Sammelstrang Raserei in Deutschland

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Cat with a whip
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 23. Jul 2016, 23:07

HugoBettauer hat geschrieben:(22 Jul 2016, 20:30)

Damit ziehst du keinen Gepäckanhänger mehr, wenn das Auto beladen ist. Keine gute Idee.


Doch, nachschlagen: Physik/Mechanik/Drehmoment. Geht halt bei gleicher Leistung die Drehzahl am Abtriebsstrang runter, erhöht dann angenehmerweise sogar die Verkehrsicherheit wenn weniger gerast wird.
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Teeernte
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Teeernte » So 24. Jul 2016, 02:09

Fazer hat geschrieben:(22 Jul 2016, 17:24)

Selbst ohne Verurteilung wegen Mordes werden die nicht mit Bewährungsstrafe davon kommen.
Der Staatsanwalt ist mutig, denn für Mord muss er am Ende zumindest bedingten Vorsatz nachweisen. Hier sieht die Situation aber noch extremer aus als z.B. bei dem Fall in Köln. Denn in Berlin haben die Teilnehmer vorsätzlich rote Ampeln überfahren, offenbar wurde der Geländewagen getroffen, als er selber bei Grün fuhr. Wer mit 160 Sachen vorsätzlich in einer Stadt über rote Ampeln fährt, der geht nicht mehr davon aus, dass das gut geht (Fahrlässigkeit), sondern der handelt mit der Einstellung "ich rechne damit, dass was passieren kann, es ist mir aber egal". Das ist dann die Voraussetzung, um bedingten Vorsatz anzunehmen. Dazu die Qualifizierung der Fahrzeuge als "gemeingefährliches Mittel" und das Annehmen von "niederen Beweggründen" (Spass haben und dabei den Tod von Menschen in Kauf nehmen). Könnte hinhauen. DAS wäre wirklich mal ein Zeichen gegen diese Rennen.


"Hier musste ein Mensch sterben, weil ein paar Idioten ihr Testosteron nicht im Griff haben." Die beiden Fahrer des illegalen Rennens sind wegen anderer Straftaten polizeibekannt. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Informationen, wonach sie zu einer kriminellen Großfamilie gehören sollen, wollte er nicht bestätigen, sagte aber: "Diese Profilierungsfahrten werden von einem bestimmten Personenkreis durchgeführt."

Die Ermittlungen gegen die beiden Männer würden im Bereich Organisierte Kriminalität geführt, hieß es am Mittwoch aus der Staatsanwaltschaft. Dies weist auf mögliche Verbindungen der Männer ins schwerkriminelle Milieu hin.


Schlechte Kindheit im Kosovo...

Natürlich vermutete jeder bei der ersten Meldung (Autorennen mit Sportwagen, Intensivtäter), daß es sich um Angehörige jener Clans handelt, die seit den 1980er Jahren anläßlich der Bürgerkriege in Libanon und Kosovo großzügig Asyl erhielten.

In diesem Milieu werden die Söhne frühzeitig von den Vätern und Verwandten auf tollkühnes, rücksichtsloses Verhalten getrimmt. Man finanziert denen auch die Karossen. In diesem Lichte ist dann auch das weinerliche Statement des Vaters eines der Früchtchen zu sehen, der von der großen Belastung durch die aufgeladene Schuld seines Sohnes sprach.



...In Köln erhielten Täter Bewährungsstrafen von 12 und 16 Monaten
In Köln wurden im Januar zwei junge Männer wegen eines ähnlichen Unfalls verurteilt. Hier war ein unbeteiligter Taxi-Fahrgast gestorben. Das Amtsgericht verurteilte die Fahrer wegen fahrlässiger Tötung zu Jugendstrafen von 16 und 12 Monaten auf Bewährung. ... in einem Jahr kann überprüft werden, ob sie ihren Führerschein zurückbekommen.



"Führerschein weg, Fahrzeug weg." Man müsse "diese Menschen zu Fußgängern machen und auch ihre Autos beschlagnahmen".....

(Wer solch ein Kistchen hat - braucht kein Hartz.....)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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HugoBettauer
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon HugoBettauer » So 24. Jul 2016, 05:15

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Jul 2016, 00:07)

Doch, nachschlagen: Physik/Mechanik/Drehmoment. Geht halt bei gleicher Leistung die Drehzahl am Abtriebsstrang runter, erhöht dann angenehmerweise sogar die Verkehrsicherheit wenn weniger gerast wird.

Nee. Du kriegst Ärger, wenn du nicht mehr gut vom Fleck kommst. Von rasen bis überladen schleichen ist ein weites Feld. Ein Space Star 2014 mit
52 kw / 71 PS und drei Personen drin schafft mit viiiiel Anlauf 120 km/h. Bergauf fällt er zurück auf ca 80. Total lustig in der rechten Spur. Der zieht keinen Anhänger mehr weg. Auch nicht mit 80. Und du willst den Motor nochmal fast halbieren? Nenn mal ein aktuelles Fahrzeug unter 50 ps. Der kleinste aktuelle Smart kommt bei 45 kw / 61 ps
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Cat with a whip
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Cat with a whip » So 24. Jul 2016, 10:31

Bergauf reicht 80 km/h. Pech wer mehr PS hat. Diejenigen denen es nicht schnell genug geht können ja versuchen ihre glühenden Köpfe zur Energieerzeugung zu verwenden. Oder die Entschleunigung nutzen um sich Gedanken über ihr sinnloses Konsumleben zu machen.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Tom Bombadil » So 24. Jul 2016, 12:29

HugoBettauer hat geschrieben:(22 Jul 2016, 20:30)

Damit ziehst du keinen Gepäckanhänger mehr, wenn das Auto beladen ist. Keine gute Idee.

Wir fahren einfach alle Trecker! 25 km/h ist schnell genug und die Dinger ziehen ordentlich was weg :cool:
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon HugoBettauer » So 24. Jul 2016, 19:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2016, 13:29)

Wir fahren einfach alle Trecker! 25 km/h ist schnell genug und die Dinger ziehen ordentlich was weg :cool:

Schnell genug für wen? Sicher, bei dem Tempo können sportliche Leute auch gleich auf der Autobahn radeln.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Cat with a whip » So 24. Jul 2016, 22:32

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2016, 13:29)

Wir fahren einfach alle Trecker! 25 km/h ist schnell genug und die Dinger ziehen ordentlich was weg :cool:


So wie einige Auto fahren können (in der Regel sind das gerade diejenigen, die sich selbst für die allerbesten halten), wäre das immer noch flott genug. Für die könnte man allerdings eine besondere Spur einrichten.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon HugoBettauer » So 24. Jul 2016, 23:13

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Jul 2016, 23:32)

So wie einige Auto fahren können (in der Regel sind das gerade diejenigen, die sich selbst für die allerbesten halten), wäre das immer noch flott genug. Für die könnte man allerdings eine besondere Spur einrichten.

Mit 25 km/h bauartbedingte usw sollte man besser gar nicht erst versuchen, aufzufahren. Die ziehen erst dich raus und dann was ein.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Cat with a whip » So 24. Jul 2016, 23:26

HugoBettauer hat geschrieben:(25 Jul 2016, 00:13)

Mit 25 km/h bauartbedingte usw sollte man besser gar nicht erst versuchen, aufzufahren. Die ziehen erst dich raus und dann was ein.


Wär aber cool wenn man so Leuten die in Städten Autorennen machen so nen Lappen austellt mit dem sie nur 25 kmh fahren dürfen. Ich glaub das wäre die größte Beleidigung und Strafe die sie sich vorstellen können.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Fazer » So 24. Jul 2016, 23:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 Jul 2016, 19:25)

Mord ist das imho nicht, aber auf jeden Fall Totschlag, dafür kann man auch für lange Zeit im Knast verschwinden. Solche Delikte sind mMn. zu schwerwiegend, um sie mit (fahrlässiger) Körperverletzung mit Todesfolge zu erklären, dann Bewährung auszusprechen und als Sahnehäubchen auch noch die Wiedererlangung des Führerscheins in Aussicht zu stellen.


Ich sag ja, der Staatsanwalt ist mutig.

Wenn du das für Totschlag hältst, dann stimmst du mit dem Staatsanwalt (und meiner Analyse) überein, dass hier bedingter Vorsatz vorliegt. Totschlag plus Mordmerkmale = Mord. Wer sein Auto so benutzt, dass er die Tötung eines Menschen mittels des Autos in Kauf nimmt, der benutzt durchaus ein "gemeingefährliches Mittel". Auch kann man die "Belustigung" durch den Nervenkitzel so schnell zu fahren, und dabei bewusst in Kauf zu nehmen, einen Menschen zu töten, durchaus als "niedrige Beweggründe" bewerten (siehe § 211 Abs. 2 StGB). In jedem Fall dürfte die Analyse und Bewertung des Gerichts (potentiell bis zum BGH hoch) in Bezug auf diese Mordmerkmale interessant werden.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon HugoBettauer » Mo 25. Jul 2016, 00:04

Cat with a whip hat geschrieben:(25 Jul 2016, 00:26)

Wär aber cool wenn man so Leuten die in Städten Autorennen machen so nen Lappen austellt mit dem sie nur 25 kmh fahren dürfen. Ich glaub das wäre die größte Beleidigung und Strafe die sie sich vorstellen können.

Ja gut, für Leute, die wirklich individuell auf Arbeit fahren müssen, ist es der Ruin. Da kannste auch gleich wegnehmen, der Effekt ist gleich.
Dem Rest ist das ne Zwischenstation.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Fazer » Mo 25. Jul 2016, 00:21

HugoBettauer hat geschrieben:(25 Jul 2016, 01:04)

Ja gut, für Leute, die wirklich individuell auf Arbeit fahren müssen, ist es der Ruin. Da kannste auch gleich wegnehmen, der Effekt ist gleich.
Dem Rest ist das ne Zwischenstation.


ABgesehen davon, dass es so eine ARt Strafe eben auch gar nicht gibt, wäre dann die Folge, wenn einer zu schnell fährt, dass das eine Ordnungswidrigkeit ist, die mit Geldbusse bestraft wird. Gemessen wird aber ja nur die allgemein gültige Geschwindigkeit, so dass von KEINEM dieser Leute eine Überschreitung feststellbar wäre. Die Idee ist also auch praktisch gesehen wertlos. Überdies ist bei einem vollständigen Führerscheinentzug das Fahren als Straftat zu werten, so dass diese Typen dann wenigstens so richtig einen abbekommen, wenn sie dennoch fahren.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon jack000 » Mo 15. Aug 2016, 18:36

Cat with a whip hat geschrieben:(25 Jul 2016, 00:26)

Wär aber cool wenn man so Leuten die in Städten Autorennen machen so nen Lappen austellt mit dem sie nur 25 kmh fahren dürfen. Ich glaub das wäre die größte Beleidigung und Strafe die sie sich vorstellen können.

In der Tat eine gute Idee, aber es sollten 50km/h sein, da bereits Fahrzeuge die nur 25 km/h fahren können generell abzulehnen sind.
Ebenso sollte durch den Führerschein auch nur bauartbedingte Fahrzeuge erlaubt sein die nicht schneller als 50 fahren können.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Gruwe » Mi 17. Aug 2016, 13:43

Bei uns in der Gegend gabs letzte Woche auch wieder scheinbar ein tödlich ausgegangenes Autorennen.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saar ... 78,6219023

Hierbei wurde abends ein 14-jähriges Mädchen tödlich durch ein unkontrollierbar rutschendes Auto erfasst und getötet. Anwohner wollen kurz vorher lautes Reifenquietschen und Motorengeräusche vernommen haben.

Das Auto des 22-jährigen Unfallfahrers ist mit Überrollbügel und sonstigem Rennsport-Schnickschnack ausgerüstet. Auf seiner Facebook-Seite stellt er sich ganz gerne als Rennfahrer auf dem Nürburgring dar. Auf seinem Heck ist ein großer Aufkleber "Waffenschmiede Rüsselsheim" und der Fahrer ist in der anliegenden Bevölkerung als Raser durchaus bekannt. Der Unfall geschah meines Wissens in einem 30 km/h-Bereich. Ich kenne die Straße...also ich traue mich da nicht unbedingt schnell zu fahren, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass einige diesen Abschnitt gerne als "Rallye-Strecke" verwechseln können.

Traurig, traurig...was heute so im Verkehr passiert. Ich hab das Gefühl, dass die Autos an sich immer sicherer werden. Liegt es auch vielleicht an diesem "zusätzlichen" Sicherheitsgefühl, die die Fahrer in ihren Wagen haben, und sich daher mehr "zutrauen"?
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Welfenprinz » Mi 17. Aug 2016, 17:13

Hinter den Autorennen steht ja eine gewisse Kultur die mit einem Selbstverständnis das Auto zum Fetisch machte

Kultur ja, zentralfetisch Auto nein.
“American graffiti“ wird vielen ein Begriff sein,denke ich. Dieselben Rennen wären Jahrzehnte vorher mit Pferden ausgetragen worden. Und das auch auf der Hauptstrasse.
Es geht um Testosteron,Balz und diesen ganzen Scheiss.

nicht mehr als 40 PS


Yupp.
Ich bin mein Leben lang viel gefahren und hab versucht manche Sachen bewusst zu gestalten.
Dieser Entwicklung ab Anfang der 90 er die Fortschritte in der Motorenentwicklung in mehr PS und grössere Karossen umzusetzen,hab ich extrem fassungslos gegenüber gestanden.
Ich meine,wer es wollte konnte mitte der 80 er mit einem Audi 80 oder Golf II mit Verbräuchen um die ,5l fahren.

Da sind wir in der Breite erst seit ein paar Jahren wieder angekommen. Und das ist nicht die Schuld der Hersteller sondern der Kunden
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Fazer » Do 18. Aug 2016, 10:11

Gruwe hat geschrieben:(17 Aug 2016, 14:43)

Bei uns in der Gegend gabs letzte Woche auch wieder scheinbar ein tödlich ausgegangenes Autorennen.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saar ... 78,6219023

Hierbei wurde abends ein 14-jähriges Mädchen tödlich durch ein unkontrollierbar rutschendes Auto erfasst und getötet. Anwohner wollen kurz vorher lautes Reifenquietschen und Motorengeräusche vernommen haben.

Das Auto des 22-jährigen Unfallfahrers ist mit Überrollbügel und sonstigem Rennsport-Schnickschnack ausgerüstet. Auf seiner Facebook-Seite stellt er sich ganz gerne als Rennfahrer auf dem Nürburgring dar. Auf seinem Heck ist ein großer Aufkleber "Waffenschmiede Rüsselsheim" und der Fahrer ist in der anliegenden Bevölkerung als Raser durchaus bekannt. Der Unfall geschah meines Wissens in einem 30 km/h-Bereich. Ich kenne die Straße...also ich traue mich da nicht unbedingt schnell zu fahren, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass einige diesen Abschnitt gerne als "Rallye-Strecke" verwechseln können.

Traurig, traurig...was heute so im Verkehr passiert. Ich hab das Gefühl, dass die Autos an sich immer sicherer werden. Liegt es auch vielleicht an diesem "zusätzlichen" Sicherheitsgefühl, die die Fahrer in ihren Wagen haben, und sich daher mehr "zutrauen"?


Der Fall zeigt, wie schwer es für die Behörden ist, bei solchen Vorfällen ein Autorennen festzustellen. Dass Autofahrer teilweise zu schnell fahren und es zu Unfällen auch mit tödlichem Ausgang kommt ist Alltag in Deutschland, jeden Tag sterben etwa 10 Menschen im Verkehr. Bleibt zu hoffen, dass die Zeugenaussagen eindeutig genug sind, wenn es sich eben doch um ein illegales Autorennen gehandelt haben sollte.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Mithrandir » Fr 19. Aug 2016, 20:01

Fazer hat geschrieben:(18 Aug 2016, 11:11)
Der Fall zeigt, wie schwer es für die Behörden ist, bei solchen Vorfällen ein Autorennen festzustellen. Dass Autofahrer teilweise zu schnell fahren und es zu Unfällen auch mit tödlichem Ausgang kommt ist Alltag in Deutschland, jeden Tag sterben etwa 10 Menschen im Verkehr.

Warum ist das eigentlich wichtig ob eine Rennen stattgefunden hat oder nicht. Jeder der einen Führerschein hat, weiß um Reaktionszeiten und Bremswege und weiß auch, dass eine erhebliche Übertretung der Geschwindigkeit dazu führt, dass die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen kann und dass im Fall des Falls ein anderer Verkehrsteilnehmer keine Chance mehr hat, mit dem Leben davonzukommen.

Der Punkt ist aber: Wenn nichts passiert, gibts maximal ein Bußgeld und Punkte in Flensburg. Und selbst wenn man jemanden totfährt gibts normalerweise nur eine Bewährungsstrafe. Wie soll sowas asoziale Typen vom Rasen abhalten?
Mit erheblich härteren Strafen (Auto weg, Führerschein weg, Gefängnis und ggf. Ausweisung - und zwar nicht erst wenn etwas passiert ist) wäre das Problem deutlich geringer.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon frems » Fr 23. Sep 2016, 17:41

Schlechte Nachrichten für die Raserfraktion:

Ein illegales Autorennen ist Raserei ohne Rücksicht auf Unbeteiligte. Bislang handelt es sich jedoch lediglich um eine Ordnungswidrigkeit. Künftig könnten Beteiligte jahrelang im Gefängnis landen. Eine erste Hürde für eine Gesetzesänderung soll nun genommen werden.

http://www.n-tv.de/18707951
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Illegale Autorennen in Städten

Beitragvon Fazer » Fr 23. Sep 2016, 17:58

Mithrandir hat geschrieben:(19 Aug 2016, 21:01)

Warum ist das eigentlich wichtig ob eine Rennen stattgefunden hat oder nicht. Jeder der einen Führerschein hat, weiß um Reaktionszeiten und Bremswege und weiß auch, dass eine erhebliche Übertretung der Geschwindigkeit dazu führt, dass die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen kann und dass im Fall des Falls ein anderer Verkehrsteilnehmer keine Chance mehr hat, mit dem Leben davonzukommen.

Der Punkt ist aber: Wenn nichts passiert, gibts maximal ein Bußgeld und Punkte in Flensburg. Und selbst wenn man jemanden totfährt gibts normalerweise nur eine Bewährungsstrafe. Wie soll sowas asoziale Typen vom Rasen abhalten?
Mit erheblich härteren Strafen (Auto weg, Führerschein weg, Gefängnis und ggf. Ausweisung - und zwar nicht erst wenn etwas passiert ist) wäre das Problem deutlich geringer.


Wie du an dem von frems verlinkten Beitrag siehst, ist es eben wichtig. Fast jeder fährt mal zu schnell, ohne dass dies eine Gefährdung sein muss. Dafür sind die Bussgelder völlig ausreichend. Rennen in einer Stadt sind aber von besonderer Gefährlichkeit für die Allgemeinheit, wie man an den Todesfällen sieht. Wer sich nur darauf konzentriert, schneller als der andere zu sein, verliert wenn es schlecht läuft die Kontrolle. Tja, und jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem: wenn man jemand schnell fahren sieht, weiss man nicht, ob der es einfach nur eilig hatte, oder gegen jemand anders ein Rennen gefahren ist. DAs ist am Ende ja eine subjektive Sache. Selbst wenn 2 Autos schnell nebeneinander fahren muss ich ja feststellen, dass die beiden gegeneinander fahren wollten. Wie stelle ich diesen Vorsatz unter solchen Umständen fest? Fast unmöglich, wie die Verteidigung in dem verlinkten Fall ja zeigt. Da muss man dann schon mit Indizien arbeiten und hoffen dass das in der nächsten Instanz hält.

Insoweit bin ich mal gespannt, ob ausser einer populistischen Wirkung von dem Gesetzesentwurf am Ende tatsächlich ein funktionierender Teil übrigbleibt.
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Kibuka
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Berlin bekommt Raser nicht in den Griff

Beitragvon Kibuka » Di 18. Apr 2017, 07:26

Im Tollhaus Berlin hat sich in der Nacht erneut ein Raserunfall auf dem Kurfürstendamm ereignet. Nachdem kürzlich erst 2 Personen wegen einem illegalen Rennen mit Todesfolge zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, geht das Spektakel in Berlin also weiter.

Schwerer Unfall am Kurfürstendamm, Gehweg ein Trümmerfeld

Auf Höhe der Schaubühne in Charlottenburg sind am Sonntagabend zwei Autos zusammengestoßen. Eines war wohl zu schnell unterwegs.

http://m.morgenpost.de/berlin/polizeibe ... rfeld.html
Have no heroes, look up to no-one, for if you do, the best you'll ever be is second. If you have to ask why, you'll never understand!

„Weil das Wohl von einem genauso schwer wiegt, wie das Wohl von vielen.“

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