Elektroautos.

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Alter Stubentiger
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 15. Mai 2018, 07:35

Teeernte hat geschrieben:(14 May 2018, 11:26)

Stromspeicher .....
Stromhandel, Stromwandel, ..... KOSTEN......zusätzliche KOSTEN. Wo willst Du denn hin beim Strompreis - ZUSÄTZLICH zu den neuen Leitungen ???

(Mehrwertsteuer on TOP)

Der Strompreis für den Endverbraucher ist in D. so hoch weil der Markt versagt. Das ganz große Absahnen gibt es für die Besitzer der Leitungen. Und die verlangen Mondpreise für die Durchleitung des Stroms.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 15. Mai 2018, 07:38

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 May 2018, 22:21)

Es ist blanker Unsinn eine solche Entwicklung überhaupt zu erwarten. Übrigens E-Motoren gibt es zu Millionen seit deren Erfindung und das ganz ohne den Kongo. Offensichtlich geht in Deinem Kopf einiges durcheinander. Bevor Du Deine üblichen hanebüchenen Vermutungen hier ablässt, solltest Du Dich zuerst einmal schlau machen. Ein Spruch wie :ist an Lächerlichkeit nur schwer zu überbieten....

Ich glaube es ging ihm hier um die Batterietechnik die Mengen an Lithium, Kobald und seltenen Erden verbraucht die nur durch fragwürdigen Bergbau in der dritten Welt zu kriegen sind.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Di 15. Mai 2018, 09:04

Danke für den Beitrag immernoch_ratlos vom 14.Mai, 22.21 Uhr. Du verstehst es immer wieder, mit belegten Zahlen und Statistiken aus seriösen Quellen zu überzeugen. Notorische Neinsager aber wirst du damit leider nicht erreichen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Diese Einstellung erinnert mich an die heute hauptsächlich in den USA ansässigen "Amish-People", einer Glaubensgemeinschaft, die jeden technischen Fortschritt rigoros ablehnt und ihren Mitgliedern sogar das Fahrradfahren verbietet oder gewisse Errungenschaften der Technik erst nach genauer Prüfung der Notwendigkeit zulassen wie z.B. die Nutzung eines Transporters mit Verbrennungsmotor für den Transport lebensnotwendiger Waren zum und von ihren meist ländlich gelegenen Enklaven.

Ich habe nichts gegen Kritik, ganz im Gegenteil. Auch ich bin nicht von Allem, was uns die moderne Technik beschert überzeugt. Ich erwarte allerdings von Kritikern, dass diese ihre Zahlen und Behauptungen hieb und stichfest mit Untersuchungsergebnissen aus seriösen Quellen belegen.
Mit Aussagen wie
Positiv Denkender hat geschrieben:... ohne Metalle aus dem Kongo gibt es keine E Motoren .

und vielen ähnlichen Beiträgen lässt sich wohl kaum ein halbwegs gebildeter Mensch überzeugen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 15. Mai 2018, 09:16

Alter Stubentiger hat geschrieben:Ich glaube es ging ihm hier um die Batterietechnik die Mengen an Lithium, Kobald und seltenen Erden verbraucht die nur durch fragwürdigen Bergbau in der dritten Welt zu kriegen sind.
Das mag ja sein, aber ist das wirklich realistisch ? Nur weil hier eine vergleichsweise neue Technologie zur Anwendung kommt, kommt der "arme Afrikaner" plötzlich in den Fokus ? Das ist erbärmlich. Jede Menge der etablierten Technologien haben seit mehr als 100 Jahren größten Schaden angerichtet und das soll nun so bleiben ?

Krokodilstränen von jemandem der die "Nebenwirkungen" von NOx - ja von Luftverschmutzung überhaupt - also Millionen Tote jährlich - ignoriert oder gar leugnet, kommt nun mit so was ?

Menschliches handeln ist niemals folgenlos. Allenfalls kann man die Folgen mäßigen. Da ist ein genereller Wandel angesagt. Die scheinbare Mobilität wie sie heute existiert - 3 % der Fahrzeuge sind maximal überhaupt "mobil" der "Rest" steht überall herum. Es wäre Wahnsinn das nun 1 : 1 in "e-Mobilität" umzuwandeln. Also wieder nur Fahrzeuge fürs Herumstehen mit allem pipapo auszustatten. Darin liegt das eigentliche Problem. Mit einigem Nachdenken kommt man sicher auch alleine auf solche logischen Schlüsse.

Was das Kobalt angeht bleibt die Technologie sichtlich nicht auf dem heutigen Stand stehen. Das Handelsblatt - eher nicht als Zentralorgan der Grünen bekannt, schreibt dazu :
Quelle hat geschrieben:Arno Kwade ist Professor am Institut für Partikeltechnik der Technischen Universität Braunschweig und Vorstandssprecher der Battery Labfactory Braunschweig, eines Projektzentrums für Energiespeicherforschung.

Herr Kwade, Batterien sind in den vergangenen Jahren stets billiger und leistungsfähiger geworden. Was sind die Stellschrauben dafür, dass es künftig so weitergeht?

Es gibt drei Aspekte. Erstens suchen wir nach neuen und noch besseren Materialien für die Elektroden, zweitens arbeiten wir an den Strukturen der Zellen, etwa indem wir versuchen, den Anteil an Passivmaterialien – Separatormembranen und Stromsammler – zu reduzieren und dafür die Elektroden dicker zu machen. Oder auch indem wir Beschichtungen verbessern zugunsten der Schnellladefähigkeit. Und drittens versuchen wir, Kosten einzusparen, etwa durch die Reduktion oder gar den Wegfall von Lösungsmitteln bei der Elektrodenherstellung.

Der Preis für Kobalt, das in Lithium-Ionen-Batterien häufig eingesetzt wird, ist zuletzt stark gestiegen. Gibt es Alternativen?

Zum einen gibt es Optionen bei den Aktivmaterialien, die mit deutlich weniger Kobalt auskommen. Bei zukünftigen Batteriezellen wird der Anteil von Kobalt bis auf zehn Prozent sinken. Es gibt auch kobaltfreie Verbindungen aus der Gruppe der Spinelle, etwa Lithium-Manganoxid. Kobaltmangel wird mittelfristig kein signifikantes Problem mehr sein.
Also zum einen gibt es "kobaltfreie" Anwendungen und gleichzeitig geht man davon aus "mittelfristig" den Bedarf auf bis zu 10% zu senken. Was im Klartext bedeutet, statt z.B. nur 100.000 Batterien wie derzeit zu bauen, können mit der gleichen Menge Kobalt dann 1Million Batterien zukünftig gebaut werden. Was ist "mittelfristig" ?
Quelle hat geschrieben:b) Mittelfristige Planung: Bindeglied zwischen der Langfristplanung und der kurzfristigen Disposition. Sie umfasst mittelfristige Zieldefinitionen für das Gesamtunternehmen und seine Bereiche, Ableitung von Maßnahmen und robusten Schritten zur Zielverwirklichung sowie die Budgetierung für die Teilperioden des kurzfristigen Plans. Fristigkeit eines mittelfristigen Plans beträgt i.Allg. ein bis fünf Jahre.
aus "Gabler Wirtschaftslexikon" - also in den nächsten 5 Jahren - je nach Bedarf und Entwicklung - beides ist noch völlig offen.

Doch nicht nur Vermeidung von Problemen, schon immer die Triebfeder für Innovation, lässt sich da bereits Veränderung absehen. Blomberg (eine andere Hochburg der Grünen) schreibt :
Quelle hat geschrieben:Scientists working for American Manganese Inc., located in the suburbs of Vancouver, have developed a way to produce enough of the bluish-gray metal to power all the electric cars on the road today without drilling into the ground: by recycling faulty batteries.

It’s one of many technologies that entrepreneurs are patenting to prepare for a time when electric cars outnumber polluting petrol engines, turning the entire automotive supply chain upside down in the process. Instead of radiators, spark plugs and fuel injectors, the industry will need cheap sources of cobalt, copper and lithium.
“Mining batteries is much more profitable than mining the ground,” said Larry Reaugh, the president of American Manganese, which is patenting a method to draw out all of the metals in rechargeable batteries. “Rather than mining ore that’s 2 percent cobalt, you’re mining a battery that has 100 percent cobalt in it.”
Innovators like him have made so much progress that the likes of Tesla Inc. and Toyota Motor Corp. could count on recycling for 10 percent of their battery material needs through 2025 if companies roll out large schemes, according to Bloomberg New Energy Finance. That will ease pressure on lithium and cobalt, whose prices have more than doubled in the past year.
Wissenschaftler, die für American Manganese Inc. in einem Vorort von Vancouver arbeiten, haben eine Möglichkeit entwickelt, genug bläulich-graues Metall zu produzieren, um heute alle Elektroautos auf der Straße anzutreiben, ohne in den Boden zu bohren: durch Recycling fehlerhafter Batterien.

Es ist eine von vielen Technologien, die Unternehmer patentieren lassen, um sich auf eine Zeit vorzubereiten, in der Elektroautos die umweltverschmutzenden Benzinmotoren übertreffen und dabei die gesamte Automobil-Lieferkette auf den Kopf stellen. Anstelle von Heizkörpern, Zündkerzen und Einspritzdüsen benötigt die Industrie billige Quellen für Kobalt, Kupfer und Lithium. "Bergbaubatterien sind viel rentabler als der Boden abzubauen", sagte Larry Reaugh, der Präsident des amerikanischen Mangan, der eine Methode patentiert, um alle Metalle in wiederaufladbaren Batterien herauszuziehen. "Anstatt Erz abzubauen, das aus 2 Prozent Kobalt besteht, baut man eine Batterie ab, die 100 Prozent Kobalt enthält."

Innovatoren wie er haben so große Fortschritte gemacht, dass Unternehmen wie Tesla Inc. und Toyota Motor Corp. bis zum Jahr 2025 darauf zählen können, bis zu 10 Prozent ihres Batteriematerialbedarfs zu recyceln, wenn Unternehmen laut Bloomberg New Energy Finance große Systeme einführen. Das wird den Druck auf Lithium und Kobalt lindern, deren Preise sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt haben.
Was teuer ist, bekommt automatisch eine größere Beachtung. Das Problem mit den fossilen "Brennstoffen" ist deren (sichtbare) niedriger Preis - statt auch alle Nebenkosten "einzupreisen", wird die Mobilität auf zahlreichen Umwegen "quer finanziert". Wäre das anders, hätte sich wohl kaum eine so sinnlose Form der Mobilität entwickelt. Nur was rar und teuer ist, regt ganz offensichtlich den Erfindergeist beim Menschen an.

Zum "Erfindergeist" gehört ganz sicher nicht das bloße Fortschreiben einer sinnlos gewachsenen Scheinmobilität die aus 97% Stehzeugen und grade mal 3% Fahrzeugen besteht. Warum sollte man auch "Fahrzeuge" die mit einem Liter Sprit auskommen bauen, wenn das Zeug in Massen vorhanden und zugleich nur einen Teil der entstehenden Kosten (Umwelt, Volksgesundheit u.ä.) abdeckt ? Diese vernünftige Fragestellung ist nun im 21. Jahrhundert auf der Tagesordnung angekommen. Der Preis und der ungeheure Aufwand in eine riesige "Stehzeugflotte" wird schlicht das Umdenken erzwingen. Es gibt sinnvollere Maßnahmen als die bisherige Verbrennerflotte "einfach" 1 : 1 zu elektrifizieren. Künftige Generationen wird die Sorge um die notwendige Energie für wesentlich wichtigeres "umtreiben", als das irre Bedürfnis, das jeder Zweite "sein" Stehzeug vor der Tür dauerparkt.

Das Thema e-Mobil beschränkt sich sichtlich auf ganz andere Fragestellungen, als ob wohl in 30 ... 40 Jahren jeder (der das noch bezahlen kann) "sein" Mobil vor der Tür stehen haben kann und ob der wachsende Energiebedarf in anderen Technologiebereichen, es überhaupt noch zulässt, genügend - weitgehend sinnlos verbratene Energie UND Ressourcen bereitzustellen.

Nicht die Frage ob man theoretisch mehr als 50 Millionen KFZ zukünftig mit Strom (das kann ja auch elektrosynthetischer Treibstoff sein) versorgen könnte (was durchaus möglich ist), sondern ob das zukünftig überhaupt noch sinnvoll sein wird, stellt sich. Zumindest bei mit Vernunft ausgestatteten Menschen.

Erste "Zwischenergebnisse" e-Mobil vs. Hybriden zeigen, wer höhere Tagesfahrleistungen beansprucht, weicht derzeit auf Hybridfahrzeuge aus. Ein schnell wachsender Anteil kauft e-Mobile. Bei einer jährlichen Verdoppelungsrate wird sicher bald das 100tausenste e-Mobil die notwendige Infrastruktur beanspruchen. Da sich auch weiterhin alles am "Wachstum" orientiert, wird dieses neue Geschäftsfeld zu mindestens für alle die damit ein Geschäft machen können, genügend Anregungen haben um "mittelfristig" die Probleme zu lösen. Ob das auch langfristig sinnvoll und machbar sein wird, werden unsere Enkel entscheiden müssen.....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Di 15. Mai 2018, 09:22

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 May 2018, 08:38)

Ich glaube es ging ihm hier um die Batterietechnik die Mengen an Lithium, Kobald und seltenen Erden verbraucht die nur durch fragwürdigen Bergbau in der dritten Welt zu kriegen sind.

Die genannten Elemente und s.g. seltene Erden werden für die nächste Batteriegeneration nicht mehr benötigt werden. Die größten Batteriehersteller sind sich dahingehend einig und sicher, bereits innerhalb der nächsten Jahre eine Feststoffbatterie für E-Autos auf den Markt zu bringen, die sowohl in der Herstellung als auch in der Entsorgung umweltfreundlicher, zudem bei geringerer Größe und geringerem Gewicht leistungsfähiger und langlebiger sind und wesentlich schneller aufgeladen werden können als die derzeitigen Lithion-Ionen Batterien.
Die technische Entwicklung schreitet in allen Bereichen fort und macht auch vor der Batterietechnik nicht Halt. Wenn bei der Einführung des Heimcomputers, der zur Zeiten eines 80286 gegenüber heute ein unvollkommenes Etwas war jeder Verbraucher gesagt hätte "so einen halbfertigen Mist kaufe ich nicht" würde es dieses Forum heute nicht geben. Technischer Fortschritt ist nur möglich, wenn dessen Erkenntnisse auch genutzt werden. Ansonsten erfolgt Stillstand.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 15. Mai 2018, 09:58

Raskolnikof hat geschrieben:(15 May 2018, 10:22)

Die genannten Elemente und s.g. seltene Erden werden für die nächste Batteriegeneration nicht mehr benötigt werden. Die größten Batteriehersteller sind sich dahingehend einig und sicher, bereits innerhalb der nächsten Jahre eine Feststoffbatterie für E-Autos auf den Markt zu bringen, die sowohl in der Herstellung als auch in der Entsorgung umweltfreundlicher, zudem bei geringerer Größe und geringerem Gewicht leistungsfähiger und langlebiger sind und wesentlich schneller aufgeladen werden können als die derzeitigen Lithion-Ionen Batterien.
Die technische Entwicklung schreitet in allen Bereichen fort und macht auch vor der Batterietechnik nicht Halt. Wenn bei der Einführung des Heimcomputers, der zur Zeiten eines 80286 gegenüber heute ein unvollkommenes Etwas war jeder Verbraucher gesagt hätte "so einen halbfertigen Mist kaufe ich nicht" würde es dieses Forum heute nicht geben. Technischer Fortschritt ist nur möglich, wenn dessen Erkenntnisse auch genutzt werden. Ansonsten erfolgt Stillstand.

Ich als Endverbraucher stehe vor einem Dilemma. Die Technologien veralten im Schweinsgalopp. Wenn in ein paar Jahren die Feststoffbatterie kommt braucht die mit Sicherheit wieder andere Ladestationen. Und beim Laden gibt es schon heute unterschiedliche Standards und Stecker und verschiedene Herstellergruppen kochen alle ihr eigenes Süppchen.

Und überhaupt sind mir E-Autos zu teuer. Die Reichweiten die die Hersteller versprechen werden nur bei schönem Wetter erreicht und die ganze Technik und dass drumherum erscheinen mir sehr unausgereift. Mein nächstes Auto wird wieder ein Kleinwagen aber kein E-Auto.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Di 15. Mai 2018, 10:21

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 May 2018, 10:58)

Ich als Endverbraucher stehe vor einem Dilemma. Die Technologien veralten im Schweinsgalopp. Wenn in ein paar Jahren die Feststoffbatterie kommt braucht die mit Sicherheit wieder andere Ladestationen. Und beim Laden gibt es schon heute unterschiedliche Standards und Stecker und verschiedene Herstellergruppen kochen alle ihr eigenes Süppchen.

Und überhaupt sind mir E-Autos zu teuer. Die Reichweiten die die Hersteller versprechen werden nur bei schönem Wetter erreicht und die ganze Technik und dass drumherum erscheinen mir sehr unausgereift. Mein nächstes Auto wird wieder ein Kleinwagen aber kein E-Auto.


Ich habe die Befürchtung das auch neue E-Autos rasant an Wert verlieren sobald sie die Fabrik verlassen haben.
Denn sie sind doch bereits alt bevor die Tinte auf dem Kaufvertrag getrocknet ist.

Wenn man ein Wertstabiles Auto haben will mit Wiederverkaufswert dann ist man wohl bei klassischen Modellen am besten bedient.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Di 15. Mai 2018, 12:26

garfield336 hat geschrieben:(15 May 2018, 11:21)

Ich habe die Befürchtung das auch neue E-Autos rasant an Wert verlieren sobald sie die Fabrik verlassen haben.
Denn sie sind doch bereits alt bevor die Tinte auf dem Kaufvertrag getrocknet ist.

Wenn man ein Wertstabiles Auto haben will mit Wiederverkaufswert dann ist man wohl bei klassischen Modellen am besten bedient.

Ich denke, dass sich dies bei steigender Zunahme der Elektromobilität in den nächsten Jahren ändern wird. Dabei gebe ich allerdings zu, dass E-Autos der heutigen Generation es auf dem Gebrauchtwagenmarkt in der Tat schwer haben werden insbesondere dann, wenn neue Autos mit stärkeren und wesentlich schneller zu ladenden Akkus verfügbar sind. Aber so ist das nun mal. Wer früh dabei sein will zahlt immer mehr. Beispiel hierfür ist das Niedrigstenergiehaus oder gar Nullenergiehaus. Derartig aufwendig errichtete Wohnhäuser werden sich wohl nie in Cent und Euro rechnen. Trotzdem sind immer mehr Häuslebauer bereit, aus idealismus oder anderen Gründen hier zu investieren.
Sind die alle blöd?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Positiv Denkender » Di 15. Mai 2018, 12:42

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 May 2018, 22:21)

Wie schon bei anderen Themen schreibst Du selbst das was Du mir so gern unterstellst, schlichten Unsinn :Ich kann mich noch gut erinnern, das Du jede Zukunftsprognose stets abgelehnt hast. Nun der Blödsinn, "45 Millionen" e-mobile wären noch in unser "beider Lebenszeit" in D zu erwarten.

Typisch für Dich, statt die exakte Zahl für 2018 zu nennen (Der Bestand von PKW in Deutschland zum 01.01 2018 betrug 46,5 Millionen insgesamt waren es 56,5 Millionen KFZ). Deren Durchschnittsalter liegt derzeit bei 9,4 Jahren auf je 1.00 Einwohner kommen derzeit 687 KFZ.

Wenn man Deiner irren Idee folgt, all diese Fahrzeuge sollen am Tag X nur noch elektrisch unterwegs sein, bleibt immer noch eine sehr lange Zeit, um Dinge zu regeln und entsprechende anzupassen. Doch schon ein Blick auf die jährlichen Zulassungen - über Jahre lag der im Bereich von 3,2 Millionen jährlich ergibt bei dem von Dir "prognostizierten" Endzustand 14.5 Jahre bist alle Verbrenner zu e-Mobilen "umgetauscht" sein könnten. Also hätten alle schon mal bis 2032 Zeit.

Doch da Dir ganz offensichtlich jeder Realitätsnähe fremd ist, kennst Du ganz offensichtlich die realen Zahlen überhaupt nicht oder wahrscheinlicher, sie interessieren Dich ganz einfach nicht.

2017 - Zahlen vom KBA - wurden von insgesamt 3,44 Millionen neu zugelassenen PKW 25.056 reine Elektrofahrzeuge (ein + von 119,6% gegenüber 2016) aber 84.675 PKW mit Hybridantrieb (ein + von 76,4% gegenüber 2016) zugelassen. Allein bis die Neuzulassungen tatsächlich jährlich bei ~3 Millionen liegen werden, dauert dies je nach Entwicklung der Anteile von reine Elektrofahrzeugen plus Hybridantrieb nochmal wenigstens 10 Jahre. Also irgendwo bei 2050 wäre dann Deine Vorstellung alles "elektrisch" verwirklicht. Dabei ist der reine Stromanteil der Hybridantrieb praktisch null.

Es ist blanker Unsinn eine solche Entwicklung überhaupt zu erwarten. Übrigens E-Motoren gibt es zu Millionen seit deren Erfindung und das ganz ohne den Kongo. Offensichtlich geht in Deinem Kopf einiges durcheinander. Bevor Du Deine üblichen hanebüchenen Vermutungen hier ablässt, solltest Du Dich zuerst einmal schlau machen. Ein Spruch wie :ist an Lächerlichkeit nur schwer zu überbieten....

Auch dieser Satz :ist purer Blödsinn Deutschland produziert jährlich ca. 50 TWh Exportüberschuss das sind 50.000.000.000 kWh. Nimmt man 20 kWh/100 km für ein e-mobil, entspricht das 250.000.000.000 km/a.Nimmt man die durchschnittliche Fahrleistung mit 15.000 km/a an hätten im selben Jahr bereits knapp 17 Millionen PKW mit dem Exportüberschuss betrieben werden können. Stand 2018 beträgt 25.056 e-Mobile. Du fantasierst also nur mal wieder blind in der Gegend herum....

Meinst du ? Lässt du mal wieder deine Fantasien freien Lauf ? Wenn Deutschland einen so riesigen Stromüberschuss hat warum
wird denn noch Strom importiert ? Im Übrigen stammt die Feststellung" ohne Rohstoffe für Batterien aus Afrika keine E Autos "
nicht von mir sondern von Fachjournalisten . E Motoren gibt es schon ,richtig .Nur die Rohstoffe für Batterien kommen aus Afrika .
Sicher hast du in deinem Vorgarten einige Vorkommen für dein eignes Auto oder ?
Übrigens bestätigst du einmal mehr was ich geschrieben habe . Die von dir gennannte Zahl der Neuzulassungen von E Autos
zeigt doch wohl , dass die überwiegende Mehrheit der Autokäufer von E Autos nichts hält .Wäre es anders würde es ein Run
auf E Autos geben .Gibt es aber nicht weil diese Autos bisher nicht den Nachweis bringen sie wären ausgereift .
Von der fehlenden Ladestationen ganz zu schweigen .
Belustigend wie sich jemand fanatisch am E Autos hängt und dabei Fakten ignoriert .
Die Neuzulassungen von Autos mit E Motoren beträgt nur ein Bruchteil von Autos mit Verbrennungsmotoren .
Es geht nicht um die Zeit nach 2050 ,vielleicht fliegen die Menschen dann nur noch mit Drohnen durch die Gegend, sondern
um jetzt um die nächsten 1-2 Jahre . Jetzt sollen Fahrverbote ausgesprochen werden .Da nützen serienreife E Autos 2050
wenig . Ich habe mich an Verbrennungsmotoren gewöhnt .Du musst es ertragen ,dass die nächsten 20 Jahre Autos mit Verbrennungsmotoren
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 15. Mai 2018, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Di 15. Mai 2018, 13:15

Raskolnikof hat geschrieben:(15 May 2018, 13:26)
E-Autos der heutigen Generation es auf dem Gebrauchtwagenmarkt in der Tat schwer haben werden insbesondere dann, wenn neue Autos mit stärkeren und wesentlich schneller zu ladenden Akkus verfügbar sind.?


Ich sehe auch das Problem des Standardiesierungsprozesses der noch nicht abgeschlossen ist. Wenn mal ein Standart sich durchsetzt für Batterie und Schnellladung sind alle andern Systeme schnell wertlos.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Ein Terraner » Di 15. Mai 2018, 13:16

Audi hat da was gebaut.

Licht und Dunkel

Artikel 13, Save the Internet Petition: https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... loadfilter
Was ist Artikel 13? https://www.youtube.com/watch?v=1DKk69J5pb4
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Positiv Denkender » Di 15. Mai 2018, 15:42

immernoch_ratlos hat geschrieben:(15 May 2018, 10:16)

Das mag ja sein, aber ist das wirklich realistisch ? Nur weil hier eine vergleichsweise neue Technologie zur Anwendung kommt, kommt der "arme Afrikaner" plötzlich in den Fokus ? Das ist erbärmlich. Jede Menge der etablierten Technologien haben seit mehr als 100 Jahren größten Schaden angerichtet und das soll nun so bleiben ?

Krokodilstränen von jemandem der die "Nebenwirkungen" von NOx - ja von Luftverschmutzung überhaupt - also Millionen Tote jährlich - ignoriert oder gar leugnet, kommt nun mit so was ?

Menschliches handeln ist niemals folgenlos. Allenfalls kann man die Folgen mäßigen. Da ist ein genereller Wandel angesagt. Die scheinbare Mobilität wie sie heute existiert - 3 % der Fahrzeuge sind maximal überhaupt "mobil" der "Rest" steht überall herum. Es wäre Wahnsinn das nun 1 : 1 in "e-Mobilität" umzuwandeln. Also wieder nur Fahrzeuge fürs Herumstehen mit allem pipapo auszustatten. Darin liegt das eigentliche Problem. Mit einigem Nachdenken kommt man sicher auch alleine auf solche logischen Schlüsse.

Was das Kobalt angeht bleibt die Technologie sichtlich nicht auf dem heutigen Stand stehen. Das Handelsblatt - eher nicht als Zentralorgan der Grünen bekannt, schreibt dazu :Also zum einen gibt es "kobaltfreie" Anwendungen und gleichzeitig geht man davon aus "mittelfristig" den Bedarf auf bis zu 10% zu senken. Was im Klartext bedeutet, statt z.B. nur 100.000 Batterien wie derzeit zu bauen, können mit der gleichen Menge Kobalt dann 1Million Batterien zukünftig gebaut werden. Was ist "mittelfristig" ?aus "Gabler Wirtschaftslexikon" - also in den nächsten 5 Jahren - je nach Bedarf und Entwicklung - beides ist noch völlig offen.

Doch nicht nur Vermeidung von Problemen, schon immer die Triebfeder für Innovation, lässt sich da bereits Veränderung absehen. Blomberg (eine andere Hochburg der Grünen) schreibt :Was teuer ist, bekommt automatisch eine größere Beachtung. Das Problem mit den fossilen "Brennstoffen" ist deren (sichtbare) niedriger Preis - statt auch alle Nebenkosten "einzupreisen", wird die Mobilität auf zahlreichen Umwegen "quer finanziert". Wäre das anders, hätte sich wohl kaum eine so sinnlose Form der Mobilität entwickelt. Nur was rar und teuer ist, regt ganz offensichtlich den Erfindergeist beim Menschen an.

Zum "Erfindergeist" gehört ganz sicher nicht das bloße Fortschreiben einer sinnlos gewachsenen Scheinmobilität die aus 97% Stehzeugen und grade mal 3% Fahrzeugen besteht. Warum sollte man auch "Fahrzeuge" die mit einem Liter Sprit auskommen bauen, wenn das Zeug in Massen vorhanden und zugleich nur einen Teil der entstehenden Kosten (Umwelt, Volksgesundheit u.ä.) abdeckt ? Diese vernünftige Fragestellung ist nun im 21. Jahrhundert auf der Tagesordnung angekommen. Der Preis und der ungeheure Aufwand in eine riesige "Stehzeugflotte" wird schlicht das Umdenken erzwingen. Es gibt sinnvollere Maßnahmen als die bisherige Verbrennerflotte "einfach" 1 : 1 zu elektrifizieren. Künftige Generationen wird die Sorge um die notwendige Energie für wesentlich wichtigeres "umtreiben", als das irre Bedürfnis, das jeder Zweite "sein" Stehzeug vor der Tür dauerparkt.

Das Thema e-Mobil beschränkt sich sichtlich auf ganz andere Fragestellungen, als ob wohl in 30 ... 40 Jahren jeder (der das noch bezahlen kann) "sein" Mobil vor der Tür stehen haben kann und ob der wachsende Energiebedarf in anderen Technologiebereichen, es überhaupt noch zulässt, genügend - weitgehend sinnlos verbratene Energie UND Ressourcen bereitzustellen.

Nicht die Frage ob man theoretisch mehr als 50 Millionen KFZ zukünftig mit Strom (das kann ja auch elektrosynthetischer Treibstoff sein) versorgen könnte (was durchaus möglich ist), sondern ob das zukünftig überhaupt noch sinnvoll sein wird, stellt sich. Zumindest bei mit Vernunft ausgestatteten Menschen.

Erste "Zwischenergebnisse" e-Mobil vs. Hybriden zeigen, wer höhere Tagesfahrleistungen beansprucht, weicht derzeit auf Hybridfahrzeuge aus. Ein schnell wachsender Anteil kauft e-Mobile. Bei einer jährlichen Verdoppelungsrate wird sicher bald das 100tausenste e-Mobil die notwendige Infrastruktur beanspruchen. Da sich auch weiterhin alles am "Wachstum" orientiert, wird dieses neue Geschäftsfeld zu mindestens für alle die damit ein Geschäft machen können, genügend Anregungen haben um "mittelfristig" die Probleme zu lösen. Ob das auch langfristig sinnvoll und machbar sein wird, werden unsere Enkel entscheiden müssen.....


Deine Enkel die noch geboren werden ? Trotzdem erheiternd dein Schulmeister Beitrag .Da versucht sich wieder jemand als Zukunftsforscher .Es geht aber um die nächsten 10 Jahre und nicht um 2050 . All deine Prophezeiungen zeigen doch auf dass
E Autos zur Zeit weder bezahlbar sind noch den Nachweis erbringen, die Tauglichkeit eines Autos mit Verbrennungsmotor zu haben .
Sollten E Autos diesen Nachweis erbringen werden die Autofahrer auch solche Autos bevorzugen .
Fakt ist zur Zeit werden die Rohstoffe in Afrika gewonnen .Bis deine Theorien umgesetzt werden liegt genauso entfernt
wie die Hoffnung den Krebs besiegen zu können . Es ist mir ja bekannt das lediglich deine Quellen von Bedeutung sind .
Andere Ansichten von Wissenschaftlern und Experten gelten für dich nicht . Ich hatte aus Zeitungsberichten zitiert .
Nur andere Fachkommentare hältst du selbsternannter Schulmeister der Nation ja für Erfindungen .
In diesem Bericht steht : Die kritische Komponente eines E autos ist sein Akku . Auf absehbare Zeit wird dabei die Lithium -Ionen
Technik eingesetzt . Ein Mix aus einer ganzen Reihe von Rohstoffen wird benötigt ,die allesamt in fernen Ländern aus der
Erde geholt werden müssen . Ich könnte dir noch einige Fakten mehr aus diesem Bericht zitieren. z. B .Zwei Drittel des
Metalls das derzeit weltweit verarbeitet wird kommt aus dem Kongo. Der Preis für Kobalt hat sich in den letzten 2 Jahren
vervierfacht . Weiter die Lage könnte sich in den nächsten Jahren verschärfen . Sorry hatte vergessen du förderst diese
Rohstoffe im Garten..
immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 15. Mai 2018, 16:47

PD hat geschrieben:Wenn Deutschland einen so riesigen Stromüberschuss hat warum
wird denn noch Strom importiert ?
Eine Frage, die von einem Fünftklässler kommend eher wenig überraschen könnte. Doch von einem Erwachsenen ? Jemand, der sich stets als "bestens informiert" darstellen möchte ? Wenn diese Frage ernstgemeint ist (was zu befürchten ist), wird die Dir niemand wirklich beantworten können. Zuwenig der üblichen Zusammenhänge von Import / Export scheinst Du - jedenfalls angesichts einer solchen Frage - begriffen zu haben.

So als Anregung - wo kauft ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen ? Dort wo die Ware gerade sehr teuer angeboten wird ? Oder doch eher dort, wo das Angebot zusätzlichen Gewinn verspricht, weil das Angebot zu "günstigeren Preisen" besteht ?
Quelle hat geschrieben:Die Handelseinheit an der EPEX Spot sind Megawattstunden (MWh). Auf den an der Börse bezahlten Preis für eine Megawattstunde (im Jahr 2015 durchschnittlich 31,61 Euro pro MWh im Base und 39,06 Euro pro MWh im Peak) kommt allerdings noch einiges an Gebühren und Steuern hinzu.

Während die meisten Strommengen in Deutschland überhaupt nicht an der Börse sondern im OTC-Handel ("Over-the-Counter") verkauft werden, also in außerbörslichen, meist langfristigen Direktverträgen zwischen Produzenten und Abnehmern, werden an Strombörsen die restlichen Mengen gehandelt. Im Jahr 2015 waren das 566 Terrawattstunden am Spotmarkt und 1.570 Terrawattstunden am Terminmarkt. Im Jahr 2017 verzeichnete die EEX Group an ihren Handelsplätzen (EEX, Epex Spot, Seepex, PXE und Nodal Exchange) einen Rückgang des Handelsvolumens um 18 %. Absolut wurde an den Börsen ein Volumen von 3.761 kWh erzielt. Lediglich die Spotbörsen konnten ein leichtes Wachstum von 2 % und damit ein Handelsvolumen von 543 kWh verzeichnen. Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender der EEX AG nennt die regulatorische Unsicherheit des Strommarkts im letzten Jahr als Grund für den Rückgang.

Da im Gegensatz zum direkten OTC-Handel zwischen zwei Vertragspartnern der Börsenhandel zwischen verschiedenen markterfahrenen und hochliquiden Handelspartnern abläuft, bildet die Energiebörse auch eine Art Clearing-Stelle, die Zahlungsausfällen vorbeugt.
Ob das hilfreich war ? Hier noch mehr Information : Handelsfristen an Strommärkten Wenn Du jetzt noch nicht erkennt hast Strom ist eine Handelsware die genau wie andere Handelswaren durchaus auch spekulativ gehandelt wird. So gibt es eben auch "Stromimporte" die allerdings mit den oft gleichzeitigen "Stromexporten" . Die physikalischen Flüsse in 2017 betrugen 7,1 TWh für Import und 55,1 TWh für Export - das dt. "Nettoangebot" konnte im Saldo also einen 7,8fach größeres Plus erzielen.

2017 exportierte die Bundesrepublik Deutschland 79,8 TWh - importierte im selben Zeitraum -26,9 TWh das Saldo Ausfuhr ergibt 52,8 TWh

Mehr Interesse sollte man einem anderen Import widmen! Dem von Steinkohle. Ein Teil dessen was hier in Strom gewandelt wird, ist bereits Import.

Was Du nicht beantwortest ist meine Einfache Frage vom 14.05.2018 :

Bruttostromverbrauch "Bund" 2016 = 595,4 Mrd. kWh (595,4 TWh)
Nettostromverbrauch "Bund" 2016 = 515,5 Mrd. kWh (515,5 TWh)
Differenz = -79,9 Mrd. kWh (-79,9 TWh) (-13,42%)

Warum ist das so und wohin "verschwinden" 79,9 Mrd. kWh :?:

Womöglich ist Dir ja der Begriff "Netto" und "Brutto" unbekannt ?

Doch ich möchte nicht als Alleinunterhalter für unseren allseits besten unterrichteten PD dienen. Was könnte die Antwort auf meine Frage wohl sein ?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 15. Mai 2018, 18:11

PD hat geschrieben:Ein Mix aus einer ganzen Reihe von Rohstoffen wird benötigt ,die allesamt in fernen Ländern aus der
Erde geholt werden müssen .
Was werter PD verstehst Du sonst noch nicht ?

D ist ein klassisches Importland - ohne Importe gibt es keine deutschen Exporte. Wer nicht blöd ist, weiß das auch. Was ist also so sensationell aufregend, wenn etwas z.B. aus Afrika importiert wird ? Bis zu Zeitpunkt wo nur fossil beheizte Fahrzeuge in D gebaut, im- und exportiert wurden, gab es keine Importe aus Afrika ? Das wäre mir nun wirklich neu.

Pro Einwohner ( in 2016) importierte Deutschland Waren, Rohstoffe und Nahrungsmittel im Wert von 11.682 €. Diese Importe lagen 2000 noch bei 6.600 € pro Person in D. Was ist also plötzlich so sensationell daran, dass eine Industrieland ohne nennenswerte eigenen Rohstoffe, einen sehr großen Anteil seiner Mittel importiert ?

PD hat geschrieben:Nur andere Fachkommentare hältst du selbsternannter Schulmeister der Nation ja für Erfindungen .
Von welchen "Fachkommentaren" faselst Du eigentlich ? Hast Du schon jemals irgendeinen Link dazu angeboten ?

Deine nachweislich irreführende Angaben :
PD hat geschrieben:Ich könnte dir noch einige Fakten mehr aus diesem Bericht zitieren. z. B .Zwei Drittel des
Metalls * das derzeit weltweit verarbeitet wird kommt aus dem Kongo.
*Kobalt
Quelle hat geschrieben:Der Kongo als Hauptförderland gilt als politisch instabil und unruhig, auch der Begriff der „Konfliktmineralien“ wurde dort geprägt. Bis zu 20% *des Kobalts stammen aus unkontrollierten, teilweise improvisierten, ungesicherten Minen bzw. dem Kleinbergbau. Unfälle, Kinderarbeit und Gesundheitsgefährdung sind laut Amnesty International an die Tagesordnung. Auch ökologisch richten diese Minen große Schäden an, da säurehaltige Abwässer entstehen und in die Umwelt gelangen. Die Instabilität des afrikanischen Landes, in dessen Osten sich bewaffnete Rebellengruppen und Milizen bekämpfen, sowie Berichte über Kinderarbeit haben einige Bergbauunternehmen bereits veranlasst das Land zu verlassen und stattdessen die Produktion in anderen Ländern wie Kanada oder Australien zu erhöhen. Der Rohstoffkonzern Glencore hingegen erhöht die Förderung in der Demokratischen Republik Kongo und eröffnet aus sozialer und ökologischer Sicht äußerst umstrittene Minenprojekte. Schätzungen zufolge könnte Glencore damit die Kobaltförderung nahezu verdoppeln und in wenigen Jahren 40% des weltweiten Marktes kontrollieren.
* 20% von 66% des derzeit dort geförderten Kobalts sind tatsächlich 13,2% - daran wird dieses Geschäft eher nicht scheitern....

Das gerade weil Kobalt so teuer (80.000 USD/t) ist, man längst Verfahren entwickelt hat, die den Kobaltverbrauch um den Faktor 10 verringern, hatte ich schon erwähnt. Neben der "Demokratischen Republik Kongo" gibt es noch nennenswerte Vorkommen in Australien, Kuba, Sambia, Kanada, Marokko, Russland und den USA. Auch das dieses Metall für "hitzebeständigen Hochleistungsstahl und Superlegierungen z.B. für Wind- und Gasturbinen und Flugzeugtriebwerke" Verwendung findet, wird wohl kaum jemanden dazu animieren diese Produkte nicht weiter zu produzieren.

Im Sinne der Wirtschaft sind solche Entwicklungen ein sehr willkommener Anlass. Glaubst Du im Ernst, nur weil Dir und einigen anderen Rückständigen das nicht gefällt, würde die Welt mit dem lukrativen Handel aufhören ?

Noch was kann widerlegt werden :
PD hat geschrieben:...zeigen doch auf dass
E Autos zur Zeit weder bezahlbar sind noch den Nachweis erbringen, die Tauglichkeit eines Autos mit Verbrennungsmotor zu haben .
Sollten E Autos diesen Nachweis erbringen werden die Autofahrer auch solche Autos bevorzugen
LYNX hat geschrieben:Auch wenn der Marktanteil elektrischer und hybrider Fahrzeugantriebe mit 4% noch überschaubar ist, nehmen die Verkaufszahlen gerade Fahrt auf: Einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) zufolge werden Elektro- und Hybridfahrzeuge den weltweiten Marktanteil von Verbrennungsmotoren, von derzeit 96% bis 2030 auf etwa 50% zurückdrängen. Bis dahin werden weltweit 36% der Fahrzeuge über einen hybriden und 14% über einen rein elektrischen Antrieb verfügen. Der Bedarf für Elektromobilität verspricht daher ein besonders explosives Wachstum. Denn auch wenn bis 2030 nur ca. 30% der Neufahrzeuge über einen Elektroantrieb verfügen sollten, würden Schätzungen zufolge jährlich über 300.000 Tonnen Kobalt zusätzlich benötigt, das ist mehr als das Doppelte des aktuellen Marktvolumens.
Ja die fragen Dich halt nicht, machen einfach was Gewinn bringt.... ach ja LYNX meint "Die weltweit bekannten Kobalt-Vorkommen betragen rund 25 Mio. Tonnen... Da man Kobalt auch zu beinahe 100% recyclen kann, die benötigten Mengen auf 10% reduzieren kann, sehe ich keine schwerwiegenden Gründe die das verhindern könnten.

Warum es dennoch, weder in D noch sonstwo zu zu einem Umtausch 1 : 1 kommen wird, habe ich schon mal erklärt. Das ist pure Logik und hat mit meiner Fantasie rein garnix zu tun...
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 15. Mai 2018, 19:47

H2O hat geschrieben:(13 May 2018, 13:05)

Diese Wendung erscheint mir aber denn doch reichlich blindwütig! Deutschland hat Dauerläufer (AKW) stillgelegt und Sprinter (Windräder und Photovoltaik) eingesetzt, um die Energiewende auf den Weg zu bringen. Wenn die Sonne scheint (so wie heute in Pommern :) ) und auch noch ein bißchen Wind weht, dann verkauft Deutschland notgedrungen Strom. Und wenn es dunkel ist und windstill, dann kauft Deutschland notgedrungen Strom. :(

Bei zweimal "notgedrungen" ist das kein gutes Geschäft für unser Land. Das wird sich erst ändern, wenn Stromspeicher oder Windgasspeicher in ausreichender Größe wirtschaftlich zur Verfügung stehen. Man muß auch bedenken, daß andere Dauerläufer auch noch stillgelegt werden sollen (verbliebene AKW, Kohle und Braunkohle). Dann wird es nur noch Strom und Gas geben... nicht nur unsere Autos werden kein Heizöl mehr nachtanken dürfen. :(

Die Leitungen von Nord nach Süd entstehen gerade nach langer Zeit verhinderter Planung, nachdem Länderegoismus fast die Energiewende zum Einsturz gebracht hätte, um "häßliche" Stromtrassen aus der Landschaft zu verbannen. Das war Politik, kein technisches Unvermögen. Dadurch wurde auch der Ausbau der Windräder auf See behindert: Wohin nur mit dem Strom? Irgendwann nach Frankreich oder Polen? Durchaus denkbar: Deutschland als Energielieferant! Aber bis dahin gibt es noch viel Arbeit in Forschung und Entwicklung und Maschinenbau. :)

45 Mio Autos fahren niemals mit Strom; das werden nur Stadtfltzer mit Akkuversorgung sein. Geschätzte Anzahl 15 Mio Stück. Der Rest läuft mit Gas oder Wasserstoff (weniger wahrscheinlich, weil zu teuer in Anschaffung und Betrieb) aus der Windgas-Synthese. Also keine Bange: Bis diese Würfel gefallen sind (so um 2050), werden Ihre Enkel sagen, wo es entlang gehen soll.

Wie das Geschäft mit der Gebäudeheizung abgearbeitet wird... hmm, da müssen wir noch ein wenig grübeln! Große Anstrengungen bei der Wärmedämmung sind angesagt, um den Energiebedarf zu vermindern, und dann eine Vielzahl von Heizverfahren zwischen Wärmekollektoren, Wärmepumpen, Gasheizungen, Elektroheizungen, Nachtspeicheröfen (!), je nach Möglichkeit und Wirtschaftlichkeit.

In einem haben Sie aber Recht: Energie wird sehr teuer werden; da freut sich der Finanzminister!
Da möchte ich Ihnen in nur wenigen Punkten widersprechen - einer davon ist das Saldo beim Strom - Im- und Export. Das es dabei um gleichzeitigen Im- und Export handelt lässt sich nachweisen und gibt reichlich Zeit für die notwendigen Veränderungen.

Aus einigen ihrer Darlegungen entnehme ich, Sie leben nicht in dem Irrglauben, es gäbe fossile Energie bis zum St. Nimmerleinstag. Weil das so ist, muss die Umstellung auf EE rechtzeitig erfolgen - deutlich bevor der "ganz normale irrsinnige Primärenergiebedarf" mit dem Bau von EE-Generatoren in handfeste Konkurrenz gerät. Sich Politiker zu Veränderungen entschließen müssen, die gleichgültig wie, mit erheblichen Einschränkungen und vermutlich wirtschaftlichem Chaos einhergehen werden. Nein so bald wird nach unserem Ermessen weder Öl - noch Erdgas und Kohle völlig verschwinden. Nur immer teurer und rarer wird das Zeug schon werden.

Die Stromerzeugung ist lediglich ein Teil des Primärenergiebedarfs. Andererseits ist alles andere ohne Strom relativ wertlos. Ergo muss dieses Schlüsselelement deutlich vor den absehbaren Veränderungen sichergestellt werden. Die Hoffnung auf die "ultimative Energiequelle" ist trügerisch. Leider vergessen alle die gern Atome spalten oder fusionieren möchten, die Resultate sind hier immer Wärmekraftwerke. Was vergessen oder verdrängt wird, es muss immer ein Kondensator gekühlt werden. Womit auch diese tolle Quellen ihre ganz natürlichen Obergrenzen haben. Am Beispiel Biblis Block A und B (die ich sehr gut kenne) :

Biblis A elektrische Bruttoleistung 1.225 MW - elektrische Nettoleistung 1.167 MW (58 MW Eigenbedarf) - thermische Reaktorleistung 3.517 MW (2.292 MW Kühlleistung)
Biblis B elektrische Bruttoleistung 1.300 MW - elektrische Nettoleistung 1.240 MW (60 MW Eigenbedarf) - thermische Reaktorleistung 3.733 MW (2.433 MW Kühlleistung)

Beide AKW hatten zusammen bei Volllast also 4.725 MW Kühlleistung die der Rhein zu "übernehmen" hatte. Selbst wenn man nur 7.000 Vollaststunden für beide Blöcke annimmt, waren das 4.725 MW * 7.000h = 33.075.000 MWh (33.075.000.000 kWh) nicht vermeidbarer "119.070 GJ Abfallwärme". Es ist lediglich eine Frage der Jahreszeit und der Anzahl von "Lasten" andere Wärmekraftwerke und sonstiger Emittenten (Industrie, Abwasser usw.) bis hier eine "natürliche Obergrenze" erreicht wird. Es gibt nur wenige Wege zu der Edelenergie el. Strom.

Auch wenn das nicht jeder einsehen möchte PV - allerdings in Massen, ist eine der Quellen, welche keine Nebenwirkungen und wichtig auch keinerlei "Treibstoffe" benötigen. Auch wenn das viele einfach nicht wahrhaben wollen, selbst der Wirkungsgrad ist nicht schlechter als der sonst üblichen Generatoren. Das die Energiedichte abhängig vom geografischen Standort und darüber hinaus recht bescheiden ist, ist eben so.

Was kontinuierlich mit dem Wachsen von EE-Kapazitäten einhergehen muss, sind geeignete Speicher. Mir persönlich erscheint das in jeder Hinsicht geeignete Modell die Redox-Flow-Batterie: Netzspeicher für die Energiewende KIT meint dazu :
Die Redox-Flow-Batterie könnte ein entscheidendes Puzzleteil in den Energienetzen der Zukunft darstellen: Sie ist fast beliebig skalierbar, recyclebar und kann Energie stabil speichern. Zudem werden bei der Herstellung keine seltenen Rohstoffe benötigt. Allerdings mussten die Batterien bisher für jedes Anwendungsszenario neu angepasst werden. Zukünftig soll diese Aufgabe ein neuartiges Batterie-Management übernehmen, das Forscherinnen und Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeln.

Für die Energiewende werden Lösungen benötigt, um die Energie aus der Solar- und Windstromproduktion dezentral zu speichern und schwankende Produktionskapazitäten auszugleichen. Zentralisierte Lösungen wie Pumpspeicherkraftwerke haben einen großen Platz- und Kapitalbedarf – am einfachsten wäre es, den Strom dezentral in Batterien zu speichern. Dabei gerät neben den etablierten Lithium-Ionen Batterien vor allem die innovative Redox-Flow-Batterie immer mehr in den Fokus, die elektrische Energie in flüssigen chemischen Verbindungen speichert. Häufig kommt dabei ein Vanadium-Elektrolyt zum Einsatz, das in Tanks in unterschiedlichen Oxidationsstufen gespeichert wird, während der Strom ähnlich wie bei der Brennstoffzelle an einer Membran produziert wird. Dabei bestimmt die Größe dieser Membran die Leistung (kW), die Energie (kWh) hängt wiederum von der Tankgröße ab, also der Menge der eingesetzten Flüssigkeit. Energie und Leistung kann bei der Redox-Flow-Batterie demnach unabhängig voneinander skaliert werden. Diese fast unbegrenzte Skalierbarkeit prädestiniert die Redox-Flow-Batterie zum Netzspeicher für die Energiewende, etwa zur Verschiebung von Sonnenenergie für den Verbrauch während der Nacht.

Die Redox-Flow-Batterie eignet sich aber nicht für jede Anwendung. Aufgrund einer geringen Energiedichte sind die Batterien groß und schwer, für Elektronikgeräte oder Elektroautos sind leichte Lithium-Ionen-Akkus deshalb viel besser geeignet. „Bei der stationären Anwendung in großen und mittleren Modulen ist die Flow-Technologie aufgrund ihrer Skalierbarkeit aber überlegen“, sagt Professor Thomas Leibfried vom Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik des KIT.

Außerdem sei das Vanadium für den gängigen Vanadium-Akkumulator eines der häufigsten Elemente, während die weltweiten Lithiumvorräte schon in wenigen Jahrzehnten ausgebeutet sein könnten. Für die Redox-Flow-Batterie spreche auch, dass sie feuersicher sei, weil ein „thermal runaway“, also eine unkontrollierte Erhitzung, ausgeschlossen werden kann. Zudem sei sie weniger giftig und auch ein Recycling sei im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterie kein Problem. Dass ein Durchbruch der Flow-Technologie bisher nicht erfolgt sei, liege vor allem an der Schwierigkeit, sie effizient einzusetzen, erläutert Leibfried. Während in die Steuerung von Lithium-Ionen-Batterien bereits Jahrzehnte der Entwicklung investiert werde, befinde man sich bei der Redox-Flow-Batterie noch ganz am Anfang. Aktuell müsse sie deshalb noch für jedes Anwendungsszenario baulich angepasst werden.
Diese Darstellung ist recht zeitnah und gibt nicht nur mir Anlass zur Hoffnung, dann doch eine vernünftiges Netz aus EE und einer Fülle von preiswerten Speichern zustande kommen kann. Wenn denn e-Mobile geladen werden müssen, kann dies über solche Großbatterien problemlos geschehen. Es gibt keinen vernünftigen Grund nicht sofort mit den entsprechenden Ausbau zu beginnen. Das schrittweise Einsparen von fossilen Importen (jährlich ca. 90 Milliarden €) kann die Finanzierung deutlich erleichtern.

Mir selbst - als Ergänzung zu meiner PV würde diese
Quelle hat geschrieben:Die VoltStorage GmbH, ein 2016 in München gegründetes Startup, bietet seit Anfang 2018 kleine Redox-Flow-Batterien mit 6,8 kWh Speicherleistung an. "VoltStorage SMART" ist mit jedem Hausanschluss und jeder Photovoltaik-Anlage kompatibel. Mit Speicherkosten von 10 Cents pro kWh macht er Lithium-Ionen Stromspeichern ernsthafte Konkurrenz.
durchaus ausreichen. Diese Geräte wurden für ~6.000 € in kleiner Stückzahl bereits verkauft.
Quelle hat geschrieben:In Großspeichern für Wind- und Solarenergie wird die Vanadium-Redox-Flow-Technologie schon lange eingesetzt. Die VoltStorage100 Serie soll nun neue Maßstäbe setzen und Flussbatterien erstmalig auch wirtschaftlich rentabel für Privatanwender machen. VoltStorage spricht dabei von 1.000 bis 9.000 Euro Rendite nach 15 Jahren ab einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh.

Die ersten 100 VoltStorage-Speicher werden Interessenten per Los zugeteilt

Der Stromspeicher hat die Maße 55x140x55 cm (BxHxT) und ist damit etwa so groß wie ein großer Kühlschrank. Er ist mit jeder Photovoltaik-Anlage kompatibel und leistet 3,6 Kilowatt bei einer Kapazität von 6,8 Kilowattstunden. Im Verkaufspreis von 5.999 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) sind auch Lieferung, Installation sowie der Wechselrichter enthalten. VoltStorage gibt 10 Jahre Garantie auf das System, für das man sich noch bis zum 31. Januar 2018 vormerken lassen kann.

Die VoltStorage100 Serie ist auf 100 Stück limitiert, die Anfang Februar unter den Interessenten verlost werden. Danach beträgt der reguläre Verkaufspreis 6.999 Euro.
Man muss nicht bei den Ersten sein....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Di 15. Mai 2018, 22:02

@ immernoch_ratlos

Aus meiner Sicht ist genug über die Notwendigkeit gesagt worden, zügig auf erneuerbare Energien über zu gehen. Die x-te Neuauflage bringt keine neuen Erkenntnisse, nicht für die davon überzeugten, noch für jene, die davon nicht lassen mögen. Das Programm dahin läuft inzwischen mit wachsendem Schwung.

Vor etwa 1 Jahrzehnt hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie eine umfangreiche Studie im Auftrag von "Caritas" und "Brot für die Welt" heraus gegeben: "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt". Das damals entwickelte Konzept steht noch, muß aber nach neueren Entwicklungen und Fehlschlägen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Damals war klar, daß wir auf eine Wasserstoffwirtschaft hinarbeiten würden. Inzwischen gibt es ganz ordentliche Batterien für Fahrstrom, stationäre elektrische Speicheranlagen und neben dem Wasserstoff wird auch Methan aus Strom mit erstaunlichem Wirkungsgrad gewonnen. Die Brennstoffzelle hat sich nicht so entwickelt, wie man vor einem Jahrzehnt annahm.

Die Fortschritte der Batterietechnik haben den Schwerpunkt auf batteriegetriebene Fahrzeuge verschoben. Wasserstoff bleibt großen schweren Maschinen vorbehalten (Eisenbahnen, Schiffe, Fernbusse. Fernlastwagen). Inzwischen muß aber auch das viel leichter speicherbare Methangas wieder ernst genommen werden, weil es eine vorhandene Infrastruktur nutzt, und weil es auch mit erstaunlichem Wirkungsgrad als "Windgas" mit Hilfe von Naturstrom synthetisiert werden kann.

Daraus komme ich zu dem Schluß, daß künftige Stadtflitzer bei begrenzter Reichweite < 150 km/Tag mit Fahrstrombatterie betrieben werden. Dort spielt die Ladezeit keine wesentliche Rolle. Die Ladezeit kann ein Vielfaches der Fahrzeit betragen, ohne das dies im Normalbetrieb als Nachteil wahrgenommen werden wird. Die Ladeinfrastruktur für diese Fahrzeuge ist überschaubar. Solche Fahrzeuge entstehen derzeit an vielen Orten.

Bei Reisefahrzeugen werden Batteriegewicht und Ladezeit zum ernsten Problem, oder bei Schnelladeanlagen die abgerufene Ladeleistung. Da wäre bis eben noch das Anwendungsgebiet des Wasserstoffbetriebs mit Brennstoffzelle gewesen. Auch solche Fahrzeuge gibt es von einigen Herstellern, aber stets sehr teuer und in begrenzter Anzahl bei fehlender Infrastruktur (Tankstellen).

Wenn sich mit Blick auf Größe und Gewicht von Brennstoffzellen und Wasserstofftanks nichts Entscheidendes tut, dann bekommt Methangas die Aufgabe, Reisefahrzeuge zwischen Stadtflitzer und Familienkutsche mit Antriebsenergie zu versorgen. Solche Fahrzeuge gibt es seit langer Zeit als preisgünstige und umweltschonende Möglichkeit, große Strecken zurück zu legen. Diesen Fahrzeugen könnte ein "zweiter Frühling" bevorstehen. Der Antrieb für alle, die lange Zeit und lange Strecken (> 500 km) unterwegs sind. Aber so ganz melde ich den Wasserstoff mit Brennstoffzelle für diese Betriebsart noch nicht ab. Für Wasserstoff spricht ebenfalls die kurze Nachtankzeit, um erneut für eine lange Strecke bereit zu sein.

Die Zeiten bleiben auf diesem Gebiet aufregend genug!
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Positiv Denkender » Di 15. Mai 2018, 22:58

immernoch_ratlos hat geschrieben:(15 May 2018, 19:11)

Was werter PD verstehst Du sonst noch nicht ?

D ist ein klassisches Importland - ohne Importe gibt es keine deutschen Exporte. Wer nicht blöd ist, weiß das auch. Was ist also so sensationell aufregend, wenn etwas z.B. aus Afrika importiert wird ? Bis zu Zeitpunkt wo nur fossil beheizte Fahrzeuge in D gebaut, im- und exportiert wurden, gab es keine Importe aus Afrika ? Das wäre mir nun wirklich neu.

Pro Einwohner ( in 2016) importierte Deutschland Waren, Rohstoffe und Nahrungsmittel im Wert von 11.682 €. Diese Importe lagen 2000 noch bei 6.600 € pro Person in D. Was ist also plötzlich so sensationell daran, dass eine Industrieland ohne nennenswerte eigenen Rohstoffe, einen sehr großen Anteil seiner Mittel importiert ?

Von welchen "Fachkommentaren" faselst Du eigentlich ? Hast Du schon jemals irgendeinen Link dazu angeboten ?

Deine nachweislich irreführende Angaben : *Kobalt * 20% von 66% des derzeit dort geförderten Kobalts sind tatsächlich 13,2% - daran wird dieses Geschäft eher nicht scheitern....

Das gerade weil Kobalt so teuer (80.000 USD/t) ist, man längst Verfahren entwickelt hat, die den Kobaltverbrauch um den Faktor 10 verringern, hatte ich schon erwähnt. Neben der "Demokratischen Republik Kongo" gibt es noch nennenswerte Vorkommen in Australien, Kuba, Sambia, Kanada, Marokko, Russland und den USA. Auch das dieses Metall für "hitzebeständigen Hochleistungsstahl und Superlegierungen z.B. für Wind- und Gasturbinen und Flugzeugtriebwerke" Verwendung findet, wird wohl kaum jemanden dazu animieren diese Produkte nicht weiter zu produzieren.

Im Sinne der Wirtschaft sind solche Entwicklungen ein sehr willkommener Anlass. Glaubst Du im Ernst, nur weil Dir und einigen anderen Rückständigen das nicht gefällt, würde die Welt mit dem lukrativen Handel aufhören ?

Noch was kann widerlegt werden :Ja die fragen Dich halt nicht, machen einfach was Gewinn bringt.... ach ja LYNX meint "Die weltweit bekannten Kobalt-Vorkommen betragen rund 25 Mio. Tonnen... Da man Kobalt auch zu beinahe 100% recyclen kann, die benötigten Mengen auf 10% reduzieren kann, sehe ich keine schwerwiegenden Gründe die das verhindern könnten.

Warum es dennoch, weder in D noch sonstwo zu zu einem Umtausch 1 : 1 kommen wird, habe ich schon mal erklärt. Das ist pure Logik und hat mit meiner Fantasie rein garnix zu tun...

Ich hatte doch nie bestritten das du der Einzige bist der in diesem Land erklärt was Sache ist .Deine Bemerkung ich verweise nicht auf Links ist richtig .Ich verweise auf Zeitungsartikel mit Quellenangabe .Nur die interessieren dich nicht weil du eben
der einzige Klugscheißer der Nation bist . Deine komplette Märchenstunde hat mit der Realität nichts zu tun .
Realität ist die Zahl der Neuzulassung von E Autos in Deutschland und der Welt hinkt weit hinter den Erwartungen her.
Grund ist, auch wenn du diese Tatsache bezweifelst, die Autos sind nicht ausgereift und zu teuer . Wenn die Menschen deiner Schulmeisterei folgen würden würde doch niemand mehr ein Benziner oder Diesel fahren .
Was 2050 ist spielt genauso wenig für angedrohte Fahrverbote eine Rolle wie deine gesamte Falschmeldung über die Herstellung
von Batterien . Zur Zeit gibt es nicht annähernd genügend Rohstoffe um die Mehrheit neu zugelassener Autos mit E Motoren auszustatten . Wenn es so wäre warum macht das denn kein Autobauer ? Du wandelst im Märchenland nicht in der Welt von heute .
Sollte es den Autobauern gelingen in Kürze Autos mit E Motoren herzustellen , die mindestens den Standard bzw. die Ausdauer von Diesel oder Benziner haben dann kannst du deine Märchenstunde beenden .Über 2050 kannst du dir gerne dein Oberlehrerhirn
zerbrechen .Das nützt den Autofahrern die sich jetzt oder in 2 oder 3 Jahren ein Auto kaufen nichts .
Was alles möglich sein soll interessiert wenig sondern allein was umgesetzt wird .In dieser Beziehung bringst du einiges durcheinander . Heutiger Stand ,die auf dem Automarkt angebotenen E Autos haben den Nachweis nicht erbracht, dass sie
Benziner oder Diesel ersetzen können . Deshalb kauft die auch kaum jemand .
Also merke meine INFO beziehen sich auf Zeitungsberichte . Die kannst du als falsch beurteilen, wie alles was nicht aus deiner
Quelle stammt . Fakt bleibt ,die Stromversorgung würde in Deutschland zusammenbrechen würde man alle Autos
mit E Motoren ausstatten .Übrigens warum eigentlich noch Fahrverbote wenn doch die E Motoren in Kürze Verbrennungsmotoren ablösen . ? Hättest du Schulmeister der Nation Recht, alle anderen Fachleute Unrecht, erübrigen sich doch Fahrverbote oder?
Nun darfst du weiter darüber palavern alle die zur Zeit noch keine E Autos fahren wären gegen Fortschritt und Technik.
Experten widersprechen dir . Die sagen nämlich in den nächsten 30 Jahren kann man auf Verbrennungsmotoren nicht verzichten .
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 16. Mai 2018, 08:16

Positiv Denkender hat geschrieben:(15 May 2018, 23:58)

Ich hatte doch nie bestritten das du der Einzige bist der in diesem Land erklärt was Sache ist .Deine Bemerkung ich verweise nicht auf Links ist richtig .Ich verweise auf Zeitungsartikel mit Quellenangabe .Nur die interessieren dich nicht weil du eben
der einzige Klugscheißer der Nation bist
. Deine komplette Märchenstunde hat mit der Realität nichts zu tun .
Realität ist die Zahl der Neuzulassung von E Autos in Deutschland und der Welt hinkt weit hinter den Erwartungen her.
Grund ist, auch wenn du diese Tatsache bezweifelst, die Autos sind nicht ausgereift und zu teuer . Wenn die Menschen deiner Schulmeisterei folgen würden würde doch niemand mehr ein Benziner oder Diesel fahren .
Was 2050 ist spielt genauso wenig für angedrohte Fahrverbote eine Rolle wie deine gesamte Falschmeldung über die Herstellung
von Batterien . Zur Zeit gibt es nicht annähernd genügend Rohstoffe um die Mehrheit neu zugelassener Autos mit E Motoren auszustatten . Wenn es so wäre warum macht das denn kein Autobauer ? Du wandelst im Märchenland nicht in der Welt von heute .
Sollte es den Autobauern gelingen in Kürze Autos mit E Motoren herzustellen , die mindestens den Standard bzw. die Ausdauer von Diesel oder Benziner haben dann kannst du deine Märchenstunde beenden .Über 2050 kannst du dir gerne dein Oberlehrerhirn
zerbrechen
.Das nützt den Autofahrern die sich jetzt oder in 2 oder 3 Jahren ein Auto kaufen nichts .
Was alles möglich sein soll interessiert wenig sondern allein was umgesetzt wird .In dieser Beziehung bringst du einiges durcheinander . Heutiger Stand ,die auf dem Automarkt angebotenen E Autos haben den Nachweis nicht erbracht, dass sie
Benziner oder Diesel ersetzen können . Deshalb kauft die auch kaum jemand .
Also merke meine INFO beziehen sich auf Zeitungsberichte . Die kannst du als falsch beurteilen, wie alles was nicht aus deiner
Quelle stammt . Fakt bleibt ,die Stromversorgung würde in Deutschland zusammenbrechen würde man alle Autos
mit E Motoren ausstatten .Übrigens warum eigentlich noch Fahrverbote wenn doch die E Motoren in Kürze Verbrennungsmotoren ablösen . ? Hättest du Schulmeister der Nation Recht, alle anderen Fachleute Unrecht, erübrigen sich doch Fahrverbote oder?
Nun darfst du weiter darüber palavern alle die zur Zeit noch keine E Autos fahren wären gegen Fortschritt und Technik.
Experten widersprechen dir . Die sagen nämlich in den nächsten 30 Jahren kann man auf Verbrennungsmotoren nicht verzichten .
Frage an die "Redaktion" muss ich solche aggressive und beleidigende Auslegungen meiner Meinungsäußerung einfach hinnehmen ? Es ist wohl eine Sache, Sachverhalte die einem nicht passen, einfach zu kritisieren und damit seine eigenen Meinung allen kundzutun, eine andere Sache ist es (zumindest in meiner Vorstellung) dies in eine solch offen beleidigenden Form zu tun.

Im Gengensatz zu unwahren Behauptungen (wie sie mir unterstellt werden) belege ich meine Angaben mit ordentlich gekennzeichneten Zitaten die jeder problemlos über den Quellenlinks nachvollziehen kann. Bei wörtlichen Zitaten müssen diese aus rechtlichen Gründen einwandfrei dem Zitierten zuordenbar sein. Die genaue Angabe der jeweiligen Quelle ist ebenfalls eine rechtliche Verpflichtung der ich stets nachkomme. Genau dies fehlt bei den Einlassungen die dieser User zitiert haben will. Handelt es sich nicht um eigene Interpretationen von fremden Meinungsäußerungen, handelt es sich also um ein wörtliches Zitat, muss eine nachverfolgbare Quellenangabe und eine der hier üblichen Kennzeichnungen des wörtlichen Zitats zwingend erfolgen.

Bei meinen Zitaten bediene ich mich neben Presseberichten, der Angaben die staatliche Institutionen wie sie z.B. das KBA bereithält. Das ist schlich keine "einfache Meinung" sondern eine amtliche Verlautbarung zu der diese Behörde verpflichtet ist. Andere Tatsachenbehauptungen müssten durch überprüfbare Fakten widerlegt werden können, falls sie tatsächlich fehlerhaft sind.

Das dies so gehandhabt wird, liegt im ureigensten Interesse des Betreibers dieses Forums. Im Zweifelsfall werden Sie das das Ziel rechtlicher Maßnahmen sein. Rechtsgrundlage ist das "Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte".

Eine vernünftige Auseinandersetzung über unterschiedliche Meinungen sieht jedenfalls anders aus. Wäre das ein einmaliger emotionaler Ausrutscher, würde ich das problemlos hinnehmen. Doch leicht beweisbar, es ist eher die Regel, wie dieser User gewöhnlich auch mit anderen Usern umgeht. Ehrenrührige Beleidigungen, noch dazu in dieser Öffentlichkeit, sind durchaus justiziabel. Doch ich vertraue darauf, das die Forenleitung dieses Problem entlang der eigenen Regeln lösen kann, zu deren Einhaltung sich ja jeder hier bei seiner Anmeldung verpflichten musste.

Es ist hoffentlich nachvollziehbar, wie schwierig es ist, angesichts fortwährender Beleidigungen, nicht selbst die eigene Meinungsäußerungen "entsprechend" anzupassen. Es kann wohl kaum im Interesse eines politischen Forums liegen, wenn sich dort statt fairem Meinungsaustausch nur noch eskalierende Beleidigungsorgien abspielen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 16. Mai 2018, 08:35

H2O hat geschrieben:(15 May 2018, 23:02)

@ immernoch_ratlos

Aus meiner Sicht ist genug über die Notwendigkeit gesagt worden, zügig auf erneuerbare Energien über zu gehen. Die x-te Neuauflage bringt keine neuen Erkenntnisse, nicht für die davon überzeugten, noch für jene, die davon nicht lassen mögen. Das Programm dahin läuft inzwischen mit wachsendem Schwung.

Vor etwa 1 Jahrzehnt hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie eine umfangreiche Studie im Auftrag von "Caritas" und "Brot für die Welt" heraus gegeben: "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt". Das damals entwickelte Konzept steht noch, muß aber nach neueren Entwicklungen und Fehlschlägen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Damals war klar, daß wir auf eine Wasserstoffwirtschaft hinarbeiten würden. Inzwischen gibt es ganz ordentliche Batterien für Fahrstrom, stationäre elektrische Speicheranlagen und neben dem Wasserstoff wird auch Methan aus Strom mit erstaunlichem Wirkungsgrad gewonnen. Die Brennstoffzelle hat sich nicht so entwickelt, wie man vor einem Jahrzehnt annahm.

Die Fortschritte der Batterietechnik haben den Schwerpunkt auf batteriegetriebene Fahrzeuge verschoben. Wasserstoff bleibt großen schweren Maschinen vorbehalten (Eisenbahnen, Schiffe, Fernbusse. Fernlastwagen). Inzwischen muß aber auch das viel leichter speicherbare Methangas wieder ernst genommen werden, weil es eine vorhandene Infrastruktur nutzt, und weil es auch mit erstaunlichem Wirkungsgrad als "Windgas" mit Hilfe von Naturstrom synthetisiert werden kann.

Daraus komme ich zu dem Schluß, daß künftige Stadtflitzer bei begrenzter Reichweite < 150 km/Tag mit Fahrstrombatterie betrieben werden. Dort spielt die Ladezeit keine wesentliche Rolle. Die Ladezeit kann ein Vielfaches der Fahrzeit betragen, ohne das dies im Normalbetrieb als Nachteil wahrgenommen werden wird. Die Ladeinfrastruktur für diese Fahrzeuge ist überschaubar. Solche Fahrzeuge entstehen derzeit an vielen Orten.

Bei Reisefahrzeugen werden Batteriegewicht und Ladezeit zum ernsten Problem, oder bei Schnelladeanlagen die abgerufene Ladeleistung. Da wäre bis eben noch das Anwendungsgebiet des Wasserstoffbetriebs mit Brennstoffzelle gewesen. Auch solche Fahrzeuge gibt es von einigen Herstellern, aber stets sehr teuer und in begrenzter Anzahl bei fehlender Infrastruktur (Tankstellen).

Wenn sich mit Blick auf Größe und Gewicht von Brennstoffzellen und Wasserstofftanks nichts Entscheidendes tut, dann bekommt Methangas die Aufgabe, Reisefahrzeuge zwischen Stadtflitzer und Familienkutsche mit Antriebsenergie zu versorgen. Solche Fahrzeuge gibt es seit langer Zeit als preisgünstige und umweltschonende Möglichkeit, große Strecken zurück zu legen. Diesen Fahrzeugen könnte ein "zweiter Frühling" bevorstehen. Der Antrieb für alle, die lange Zeit und lange Strecken (> 500 km) unterwegs sind. Aber so ganz melde ich den Wasserstoff mit Brennstoffzelle für diese Betriebsart noch nicht ab. Für Wasserstoff spricht ebenfalls die kurze Nachtankzeit, um erneut für eine lange Strecke bereit zu sein.

Die Zeiten bleiben auf diesem Gebiet aufregend genug!
Danke für diese Einschätzung. Sie entspricht weitgehend - überwiegend - meiner eigenen Vorstellung. Einzelne Überlegungen die auf anderen Erkenntnissen fußen, ändern daran nur wenig. Ich sehe es als eine allgemeine Verpflichtung an, diese Welt auch unseren Kindern in einer Form zu hinterlassen, die deren Überleben in einer lebenswerten Umwelt ermöglicht. Noch kann man das erreichen. Ein einfaches "weiter so" muss zu erheblichen Verwerfungen führen.

Auch wenn man ein einzelnes Teilsystem genauer betrachtet und dessen Möglichkeiten präferiert, bedeutet die (jedenfalls für mich) keineswegs, nur damit lassen sich die bekannten Probleme lösen. Ganz im Gegenteil solche scheinbar "einzigen Lösungen" führen gewöhnlich in die Sackgasse. Natur - wir alle sind der unausweichlich unterworfen - "bestraft" das im Zweifelsfall auch mit Eliminierung. Es sollte immer ein "Plan B" existieren, auch oder gerade dann, wenn sich eine scheinbar "umfassende Lösung" anbietet.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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garfield336
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Mi 16. Mai 2018, 08:47

Also mir sind meine Enkel die noch nicht geboren wurden erst einmal egal. Ich schaue auf mein Leben. Villeicht werden auch niemals Enkel von mir geboren.

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