Elektroautos.

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Re: Elektroautos.

Beitragvon jack000 » So 5. Feb 2017, 22:09

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 21:24)

Sind halt seriöse Wissenschaftler. Wer vor dem ersten Testversuch schon den Schwanz einzieht, erreicht niemals Fortschritt.

Also haben die noch nix. Somit warten wir doch erstmal ab.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 22:12

jack000 hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:09)

Also haben die noch nix. Somit warten wir doch erstmal ab.

Viele Technikgegner haben schon damit ein Problem, wenn man darüber spricht, was in den letzten Monaten auf den Markt kam. Mir schon klar, dass so ein Fachthema auch nicht jedermanns Sache ist, aber deshalb muss man ja nicht gleich destruktiv werden, nur weil man sich eine andere Entwicklung persönlich wünscht.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon jack000 » So 5. Feb 2017, 22:34

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:12)

Viele Technikgegner haben schon damit ein Problem, wenn man darüber spricht, was in den letzten Monaten auf den Markt kam. Mir schon klar, dass so ein Fachthema auch nicht jedermanns Sache ist, aber deshalb muss man ja nicht gleich destruktiv werden, nur weil man sich eine andere Entwicklung persönlich wünscht.

Nun Technikgegner bin ich ja nun wohl nicht. Aber trotzem sind mir immer Verlautbarungen sehr suspekt bei denen man hinter den Kulissen entdeckt das gar nichts dahinter steckt.
Beispiel Musk: Der hat mit dem Tesla bisher 0,0 neu erfunden sondern zusammengebastelt was es schon gibt. Er verkauft ein Fahrerassistenssystem als Autopilot. Warum tut er das denn? Ganz einfach: Er hat nun mal keinen Autopiloten!
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 22:40

jack000 hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:34)

Nun Technikgegner bin ich ja nun wohl nicht. Aber trotzem sind mir immer Verlautbarungen sehr suspekt bei denen man hinter den Kulissen entdeckt das gar nichts dahinter steckt.
Beispiel Musk: Der hat mit dem Tesla bisher 0,0 neu erfunden sondern zusammengebastelt was es schon gibt. Er verkauft ein Fahrerassistenssystem als Autopilot. Warum tut er das denn? Ganz einfach: Er hat nun mal keinen Autopiloten!

Du magst Musk nicht und deshalb sind Elektroautos doof, okay. Im Falle der Vanadium-Batterie ist die Grundlagenforschung übrigens schon abgeschlossen und es wird der erste Prototyp gebaut, um sie im März nicht nur im Labor, sondern im Praxistest auszuprobieren. Nun heißt es hoffen, dass sie vielleicht nicht 30% mehr bringt, sondern mit Glück nur 25%, damit man "Ha, wusst ich's doch!" sagen kann.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » So 5. Feb 2017, 22:45

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:12)

Viele Technikgegner haben schon damit ein Problem, wenn man darüber spricht, was in den letzten Monaten auf den Markt kam. Mir schon klar, dass so ein Fachthema auch nicht jedermanns Sache ist, aber deshalb muss man ja nicht gleich destruktiv werden, nur weil man sich eine andere Entwicklung persönlich wünscht.


Tja, mir geht es eher umgekehrt: Mir sind die erreichten Fortschritte zu gering gegenüber den Ankündigungen die uns reichlich um die Ohren fliegen. Mir wäre es lieber, die angekündigten Fortschritte wären im Versuchszustand schon nachgewiesen... aber gut, bis zum serienreifen Produkt muß noch viel Schweiß vergossen werden. Das hielte ich für ernsthaftes und auch wissenschaftliches Gebaren.

Ich halte diese tollen Ankündigungen für Marktschreiereien, für die diese Leute nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Zeitweise empfand ich diese vorweggenommenen Erfolge als raffiniertes Marketing, um an die Gelder von Investoren heran zu kommen.

Mit dem Siegeszug der Halbleitertechnik gingen ziemlich ähnliche Ankündigungen um die Welt. Darauf bin ich selbst hereingefallen, indem ich eine vielversprechende Entwicklung mit einem Labormuster begann. Am Ende der Entwicklung standen aber die Serienprodukte nicht zur Verfügung! Vertane Arbeitsleistung, die besser in einfachere Lösungen geflossen wäre.

Nun stellen Sie sich vor, der eine oder andere Systemhersteller/Autobauer baut um diese Art von Ankündigung herum ein darauf angepaßtes Fahrzeug, mit dem er dann einen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern erreichen will. Und dann kommt da nix! Ein Schrotthaufen...

Wieder andere unterlassen eine Entwicklung auf der Grundlage verfügbarer Technik, weil sie fürchten müssen, einen Oldtimer zu entwickeln.

Wie will man aber den Braten riechen, wenn angeblich seriöse Wissenschaftler solche Versuchsballons steigen lassen, um vielleicht das Interesse des Markts aus zu loten, bevor von diesem Produkt auch nur drei Bleistiftstriche vorliegen?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 22:53

H2O hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:45)

Tja, mir geht es eher umgekehrt: Mir sind die erreichten Fortschritte zu gering gegenüber den Ankündigungen die uns reichlich um die Ohren fliegen. Mir wäre es lieber, die angekündigten Fortschritte wären im Versuchszustand schon nachgewiesen... aber gut, bis zum serienreifen Produkt muß noch viel Schweiß vergossen werden. Das hielte ich für ernsthaftes und auch wissenschaftliches Gebaren.

Dann dürfte man bis zur marktreifen Massenproduktion ja gar keine Ergebnisse publizieren. Erinnert mich daran, wie kürzlich ein Team deutscher Ingenieurstudenten (TU München) in Kalifornien den ersten Platz bei einem Wettbewerb erzielte, wo es darum ging, eine Fahrkapsel für Hyperloop zu entwickeln. Die Tüftler haben in einem kleinen Team in kurzer Zeit ein beeindruckendes System hervorgebracht, das den Praxistest erfolgreich absolvierte und besser war als die Entwicklungen anderer Hochschulen (u.a. MIT, Delft etc.). Da kamen aber auch gleich Nörgler (meistens ohne Ingenieurshintergrund) und erzählten stolz, wie schlecht das alles sei, weil es ja noch nicht das Endprodukt ist, das man in einigen Jahren fertig haben möchte. Tja, irgendwas ist halt immer. Die Erkenntnisse der Forschung bleiben glücklicherweise aber erhalten und man kann auf ihnen aufbauen. :|

Nun stellen Sie sich vor, der eine oder andere Systemhersteller/Autobauer baut um diese Art von Ankündigung herum ein darauf angepaßtes Fahrzeug, mit dem er dann einen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern erreichen will. Und dann kommt da nix! Ein Schrotthaufen...

Passiert. Technik ist immer mit Risiken verbunden und in Deutschland tut man sich mit dem Thema Scheitern auch meist schwer. Da kann ein Unternehmen zehn Produkte entwickeln, wovon neun erfolgreich sind und eins eingestampft wird. Die Meckerzausel, die das Risiko stets scheuten und in ihrem Leben nie etwas zu entwickeln versuchen, kommen dann für fünf Minuten angerannt und brandmarken das Unternehmen als Versager, während man ja selbst schon immer wusste, dass es scheitern muss (auch wenn man nie technische oder wirtschaftliche Gründe mit Grundlage anführte, sondern nur "Wird nichts!" rief und dann betete, dass es irgendwann auch mal zutrifft).
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 5. Feb 2017, 22:55

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:12)

Viele Technikgegner haben schon damit ein Problem, wenn man darüber spricht, was in den letzten Monaten auf den Markt kam. Mir schon klar, dass so ein Fachthema auch nicht jedermanns Sache ist, aber deshalb muss man ja nicht gleich destruktiv werden, nur weil man sich eine andere Entwicklung persönlich wünscht.


Wir sprechen über NULL Komma sieben Prozent Markt in D. IST.

Ähmmmm - wie hoch die "Wunst" .... wie hochdas Ziel ?


Nebenbei...

Das investieren Staaten jährlich pro Bürgerin und Bürger in die Schieneninfrastruktur: Schweiz 383 Euro, Österreich 192 Euro, Schweden 177 Euro, Deutschland 52 Euro, Spanien 36 Euro.

Barrierefreie Mobilität? 25% aller Bahnsteige sind nicht ohne Stufen erreichbar. 42% aller Bahnhöfe ermöglichen keinen stufenfreien Einstieg in Züge.

38% der deutschen Lkw fuhren 2011 unbeladen.

Mehr als die Hälfte der 776.000 Beschäftigten in München pendelt zum Arbeitsplatz – 20.000 sogar aus anderen deutschen Großstädten: 4.700 aus Berlin, 2.500 aus Hamburg, je rund 1.350 aus Köln, Stuttgart und Frankfurt.

Aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen pendeln rund 53.000 Arbeitskräfte nach Baden-Württemberg und mehr als 61.000 nach Bayern.
https://www.gruene.de/themen/klima-umwe ... itaet.html

Rund ein Fünftel aller Lastwagen fahren leer über Europas Straßen – im Inlandsverkehr sogar ein Viertel. „Das sind nicht nur Milch- oder Mülltransporter, die in einer Fahrtrichtung beladen sind“, heißt es.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 23:00

Teeernte hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:55)

Wir sprechen über NULL Komma sieben Prozent Markt in D. IST.

Ähmmmm - wie hoch die "Wunst" .... wie hochdas Ziel ?

Nebenbei...

https://www.gruene.de/themen/klima-umwe ... itaet.html

Mir ging's um Technik, nicht um Politik. Dass die deutsche Infrastruktur unterfinanziert ist, hab schon vor vielen Jahren gesagt und selbst in dem Bereich Gutachten angefertigt. Ist aber eine andere Baustelle und für Dogmatismus bin ich der falsche Gesprächspartner.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon jack000 » So 5. Feb 2017, 23:18

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:40)

Du magst Musk nicht und deshalb sind Elektroautos doof, okay.

Mit der Antwort machst du es dir da zu einfach.

Im Falle der Vanadium-Batterie ist die Grundlagenforschung übrigens schon abgeschlossen und es wird der erste Prototyp gebaut, um sie im März nicht nur im Labor, sondern im Praxistest auszuprobieren.

Also haben die noch nix.

Nun heißt es hoffen, dass sie vielleicht nicht 30% mehr bringt, sondern mit Glück nur 25%, damit man "Ha, wusst ich's doch!" sagen kann.

Warum? Auch 5% wären doch schon ein Fortschritt. Aber weder 5,25 oder 30% lösen das eigentliche Problem. Abgesehen davon, welche Batterie kommt denn nun in den T3? Immer noch die alte? Wenn ja ist doch der T3 auch wieder nix halbes und nix ganzes ...
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 23:23

jack000 hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:18)
Also haben die noch nix.

Doch, natürlich. Aber halt nichts, was Du hören magst.

Warum? Auch 5% wären doch schon ein Fortschritt. Aber weder 5,25 oder 30% lösen das eigentliche Problem. Abgesehen davon, welche Batterie kommt denn nun in den T3? Immer noch die alte? Wenn ja ist doch der T3 auch wieder nix halbes und nix ganzes ...

Naja, private Probleme können die auch schlecht lösen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 5. Feb 2017, 23:28

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:00)

Mir ging's um Technik, nicht um Politik. Dass die deutsche Infrastruktur unterfinanziert ist, hab schon vor vielen Jahren gesagt und selbst in dem Bereich Gutachten angefertigt. Ist aber eine andere Baustelle und für Dogmatismus bin ich der falsche Gesprächspartner.


Dogma ? ...das ist ein freies Land -

NUR - wenn Du meinst - dass Steuergeld den Koi Teich von Autofürsten erwärmen MÜSSEN - :D :D :D

Grundlagen/forschung bei den Unis ? Warum nicht da ?

VERKAUFS-Förderung eines Produkts - seh ich nicht ein.....macht ja auch nichts..... Die Lobbyisten werden das Geld schon verschieben.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 23:34

Teeernte hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:28)

Dogma ? ...das ist ein freies Land -

NUR - wenn Du meinst - dass Steuergeld den Koi Teich von Autofürsten erwärmen MÜSSEN - :D :D :D

Grundlagen/forschung bei den Unis ? Warum nicht da ?

VERKAUFS-Förderung eines Produkts - seh ich nicht ein.....macht ja auch nichts..... Die Lobbyisten werden das Geld schon verschieben.

Das ist ja wieder Dein Dogma. Wer nicht fundamentalistisch jeden Antrieb, der nicht dem eigenen entspricht, verbal-argumentativ bekämpft, ist auf der "anderen Seite". Ist mir persönlich nur zu blöd. Ich meine ausschließlich das, was ich schreibe. Da bin ich ganz altmodisch. Was in Sachen Mobilität der Konsens an Unis ist, verrate ich Dir aber lieber nicht, denn die Antwort könnte Dich verunsichern.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » So 5. Feb 2017, 23:36

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 22:53)

Dann dürfte man bis zur marktreifen Massenproduktion ja gar keine Ergebnisse publizieren. Erinnert mich daran, wie kürzlich ein Team deutscher Ingenieurstudenten (TU München) in Kalifornien den ersten Platz bei einem Wettbewerb erzielte, wo es darum ging, eine Fahrkapsel für Hyperloop zu entwickeln. Die Tüftler haben in einem kleinen Team in kurzer Zeit ein beeindruckendes System hervorgebracht, das den Praxistest erfolgreich absolvierte und besser war als die Entwicklungen anderer Hochschulen (u.a. MIT, Delft etc.). Da kamen aber auch gleich Nörgler (meistens ohne Ingenieurshintergrund) und erzählten stolz, wie schlecht das alles sei, weil es ja noch nicht das Endprodukt ist, das man in einigen Jahren fertig haben möchte. Tja, irgendwas ist halt immer. Die Erkenntnisse der Forschung bleiben glücklicherweise aber erhalten und man kann auf ihnen aufbauen. :|


So lange eine Neuheit sich im Bereich der universitären Forschung befindet, ist aus meiner Sicht "alles" erlaubt. So auch Forschungsberichte, die die Potentiale der Studie wissenschaftlich behandeln. Damit kann man umgehen und auch eigene Risiken bewerten, wenn man früh auf diesen Zug aufspringt. Unseriös wird die Sache, wenn jemand 100 Stück mit hohen eigenen Kosten baut, zu Marktpreisen in Umlauf bringt, und sehr viel später sagt, was die Sache schließlich kosten soll.

Sie können sicher sein, daß ein solcher Hersteller danach auf einer schwarzen Liste landet...


Passiert. Technik ist immer mit Risiken verbunden und in Deutschland tut man sich mit dem Thema Scheitern auch meist schwer. Da kann ein Unternehmen zehn Produkte entwickeln, wovon neun erfolgreich sind und eins eingestampft wird. Die Meckerzausel, die das Risiko stets scheuten und in ihrem Leben nie etwas zu entwickeln versuchen, kommen dann für fünf Minuten angerannt und brandmarken das Unternehmen als Versager, während man ja selbst schon immer wusste, dass es scheitern muss (auch wenn man nie technische oder wirtschaftliche Gründe mit Grundlage anführte, sondern nur "Wird nichts!" rief und dann betete, dass es irgendwann auch mal zutrifft).


Nein, wieder geht es um Verantwortung. Selbstverständlich kann ein mit viel Herzblut voran gebrachtes Projekt scheitern. So lange das Scheitern darauf beschränkt wird, wo eine bestimmte Komponente bearbeitet wird, ist das Risiko auch begrenzt. Man hat am Ende viel dazu gelernt und kann diese Erfahrung im nächsten Anlauf nutzen, oder Konzepte des Wettbewerbs bewerten.

Schlimm wird die Sache, wenn um die Komponente herum schon vorauseilend ein System aufgebaut wird, das mit dem Scheitern der Komponente im Schrott landet. Ich habe aufgrund gemachter Erfahrungen so etwas stets auf Simulationsprogramme und Papier beschränkt. Das tut auch weh, aber die Verluste sind begrenzt.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 5. Feb 2017, 23:39

jack000 hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:18)

Mit der Antwort machst du es dir da zu einfach.


Also haben die noch nix.


Warum? Auch 5% wären doch schon ein Fortschritt. Aber weder 5,25 oder 30% lösen das eigentliche Problem. Abgesehen davon, welche Batterie kommt denn nun in den T3? Immer noch die alte? Wenn ja ist doch der T3 auch wieder nix halbes und nix ganzes ...


Vanadium-Batterie... Ja die Plürre lässt sich NACH-TANKEN (Elektrolyt) aber....

Bei Bedarf kann durch Austausch der Elektrolyte schnell wieder geladen werden, beispielsweise an speziellen Tankstellen, was ihn auch zur Option als Energiespeicher für Elektroautos macht. Jedoch besitzt er eine vergleichsweise geringe Energiedichte von ca. 15 Wh/l bis 25 Wh/l Elektrolytflüssigkeit.[6] Zum Vergleich: Herkömmlicher Dieselkraftstoff weist mit ca. 10 kWh/l eine ca. 400-fache Energiedichte auf. Der Hauptnachteil der Vanadium-Redox-Akkumulator-Technologie sind neben dem schlechten Volumen-Energie-Speicherverhältnis das im Vergleich zu herkömmlichen Akkumulatoren komplexe Gesamtsystem, bestehend aus Pumpen und Vorratstanks.
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25 Wh/L 1000 L Akku ? = 25 kW/h
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 23:45

H2O hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:36)

So lange eine Neuheit sich im Bereich der universitären Forschung befindet, ist aus meiner Sicht "alles" erlaubt. So auch Forschungsberichte, die die Potentiale der Studie wissenschaftlich behandeln. Damit kann man umgehen und auch eigene Risiken bewerten, wenn man früh auf diesen Zug aufspringt. Unseriös wird die Sache, wenn jemand 100 Stück mit hohen eigenen Kosten baut, zu Marktpreisen in Umlauf bringt, und sehr viel später sagt, was die Sache schließlich kosten soll.

Sie können sicher sein, daß ein solcher Hersteller danach auf einer schwarzen Liste landet...

Das hat ja keiner vor. :?:


Nein, wieder geht es um Verantwortung. Selbstverständlich kann ein mit viel Herzblut voran gebrachtes Projekt scheitern. So lange das Scheitern darauf beschränkt wird, wo eine bestimmte Komponente bearbeitet wird, ist das Risiko auch begrenzt. Man hat am Ende viel dazu gelernt und kann diese Erfahrung im nächsten Anlauf nutzen, oder Konzepte des Wettbewerbs bewerten.

Schlimm wird die Sache, wenn um die Komponente herum schon vorauseilend ein System aufgebaut wird, das mit dem Scheitern der Komponente im Schrott landet. Ich habe aufgrund gemachter Erfahrungen so etwas stets auf Simulationsprogramme und Papier beschränkt. Das tut auch weh, aber die Verluste sind begrenzt.

Naja, genau deshalb geht man schrittweise vor, vom Papier über erste Simulationen bis zu ersten Labor- und später Feldversuchen. Die Massenproduktion erfolgt dann, wenn alles erfolgreich war, erst später. Mich wundert es nur, dass sich Leute geistig gegen technische Entwicklungen völlig abkapseln und alles verteufeln, solange es noch nicht fertig bei ihrem Autohändler steht. Und wenn es da steht, werden sie sich damit nicht beschäftigen, sondern darauf hinweise, dass spätere Entwicklungen noch nicht fertig sind. Welchen Nutzen das haben soll, weiß ich nicht, aber nun gut, muss ich zum Glück auch nicht.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 5. Feb 2017, 23:49

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:34)

Das ist ja wieder Dein Dogma. Wer nicht fundamentalistisch jeden Antrieb, der nicht dem eigenen entspricht, verbal-argumentativ bekämpft, ist auf der "anderen Seite". Ist mir persönlich nur zu blöd. Ich meine ausschließlich das, was ich schreibe. Da bin ich ganz altmodisch. Was in Sachen Mobilität der Konsens an Unis ist, verrate ich Dir aber lieber nicht, denn die Antwort könnte Dich verunsichern.


Ich bekämpf nur STEUERGELD-Ausgabe für Privatfirmen..... (zusätzlich- verbunden mit dem Abbau von Arbeitsplätzen...)

Womit DEIN Rad dreht... ist mir schnurz wurst - wenn ich dafür nicht ZAHLEN muss.. :D :D

Ja - Klugsch.... über das IST an Unis - kannst Du Dir klemmen. Ich bekomm das frisch an den Arbeitsplatz ...mundgerecht GELIEFERT. :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 23:52

Teeernte hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:49)

Ich bekämpf nur STEUERGELD-Ausgabe für Privatfirmen..... (zusätzlich- verbunden mit dem Abbau von Arbeitsplätzen...)

Womit DEIN Rad dreht... ist mir schnurz wurst - wenn ich dafür nicht ZAHLEN muss.. :D :D

Ja - Klugsch.... über das IST an Unis - kannst Du Dir klemmen. Ich bekomm das frisch an den Arbeitsplatz ...mundgerecht GELIEFERT. :D

Jeder deutsche Steuerzahler zahlt für Deine Mobilität, Genosse. Auch die Deines Unternehmens. Rein betrieblich ist das Verkehrswesen erst einmal ein gesellschaftliches Minusgeschäft, aber man hofft natürlich, dass die Mobilität wiederum Einnahmen, Arbeitsplätze etc. generiert, weshalb die Subvention erstmal okay ist. Na dann erzähl doch mal, was so der akademische Mainstream im Bereich der Verkehrswissenschaften zum Thema Elektromobilität ist. Ich bin ganz Ohr.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 5. Feb 2017, 23:57

H2O hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:36)

So lange eine Neuheit sich im Bereich der universitären Forschung befindet, ist aus meiner Sicht "alles" erlaubt. So auch Forschungsberichte, die die Potentiale der Studie wissenschaftlich behandeln. Damit kann man umgehen und auch eigene Risiken bewerten, wenn man früh auf diesen Zug aufspringt. Unseriös wird die Sache, wenn jemand 100 Stück mit hohen eigenen Kosten baut, zu Marktpreisen in Umlauf bringt, und sehr viel später sagt, was die Sache schließlich kosten soll.

Sie können sicher sein, daß ein solcher Hersteller danach auf einer schwarzen Liste landet...




Nein, wieder geht es um Verantwortung. Selbstverständlich kann ein mit viel Herzblut voran gebrachtes Projekt scheitern. So lange das Scheitern darauf beschränkt wird, wo eine bestimmte Komponente bearbeitet wird, ist das Risiko auch begrenzt. Man hat am Ende viel dazu gelernt und kann diese Erfahrung im nächsten Anlauf nutzen, oder Konzepte des Wettbewerbs bewerten.

Schlimm wird die Sache, wenn um die Komponente herum schon vorauseilend ein System aufgebaut wird, das mit dem Scheitern der Komponente im Schrott landet. Ich habe aufgrund gemachter Erfahrungen so etwas stets auf Simulationsprogramme und Papier beschränkt. Das tut auch weh, aber die Verluste sind begrenzt.



:thumbup:

Den großen Entwicklungssprung in der Akku-Technik schafften Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und von Samsung durch einen bis dato ungewöhnlichen Wechsel: Anstatt wie üblich flüssige Elektrolyte als Stromspeicher zu verwenden, setzten die Forscher um Yan Wang und Gerbrand Ceder auf feste organische Elektrolyte.

Einzige Schwäche der neuen Akkus bisher: Sie sind nicht marktreif. Wie lange die entsprechende Entwicklung noch dauert, weiß keiner genau, aber allein aufgrund der riesigen Nachfrage nach solchen Super-Akkus dürfte es genug Unterstützer für die weitere Forschung geben.


Hier die FACH - Textstelle für den SUPER AKKU...
http://www.nature.com/nmat/journal/v14/ ... t4369.html

Ist eben so eine Sache aus solchem Fachtext - auf die "NEUE MONSTRANZ" zu schliessen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mo 6. Feb 2017, 00:03

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 23:45)

Das hat ja keiner vor. :?:


Vorsicht; genau hinsehen!

Naja, genau deshalb geht man schrittweise vor, vom Papier über erste Simulationen bis zu ersten Labor- und später Feldversuchen. Die Massenproduktion erfolgt dann, wenn alles erfolgreich war, erst später. Mich wundert es nur, dass sich Leute geistig gegen technische Entwicklungen völlig abkapseln und alles verteufeln, solange es noch nicht fertig bei ihrem Autohändler steht. Und wenn es da steht, werden sie sich damit nicht beschäftigen, sondern darauf hinweise, dass spätere Entwicklungen noch nicht fertig sind. Welchen Nutzen das haben soll, weiß ich nicht, aber nun gut, muss ich zum Glück auch nicht.

Wenn Otto Normalverbraucher sein sauer Erspartes ausgibt, dann möchte er sicher kein Versuchskaninchen sein. Der Widerspruch von neuesten technischen Lösungen zu Langzeit bewährten Lösungen wird ihm hoffentlich trotzdem klar sein. Vielleicht hilft ihm dabei, die Gewährleistungen des Herstellers besonders aufmerksam zu studieren. :)
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Mo 6. Feb 2017, 00:05

H2O hat geschrieben:(06 Feb 2017, 00:03)

Vorsicht; genau hinsehen!


Wenn Otto Normalverbraucher sein sauer Erspartes ausgibt, dann möchte er sicher kein Versuchskaninchen sein. Der Widerspruch von neuesten technischen Lösungen zu Langzeit bewährten Lösungen wird ihm hoffentlich trotzdem klar sein. Vielleicht hilft ihm dabei, die Gewährleistungen des Herstellers besonders aufmerksam zu studieren. :)

In dem verlinkten Falle investieren auch renommierte Institutionen wie die ETH Zürich in die Technologie und Forschungsprojekte. Ich glaub nicht, dass die das machen, nachdem sie nur eine Überschrift in der Presse gelesen haben. Möglich ist es natürlich. Es würde mich aber sehr wundern.
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