Elektroautos.

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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 29. Aug 2017, 20:14

Wer sucht der findet - kommt aber darauf an WAS man sucht - irgendwie eine "selbsterfüllende Prophezeiung" (in eng. irgendwie noch schöner "self-fulfilling prophecy") - st eine Vorhersage („Prophezeiung“), die über direkte oder indirekte Mechanismen ihre Erfüllung selbst bewirkt.

Nun ich werde den Verdacht nicht los, wer eine Bestätigung sucht, wählt unbewusst genau so eine Methode und ist glücklich. Ich gönne jedem dieses Glück :thumbup:

Was die Lithium-Ionen Akkus angeht, findet man haufenweise Brandgefahr, wenn man danach sucht. Doch es geht auch anders einfach mal "sichere Lithium-Ionen Akku" googeln und schon finde sich auch etwas in diese Richtung.

An manchen Tagen glaube ich dieses Forum ist eine Sammelstelle für alle, die das Leben nur von der ganz bitterbösen Seite sehen - grundsätzlich und egal was. Nun in meiner grenzenlosen Naivität versuchte ich mir vorzustellen, wie groß mag der Wunsch derer sein, welche bei ihren Unternehmungen auf "sichere Lithium-Ionen Akkus" angewiesen - ja davon abhängig sind - genau das auch suchen -entwickeln und erfinden. Wenn die nicht alle total bescheuert sind, wollen die keine Millionen Fahrzeuge bauen, die praktisch zu jeder Zeit sich selbst, ihre Umgebung und gern auch die Insassen abfackeln :rolleyes:

Es mag zwar niemals Perfektion geben, aber wer auf solche Bauteile "baut", wird alles daran setzen, die Gefahr (welche ja durchaus besteht) in einem Maß zu minimieren, welches die Möglichkeit eines fatalen Fehlers deutlich und weit unter einem Bruchteil einer Promille verortet.

Wenn die hier geäußerten "Bedenken" der Realität entsprechen würden, gäbe es im Stundentakt Meldungen über kleine und große Brände - ausgelöst von Lithium-Ionen Akkus. Die stecken mittlerweile in jedem denkbaren Gerät, welches eine Stromversorgung benötigt - selbst eine Kettensäge mit Akku ist mir vor kurzem in meinem Lieblingsbaumarkt offeriert worden. Ständen die alle noch auf dem Stand von Vorvorgestern, wäre die täglich Katastrophe sicher. Auch, wenn es nichts nützt, hier mal ein Link : "Technik und Kommunikation - Energie : Lithiumionen-Akkus werden sicherer

In diesem Sinn - meine vier - inzwischen Jahre alten Schrauber LI- Akkus - lieblos ohne besondere Vorkehrungen genutzt - Spezialholzschrauben die dem Schrauber und damit dem Akku alles abverlangen - tausende von Holzschrauben aller Kaliber meist bis zum Anschlag in die Versenkung eingedreht (steht immer auf "Bohren") sozusagen 1. Generation - funktionieren anstandslos - wie kann das nur sein :?:

Nun ist der Energiegehalt eine E-Fahrzeugbatterie ja um das x-fache höher, das ist allerdings auch jeder Kraftstofftank nicht nur auch sondern im Verhältnis 0,65 zu 41,9 ~64fach größer. Bin sicher, das hatte zu Beginn auch Ängste und Befürchtungen ausgelöst. "Man" hat Wege gefunden die Gefahren zu minimieren und bis dato fahren - äh - stehen 45 Millionen mit jeweils 50 bis 100 l überall herum. Keiner denkt auch nur an die potentielle Gefahr. Schau mer mal ob die derzeitigen Bedenken zutreffen, ich werde dann hier die erforderliche Zerknirschung zeigen - bis dahin - schau mer mal
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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 29. Aug 2017, 20:48

Was die "Steckerritis" angeht, hier mal die "marktüblichen Stecker" Zu bemerken ist, die derzeitigen Fahrzeuge haben unterschiedliche "Bedürfnisse" - wie Wechselstrom - "Drehstrom" und auch "Gleichstrom". Je nach Fahrzeugtyp und logisch nach Kapazität der Batterie kann - muss - darauf abgestimmt die zulässige Stromstärke und der dazu passende Stecker ausgewählt werden.

Nichts davon ist wirklich überraschend. Die Stecker des CEE-Systems (CEE steht für Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment) sind für Elektriker (hoffentlich) ein alter Hut und seit ungefähr 4 Jahrzehnten in Gebrauch. Das nun im Zusammenhang mit den Ladegeräten daraus ein "CEE – Ladestecker für Elektroautos" wird, ist typisch, aber ändert nix am Stecker und der dazu passenden Steckdose. Wenn irgend möglich wäre das meine Wahl.

Mit größerer Verbreitung wird sich ein allgemeiner Standard bilden. Warum noch niemand auf die Idee gekommen ist das Ladekabel ähnlich bei einem Staubsauger "irgendwo im Auto" verschwinden zu lassen - ist mir ein Rätsel - nun ja hier können sich Erfinder austoben. :p

Sollte ich - in frühestens 2 Jahren - nach einem "e-döschen" verlangen, werde ich sicher eine größere Auswahl haben und zu was eine teure "Wallbox" bei Drehstromladegeräten die sich ja im Fahrzeug befinden, gut sein mag, finde ich bis dahin sicher noch heraus. Wie man das alles installiert ist meine kleinste Sorge.... :cool:
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Di 29. Aug 2017, 21:27

Nützt doch alles nix: Die Hersteller von Elektrofahrzeugen müssen sich auf eine gemeinsame elektrische und mechanische Schnittstelle zum Ladesystem einigen. Aus meiner Sicht wäre es der letzte Blödsinn, wenn die Betreiber dieser Fahrzeuge sich auf mehrere Schnittstellen einstellen müßten. Eine wesentliche Rolle dürfte die Bediensicherheit der Ladeeinrichtung bei schlechtem Wetter spielen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 30. Aug 2017, 12:40

Da hast Du sicher recht - müssen.

Nun stelle ich mir das sehr schwierig vor, bei zwei grundsätzlich unterschiedlichen Stromarten - AC & DC über die ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug geladen werden muss :?

Nun schau Dir einfach mal eine konventionelle Tankstelle an. Da kann jeder entweder Benzin oder eben Diesel und davon jeweils noch unterschiedliche Sorten auswählen. Was durchaus auch mal schief gehen kann...

Anders als beim "flüssig Tanken" da konnte schon mal Benzin im Dieseltank landen (umgekehrt aber nicht - die vorn dickere Zapfpistole passt nicht in den Einfüllstutzen des Benziners). Nach nun wirklich sehr langer Zeit und allein in D ~45 Millionen PKW machen sich nun die Autohersteller Gedanken darüber, wie sie das verhindern können. Viele denen das schon passiert ist - nicht jeder fährt immer das selbe Fahrzeug - hätten sich das im Nachhinein sicher sehnlichst gewünscht. Hat irgendwie recht lange gedauert, aber nicht verhindern könne, das die Leut trotzdem kaufen...

Es ist technisch möglich, gleich mehrere Steckdosen an einem Ladeort zu haben (und davon gleich mehrere), die schlicht darauf reagieren, was da gerade eingesteckt wird. Dann ist es unmöglich die falsche auszuwählen und jeder der wenigen Typen kann ohne irgendwelche Adapter klarkommen. Zuhause hat jeder den einen Anschluss, der seiner Kiste und seinen Bedürfnissen entspricht.

Bei Steckern lässt sich das schon mit unterschiedlichen Positionen der Steckkontakte verunmöglichen - 2h bis 12h (CEE Position des Schutzleiters) "kodiert" jeden Stecker mit der selben Polzahl sehr zuverlässig - seine Maße erlauben eine "Hardware Obergrenze" für den Strom. Die Farbe hilft da auch noch, aber auch farbenblinde können nix falsch machen.

Selbst den Stecker nicht aus der Steckdose ziehen und losfahren (eine beliebte Variante bei Benzin & Diesel) lässt sich problemlos verhindern.

Jetzt noch schnell der "Killer-Einwand" es gäbe noch nicht "genug" Ladestationen und das selbstverständlich auch gleich überall. Das ist bei genauer Betrachtung schlicht lächerlich. Zwar gibt es für die fossile Variante für allein 45 Millionen PKW schon mindestens ausreichend "Zapfsäulen" - nur, wer heute das letzte Quäntchen billiger tanken möchte, nimmt auch in Kauf eventuell danach suchen zu müssen oder wählt den "rechten" Zeitpunkt dafür. Oder irgendwo in der Republik muss jeder nehmen was sich dort gerade befindet. Kann auch mal weiter wech sein - all das hält niemanden ab, wenn er / sie warum sonst auch immer nun doch so ein "e-döschen" anschafft.

Hier wächst (mit der Zeit) zusammen, was zusammengehört - ~35.000 "e-döschen" haben ALLE Zuhause ihre "Tankstelle" wer sich jetzt entschließt, prüft die Lage und entscheidet sich dann lokal dafür oder dagegen - was ist daran so schwer zu verstehen :?: Auch nicht schwierig den Zusammenhang zwischen "bau ich jetzt eine "e-Zapfsäule" obwohl die Chance bei 0, 0000x liegt, das sich das in meiner Gegend lohnt :?: Oder ich biete so was, um meinen Supermarkt - Baustoffhandel damit zu bewerben :?:

Wenn die "Preiskomponente" der wachsenden Angebote stimmt, werden die Absatzzahlen (Verdoppelung derzeit in 1,5 ... 2 Jahren) und die notwendigen Ladestationen "marktgerecht" zueinander-kommen. Wie das mit den Steckern geht habe ich doch schon mal angedeutet.

Was hier in Reinkultur zu beobachten ist entspricht diesem Spruch "Wer etwas will, sucht Wege. "Wer etwas nicht will, sucht Gründe" oder noch deutlicher : "Wer etwas erreichen will sucht Wege, wer etwas verhindern will sucht Gründe" :dead:
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 30. Aug 2017, 16:06

immernoch_ratlos hat geschrieben:(30 Aug 2017, 13:40)

Da hast Du sicher recht - müssen.

Nun stelle ich mir das sehr schwierig vor, bei zwei grundsätzlich unterschiedlichen Stromarten - AC & DC über die ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug geladen werden muss :?

Nun schau Dir einfach mal eine konventionelle Tankstelle an. Da kann jeder entweder Benzin oder eben Diesel und davon jeweils noch unterschiedliche Sorten auswählen. Was durchaus auch mal schief gehen kann...

Anders als beim "flüssig Tanken" da konnte schon mal Benzin im Dieseltank landen (umgekehrt aber nicht - die vorn dickere Zapfpistole passt nicht in den Einfüllstutzen des Benziners). Nach nun wirklich sehr langer Zeit und allein in D ~45 Millionen PKW machen sich nun die Autohersteller Gedanken darüber, wie sie das verhindern können. Viele denen das schon passiert ist - nicht jeder fährt immer das selbe Fahrzeug - hätten sich das im Nachhinein sicher sehnlichst gewünscht. Hat irgendwie recht lange gedauert, aber nicht verhindern könne, das die Leut trotzdem kaufen...

Es ist technisch möglich, gleich mehrere Steckdosen an einem Ladeort zu haben (und davon gleich mehrere), die schlicht darauf reagieren, was da gerade eingesteckt wird. Dann ist es unmöglich die falsche auszuwählen und jeder der wenigen Typen kann ohne irgendwelche Adapter klarkommen. Zuhause hat jeder den einen Anschluss, der seiner Kiste und seinen Bedürfnissen entspricht.

Bei Steckern lässt sich das schon mit unterschiedlichen Positionen der Steckkontakte verunmöglichen - 2h bis 12h (CEE Position des Schutzleiters) "kodiert" jeden Stecker mit der selben Polzahl sehr zuverlässig - seine Maße erlauben eine "Hardware Obergrenze" für den Strom. Die Farbe hilft da auch noch, aber auch farbenblinde können nix falsch machen.

Selbst den Stecker nicht aus der Steckdose ziehen und losfahren (eine beliebte Variante bei Benzin & Diesel) lässt sich problemlos verhindern.

Jetzt noch schnell der "Killer-Einwand" es gäbe noch nicht "genug" Ladestationen und das selbstverständlich auch gleich überall. Das ist bei genauer Betrachtung schlicht lächerlich. Zwar gibt es für die fossile Variante für allein 45 Millionen PKW schon mindestens ausreichend "Zapfsäulen" - nur, wer heute das letzte Quäntchen billiger tanken möchte, nimmt auch in Kauf eventuell danach suchen zu müssen oder wählt den "rechten" Zeitpunkt dafür. Oder irgendwo in der Republik muss jeder nehmen was sich dort gerade befindet. Kann auch mal weiter wech sein - all das hält niemanden ab, wenn er / sie warum sonst auch immer nun doch so ein "e-döschen" anschafft.

Hier wächst (mit der Zeit) zusammen, was zusammengehört - ~35.000 "e-döschen" haben ALLE Zuhause ihre "Tankstelle" wer sich jetzt entschließt, prüft die Lage und entscheidet sich dann lokal dafür oder dagegen - was ist daran so schwer zu verstehen :?: Auch nicht schwierig den Zusammenhang zwischen "bau ich jetzt eine "e-Zapfsäule" obwohl die Chance bei 0, 0000x liegt, das sich das in meiner Gegend lohnt :?: Oder ich biete so was, um meinen Supermarkt - Baustoffhandel damit zu bewerben :?:

Wenn die "Preiskomponente" der wachsenden Angebote stimmt, werden die Absatzzahlen (Verdoppelung derzeit in 1,5 ... 2 Jahren) und die notwendigen Ladestationen "marktgerecht" zueinander-kommen. Wie das mit den Steckern geht habe ich doch schon mal angedeutet.

Was hier in Reinkultur zu beobachten ist entspricht diesem Spruch "Wer etwas will, sucht Wege. "Wer etwas nicht will, sucht Gründe" oder noch deutlicher : "Wer etwas erreichen will sucht Wege, wer etwas verhindern will sucht Gründe" :dead:


Du versuchst mit vielen blumigen Worten ein Riesenproblem kleinzureden. Fakt ist wer heute von Nürnberg nach Köln fährt hat ein Riesenproblem mit dem E-Auto. Wenn das E-Auto kommen soll müssen die Kompatiblitätsprobleme gelöst werden. Fakt ist aber das z.B. die deutschen Hersteller einen Standard bringen wollen nur für deutsche Fahrzeuge außer Opel. Warum die nicht mitmachen weiß keiner. Tesla und Mitsubishi machen auch ihr eigenes Ding. Bei anderen Hersteller weiß man nichts genaues. Das erinnert mich an die Frühzeit der Heim-Computer. 1000 Betriebssysteme. Und kein System verstand das andere.

Mobilität ist so essentiell für uns. Da fragt man sich wirklich warum die sich die Hersteller nicht zusammenraufen können. Beim Schummeln mit Abgaswerten geht das ja auch.....
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 31. Aug 2017, 09:26

Fakt - ungern auch weniger "blumig" Du solltest es mir überlassen wie ich mich artikuliere - der eine in Halbsätzen - andere eben anders....

Du werter Stubentieger ignorierst geradezu penetrant (leider nicht nur Du) die einzig wichtige Tatsache, es kann zu Beginn einer Ereignisreihe nicht schon alles geben, was womöglich zu Ende hin geschehen sein wird. Da ist kein "Riesenproblem", da ist ein notwendiger Abschnitt der Konsolidierung gerade erreicht....

Das ist das leidige Henne Ei Dilemma Keine Ahnung wie alt Du bist, ich bin schon deutlich jenseits der "Verrentungsgrenze" noch nicht senil und mit dem Erinnern funktioniert es auch noch ganz gut. Die Situation, das etwas Neues eingeführt werden sollte - oder sich schlicht vorgedrängt hat - hat mich beruflich andauernd begleitet.

Das Bessere (meistens jedenfalls) :p setzt sich durch. Man / frau muss leider warten was am Ende dabei herauskommt. Wer, wie in diesem Fall global agiert, wird in jedem Fall zuerst versuchen "sein Ding" durchzusetzen.

Das ist auch gut so :thumbup: die andere Variante, das der "Staatsrat" oder welche "höhere Organisation" auch immer - festlegt was, wie und wo passieren soll, ist doch in einem Gutteil der Welt längst krachend gescheitert. :dead: Schon mit welche Stromart die Abnehmer versorgt werden sollten (AC or DC is the question) , hat 1890 ein "Stromkrieg" in den USA getobt. Nun, inzwischen hat sich herumgesprochen, AC hat deutlich mehr Vorteile, was allerdings die Vorteile von DC nicht negiert.

Potentiell disruptive Technologien wie hier alle Sorten von Fahrzeugen, die ihre Energie "elektrisch" beziehen, brauchen eine Phase der Selektion. Es ist schlicht Blödsinn - Zeitverschwendung , das zu beklagen.

Deine Vorhaltungen in Sachen Computer zeigen Du hast ganz offensichtlich nicht verstanden warum zuerst eine Phase der Unsicherheit, welches System wohl das geeignetste sein könnte, ablaufen muss. Ob dann auch wirklich das Beste dabei herauskommt, müssen leider alle abwarten - auch Du. Hängt oft auch von völlig unvorhersehbaren Parallelentwicklungen - Hardware + Software usw. ab. Mit der heute vorhanden Technologie, lässt sich das ganze alte Zeug problemlos emulieren - was zeigt, etwas Geduld und schon klappte auch mit "1000 Betriebssystemen" - die sich zwar immer noch nicht wirklich verstehen - nur wen interessiert das HEUTE noch ?

Sich negativ "absprechen" sozusagen "gegen die Welt da draußen", hat zum einen eine hohe Bindungskraft (je krimineller desto funzt) und den Vorteil, das jeder das dann auch einhält. Welchen Vorteil soll es denn haben, wenn ein "Mitbewerber" sich ohne Not (schließlich glaubt er ja (noch), sein Ding se das ultimativ Beste) sich freiwillig einem Standard unterwirft, den er aus naheliegenden Gründen "noch" glaubt selbst etablieren zu können ? Das Prinzip "Konkurrenz" - ein wichtiger Motor jeder Evolution - scheint Dir befremdlich - das erscheint mir wiederum befremdlich. Wenn keiner mehr glaubt etwas besseres zu können, dann, ja dann sind wir wirklich am Ende.

Das muss nicht immer zu den bestmöglichen Ergebnissen führen - ganz und garnicht ! Das rechtzeitige Erkennen "nun - isses gut" ist der Schlüssel zum echten Erfolg...

Ich vermute mal das "Peter Prinzip" sagt Dir nix, wenn doch, verstehe ich Deine Ausführungen erst recht nicht....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon firlefanz11 » Mo 25. Sep 2017, 10:52

Um wirklich die E-Mabilität voranzutreiben muss man erst mal die Rahmenbedingungen schaffen sonst landen wir dort wo jetzt die Norweger sind.
Der Elektrowagen-Boom in Norwegen bekommt einen Dämpfer. Die Elektrowagenvereinigung rät Autofahrer in Oslo davon ab, sich ein strombetriebenes Fahrzeug anzuschaffen - wenn sie nicht die Möglichkeit haben, es zu Hause zu laden. "Im Verhältnis zu der Anzahl der verkauften Autos ist die Kommune mit dem Ausbau von Ladestationen nicht nachgekommen", sagte der Sprecher der Elbilforening, Petter Haugneland. Der prozentuale Anteil der neu zugelassenen E- und Hybrid-Autos liege inzwischen bei 35 Prozent. "Also einer von drei verkauften Neuwagen in Norwegen ist elektrisch", so Haugneland. In der Hauptstadt seien es sogar 40 Prozent.
...
50.000 Elektrofahrzeuge und 30.000 ladbare Hybrid-Autos sind derzeit im Großraum Oslo registriert, bestätigte Sture Portvik von der Osloer Stadtverwaltung. Demgegenüber stünden 1300 kommunale Ladestationen. "Wir geben unser Bestes", sagte Portvik. "Jedes Jahr installieren wir 26 Prozent mehr Ladestationen, aber die Anzahl der E-Autos ist über 100 Prozent gestiegen. Die Kluft wird nur größer und größer."


Davon abgesehen schwebt mir immernoch ein Ladesystem nach dem Prinzip Induktion durch Bewegung vor, dass man zumindest auf den Autobahnen umsetzen könnten, um die Laderei an Stationen zu minimieren.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mo 25. Sep 2017, 19:37

firlefanz11 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 11:52)

Um wirklich die E-Mabilität voranzutreiben muss man erst mal die Rahmenbedingungen schaffen sonst landen wir dort wo jetzt die Norweger sind.


Davon abgesehen schwebt mir immernoch ein Ladesystem nach dem Prinzip Induktion durch Bewegung vor, dass man zumindest auf den Autobahnen umsetzen könnten, um die Laderei an Stationen zu minimieren.


Genial, unsere Straßen werden als abgerollte Drehstromstatoren ausgelegt, und die Kfz sind dann die Rotoren! Dann ist das Nachtanken überflüssig. Melde ich hier gleich einmal zum Patent an. :)

Ihr Induktionsprinzip braucht doch Kraft, mit der ein stromführender Leiter durch ein Magnetfeld geschoben werden muß. Diese Kraft muß dann der batteriegetriebene Fahrzeugmotor liefern. Kraft mal Weg = Arbeit wird der Batterie entnommen und ihr zugleich wieder zugeführt. Das wäre das perpetuum mobile. Oder habe ich Sie völlig falsch verstanden?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon firlefanz11 » Di 26. Sep 2017, 10:49

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2017, 20:37)
Ihr Induktionsprinzip braucht doch Kraft, mit der ein stromführender Leiter durch ein Magnetfeld geschoben werden muß. Diese Kraft muß dann der batteriegetriebene Fahrzeugmotor liefern. Kraft mal Weg = Arbeit wird der Batterie entnommen und ihr zugleich wieder zugeführt. Das wäre das perpetuum mobile. Oder habe ich Sie völlig falsch verstanden?

Nein, das kommt so hin auch wenn es natürlich kein echtes p. m. wäre. Evtl. könnte man beim bremsen durch ein elektrodynamisches Bremssystem noch zuätzlich eine Energierrückführung realisieren aber meine Elektrotechnik Tage sind schon etwas her... ;)
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Di 26. Sep 2017, 11:50

firlefanz11 hat geschrieben:(26 Sep 2017, 11:49)

Nein, das kommt so hin auch wenn es natürlich kein echtes p. m. wäre. Evtl. könnte man beim bremsen durch ein elektrodynamisches Bremssystem noch zuätzlich eine Energierrückführung realisieren aber meine Elektrotechnik Tage sind schon etwas her... ;)


Die Rückgewinnung eines Teils der Massenbeschleunigung beim Bremsen geht natürlich in Richtung perpetuum mobile. In dem Fall ist das auch eine richtig gute Idee, weil ansonsten die Bewegungsenergie in Wärme umgesetzt wird und damit die mechanischen Bremsen glühen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Mi 27. Sep 2017, 08:04

firlefanz11 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 11:52)

Um wirklich die E-Mabilität voranzutreiben muss man erst mal die Rahmenbedingungen schaffen sonst landen wir dort wo jetzt die Norweger sind.

In Norwegen hat man dank der Rahmenbedingungen einen Anteil von über einem Drittel. Da soll Deutschland erstmal ansatzweise hinkommen.

Aber wie auch immer. Ein neuer Player drängt afu den Markt:

Den Unterschied sollen dabei die Batterien machen. „Während die meisten Unternehmen in ihren aktuellen Modellen Lithium-Ionen-Batterien verwenden, werden in unserem Auto Festkörperbatterien verbaut, die kleiner, effizienter und einfacher zu laden sind – vielleicht auch leichter zu recyceln“, sagte Dyson. Eine solche Batterie hatte Toyota in diesem Jahr bereits angekündigt.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... bauen.html
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mi 27. Sep 2017, 09:01

frems hat geschrieben:(27 Sep 2017, 09:04)

In Norwegen hat man dank der Rahmenbedingungen einen Anteil von über einem Drittel. Da soll Deutschland erstmal ansatzweise hinkommen.

Aber wie auch immer. Ein neuer Player drängt afu den Markt:


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... bauen.html


Nach dem Aufsitzrasenmäher jetzt also der Aufsitzstaubsauger von Dyson? :D

Ich bin gespannt, ob ich das Konzept der Festkörperbatterie verstehen werde!
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Re: Elektroautos.

Beitragvon firlefanz11 » Mi 27. Sep 2017, 09:25

frems hat geschrieben:(27 Sep 2017, 09:04)

In Norwegen hat man dank der Rahmenbedingungen einen Anteil von über einem Drittel. Da soll Deutschland erstmal ansatzweise hinkommen.

Aber wie auch immer. Ein neuer Player drängt afu den Markt:


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... bauen.html

Ja, dass Dyson in die Branche einsteigen will hab ich auch grad gelesen. Könnte spannend werden...
Aber was Norwegen angeht: Erst die Leute dazu zu bringen E-Autos zu kaufen obwohl nicht im Vorfeld genug Ladeinfrastruktur gebaut wurde ist in etwa so wie den Leuten den Autokauf zu erleichtern aber parallel dazu erst mit dem Straßenbau anzufangen...

In D sollte man m. M. n. so vorgehen:
Schritt 1 (ab 2018): ÖPNV vollelektrisieren (die Busse sind so scheiße laut u. stinken derart, dass das gleich zwei positive Effekte hätte)
Schritt 2 (parallel zu Schritt 1): Schaffen von AUSREICHEND Ladeinfrastruktur innerorts sowie auf Tankstellen u. falls meine Idee technisch umsetzbar wäre: Einbau der Ladeschienen in die Autobahnen. Festlegung auf 2040 als Grenze f. Nichtmehrzulassung von reinen Verbrennungsmotoren.
Schritt 3 (ab 2018): Steuerliche u. andere Kaufanreize für Hybrid u. E-Autos/LKW (z. B. 10k/15k Zuschuss f. E u. 5k/10k f. Hybrid) u. Verpflichtung der Hersteller in jedem Segment mind. 1 E- u. 1 Hybridwagen u. LKW anzubieten.
Schritt 4: (2035): Jährliches Kürzen der Hybridzuschüsse um 1k.
Schritt 5: (2040): Gänzliche Abschaffung der Zuschüsse u. Steuererleichterungen f. Hybrid
Schritt 6: (2045): Jährliche Kürzung der Zuschüsse f. E-Autos um 1k/2k.
Schritt 7: (ab 2055): Beginn des Abbaus von Benzinzapfsäulen auf Tankstellen
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 27. Sep 2017, 09:35

Laden über Induktionsschleifen ist zumindest vorläufig E-Bussen vorbehalten. Es gibt da z.B. in Mannheim eine solche Buslinie, dort wird innerhalb der Fahrstrecke (im Stand) geladen. Das macht Sinn. Warum man kleinere E-Mobile nicht während der Fahrt laden wird, ist einerseits eine Frage des Aufwands (sowohl des finanziellen, als auch der Aufwand bestehende Verkehrswege umzubauen) und andererseits vollkommen unnötig. Eine "Schnapsidee" noch etwas unfreundlicher formuliert.

Technologisch, nutzungstechnisch und preislich barer Unsinn. Allein das jedes Fahrzeug - also Millionen mit einer entsprechenden "Antenne" ausgestattet werden müsste, wird diese Technologie für Jahre, wenn nicht für immer als nicht "wünschenswert" einstufen.

Was die Nutzung von Fahrzeugen angeht, die ca. 23 Stunden eines Tages entweder "Zuhause" oder am Arbeitsplatz ungenutzt herumstehen, warum sollen die mit kostentreibenden Zusätzen ausgerüstete werden :?: Was die meiste Zeit irgendwo herumsteht (ganz wie die fossil betrieben Fahrzeuge auch) kann selbst mit 16A Wechselstrom (3,6 kW Haushaltssteckdose) problemlos geladen werden.

Das gilt umso mehr, wenn der größte Teil der Flotte (Erfahrungen mit fossil betrieben PKW) täglich durchschnittlich gerade mal 40km "Fahrzeug" ist und den Rest der Zeit eher, als "Stehzeug" funktioniert. Das schafft eine 3,6 kW Haushaltssteckdose in drei bis vier Stunden locker. Das wären bei vier Stunden Ladezeit ~14 kWh - Zuhause, an der Laterne oder in der Firma.

Das beantwortet auch gleich die Frage nach dem "zusätzlich benötigten Strom". Derzeitige E-Fahrzeuge (PKW) werden mit ~15kWh/100km (als Testergebnisse !) angegeben. So ist eine tägliche Ladung ohnedies nicht notwendig bzw. es können so auch täglich ~100km gefahren werden. Dafür braucht die Masse also auch keinerlei Superladestationen bzw. die eine benötigen, weil sie größere Strecken zurücklegen wollen, werden problemlos "bedient".

Da zum einen, der Aufbau einer privaten E-PKW-Flotte ohnedies noch Jahre in Anspruch nehmen wird (trotz hohem Zuwachs, allerdings auf kleinster Basis), werden die notwendigen Lademöglichkeiten für alle, die nicht über eine häusliche Lademöglichkeit verfügen, mit den Verkaufszahlen der E-Mobile "mitwachsen". Genügend Interesse und die Möglichkeit so Strom zu verkaufen ist damit praktisch garantiert.

Wer über eine entsprechende Dachfläche (Carport - Garagendach) verfügt, kann die meiste Zeit des Jahres mit einer ~18 Quadratmeter großen Photovoltaik-Anlage, seinen "Sprit" selbst erzeugen. Auch darauf werden sich Hersteller derartiger Anlagen einrichten. Wer sowieso über eine PV verfügt (meine hat 58 Quadratmeter), kann problemlos und zwar nicht kostenlos (Investitionskosten) Zuhause "tanken". Meine Anlage produziert rechnerisch auch im Winter noch genügend Strom um den Ladestrom zu kompensieren. Wer sich eine PV auch aus anderen Gründen zulegen möchte, hat so einen weitere "geldwerten Vorteil". Bei mir wir das frühestens in 2 Jahren zur Debatte stehen.

Viele E-PKW müssen so allenfalls jeden dritten Tag "ans Netz gehen". Soweit dieser Aspekt. Doch es gibt noch andere gewichtige Gründe, warum eine Entwicklung, welche erst am Anfang steht, noch durchaus mit einer Reihe positiver "Überraschungen" rechnen kann.

Wenn also die Masse der E-PKW im Durchschnitt mit 2.400 kWh/a auskommt, bedeutet dies auch keine "Überlastung" der Stromnetze. Fall der "Gleichzeitigkeitsfaktor" je ein Problem darstellen sollte, wird sich das technologisch "regeln lassen". Noch steht ja die Installation sog. "Smartmeter" in D aus (was in anderen EU-Staaten bereits vollzogen wurde). Das sind künstlich aufgemotzte Probleme von Leuten, die einfach nicht wollen und zum Teil auch nicht können. Einmal ganz davon abgesehen, auch die individuelle Mobilität ist inzwischen bereits im Umbruch. Nochmal 45 Millionen "Stehzeuge" wird es nur dann geben, wenn deren Stückpreis deutlich unter max. 10.000 €uronen liegt.....

Statt mit vergleichsweise "übergroßen", übermotorisierten und keineswegs auf den tägliche Alltagsgebrauch hin konstruierten Fahrzeugen lächerliche 40 km täglich (wenn überhaupt !) zu fahren um dann 20 bis 23 Stunden täglich herumzustehen, wird es in Zukunft auch eine reichhaltigeres Angebot von Fahrzeugen geben, welche sowohl den Batteriepack, als auch die Fahrzeuggröße auf die echt vorhandenen Bedürfnisse angepasst, anbieten werden. Einige "Startups" haben sich bereits etabliert und werden in den nächsten 1 ... 2 Jahren liefern. Bereits vorhandene Fahrzeuge mit "Mopedgeschwindigkeit" aber geschlossener Kabine - ausreichenden Lademöglichkeiten, werden schon aus Preisgründen ihr Nutzer finden.

Weiter wird der "Festkörperakkumulator, die Feststoffbatterie" (s. Quelle : Elektronik Praxis (2017.04.24) "Sichere, schnell ladende Akkus - Nicht-brennbare Festkörperbatterien aus Glas") nicht nur die gern vorgeschobenen Gründe der Brennbarkeit von "Lithium-Ionen-Akkus" erledigen, sondern auch diese ebenfalls (s. mein Text) ständig vorgebrachten "Bedenken" zu Ladezeiten, Lebensdauer und mögliche Fahrstrecken zwischen Ladung ausräumen. Der südkoreanische Autohersteller "Hyundai Motor", aber auch andere Unternehmen wie z.B. Bosch arbeiten an diesem Batterietyp, der sich (Anfang 2017) noch in der frühen Forschungs- und Entwicklungsphase befand - schlicht, weil diese Technologie erst vom Erfinder des "Lithium-Ionen-Akkus" John Goodenough und seinem Team "gefunden" wurde :
Elektronik Praxis hat geschrieben:Die neue Akkutechnologie gilt zudem als nicht entflammbar: Anders als die herkömmlichen Energiespeicher nutzt der neue Akku kein flüssiges Elektrolyt um die Ionen zwischen Plus- und Minuspol zu transportieren, sondern festes Glas. Kurzschlüsse, die zu Bränden und Explosionen führen, sollen dadurch ausgeschlossen sein.

Zudem kann es nicht zu Ablagerungen an den Elektroden kommen, die die Lebensdauer beeinträchtigen würden. In Tests überstand der Akku 1.200 Ladezyklen ohne großen Leistungsverlust.

In Kombination mit den ebenfalls festgestellten schnellen Lade- und Entladeraten (Minuten anstatt Stunden) resultiere des in Batterien mit einer erheblich längeren Lebensdauer.

Hinzu kommen eine hohe bis zu dreimal höhere Energiedichte als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. Das würde kleinere und gleichzeitig leistungsfähigere Elektroauto-, Smartphone- und Ladestations-Batterien ermöglichen.

Der Festglaselektrolyt kann auch bei -20 °C funktionieren (hohe Leitfähigkeit), was ihn somit auch für den Einsatz in einem Fahrzeug bei Frostwetter eignet.
Etwas, was bei fossilen Fahrzeugen als nutzlose Energie verpufft, ist der anfänglich "befremdliche Effekt" beim E-Mobil, sobald man dort vom "Gas" geht (was bei fossilen Fahrzeugen einen moderaten Bremseffekt hat, weil der Motor nun beim "Ausrollen" als Bremse" wirkt), führt beim E-Mobil zum sofortigen (bauartbedingtem) "Umschalten" der E-Motors in einen Generator, der nun das Fahrzeug nicht nur weitaus stärker bremst, sondern diese Bewegungsenergie in el. Ladeenergie umwandelt. Dadurch wird der echte Bremsvorgang (mit den allgemein üblichen Bremsstaubemissionen) auf das notwendige Maß reduziert und Energie zurückgewonnen.

Ein nützlicher Vorgang der "Rekuperation" - welcher weil hier bereits zuvor aufgewandte Energie (der Bewegung / Masseträgheit) wieder in el. Energie zurückgewandelt wird. Nichts wirklich Neues. Dafür gab und gibt es zahlreiche andere vergleichbare Anwendungen. Auch entsteht so kein "Perpetuum Mobile". Die beim gesamten zu betrachtenden Vorgang entstandene Anergie in Form von nutzloser Wärme schließt das selbstverständlich aus.

Das Selbe gilt natürlich auch für die zuvor beschriebene "Dauerinduktion", auch dort entsteht mindestens durch Abrollwiderstände der Reifen, aber auch Wicklungsverluste usw., Anergie die dem beschriebenen Kreislauf nicht mehr zur Verfügung steht. Der Traum vom "Perpetuum Mobile" darf weitergeträumt werden, die Hoffnung auf Realisation bei noch so "cleveren" Ideen tendiert deutlich gegen Null...

Wer, wie hier gern von "Motorweiterentwicklung" (bei Verbrennungsmotoren) träumt und dann noch von der "notwendigen Entwicklung von E-Motoren" redet, beweist lediglich, das er von letzterem keine Ahnung hat. Nichts dürfte weiterentwickelt sein als die unterschiedlichen Typen von Elektromotoren. Was durchaus noch Entwicklungsbedarf hat sind elektronische Reglungen für e-getriebene Fahrzeuge. Da werden noch so manches mechanisches Teil einem entsprechenden "Algorithmus" zum Opfer fallen. Wie viel "(Schalt-)Getriebe, Kardanwelle, Differentialgetriebe und Antriebswellen" braucht ein E-Mobil noch ? Besonders, wenn hohe Geschwindigkeiten im Stadtverkehr keine Rolle spielen ? Wenn die Karosserie auch weniger windschlüpfrig sein muss, weil niemand mehr mit seinem alltäglichen Vehikel in Stadt - Umland (jenseits von BAB) sowieso auf 30 / 50 / 70 / 80 und max. 100 km/h gesetzlich beschränkt ist ?

Auch, wenn angesichts der hier verbreiteten Nostalgie, ein anderes Bild - vom Boliden der immer und überall wenigstens 200 km/h erreichen können muss, gezeichnet wird. Auch das wird sich geben. Jedenfalls für das Groß der zukünftigen Autofahrer. Es wäre interessant zu erfahren, zu wie viel Prozent dieser meist völlig nutzlosen Eigenschaften eines heutigen Verbrenners überhaupt Anwendung finden. Ich wette, lediglich eine sehr kleine Anzahl der vorhandenen Fahrzeuge liefern ihren Besitzern das was für in idiotischer Weise nahezu ALLE PKW mühevoll und teuer hineinkonstruiert wurde.

Wenn es "nur" um Beschleunigung geht, da kann jeder E-Motor sofort das volle Drehmoment liefern - ganz im Gegenteil zu Verbrennungsmotoren, wo dies alles andere als "trivial" ist.... :s
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Mi 27. Sep 2017, 10:17

firlefanz11 hat geschrieben:(27 Sep 2017, 10:25)

Ja, dass Dyson in die Branche einsteigen will hab ich auch grad gelesen. Könnte spannend werden...
Aber was Norwegen angeht: Erst die Leute dazu zu bringen E-Autos zu kaufen obwohl nicht im Vorfeld genug Ladeinfrastruktur gebaut wurde ist in etwa so wie den Leuten den Autokauf zu erleichtern aber parallel dazu erst mit dem Straßenbau anzufangen...

Mit anderen Worten: die Elektrofahrzeuge sind ein noch größerer Erfolg als man einst prognostizierte. Bei einem Meer an ungenutzten Ladesäulen wäre die Empörung mindestens genau so groß. Folglich baut man peu a peu aus. Mal hat man etwas mehr Luft und mal geht's dichter an die Kapazitätsgrenze. Der ganze normale Verlauf bei allen Infrastrukturplanungen. Das verläuft organisch und nicht nach modularisierten Abläufen, auch wenn man sich natürlich Ziele setzt, die aber auch ein Gewinn sein können, wen man sie nur teilweise erreicht.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon firlefanz11 » Mi 27. Sep 2017, 12:57

frems hat geschrieben:(27 Sep 2017, 11:17)
Mit anderen Worten: die Elektrofahrzeuge sind ein noch größerer Erfolg als man einst prognostizierte.

Und das ist zweifwlsohne gut so...

Bei einem Meer an ungenutzten Ladesäulen wäre die Empörung mindestens genau so groß.

Glaub ich nicht. Es sein denn die Politik hätte völlig versagt, und es wäre so gekommen wie hier, wo sich kaum jemand für E-Autos ernsthaft interessiert...
Ich finde Norwegen ist auf einem guten Weg aber hat zu kurzfristig gedacht.
Das erinnert mich ein wenig an den Spruch der Grünen in B solle jeder die Öffis nehmen anstatt mit dem Auto zu fahren. Dann kam ein Winter mit heftigen Schneefällen, und tatsächlich nahmen viele Autofahrer deswegen die U-Bahn, und schwuppdiwupp hatten wir morgend trotz 3 Minuten Takt (kürzer geht aus technischen Gründen nicht) tokioter Verhältnisse...
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Mi 27. Sep 2017, 14:06

firlefanz11 hat geschrieben:(27 Sep 2017, 13:57)

Und das ist zweifwlsohne gut so...


Glaub ich nicht. Es sein denn die Politik hätte völlig versagt, und es wäre so gekommen wie hier, wo sich kaum jemand für E-Autos ernsthaft interessiert...
Ich finde Norwegen ist auf einem guten Weg aber hat zu kurzfristig gedacht.
Das erinnert mich ein wenig an den Spruch der Grünen in B solle jeder die Öffis nehmen anstatt mit dem Auto zu fahren. Dann kam ein Winter mit heftigen Schneefällen, und tatsächlich nahmen viele Autofahrer deswegen die U-Bahn, und schwuppdiwupp hatten wir morgend trotz 3 Minuten Takt (kürzer geht aus technischen Gründen nicht) tokioter Verhältnisse...

In Deutschland interessiert sich ja kaum jemand dafür, was auch daran liegt, dass die dominierenden Hersteller kaum Fahrzeuge anbieten. Und wenn doch, dann hässliche Entlein fürs Publikum, um mitteilen zu können, dass man doch sowas im Angebote habe.

Für Extremfälle legt man Infrastrukturen aber auch nicht aus, weil sie dann in ihren Kosten nicht mehr verhältnismäßig wären. Bei einer Autobahn legt man auch nicht fest, dass noch in 50 Jahren zu Ferienbeginn die höchste Stufe der Verkehrsqualität erreicht wird. Wer sowas plant, kann gleich kündigen. Das ist beim ÖPNV nicht anders. Oder Ladesäulen. Bisher wird Norwegen von seinem Erfolg überrumpelt, aber wenn man zuverlässige Indikatoren hat, dann baut man dies eben aus. Neue Ladesäulen und ggf. kleine, dezentrale Energieproduktionen sind flexibel anzupassen, weil sie nicht komplex sind. In der Regel ist es nicht eimal ein Eingriff in die Bauleitplanung, geschweige denn ein Planfeststellungsverfahren.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon MoOderSo » Mi 27. Sep 2017, 14:45

frems hat geschrieben:(27 Sep 2017, 15:06)

In Deutschland interessiert sich ja kaum jemand dafür, was auch daran liegt, dass die dominierenden Hersteller kaum Fahrzeuge anbieten.

Eher da dran, dass bei uns die Elektros durch die Bank weg teurer sind als vergleichbare Benziner während es in Norwegen genau anders herum ist. Vermutlich würde es schon helfen, wenn die dort die öffentlichen Ladesäulen nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen würden. Davon wird keiner arm, da der Strompreis in Norwegen ohnehin nur halb so hoch ist wie hierzulande. Aber es hält die Pfennigfuchser ab die Ladesäulen blockieren, weil sie zu geizig sind daheim zu laden.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Mi 27. Sep 2017, 15:41

MoOderSo hat geschrieben:(27 Sep 2017, 15:45)

Eher da dran, dass bei uns die Elektros durch die Bank weg teurer sind als vergleichbare Benziner während es in Norwegen genau anders herum ist. Vermutlich würde es schon helfen, wenn die dort die öffentlichen Ladesäulen nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen würden. Davon wird keiner arm, da der Strompreis in Norwegen ohnehin nur halb so hoch ist wie hierzulande. Aber es hält die Pfennigfuchser ab die Ladesäulen blockieren, weil sie zu geizig sind daheim zu laden.

Naja, der finanzielle Unterschied ist in Norwegen gewiss größer, aber bei uns nimmt sich das nichts, wenn man die Betriebskosten berücksichtigt. Ich finde es immer merkwürdig, wenn Leute z.B. erklären, sie kaufen sich einen Diesel, weil es sich aufgrund des Sprits finanziell lohnt. Fragt man sie, wie teuer der Strom für die Leistung eines ähnlich starken Stromers ist, gibt's nur Fragezeichen. Dabei halbieren sich die Kosten gerne, Steuern fallen weg, einige Vergünstigungen kommen hinzu (u.a. beim Parken sowie Zeit/Busspurnutzung), der Verschleiß ist niedrig usw. Dann würde man feststellen, dass die Pkw selbst ohne die Prämie nicht durch die Bank weg teurer sind, sondern teilweise sogar günstiger.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Ebiker » Mi 27. Sep 2017, 16:03

Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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