Elektroautos.

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 15:16

roadrunner hat geschrieben:(26 Sep 2018, 14:39)

Da die Stickstoffreduzierung mittlerweile durch entsprechende Hardware beim Diese kein Problem mehr sein dürfte, lassen wir einfach die Fachleute vom ADAC zu Wort kommen.
...


Uns allen ist seit Jahren klar, daß flächendeckende Elektromobilität nur aus erneuerbaren Energien überhaupt einen Sinn hat. Das zeigt die ADAC-Studie in Nebensätzen. Der völlig logische Schluß, daß nun die erneuerbaren Energien mit vermehrtem Einsatz voran gebracht werden müssen, entfällt damit völlig. Da liegt nämlich der Hammer und der Wahnsinn bei der Werbung für Elektrofahrzeuge. Noch nicht einmal als Nischenfahrzeuge verringern sie den CO2-Ausstoß der Verbrenner. Allenfalls sorgen sie für verringerte Abgasbelastung in Stadtgebieten. Auch nicht schlecht... nur kein Wort darüber.

Inzwischen wissen wir aber auch, daß Elektromobilität dazu führen wird, daß bestimmte Lebensgewohnheiten so nicht mehr möglich sind, entweder technisch oder wirtschaftlich oder beides.

Das verschleiert die ADAC-Studie. Einen Blick in die nähere Zukunft liefert sie nicht.
Benutzeravatar
roadrunner
Beiträge: 267
Registriert: Mo 13. Aug 2018, 14:33

Re: Elektroautos.

Beitragvon roadrunner » Mi 26. Sep 2018, 15:45

Das Verbrennungsmotore auf mittlere, aber vor allem lange Sicht immer mehr zurückgehen werden, ist wohl sinnvoll und nicht zu negieren. Betrachten wir die letzten 40 Jahre und ihre technische Weiterentwicklung und projizieren das auf 40 Jahre Zukunft, muss jedem klar werden, dass sich die Lebensgewohnheiten drastisch ändern werden. Die Elektromobilität ist nur ein kleines Rädchen auf diesem Weg.
Es ist schlimm, wenn Sachkundige keine Entscheidungsbefugnis und Entscheidungsbefugte keine Sachkunde haben!
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43966
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Mi 26. Sep 2018, 16:27

H2O hat geschrieben:(26 Sep 2018, 16:16)

Uns allen ist seit Jahren klar, daß flächendeckende Elektromobilität nur aus erneuerbaren Energien überhaupt einen Sinn hat. Das zeigt die ADAC-Studie in Nebensätzen. Der völlig logische Schluß, daß nun die erneuerbaren Energien mit vermehrtem Einsatz voran gebracht werden müssen, entfällt damit völlig. Da liegt nämlich der Hammer und der Wahnsinn bei der Werbung für Elektrofahrzeuge. Noch nicht einmal als Nischenfahrzeuge verringern sie den CO2-Ausstoß der Verbrenner. Allenfalls sorgen sie für verringerte Abgasbelastung in Stadtgebieten. Auch nicht schlecht... nur kein Wort darüber.

Inzwischen wissen wir aber auch, daß Elektromobilität dazu führen wird, daß bestimmte Lebensgewohnheiten so nicht mehr möglich sind, entweder technisch oder wirtschaftlich oder beides.

Das verschleiert die ADAC-Studie. Einen Blick in die nähere Zukunft liefert sie nicht.

Eigentlich nicht. Die CO2-Bilanz ist ja bereits signifikant besser und nur ein Teil. Feinstaub (PM5, PM10, ...) entsteht nicht mehr bei der Verbrennung, sondern "nur" beim Bremsen etc. Stickoxide (NOx) entfallen, ebenso Schwefeldioxide (SO2). Auch ist die Schallemission im städtischen Verkehr (bis ca. 30-35 km/h) ein enormer Vorteil bei Stromern. Man muss aber ein paar Dinge bedenken:

1. Viele Probleme wie z.B. Stau, Unfälle und Rauminanspruchnahme ("Flächenverbrauch") existieren weiterhin, wenn wir davon ausgehen, die jetzige Flotte über Jahrzehnte durch Stromer auszutauschen.
2. Es muss kein Lithium-Ionen-Akku sein. Insb. für längere Reichweiten kann man auch auf Wasserstoff setzen. Zum anderen gibt es erhebliche Fortschritte bei Feststoffakkus, die Li-Ionen-Akkus wahrscheinlich im nächsten Jahrzehnt als Standardlösung ablösen -- sofern es dann nicht etwas noch besseres gibt. Wirtschaftlich unterscheiden sich Brenner und Stromer ja heute nicht und technisch ist man "schon" bei den Reichweiten, die a) kaum einer benötigt und b) vor wenigen Jahrzehnten bei Verbrennern normal waren. Was wegfällt wären dann bspw. regelmäßige Tankstellenbesuche, weil der Wagen zuhause, auf der Arbeit oder beim Supermarkt lädt und nur für Langstrecken per Supercharger an Autobahnen in wenigen Minuten geladen werden muss.
3. Elektromobilität ist nicht nur Autoverkehr, sondern betrifft alle Verkehrssysteme, ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft. Und das beinhaltet auch u.a. Elektrofahrräder oder kleine Fahrzeuge wie der hier genannte Renault, der nicht als Auto nach deutschem Recht gelistet wird -- und daher auch nicht dem dämlichen 1-Mio-Elektrofahrzeuge-Ziel der Bundesregierung zugerechnet wird. Dämlich deshalb, weil es bedeutet, jede Person, die sich kein Auto kauft, sondern den sog. Umweltverbund nutzt (ÖPNV, Fuß, Rad, ...), wäre somit schlecht zum Erreichen des Ziels, obwohl es politisch ebenfalls kommunal angestrebt wird, da -- siehe Punkt 1 -- eben Einschränkungen weiterhin existieren.
4. Was die Mobilität deutlich verändern wird, ist die zunehmende Intermodalität. Nicht grundlos bezeichnen sich viele Autohersteller heute als Mobilitätsdienstleister und bieten (z.B. VW mit MOIA) entsprechende Angebote an. Wenn sich bspw. ein autonomes Taxi nach Profil des Bestellers individualisiert und zugleich im Betrieb nicht teurer ist als ein eigenes Fahrzeug, kommt da richtig Musik rein. Bei Interesse einfach nach MaaS (mobility as a service) googlen. Und das wäre auch eine hervorragende Verknüpfung mit der Elektromobilität. Aber auch da gilt: zwar werden Staus, Flächenverbrauch und Unfälle sinken, aber nicht verschwinden. Da braucht man andere Lösungen. BMW bietet seinen Fachleuten mittlerweile E-Fahrräder für den Münchner Verkehr an.

Ich persönlich glaube, dass uns andere Verkehrsmodi in unserem gesellschaftlichen Dasein nennenswert ändern werden. Ein Beispiel wären Verkehrssysteme auf Basis der Hyperloop-Technik. Wenn eine Fahrt von Berlin nach Frankfurt so lange dauert wie heute eine S-Bahnfahrt vom Stadtrand in die City, wird dies raumplanerisch und immobilienwirtschaftlich vieles auf den Kopf stellen -- und auch unsere Wahrnehmung von "Stadt" im Kopf. Es könnte, je nach Angeboten, auch den ländlichen Raum attraktiver werden lassen, wenn man nur wenige Minuten ins Zentrum einer Millionenstadt benötigt und volkswirtschaftlich viel Geld sparen, wenn man Schulen, Ärzte usw. nicht mehr in der Breite benötigt. Auch könnte es den Wettbewerb um Fachkräfte unter den Metropolen etwas durcheinander bringen. Wozu young professionals mit viel Geld an einen teuren Standort ködern? Gib ihm einen Jahresticket und sie können vom hippen Leipzig jeden Tag entspannt nach Baden-Württemberg gondeln.

Kostenmäßig ist das ja auch überschaubar. Zwar teile ich nicht ganz die Vision von Dirk Ahlborn (war passenderweise heute zu Gast beim ZEIT-Convent zum Thema Logistik), der eine der beiden heutigen Hyperloop-Firmen als CEO leitet, wonach das Ticket für lau ist und man mit anderen Wegen (Shopping, Dienstleistungen wie Masseusen, Verkauf von Energie durch Überschuss bei der Produktion, ...) die Kosten komplett decken kann, aber systemisch dürfte der zurückgelegte Personenkilometer nicht einmal die Hälfte einer Eisenbahn kosten. Ganz grob vereinfacht ohne auf die jeweilige Trasse, Anzahl an Bahnhöfen usw. einzugehen. Sprich, das ist kein Luxusprodukt, sondern wird für den Normalbürger die Mobilität völlig verändern. Und letztendlich beruht das System nur auf einer Zusammenführung vieler bereits bekannter Techniken. Es kann aber nicht ganz verkehrt sein, wenn man es mal anders als andere macht, um sie zu überholen. Und wer dann am Ende versucht die Idee zu kopieren, ist meistens schon zu spät dran. In diesem Sinne:

Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 16:59

@frems:

Sie haben das nachgeholt, was der ADAC versäumt hat. Natürlich wird es Systemlösungen geben, mit denen ein Teil unseres Lebensstils in die Zukunft gerettet werden kann. Die haben aber nur noch mit allgemeiner Mobilität zu tun, die den ADAC kaum berührt.

Der ADAC kann natürlich nicht noch unausgereifte Technik neben das Vorhandene stellen. Ich habe noch keine begründete Meinung zu Feststoffbatterien oder zum Hyperloop. Da müssen wohl doch erst einige -zig Prototypen die Alltagstauglichkeit nachweisen.

Dem ADAC vorhalten könnte man die Abwesenheit von Brennstoffzellenfahrzeugen aus japanischer und koreanischer Serienherstellung. Die sind aber eine sehr hochpreisige Lösung... für den Masseneinsatz wohl ungeeignet, wenn es in der Brennstoffzellentechnik keinen Durchbruch geben sollte.

Deshalb hatte ich mich auf CNG-Antriebe versteift, die mit synthetischem Methan betrieben werden könnten. Immerhin gibt es dazu schon serienmäßige Fahrzeuge, leider aber ein sehr schütteres Tankstellennetz. Heute schon in Hybrid-Anwendungen diskutabel, wenn dazu eine ladbare Batterie für >30 km Reichweite anstelle des halbherzigen Benzintanks für 100 km käme. Das wird wohl noch spannend.
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5294
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Elektroautos.

Beitragvon Zunder » Mi 26. Sep 2018, 17:57

H2O hat geschrieben:(26 Sep 2018, 15:58)

Dieser Frevel hat aber im Bereich "Elektromobilität" nichts verloren. Hier wird schon voraus gesetzt, daß der Fahrstrom aus erneuerbaren Energien bereit gestellt wird. Oder lesen Sie hier Gegenteiliges?

    Nachtrag:

    Ja, tatsächlich... eine ADAC-Studie, die unter heutigen Bedingungen Sinn und Unsinn der Elektromobilität bewertet. Wahnsinn!

    Unter dem Strich kommt natürlich das bekannte Ergebnis heraus

Mit erneuerbarer Energie kann fahren, wer zuhause selbstgebrauten Strom zapft. Ansonsten sind E-Mobile einfach nur Verbraucher, die den Bedarf steigern, der dann eben auch durch das Verheizen von Braunkohle gedeckt wird.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 18:25

Zunder hat geschrieben:(26 Sep 2018, 18:57)

Mit erneuerbarer Energie kann fahren, wer zuhause selbstgebrauten Strom zapft. Ansonsten sind E-Mobile einfach nur Verbraucher, die den Bedarf steigern, der dann eben auch durch das Verheizen von Braunkohle gedeckt wird.


Ich sehe schon: Sie möchten nicht diskutieren, sondern Recht behalten. Auch gut.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43966
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Do 27. Sep 2018, 09:12

H2O hat geschrieben:(26 Sep 2018, 17:59)

@frems:

Sie haben das nachgeholt, was der ADAC versäumt hat. Natürlich wird es Systemlösungen geben, mit denen ein Teil unseres Lebensstils in die Zukunft gerettet werden kann. Die haben aber nur noch mit allgemeiner Mobilität zu tun, die den ADAC kaum berührt.

Der ADAC kann natürlich nicht noch unausgereifte Technik neben das Vorhandene stellen. Ich habe noch keine begründete Meinung zu Feststoffbatterien oder zum Hyperloop. Da müssen wohl doch erst einige -zig Prototypen die Alltagstauglichkeit nachweisen.

Dem ADAC vorhalten könnte man die Abwesenheit von Brennstoffzellenfahrzeugen aus japanischer und koreanischer Serienherstellung. Die sind aber eine sehr hochpreisige Lösung... für den Masseneinsatz wohl ungeeignet, wenn es in der Brennstoffzellentechnik keinen Durchbruch geben sollte.

Deshalb hatte ich mich auf CNG-Antriebe versteift, die mit synthetischem Methan betrieben werden könnten. Immerhin gibt es dazu schon serienmäßige Fahrzeuge, leider aber ein sehr schütteres Tankstellennetz. Heute schon in Hybrid-Anwendungen diskutabel, wenn dazu eine ladbare Batterie für >30 km Reichweite anstelle des halbherzigen Benzintanks für 100 km käme. Das wird wohl noch spannend.

Stromer haben sich ja vor fünf Jahren schon gerechnet und da war die Kaufprämie noch gar nicht berücksichtigt (http://i.imgur.com/6pZXQrB.png). Es ist halt Propaganda, wenn gebetsmühlenartig gepredigt wird, Elektrofahrzeuge seien ein Luxusprodukt. Die Agitatoren ignorieren dabei nicht nur den Gebrauchtwagenmarkt, sondern auch die Betriebskosten. Beim Dieselgeschnüffel an der Dreckschleuder verweisen alle Unschuldslämmer auf den Preis des Kraftstoffs, aber bei Elektrofahrzeugen sind sie dafür nicht geistig in der Lage.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Positiv Denkender
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Elektroautos.

Beitragvon Positiv Denkender » Do 27. Sep 2018, 09:37

Raskolnikof hat geschrieben:(23 Sep 2018, 14:37)

Ja, solche Ich-Menschen braucht die Welt.
Mir passen Dinge, für die uns unsere Nachwelt dankbar ist und nicht solche, für die uns unsere Urenkel verfluchen werden. :rolleyes:

Wenn diese Dinge unbrauchbar sind nützen sie auch der Nachwelt nicht . Mag ja sein das du unbrauchbares bevorzugst .Es sei dir vergönnt.
Positiv Denkender
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Elektroautos.

Beitragvon Positiv Denkender » Do 27. Sep 2018, 09:54

Raskolnikof hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:15)

Auch wenn es jetzt etwas OT ist: Warum müssen Autos eigentlich immer größer, schneller und PS-strotzender werden?
Mein erstes Auto war ein gebrauchter Opel Kadett B mit 1,1 lt. Hubraum und 45 PS. Damit sind meine Frau und ich seinerzeit von Niedersachsen bis nach Korsika gekommen, und dies gar nicht mal unbequem. Ok, Klimaanlage wäre nicht schlecht gewesen…
Da frage ich mich, warum die derzeitigen E-Autos der Mittelklasse ebenfalls mit ihren Pferdestärken derart protzen müssen. 100 PS weniger bei gleich starker Batterie vergrößert ja vielleicht die Reichweite mit einer Ladung?

Welche Schreiber sind es denn für die es nur ein System gäbe ? Damit kannst du dich eigentlich nur selbst gemeint haben oder?
Es geht darum was jetzt sinnvoll für die Autokäufer (Fahrer ) ist . Dazu gehört die Anschaffung von Autos mit E Motoren nicht .
Gründe dagegen sind genug benannt worden . Fakt bleibt E Autos zur jetzigen Zeit zu kaufen bedeutet Geld verbrennen.
Die Mehrheit der ca 45 Millionen Autobesitzer kann sich das nun mal nicht leisten .
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 27. Sep 2018, 10:01

frems hat geschrieben:(27 Sep 2018, 10:12)

Stromer haben sich ja vor fünf Jahren schon gerechnet und da war die Kaufprämie noch gar nicht berücksichtigt (http://i.imgur.com/6pZXQrB.png). Es ist halt Propaganda, wenn gebetsmühlenartig gepredigt wird, Elektrofahrzeuge seien ein Luxusprodukt. Die Agitatoren ignorieren dabei nicht nur den Gebrauchtwagenmarkt, sondern auch die Betriebskosten. Beim Dieselgeschnüffel an der Dreckschleuder verweisen alle Unschuldslämmer auf den Preis des Kraftstoffs, aber bei Elektrofahrzeugen sind sie dafür nicht geistig in der Lage.


So allgemein kann man diese Meinung aber doch nicht vertreten! Stromer füllen eine Nische... oder könnten sie füllen... und da sind sie richtig gut; einverstanden. Beim CO2-Mix von Stromern aus bestehenden Netzen bin ich mir nicht so sicher, aber dahin geht die Reise, und zu erneuerbaren Energien: Dann stimmt die Rechnung mit Sicherheit! Unserer Bundesregierung werfe ich vor, daß sie den Gleichschritt von erneuerbaren Energien und Stromern nicht organisiert.

Ich glaube nicht, daß ein TESLA oder BMW iX sich jemals "lohnt" vom Gebrauchsnutzen her. Das Fahrzeug will ja mehr als eine Nische füllen. Professor Schuh hat vermutlich Recht... man wird an den Kosten der hochkapazitiven Batterien scheitern. In naher Zukunft sollten Hybride auf synthetischer CNG-Grundlage den Allgemeinbedarf decken; Fahrzeuge, die in Sperrbereichen mit Batterie fahren, und die außerhalb mit Verbrenner fahren und nachladen. Teuer wird's, aber gehen tut's grundsätzlich schon heute.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43966
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Do 27. Sep 2018, 10:37

H2O hat geschrieben:(27 Sep 2018, 11:01)

So allgemein kann man diese Meinung aber doch nicht vertreten! Stromer füllen eine Nische... oder könnten sie füllen... und da sind sie richtig gut; einverstanden. Beim CO2-Mix von Stromern aus bestehenden Netzen bin ich mir nicht so sicher, aber dahin geht die Reise, und zu erneuerbaren Energien: Dann stimmt die Rechnung mit Sicherheit! Unserer Bundesregierung werfe ich vor, daß sie den Gleichschritt von erneuerbaren Energien und Stromern nicht organisiert.

Ich glaube nicht, daß ein TESLA oder BMW iX sich jemals "lohnt" vom Gebrauchsnutzen her. Das Fahrzeug will ja mehr als eine Nische füllen. Professor Schuh hat vermutlich Recht... man wird an den Kosten der hochkapazitiven Batterien scheitern. In naher Zukunft sollten Hybride auf synthetischer CNG-Grundlage den Allgemeinbedarf decken; Fahrzeuge, die in Sperrbereichen mit Batterie fahren, und die außerhalb mit Verbrenner fahren und nachladen. Teuer wird's, aber gehen tut's grundsätzlich schon heute.

Wer redet denn von Tesla oder BMW? Es fahren auch nicht alle Leute Porsche. Da muss man schon Fahrzeuge mit ähnlichen Leistungsmerkmalen in den Vergleich setzen und nicht einen gebrauchten Smart mit einem neuen Elektro-SUV mit 2,5 Tonnen Gewicht vergleichen. CO2 ist auch noch immer nicht alles und der Gleichschritt von EE kommt ja. Es wäre unlogisch, erst die Kapazitäten für 100% EE zu schaffen und danach Fahrzeuge auf den Markt zu lassen. Das muss zusammen wachsen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 27. Sep 2018, 11:28

frems hat geschrieben:(27 Sep 2018, 11:37)

Wer redet denn von Tesla oder BMW? Es fahren auch nicht alle Leute Porsche. Da muss man schon Fahrzeuge mit ähnlichen Leistungsmerkmalen in den Vergleich setzen und nicht einen gebrauchten Smart mit einem neuen Elektro-SUV mit 2,5 Tonnen Gewicht vergleichen. CO2 ist auch noch immer nicht alles und der Gleichschritt von EE kommt ja. Es wäre unlogisch, erst die Kapazitäten für 100% EE zu schaffen und danach Fahrzeuge auf den Markt zu lassen. Das muss zusammen wachsen.


Mit dem Vergleich "Porsche" haben Sie schon Recht... da muß ich passen! :) Leider liegen die Stromer unserer Premiumhersteller fast durchweg in dieser Leistungsklasse... groß und schwer und teuer. Dafür aber in der Klasse ~500 km. Den elektroSMART hatte ich gar nicht auf dem Zettel. Der gehört ja in die Klasse der <150 km-Fahrzeuge als Stadtflitzer... 22.000 € als Zweisitzer. Aber immerhin klein, das ist wahr.

Widerspruch aber bei den EE: Die Energiewende ist ja nicht nur mit Blick auf Stromer
eingeläutet worden. Mir geht es da viel zu langsam voran. Wenn die Trassen in den Süden an so vielen Einsprüchen oder sogar technischen Problemen kranken, dann, bitteschön, versorgt man eben erst einmal den Norden mit 100% EE!
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43966
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Do 27. Sep 2018, 11:41

H2O hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:28)

Mit dem Vergleich "Porsche" haben Sie schon Recht... da muß ich passen! :) Leider liegen die Stromer unserer Premiumhersteller fast durchweg in dieser Leistungsklasse... groß und schwer und teuer. Dafür aber in der Klasse ~500 km. Den elektroSMART hatte ich gar nicht auf dem Zettel. Der gehört ja in die Klasse der <150 km-Fahrzeuge als Stadtflitzer... 22.000 € als Zweisitzer. Aber immerhin klein, das ist wahr.

Widerspruch aber bei den EE: Die Energiewende ist ja nicht nur mit Blick auf Stromer
eingeläutet worden. Mir geht es da viel zu langsam voran. Wenn die Trassen in den Süden an so vielen Einsprüchen oder sogar technischen Problemen kranken, dann, bitteschön, versorgt man eben erst einmal den Norden mit 100% EE!

Muss es denn ein sog. Premiumhersteller sein? Sucht man bei Portalen wie Autoscout24.de nach Elektrofahrzeugen, findet man viele für unter 10.000 Euro, die nur zwei, drei Jahre alt sind. Der "Normalbürger" kauft doch eh keinen Neuwagen, egal welcher Klasse, sondern mind. einen Jahreswagen, der nicht beim Verlassen des Hofs gleich ein Viertel seines Werts verliert.

Und richtig, die Energiewende dreht sich nicht nur um Stromer. Schlüssig erschien mir der Einwand aber noch immer nicht, man solle erst komplett auf EE sein bevor man Elektrofahrzeuge kaufen könne.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 27. Sep 2018, 11:47

frems hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:41)

Muss es denn ein sog. Premiumhersteller sein? Sucht man bei Portalen wie Autoscout24.de nach Elektrofahrzeugen, findet man viele für unter 10.000 Euro, die nur zwei, drei Jahre alt sind. Der "Normalbürger" kauft doch eh keinen Neuwagen, egal welcher Klasse, sondern mind. einen Jahreswagen, der nicht beim Verlassen des Hofs gleich ein Viertel seines Werts verliert.

Und richtig, die Energiewende dreht sich nicht nur um Stromer. Schlüssig erschien mir der Einwand aber noch immer nicht, man solle erst komplett auf EE sein bevor man Elektrofahrzeuge kaufen könne.


Schön wäre ja schon ein Gleichklang von Stromverbrauch durch Fahrzeuge und Ausbau der EE. Dann könnte man jedesmal, wenn ein Verbrenner in den Ruhestand geht, dessen Abgase ein für alle Male vergessen. Einfach einmal als symbolischer Beitrag. Der Braunkohlemix macht mir zu schaffen!
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 14060
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Do 27. Sep 2018, 12:05

frems hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:41)

Muss es denn ein sog. Premiumhersteller sein? Sucht man bei Portalen wie Autoscout24.de nach Elektrofahrzeugen, findet man viele für unter 10.000 Euro, die nur zwei, drei Jahre alt sind.



Invaliden Rollstuhl Electrisch NEU!
Jungheinrich Gabelstapler...
Xingyue
Ebike Pedelec
TrendmobilVoyage

...mein persönlicher HIT der suche unter 74 Stück >>> Neue Putzmaschine der Firma UTIFORM ,Typ: QUATTRO.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43966
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Do 27. Sep 2018, 12:29

Teeernte hat geschrieben:(27 Sep 2018, 13:05)

Invaliden Rollstuhl Electrisch NEU!
Jungheinrich Gabelstapler...
Xingyue
Ebike Pedelec
TrendmobilVoyage

...mein persönlicher HIT der suche unter 74 Stück >>> Neue Putzmaschine der Firma UTIFORM ,Typ: QUATTRO.

Gib einfach 4/5 Sitze an. Dann bleiben von den 3000 Treffern noch genug Pkw.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43966
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Do 27. Sep 2018, 12:30

H2O hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:47)

Schön wäre ja schon ein Gleichklang von Stromverbrauch durch Fahrzeuge und Ausbau der EE. Dann könnte man jedesmal, wenn ein Verbrenner in den Ruhestand geht, dessen Abgase ein für alle Male vergessen. Einfach einmal als symbolischer Beitrag. Der Braunkohlemix macht mir zu schaffen!

Die beste Energie ist jene, die gar nicht erst umgewandelt werden muss. Man sollte sich davon verabschieden, dass das Verkehrswesen der Zukunft genau so aussieht wie heute, bloß mit einem anderen Antrieb hinterm Blech.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1782
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Do 27. Sep 2018, 13:22

frems hat geschrieben:(27 Sep 2018, 13:30)

Die beste Energie ist jene, die gar nicht erst umgewandelt werden muss. Man sollte sich davon verabschieden, dass das Verkehrswesen der Zukunft genau so aussieht wie heute, bloß mit einem anderen Antrieb hinterm Blech.

Genau. Ich wäre für den Beamer. :D
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 27. Sep 2018, 13:48

frems hat geschrieben:(27 Sep 2018, 13:30)

Die beste Energie ist jene, die gar nicht erst umgewandelt werden muss. Man sollte sich davon verabschieden, dass das Verkehrswesen der Zukunft genau so aussieht wie heute, bloß mit einem anderen Antrieb hinterm Blech.


Das könnte schon sein; allerdings meine ich, daß die sinnlose Vielfahrerei an den Kosten scheitern wird. Daß es ganz tolle Konzepte gibt, das bestreite ich gar nicht. Nur die Kosten... :eek:
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20422
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 27. Sep 2018, 13:51

Raskolnikof hat geschrieben:(27 Sep 2018, 14:22)

Genau. Ich wäre für den Beamer. :D


Beamer gibt es doch schon, sogar auf Halbleiterbasis! Ansonsten kann aber auch das Sicherheitsbier dazu dienen. Das ist das Bier, das vorsichtshalber getrunken wird, damit die Übelkeit nach dem letzten Bier unterdrückt wird. :p

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 2 Gäste