EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 10. Mär 2017, 10:34

frems hat geschrieben:(09 Mar 2017, 18:40)

Naja, dann echauffier Dich über irgendein Adjektiv. Die Frage bleibt aber noch immer, ob die Sicherheitstechnik die Straßen sicherer oder unsicherer macht. Und das ist mehr als eindeutig, ob nun Fahrassistenzsysteme für teilautonome Manöver, Bremsassistenten für Lkw oder Tempobegrenzungen für Pkw. Ob man die Sachen "dumm" findet, ändert ja nichts an der Funktionalität der Technik. Und solange Bedenkträger sich nur an Begrifflichkeiten abarbeiten und die Funktionsweise der Technologien nicht einmal ansatzweise nachvollziehen können, ist es schon ganz gut, wenn man das Thema lieber Experten überlässt.


Ist nicht funktional. Weder Fahrassistenzsysteme noch Bremsassistenten funktionieren so daß man sie einschalten und dann machen lassen kann. Was denkst du wohl warum so viele LKW-Fahrer diese dysfunktionale Technik abschalten? Weil die Technik so überzeugend ist? Lächerlich. Du Dummschwätzer willst mir erzählen ich könnte die Technik nicht nachvollziehen? Über welche Kompetenzen verfügst du denn daß du dich zum intimen Kenner von Sicherheitssoftware aufschwingst? Programmierst du welche? Oder plapperst du nur geistlos nach was bunte Werbebroschüren dir erzählen. Ich tippe mal auf Letzteres.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Provokateur » Fr 10. Mär 2017, 10:36

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Mar 2017, 10:34)
Ist nicht funktional. Weder Fahrassistenzsysteme noch Bremsassistenten funktionieren so daß man sie einschalten und dann machen lassen kann. Was denkst du wohl warum so viele LKW-Fahrer diese dysfunktionale Technik abschalten? Weil die Technik so überzeugend ist?


LKW-Fahrer schalten die Systeme aus, damit sie geringere Abstände fahren können.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon frems » Fr 10. Mär 2017, 14:06

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Mar 2017, 10:34)

Ist nicht funktional. Weder Fahrassistenzsysteme noch Bremsassistenten funktionieren so daß man sie einschalten und dann machen lassen kann. Was denkst du wohl warum so viele LKW-Fahrer diese dysfunktionale Technik abschalten? Weil die Technik so überzeugend ist? Lächerlich. Du Dummschwätzer willst mir erzählen ich könnte die Technik nicht nachvollziehen? Über welche Kompetenzen verfügst du denn daß du dich zum intimen Kenner von Sicherheitssoftware aufschwingst? Programmierst du welche? Oder plapperst du nur geistlos nach was bunte Werbebroschüren dir erzählen. Ich tippe mal auf Letzteres.

Dass eine Technik deaktivierbar ist, heißt nicht, dass sie keinen Nutzen hat. Bis heute hast Du noch kein einziges Argument gegen Fahrassistenzsysteme genannt, während die Vorteile längst geklärt sind. Da merk ich schon, dass Du wohl nie irgendein technisches Fach studiert hast, denn mit solchen Scheinargumenten übersteht man kein Semester. Die Sendung mit der Maus zum Thema "Was sind Computer?" reicht da nicht aus, aber klar, Dummschwätzer sind immer die anderen und nie man selbst. Lern doch erstmal Anstand zu haben, selbst wenn Aggression ein bekanntes Phänomen bei argumentativer Unterlegenheit ist. Der eine schlägt zu, der andere wird cholerisch, wenn es kognitiv zum Hitzestau kommt. Dann kannst Du höflich eine PN an mich schicken, wenn es Dich wirklich interessieren sollte, in welchem Fachgebiet ich zuhause bin. Sollte die ausbleiben, dann ist ja schon mal klar, worum es bei der Frage ging.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 10. Mär 2017, 14:58

Provokateur hat geschrieben:(10 Mar 2017, 10:36)

LKW-Fahrer schalten die Systeme aus, damit sie geringere Abstände fahren können.


Nein. Eben nicht.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 10. Mär 2017, 15:15

frems hat geschrieben:(10 Mar 2017, 14:06)

Dass eine Technik deaktivierbar ist, heißt nicht, dass sie keinen Nutzen hat. Bis heute hast Du noch kein einziges Argument gegen Fahrassistenzsysteme genannt, während die Vorteile längst geklärt sind. Da merk ich schon, dass Du wohl nie irgendein technisches Fach studiert hast, denn mit solchen Scheinargumenten übersteht man kein Semester. Die Sendung mit der Maus zum Thema "Was sind Computer?" reicht da nicht aus, aber klar, Dummschwätzer sind immer die anderen und nie man selbst. Lern doch erstmal Anstand zu haben, selbst wenn Aggression ein bekanntes Phänomen bei argumentativer Unterlegenheit ist. Der eine schlägt zu, der andere wird cholerisch, wenn es kognitiv zum Hitzestau kommt. Dann kannst Du höflich eine PN an mich schicken, wenn es Dich wirklich interessieren sollte, in welchem Fachgebiet ich zuhause bin. Sollte die ausbleiben, dann ist ja schon mal klar, worum es bei der Frage ging.


Ich habe dir bereits zahlreiche Schwachpunkte genannt, auch in einem anderen Strang, die du einfach nicht wahrnehmen willst. Du bist einfach zu ignorant. Deine ständigen Provokationen erzeugen natürlich eine Reaktion von mir. Was erwartest du? Wer mir indirekt die Diskussion verbieten will indem er darauf hinweist die Diskussion den Experten zu überlassen sei braucht sich wirklich nicht zu wundern eine entsprechende Reaktion zu erhalten.

Und Scheinargumente, besser gesagt Lobhudelei für jede neue Technik die dir unter die Augen kommt bringst du ja. Auf meine Frage welche Kompetenz du denn hast dich so weit aus dem Fenster zu lehnen kommt von dir ja auch keine Antwort.

LKW Bremsassistenzen haben Probleme Überholmanöver zu erkennen. Deshalb werden sie genervt abgeschaltet.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon frems » Fr 10. Mär 2017, 15:19

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Mar 2017, 15:15)

Ich habe dir bereits zahlreiche Schwachpunkte genannt, auch in einem anderen Strang, die du einfach nicht wahrnehmen willst. Du bist einfach zu ignorant. Deine ständigen Provokationen erzeugen natürlich eine Reaktion von mir. Was erwartest du? Wer mir indirekt die Diskussion verbieten will indem er darauf hinweist die Diskussion den Experten zu überlassen sei braucht sich wirklich nicht zu wundern eine entsprechende Reaktion zu erhalten.

Und Scheinargumente, besser gesagt Lobhudelei für jede neue Technik die dir unter die Augen kommt bringst du ja. Auf meine Frage welche Kompetenz du denn hast dich so weit aus dem Fenster zu lehnen kommt von dir ja auch keine Antwort.

LKW Bremsassistenzen haben Probleme Überholmanöver zu erkennen. Deshalb werden sie genervt abgeschaltet.

Richtig, ich hatte nicht vor, meinen Lebenslauf abzutippen, wenn mich jemand "Dummschwätzer" nennt und letztlich nur bewies, dass er von der Materie nichts versteht. Folglich auch keine PN, weshalb es wieder nur personenbezogener Quark war. Dir hat auch niemand verboten, zu diskutieren. Es ging nur darum, dass es richtig ist, Fachleute entscheiden zu lassen, ob eine neue Technologie mehr Vor- oder merh Nachteile für die Verkehrssicherheit hat. Eine bedenkträgerische Panik, die jeden Fortschritt nach Erwerb des eigenen Führerscheins ablehnt, hilft da halt nicht. Da braucht man Fakten. Und eine Deaktivierbarkeit ist kein Fakt. Ein Airbag ist ja auch nicht kontraproduktiv bzw. ein zusätzliches Risiko, nur weil man ihn theoretisch ausbauen kann.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 11. Mär 2017, 13:38

Das und jedes andere Technologiethema lässt sich durchaus "schaumfrei" diskutieren. Immer gibt es selbstverständlich auch "gewisse Gegenanzeigen" - der Spruch zu den "Nebenwirkungen" der alle Arzneimittel pflichtgemäß begleitet.

Neben vernünftigen (Gegen)Argumenten gibt es allerdings auch höchst unvernünftige Scheinargumente. Nur weil hier jemand zu der Überzeugung gelangt, eine neue Einrichtung habe neben nützlicher Eigenschaften wie selbstverständlich auch erkennbare Nachteile, werden die Vorteile nicht automatisch aus der Welt geschafft.

Nahezu jede sichtbare Verbesserung der Verkehrssicherheit hatte anfänglich "erboste Gegner" - wer schon etwas älter ist, kann sich sicher noch an die Diskussionen "gegen die Gurtanschnallpflicht" erinnern. :mad: Das diese erzwungene Maßnahme inzwischen tausende von Leben gerettet und Verletzungen erheblich "milder" gestaltet, ist weder ein Thema, noch wird dieser Fortschritt überhaupt noch wahrgenommen :?

Eine ganze Reihe von aktive und passive technischen Errungenschaften werkelt inzwischen in allen Fahrzeugen und schützt Fahrer und dessen Insassen vor dessen menschlicher Unzulänglichkeit. Glücklicherweise meist unbemerkt und daher auch so gut wie nicht abgelehnt. Das Mensch zu seiner größten eigenen Bedrohung zählt, das beweisen unzählige Unfallverhütungsvorschriften und eine erstaunliche Anzahl von Vorrichtungen die einzig dem Zweck dienen, Menschen vor sich selbst zu schützen :cool:

Leider reagiert Mensch auf solche "Einschränkungen seiner Freiheit" (sich selbst und andere nicht zu schädigen bzw. umzubringen) wenig rational. Daher müssen solche offensichtliche Verbesserungen mit viel unnötigem Aufwand der gewöhnlich sturen und uneinsichtigen Masse "beigebogen werden" oder, wenn Überzeugungsarbeit nichts hilft, per Gesetz inkl. Strafandrohung erzwungen werden.

Nun bleibt in zivilisierten Ländern wenig "Herausforderung" - Risiko übrig - sämtliche Raubtiere sind erlegt oder im Zoo hinter Gittern. Krieg findet leider nur in meist fernen Ländern statt. Wo soll sich also unser überkommener Steinzeitanteil noch "bewährten" :?: Bislang blieb nur die Kampfmaschine KFZ übrig. Dort konnte man es allen zeigen welche Potential in einem steckt. Nun versuchen die üblichen Weicheier "uns" auch noch das letzte übriggebliebene irrationale Feld "Mut" und "Überlegenheit" zu beweisen, wegzunehmen.

Bislang darf jeder, jegliche Geschwindigkeitsbegrenzung ignorieren und kann so dem Rest der Welt beweisen welch großartiger Fahrer bzw. Fahrerin er / sie doch ist. Rationale Vorstellungen, man / frau komme bei ganz normalem gesetzestreuer Fahrweise (meist) vollkommen gesund und unbeschadet ans Ziel - kaum merkliche Zeitunterschiede "leider" inklusive, zählen nur wenig. Allein die Vorstellung "in seiner Freiheit behindert" zu sein, lässt mögliche echte körperliche Behinderung als Resultat "kleine Fahrfehler" weit hinter sich. So blöd sind wir nun mal alle - einziger Unterschied - einige sehen das früher oder später ein - andere leider nimmermehr.

Genau deswegen werden immer neue Einschränkungen der Freiheit ersonnen. Nun ja bei ~50 Millionen "Selbstbeweger" von den ungefähr 8% ständig "aktiv" sind, womöglich nicht die ganz schlechte Idee möglichst viele vor sich und besonders die "Anderen" vor "Denen" zu schützen.

Ich rate mal, dies erzwungene Geschwindigkeitsbegrenzung ist so ein neuer Anschlag auf unsere Freiheit, uns und andere tot zu fahren. :mad: Schade um das schöne prickelnde Gefühl, welches beim Überholen wächst, weil die Distanz bis zum Volltreffer gleichermaßen "unvorhergesehen" schrumpft ! Warum habe ich diesen teuren PS-starken Motor mit Kompressor oder wenigstens mit Abgasturbolader eigentlich :dead:

Schlimmer noch, die Technologie verfügt bereits über Weiterentwicklungen, welche das Überholen erst garnicht zulässt, weil der blöde Bordcomputer mittels Distanzmessung und Berechnung der Annäherung an den Gegner, entschieden hat, das beabsichtigte Überholmanöver einfach nicht zuzulassen ! Unter Beachtung der dort erlaubten Höchstgeschwindigkeit selbstverständlich. Aktuell funktioniert das bei einigen "höherpreisigen" PKW bereits. Da wird einem auch die Gelegenheit, den von hinten kommenden NICHT zu übersehen und dem so sein ungezogenes Überholmanöver gründlich zu vermiesen, völlig automatisch genommen !

Es könnte also durchaus sein, das bis zur Einführung von automatischer Geschwindigkeitsbegrenzung - auch solche weitere "Behinderungen" mit eingebaut sind. Das kann einem schon recht technologiefeindlich stimmen :mad2:

Tröstend sei angemerkt, niemals wird es auch der ausgefeiltesten Technologie gelingen menschliche Dummheit vollkommen zu überwinden - es besteht also auch in ferner Zukunft noch reichlich Gelegenheit sich und andere zu schädigen - irgendwie geht das immer....
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Alter Stubentiger » So 12. Mär 2017, 16:36

frems hat geschrieben:(10 Mar 2017, 15:19)

Richtig, ich hatte nicht vor, meinen Lebenslauf abzutippen, wenn mich jemand "Dummschwätzer" nennt und letztlich nur bewies, dass er von der Materie nichts versteht. Folglich auch keine PN, weshalb es wieder nur personenbezogener Quark war. Dir hat auch niemand verboten, zu diskutieren. Es ging nur darum, dass es richtig ist, Fachleute entscheiden zu lassen, ob eine neue Technologie mehr Vor- oder merh Nachteile für die Verkehrssicherheit hat. Eine bedenkträgerische Panik, die jeden Fortschritt nach Erwerb des eigenen Führerscheins ablehnt, hilft da halt nicht. Da braucht man Fakten. Und eine Deaktivierbarkeit ist kein Fakt. Ein Airbag ist ja auch nicht kontraproduktiv bzw. ein zusätzliches Risiko, nur weil man ihn theoretisch ausbauen kann.


Fachleute sind sich wie wir uneins über die Sinnhaftigkeit der derzeitigen "Visionen" aka autonomes Fahren/ Fahrassistenz. Der Punkt ist ja daß sich die Leute dazu verleitet fühlen der Technik blind zu vertrauen. Das sollte man gerade bei allem was heutzutage vernetzt als intelligente Technik vermarktet wird aber besser nicht. Netzausfälle und Hackerangriffe auf die entsprechende Technik/Infrastruktur sind bei Fachleuten ein großes Thema.

Bei Tempobegrenzern die man bereits in der Praxis bewundern kann, also bei LKW, zeigt sich daß man bei solchen Techniken den menschlichen Faktor einfach nicht berücksichtigt. Der Mensch der fährt muß sich wohl fühlen dabei. Mal sollte vielleicht mehr LKW-Fahrer mit einbeziehen in die Entwicklung und denen nicht einfach so eine Technik vorsetzen. Ein Airbag z.B. ist eine Technik die bemerke ich gar nicht. Die ist da. Die Eingriffe des Bremsassistenten bemerke ich. Sie sind greifbar. Und wenn man überholen will oder überholt wird und die Sensoren bremsen dann schalten die Brummi-Fahrer die Technik entnervt ab. Das ist so. Es gibt also große Probleme. Außerdem fragt man sich was noch alles im Namen der Sicherheit eingebaut werden soll. Da frage ich mich auch wer das noch bezahlen soll.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon frems » So 12. Mär 2017, 17:21

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Mar 2017, 16:36)

Fachleute sind sich wie wir uneins über die Sinnhaftigkeit der derzeitigen "Visionen" aka autonomes Fahren/ Fahrassistenz. Der Punkt ist ja daß sich die Leute dazu verleitet fühlen der Technik blind zu vertrauen. Das sollte man gerade bei allem was heutzutage vernetzt als intelligente Technik vermarktet wird aber besser nicht. Netzausfälle und Hackerangriffe auf die entsprechende Technik/Infrastruktur sind bei Fachleuten ein großes Thema.

Bei Tempobegrenzern die man bereits in der Praxis bewundern kann, also bei LKW, zeigt sich daß man bei solchen Techniken den menschlichen Faktor einfach nicht berücksichtigt. Der Mensch der fährt muß sich wohl fühlen dabei. Mal sollte vielleicht mehr LKW-Fahrer mit einbeziehen in die Entwicklung und denen nicht einfach so eine Technik vorsetzen. Ein Airbag z.B. ist eine Technik die bemerke ich gar nicht. Die ist da. Die Eingriffe des Bremsassistenten bemerke ich. Sie sind greifbar. Und wenn man überholen will oder überholt wird und die Sensoren bremsen dann schalten die Brummi-Fahrer die Technik entnervt ab. Das ist so. Es gibt also große Probleme. Außerdem fragt man sich was noch alles im Namen der Sicherheit eingebaut werden soll. Da frage ich mich auch wer das noch bezahlen soll.

Der Mensch, der sich "wohlfühlen" will, tötet alleine in Deutschland jedes Jahr Tausende Menschen. In Städten sind bis zu 50% der schweren bis tödlichen Unfälle durch Lkw, obwohl sie keine 10% der Fahrzeuge ausmachen. Im Zweifel muss man dann dafür sorgen, dass die Assistenten nicht ausgeschaltet werden können. Was schätzt Du denn, wie groß der volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsunfälle pro Jahr in Deutschland ist? Ich verrate es Dir: es sind über 30 Mrd. Euro. Und das bezahlen wir alle für den "Wohlfühlfaktor", denn fast alle Unfälle entstehen durch menschliches Versagen. Würden Menschen fehlerfrei fahren, müsste man gar nicht über mehr Sicherheitstechnik nachdenken. Da vertraut der Mensch auf sich (und sein fahrendes Umfeld), was leider täglich rund zehn Tote allein in Deutschland bedeutet. Da sollte man nicht glauben, dass ab morgen vernünftige Fahrer auf den Straßen unterwegs sind. Und sicherlich muss man schauen, dass die Systeme nicht missbraucht werden. Eine 100%-ige Sicherheitsgarantie gibt's nicht. Wenn man die Unfälle aber signifikant damit senken kann, spricht für dafür und nichts -- von ein paar Euro abgesehen -- dagegen. Man kann aber gerne über Begrifflichkeiten ("intelligent", "smart" etc.) streiten. Das ist bloß eine rein oberflächliche Betrachtung und keine technische.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 13. Mär 2017, 22:04

Terrorwarnung für Deutschlands Straßen !

Für 2016 ist die genau Zahl noch nicht exakt bekannt, ist aber mit ~3.280 toten Menschen allein in D ein beachtlicher Erfolg unserer hausgemachten Terroristen.

Eigentlich müsste bei der weitverbreiteten Angst durch Terroristen sein Leben gewaltsam beendet zu bekommen, ein Tagesschnitt von knapp 9 täglich im Durchschnitt gemeuchelten Männer, Frauen und Kinder die täglichen Schlagzeilen machen. Weit gefehlt, daran ist man schon gewöhnt.

Tröstlich, es war alles schon viel schlimmer 1970 waren es Tag für Tag wenigstens 58 Gemeuchelte (Summa summarum 21.332). Erstaunlich effizient bei damals lediglich ~17 Millionen KFZ. Inzwischen tummeln sich ~54 Millionen KFZ auf Deutschlands Straßen (zuvor 1912 mit nur 70.006 konnte man mit immerhin 631 Kills pro 100.000 Fahrzeugen punkten ! ).

Hätten nicht allerlei Spaßverderber den Straßenverkehr reguliert, die Fahrzeuge sicherer, aber auch teurer bauen müssen, Gurte & Airbag vorgeschrieben usw. usf. ja dann würden wohl inzwischen wenigsten ~185 sich und andere an einem durchschnittlichen Tag tot fahren.

Aber nein, dauernd wurde an Gesetzen, der Konstruktion und wer weiß an was noch herumkonstruiert - nun ja täglich unspektakuläre 9 Durchschnittstote schaffen "wir" gerade noch - das sind lächerliche ~6 pro 100.000 KFZ

lt. DESTATIS (in 2015) starben wegen (Zahl bitte selbst mit 1.000 multiplizieren - liest sich hier sonst zu dramatisch) 15 Menschen "innerorts" = 50km/h (1956) - die gleiche Zahl 15 Richtgeschwindigkeit Autobahn 130 km/h (1973) - und Spitze ~21 auf Landstraßen 100 km/h (1970)

Für die paar "Hansel" wollen sie uns jetzt den Spaß am schnellen Fahren vermiesen. Dabei entsteht durch "Fehlverhalten des Fahrzeugführers m/w durch Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren 16%, Vorfahrt, Vorrang 15%, Abstand 14%, Geschwindigkeit 13%, Falsche Straßennutzung 7%, Falsches verhalten gegenüber Fußgängern 5%, Überholen 4%, Alkoholeinfluss 3% und weil es nicht immer so klar ist Sonstige Ursachen = 23% aller Unfälle mit Personenschaden 2015.

Jeder darf nun selbst darüber nachdenken, wobei häufiger der "Tod eintritt". Um zu zählen, muss der Tod innerhalb von 30 Tagen eintreten. Wer zu spät stirbt, ist zwar auch tot, fällt aber in der Verkehrsstatistik "hinten raus".

Warum also mit allerlei technischem Schnickschnack diese Zahlen weiter nach unten drücken ? Am Ende fehlt der tägliche Kitzel dann womöglich ganz und sterben muss man sowieso.... :dead:
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Vizegott » Sa 18. Mär 2017, 02:14

jack000 hat geschrieben:(30 Jan 2017, 19:56)

http://www.t-online.de/auto/technik/id_ ... wagen.html

Macht es denn wirklich Sinn jegliche Hirnaktivitäten beim Autofahren konsequent abzuschalten :?:
(Abgesehen von der angeblichen/fragwürdigen positiven Auswirkung)



http://techcenter.mercedes-benz.com/de_ ... etail.html

Diese Technik existiert schon heute. Nur darauf verlassen würde ich mich nicht.

Auf einem Stück Landstraße zeigt mir das System z.B. 50km/h an, obwohl 100 erlaubt ist. Das mag ja noch lustig sein. Besonders für den 40Tonner im Kofferaum.

Aber wenn in einer 30er Zone kurz vor einem Blitzer das Auto der Meinung ist es dürfte 70 fahren... Wer bezahlt dann das Ticket?
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 18. Mär 2017, 08:47

Vizegott hat geschrieben:Diese Technik existiert schon heute. Nur darauf verlassen würde ich mich nicht.
Auf einem Stück Landstraße zeigt mir das System z.B. 50km/h an, obwohl 100 erlaubt ist. Das mag ja noch lustig sein. Besonders für den 40Tonner im Kofferaum.

Aber wenn in einer 30er Zone kurz vor einem Blitzer das Auto der Meinung ist es dürfte 70 fahren... Wer bezahlt dann das Ticket?
"Diese Technik" mit aller Fehlerhaftigkeit bestimmt längst unser aller Leben. Wenn Du an der nächsten Ampel "Grün" hast Hand aufs Herz - wie oft und wie sorgfältig prüfst Du, ob die anderen Richtungen tatsächlich "Rot" haben und "keiner kommt" ?

Dein Fahrzeug, wenn es ~5 ... 6 Jahre alt ist, enthält jede Menge Systeme, die niemand mehr so recht "auf dem Schirm" hat und die auch niemand in Frage stellt. Reisende in Zügen, verlassen sich ohne jede Kenntnis auf die Technologie die dafür sorgt, das möglichst jeder lebend von A nach B kommt. Wenn es denn mal nicht klappt, stellt sich der Fehler in nahezu 100% als "menschliches Versagen" heraus....

Du hast eine verbotenes POI-System (das auch Blitzer meldet !) in Betrieb, oder ein GPS-System, dessen Software keinesfalls in Echtzeit die Geschwindigkeit, welche gerade erlaubt ist anzeigt - anzeigen kann. Dies mit umfassend kontrollierenden Systemen zu vergleichen, ist mehr als laienhaft.

Ja, diese Übergangszeit, wo völlig normale Autofahrer noch etwas zu entscheiden haben, ist höchst kritisch. Deren Hirnaktivitäten verursachen trotz größter Bemühungen, möglichst viele Systeme bereitzustellen, welche menschliche Fehlleistung verhindert oder wenigsten mildert, immer noch z.B. in 2016 über 3.200 Verkehrstote und hunderttausende von Verletzte, Verstümmelte in nur einem Jahr. :rolleyes:

Keine Institution auf der Welt, würde es inzwischen Piloten erlauben, noch so zu fliegen wie in den Jahrzehnten zuvor - jede Menge andere "Gelegenheiten", wo man längst irgendwelchen Automaten mehr "Hirn" zutraut, als das bei Menschen gesund wäre...
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Welfenprinz » Sa 18. Mär 2017, 09:18

Diese Auseinandersetzung zwischen Mensch und Maschine ist witzig.
Ich mein ich kenn das. Als ich auf der Messe -2003 oder 05- zum ersten mal mit einem autotrac -System konfrontiert war,hab ich natürlich auch das Ego und das Adrenalin :D aktiviert “sowas braucht man nicht,das lernt man als Lehrling bis es klappt“.
Adrenalin ab- und Vernunft eingeschaltet ist das natürlich Quatsch,es gibt keinen Menschen,der 8,12 oder 16 h am Tag fehlerlos mit 2cm Genauigkeit fährt. Heute pflanzt mein Sohn 200 ha Kartoffeln ohne eine einzige Pissnelke und lacht über alle,die das nicht haben.

Die Ratio und das Antiadrenalin bei den Lkws heisst schlicht und ergreifend Ökonomie. In der Kalkulation einer Spedition oder des Werksverkehrs sind Bussgelder ein Kostenfaktor,der so nötig ist wie ein Furunkel am Arsch(vor allem bei der Tour durch Frankreich nach Spanien kann ein einziges Bussgeld den Gewinn der Fahrt auffressen). Also kommen solche Techniken,Wohlfühlen kann sich der Fahrer anders. Das wird nicht von ihm entschieden.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

Beitragvon Hamilton » So 16. Apr 2017, 10:56

Sowas braucht man nicht, man sieht an der Autobahn in der Bundesrepublik, dass auch Autofahren ohne Tempolimit wunderbar funktioniert, wenn die Bedingungen passen.

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