für eine Familienkutsche.

Damit ziehst du keinen Gepäckanhänger mehr, wenn das Auto beladen ist. Keine gute Idee.

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