Elektroautos.

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Zunder
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Zunder » So 30. Sep 2018, 23:14

immernoch_ratlos hat geschrieben:(30 Sep 2018, 11:45)

:( Eigentlich wollte ich ja ein wenig mit Zunder unterhalten - doch

Ich habe nicht die geringste Lust, über die ökologische Sinnhaftigkeit von Stromerzeugung aus Braunkohle zu diskutieren, wenn aktuell 100 Hektar Wald in eine Mondlandschaft verwandelt werden. Das ist der blanke Hohn.
https://www.rundschau-online.de/image/3 ... n-oben.jpg
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 1. Okt 2018, 09:33

Zunder hat geschrieben:Ich habe nicht die geringste Lust, über die ökologische Sinnhaftigkeit von Stromerzeugung aus Braunkohle zu diskutieren, wenn aktuell 100 Hektar Wald in eine Mondlandschaft verwandelt werden. Das ist der blanke Hohn.
Das ehrt Dich - nur eine bescheidene Frage - was hast Du bislang aktiv dazu beigetragen, das EE "vorankommen" :?:

Welche Alternativen gab es denn VOR der Nutzung von PV und WKA :?: Es ist doch erst jetzt überhaupt möglich über die Aufgabe von Braunkohleabbau und Verstromung zu entscheiden. Bis dahin, ist es höchst unterschiedlich ob einfach und rücksichtslos die Emissionen jenseits des möglichen Stands der Technik in die Umwelt gelangen. Ich verteidige diese Form der Energiegewinnung nicht zwangsläufig, wenn "ich" (im übertragenen Sinn) auf schonenderer Methoden hinweise. Keine Ahnung wie lange Du Dich überhaupt für das Thema Energie interessierst und welche persönliche / berufliche Erfahrungen Du haben magst. Nur sich hier gegenseitig aggressiv anzugehen ist nicht nur sinnlos, sondern "im Angesicht" der bekannten Argumente der "Hartcoregestrigen" die hier doch ordentlich vertreten sind, ist das eher dumm.

Was bei allen Anwendungen nicht ausbleiben darf, ist eine klare Analyse von "pro und con" . Das Du nicht frei von solchen Erwägungen bist, zeigen doch Deine eigenen Einlassungen zum Diesel an anderer Stelle.

Um beurteilen zu können, in wieweit die Kritiker von e-Mobilität richtig liegen, mit ihrer Kritik die - wenn sonst nix mehr geht - gewöhnlich in der Feststellung münden, die Energie käme ja sowieso aus Braunkohleverstromung (nicht erwähnt wird die Verstromung von Importsteinkohle, die wenigsten hier in D keine der sog. "Ewigkeitslasten" (s. Ruhrgebiet) bedingt ). Da entstehen die Schäden "irgendwo anders" - leider auf dem selben Planeten.

Da der Prozess des des Rückbaus von Braunkohlekraftwerken sich über Jahre hinziehen wird, ist es höchst dringlich zu wissen was da emittiert wird und was davon verhinderbar ist. Die "100 Hektar Wald (welche) in eine Mondlandschaft verwandelt werden" sind allenfalls als Symbol wichtig. Viel wichtiger sind die Emissionen die von 171,5 Millionen Tonnen Braunkohle (2016) ausgehen (ausgingen) und eventuelle bleibende Schäden "vor Ort".

Wer also, wie Du das wohl tust, Braunkohleverstromung ablehnt, muss sich aktiv für alles einsetzen was die EE fördert. Wer sich diesen "Deutschen Strommix 2018 (fraunhofer ISE)" ansieht, wird bei aller Empörung nicht um die Tatsachen "woher der Strom gegenwärtig kommt" herumkommen. Das wird (ähnlich wie bei den AKW) noch Jahre dauern bis das letzte Braunkohlekraftwerk in D "vom Netz" geht - bzw. "gehen kann" Bis dahin muss man sich leider mit diesen "Nebenwirkungen" abfinden - oder sie wenigstens verringern :
Quelle hat geschrieben:Während Umweltbewusste dafür plädieren, nun erneuerbare Energiequellen um so schneller auszubauen, wird von anderen die Unvermeidbarkeit einer stärkeren Kohlenutzung propagiert.

Bei dieser Frage gibt es wichtige Gesundheitsaspekte zu bedenken, die jedoch – ebenso wie in der Klimadiskussion insgesamt – bislang keine angemessene Rolle spielen. Denn die Nutzung von Kohle für die Energieerzeugung ist mit gravierenden Gesundheitsgefahren verknüpft. Bei der Verbrennung von Kohle werden Feinstäube freigesetzt: Stickoxide, Schwefeldioxid, Schwermetalle und organische Substanzen. Anders als das Kohlendioxid, gehören sie zu den „kurzlebigen“ Emissionen, die nur über Wochen oder Monate in der Atmosphäre verbleiben. Sie haben nur wenig Einfluss auf den Klimawandel. Sie sind aber unmittelbar gesundheitsschädlich. Diese kurzlebigen Emissionen richten in einem Abstand von bis zu 150 Kilometern den größten Schaden an, der dort aber keineswegs endet, sondern „verdünnt“ auch noch 1 000 Kilometer vom Ursprungsort entfernt auftritt, also auch in Nachbarregionen und Nachbarländer „exportiert“ wird. In Deutschland werden 45 Prozent des Strombedarfs – mehr als in jedem anderen EU-Land – durch 140 Kohlekraftwerke erzeugt; mehr als die Hälfte davon durch die besonders schädliche Braunkohle (2).
Das zentrale Problem bei der Kohleverstromung ist aus medizinischer Sicht die Emission von Feinstäuben. Bei „Particulate Matter“ (PM) handelt es sich um teils feste, teils tröpfchenartige Schwebstoffe in der Luft, deren Größe unter 10 µm liegt (3). Sie werden zum geringeren Teil als „primäre“ direkt bei Verbrennung freigesetzt, zum größeren Teil als „sekundäre“ durch chemische Reaktionen von ebenfalls emittierten Stick- und Schwefeloxiden und organischem Material erst in der Luft gebildet. Je kleiner der Durchmesser, desto tiefer dringen die Partikel in die Lunge ein und desto schädlicher sind sie. Das trifft insbesondere auf die „PM 2.5“ zu, Partikel, deren Größe unter 2,5 µm liegt.

Langzeitexposition verkürzt deutlich die Lebenszeit
Dass Feinstäube gesundheitsschädlich sind, ist schon seit Jahrzehnten bekannt (4). Neu ist, dass das Ausmaß der Schäden in der Vergangenheit unterschätzt wurde, dass es keine „sicheren“ Mindestgrenzwerte gibt und die Richtlinien zur Luftreinheit von 2005 deswegen nun revidiert werden (5).

Die Korrelation zwischen einer Zunahme von Feinstäuben in der Atemluft und Gesundheitsschäden ist ebenso belegt wie der umgekehrte Zusammenhang: dass eine Abnahme der Konzentration sich unmittelbar in einer Verbesserung der Gesundheitssituation niederschlägt und längerfristig die Lebenserwartung steigert (Pope 2009). Zunächst hatten große Untersuchungen in den 1990er-Jahren eine klare Beziehung zwischen der Konzentration von Feinstäuben in der Luft und einer erheblichen Gesamtzusatzsterblichkeit dokumentiert. Mittlerweile sind unterschiedliche Mechanismen dafür identifiziert. Der bei weitem größte Teil dieser Exzesssterblichkeit ist auf kardiovaskuläre Ursachen zurückzuführen. Sie manifestieren sich in der Verursachung neuer oder der Verschlechterung bestehender – vor allem koronarer – Herzkrankheiten und durch Schlaganfälle. Insgesamt zeigt sich, dass schon eine kurzzeitige Exposition – Tage bis Wochen – die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität durch Angina pectoris, Arrhythmien, Herzinfarkte und ischämische Apoplexe erhöht; Langzeitexposition über Jahre führt zu einer deutlichen Lebenszeitverkürzung um Monate bis Jahre (6).
Klingt auf weiten Strecken wie die bekannte "Gegenanzeige" zur Dieselverbrennung.

Für die überzeugten Gegner solcher Erkenntnisse (hier wie da) ist es besonders wichtig alle physikalischen Erkenntnisse zu leugnen. Das fällt einigen nicht wirklich schwer, ist ihr Wissensstand ja ohnedies eher rudimentär.

Nun mich interessiert bei diesem Zusammenhang schon was es bedeutet, wenn lediglich ein Teil der "voraussichtlich benötigten" Energie für E-Mobilität "übergangsweise" aus Kohleverstromung stammt. Noch ist vermutlich der Strom der z.B. in el. Gabelstapler fließt, höher als das was 2018 ... 2019 in die exponentiell wachsende el. PKW-Flotte fließen wird.

Bis die batteriegestützte "Nische" E-Mobilität "gefüllt" sein wird, hängt der "Mix" also einerseits vom Ausbau EE und geeigneter Speichermethoden, aber je nach Geschwindigkeit weiter von fossilen "Energiebeiträgen" ab.

Da erscheint es mir durchaus wesentlich wie sauber dieser Teil abgewickelt wird.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Mo 1. Okt 2018, 12:05

immernoch_ratlos hat geschrieben:(01 Oct 2018, 10:33)
Nun mich interessiert bei diesem Zusammenhang schon was es bedeutet, wenn lediglich ein Teil der "voraussichtlich benötigten" Energie für E-Mobilität "übergangsweise" aus Kohleverstromung stammt. Noch ist vermutlich der Strom der z.B. in el. Gabelstapler fließt, höher als das was 2018 ... 2019 in die exponentiell wachsende el. PKW-Flotte fließen wird.

Auch wenn es vielleicht ein wenig OT ist erscheint mir folgendes nicht ganz unwichtig:
Selbst wenn bei uns ein Boom auf Elektroautos einsetzen sollte wird es kein Stromengpass geben. Dessen sind sich ja sogar die Stromerzeuger bzw. Lieferanten sicher. Unser Ausstieg aus der Atomenergie ist da überhaupt nicht von Bedeutung.
Ich glaube nämlich noch nicht an ein Atomstromfreies Deutschland. Ja, der Ausstieg aus der Kernkraft in Deutschland bis 2022 ist beschlossene Sache. Aber wie sieht es mit den Stromimporten aus z.B. Frankreich und Belgien aus?
Andere Länder freuen sich schon auf unseren Ausstieg aus der Kernenergie. Finnland zum Beispiel. Obwohl die Regierung dort drastische Energiesparmaßnahmen beschlossen hat und zudem auf den Ausbau regenerativer Energieerzeugung setzt werden dort die letzten Arbeiten am fünften und weltweit leistungsstärksten Reaktorblock getätigt (1600 MW netto), der Ende d.J. bzw. Anfang nächsten Jahres in Betrieb gehen soll.
Finnland braucht den Reaktor nicht. Und trotzdem laufen bereits die Erdarbeiten für den fünften Reaktor mit einer geplanten Leistung von 1200 MW in Hanhikivi.

Und wer soll den Strom dann nutzen? Elche haben keine Steckdosen. Aber ein Seekabel nach Estland ist schnell gelegt und am europäischen Verbundnetz angeschlossen. Atomstrom ist ein Ex- und Importschlager. Deutschlands Vorstoß bzgl. der Abschaltung aller derzeit noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke ist zwar lobenswert aber eben nur eine halbherzige Sache, wenn dann lustig weiter Kernenergie aus Nachbarländern importiert wird. Und solange wir dort einen Bedarf an billigen Atomstrom anmelden wird da alles getan werden, um unseren Stromhunger zu stillen.

Aber so läuft es nun mal in unserer Politik: Aus dem Auge aus dem Sinn.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 2. Okt 2018, 11:31

Tja Raskolnikof dazu solltest Du Dir mal die Daten (die Datenbanken dazu müssen öffentlich sein !) näher betrachten. Man muss allerdings etwas länger hinsehen, bis man dieses Bildchen "Stromflüsse zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern in 2018" einigermaßen versteht. Etwas "klarer" wird das Bild wenn man den Radiobutton "Stromflüsse" - "Europa" auswählt.

Nicht schlecht auch mal den Radiobutton "Stromhandel" - "Europa" auszuwählen - die Grafiken sind übrigens dynamisch...

Einen statischen Überblick gibt diese Grafik wieder. Einige - haben den Sinn von Verbundnetzen nicht wirklich verstanden. Man versucht die Probleme zentraler Energieversorgung (ungeplanter Ausfall von (meist) großen Kraftwerkseinheiten) mittels des Verbundnetzes zu regeln. Selbstverständlich gibt es auch wirtschaftliche Gründe dafür. Der sehr hohe Exportanteil von D im europäischen Verbund bestätigt das doch recht nachdrücklich. Was die AKW angeht, inzwischen sollte es sich herumgesprochen haben, das Verhältnis der Exergie zur Anergie liegt bei leider 2/3 = Wärme und nur 1/3 ist "Bruttostrom" (brutto, weil der hohe Eigenbedarf da ja noch abgeht) :eek:

Wie hier schon öfters gesagt, die "Achillesferse" aller Wärmekraftwerke - und das sind AKW nun einmal und das besonders große - liegt bei der benötigten Kühlleistung. Die hängt unlösbar mit dem wechselnden Wasserstand der Flüsse zusammen, an denen diese Art Kraftwerke nun mal ihr Dasein fristen. Das die Dinger allesamt nicht schwarzstartfähig sind, halte ich für einen besonders bedrohlichen Umstand. Speziell AKW müssen auch nach dem Ausschalten mit Kühlleitung versorgt werden, die in der benötigten Kapazität schon sehr groß ist, und in der damit verschleuderten Energie alles was so positiv klingt Lügen straft. Nicht 2018 aber : 2010 "Flusswasser zu warm Atomkraftwerken droht der Hitzestopp" - ja selbst fürs Kühlen von "verbrauchten Brennelementen" wird weiter Energie "benötigt" - "neben" der notwendigen Energie für die komplette Technik, welche damit im Zusammenhang steht.... :rolleyes:

So wie die aktuelle "Mobilität" sich immer mehr als eine gigantische Fehlentscheidung erweist, ist auch die Form sich mit der notwendigen Energiemenge zu versorgen längst obsolet. "Regenerative Energien" haben den wenig erkannten Vorteil der Selbstbeschränkung. Im Gegensatz zu Geld, welches keinerlei physikalischen Begrenzungen unterliegt, hat Energie erhebliche Wirkung in jede denkbare Richtung. Da kann kein "Guthaben" gebildet werden. Die existierenden "Konten" mit fossiler Energie zu plündern erzeugt eben nicht nur "leere Kassen", die sich problemlos per "Verschuldung" wieder füllen lassen.

Wer nur über gigantische solare Energiereserven - leider mit sehr geringer Energiedichte - verfügt, ist per se zu sparsamem Umgang damit gezwungen. Ohne die (noch) vorhanden fossilen Restbestände, würde das Verhältnis von " Exergie zur Anergie" wirklich ernst genommen werden müssen. Das wir das unseren Enkeln überlassen (nebst einer ordentlich ruinierten Umwelt) zeigt eigentlich wessen "Geistes Kind" wir doch sind. Loser auf der ganzen Linie - Natur fragt "Homo Sapiens - kann das weg ?" Homo sapiens antwortet (indirekt) "klar doch...".

Vor die Energieübertragung hat der "Herr" übrigens den Wirkungsgrad gesetzt. Es mach außerordentlich wenig Sinn gar tausende von km dafür überwinden zu wollen. Für jeden "unnötigen km" muss irgendwo Leistung bereitgestellt werden.

So als Denkanstoß wie komplex doch diese scheinbar einfachen Zusammenhänge tatsächlich sind : Grafik "Absolute Übertragungsverluste P pro km als Funktion der übertragenen Leistung S bei verschiedenen 380-kV-Systemen" aus WIKI "Übertragungsverlust" Dem entgeht man (wenigstens teilweise), wenn man die tatsächlich benötigte Energiemenge auf das Mindestmaß reduziert und diese möglichst "vor Ort" generiert. Dazu muss allerdings der religiöse Glaube "das geht nicht" erst einmal durch die entsprechende Sachkenntnis ersetzt werden.

Ach ja, wenn die Finnen schlau sind würden sie "first place" sich nicht mit so was belasten und wenigstens aus Strom all die netten Sachen machen, die sich auch ohne Leitungen (nahezu) problemlos transportieren lassen.
Raskolnikof hat geschrieben:Deutschlands Vorstoß bzgl. der Abschaltung aller derzeit noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke ist zwar lobenswert aber eben nur eine halbherzige Sache, wenn dann lustig weiter Kernenergie aus Nachbarländern importiert wird. Und solange wir dort einen Bedarf an billigen Atomstrom anmelden wird da alles getan werden, um unseren Stromhunger zu stillen.
Mit einiger Recherche und Nachdenken lässt sich dieses Märchen genauso realistisch aus der Welt schaffen, wie die Idee man benötigt ~46 Millionen PKW (plus 500.000 mehr pro Jahr) um die Mobilität in D zu gewährleisten. Daran ändert sich auch dann nichts, wenn es je dazu kommen wird, das für 15 Millionen davon die eigentlich für den "Strom-Export" bestimmte Energie "im Lande bleibt" und an diese "verfüttert wird" - was ja in der Bilanz lediglich ein "Nullsummenspiel" darstellen würde.....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Di 2. Okt 2018, 15:45

Tut mir leid, aber so recht werde ich aus den Grafiken des Fraunhofer Instituts nicht schlau. Tatsache aber ist, dass in Deutschland derzeit noch mehr Strom erzeugt wird als er hier auch verbraucht werden kann. Somit sind auch wir Stromexporteur. Nur ist es eben so, dass die Strompreise auf dem europäischen Markt schwanken. Und dank des bestehenden Verbundnetzes kann so der Strom gehandelt werden wie an der Börse.
Und so fließt nun mal der Strom aus den unterschiedlichsten Kraftwerkstypen kreuz und quer durch Europa. Von daher empfinde ich es als keinen allzu großen Gewinn, wenn das kleine Deutschland aus der Kernenergiegewinnung aussteigt. Erst wenn Europa da mitmacht wäre es ein echter Gewinn. Davon sind wir aber noch weit entfernt.
Nebenbei: China will in den nächsten acht bis zehn Jahren 40 neue AKWs in Betrieb nehmen. Da ist das, was hier in D. geschieht ein Hasenfurz. Geht irgendwo auf dem Globus ein Reaktor hoch so hat das globale Auswirkungen.

Und da der Deutsche nun einmal als besonders sparsam oder sogar geizig bekannt ist spart er wo er kann, und zwar nicht nur bei den Lebensmitteln. Da wird dann z.B. jedes Jahr auf den Seiten der Preisvergleichern geschaut, wo der Strom gerade am preisgünstigsten ist und dann dort der neue Liefervertrag abgeschlossen. Schließlich raten ja auch die Verbraucherschützer dazu. Wer guckt da denn schon darauf, wie sich der Energiemix eines jeden Anbieters zusammensetzt? Egal, Hauptsache billig ist die Devise. Und was im Privatleben gilt gilt wohl bei Großverbrauchern erst recht.

Und so kommt es dazu, dass die Stromimporte, insbesondere die des billigeren Atomstroms sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöhten. Veröffentlichungen dazu gibt es jede Menge.
"Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, muss es bis 2030 seine Stromerzeugung aus Kohle halbieren und den Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 65 Prozent erhöhen", sagt Agora-Projektleiter Dimitri Pescia. Sollte Deutschland den Ausfall von Kohlestrom aber nicht mit erneuerbaren Energien ausgleichen können, "vergrößert sich die Abhängigkeit von Importen aus Frankreich", so Pescia.“

Ich persönlich sehe da schwarz. Aber gut, ich verfüge über keine Glaskugel und lasse mich überraschen.
Ach ja, wenn die Finnen schlau sind würden sie "first place" sich nicht mit so was belasten und wenigstens aus Strom all die netten Sachen machen, die sich auch ohne Leitungen (nahezu) problemlos transportieren lassen.

Ich denke, dass die Finnen ein ziemlich schlaues Völkchen sind. PISA vergessen? ;)
Zudem glaube ich nicht, dass ein so kleines Land einfach mal so knapp 10 Milliarden Euro aufs Spiel setzt wenn es nicht weiß wofür das gut sein soll.

https://www.wiwo.de/technologie/green/e ... 50910.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 05511.html
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 2. Okt 2018, 16:10

Raskolnikof hat geschrieben:(02 Oct 2018, 16:45)

Tut mir leid, aber so recht werde ich aus den Grafiken des Fraunhofer Instituts nicht schlau. Tatsache aber ist, dass in Deutschland derzeit noch mehr Strom erzeugt wird als er hier auch verbraucht werden kann. Somit sind auch wir Stromexporteur. Nur ist es eben so, dass die Strompreise auf dem europäischen Markt schwanken. Und dank des bestehenden Verbundnetzes kann so der Strom gehandelt werden wie an der Börse.
Und so fließt nun mal der Strom aus den unterschiedlichsten Kraftwerkstypen kreuz und quer durch Europa. Von daher empfinde ich es als keinen allzu großen Gewinn, wenn das kleine Deutschland aus der Kernenergiegewinnung aussteigt. Erst wenn Europa da mitmacht wäre es ein echter Gewinn. Davon sind wir aber noch weit entfernt.
Nebenbei: China will in den nächsten acht bis zehn Jahren 40 neue AKWs in Betrieb nehmen. Da ist das, was hier in D. geschieht ein Hasenfurz. Geht irgendwo auf dem Globus ein Reaktor hoch so hat das globale Auswirkungen.

Und da der Deutsche nun einmal als besonders sparsam oder sogar geizig bekannt ist spart er wo er kann, und zwar nicht nur bei den Lebensmitteln. Da wird dann z.B. jedes Jahr auf den Seiten der Preisvergleichern geschaut, wo der Strom gerade am preisgünstigsten ist und dann dort der neue Liefervertrag abgeschlossen. Schließlich raten ja auch die Verbraucherschützer dazu. Wer guckt da denn schon darauf, wie sich der Energiemix eines jeden Anbieters zusammensetzt? Egal, Hauptsache billig ist die Devise. Und was im Privatleben gilt gilt wohl bei Großverbrauchern erst recht.

Und so kommt es dazu, dass die Stromimporte, insbesondere die des billigeren Atomstroms sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöhten. Veröffentlichungen dazu gibt es jede Menge.
"Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, muss es bis 2030 seine Stromerzeugung aus Kohle halbieren und den Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 65 Prozent erhöhen", sagt Agora-Projektleiter Dimitri Pescia. Sollte Deutschland den Ausfall von Kohlestrom aber nicht mit erneuerbaren Energien ausgleichen können, "vergrößert sich die Abhängigkeit von Importen aus Frankreich", so Pescia.“

Ich persönlich sehe da schwarz. Aber gut, ich verfüge über keine Glaskugel und lasse mich überraschen.

Ich denke, dass die Finnen ein ziemlich schlaues Völkchen sind. PISA vergessen? ;)
Zudem glaube ich nicht, dass ein so kleines Land einfach mal so knapp 10 Milliarden Euro aufs Spiel setzt wenn es nicht weiß wofür das gut sein soll.

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Die Sache hat nur einen Haken. Französischer Atomstrom ist nur deshalb so günstig weil er extrem subventioniert wird. EDF und Areva sind hoch verschuldet, die Reaktoren größtenteils veraltet. Und die neue Reaktorgeneration verteuert sich ins Unermessliche. Die Frage ist also ob Frankreich es sich noch lange leisten kann Deutschland mit Dumpingpreisen mit Atomstrom zu versorgen. Außerdem solltest du bedenken dass Atomstrom nur grundlastfähig ist. Daher kommt es dass der Spitzenbedarf regelmässig im Ausland eingekauft wird. Und während es sich Deutschland leisten kann hin und wieder mit Atomstrom geflutet zu werden kann sich Frankreich eigentlich keine Stromimporte leisten.
https://www.heise.de/tp/news/Atom-Frank ... 90955.html
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Di 2. Okt 2018, 17:36

Ich will mit meinen Ausführungen ja nur sagen, dass der deutsche Atomausstieg eigentlich eine Mogelpackung ist, solange auch nur eine Kilowattstunde aus dem Ausland in unser Netz eingespeist wird. Klar bin auch ich für den Ausstieg. Aber richtig freuen könnte ich mich erst, wenn dies ein klares Signal auch für andere EU-Staaten wäre, evtl. sogar für die ganze Welt. Aber das bleibt wohl Wunschdenken selbst für unsere Urenkel.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 2. Okt 2018, 20:52

Allgemein "verstehen" wir uns doch sonst recht gut - eines - und das scheint mir in Bezug auf "Atomstrom" wichtig - "wir" müssen zwar für die Hinterlassenschaften der vergleichsweise wenigen AKW nochimmer - einigermaßen - jedenfalls nach menschlichem Ermessen "sichere Endlager" finden. Mir reicht dieser Fakt alleine schon aus lokal so zu handeln. Mit jeder weiteren Betriebsstunde kommt neuer Müll, der überall "vor Ort und relatv simpel" glagert wird - hinzu :( Gleichfalls werden die zwangsläufig bereits "strahlenden" Gebäudeteile nebst Inventar immer stärker radioaktiv. Das zeigt sich dann auch als erhöhte Kosten beim "Rückbau". Es gibt also schon vernünftige Gründe da "auszusteigen". Auch wenn andere glauben weitermachen zu müssen. Im Fall F bleibt denen eigentlich keine Wahl :s

Die Macht von Konzernen - in Sachen Mobilität ist das doch recht offensichtlich - verhindert das (wie im Fall der Finnen) wirklich schlau zu sein und auch so zu handeln. Ausgerechnet in einem Land mit 338.448 km² und gerade mal 5,5 Millionen Einwohner - D hat 357.385,71 km² und 82,5 Millionen Einwohner - wäre es sich nicht mit einer solchen Technologie zu kontaminieren deutlich cleverer gewesen.

Wie Alter Stubentiger schon anmerkte ist französischer Strom hochsubventioniert und die akuten - aber auch die Folgekosten - sind keineswegs "eingepreist". Die Exportbilanz von Frankreich : Quelle : staztista "Deutscher Stromimport nach Ländern im Jahr 2017* (in Terawattstunden)"

Bedenkt man dabei die Nettobilanz also das Saldo aus Im- und Export wird nach allen "Seiten" hier Grafik Stromhandel 2012 bis 2017 näher "beleuchtet". In der Vergangenheit wurden (2012) 10 TWh mehr importiert als 2017. Der Export aus D hat sich mehr als verdoppelt. Das Exportsaldo wächst also nahezu kontinuierlich.

Wird da etwas "verschenkt" - eine gern genommene Mär wird widerlegt :
Quelle hat geschrieben:Deutschland hat im Jahr 2015 einen Außenhandelsbilanzüberschuss von 2,07 Mrd. Euro beim Stromexport erzielt. Dieser Wert liegt deutlich über dem alten Rekordwert von 1,94 Mrd. Euro aus dem Jahr 2013. Eine genauere Analyse der Daten zeigt, dass der ins Ausland exportierte Strom im Durchschnitt die gleichen Marktpreise erzielt wie der nach Deutschland importierte Strom. »Die These, Deutschland würde überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien ins Ausland verschenken, lässt sich anhand der Zahlen nicht bestätigen«, folgert Prof. Bruno Burger vom Fraunhofer ISE, der die Daten des Statistischen Bundesamts ausgewertet hat.
Ein "Treppenwitz" auch Frankreich wird durch den Aufbau seiner EE "Überschüsse" produzieren. Wie D, das eigentlich unterm Strich Überschüsse hauptsächlich aus Kohleverstromung exportiert, wird F die zunehmend nun aus seinen AKW tun. Wärmekraftwerke - besonders AKW - lassen sich nur sehr verlustreich - wenn überhaupt regeln. Die beliebteste Methode - hie wie dort - einfach durchlaufen lassen und hoffen das es irgendwelche Abnehmer gibt.

Aus sehr vielen vernünftigen Gründen wäre also das "chemische Speichern" von Strom Vernunftgeleitet. Die notwendige Technologie ist bereits vorhanden. Der "Markt" der ja alles bewirken soll, verhindert aus puren Kostenüberlegungen eine schnelle Entwicklung. Würde z.B. F wissen, "mein hochsubventionierter Atomstrom" wird von den Nachbarn genutzt, um sich dauerhafte Vorräte - Wasserstoffgas - synt. Kraftstoffe usw. preisgünstig anzulegen, was würde dies wohl auslösen ? Stattdessen betrachtet Wirtschaft - völlig von Physik unbeeindruckt - D - ganz Europa - (fälchlich) wie eine "verlustfreie Kupferplatte" auf der Strom beliebig verschoben werden kann. Nun ich persönlich kaufe nur Strom aus "erneuerbaren Quellen" Wind, Wasser aus Österreich und PV ein. Wenigsten "verdränge" ich so andere Quellen - auch wenn, es sich tatsächlich und physikalisch um den üblichen lokalen Mix handelt.

Hier noch ein Balkendiagramm von Fraunhofer ISE : "Jährlicher Stromimport und -export von Deutschland in 2017" (sollte besser lesbar sein als die vorherige Darstellung - ist interaktiv und man kann jede Einzelheit näher betrachten - Skala in TWh). Preis "Day-Aheas-Auktion" Strom ist eben eine Handelsware mit (sehr) veränderlichen Preisen....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 3. Okt 2018, 13:44

Endlich werden meine Bemühungen mal positiv konnotiert. Passiert nicht alle Tage.

Weil Strom und nicht nur Elektroautos ganz natürlich zusammengehen hier noch ein paar ältere Links zum Thema "billiger Atomstrom" :

Quelle : FAZ (19.04.2011 "Frankreich : Atomstrom gar nicht so günstig"

Quelle : Neue Zürischer Zeitung (14.07.2011) "Die Kosten von Frankreichs Atomstrom" und wer hätte das gedacht (obwohl doch eigentlich logisch und irgendwie zeitlos ) :
NZZ hat geschrieben:Frankreichs Stromversorgung hängt zu etwa drei Vierteln von den zahlreichen Kernkraftwerken ab. Die Energiepreise für die Endkunden sind im europäischen Vergleich billig. Doch die Preise spiegeln bei weitem nicht die Kosten wider.

Nach der wochenlangen Trockenheit und dem dadurch bedingten Niedrigwasser in vielen Flüssen im vergangenen Frühling zeigte sich Frankreichs Energieminister Eric Besson besorgt. Es bestand die Gefahr, dass im Sommer einige der 58 Atomkraftwerke des Landes abgeschaltet werden müssten. Durch den seit Juni gefallenen Regen hat sich die Situation zwar etwas entspannt, doch die Gefahr ist nicht gebannt. Bei längerer Trockenheit könnte die Kühlung der Nuklearreaktoren mit Flusswasser nicht mehr gewährleistet sein, und dann müssten insbesondere Anlagen an der Vienne, der Rhone und der Loire abgeschaltet oder im Betrieb gedrosselt werden.

Notwendige Stromimporte
Bisher waren Engpässe in der Kühlung der Kernkraftwerke kein Problem, denn Frankreich konnte in einem solchen Fall auf Energieimporte aus Deutschland zurückgreifen. Nachdem im Nachbarland aber infolge des geplanten Atomausstiegs acht Anlagen abgeschaltet worden sind, wird dies schwierig. Besson ist deshalb verärgert über die «einseitig getroffene Entscheidung» der Deutschen, deren Konsequenzen «europäisch sind». Denn Frankreich könnte ein Zusammenbruch seiner Energieversorgung bevorstehen. Ohne Energieimporte aus Deutschland wären wohl im vergangenen Winter die Lichter in der Bretagne ausgegangen. Es stand Spitz auf Knopf. In trockenen Sommern oder kalten Wintern ist Frankreich, das normalerweise Exporteur ist, auf Stromeinfuhren aus Deutschland und anderen Ländern angewiesen.
Nein Raskolnikof ich möchte Dich von diesem Denkfehler befreien. Gleichgültig woher es in einem europäischen Verbundnetz (aus unserer Sicht) "Exporte" gibt, in einem Verbundnetz sind das Ausgleichsleistungen die unvermeidlich sind. Keiner würde das dt. Verbundnetz in Frage stellen wollen, weil da recht gewaltige "Ausgleichsströme" zwischen allen Landesteilen fließen. Bei "Redispatch" der lediglich Kosten verursacht und anders lösbar ist, stößt allerdings diese Erklärung an Grenzen. Doch darüber könnte man auch mal reden...

Übermäßig großer und besonders langandauernde Fluss zu nur einem Empfänger ist dagegen sehr wohl ein Indikator für Missverhältnisse.

Noch etwas wird mit diesen Ereignissen deutlich nicht nur EE sind "volatil" (unbeständig - sprunghaft) Die "konventionellen" Energiequellen sind es auch - voraussehbar "unbeständig". Zum Einen sind große Einheiten wie z.B. AKW bei "ungeplanten Abschaltungen" eine echte Bedrohung für die Netzstabilität und sie weisen "jahreszeitliche Schwankungen" von erheblichem Ausmaß auf. Etwas, was man den EE besonders unfreundlich nachsagte, aber in unterschiedlicher Form für jede Energieerzeugung geltend gemacht werden kann.

Auch eine andere Aussage lässt sich bestätigen : Quelle : SPON (30.04.2018) "Europäischer Energiemarkt : Frankreich könnte Deutschland mit Atomstrom fluten" EE aus F behindert den Ausbau EE in D ??? :
SPON hat geschrieben:Erst 2015 beschloss die Regierung in Paris, den Atomstrom-Anteil am Energiemix von fast 75 auf 50 Prozent zu senken und zugleich in erneuerbare Energien zu investieren.

Wie Frankreich seine "Transition énergétique" aber hinbekommen will, blieb offen. Das lässt die Regierung von Präsident Emmanuel Macron nun in einer öffentlichen Konsultation debattieren, die im Juni beendet sein soll. Sie droht auf eine massive Steigerung von Frankreichs Stromproduktion hinauszulaufen: Erneuerbare Energien sollen stark ausgebaut, die Atomkraft aber nur in geringem Maße abgebaut werden. Unter dem Strich stünde ein starker Anstieg der Stromproduktion - und Kritiker befürchten, dass Nachbarländer wie Deutschland künftig mit billiger Atomenergie überschwemmt werden.
Nun wie klingt das ? Warum sollte D gerade dann nicht seinen Ausstieg vollenden ? Strom wird dann - extrem billig - allerdings lediglich für die Abnehmer. F bleibt ja weiter auf seinen (wie wir nun wissen !) exorbitanten Kosten sitzen.

Der Preis für Strom ein immer gern genommenes Argument, wenn es darum ging den chemisch zu speichern, wäre nun billig zu haben - Investoren können das nutzen und genau in diese Anlagen investieren. Es wird ein beschränktes Zeitfenster sein. F wird wohl kaum tatenlos den europäischen Strommarkt fluten, wenn andere den Nutzen haben.

Sind größere Anlagen - PtG usw. einmal gebaut, lässt sich deren Produkt durchaus wieder "elektrisieren" - nicht als weiterer Strom in ein gut überfülltes Netz - nein in all die Anwendungen die sich daraus ergeben. "Elektrisch" fahren bedeutet ja (spätestens jetzt müsste das jeder verstanden haben) nicht zwangsläufig über Akkumulatoren mit Energie versorgen.

Man kann da nur hoffen das dieses Geschäft rechtzeitig erkannt wird.....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Teeernte
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Sa 6. Okt 2018, 09:01

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Oct 2018, 14:44)

Weil Strom und nicht nur Elektroautos ganz natürlich zusammengehen hier noch ein paar ältere Links zum Thema "billiger Atomstrom" :


Man kann da nur hoffen das dieses Geschäft rechtzeitig erkannt wird.....


Strom (Kosten/Versorgungssicherheit/Standhaftigkeit) ist eine "Staatssache". Ähnlich wie "Landesverteidigung. - Strom-Preise sind politische Preise... (Festgelegte politische "Schallmauer" DERZEIT 30 Cent)

Von der "KLEINEN" Anbindung an Frankreich (Europa) zieh bitte die Ausfallreserve des Europäischen Netzes ab - da bleibt nicht viel Kapazität.

Vom Ausbau dieser LEitungen....sind wir weit entfernt.

Da "Strom" noch nicht kostendeckend in Waggons der Bahn zu transportieren ist... bleibt die Versorgung an der DEUTSCHEN Backe hängen.... und das auch noch nach Versorgungsgebieten unterteilt.

DANK Deutscher Energiepolitik....
ist der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte in Deutschland ist seit der Jahrtausendwende von 13,94 auf 29,42 Cent pro Kilowattstunde in 2018 gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 111% beziehungsweise 6% pro Jahr.


Die Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich seit 2000 verdreifacht [von 5,19 auf 15,8 Cent]. Insgesamt machen die staatlichen Belastungen heute mehr als die Hälfte des Strompreises aus [54,3%]. Auf Netzentgelte entfallen fast 24,7% und die verbleibenden 21% bekommt der Stromanbieter für die Stromerzeugung.


https://1-stromvergleich.com/strom-report/strompreis/

Netzentgelte sind ebenso POLITISCH festgelegt.

"Billiger" Strom macht also NUR 20% des Preises aus.

Chemische Speicherung ist VERLUSTBEHAFTET ! - Mindestens ein Drittel der Kapazität wird dabei NOCH EINMAL - VERNICHTET.

Wenn Du gern mit dem Schinken nach der Wurst werfen willst ---- weiter so !

Die beste ENERGIEWENDE ist EINSPARUNG !

Reisen wird TEUER ! .....in 3 bis 5 Jahren kommt die PKW Maut....für JEDEN.(PKW)

EXTRA für DICH werde ich mich für eine Kappung der KilometerMaut bei Elektroautos (PkW) ab 100.000 km/Jahr einsetzen... :D :D :D

Aussicht :

Der aktuelle Großhandelspreis an der Strombörse, wo Lieferanten längerfristige Stromeinkäufe tätigen, ist in den vergangenen Monaten kräftig gestiegen und hat ein Niveau erreicht wie zuletzt vor 7 Jahren. Im September 2018 lag der Preis für Stromlieferungen im kommenden Jahr mit 5,17 Cent pro Kilowattstunde bereits 60% gegenüber Januar 2018 [3,58 Cent]. Ursache für diese Entwicklung sind die gestiegenen Preise für Gas und Kohle sowie für CO2-Zertifikate [Verschmutzungsrechte], deren Preis sich in diesem Jahr von 5 € auf 20 € pro Tonne vervierfacht hat.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 6. Okt 2018, 10:24

Ja wo Du recht hast, hast Du recht :
Teeernte hat geschrieben:Die beste ENERGIEWENDE ist EINSPARUNG !
Ein Grund mehr, für einen schnellen Ausbau aller EE zu sorgen. EE zwingen von Haus aus zur Sparsamkeit. Man kann nicht einfach rücksichtslos irgendwas mit erheblichen Nebenwirkungen verbrennen. Da muss keiner Sparen - scheiß auf die Nachkommen :thumbup:

Ja bei der nicht EE ist jede Speichermethode "Schinken nach der Wurst werfen" - da werden die "Verluste" ja gleich zweimal fällig. Bei EE wird nur genutzt was sowieso da ist und über die notwendigen größeren Investitionen hinaus, entsteht keinerlei "Verlust".

Wenn der ganz normale Bauer feststellt die letzte Ernte ist bald verkauft - aufgegessen - was auch immer, hat der - jedenfalls wenn er klug ist - schon wieder gesät. Der weiß, das was ich heute nicht vorbereite, steht morgen schlicht nicht zur Verfügung. Es sei denn, er findet wunderbarer Weise irgendwo "einfach ABbaubare Nahrung" die einfach so herumliegt und selbstverständlich niemals endet :thumbup:

So in etwa verhält es sich mit der Energie die zur Verfügung steht. Geld ist dabei völlig unwichtig es lässt sich weder essen, noch kann man sich daran wärmen. Nun haben wir es einmal - das Geld - und müssen damit umgehen. Es (das Geld und dessen vermeintlicher Wert) täuscht auch offensichtlich die Klügsten darüber hinweg, das nur "reale Energie" das Wesentliche ist.

Wie schon Vater Kohl so richtig erkannte : „Entscheidend ist, was hinten rauskommt“....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon roadrunner » Sa 6. Okt 2018, 10:47

Zunder hat geschrieben:(01 Oct 2018, 00:14)

Ich habe nicht die geringste Lust, über die ökologische Sinnhaftigkeit von Stromerzeugung aus Braunkohle zu diskutieren, wenn aktuell 100 Hektar Wald in eine Mondlandschaft verwandelt werden. Das ist der blanke Hohn.
https://www.rundschau-online.de/image/3 ... n-oben.jpg

zum Glück vorläufig vom Gericht gestoppt. :thumbup: :thumbup:
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 6. Okt 2018, 11:22

Hoffentlich haben die "Baumhausbewohner" nicht all das Getier vergrämt, welches nun sozusagen sein dünnes Flügelchen in letzter Minute ins "Getriebe" gesteckt hat.

Die Tierchen werden "für später" noch dringend benötigt - es sei denn man lässt die Kohle endlich wo sie ist...
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Ebiker » Sa 6. Okt 2018, 11:43

Zunder hat geschrieben:(01 Oct 2018, 00:14)

Ich habe nicht die geringste Lust, über die ökologische Sinnhaftigkeit von Stromerzeugung aus Braunkohle zu diskutieren, wenn aktuell 100 Hektar Wald in eine Mondlandschaft verwandelt werden. Das ist der blanke Hohn.
https://www.rundschau-online.de/image/3 ... n-oben.jpg


Der hohn ist dasdiese paar Hektar die Republik beschäftigen während gleichzeitig das mehrfache für unsinnige und gefährliche WKA in Wäldern gerodet wird.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 6. Okt 2018, 12:56

Ein Grund mehr - flächendeckend (Dachflächen !) PV voranzutreiben - aber das wollen "gewohnheitsmäßige" Gegner EE ja auch nicht - sollen doch die Enkel eine Lösung finden, wenn die wunderbaren fossilen Energien zuerst mal richtig teuer und dabei immer rarer werden.

Doch auch dieses eher scheinheilige Argument lässt sich durchaus hinterfragen :
Quelle hat geschrieben:Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) widerspricht entschieden einzelnen Medienberichten, die die Rodung des Hambacher Forstes mit der Waldinanspruchnahme von Windrädern gleichsetzen: „Wer die Rodung des Hambacher Forstes mit Waldnutzung von Windrädern gleichsetzt, vergleicht Äpfel mit Birnen! Für alle 67 Wald-Windräder in NRW wurden bisher insgesamt 18,5 Hektar Nadel- und Wirtschaftswald umgewandelt, um fortan für 20 Jahre und mehr klimafreundlich Strom zu produzieren. Dagegen wurden im Hambacher Wald eine gesamte Fläche von 3.500 Hektar wertvollen Laubwaldes gerodet und die Landschaft darunter völlig zerstört, um klimaschädliche Braunkohle zu fördern!“, so Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW.

Allein schon im Hinblick auf den tatsächlichen Flächenverbrauch sei ein Vergleich völlig unverhältnismäßig. So zeige eine Antwort der NRW-Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage von Anfang Juli dieses Jahres, dass für jedes in nordrhein-westfälischen Wäldern errichtete Windrad bisher durchschnittlich 0,28 Hektar Wald dauerhaft umgewandelt wurden. Bezogen auf die bisher im Hambacher Forst gerodeten Flächen könnten so noch mehr als 10.000 Windräder in nordrhein-westfälischen Wäldern gebaut werden. Hinzu komme, dass bei der Windenergie nach der gut 20 jährigen Betriebsdauer wieder eine Aufforstung an Ort und Stelle erfolge, während die Landfläche des Hambacher Waldes nach den gewaltigen Erdabtragungen dauerhaft verloren sei.

Auch hinsichtlich der Wertigkeit des Waldes sei ein Vergleich völlig abwegig. So sieht der Windenergieerlass in NRW in der Regel nur für Nadelwaldbestände und Waldschadensflächen die Möglichkeit, eine Waldumwandlungsgenehmigung für die Windenergienutzung zu erhalten. Dagegen sei dies regelmäßig für standortgerechte Laubwälder, Naturwaldzellen, Prozessschutzflächen oder historisch bedeutende Waldflächen ausgeschlossen. Genau zu diesen wertvollen Kategorien gehöre aber der Hambacher Wald: „Faktisch bedeutet dies, dass man in NRW in solchen Waldkulissen, wie dem Hambacher Forst, nie auch nur für ein Windrad eine Genehmigung erhalten würde.“, so Dobertin. Dabei sei auch anzumerken, dass für jedes Windprojekt die dauerhaft umgewandelte Nadelwaldfläche mit einer rund doppelt so großen Fläche an höherwertigen Laub-Misch-Beständen auszugleichen ist.

Letztlich ergäben sich aber auch hinsichtlich des Zwecks der Waldnutzung extreme Unterschiede. Während auf der einen Seite sehr wertvolle Laubbäume fielen, um mit dem klimaschädlichsten Energieträger Braunkohle Strom zu produzieren, würden auf der anderen Seite ohnehin erschlossene Wirtschaftswälder als Standorte zur klimafreundlichen Stromproduktion genutzt. Während die eine Nutzung spätestens mit den Klimazielen von Paris absehbar ein Auslaufmodell der Energieversorgung darstelle, handele es sich bei der anderen um eine zentrale Säule eines künftigen nachhaltigen Energiesystems.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Sa 6. Okt 2018, 14:05

immernoch_ratlos hat geschrieben:(06 Oct 2018, 13:56)

Ein Grund mehr - flächendeckend (Dachflächen !) PV voranzutreiben - aber das wollen "gewohnheitsmäßige" Gegner EE ja auch nicht - sollen doch die Enkel eine Lösung finden, wenn die wunderbaren fossilen Energien zuerst mal richtig teuer und dabei immer rarer werden.

Doch auch dieses eher scheinheilige Argument lässt sich durchaus hinterfragen :


Der Landesverband der Bierbrauer....Bier ist DAS Einzige saubere Nahrungsmittel...

...der Verband der Zigarettenindustrie...ein paar Zigaretten im Alter erhöhen den Lebenswert..

...und HANF ist ja SOOOO gesund..

Meinst Du nicht - dass Du das "WARTEN" im Hambacher Forst doch BEZAHLEN musst ? EGAL ob abgeholzt wird ...oder NICHT.

Egal ob da mit Elektro Auto zur Demo gefahren wird oder nicht.

...und wenn direkt daneben der Grundwasserspiegel dann ringsum 40m tiefer liegt....geht der Wald eh ein.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Sa 6. Okt 2018, 14:10

Ebiker hat geschrieben:(06 Oct 2018, 12:43)

Der hohn ist dasdiese paar Hektar die Republik beschäftigen während gleichzeitig das mehrfache für unsinnige und gefährliche WKA in Wäldern gerodet wird.


Kabelschneisen... :D :D :D Masttrassen... teusende Kilometer....NEU. Ist da aber für einen guuuuuuuten Zweck - die Kasse des Netzbetreibers.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Positiv Denkender » So 7. Okt 2018, 12:54

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Oct 2018, 14:44)

Endlich werden meine Bemühungen mal positiv konnotiert. Passiert nicht alle Tage.

Weil Strom und nicht nur Elektroautos ganz natürlich zusammengehen hier noch ein paar ältere Links zum Thema "billiger Atomstrom" :

Quelle : FAZ (19.04.2011 "Frankreich : Atomstrom gar nicht so günstig"

Quelle : Neue Zürischer Zeitung (14.07.2011) "Die Kosten von Frankreichs Atomstrom" und wer hätte das gedacht (obwohl doch eigentlich logisch und irgendwie zeitlos ) :Nein Raskolnikof ich möchte Dich von diesem Denkfehler befreien. Gleichgültig woher es in einem europäischen Verbundnetz (aus unserer Sicht) "Exporte" gibt, in einem Verbundnetz sind das Ausgleichsleistungen die unvermeidlich sind. Keiner würde das dt. Verbundnetz in Frage stellen wollen, weil da recht gewaltige "Ausgleichsströme" zwischen allen Landesteilen fließen. Bei "Redispatch" der lediglich Kosten verursacht und anders lösbar ist, stößt allerdings diese Erklärung an Grenzen. Doch darüber könnte man auch mal reden...

Übermäßig großer und besonders langandauernde Fluss zu nur einem Empfänger ist dagegen sehr wohl ein Indikator für Missverhältnisse.

Noch etwas wird mit diesen Ereignissen deutlich nicht nur EE sind "volatil" (unbeständig - sprunghaft) Die "konventionellen" Energiequellen sind es auch - voraussehbar "unbeständig". Zum Einen sind große Einheiten wie z.B. AKW bei "ungeplanten Abschaltungen" eine echte Bedrohung für die Netzstabilität und sie weisen "jahreszeitliche Schwankungen" von erheblichem Ausmaß auf. Etwas, was man den EE besonders unfreundlich nachsagte, aber in unterschiedlicher Form für jede Energieerzeugung geltend gemacht werden kann.

Auch eine andere Aussage lässt sich bestätigen : Quelle : SPON (30.04.2018) "Europäischer Energiemarkt : Frankreich könnte Deutschland mit Atomstrom fluten" EE aus F behindert den Ausbau EE in D ??? :Nun wie klingt das ? Warum sollte D gerade dann nicht seinen Ausstieg vollenden ? Strom wird dann - extrem billig - allerdings lediglich für die Abnehmer. F bleibt ja weiter auf seinen (wie wir nun wissen !) exorbitanten Kosten sitzen.

Der Preis für Strom ein immer gern genommenes Argument, wenn es darum ging den chemisch zu speichern, wäre nun billig zu haben - Investoren können das nutzen und genau in diese Anlagen investieren. Es wird ein beschränktes Zeitfenster sein. F wird wohl kaum tatenlos den europäischen Strommarkt fluten, wenn andere den Nutzen haben.

Sind größere Anlagen - PtG usw. einmal gebaut, lässt sich deren Produkt durchaus wieder "elektrisieren" - nicht als weiterer Strom in ein gut überfülltes Netz - nein in all die Anwendungen die sich daraus ergeben. "Elektrisch" fahren bedeutet ja (spätestens jetzt müsste das jeder verstanden haben) nicht zwangsläufig über Akkumulatoren mit Energie versorgen.

Man kann da nur hoffen das dieses Geschäft rechtzeitig erkannt wird.....


Interessant wie sich der Strang Elektroautos zur Debatte über Stromerzeugung gewandelt hat .
Solange es Linientreue machen ist das ok oder ?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 8. Okt 2018, 00:00

Tut mir herzlich leid PD - es ist doch eine Deiner wichtigsten "Anklagepunkte" gegen e-Mobile, man könne den Strom dafür nicht generieren. Das muss einfach mal raus - es geht doch und wenn die Franzosen (da gibt es Aussagen von echten Fachleuten) nun auch EE anbauen und ihre AKW nicht stilllegen, gibt es bald Strom in Hülle und Fülle :thumbup:

Dann kannst auch Du einen dieser ungeliebten Toaster fahren - Diesel - selbst billiger Diesel kostete heute schon mal 1,32 €/l Ich weiß Du fährst das noch luxuriösere Benzin, das ist selbstverständlich noch teurer :p
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 8. Okt 2018, 01:04

immernoch_ratlos hat geschrieben:(08 Oct 2018, 01:00)

Tut mir herzlich leid PD - es ist doch eine Deiner wichtigsten "Anklagepunkte" gegen e-Mobile, man könne den Strom dafür nicht generieren. Das muss einfach mal raus - es geht doch und wenn die Franzosen (da gibt es Aussagen von echten Fachleuten) nun auch EE anbauen und ihre AKW nicht stilllegen, gibt es bald Strom in Hülle und Fülle :thumbup:

Dann kannst auch Du einen dieser ungeliebten Toaster fahren - Diesel - selbst billiger Diesel kostete heute schon mal 1,32 €/l Ich weiß Du fährst das noch luxuriösere Benzin, das ist selbstverständlich noch teurer :p

Was dir leid tut interessiert mich wirklich nicht. Es geht um jetzt. Und bisher finden rollende Toaster wenig Anklang bei den Autokäufern
Fachleute bestätigen doch, im Gegensatz zu dir, dass es kaum oder nur wenige Ladestationen gibt. Deshalb haben Autofahrer auch
wenig Lust sich ein E angetriebenes Auto zu kaufen .Deine Jules Verne Geschichten was alles kommen könnte
interessieren Autokäufer von heute wenig .Nehme es doch einfach, auch wenn es dir schwer fällt, zur Kenntnis dass
nicht einmal 1 % der Neuzulassungen E angetriebene Autos sind . Da nützt es dir wenig wenn du vom Strangthema abkommst .
Ich fahre keinen Diesel (lohnt sich in der Anschaffung erst ab ca 40000 km Fahrleistung ).Nur weil es angeblich Strom in Hülle und Fülle geben wird bedeutet das nicht das es genügend Ladestationen gibt bzw. das die Ladezeit nicht länger dauert als ein heutiger Tankvorgang .
Du darfst dir doch gerne so ein Auto kaufen und dich als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen. Die überwiegende Mehrheit der Autokäufer kauft so ein Gefährt aus bekannten Gründen nicht .Beim Autokauf heute oder gestern interessiert die Technologie von übermorgen wenig . Übrigens weder die Rohstoffbeschaffung für Batterien noch die Entsorgung der Batterien sind schergestellt.
Zum Benzinpreis .Wäre mir Benzin und Unterhalt des Autos zu teuer würde ich kein Auto halten .
Für die Mehrkosten eines strombetriebenes Autos vergleichbarer Ausstattung und Fahrleistung, zum Benziner kann ich einige
tausend liter Benzin tanken .

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