Elektroautos.

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Nightrain
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Nightrain » Mi 21. Nov 2018, 08:38

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Nov 2018, 20:56)
Noch überwiegt die Zahl derer, welche einen Verbrenner besitzen und gewiss nur dann - wenn überhaupt - wechseln, wenn der Preis und die Notwendigkeit überhaupt noch einen eigenen PKW besitzen zu wollen zusammentreffen.


Seltsam. Ich hatte das Thema Elektromobilität eigentlich schon immer so verstanden, dass die Eintrittschwelle damit auch erhöht werden soll. Damit meine ich, dass Elektrofahrzeuge durch die teure Batterietechnik (aufgrund der Rohstoffe wird das absehbar auch nicht günstiger, im Gegenteil) und den Verschleiß der Batterien es erschweren sollen billigste Mobilität bereitzustellen. Das erhöht den Druck auf den ÖPNV umzusteigen massiv und reduziert die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen deutlich. Wenn dadurch die Anzahl der Fahrzeuge um 25% reduziert werden kann, dürfte das die weit größere Umwelteinsparung sein gegenüber der Umstellung Verbrenner zu Elektro.
Oder kurz: Mobilität mit eigenem PKW entwickelt sich wieder hin zu etwas exklusivem für die gehobene Mittelschicht.
immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 21. Nov 2018, 10:48

Nightrain hat geschrieben:Seltsam. Ich hatte das Thema Elektromobilität eigentlich schon immer so verstanden, dass die Eintrittschwelle damit auch erhöht werden soll. Damit meine ich, dass Elektrofahrzeuge durch die teure Batterietechnik (aufgrund der Rohstoffe wird das absehbar auch nicht günstiger, im Gegenteil) und den Verschleiß der Batterien es erschweren sollen billigste Mobilität bereitzustellen. Das erhöht den Druck auf den ÖPNV umzusteigen massiv und reduziert die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen deutlich. Wenn dadurch die Anzahl der Fahrzeuge um 25% reduziert werden kann, dürfte das die weit größere Umwelteinsparung sein gegenüber der Umstellung Verbrenner zu Elektro.
Oder kurz: Mobilität mit eigenem PKW entwickelt sich wieder hin zu etwas exklusivem für die gehobene Mittelschicht.
Das wären beim derzeitigen Stand 9,3 Millionen weniger PKW.

Unabhängig davon ob teuer oder nicht, wo würde wohl der private Besitz eines Automobils am wenigsten Sinn machen ? Bei der wachsenden Zahl der Menschen die schon heute in Städten (>70%) mit guter Erreichbarkeit von ÖPNV leben ? Oder bei den übrigen, die irgendwo auf dem Land mit verhältnismäßig schlechter Anbindung an ÖPNV ?

Nächste Frage, ist der Besitz eines privaten PKW in Anbetracht der Folgekosten nicht eine recht wenig Sinn machende Angelegenheit, wenn nicht sowieso "zur gehobenen Mittelschicht" gehört und gleichzeitig der Zugang zu ÖPNV gut ist ?

Fahren nicht heute schon die allermeisten jenseits "der gehobenen Mittelschicht" den klassischen PKW aus 2. manchmal auch 3. "Hand" ? Das durchschnittliche Alter der gegenwärtigen PKW-Flotte liegt bei 9,x Jahren (KBA) und erst nach 18 Jahren beendet die Verschrottung das "Leben eines privaten PKW ?

Jährlich werden gegenwärtig lediglich ca. 3,5 Millionen neue PKW in D "umgesetzt". Das sind etwas über 7% des Bestands. Zusätzliche Käufe eingeschlossen. Es wird also einige Jahre dauern, bis der heutige Bestand komplett erneuert sein wird. Inzwischen sind ca. 1,5 % der Bestandsfahrzeuge elektrisch. Mehr davon sind Hybridfahrzeuge.

Inzwischen gibt es ein zwar noch kleines Angebot an "Elektrischen". Die in- und ausländische Autoindustrie nebst recht zahlreichen "Seiteneinsteigern", ist dabei in den nächsten Jahren das Angebot zu erhöhen und wird sicher versuchen allen "Käufersegmenten" ein Angebot zu machen. Da sogenannte "Premiumfahrzeuge" gleichgültig ob nun Verbrenner oder Hybridfahrzeug oder Elektrofahrzeug, auch heute schon hauptsächlich in der "gehobenen Mittelschicht" zu finden sind, wird sich das kaum verändern, wenn tatsächlich in einigen Jahren die "Verbrenner" wegfallen.

Was den Verschleiß von Batterien angeht, zum ersten ist der je nachdem wie die Ladung gestaltet wird nicht wirklich so dramatisch wie das die üblichen "Schwarzseher" kolportieren. Inzwischen (einige PKW-Produzenten bieten die Batterie ausschließlich zur Miete an) entsteht bereits ein Markt für "Second Life-Batterien als flexible Speicher für Erneuerbare Energien". Es könnte jetzt schon interessant sein, eher ein Fahrzeug inklusive Traktionsbatterie zu kaufen.

Die alten Kamellen, die gesamte heutige Flotte würde sich in kurzer Zeit in reine Elektrofahrzeuge verwandeln glauben nur noch all die, welche mit wenig Logik an solche Sachen herangehen. Selbst wenn das wider Erwarten eintreten sollte, kann man abschätzen, unter 10 Jahren, also frühesten 2030 muss man mit einem stark elektrifizierten Markt rechnen. Da Elektroautos wesentlich stärker an die spätere reale Nutzung angepasst beschafft werden, wird es für die "Kurzstrecken" (die Majorität der realen Nutzung) sehr bald auch preiswerte Angebote geben. Wenn das die "üblichen" dt. Hersteller nicht bieten, ich bin sicher, andere können das.

Wer weiß wie komplex ein Verbrennungsmotor nebst aller Teile die nur dort notwendig sind plus der beweglichen, also Verschleiß unterworfenen Teile die in krassem Missverhältnis zu reinen Elektrofahrzeugen stehen, sollte sich vorstellen können, dass sich der Preisunterschied immer stärker zu Gunsten von den sehr einfach gestrickten Elektrofahrzeugen entwickeln wird. Die teuerste Komponente die Traktionsbatterie kann an die tatsächliche Nutzung angepasst werden. Die Mehrzahl solcher Fahrzeuge kommt mit relativ wenig Kapazität klar. Genau da werden die Unterschiede liegen. Die Konstruktion eines modernen Elektrofahrzeugs auf der Basis z.B. "MEB" ist enorm flexibel.

VOLKSWAGEN MEB (Modularen Elektrifizierungsbaukasten)

Elektromotoren dieser Bauart liefern ein quasi "natürliches" konstantes Drehmoment. Etwas was der Verbrenner nicht hat und auch mit erheblichem Aufwand (Turbolader) nur annähernd "abgebildet werden kann. Alles am E-Motor kann von einer entsprechenden Regelung exakt und wiederholbar vorprogrammiert "angeboten" werden. "Vor Ort" ist ein Elektrofahrzeug motorseitig komplett ohne Emissionen. Selbst der Bremsabrieb wird durch Rekuperation verringert - Bewegungsenergie wird dabei gespeichert usw. usf.

Die Auseinandersetzung ob nun elektrisch oder fossil wir längst nur noch ideologisch geführt. Soweit man die hohen Investitionen einschätzen kann, ihat die gesamte in- und ausländische Autoindustrie bereits entschieden. Es ist durchaus in deren Sinn, das der Veränderungsprozess sich noch hinzieht. Die Notwendigen Kapazitäten um die steigende Nachfrage überhaupt befriedigen zu können, werden gerade erst geschaffen.

Wie schon gesagt, selbst wenn ich das Geld für eine Elektrofahrzeug, welches meinen persönlichen Bedürfnissen genügen würde, "zur Hand" hätte, würde ich das gegenwärtig - für die nächsten zwei Jahre - nicht in Betracht ziehen. Mein Diesel mit dem ich so um die 7.000 km zu den mich umgebenden Städten fahre - zwei "hauptsächliche Destinationen" sind je 15 und 35 km entfernt. Der nächste Bahnhof mit Zugang zu ALLEN Städten im Umkreis von 80 km liegt von meinem Wohnort gerade mal 5 km entfernt. Die Fahrzeiten der wenigen Busse kenne ich derzeit überhaupt nicht. Einkäufe : zwei "Hauptmöglichkeiten" - Nr. 1 ca. 5 km und Nr. 2 ca. 12 km

Ob ich mir in zwei Jahren mit dann 76 nochmal einen "Neuen oder Gebrauchten" zulegen werde, weiß ich nicht. Meine Kiste, die noch in einem sehr guten Zustand ist wäre dann etwa im "Durchschnittsalter" des bundesrepublikanischen Bestands. Bei den notwendigen Fahrstrecken sind "nur" 5.000 km/a durchaus eine realistischen Größe. Das schafft mein Fahrzeug noch allemal auch für die nächsten 6 ... 7 Jahre.

Eine Jahreskarte "ab 60" und eine monatliche Taxifahrt zum Großeinkauf (ich hasse das Einkaufen und reduziere das auch jetzt schon auf 1 ... 2 monatliche Einkäufe) lässt sich problemlos mit den dann wegfallenden Kosten für den Unterhalt eines PKW kompensieren. "Ungeplante Sonderfahrten" müssen dann eben anders geplant und ausgeführt werden.

So oder sehr ähnlich dürfte es für einen guten Teil der Bevölkerung ebenfalls aussehen. Eine "gemächliche" Veränderung die sich über Jahre hinziehen wird bietet genügen Zeit sich neu anzupassen. Für diese geradezu panische Stimmung gibt es bei genauem Hinsehen nur wenig Veranlassung. Die einzigen die sich eventuell schneller bewegen müssen sind Pendler. Aber auch die hatten nun schon mehrere Jahre Zeit sich auf Veränderungen vorzubereiten. Sämtliche Probleme die sich jetzt verstärkt zeigen haben wir eine miesen, wenig vorausschauenden Politik auf allen Gebieten des Verkehrs und der Energiebeschaffung zu "verdanken". Daran sind wir allerdings auch zum größten Teil selbst schuld. Es waren schließlich keine "Außerirdischen" die diese Regierungen "herbeigewählt" haben.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Kamikaze » Mi 5. Dez 2018, 13:11

VW verabschiedet sich mittelfristig von Verbrennern:

Im Rahmen des Handelsblatt Auto-Gipfel verkündete er diese Woche: Der Autokonzern bereitet den Ausstieg aus der Verbrenner-Technik vor, mit Benzin- oder Dieselmotor ausgerüstete Autos wird es demnach mittel- bis langfristig nicht mehr geben.
[...]
Der Konzern sehe seine Zukunft in der E-Mobilität. Im Fokus stehe dabei der Batterie-Antrieb, da dieser die beste Energiebilanz und -ausbeute bietet.


Quelle: https://ecomento.de/2018/12/05/volkswag ... e-zukunft/
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Ger9374 » Mi 5. Dez 2018, 13:43

Ach mittelfristig ist so ein dehnbarer Begriff/Zeitraum. Haben die Deutschen Autobauer nicht schon genug Zeit verschenkt.Grosse Allianzen müssen her, sowie bei Batterie Entwicklung ect. Sonst einkaufen von innovativen Unternehmen die schon weiter sind.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 5. Dez 2018, 14:29

Macht sich auch jemand Gedanken, wo für eine erhoffte (!) Masse an E-Autos der Strom hergenommen werden soll ??
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Kamikaze » Mi 5. Dez 2018, 16:03

Ger9374 hat geschrieben:(05 Dec 2018, 13:43)

Ach mittelfristig ist so ein dehnbarer Begriff/Zeitraum. Haben die Deutschen Autobauer nicht schon genug Zeit verschenkt.Grosse Allianzen müssen her, sowie bei Batterie Entwicklung ect. Sonst einkaufen von innovativen Unternehmen die schon weiter sind.


Da wurde Herr Jost schon recht klar im Interview:
“Im Jahr 2026 beginnt der letzte Produktstart auf einer Verbrennerplattform”, so Chefstratege Jost.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Kamikaze » Mi 5. Dez 2018, 16:33

Fuerst_48 hat geschrieben:(05 Dec 2018, 14:29)

Macht sich auch jemand Gedanken, wo für eine erhoffte (!) Masse an E-Autos der Strom hergenommen werden soll ??


Die Frage wurde hier schon vielfach durchgekaut, aber hier nochmal:
immernoch_ratlos hat geschrieben:(21 Nov 2018, 10:48)
Eine "gemächliche" Veränderung die sich über Jahre hinziehen wird bietet genügen Zeit sich neu anzupassen. Für diese geradezu panische Stimmung gibt es bei genauem Hinsehen nur wenig Veranlassung. Die einzigen die sich eventuell schneller bewegen müssen sind Pendler. Aber auch die hatten nun schon mehrere Jahre Zeit sich auf Veränderungen vorzubereiten. Sämtliche Probleme die sich jetzt verstärkt zeigen haben wir eine miesen, wenig vorausschauenden Politik auf allen Gebieten des Verkehrs und der Energiebeschaffung zu "verdanken". Daran sind wir allerdings auch zum größten Teil selbst schuld. Es waren schließlich keine "Außerirdischen" die diese Regierungen "herbeigewählt" haben.


immernoch_ratlos hat geschrieben:(29 Sep 2018, 08:53)
Einmal ganz davon abgesehen, das die gegenwärtige "handvoll" vollelektrisch betriebenen Fahrzeuge keineswegs auch nur annähernd diesen Überschuss ankratzen, sind selbst eine Million solcher Fahrzeuge ein eher bedeutungsloser "Stromabnehmer". Kommt noch hinzu, für jede kWh die elektrisch in einem Fahrzeug genutzt wird, fällt eine deutlich größerer Strombedarf für die Herstellung und Betrieb von Verbrennern weg.

Es ist in einem Forum, wo durch dessen Aufbau bedingt, auch schon nach wenigen Tagen ältere Beiträge im Orkus verschwinden, möglich, die immer wieder gleichen Falschbehauptungen hervorzuholen. Längst durch Fakten bewiesener Unfug kommt mit schöner Regelmäßigkeit wieder hoch :mad:

Das Braunkohle ohne die vorhanden Möglichkeiten, wenigstens die gravierendsten "Nebenwirkungen" zu verhindern, weiter "verstromt" wird mit recht erbärmlichen Wirkungsgraden - nicht zuletzt durch deren erheblichen Eigenbedarf - ist doch der eigentliche Skandal. Das man nun (rein rechnerisch !) aus dem sowieso vorhanden Überschuss einige e-Mobile (zu all dem was auch heute schon elektrisch fährt) für eine Übergangszeit betreibt, zeigt wie wenig erschröklich doch diese Art der Verwendung tatsächlich ist. Im Grund wird also keine neue zusätzliche el. Energie benötigt, sondern lediglich genutzt was andererseits über die Grenzen in die Nachbarländer fließt bzw. fließen würde. Hierzu Quelle : statista "Stromaustauschsaldo Deutschlands in den Jahren 1990 bis 2017 (in Terawattstunden)" In 2017 waren das 55 TWh Überschuss.

Die Angaben kWh/100km liegen zwischen 15 bis 20 kWh - 1 TWh entspricht 1.000.000.000 kWh - 55 TWh ergeben also 55.000.000.000 kWh nun großzügig statt durch 20 kWh/ 100km durch 30 geteilt ergibt 1.833.333.333 x 100 km = 183.333.333.333km

Laut KBA : In km = 630.500.000.000 km ergo entspräche diese Energiemenge bereits einem Drittel aller in D 2017 gefahrenen PKW-km oder mal anders ausgedrückt dem von ca. 15 Millionen PKW. Dabei ist überhaupt nicht berücksichtigt wie viel Energie nicht für Förderung und Herstellung von Benzin und Diesel benötigt wird und recht hoch gegriffene 30kWh/100km sind ebenfalls darin enthalten.

Mit anderen Worten, dass die langsam wachsende Zahl von e-Mobilen ja nun bis 2020 erst eine Million Fahrzeuge betragen soll (ein fünfzehntel der schon heute versorgbaren Fahrzeuge bei ungedrosseltem Braunkohlestrom !) zeigt wie unbegründet solche Überlegungen sind. Hier wird also ein Scheinargument genutzt um den Stromverbrauch aus Braunkohle entsprechend zu skandalisieren. Eine andere Form des "Fake news" oder "alternativer Fakten"

Was dabei völlig unberücksichtigt bleibt, ein erheblicher Teil der "frühen" e-Mobilbesitzer werden selbstverständlich ihren Strombedarf über ihre PV decken. Meine Anlage hat bis Gestern mit 10.157 kWh (es fehlen noch drei Monate mit erfahrungsgemäß weiteren 950 kWh) erbracht. Bei meiner geringen Fahrleistung von 7.500 km/a hätten 2.250 kWh (30 kWh/100km) davon, mehr als reichlich ausgereicht.

Die tatsächlichen durchschnittliche Fahrleistungen der Flotte liegen sicher darüber, aber mit Zunahme der EE im Strommix wird sich dieses Problem deutlich nach unten verkürzen.

Das man nun die Verstromung von Braunkohle zumindest schrittweise zurückfährt, ist doch bekannt. Da werden zunächst die schlimmsten Luftverschmutzer "aus dem Verkehr gezogen". Mir werter Zunder kannst Du also wohl kaum anlasten was Braunkohleverstromung tatsächlich darstellt. Nur und das ist eigentlich ein Skandal, es ginge auch in D aus Braunkohle deutlich saubereren Strom zu produzieren, aber da opfert man eben lieber die Gesundheit der Bevölkerung - eine der unbezahlten "Nebenwirkungen" die fossile Energie immer im Gepäck hat :rolleyes:


immernoch_ratlos hat geschrieben:(02 May 2018, 09:29)

Nun H2O ich verstehe ja schon Ihren Unwillen - doch einfach "Fraunhofer ISE" zu ignorieren, ist wenig klug. Da wären zunächst einmal die Quelle : Fraunhofer ISE "ENERGY CHARTS"Das man deren Forschung und Veröffentlichungen hier weitgehend ignoriert wundert mich bei so manchem User hier überhaupt nicht. Für jeden Fake, der sich gegen die EE richtet, zu haben, aber wissenschaftlich zustandegekommene Ergebnisse "einfach untern Tisch fallen lassen".

Was es daran zu deuteln gibt, kann ich nicht verstehen. Wer allerdings auch auf anderen Gebieten "seine ganz eigenen Wissenschaft" über alles stellt, muss das folgende selbstverständlich ignorieren - wie auch schon bei anderen "Diskussionen" hier (z.B. "Drohende Fahrverbote) :Die Behauptung, D sei unverhältnismäßig an EE "interessiert" stimmt leider schon lange nicht mehr. Quelle : statista "Verteilung des weltweiten Energieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien nach Sektoren im Jahr 2015"Wie sehr "andere" (mit massiven Eigeninteressen die nicht bei Solarenergie liegen) zeigt dieser kritische Artikel :Da das Thema hier eigentlich "Elektroautos" ist, dürfte diese Einschätzung "2040 wohl 280 Millionen Elektroautos" (Zeitgleich werde sich jedoch die Gesamtzahl an Autos von einer Milliarde auf zwei Milliarden verdoppeln.) Vielleicht hilft ja auch diese Adresse Quelle : SOLARFY "Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion" denen weiter, die tatsächlich an Fakten interessiert sind...

Ach ja, hier noch mehr zum ignorieren :


H2O hat geschrieben:(23 May 2018, 16:02)

Hier sehe ich zwei wahrscheinliche Möglichkeiten für zugelassene Ladeanschlüsse:

1.
Der private Betreiber einer Ladeanlage muß tüchtig zahlen für seinen Anschluß bis zum nächstmöglichen Einspeisepunkt unabhängig vom gewöhnlichen Versorgungsnetz. Staat und Versorger legen den Ladestrompreis nach gemessener Auslastung fest, um eine sinnvolle zeitliche Nutzung des Anschlusses zu fördern. Hier wird versucht, das gleichzeitige Laden vieler Fahrzeuge zu verhindern. Man kann umschalten auf Laden bei Überangebot elektrischer Leistung, um preiswerter aufladen zu können. Dann gibt eine Fernsteuerung das Laden frei.

2.
Staat und Versorger legen ein professionelles Ladenetz fest und arbeiten auf spezielle Ladepunkte zu, wo eine Fernsteuerung dafür sorgt, daß möglichst viele Fahrzeuge in Zeiten hoher Verfügbarkeit von elektrischer Leistung nachgeladen werden. Die Fahrzeuge dienen dann als Pufferspeicher für überschüssige Energie. Fahrzeugbesitzer bekommen eine Nachricht, daß ihr Fahrzeug geladen und abholbereit ist.

    Nachtrag:

    Schwer vorstellbar, daß bei "massenhafter" Beanspruchung von Ladeleistung noch zugelassen wird, Ladestationen so zu sagen ungesteuert an Haushaltsnetzen zu betreiben. Man wird seinen Ladewunsch anmelden müssen, und ein Steuersystem gibt die Ladestation zu einem möglichst günstigen Zeitpunkt (für den Versorger) frei. Wer selbst diesen Zeitpunkt bestimmen will, der muß heftig dafür bezahlen.


immernoch_ratlos hat geschrieben:(10 May 2018, 08:23)

Weil es so "schön" ist, habe ich mich auf den Kommentarseiten zum Thema "reicht der Strom für e-mobilität" umgesehen und so manchen eigenen Gedanken wiedergefunden :Die tatsächlichen Jahresdurchschnittsleistungen liegen ja laut KBA (die sollten es eigentlich wissen ! ) deutlich unter 20tausend km/a. Womit diese Abschätzung für die Masse der "theoretischen !" e-Mobile nur wöchentlich eine "Nachladung" benötigen... Die irrige Annahme alle werden das "selbstverständlich" am selben Tag UND auch zur selben Zeit tun, müsste eigentlich so "vom Tisch sein". Die Versorger bereiten sich inzwischen entsprechend auf dieses neuen Geschäftsfeld vor.

Auch dieses Argument (eine Antwort auf jemanden, der aus heute 46,5 Millionen PKW mal schnell 60 Millionen "geschätzt" hatte - soviel zum Wissen über die realen Verhältnisse) zeigt, wie einseitig doch so manchen Annahme wird, wenn diese Annahme nur dazu dient, etwas für "unmöglich" zu erklären :Wenn es denn dazu überhaupt kommt - schließlich ist die heutige Situation - jeder Zweite hat ein "Stehzeug" - eher eine Anomalie. Kaum verträglich mit der Ressourcenwirklichkeit die, wenn alle so weitermachen, spätestens den Urenkeln ein knirschendes Aus bescheren wird.

Nun eine Stimme die ebenfalls die Logik - wenn man etwas ersetzt - dann wird das Vorherige frei zu anderer Verfügung - aufgreift, was hier von den üblichen "Neinsagern" nicht nur ignoriert, sondern auch nicht wirklich begriffen wurde :Über die tatsächlichen Verbräuche kann man sich einigen, aber die so freiwerdenden Kapazitäten, sind eine Tatsache - jedenfalls, wenn man diesen Aspekt mit der notwendigen Logik betrachtet.

Ein anderer Kommentator hat sich diese Gedanken gemacht : Besonders die hier genannte Rekuperation hat gleich zwei positive Aspekte. Zum einen die bei normalen Verbrennern verlorene Energie beim Abbremsen über den Motor und auch der Anteil der eigentlichen Bremsvorgänge wird reduziert. Wer bei einem e-Mobil "vom Gaspedal" geht, generiert automatisch einen Strom - der / die e-Motoren arbeiten als Generator. Das dadurch auch deutlich weniger "Bremsstaub" anfällt, ist nur logisch.

Völlig unbeachtet - "unbedacht" - die Zahl der Hybridfahrzeuge, nimmt stärker zu, als die puren e-Mobile. Ein Hybridfahrzeug nutzt die Rekuperation ebenfalls zum Laden der kleineren Batterie. Hier kann in den Bereichen großer Luftverschmutzung "elektrisch" gefahren werden - UND die immer angeführten "zu kleinen Reichweiten", gibt es auch nicht für diesen Fahrzeugtyp. So kann der verhältnismäßig kleine Teil der echten Langstreckenfahrer ebenfalls zufriedengestellt werden. Gleichzeitig gehen den Gegnern gleich mehrere Argumente aus.



Weitere Nachweise in den Originalposts und in diesem (und anderen) Threads.
Panikmache a la "Wo soll nur der ganze Strom her kommen?!" sind längst widerlegt und fallen daher in den Bereich "Scheinargument" oder auf neudeutsch "Fake". :rolleyes:
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 5. Dez 2018, 19:05

Wegen der Geschwindigkeit mit der der "deutsche Geleitzug" den Kurs wechselt, auch wenn schon deutliche Zeichen am Horizont auftauchen, davor müssen "wir" tatsächlich Angst haben :mad:

Meldet doch gerade heute die FAZ : Quelle : FAZ (05.12.2018) "Umstellung auf Elektroautos : Mehr als 100.000 Stellen fallen weg" Oh Wunder nun ist die Botschaft von 44 Milliarden €uro allein bei VW :
Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren auf knapp 44 Milliarden Euro aufzustocken. Davon seien 30 Milliarden Euro für die Elektromobilität bestimmt, sagte Konzernchef Herbert Diess.
"endlich" angekommen. Zwei ganze Ex-Verbrenner-Werke werden derzeit im Galopp für die Produktion von Elektro-PKW umgebaut. Das allein hat noch niemanden so recht aufgeweckt.

Dumm war es, sich nicht wenigstens ein Werk für Batterieherstellung in Europa unter der Flagge europäischer Hersteller zu sichern. Wie kann ein "Autoland" so kurzsichtig auf diese absehbaren Veränderungen reagieren :?:

Nun bei der Engstirnigkeit großer Teile der hiesigen Userschaft quasi symbolhaft für die allgemeine dt. Scheu sich rechtzeitig und dann mit Vorteil, Veränderungen anzupassen, ist das wenig verwunderlich. Doch :
In den kommenden Jahren wiederum dürfte die Umstellung auf E-Mobilität zunächst positive Folgen für den Arbeitsmarkt haben, etwa durch die notwendigen zusätzlichen Investitionen der Autobranche, die Bauausgaben in die Ladeinfrastruktur und die "Neuausrüstung des Stromnetzes :?:".

Langfristig dominiere aber der steigende Importbedarf an Elektroautos und Traktionsbatterien. Gedämpft werde dieser negative Effekt dadurch, dass sich der Kraftstoffbedarf ändere – weg von ausländischem Mineralöl hin zu heimischem Strom
Da ist er wieder der schlampige Umgang mit Fakten "Neuausrüstung des Stromnetzes :?:" Ich könnte es heraussuchen aus wie vielen tausend km das dt. "Stromnetz" besteht. Was das "neu - ausgerüstet" werden muss, hat den Charakter dessen was bei jeder lokalen Veränderung z.B. für ein Gewerbegebiet neu entstehen muss. Es sind diese maßlosen Übertreibungen die leider nur von Fachleuten durchschaubar sind.

In der Krise liegt immer auch die Chance - die Chinesen unterscheiden da gleich überhaupt nicht !
Im Fahrzeugbau direkt dürften 83.000 Arbeitsplätze wegfallen. „Andere Branchen geraten ebenfalls in Mitleidenschaft und müssen mehr als 30.000 Stellen abbauen“, erwarten die Forscher der zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Denkfabrik. Gleichzeitig dürften ihnen zufolge beinahe 16.000 neue Stellen geschaffen werden, etwa im Bauwesen, bei Stromversorgern oder in Teilen des Dienstleistungsbereiches und des Verarbeitenden Gewerbes.
Wer jetzt rechtzeitig reagiert kann ganz gewiss auch Stellen die ja unser "Fachkräftemangel" aufzeigt "anpeilen" - meint intensiv an seiner Fachausbildung arbeiten oder auch einen Wechsel vornehmen. Etwas, was ich für mein ganzes Berufsleben, als vollkommen selbstverständlich angesehen habe.

Es ist dafür genügend Zeit vorhanden, allerdings nur, wenn man sofort ab 2019 damit beginnt. Da Jammern und Abwarten bis es tatsächlich zu spät ist, muss ja nicht wirklich sein....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Mi 5. Dez 2018, 20:34

Kamikaze hat geschrieben:(05 Dec 2018, 16:33)

Weitere Nachweise in den Originalposts und in diesem (und anderen) Threads.
Panikmache a la "Wo soll nur der ganze Strom her kommen?!" sind längst widerlegt und fallen daher in den Bereich "Scheinargument" oder auf neudeutsch "Fake". :rolleyes:


Es geht (mir) nicht um die Herkunft...sondern um das Netz...

Vergleichbar mit nem Hydranten auf der Strasse.... soll nun fast jeder Haushalt soviel "Bums" nehmen können .
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
van Kessel
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Re: Elektroautos.

Beitragvon van Kessel » Mi 5. Dez 2018, 22:36

Hey "Teeernte"](05 Dec 2018, 20:34)
Es geht (mir) nicht um die Herkunft...sondern um das Netz...Vergleichbar mit nem Hydranten auf der Strasse.... soll nun fast jeder Haushalt soviel "Bums" nehmen können .
wenn du die Herkunft ausklammerst, begehst du schon den ersten Fehler. So sind die 'Stromautobahnen' so unfertig wie ein Flug'platz' in Berlin. Die Denke unserer Politiker ist daher so wie beim 'schnellen' Internet. Sollen sich die Leute erst mal so'ne Computerkiste o.ä. anschaffen, dann kümmern wir uns um die Netze. Chinesen denken da wohl eher pragmatisch und machen das Netz fertig, ehe sie ihre Kunden 'einfangen' (auch wenn der Strom a la China, der Klimawelt den Rest geben wird).
Technisch hast du natürlich recht. Eine ganze Strasse wird kaum an einer 230 Volt-Leitung all die aufgeblasenen SUVs aufladen können. Schon ein simples e-bike hat in meiner Nachbarschaft ein ganzes Haus abgefackelt, weil der Strom für das Aufladen aus den Solarzellen kam. Die Feuerwehr mühte sich, doch kam sie mit dem Löschwasser nicht unter die Solarzellen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 6. Dez 2018, 10:49

Ob beim Nachdenken "Logik" und möglichst auch wenigstens rudimentäres Fachwissen eine Rolle spielt ?

Es wird wohl mindestens 5 lange Jahre dauern bis eine "signifikante" Anzahl Elektroautos "ans Netz gehen". Auch wenn einigen hier Gesetze offensichtlich und wohl auch grundsätzlich am Allerwertesten vorbeigehen - JEDER Anschluss für ein Elektrofahrzeug ist längst meldepflichtig - zuständig ist die Bundesnetzagentur und das heimische EVU.

Mit "jedem Anschluss" meine ich selbstverständlich nicht die 16A 230 V haushaltsübliche Steckdose sondern die sog. "Wallbox". Letztere ist kein Job für Bastler und wenn doch, ist es spätestens die Versicherung die dann womöglich nicht zahlt, was genügend Abschreckungspotential hat für folgende "Bastler". Die wenigsten sind sich darüber im klaren wie genau die Kripo und Brandexperten "hinsehen" wenn es irgendwo gebrannt hat. Die "Gespensterbrände" von Häusern mit PV - was zu der meist sehr voreiligen Annahme von Laien verleitet, die hätten den Brand ausgelöst, da kann nur die Statistik helfen und eben nicht das "Gefühl" es sei so. Das - wer das schon erlebt hat weiß von was ich rede - eine PV das Löschen unter der PV erheblich erschwert ist logisch aber unwesentlich - wenn Wasser - viel Wasser in die brennende Hütte fließt, dann ist das immer ein Totalschaden. Daran ändert die Schwierigkeit für die Feuerwehr nur wenig.

Mit etwas Verstand und Logik ist erkennbar, wie also diese Entwicklung gerade von den davon Betroffenen - den EVU - genau verfolgt wird. Strom ist ein gutes Geschäft. Das kann und will sich kein Unternehmen welches davon lebt wohl kaum entgehen lassen. Ergo werden die notwendigen "Ertüchtigungen" selbstverständlich das Anwachsen von weiterem Strombedarf begleiten. Das dies Kosten verursacht - prima - nennt sich Investition und ist wichtiger Bestandteil auch der "sozialen Marktwirtschaft"...

Nebenbei - in keinem auch noch so kleinen Kaff in D werden die Anlieger mit "einer 230 Volt-Leitung" versorgt. Meine Hütte hat eine Drehstromeinspeisung mit jeweils 80A Nennleistung - ganz wie alle anderen Anlieger auch. Nun selbst wenn alle Anlieger gleichzeitig mit einem Ladevorgang "ans Netz" gingen (was schon mal sehr unwahrscheinlich ist), keiner davon benötigt exakt die selbe "Nachladung" ;)

Sollte das zum Problem werden - das zu erkennen bleibt reichlich Zeit - kann man bestimmte Zeiten drastisch verteuern, um so die Masse derer die laden möchten / müssen in die abnahmeschwachen bzw. in Zeiten mit hoher Input verschieben. Wenn das nicht ausreicht den Strom an dafür geeigneten Wallboxen reduzieren (da die Wallbox genehmigungspflichtig ist, braucht sie eine gültige Typengenehmigung).

Was Dir van Kessel auch sichtlich unklar ist, es gibt mindestens in der Elektrotechnik einen sog. "Gleichzeitigkeitsfaktor" - der bestimmt über mathematische Verfahren wie viele Großverbraucher zum selben Zeitpunkt überhaupt am Netz sein könnten. Wer sich nun die statistischen Zahlen des KBA ansieht und die tägliche Fahrleistungen der sehr unterschiedlichen KFZ-Nutzer, wird schnell erkennen, dort wo meist kleine Strecken täglich anfallen, wird um "Nachzuladen" also auch eine Vielzahl kleiner Ladevorgänge notwendig sein. Diese können "durchaus gestreckt" werden. Wer tatsächlich 400km und mehr am Stück fährt (eine Minderheit) lädt ohnedies an eine Schnellladestation "irgendwo außerhalb". Bis die in großer Zahl benötigt werden, wird es die auch geben - daran habe ich nicht die geringsten Zweifel. Was für mich auch ohne Zweifel ist, der Fiskus wir selbstverständlich mit sinkendem fossilen Kraftstoffbedarf, den Strom für Mobilität stärker belasten. Also ein weiterer "natürlicher Verbündeter" der erhebliches Interesse am notwendigen Ausbau von Ladepunkten hat. Ob da nun ein extra Zähler fällig wird, oder man einfach die notwendigen Daten aus den Fahrzeugen gewinnt, kann ich heute noch nicht wissen. Das dies aber geschehen wird, da bin ich mir sehr sicher.

Noch ein weiterer Aspekt - in meiner PV wird sich vermutlich im nächsten Jahr ein Batteriespeicher "einfinden". Der wird schon aus Kostengründen kaum mehr als eine Kapazität bis 10 kWh haben. Auch kleinere Traktionsbatterien haben je nach Fahrzeug mindestens die doppelt oder mehrfache Kapazität. Es wäre sehr dumm, dies wachsende Kapazität nicht mit dem Netz "rückzukoppeln" - meint die dort vorhandene Energie für "gutes Geld" dann einzuspeisen, wenn warum auch immer gerade hoher Bedarf herrscht. Erste Versuche in diese Richtung gibt es schon. Es lohnt im Moment nicht darüber zu diskutieren oder sich künstlich aufzuregen. "Wat kütt, dat kütt. Et kütt wie et kütt" meinen zumindest die Kölner.

Hat man sich mal mit den Veränderungen abgefunden - was je nach Personalität von schnell bis niemals passiert, werden zumindest Fachleute erkennen (manche erkennen müssen) el. Strom statt "Fossilien" hat eine sehr großen Vorteil, die notwendige Energiemenge ist beim Strom wesentlich günstiger, als bei jedem Verbrennungsvorgang. Das impliziert selbstverständlich, das auch schon beim Generieren des Stroms "nix mehr verbrannt" wird. Strom aus EE ist die einzige Möglichkeit das zu realisieren. Sowieso die günstigere Energiequelle, weil sie schon wegen der deutlich geringeren Energiedichte zu sparsamem Umgang mit Energie "erzieht". Aber auch, weil der Eigenbedarf bei der Generierung von Strom aus Verbrennungsprozessen einen sehr hohen und unvermeidlichen Eigenbedarf "im Rucksack" hat.

Um darüber zu debattieren muss man leider ein Mindestmaß von Basiswissen besitzen. Ansonsten, wo man seine Gefühle austoben möchte, empfehle ich die hier reichlich vorhandenen politischen Themen - da muss man nur wenig wissen und kann dennoch überall mitreden... ;)
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Do 6. Dez 2018, 12:07

Kamikaze hat geschrieben:(05 Dec 2018, 16:33)
Panikmache a la "Wo soll nur der ganze Strom her kommen?!" sind längst widerlegt und fallen daher in den Bereich "Scheinargument" oder auf neudeutsch "Fake". :rolleyes:

Das sehe ich genau so. Leider sind die notorischen Schwarzseher nicht bereit, sich vom Gegenteil ihrer längst widerlegten Meinungen überzeugen zu lassen. Es kann nicht sein was nicht sein darf.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Do 6. Dez 2018, 13:02

van Kessel hat geschrieben:(05 Dec 2018, 22:36)

Hey "Teeernte"](05 Dec 2018, 20:34)
wenn du die Herkunft ausklammerst, begehst du schon den ersten Fehler. So sind die 'Stromautobahnen' so unfertig wie ein Flug'platz' in Berlin. Die Denke unserer Politiker ist daher so wie beim 'schnellen' Internet. Sollen sich die Leute erst mal so'ne Computerkiste o.ä. anschaffen, dann kümmern wir uns um die Netze. Chinesen denken da wohl eher pragmatisch und machen das Netz fertig, ehe sie ihre Kunden 'einfangen' (auch wenn der Strom a la China, der Klimawelt den Rest geben wird).
Technisch hast du natürlich recht. Eine ganze Strasse wird kaum an einer 230 Volt-Leitung all die aufgeblasenen SUVs aufladen können. Schon ein simples e-bike hat in meiner Nachbarschaft ein ganzes Haus abgefackelt, weil der Strom für das Aufladen aus den Solarzellen kam. Die Feuerwehr mühte sich, doch kam sie mit dem Löschwasser nicht unter die Solarzellen.


Strom- Bahn ist bei mir NETZ. Wenn die Umwelttruppe mal die Kabel nach Afrika verlegt hat....und hier 50% des eingespeisten Solarstroms mal ankommen..... ist es WURST woher der Strom kommt....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon van Kessel » Do 6. Dez 2018, 14:21

Hey "immernoch_ratlos"](06 Dec 2018, 10:49)
Ob beim Nachdenken "Logik" und möglichst auch wenigstens rudimentäres Fachwissen eine Rolle spielt ?
du solltest hier nicht mit Farbe rum kleckern, sondern das Lesen was geschrieben war. Es ging nicht um die technischen Details (da bist du ja hinreichend bewandert), sondern um die Tatsache, dass die Stromautobahnen noch nicht fertig sind. Gleichzeitig aber ein Hype der PKW-Industrie um e-Cars einsetzt.

Wenn ich von einer 230 Volt-Leitung schrieb, so war dies keine technische Ansicht, sondern die Feststellung, dass die vorhandenen Ladesäulen schon jetzt überbelegt sind. Da ich kein e-car fahre, bin ich auf die Auskünfte des ÖRTV angewiesen, welches feststellte, dass man kaum von München nach Hamburg kommt, ohne umständliche, zeitraubende Suche nach diesen Säulen.

Es wäre richtig informativ, wie sich der Gesetzgeber die 'Strombetankung' bei Millionen von PKW vorstellt. Hinweise, dass die Stromindustrie dies schon wuppert, reicht nicht aus.

Wenn ein rudimentäres Verständnis von Elektrizität herrschen sollte, dann wäre es angebracht nicht dies anzuprangern, sondern die rudimentäre Informationspflicht einer Regierung, welche bisher der konventionellen PKW-Industrie das Toilettenpapier reichte, aber den Käufern von PKW, unfertige Autos andrehen ließ, ohne Rückruf (wie es Aldi bei jedem Marmeladenglas mit vermuteten Glassplittern selbstverständlich ist).

Nicht die Logik gebietet in Deutschland wenn es um Autos geht, sondern die Lobby, Hand in Hand mit einer Administration, welche noch 'dümmer' ist als hier schreibende User.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Do 6. Dez 2018, 14:47

van Kessel hat geschrieben:(06 Dec 2018, 14:21)

Wenn ich von einer 230 Volt-Leitung schrieb, so war dies keine technische Ansicht, sondern die Feststellung, dass die vorhandenen Ladesäulen schon jetzt überbelegt sind. Da ich kein e-car fahre, bin ich auf die Auskünfte des ÖRTV angewiesen, welches feststellte, dass man kaum von München nach Hamburg kommt, ohne umständliche, zeitraubende Suche nach diesen Säulen.
Es wäre richtig informativ, wie sich der Gesetzgeber die 'Strombetankung' bei Millionen von PKW vorstellt. Hinweise, dass die Stromindustrie dies schon wuppert, reicht nicht aus.

Ein sehr großer Anteil, vielleicht auch die breite Masse aller Autofahrer muss nicht (regelmäßig) mit dem PKW von München nach Hamburg fahren. Die meisten Autos werden im Kurzstreckenverkehr eingesetzt. Und für die sieht die Versorgung mit Stromtankstellen gar nicht mal sooo schlecht aus. Zudem dürften alle Eigenheimbesitzer kein Problem damit haben, ihren Stromer an der heimischen Steckdose aufzuladen. Für kleine Wägelchen wie den Smart reicht sogar die normale 1-Phasen-Haushaltssteckdose:
Ladetechnik und Ladedauer
2,3 kW - "Haushalts-Stecker" 8 Stunden
3,3 kW - Typ 2 (1-phasig, 16 A) 5,5 Stunden
4,6 kW - Typ 2 (3-phasig, 16 A) 4 Stunden
11 kW - Typ 2 (3-phasig, 16 A) 2 Stunden
22 kW - Typ 2 (3-phasig, 32 A) 1 Stunde

Was ich damit sagen will: Ein sehr großer Teil aller Autofahrer wäre gar nicht auf 800 Km Reichweite oder auf eine öffentliche Stromzapfsäule angewiesen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon van Kessel » Do 6. Dez 2018, 15:04

Hey "Raskolnikof"](06 Dec 2018, 14:47)
Ein sehr großer Anteil, vielleicht auch die breite Masse aller Autofahrer muss nicht (regelmäßig) mit dem PKW von München nach Hamburg fahren. Die meisten Autos werden im Kurzstreckenverkehr eingesetzt. Und für die sieht die Versorgung mit Stromtankstellen gar nicht mal sooo schlecht aus. Zudem dürften alle Eigenheimbesitzer kein Problem damit haben, ihren Stromer an der heimischen Steckdose aufzuladen. Für kleine Wägelchen wie den Smart reicht sogar die normale 1-Phasen-Haushaltssteckdose:
Ladetechnik und Ladedauer
2,3 kW - "Haushalts-Stecker" 8 Stunden
3,3 kW - Typ 2 (1-phasig, 16 A) 5,5 Stunden
4,6 kW - Typ 2 (3-phasig, 16 A) 4 Stunden
11 kW - Typ 2 (3-phasig, 16 A) 2 Stunden
22 kW - Typ 2 (3-phasig, 32 A) 1 Stunde

Was ich damit sagen will: Ein sehr großer Teil aller Autofahrer wäre gar nicht auf 800 Km Reichweite oder auf eine öffentliche Stromzapfsäule angewiesen.
nach dem TV-Bericht sollte es nicht um die Streckenlänge gehen (M -HH) sondern um die Verfügbarkeit und Ladedauer von Ladesäulen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Do 6. Dez 2018, 15:44

Das verstehe ich ja. Für die Langstreckenfahrer ist das Elektroauto heute sicherlich noch nicht die beste Wahl, weil in der Tat Stromzapfsäulen fehlen und die Ladedauer noch zu lang ist. Sehr vielen Autofahrern, die ihr Auto fast oder nur auf Kurzstrecken einsetzen kann das aber egal sein. Was da heute eben noch "stört" ist der verhältnismäßig hohe Preis dieser Autos. In China boomt das Geschäft mit den Stromern, weil der Staat diese gehörig subventioniert.

https://www.stern.de/auto/news/chinas-- ... 5106851984

https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... suv-china/

Kürzlich hörte ich im Radio, dass die Chinesen erwägen mit staatlicher Unterstützung ein Händler-und Servicenetz für ihre hier noch unbekannten Hersteller von E-Automobilen in Europa zu errichten. Das könnte ein sehr harter Schlag für unsere Automobilindustrie werden. Am Beispiel Photovoltaiktechnik kann bzw. konnte man ja sehen, zu welchen Waffen die Chinesen greifen um die Vormachtstellung in bestimmten Wirtschaftsbereichen zu erlangen.
Wenn beispielsweise die beiden vorgenannten E-Autos (s.Links) zu ähnlichen "Schleuderpreisen" bei uns auf den Markt kämen dann Gnade unseren Automobilherstellern.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon van Kessel » Do 6. Dez 2018, 22:45

Eine Staatswirtschaft (wie China) kann selbstverständlich jede demokratische Wirtschafts- und Gesellschaftsform leicht aus den Angeln heben. Der Grundfehler der Frau Merkel war, dass sie die PKW-Industrie über Jahre pamperte (und schützte) und so die 'Evolution' des Transportwesens, aushebelte.
Wer sich auf seinen Meriten ausruht, wird träge und möchte ein "weiter so" für immer konservieren.

Zum Ende gedacht, hat in Bälde die christlich-soziale Regierung, den Verlust von hunderttausend Arbeitsplätzen zu verantworten.

Ein Fukushima-Schock, den Frau Merkel als Anlass nahm, die Energiepolitik radikal umzubauen, hat keine Augen geöffnet. Die Herren der 'freien Fahrt für freie Bürger' haben ihre Lobby aktiviert, um ein anstrengungsloses Einkommen zu generieren. Stromautobahnen, Atom-Endlager...alles
notwendige Unternehmungen, wurde mit BER-Flugplätzen oder sinnlosen Bahntunnel in Stuttgart oder einer ausufernden - auswärtigen - Verteidigungspolitik, übertüncht. Man kann Geld nur einmal ausgeben. Prioritäten wurden einer mauen Koalition geopfert, welche eine Homo-Ehe als Höhepunkt ihres langjährigen Schaffens auszuweisen hat. Ein wenig dünn, wenn man den 'Standort' Deutschland feiern möchte und den Trend verschläft.

Jugend forscht mit selbstfahrenden Autos. Die Frage ist nur, ob diese Wundermaschinen mit den Straßen, Staus, Überfülle und Parkraumnot das richtige Rezept ist, die Mobilität in einem vollen Land zu bewerkstelligen. Man könnte ja auch versuchen, die Personenbeförderung mittels uralter Technik (Eisenbahn) zu bewerkstelligen. In einer Eisenbahn mit allem Schnickschnack, fahrenden Büros, geregelter Klimatik und vor allen Dingen exakter Pünktlichkeit, wieder salonfähig zu machen.

Es ist nicht einsichtig, der Familie Quandt & Co. mittels verdreckter Technik, noch mehr Geld in das nimmersatte Maul zu stopfen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 6. Dez 2018, 23:03

van Kessel hat geschrieben:Es wäre richtig informativ, wie sich der Gesetzgeber die 'Strombetankung' bei Millionen von PKW vorstellt. Hinweise, dass die Stromindustrie dies schon wuppert, reicht nicht aus.
Der Gesetzgeber hat das durchaus geregelt - Ladepunkte sind sind schlicht meldepflichtig. Mir reicht da völlig - a) weil ich in den nächsten 2 ... 3 Jahren (leider) kein Elektroauto erwerben kann. b) Mein Diesel PKW ist noch viel zu "jung" und ich fahre in die Städte meiner Umgebung sowieso nicht ein, sondern habe schon seit Jahren überall ein "günstiges Plätzchen" in der Peripherie gefunden. Auf dem Land wo ich wohne ist die Fahrzeugdichte noch sehr moderat. Da besorgen die Traktoren den "notwendigen" Schadstoffausstoß auch ohne mich ganz ordentlich. Mit meinen ca. 7.000 km/a sind das 135 km/ Woche oder 7 - 4 = 3 Tage die Woche an dem ich überhaupt fahre was in etwa 45km/d ausmacht. Keine Frage jedes Elektroauto das 120 ... 150 km "im Tank hat" würde mir reichen. 12,5kWh/100 km = 125 Wh/km die notwendigen 5,625 kWh/45 km könnte ich problemlos aus einer üblichen Schukosteckdose der "230 V / 16 A Klasse" über Nacht oder besser tagsüber aus der PV nachladen.

Ich wüsste nicht wo ich da den "Staat" brauchen müsste...

Wenn diese ewigen Kritiker sich mal selbst bemühen würden, würden sie feststellen, das es sehr wenige Menschen gibt, die auf Superduperschnellladestationen angewiesen sein könnten. Dazu müssten sich alle Fahrgewohnheiten auf das drastischste ändern...

Das wird Dich jetzt entrüsten - alles andere regelt der Markt. Ich könnte Dir da einiges nennen, wo es vergleichbare Entwicklungen gab. Keine davon kann allerdings 1 : 1 übertragen werden. D ist nun mal keine DDR 2.x wo der Staat alles regelt. Regelt "er" tatsächlich mal etwas, wird es immer jemanden geben der genau mit dieser "Regelung" höchst unglücklich sein wird.

Was die "230 Volt-Leitung" angeht - das ist bei jedem Standard etwas was keinen "öffentlichen Ladepunkt" mit Strom versorgen wird.

Soviel "Technologie" muss schon sein. Raskolnikof hat Dir doch freundlicher Weise die öffentlich üblichen Nennleistungen genannt. Es ist völlig gleichgültig für den Elektroautobesitzer was da technisch abläuft, Hauptsache er findet den gewünschten Anschluss. Das ist längst kein Hexenwerk mehr einfach mal bei Tante Google nachfragen : "App für Ladestationen" Wer heute ein Elektroauto fährt, wird sich das was in seiner Umgebung verfügbar ist VOR dem Kauf schon mal angesehen haben. Noch steht dieses "Projekt" am Anfang, entwickelt sich aber exponentiell. "Statista" meldet zum 01.01.2018 = 53.861 Elektroautos im Bestand - gleichzeitig "Anzahl der Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland (2018) = 27.964"
statista hat geschrieben:Auch im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektroautos sind in Deutschland Fortschritte zu verzeichnen. So wird einer Prognose zufolge die Anzahl der Ladestationen von rund 6.578 (Stand: April 2017) bis zum Jahr 2020 auf rund 150.000 Stationen ansteigen. In Deutschland ist Berlin mit 536 öffentlichen Ladepunkte vor Stuttgart und Hamburg die Stadt mit den meisten Ladenpunkten in Deutschland. Die RFID-Karte ist das meistgenutzte Bezahlsystem für Ladeinfrastruktureinheiten im Bundesgebiet. Dabei handelt es sich um kontaktlose Chipkarten mit funktechnischer Daten und Energieübertragung.
2020 ist in ca. 2 Jahren. Worüber soll sich also Heute schon jemand aufregen, der selbst kein solches Gefährt besitzt und wohl auch in naher Zukunft nicht besitzen möchte :?:

Warum um alles in der Welt ist das so ein Aufreger ? Sämtliche Firmen die ab 2019 verstärkt den Markt mit ihren Elektroautos beglücken werden, haben ein vitales Interesse daran, das ihre Kunden auch passende Ladestationen vorfinden. Die schon genannten EVU haben überall - jedenfalls in die Städte die ich in letzter Zeit besucht habe - die Initiative ergriffen und zahlreiche Ladestationen aufgestellt. Auch Tankstellen bereiten sich vor ihren potentiellen Kunden Ladestationen zu bieten.

Zwar habe ich dazu keine verwertbaren Zahlen, aber es erscheint zumindest logisch, es dürfte sich bei den derzeitigen Eignern von Elektroautos noch hauptsächlich um Eigenheimbesitzer handeln, die immer auch auf eine heimische Stromquelle zurückgreifen können.

Was soll aber anders sein als bei Eignern von gasbetriebenen PKW - auch die kommen mit den zurecht, was der "Markt anbietet". Jeder der seine normalen Sinne zur Verfügung hat wird also stets zuerst prüfen ob er seinen Bedürfnissen entsprechend sich ein Elektroauto anschaffen möchte oder ob er / sie noch abwartet. Da der jährliche "Ersatzkauf" eines PKW so um die 3,5 Millionen liegt und Elektroautos nun einen Bruchteil davon ausmachen, ist keine besondere Eile geboten. Ob der "Staat" da überhaupt erwünscht ist - muss nach dem was da seit Jahren passiert, doch sehr bezweifelt werden.

Die meisten "Rahmenbedingungen" sind gesetzt - es gibt massig Apps die helfen eine passende Ladesäule zu finden - bei dem Tempo der Digitalisierung, wird es sicher möglich sein eine "gerade besetzte" von "noch freien" Ladepunkten zu unterscheiden. Ansonsten gilt zumindest für mich : Was eigentlich für jede Entwicklung steht - es ist schlicht Unsinn, eine laufende Entwicklung mit nahezu völlig offener Zielvorstellung so zu betrachten, als handle es sich um eine komplett abgeschlossene, im Endstadium befindliche Entwicklung.

Nach dem letzten Beitrag von Dir, nehme ich an - keinen Regierung dieser Welt könnte Dich auch nur im entferntesten zufrieden stellen. Es wird immer Veränderungen geben, die außerhalb von deren Einfluss steht. Regieren besteht zu einem Großteil aus "reagieren" - leider geht auch da immer etwas schief und da alle mitbestimmen dürfen, Du und ich jeweils zu einen ca. 40 Millionstel, müssen wir einfach abwarten wie das ausgeht.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon van Kessel » Do 6. Dez 2018, 23:29

"immernoch_ratlos"](06 Dec 2018, 23:03)
Nach dem letzten Beitrag von Dir, nehme ich an - keinen Regierung dieser Welt könnte Dich auch nur im entferntesten zufrieden stellen.
Du übersiehst, dass ich ein Teil dieser 'Regierung' bin. Es mag Leute geben, welche Loblieder singen, es gibt aber auch jene, welche den Zeigefinger erheben. Ein zufriedenes Volk ist ein sterbendes Volk.
Es wird immer Veränderungen geben, die außerhalb von deren Einfluss steht. Regieren besteht zu einem Großteil aus "reagieren" - leider geht auch da immer etwas schief und da alle mitbestimmen dürfen, Du und ich jeweils zu einen ca. 40 Millionstel, müssen wir einfach abwarten wie das ausgeht.
der Kanzler wird's schon richten? Wenn die zwei 40-millionsten Teile des Souveräns Kritik äußern (pro oder kontra) könnten die restlichen millionstel Teile sich Gedanken machen, ob die Karre nicht vor einem Baum landet.

Der Staat (von uns beauftragt) benötigt keine Claqueure, sondern Kritiker und Mahner, Immer! Ich betrachte den Staat als unvermeidliche Notwendigkeit; nicht mehr und nicht weniger.

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