Elektroautos.

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Teeernte
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Sa 21. Jul 2018, 13:44

immernoch_ratlos hat geschrieben:(20 Jul 2018, 21:36)

etwas mager dieser ADAC-Autokostenvergleich - mir fehlt auch ein Datum - in Zeiten mit großen Veränderungen wäre das sicher angebracht.

Nun mich wundert dieser sehr hohe Preis pro €-Cent/km nicht wirklich.

Doch was den ADAC angeht, der kann das auch besser :

"Kostenvergleich E-Fahrzeuge + Plug-In Hybride gegen Benziner und Diesel"(STAND 04-2018) PDF-Download (startet automatisch)


. Besonders, wenn man "Strom mit 0,30 € (kWh)" einsetzt. Das sehr viele Käufer auf "hausgemachten Strom" zumindest teilweise zurückgreifen können, ist sicher mangels belastbarer statistisch relevanter Zahlen (bislang) nicht mit eingerechnet. Diesel - hier mit 1,19 €/l eingerechnet, ist inzwischen wohl bei dauerhaft 1,2x €/l angelangt, was die Distanz weiter verringert.

Viel interessanter - auch wegen der Kosten ist dieser ADAC-Artikel vom 20.06.2018 der mit Bastian Pfarrherr - Fachbereichsleitung Innovationsmanagement - Stromnetz Hamburg GmbH - in einem Interview : "Elektromobilität: Warum das Stromnetz intelligent werden muss" auf die künftigen Kosten eingeht :Wenn man Bastian Pfarrherr googelt stellt man fest "Dipl. Ing. Elektrotechnik, Energietechnik - Vattenfall Europe Netzservice" sollte schon wissen was er damit sagen möchte :Wie man hört - eine Entwicklung, welche sich an das Geschehen anpasst - von nichts kommt nichts - wo Kosten entstehen, werden sowohl Investitionen getätigt und es werden Arbeitsplätze in diesen neuen Bereichen entstehen. Arbeitsplätze die man eher nicht "auslagern" oder "automatisieren" kann. Disruptive Vorgänge lassen sich nicht einfach mal so stoppen. Die gesamte Automobilindustrie ist im Wandel begriffen. Das mag ja noch nicht jder begriffen haben, aber darauf nimmt Entwicklung wohl eher keine Rücksicht.

Noch eine "Grafik des Tages 19.07.2018" Quelle : FAZ "Auf diese E-Ato-Hersteller entfallen die meisten Prämien-Anträge" (Zwischenbilanz zum Antragsstand vom 30.06.2018 Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)



Genosse.....wer ladet einen PLUGIN mit Strom aus dem NETZ ?

Der PLUGIN läuft wie ein U-Boot im 2. Weltkrieg. ...wer VORAUSSCHAUEND fährt (Also nicht Digital) hat wenig zum rekuperieren....

>>Besonders spass :
Besonders, wenn man "Strom mit 0,30 € (kWh)" einsetzt. Das sehr viele Käufer auf "hausgemachten Strom" zumindest teilweise zurückgreifen können, ...


Warum nicht gleich den SOLARPANELBESITZER ? Richtig - die Anschaffung ....sowie die Anschaffung des HEIMISCHEN LAdegerätes und die Installation muss man MITRECHNEN.

Intelligentes Netz ? Mein REDEN - seit ... nun ja - der Strom "reicht" eben nicht für ALLE gleichzeitig. >> SOnst müsste man keine "Intelligenz" bemühen....

Der MARKT regelt auch bei den E-Dosen.

Deine Grafik - des ADAC - :D :D :D wieviel REINE E-Dosen stehen da noch drauf - weniger als Du Finger hast... :D :D :D

30.000 Km als PRIVATFAHRZEUG ? ....LAngstreckler - die willst Du mit einrechnen ?

Die MEISTEN E-Dosen über 20.000 Eu EK sind DIENSTAUTOS ! Dem Arbeitnehmer ist es EGAL - ob ihn der Arbeitgeber irgendwo neben Mäckes in der Arbeitszeit 3 Stunden LADEN lässt.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Sa 21. Jul 2018, 13:47

Ebiker hat geschrieben:(21 Jul 2018, 07:49)

Und der Verkehrskollaps wird durch E- Autos verhindert ?


Die ANDERE Hälfte der Gesamt-Menge ist grade "LADEN". :D :D :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Sa 21. Jul 2018, 13:49

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Jul 2018, 12:51)

Das ist nicht weiter schlimm und für die Umwelt nur vorteilhaft. [Moderation: unsachliche Provokation entfernt] Hauptsache, die Verbrenner verschwinden nach und nach von unseren Straßen. Gut fände ich, wenn beim heutigen Neukauf eines PKW mit Verbrennungsmotor eine Sondersteuer erhoben würde. :thumbup:


MAn fährt dann BUS ....oder LKW.

Dann brauchst Du grössere PArkplätze. Der eigene BUS ist ja vom Fahrverbot nicht betroffen.... Jeder sollte seinen eigenen BUS fahren. :D :D :D

[Moderation: bitte sachlich bleiben!]
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Gruwe » So 22. Jul 2018, 06:27



Das sind allerdings NUR die privaten Kosten!
Fürden Nutzer reicht diese Betrachtung, für die Politik/Gesellschaft sicher nicht.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » So 22. Jul 2018, 09:48

Aha, von zwei Möglichkeiten einfach mal jene aussuchen, welche die eigne Meinung am besten unterstützt :

https://www.adac.de/_mmm/pdf/Wie%20rent ... 262963.pdf

Warum nicht diese Ausführung - die selbe Quelle - mit recht aktuellem Datum und genau beschriebenen Berechnungsgrundlagen ?
ADAC hat geschrieben:Die Berechnungsgrundlagen Basis: ADAC Autokosten-Datenbank.

Im Kostenvergleich über fünf Jahre berücksichtigt: Wertverlust (ohne Zinsen), Aufwand für Ölwechsel, Inspektionen sowie übliche Verschleißteile und Kosten für den Reifenersatz. Kraftstoff- und Ölnachfüllkosten (Herstellerangaben zum Verbrauch nach ECE sowie den zum Zeitpunkt der Aktualisierung gültigen durchschnittlichen°° Kraftstoffpreisen je Liter), Diesel 1,19 €, Normal/Super 1,37€, SuperPlus 1,44 €, Strom 0,30 € (kWh), Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung mit 50 % (Standardtarif ADAC Autoversicherung, ohne Zusatzrabatte), aktuelle KFZ-Steuer. Sowohl die Steuerbefreiung wie auch die aktuellen Kaufprämien für Elektro- und Plug-In Hybride sind in den Berechnungen berücksichtigt.

Fahrzeugauswahl, technische Daten und Kosten entsprechen dem Stand April 2018. Alle Preise und Kosten inkl. ges. Steuern. Kraftstoffpreise können innerhalb Deutschland regional abweichen!

Hinweis: Bei Kostenangaben, die mit einem * (Stern) gekennzeichnet sind oder bei Modellen, bei denen die Kosten nur für die Standardkonstellation (15.000 km) angegeben sind, beruhen die darin enthaltenen Werkstattkosten auf Erfahrungswerten, da uns zum Zeitpunkt der Erstellung die notwendigen Informationen vom Hersteller (noch) nicht oder nicht vollständig vorlagen
Womöglich, weil es da - je nach Fahrleistung und Fahrzeugen eben nicht an hier "erwünschten" schlechten E-Vergleichswerte delegieren kann ? Oder weil man da zu den folgenden Schlüssen kommt ? :
ADAC hat geschrieben:Der Kostenvergleich Obwohl es den Elektroantrieb im Fahrzeugbau schon seit mehr als 100 Jahren gibt, haben die hohen Kraftstoffpreise im Jahr 2009 der alternativen Technologie einen deutlichen Schub gegeben. Doch noch immer lassen sich die Hersteller bis auf wenige Ausnahmen die Elektromobilität teuer bezahlen, was es schwierig macht, auch im Kostenkapitel zu punkten.

Die Spezialisten des ADAC haben deshalb nachgerechnet, ob es sich aktuell, neben dem ökologischen Aspekt auch wirtschaftlich lohnt, auf ein Elektroauto oder einen Plug-In Hybrid umzusteigen. Unser neuer Kostenvergleich enthält nahezu alle auf dem deutschen Markt aktuell erhältliche Elektroautos sowie Plug-In Hybride. Gibt es mehrere Ausstattungsvarianten, wird in der Tabelle beispielhaft immer nur eine davon aufgeführt. Hierbei werden die jeweils vergleichbaren Benzin- und Dieselmodelle gestaffelt nach unterschiedlichen Fahrleistungen gegenübergestellt. So können Sie schnell feststellen, ob – und ab wann der Stromer seinen konventionellen „Gegner“ kostenmäßig überholt.

Fazit Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb werden kostengünstiger. Dazu tragen, aufgrund sinkender Kaufpreise, höhere Stückzahlen wie auch die Umweltprämie von bis zu 4.000 € bei. Hinzu kommt ein immer breiteres Angebot an Elektro- sowie Plug-In Hybrid Fahrzeugen.

Durch verbesserte Batterietechnik sind bereits „reale“ Reichweiten von mehr als 300 km möglich. Damit jedoch die Kostenbilanz bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen besser ausfällt, müssen die Kauf- preise weiter sinken und dürfen nur geringfügig über denen eines vergleichbaren konventionellen Modells liegen. Auch die derzeit relativ günstigen Spritpreise macht es der Elektromobilität nicht leicht, im Kostenkapitel zu punkten. Während sich Elektro- und Plug-In Hybride ideal für Pendler und Fahrten im urbanen Umfeld eignen, sind diese für Langstreckenfahrer weniger geeignet
Man kann das Thema also objektiv oder wie hier üblich "Tenor - ist alles Scheiße" angehen. Hier nochmal das leider 9seitige PDF des ADAC :

"Was kosten die neuen Antriebsformen? Kostenvergleich E-Fahrzeuge + Plug-In Hybride gegen Benziner und Diesel"

Mit mehr, und besonders mit kostengünstigeren, an den tatsächlichen individuellen Bedarf angepassten Modellen, werden e-Mobile also durchaus mehr Käufer finden. Wer unbedingt auf Verbrennern besteht, kann die gern weiter kaufen. Das Risiko, so oder so nicht optimal eingekauft zu haben, kann inzwischen unschwer am Preisverfall der älteren Diesel abgelesen werden.

Was die volkswirtschaftlichen Kosten von fossilen Verbrennern angeht, muss man schon eine ganze Menge Fakten negieren, um e-Mobile schlechter darstellen zu können. "Langfristig" bedeutet häufig - der Anfang ist vergleichsweise teuer. Mobilität ist generell teuer. Nur weil derzeit die Preise für fossile Kraftstoffe "relativ" preisgünstig daherkommen, kann man bei steigender weltweitem Bedarf, eher nicht annehmen das dies auch weiter so bleibt. Das wird selbstverständlich auch die Kosten für den Wandel beeinflussen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » So 22. Jul 2018, 09:55

---Wichtiger Hinweis --- Ich weise die User darauf hin, dass meine Geduld am Ende angelangt ist. Provokationen sind zu unterlassen, Sachlichkeit ist gefordert.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 22. Jul 2018, 16:20

Im April war Gerdes zunächst vom Brief- und Paketbereich in den neuen Verantwortungsbereich „Corporate Incubations“ abgeschoben worden, in dem die Elektroauto-Produktion angesiedelt war. Wenig später war seine Zeit im Unternehmen ganz abgelaufen.


Gerdes ist raus ...Appel spricht von Verzetteln... Das Ende des Autobauers in der POST ?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 22. Jul 2018, 16:26

immernoch_ratlos hat geschrieben:(22 Jul 2018, 10:48)

Was die volkswirtschaftlichen Kosten von fossilen Verbrennern angeht, muss man schon eine ganze Menge Fakten negieren, um e-Mobile schlechter darstellen zu können. "Langfristig" bedeutet häufig - der Anfang ist vergleichsweise teuer. Mobilität ist generell teuer. Nur weil derzeit die Preise für fossile Kraftstoffe "relativ" preisgünstig daherkommen, kann man bei steigender weltweitem Bedarf, eher nicht annehmen das dies auch weiter so bleibt. Das wird selbstverständlich auch die Kosten für den Wandel beeinflussen.


Na - da ist es sooooo schöön, dass die Preise bei Strom so gefallen sind.

Der Plugin Hybrid wird ja auch mit Luft "geladen" hat mit einem Verbrenner gar nichts zu tun. :D

Das >>> ist Der Fortschritt..

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Re: Elektroautos.

Beitragvon Kamikaze » Di 31. Jul 2018, 11:55

Dynamisches und statisches Laden mittels Induktion (wie es z.B. auch bei elektrischen Zahnbüsten funktioniert) könnte in Verbindung mit autonomen Fahrzeugen eine sehr interessante Entwicklung darstellen: https://www.golem.de/news/elektromobili ... 28011.html

Die große Stunde des drahtlosen Ladens könnte [...] schlagen, wenn künftig autonome Elektroautos in den Städten unterwegs sind. Diese könnten dann die Ladeplätze selbst ansteuern und dort ohne die Hilfe eines Fahrers oder Roboterarms die Energie für ihre Batterien beziehen. Die Technik könnte daher für Taxidenste wie Uber oder Lyft interessant sein, die künftig selbstfahrende Autos einsetzen wollen. Google plant für seine selbstfahrenden Autos ebenfalls den Einsatz einer induktiven Ladetechnik.


Laut David Martell von der britischen Firma Chargemaster könnte das System beispielsweise an Taxiständen installiert werden. Damit könnten die Fahrzeuge kontinuierlich geladen werden, während sie sich in der Warteschlange nach vorne bewegen.


Auf der Teststrecke in Versailles ist es damit möglich, eine Leistung von bis zu 20 Kilowatt zu übertragen. Das reicht zwar nicht aus, um während der Fahrt auf der Autobahn tatsächlich den Akku komplett zu laden. Doch ähnlich wie bei einem Oberleitungssystem wäre es damit möglich, während der Fahrt die Energie aus der Infrastruktur zu beziehen.


Der Artikel ist vom Mai 2017 - leider konnte ich nichts aktuelleres zu diesem Thema finden.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Di 31. Jul 2018, 12:20

Kamikaze hat geschrieben:(31 Jul 2018, 12:55)

Dynamisches und statisches Laden mittels Induktion (wie es z.B. auch bei elektrischen Zahnbüsten funktioniert) könnte in Verbindung mit autonomen Fahrzeugen eine sehr interessante Entwicklung darstellen: https://www.golem.de/news/elektromobili ... 28011.html

Der Artikel ist vom Mai 2017 - leider konnte ich nichts aktuelleres zu diesem Thema finden.


Für Leistungsübertragung mit (höherem) Verlust verbunden. (Wir hatten dazu schon debattiert..)

Der Verlust ist BERECHENBAR. Bitte denke auch an die Wechselfelder im Nahbereich - die 100 mikrotesla nicht überschreiten dürfen. :D :D :D

Wenn schon Grenzwerte...denn schon Grenzwerte... auch für E-Dosen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Kamikaze » Di 7. Aug 2018, 08:27

Mit dem 100 mikrotesla-Grenzwert scheint das System klar zu kommen.
Dazu kommt:
Elektrische Felder lassen sich bereits durch dünne Metallfolien oder -netze praktisch vollständig abgeschirmen (Faraday’scher Käfig) und selbst Bäume oder Büsche schirmen schon sehr effektiv.

>Quelle<

Auf der gleichen Seite findet man zudem eine Tabelle, die erahnen lässt, welche Feldstärken in ca. 50cm Entfernung (Person sitzt auf der Motorhaube, direkt über der natürlich in keiner Weise abgeschirmten Ladeplatte) zu erwarten sind:

Beispiel: Bügeleisen (Angaben in Mikrotesla)
Abstand: 3-5cm: 8 - 30
Abstand: 30cm: 0,1 - 0,3
Abstand: 1m: 0,01 - 0,025

Beispiel: Staubsauger
Abstand: 3-5cm: 200 - 800
Abstand: 30cm: 2 - 20
Abstand: 1m: 0,13 - 2

Folglich sehe ich in diesem Grenzwert, der von dir immer als verhinderndes Kriterium dargestellt wird, kein Problem.

Dass die induktive Leistungsübertragung natürlich höhere Verluste mit sich bringt, als das Laden per Kabel ist unstrittig. Allerdings ist das z.B. auf der Autobahn eben nicht möglich (so lange sich keine Oberleitungssysteme durchsetzen).
Dazu kommt eben der Verzicht auf bewegliche Teile und der Komfortgewinn, sowie die Unabhängigkeit vom "steckenden" Menschen.
Ich sehe in dem System durchaus Vorteile. Allerdings ist es für den flächendeckenden Einsatz (leider) noch zu teuer.
Dazu kommt, dass besonders voll beladene LKW höhere Leistungen als 20kW brauchen. Dies könnte jedoch ggf. durch zusätzliche Sekundärplatten unter dem Fahrzeugboden bzw. unter Aufliegern gemindert werden, da so mehrfach Leistung abgegriffen werden könnte und Übertragungen von 20kw*x möglich wären, wobei der Abstand natürlich groß genug sein müsste, dass die Primärspulen nicht heiß laufen (--> x<=3? 60kW Dauerleistung sollten auch schweren LKW reichen, um ihre Geschwindigkeit zu halten...).
Wer viel kluges sagt ist klug,
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Di 7. Aug 2018, 15:25

Die autonomen Fahrzeuge im Hamburger Hafen werden zunehmend auch elektrifiziert. Teilweise fuhren sie noch dieselelektrisch und der Rest mit Blei-Säure-Akkus. Die moderneren Akkus sind leichter und schneller geladen: https://www.golem.de/news/hamburger-haf ... 35845.html
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Di 7. Aug 2018, 15:39

Kamikaze hat geschrieben:(07 Aug 2018, 09:27)

Mit dem 100 mikrotesla-Grenzwert scheint das System klar zu kommen.
Dazu kommt:

>Quelle<

Auf der gleichen Seite findet man zudem eine Tabelle, die erahnen lässt, welche Feldstärken in ca. 50cm Entfernung (Person sitzt auf der Motorhaube, direkt über der natürlich in keiner Weise abgeschirmten Ladeplatte) zu erwarten sind:

Beispiel: Bügeleisen (Angaben in Mikrotesla)
Abstand: 3-5cm: 8 - 30
Abstand: 30cm: 0,1 - 0,3
Abstand: 1m: 0,01 - 0,025

Beispiel: Staubsauger
Abstand: 3-5cm: 200 - 800
Abstand: 30cm: 2 - 20
Abstand: 1m: 0,13 - 2

Folglich sehe ich in diesem Grenzwert, der von dir immer als verhinderndes Kriterium dargestellt wird, kein Problem.

Dass die induktive Leistungsübertragung natürlich höhere Verluste mit sich bringt, als das Laden per Kabel ist unstrittig. Allerdings ist das z.B. auf der Autobahn eben nicht möglich (so lange sich keine Oberleitungssysteme durchsetzen).
Dazu kommt eben der Verzicht auf bewegliche Teile und der Komfortgewinn, sowie die Unabhängigkeit vom "steckenden" Menschen.
Ich sehe in dem System durchaus Vorteile. Allerdings ist es für den flächendeckenden Einsatz (leider) noch zu teuer.
Dazu kommt, dass besonders voll beladene LKW höhere Leistungen als 20kW brauchen. Dies könnte jedoch ggf. durch zusätzliche Sekundärplatten unter dem Fahrzeugboden bzw. unter Aufliegern gemindert werden, da so mehrfach Leistung abgegriffen werden könnte und Übertragungen von 20kw*x möglich wären, wobei der Abstand natürlich groß genug sein müsste, dass die Primärspulen nicht heiß laufen (--> x<=3? 60kW Dauerleistung sollten auch schweren LKW reichen, um ihre Geschwindigkeit zu halten...).


Das MAGNETFELD geht durch... Eine MAgnetfeldabschirmung ist nur schwer hinzubekommen... Hattest Du kein Physik ?

Wenn Du ein modernes Handy besitzen solltest...lad dir die App runter ---miss und schwatz kein Zeugs.


Messwerte - ...Realität ist "INN".



Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL, Schweiz:

"Seit über 20 Jahren besteht der Verdacht, dass Magnetfelder der Stromversorgung ein Risikofaktor für Leukämie bei Kindern sind. Die wissenschaftlichen Ergebnisse dazu waren lange Zeit uneinheitlich und ließen keinen klaren Schluss zu. Im Sinn der Vorsorge hatte der Bundesrat ( Schweiz) auch für diese Magnetfelder in der NIS-Verordnung von Ende 1999 einen Anlagegrenzwert festgelegt. Er beträgt 1 Mikro-Tesla (in Deutschland 100 Mikro-Tesla), dies entspricht einem Hundertstel des Wärmegrenzwertes der WHO. Heute, nicht einmal 2 Jahre nach Erlass der NISV, ist sich die Wissenschaft weitgehend einig, dass Magnetfelder möglicherweise krebserregend sind, und zwar bereits ab Dauerbelastungen von 0,4 Mikro-Tesla (µT). Die Verdachtsmomente haben sich somit bestätigt. Die Schweiz war daher gut beraten, frühzeitig vorgesorgt zu haben."


Weiterlesen... http://www.vorsicht-hochspannung.com/De ... ersion.htm

Bald werden auch die 100 mikrotesla herabgesetzt werden - die so ein Elektroauto heute nicht schafft..
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Kamikaze » Di 7. Aug 2018, 16:00

Teeernte hat geschrieben:(07 Aug 2018, 16:39)
Realität ist "INN".


Dann wäre es nett, wenn du deine Realität mal nicht in Halbsätzen in den Raum werfen würdest, sondern klar aufschlüsseln, was du denn nun meinst.
Ich werde mir das Rätselraten deiner Beiträge nicht länger geben. :)

"Meine" Realität sieht so aus:
“Es besteht eine große öffentliche Besorgnis bezüglich der Belastung durch magnetische Felder. Das Thema taucht regelmäßig in den Medien auf. Aufgrund der steigenden Anzahl an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen ist dieses Projekt sehr relevant,” sagt Kari Schjølberg-Henriksen, Physiker bei SINTEF.

“Es gibt absolut keinen Grund zur Besorgnis,” betont Schjølberg-Henriksen.
“Der Unterschied zwischen dieser und früheren Forschungsarbeiten ist, dass wir berücksichtigt haben, was zu Magnetfeldern beiträgt. Unabhängig von der Art des Fahrzeugtyps erzeugt bereits die Drehbewegung der Reifen an sich umfangreiche magnetische Felder.”

SINTEF führte mit insgesamt sieben unterschiedlichen Elektroautomodellen, einem Wasserstoffauto und einem Benziner Tests im Labor sowie unter Praxisbedingungen durch. Während die Intensität der magnetischen Felder in der Nähe des Fahrzeugbodens (und der Batterie) am stärksten war, bewegte sich die dort sowie im Kopfbereich entstehende Belastung für den menschlichen Körper im Rahmen der von ICNIRP (Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung) empfohlenen Grenzwerte.

Insgesamt lässt sich sagen, dass nur ein geringer Unterschied zwischen der Belastung durch Elektroautos sowie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor besteht, das bestätigte auch das US-Verbrauchermagazin Consumer Reports im Jahr 2010.

>Quelle<


@Frems: Das sind doch ermutigende Neuigkeiten. :)
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Di 7. Aug 2018, 16:03

Kamikaze hat geschrieben:(07 Aug 2018, 17:00)

Dann wäre es nett, wenn du deine Realität mal nicht in Halbsätzen in den Raum werfen würdest, sondern klar aufschlüsseln, was du denn nun meinst.
Ich werde mir das Rätselraten deiner Beiträge nicht länger geben. :)

"Meine" Realität sieht so aus:

>Quelle<


@Frems: Das sind doch ermutigende Neuigkeiten. :)


Die Firma hatte ein paar E-Dosen... und die Messwerte lagen bei 300 Mikrotesla. Gemessen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Kamikaze » Mi 8. Aug 2018, 05:39

Die "paar E-Dosen" war genau eine, und ein Hybrid (der auch nicht 300miT, sondern "nur" 140miT erbrachte):

2008 Chevrolet Cobalt 30 mG
2008 Chevrolet Tahoe Hybrid 14 mG


Gemessen wurde jeweils an den Füßen des Fahrers.
Alle anderen Messwerte waren jeweils WEIT unter 100miT.

For all vehicles, EMF readings were highest in the driver’s foot well and second-highest at the waist, much lower higher up, where human organs might be more susceptible to EMF. Typically, peak readings were highest under braking.
Among the 13 vehicles tested, the Chevrolet Cobalt had the highest peak readings, 30 mG at the feet and 16 mG at the knee.

oder auf deutsch:
Bei allen Fahrzeugen waren die EMF-Werte am Fuß des Fahrers am höchsten und am zweithöchsten an der Taille, viel höher im oberen Bereich, wo menschliche Organe anfälliger für EMF sein könnten. Typischerweise waren die Spitzenwerte beim Bremsen am höchsten.
Unter den 13 getesteten Fahrzeugen hatte der Chevrolet Cobalt die höchsten Spitzenwerte, 30 mG an den Füßen und 16 mG am Knie.


We can’t say whether the EMF levels we measured have any significance to people’s health or not. Even the highest reading we got, 30 mG in the Cobalt, doesn’t seem that high in the grand scheme of things.
To get a sense of scale, though, note that users of personal computers are subject to EMF exposure in the range of 2 to 20 mG, electric blankets 5 to 30 mG, and a hair dryer 10 to 70 mG, according to an Australian government compilation.


auch diese Passage übersetzt:
Wir können nicht sagen, ob die von uns gemessenen EMF-Werte für die Gesundheit der Menschen von Bedeutung sind oder nicht. Selbst der höchste Messwert, den wir bekommen haben, 30 mG im Cobalt, scheint im großen Ganzen nicht so hoch zu sein.
Um jedoch einen Eindruck von der Größe zu bekommen, beachten Sie bitte, dass Benutzer von PCs einer EMF-Exposition im Bereich von 2 bis 20 mG, Heizdecken von 5 bis 30 mG und einem Haartrockner von 10 bis 70 mG ausgesetzt sind, laut einer australischen Regierung Zusammenstellung.


>Quelle<
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Di 28. Aug 2018, 16:20

Zufallsfund: Die Firma AUDI hat in Kalifornien einen Stromer (Sportfahrzeug PB 18) vorgestellt, der 500 km Reichweite mit einer Batterieladung verspricht. Das Besondere daran: Eine Feststoffbatterie 95 kWh mit Wasserkühlung und mit einer Ladezeit von 1/4 Stunde aus einer 800 V-Ladestation.

https://efahrer.chip.de/news/500km-reic ... ampaign=ew

Dieser technische Fortschritt veranlaßt zu einigen kleinen Kommentaren:

    Wenn man 95 kWh in 1/4 Stunde aufladen möchte, dann müssen dazu in dieser Zeit mindestens 380 kW Ladeleistung verfügbar sein, also der Nennanschlußwert von 20 Einfamilienhäusern, alle gleichzeitig "unter Volldampf"... womit niemand im Ernst rechnet.

    Bei 800 V Ladespannung fließen dann 1/4 Stunde lang 475 A. Das sind eindrucksvolle technische Daten, die hier von Menschen bewegt werden müssen, meine ich.

    Batterien mit Wasserkühlung... da könnte das Heizungsproblem in der Fahrgastzelle im Winterbetrieb gelöst werden.
So weit die Elektrotechnik. Andere Einzelheiten zum PB 18 findet man in der genannten Quelle.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Raskolnikof » Di 28. Aug 2018, 17:17

Da würde ich mir lieber, wenn jetzt ein neues Auto dran wäre, den Opel Ampera-e kaufen. Der wird mit 520 Km Reichweite angegeben. Tests im Alltagsbetrieb haben eine Reichweite von 380 - 400 Km ergeben.
Vorteil gegenüber dem Audi: Ich könnte den über Nacht in der Garage aufladen, 2 bis 3x wöchentlich. Die Audi-Lösung ist ein Witz.
Mein derzeitiges Auto ist erst 2 ½ Jahre alt. So habe ich noch zwei Jahre Zeit, um auf die nächste Batteriegeneration zu warten. :)

Bei der Gelegenheit: Warum wird bei Autos eigentlich immer von der Autobatterie gesprochen, obwohl es doch ein Akku ist?
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mi 29. Aug 2018, 20:05

Raskolnikof hat geschrieben:(28 Aug 2018, 18:17)

Da würde ich mir lieber, wenn jetzt ein neues Auto dran wäre, den Opel Ampera-e kaufen. Der wird mit 520 Km Reichweite angegeben. Tests im Alltagsbetrieb haben eine Reichweite von 380 - 400 Km ergeben.
Vorteil gegenüber dem Audi: Ich könnte den über Nacht in der Garage aufladen, 2 bis 3x wöchentlich. Die Audi-Lösung ist ein Witz.
Mein derzeitiges Auto ist erst 2 ½ Jahre alt. So habe ich noch zwei Jahre Zeit, um auf die nächste Batteriegeneration zu warten. :)

Bei der Gelegenheit: Warum wird bei Autos eigentlich immer von der Autobatterie gesprochen, obwohl es doch ein Akku ist?


Ich vermute ungeprüft, daß im angelsächsischen Sprachgebrauch fast ausnahmslos von Batterien und "Battery Charger" gesprochen wird. Jeder weiß, daß das so nicht buchstäblich stimmt, aber alle wissen, was gemeint ist. Vergleichbare Unschärfen gibt es bestimmt noch in anderen Lebensbereichen.

Zur Ehrenrettung der Audi-Technik: Wenn technisch solche Ladestationen zur Verfügung stehen, dann könnte man die fast schon wieder neben "normale" Tanksäulen stellen. In 15 min fahrbereit für weitere 500 km... so schnell bekommt man an der Raststätte keinen Espresso, wenn da viel los ist! Ansonsten ist das ein "concept car"... wer weiß, was daraus eines Tages in marktfähige Fahrzeuge einfließen wird!
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Re: Elektroautos.

Beitragvon MoOderSo » Mi 29. Aug 2018, 20:32

H2O hat geschrieben:(28 Aug 2018, 17:20)
    Batterien mit Wasserkühlung... da könnte das Heizungsproblem in der Fahrgastzelle im Winterbetrieb gelöst werden.

Die Wärme entsteht vor allem bei sehr starken Lade- oder Entladevorgängen. Das heißt viel Vollgasfahren und Tanken im Winter. Praktisch ist das aber nichts weiter als ein Wirkungsgradverlust. Das heißt die Reichweite sinkt. Da könnte man genauso eine elektrische Heizung anschließen und gesittet fahren. Hätte den gleichen Effekt.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.

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