Elektroautos.

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Re: Elektroautos.

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 22:06

Man könnte den kat weglassen bei benzinern. Spart etliche Kilo. Evtl sollten nicht benötigte Sitze leichter entfernbar sein. Der Trend geht zum 7-Sitzer.
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Cat with a whip
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Cat with a whip » Do 9. Nov 2017, 07:20

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(08 Nov 2017, 21:53)

der gewichtszuwachs bei serienfahrzeugen ist schon lange ein riesiges problem. gewichtstreiber sind hier komfortausstattungen und sicherheit. heute wiegt ein fahrzeug der oberen mittelklasse mal eben 1,8 tonnen, da sind aber schon etliche leichtbaumaterialien verbaut. alufelgen mit magnesium, tragende bauteile aus alu, motorblock aus alu, usw usf...
das tesla model s wiegt satte 2,1 tonnen. ein Bugatti Veyron 16.4 mit mit 1200 ps und vmax von über 400 km(h wiegt dagegen nur 1,880 kg.
sogar der revolutionäre klein(!)wagen bmw i3 mit fertigung komplett aus kohlefaser, alu, magnesium und titan, kommt auf bis zu 1460 kg. dabei hat er im crashtest nur 4 von 5 sterne. gewicht besteuern halte ich für quatsch. man muss sich darüber klar werden, was in ein lastenheft eines angesagten fahrzeugs so alles rein muss.
man muss überlegen, wie man das wettrüsten bei komfort und sicherheit beenden kann...- :|


Das Wettrüsten wird nicht beendet weil die Bürger Politiker wählen die gekauft sind. Der Sigmar Gabriel macht zum Beispiel als Lobbyist Politik für den Volkswagenkonzern. Der CDU Politiker Wissmann ist Cheflobbyist für den VDA. Es gibt keine Absicht hier etwas zu reglementieren.
Aktuell haben deutsche Politiker in der EU-Kommission dafür gesorgt dass Autobauer weiter legal bei den CO2-Vorschriften und dem Verbrauchsangaben ihrer Fahrzeuge die Verbraucher betrügen können.
Daher ist auch die Klima und Umweltpolitik der deutschen Regierung eine Farce.

Die Leistungsteigerung der Motoren ist das eigentliche Problem. Die machten den Massenzuwachs möglich und damit einhergehend wiederum mehr Sicherheit nötig.
Die Flotten sind völlig übermotorisiert. Das sind teilweise Rennwagen die den Leuten als Alltagsfahrzeuge verkauft werden.
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H2O
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 9. Nov 2017, 09:04

Cat with a whip hat geschrieben:(09 Nov 2017, 07:20)
...
Aktuell haben deutsche Politiker in der EU-Kommission dafür gesorgt dass Autobauer weiter legal bei den CO2-Vorschriften und dem Verbrauchsangaben ihrer Fahrzeuge die Verbraucher betrügen können.
...


Vermutlich sind Sie in dieser Angelegenheit auf dem Holzweg; die EU-Kommission hat soeben Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Neuzulassungen bekannt gegeben: Ab 2022 unter 95 g CO2/100 km, und ab 2025 dann unter 60 g CO2/100 km. Dazu wird die EU praxisnahe Meßgeräte verwenden und die ausgelieferte Flotte auf Verläßlichkeit dieser Werte nachprüfen (TÜV?). Deutschlandfunk heute früh.

Ein kleiner Haken ist mir aufgefallen: Es gibt "Nachlaß" für Hersteller, wenn sie in ihrer Gesamtflotte auf Fahrzeuge mit "Null-Emission" anbieten. Hoffentlich steht dann nicht ein sauteures Muster im Schaufenster mit Stückzahl 100! Quoten wären besser: Gesamtausstoß der zugelassenen Flotte etwa.
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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 9. Nov 2017, 09:59

Cat hat geschrieben:Das Wettrüsten wird nicht beendet weil die Bürger Politiker wählen die gekauft sind. Der Sigmar Gabriel macht zum Beispiel als Lobbyist Politik für den Volkswagenkonzern. Der CDU Politiker Wissmann ist Cheflobbyist für den VDA. Es gibt keine Absicht hier etwas zu reglementieren.
Aktuell haben deutsche Politiker in der EU-Kommission dafür gesorgt dass Autobauer weiter legal bei den CO2-Vorschriften und dem Verbrauchsangaben ihrer Fahrzeuge die Verbraucher betrügen können.
Daher ist auch die Klima und Umweltpolitik der deutschen Regierung eine Farce.
Die Leistungsteigerung der Motoren ist das eigentliche Problem. Die machten den Massenzuwachs möglich und damit einhergehend wiederum mehr Sicherheit nötig.
Die Flotten sind völlig übermotorisiert. Das sind teilweise Rennwagen die den Leuten als Alltagsfahrzeuge verkauft werden.
Wie irre das insgesamt ist, wird mit den Ländern bei denen nirgendwo legal schneller als 130km/h gefahren werden darf (es sei den auf Rennstrecken) UND auf Deutschlands Autobahnen / Schnellstraßen wie diese WEB-Seite Verkehrsrecht | Tempolimits in Europa recht ausführlich beschreibt.

"Alle Welt" kauft und fährt jedoch Fahrzeuge, welche vorgeblich auf diese viel höheren Geschwindigkeiten auch sicherheitstechnisch ausgelegt sind. Was sich in sehr aufwendigen und sicher kaum gewichtssparenden Konstruktionen abbildet. Wobei die Überlebensmöglichkeit jenseits von 80km/h deutlich und nichtlinear abnimmt.

Noch sind alle Fahrzeuge eher als Statussymbol ausgelegt, denn bloßes Transportmittel zu sein. Die Illusion eines höchst stabilen und äußerlich auf Dominanz gestielter Karossen führt zu immer breiteren und längeren Fahrzeugen, welche was Parkplätze, aber auch in Baustellen zu grenzwertigen Abmessungen führt. All das und die inneren Gizmos "verlangt" wie selbstverständlich eine entsprechende Motorisierung. :dead:

Der Trend aus solchen Gründen "noch was draufzupacken" lässt sich selbst bei Fahrrädern beobachten. Überall bestimmt Schein das Sein. Daran wird sich in diesen Generationen nicht viel ändern. Die Gehirnwäsche solche Geräte toll zu finden und haben zu wollen ist weitgehend ungebrochen. Würde es gelingen die Illusion "Auto" wieder in ein reines Transportmittel nach ausschließlich praktischen Gesichtspunkten zu überführen, wäre wohl eine ganze Menge Gewicht und Übermotorisierung verschwunden.

Wie viel Illusion mit einem Automobil verbunden ist, zeigt sich doch gerade hier bei den e-mobilen. Geradezu groteske Ängste, man könne vollkommen "entladen" irgendwo liegen bleiben, werden von den üblichen Gegner jeglicher Veränderung geschürt und noch begieriger übernommen. Das die große Mehrheit tatsächlich in Distanzen pendelt, welche schon nahezu alle aktuellen e-mobile mühelos und ohne das "gefürchtete" Nachladen problemlos beherrschen, macht diese kindisch grotesken Ängste zu einer ganz besonderen Qualität. Zumal realistisch gesehen vollkommen klar ist, wer e-mobile VERKAUFEN möchte, wird selbstverständlich großes Interesse daran haben, das die Lademöglichkeiten für eine wachsende Flotte von e-mobilen geschaffen wird. Eine ähnliche Entwicklung von der "Apotheke zu ~15.000 Tankstellen" gab es ja in der fossilen Welt schon einmal :p

Ähnlich wie bei allen Aspekten der fossilen Mobilität, werden auch hier wieder vollkommen "überdimensionierte" Geräte entwickelt. Wieder wird nicht für die Masse der echten Bedürfnisse produziert, sondern das Vorbild ist der Exot mit dem überstarken Motor, und einer Akkugröße, welche allenfalls für eine Minderheit tatsächlich so groß sein muss :?: .

All das wird sich womöglich in nicht allzuferner Zukunft drastisch ändern. Die notwendigen Ressourcen wurde ja seit Beginn der industriellen Revolution, eher sinnlos verprasst und dies von einem relativ kleinen Teil der Bevölkerung in den hochentwickelten Staaten, die man an seinen Fingern abzählen kann. Setzt da kein vernünftiger Umgang mit dem was da noch übrig ist ein, wird all das nach und nach zu immer größeren Problemen führen müssen. Wie viele der derzeit 7,5 Milliarden Menschen können sich 2018 unseren irren Umgang mit Energie und Ressourcen leisten :?: Lediglich eine "kräftige" Minderheit. Unsere Maßstäbe sind derart wirklichkeitsfremd, dass es aus dem Blickwinkel von all denen, welche gerade genug zum fressen haben, wie eine Geistesstörung vorkommen müsste - wenn - ja wenn sie unser Bildungsniveau hätten und verstehen würden was da tatsächlich vorgeht. Zu unserem "Glück" ist alles was man dort möchte, lediglich zu uns, zu den Länder von scheinbar "Milch und Honig fließen" zu gelangen. Statt unsere Lebensweise an die Wirklichkeit anzupassen, müssen "wir" nun alles daransetzen, dieses unerwünschte Pack dort zu halten, wo sie unsere Vorstellung "was richtig und normal" ist, nicht weiter stören.

Das erstaunliche und zugleich entlarvende dieser Haltung ist das Eingestehen, der Tatsache, das unser "way of life" für sehr viel mehr Menschen schlicht nicht möglich ist. Wäre der allseitige Optimismus fundiert, könnten problemlos Millionen zusätzliche Menschen hier auf unsere Weise leben. Doch wir WISSEN es tatsächlich besser ! Da sich nach wie vor (von einer winzigen Minderheit einmal abgesehen) alle nur über Arbeit - Leistung - Höchstleistung definieren können und müssen, ist in unserer "1. Welt" keinerlei Platz für Menschen, die lediglich niederen manuellen Arbeiten "im Angebot" haben. Müssen "wir" doch selbst mit der Tatsache leben, dass auch der "Stammbesatzung" immer weniger solcher Arbeitsplätze anboten werden können. Nahezu all der unnatürliche Luxus - speziell die Art, Zahl und Ausstattung unserer Fahrzeuge - ja die Art der Mobilität selbst - ist schlicht eine riesige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die für unserer Lebensstrategie unverzichtbar ist.

All das wäre ohne große Probleme weiter machbar, wenn da nicht die "endlichen materiellen Ressourcen" und die ebenfalls "endliche fossile Energiequellen" dem allem deutliche Grenzen setzen würden :dead:

Die "Firma 1. Welt" steuert unvermindert auf ihren Crash zu. Nicht unaufhaltsam, aber doch mit größt möglichem Elan...
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 16. Nov 2017, 09:02

Bei den "liebevoll" e-toaster genannten e-mobilen tut sich wieder "etwas".

Meldet heute Morgen die FAZ (16.11.2017) (das Handelsblatt, die FinanzNachrichten und Derwesten ebenso)
FAZ hat geschrieben:Wichtigster Markt : Volkswagen steckt Milliarden in Elektroautos für China
Volkswagen geht auf Chinas schnell wachsenden Markt für Elektroautos weiter in die Offensive. Zehn Milliarden Euro sollen in den nächsten sieben Jahren zusammen mit den chinesischen Partnerunternehmen in dem Bereich investiert werden, wie Volkswagen China-Chef Jochem Heizmann am Donnerstag anlässlich der Automesse im südchinesischen Guangzhou ankündigte. Rund 40 Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben sollen demnach bis zum Jahr 2025 in China produziert werden - noch einmal 25 Modelle mehr als bisher vorgesehen.
Der Markt für Elektroautos entwickele sich in der Volksrepublik „schneller als in anderen Teilen der Welt“, sagte Heizmann, der auf dem wichtigstem Markt des Autobauers bis zum Jahr 2020 ungefähr 400.000 E-Fahrzeuge jährlich verkaufen will. Bis 2025 soll der Absatz auf 1,5 Millionen steigen.
Ähnlich titelt das Handelsblatt "Volkswagen in China | VW nimmt Milliarden für E-Autos in die Hand" Interessant auch - ganz im Gegensatz zu in Europa vertretene Meinung :
FinanzNachrichten hat geschrieben:E-Quote: 10% Prozent mit Hybridantrieb oder Elektromotor

Als „richtige Lösung“ bezeichnete der VW-Vorstand den im September von der chinesischen Regierung verkündeten Kompromiss bei der geplanten Produktionsquote für E-Autos. Anders als von den deutschen Herstellern befürchtet, sollen die neuen Regeln demnach nicht schon im kommenden Jahr, sondern erst ab 2019 gelten. Nach einem Punktesystem müssen dann zehn Prozent der in China hergestellten oder importieren Fahrzeuge über einen Hybridantrieb oder einen reinen Elektromotor verfügen.
Ist das nun die Flucht nach vorn :?: In jedem Fall eine Anpassung an diesen Teil der realen Mobilitätsentwicklung.

Auch in D - allerdings noch leise und unbestimmt - kommt wohl in den nächsten Jahren "Elektrizität" in die bislang fossilen Verbrenner. Eine durchaus mögliche Lösung die nun auch in den Gesprächen um die neue Regierung auftaucht. Schon im August titelte die FAZ (22.08.2017 "Modell für die Zukunft? | Wie synthetisches Benzin den Verbrennungsmotor retten soll") Wie ich schon öfter bemerkte, es besteht kein Grund nur auf ein "Pferd" zu setzen. Keineswegs nebensächlich - all das erfordert mehr EE und das konsequente Abräumen von Subventionen für fossile "Brennstoffe" - in Form von zielgerichteten Abgaben würde Geld lediglich verlagert. Eine große Chance für Investitionen im Inland und oder in den eher finanzschwachen "Südländern" Europas. Innerspanien mit wachsender Zahl von Hitzetagen für Bewohner immer unattraktiver, könnte durchaus mit EE kombinierte "Brutstätte" für e-fuel werden. Ähnliches gilt für Griechenland. Den fossilen Primärenergiebedarf über EE Zug um Zug dauerhaft zu abzulösen und zu decken, dafür stehen faktisch 90 Milliarden €uro allein in D bereit - bzw. werden p.a. aufgewandt um dann mit erheblichen und kostspieligen "Nebenwirkungen" die Umwelt und unsere Gesundheit zu ruinieren.

Geld in die richtigen Richtungen gelenkt, muss durchaus und keineswegs mit massiven Kostensteigerungen einhergehen. Aber das ist vermutlich schon wieder zuviel Sinn für Realität...
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 16. Nov 2017, 12:25

Selbst in den fossilen kann man was tun. Momentan regeln wir moderne Gaskraftwerke mit kwk herunter, damit uralte Kohle-Dreckschleudern weiter laufen dürfen. Ausgerechnet etliche ostdeutsche Pleitekommunen können ihren halbwegs sauberen Strom nicht verkaufen, damit in NRW die Kasse klingelt.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 22. Nov 2017, 13:49

Sole.s hat geschrieben:Selbst in den fossilen kann man was tun. Momentan regeln wir moderne Gaskraftwerke mit kwk herunter, damit uralte Kohle-Dreckschleudern weiter laufen dürfen. Ausgerechnet etliche ostdeutsche Pleitekommunen können ihren halbwegs sauberen Strom nicht verkaufen, damit in NRW die Kasse klingelt.
Wo kämen wir hin, wenn es publik würde, es gäbe gangbare "Übergangsszenarien" die allen Beteiligten erlauben würden, sich auf ein notwendiges Ziel, eine möglichst umweltschonende Mobilität - Schritt um Schritt zu erreichen :?:

Hier, wie "im richtigen Leben" existieren offensichtlich nur die Systeme "Pest oder Cholera". EE brauchen eine deutlich andere "Umgebung", als das bislang völlig unflexible fossile System, wo ja der Standort ganz ähnlich wie bei WKA von den lokalen Bedingungen abhängt.

Mit Ausnahme der Braunkohlekraftwerke (die das Grundwasser in geradezu unverantwortlicher Art und Weise "nutzen") benötigen alle Wärmekraftwerke für ihre Kondensatoren ein ausreichend dimensioniertes Fließgewässer oder erheblichen technischen Aufwand um davon unabhängige Kühlkreisläufe zu realisieren, welche dann selbstverständlich den Nettoenergieertrag weiter mindern.

Die jährlichen Temperaturveränderungen und der Wasserstand der Flüsse ist ebenfalls volatil. Darauf musste sich die fossile Energiegenerierung schon immer einstellen. Hier gibt es selbstverständlich "Obergrenzen" welche im Verbund mit all den anderen Wärmequellen entlang der Flüsse kalkuliert werden müssen. Besonders der laufende Klimawandel, der von den Gegnern EE gern "ausgeklammert" wird, wird den Mangel an ausreichendem Kühlwasser europaweit verschärfen. Die biologischen Grenzwerte hier zu überschreiten, zerstört die Fauna und Flora nicht nur in den Flüssen selbst, sonder hat erhebliche Auswirkungen auch auf davon abhängigen landgebundenen biologischen Systemen. Kurz - das Wärmeabfuhrvermögen eines Fließgewässers hat durchaus berechenbare Begrenzungen. Das wird nun seit über zehn Jahren überwacht - Beispiel : Quelle : "Rheingütestation Worms"
Die erste länderübergreifende Kooperation zwischen Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz auf dem Gebiet der Gewässerkontrolle wurde bereits 1990 durch den Beschluss über die Errichtung einer gemeinsamen Gewässeruntersuchungsstation am Rhein besiegelt. Seit April 1995 betreiben die Bundesländer zusammen die Rheingütestation in Worms an der Nibelungenbrücke. Hiermit wurde die bis dahin bestehende Lücke im Überwachungsnetz für den Ballungsraum Rhein-Neckar geschlossen.

Seit den 90er Jahren hat sich die Wasserqualität des Rheins enorm verbessert. Fische, die nur in hochwertigen Gewässern überleben können, haben in dem Fluss wieder eine Heimat gefunden. Mit ihrer Kontrollfunktion sorgt die Rheingütestation auch weiter dafür, dass die hohe Wasserqualität bestehen bleibt. Moderne Messtechnik ist ein Garant dafür, dass Verstöße gegen geltendes Umweltrecht entdeckt und abgestellt werden.

Die wichtigsten Parameter der kontinuierlichen Messungen sind in der Zwischenzeit alle online abrufbar. Über die neue Homepage der Rheingütestation haben ab sofort alle Bürgerinnen und Bürger einen einfachen und schnellen Zugang zu diesen Daten.
Soweit die notwendige Begrenzung um nicht alles Leben in unseren Flüssen solange zu "kochen" bis nur noch "Fließcloaken" übrig bleiben - sich auch für Vögel nicht die wünschenswerte Entwicklung.

Also zeigt sich wiedereinmal, alles ist mit allem unlösbar verbunden. Statt also weiter auf höchst umweltschädliche Technologien zu setzen, haben "wir" die Wahl. Auch die Wahl bei ausreichend, aber bindende Übergänge eine gezielte Transition vom durchaus volatilen Zentralversorgungsnetz, hin zur schwerpunktorientierten dezentralen Netzstruktur. Wo immer natürliche Überschüsse, die ja durchaus voraussehbar sind, existieren, müssen diese entsprechend umgewidmet (z.B. Laden von Fahrzeugakkus) oder mit den bereits möglichen Speichertechnologien gewandelt werden.

Was spricht also dagegen, wenn die anfänglich vergleichsweise kleine, aber schnell wachsende e-mobil Flotte, zunächst von fossilen Wärmekraftwerken - die ja wegen ihrer Technologie nicht einfach zurückgefahren werden können und ohnedies für jährliche ~50TWh Überproduktion verantwortlich sind genutzt werden ? Dabei sollten selbstverständlich die besonders Umweltgift versprühenden Kraftwerke sofort abgeschaltet werden. Keine Ahnung, wie viel Getier unterhalb des Menschen diese erwiesenen Dreckschleudern jährlich umbringen....

Jede kWh die gezielt und mit einem klaren Verfallsdatum versehen, strikt vorübergehend genutzt wird, entlastet deutlich die urbanen Gebiete. Um zu verhindern, dass weiter - nur eben durch die "Hintertür" - der ganze gesundheitsschädigende Dreck, emittiert wird, helfen nur die finanziell gestaffelte Belastung der fossil generierten Strommengen. Wenn der Anreiz zwischen teurem, weil schädlichem Strom und der "erneuerbaren Konkurrenz" deutlicher spürbar wird, kann der "Markt" getrost den Rest übernehmen.

Das unsinnige Konstrukt, den Strom aus erneuerbaren Quellen durch ein auf "Vermeidung" hin zielendes Verteuern gerade EE hin zu trimmen, muss über kurz oder lang fallen. Die unsinnige stattliche Subvention von schädlichen fossilen Energien, muss in den Ausbau der notwendigen Struktur einer auf ausschließlich aus erneuerbaren generierten Stromnetzes hin verwendet werden.

Zwar muss das all die heutigen Egoisten nicht interessieren, weil sie bis zum Zeitpunkt realer Versorgungsengpässe längst tot sein werden, aber eine verantwortungsvolle, vorausschauende Planung muss 2018 bereits die Verhältnisse in weiteren 50 ...100 Jahren "auf dem Schirm" haben. Die notwendige Weichenstellung findet jetzt statt. In weiteren 10 ... 20 Jahren wird nichts einfacher sein. Die Reserven werden weltweit täglich immer stärker belastet - die Zeiten, wo noch ausreichend fossile "Brennstoffe" billigst zu haben waren, sind vorbei.

Wer rechtzeitig "umsteigt", hat für die Transition mehr Zeit und kommt deutlich billiger davon. ~90 Milliarden €uro allein für den deutschen Primärenergie Import - Importiert werden vor allem die Energieträger Mineralöl, Gas, Steinkohle und Uran - lässt reichlich Möglichkeiten zu dieses Geld schrittweise zum eigenen Nutzen umzusteuern.

Das man "finanzielle Anreize" für Kohleverstromung reduziert und für eine lange Übergangsfrist Erdgas "verstromt" über "Gasturbinen" (Wellenleistungstriebwerk) eine erprobte Technologie die schwerpunktmäßig eingesetzt, ein weitgehend dezentrales Netz durchaus als "in techn. natürliche Umgebung arbeitend", problemlos zu betreiben ist. Größen bis 500MW lassen sich mit schnellen el. Speichern sinnvoll kombinieren. Nichts muss da erst erfunden und noch erprobt werden....

Wie überall liegt die Lösung im funktionierenden Kompromiss :thumbup:
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » Sa 25. Nov 2017, 16:14

Cat with a whip hat geschrieben:(09 Nov 2017, 07:20)

Das Wettrüsten wird nicht beendet weil die Bürger Politiker wählen die gekauft sind. Der Sigmar Gabriel macht zum Beispiel als Lobbyist Politik für den Volkswagenkonzern. Der CDU Politiker Wissmann ist Cheflobbyist für den VDA. Es gibt keine Absicht hier etwas zu reglementieren.
Aktuell haben deutsche Politiker in der EU-Kommission dafür gesorgt dass Autobauer weiter legal bei den CO2-Vorschriften und dem Verbrauchsangaben ihrer Fahrzeuge die Verbraucher betrügen können.
Daher ist auch die Klima und Umweltpolitik der deutschen Regierung eine Farce.

Die Leistungsteigerung der Motoren ist das eigentliche Problem. Die machten den Massenzuwachs möglich und damit einhergehend wiederum mehr Sicherheit nötig.
Die Flotten sind völlig übermotorisiert. Das sind teilweise Rennwagen die den Leuten als Alltagsfahrzeuge verkauft werden.


Schön dass es noch Menschen gibt die die Sachlage verstehen (wollen). In unserer Zeit, in der sich viele über ihr Auto und Ihr Autofahren definierern, ist das leider nicht sebstverständlich. Ignoranz ist angesagt. Zu viele Deutsche sind in Ihr Auto verliebt. Es bedarf dringend einer anderen Einstellung zum Auto.

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Zuletzt geändert von Elser am Sa 25. Nov 2017, 16:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » Sa 25. Nov 2017, 16:27

H2O hat geschrieben:(09 Nov 2017, 09:04)

Vermutlich sind Sie in dieser Angelegenheit auf dem Holzweg; die EU-Kommission hat soeben Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Neuzulassungen bekannt gegeben: Ab 2022 unter 95 g CO2/100 km, und ab 2025 dann unter 60 g CO2/100 km. Dazu wird die EU praxisnahe Meßgeräte verwenden und die ausgelieferte Flotte auf Verläßlichkeit dieser Werte nachprüfen (TÜV?). Deutschlandfunk heute früh.

Ein kleiner Haken ist mir aufgefallen: Es gibt "Nachlaß" für Hersteller, wenn sie in ihrer Gesamtflotte auf Fahrzeuge mit "Null-Emission" anbieten. Hoffentlich steht dann nicht ein sauteures Muster im Schaufenster mit Stückzahl 100! Quoten wären besser: Gesamtausstoß der zugelassenen Flotte etwa.


"Null-Emision-Auto" - auch so'n Schwindel. Der Auspuff des E-Autos ist immer noch der Schornstein des Kraftwerkes. In einer Zeit, in der wir weiterhin Strom mit CO²-Schleudern erzeugen, ist das E-Auto weit weg von "Null-Emission". Alles Eiertänze damit wir weiterhin ungestört das "heilig Blechle" anbeten können. Ich schrieb es hier schon oft und ich schreibe es nun wieder: Es geht vielen unserer pöstchenversorgten Polit-Schranzen nur darum, dass wir einen möglichst hohen Anteil unseres Einkommens fürs Auto verballern. Das zu erhalten, dafür bekommen Sie Ihre Sesselfurzer-Jobs bei der A-Industrie. Man darf sich da nichts vormachen, ein solcher Job ist auf Dauer so gut, wie ein Millionen-Lottogewinn. Da wird man schon mal schwach.

Gegenmaßnahmen: 1. Nur so viel Auto wie unbedingt nötig kaufen (verbieten uns morgen eh, damit zu fahren [siehe Dieselfahrverbote]).
2. Indirekte Korruption konsequent bei den Wahlen abstrafen.

Elser
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Sa 25. Nov 2017, 18:54

Elser hat geschrieben:(25 Nov 2017, 16:27)

"Null-Emision-Auto" - auch so'n Schwindel. Der Auspuff des E-Autos ist immer noch der Schornstein des Kraftwerkes. In einer Zeit, in der wir weiterhin Strom mit CO²-Schleudern erzeugen, ist das E-Auto weit weg von "Null-Emission". Alles Eiertänze damit wir weiterhin ungestört das "heilig Blechle" anbeten können. Ich schrieb es hier schon oft und ich schreibe es nun wieder: Es geht vielen unserer pöstchenversorgten Polit-Schranzen nur darum, dass wir einen möglichst hohen Anteil unseres Einkommens fürs Auto verballern. Das zu erhalten, dafür bekommen Sie Ihre Sesselfurzer-Jobs bei der A-Industrie. Man darf sich da nichts vormachen, ein solcher Job ist auf Dauer so gut, wie ein Millionen-Lottogewinn. Da wird man schon mal schwach.

Gegenmaßnahmen: 1. Nur so viel Auto wie unbedingt nötig kaufen (verbieten uns morgen eh, damit zu fahren [siehe Dieselfahrverbote]).
2. Indirekte Korruption konsequent bei den Wahlen abstrafen.

Elser


Nein, ganz so bullig gehe ich hier nicht gegen die beabsichtigten Regeln an. Erst einmal in Kraft setzen und sehen, wie die Sache sich auswirkt. Daß jeder von uns gefordert ist, sein Hirn bei Neubeschaffung an zu strengen, ohne sich bequem auf derzeitige Regeln zu berufen... eine Selbstverständlichkeit. Morgen kann damit Schluß sein.

In der augenblicklichen Diskussion geht es vordringlich um die Entlastung der Ballungsgebiete von solchen Leckereien wie Feinstaub und Stickoxyden. Mit Strom aus Kohle wird man den CO2-Ausstoß nicht vermindern... ein wirklich alter Hut. Also mehr erneuerbare Energien, bitte. Dann wird sich die Bilanz verbessern... nicht nur bei Stickoyden und Feinstaub aus Dieselabgasen.

Ich finde, daß anstelle markiger Verurteilungen mehr Rücksicht auf unterschiedliche Ziele zu nehmen ist. Also bitte: Eins nach dem anderen. 1. Nullemission der Fahrzeuge, 2. Nullemission der Stromerzeugung.

Ob das auf diesem Wege batterie-elektrische Antriebe sein müssen, das überlasse ich dem Markt. Das Ziel ist wichtig, nicht der Weg.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon frems » Mo 27. Nov 2017, 09:25

Für viele gelten die modernen Lithium-Ionen-Akkus nur als Brückentechnologie mit Verfallsdatum. Die Arbeiten an Feststoffbatterien sind im vollen Gange. Mitte der kommenden Dekade dürfte es so weit sein.

https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... 99765.html

Zum Einsatz kamen dort bislang nur Fahrzeuge vom polnischen Hersteller Solaris, von der niederländischen VDL, von der finnischen Linkker und dem chinesischen Autobauer BYD. Große deutsche Namen wie Daimler oder MAN glänzten durch Abwesenheit. In einigen Städten wie Bonn oder Hamburg kommen immerhin die in Salzgitter endgefertigten E-Busse des deutsch-türkischen Herstellers Sileo zum Einsatz.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... -Boom.html

Ziemlich mager von den deutschen Herstellern. Nachfrage da, Angebote nicht. :|
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Mo 27. Nov 2017, 09:32

frems hat geschrieben:(27 Nov 2017, 09:25)

https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... 99765.html


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... -Boom.html

Ziemlich mager von den deutschen Herstellern. Nachfrage da, Angebote nicht. :|


Die Stadt Luxemburg hat Busse bei Volvo bestellt, und plant Endhaltestellen mit Ladestationen auszurüsten.

Die Busse sind im Preis nicht so das Problem, aber diese Ladestationen kosten horrente Summen.
Die Wartezeit an den Endhaltstellen reicht locker zum aufladen. 10-15Minuten wartet der Bus dort sowieso durchschnittlich.
Wenn der Fahrer seine vorgeschriebene Pause macht, sind es gar mindestens 30min.
Eine Fahrt hin und zurück dauert je nach Linie zwischen 45min und 1h30.
Bus beim aufladen: Sieht dann so aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Volvo_790 ... 03-28.jpeg


Und falls die Standzeit zum aufladen nicht reicht, kann man auch die Fahrpläne leicht anpassen, damit es wieder passt.
Städtische Buslinien sind eigentlich sehr gut geeignet um auf elektrisch umzustellen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 27. Nov 2017, 12:00

Man hätte die Oberleitungsbusse und viele Straßenbahnen gerade in mittleren und kleinere Städten nicht abschaffen dürfen, aber gut, hinterher ist man immer schlauer.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Mo 27. Nov 2017, 12:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Nov 2017, 12:00)

Man hätte die Oberleitungsbusse und viele Straßenbahnen gerade in mittleren und kleinere Städten nicht abschaffen dürfen, aber gut, hinterher ist man immer schlauer.


Ich glaube nicht an eine komplette Elektrifizierung des Strassenverkehrs. Ich denke das es das nie geben wird.

Aber eine kompletten elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs ist allemal möglich. Das gab es ja auch schon mal früher.

Mit Batterietechnik sind auch nicht mehr überall Oberleitungen nötig. Die Busse und Strassenbahnen können auch Strecken im Batteriebetrieb zurücklegen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 27. Nov 2017, 15:30

Diese alles oder nichts Ideologie lehne ich konsequent ab. Wenn schon dann sollte man niemals alle Eier im selben Korb aufbewahren. Sozusagen eine "alte Bauernregel" die sich nahezu beliebig auf alles anwenden lässt was wichtig ist.

Ansonsten stimme ich H2Os Sicht der Dinge voll zu. :thumbup: Das ich dabei ab und an andere Vorstellungen bevorzuge oder es zumindest so erscheint, ist für mich ohne Problem.

Nur für einen Punkt möchte ich meine abweichende Meinung kundtun. Der "Markt" ist eine Kopfgeburt und sich darauf zu verlassen, dass sich quasi durch die "unverfälschten Marktkräfte" ausschließlich positives ergibt, erscheint mit in mindesten zwei Punkten fehlerbehaftet.

Zum einen und wohl wichtigsten, "Markt" ist in keiner Weise auch nur annähernd naturgesetzlich. Womit auch geringe Eingriffe das Ergebnis durchaus auf den Kopf stellen können. Ob man daher es in lebenswichtigen Fragen, ausschließlich dem Zufall namens Markt überlassen sollte was "unten am Ende herauskommt" :?: Zum anderen existierte dieser "freie Markt" noch niemals in Realität. Erst recht ist der vielgepriesene "Soziale Markt" eine weitere Illusion, weil das bereits ein manipulierter Markt ist, der für jede weitere Manipulation weit offen ist. Echte Planung ist eine gangbare und notwendige Alternative - dies mit "Planwirtschaft" zu verwechseln ist eine typischen Desinformation - feinster Agitprop - zur Abwechslung mal ohne die Kommunisten...

Es mag ja sein, dass sich in den nächsten zwanzig Jahren noch kein weltumfassendes Problem aus dem üblichen Raubau den Mensch mit seiner einzigen Umwelt die er nun einmal hat, ergibt. Alles deutet allerdings darauf hin, dass der "point of no return" bereits überschritten wurde. Das mag zunächst keine oder nur schwache Auswirkungen auf und in Mitteleuropa haben. Doch schon Südeuropa ist bereits jetzt betroffen. Zuerst werden es schlicht wirtschaftliche Auswirkungen sein, die den Druck erhöhen. Parallel dazu hat ein ganzer "Strauß" von Problemen zu ersten "Völkerwanderungen" - noch recht lokal begrenzt - geführt. Die weitere Entwicklung - besonders in den Küstenregionen, lebt gegenwärtig mehr als eine Milliarde Menschen. Sie leben heute in tief liegenden Küstenregionen – die meisten davon in Asien. Ungefähr 200 Millionen davon leben auf Küstenland noch <5m "normal Null" - also buchstäblich mit den Füßen knapp über dem Wasser.

OK das ist alles weit weg und was mag das wiederum mit unserem Problem der Mobilität zu tun haben :?: "Wir" - und das meint besonders die sog. Industriestaaten - sind dabei diese Probleme buchstäblich weiter anzuheizen. In unserem eigensten Interesse, wäre es angebracht, alle Forschung, alle Ressourcen darauf auszurichten, dass alle da bleiben können wo sie gerade sind. Möglichst weit weg, um möglichst ungestört unseren Lebensstil weiter durchziehen zu können.

Wären die alle auf einem anderen Planeten und müssten wir keine Rückwirkungen durch unser Tun und Lassen befürchten, würden deren Probleme der hiesigen Mehrheit glatt am Arsch vorbeigehen - in etwa so, wie all die Zeit davor. Nun ist leider alles mit allem verbunden und gerade unsere "Energiebedürfnisse" haben sich als entscheidend herausgestellt. Auch OK einige wollen die partout nicht wahrhaben, bedeutet es doch etwas ganz ungeheures - sich verändern müssen.

Was die derzeitige Mobilität angeht, sie ist bei genauer Betrachtung eine Fehlentwicklung die durch sehr manipulierte "Marktkräfte" entstanden ist. Das dies auch anders geht, dämmert inzwischen immer mehr Menschen. Der Streit ob nun das mit Batterien ausgestattete e-mobil den bisherigen fossil befeuerten "Markt" ablösen soll und kann, ist vollkommen nebensächlich. Für mich jedenfalls ist jede technologische Entwicklung die ohne fossile Energie auskommt, genau richtig.

Ergo ist mir egal ob der "Umweg" über aus EE erzeugten H2 erfolgt UND oder aus EE erzeugten Strom aus Akkus UND oder sonstige aus EE gewonnenes e-fuel es erlaubt die fossilen Verbrenner ressourcenschonend schlicht und umweltverträglich weiterzuverwenden.

Soviel zu Deiner Aussage :
garfield hat geschrieben:Ich glaube nicht an eine komplette Elektrifizierung des Strassenverkehrs. Ich denke das es das nie geben wird.
Aber eine kompletten elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs ist allemal möglich. Das gab es ja auch schon mal früher.
die ich weitgehend - allenfalls in wenigen Punkten verändert - teile. Hoffentlich Tom müssen wir wenig mehr bedauern, als :
Man hätte die Oberleitungsbusse und viele Straßenbahnen gerade in mittleren und kleinere Städten nicht abschaffen dürfen, aber gut, hinterher ist man immer schlauer.


Der Kerninhalt liegt in der Umstellung vom schädlichen und schon in überschaubarer Zukunft rar und teuer werdenden Verwendung fossilen, aber auch nuklearen Energieträgern, Schritt für Schritt wegzukommen. Wegzukommen BEVOR die weiter notwendige Versorgung in die absehbare Konkurrenzphase "Versorgung vs. Bau von EE-Generatoren" tritt. Die überaus unangenehme Folge diesen Punkt zu überschreiten, wäre die Notwendigkeit die Versorgung zu Gunsten der Produktion von allem zu drosseln, was die Umstellung auf EE zunächst an "grauer Energie" benötigen, bevor sie sich selbst UND gleichzeitig die Versorgung übernehmen können.

Jedes Jahr, welches verstreicht ohne signifikante positive Veränderungen in Richtung Vollversorgung über EE, wird spätestens unsere Enkel in "arge Bedrängnis" bringen - das ist sehr, sehr milde ausgedrückt.

Zum Glück für all jene, die diese Entwicklung weiter ausbremsen, warum auch immer, werden die alle längst tot oder wenigstens senil sein, bevor wie man im englischen so treffend drastisch sagt "I don't want to be here when the shit hits the fan". Doch die ersten "Spritzer" in Gestalt von sog. "Wirtschaftsflüchtlingen" rütteln bereits recht verzweifelt an unseren weit offenen, eher wohl virtuellen Toren. Keiner der Politiker möchte dabei von Klimaflüchtlingen auch nur reden. Die Assoziation mit dem völkerrechtlich geschützten Flüchtling ist vielen bereits "far too close for comfort". Doch auch all das was niemand sehen mag ist dennoch da, man muss es nur sehen wollen und handeln bevor es zu spät ist....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mo 27. Nov 2017, 19:56

frems hat geschrieben:(27 Nov 2017, 09:25)

https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... 99765.html


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... -Boom.html

Ziemlich mager von den deutschen Herstellern. Nachfrage da, Angebote nicht. :|


Könnte es nicht sein, daß deutsche Hersteller überhaupt keine Neugier plagt, wie sich die Elektrofahrzeuge denn in der Praxis schlagen? Denn die zugehörige Technik scheint mir beherrschbar zu sein. Man kaufe anständige Batterien und anständige Radmotoren und baue die zusammen. Nicht einer der genannten Hersteller baut eigene Batterien oder eigene Radmotoren oder eigene elektronische Steuerungen.

Riesen wie MAN, Daimler, Scania, Volvo bauen jeder täglich zig Lastwagen und Fernbusse zusammen, im wesentlichen mit eigener Technologie und Wertschöpfung. Da wird es schwierig, für die drei oder vier versuchsweise ein zu setzenden Elektrobusse einen der Werksleiter dieser Unternehmen in Schweiß zu bringen.

Aufregend wird die Sache erst dann, wenn die Hersteller eigene Technologien entwickeln, die ihnen hohe Wertschöpfungen ermöglichen und ihr Produkt in gewisser Weise einzigartig machen.

Ein brauchbarer Beleg für die geringe entwicklungstechnische Höhe der Elektrofahrzeuge ist doch, daß die Post mit einer Ausgründung aus der RWTH Aachen eigene Elektrolaster für Zusteller baut.
So furchtbar viel eigene Technik vermute ich in diesen Nutzfahrzeugen nicht. Die Post besetzt damit eine Nische... und Ende im Gelände.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Di 28. Nov 2017, 09:09

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Nov 2017, 15:30)


Ergo ist mir egal ob der "Umweg" über aus EE erzeugten H2 erfolgt UND oder aus EE erzeugten Strom aus Akkus UND oder sonstige aus EE gewonnenes e-fuel es erlaubt die fossilen Verbrenner ressourcenschonend schlicht und umweltverträglich weiterzuverwenden.
..


Die Japaner setzen voll auf Brennstoffzellen. Mal sehen wer da in Zukunft Recht behält.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Di 28. Nov 2017, 10:09

garfield336 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 09:09)

Die Japaner setzen voll auf Brennstoffzellen. Mal sehen wer da in Zukunft Recht behält.


Die Brennstoffzelle, wenn es gelingt, sie in bescheidenere Fahrzeuge zu integrieren, die nach derzeitigen Maßstäben um 25.000 € kosten dürfen. Mit 80.000 € wird bestenfalls eine Nische besetzt.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Di 28. Nov 2017, 10:18

H2O hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:09)

Die Brennstoffzelle, wenn es gelingt, sie in bescheidenere Fahrzeuge zu integrieren, die nach derzeitigen Maßstäben um 25.000 € kosten dürfen. Mit 80.000 € wird bestenfalls eine Nische besetzt.



Ja das in kleinem Massstab zu kleinen Preisen zu bauen ist da noch ein Problem. Bei grossvolumigen Gefährten ist das aber jetzt schon möglich.

Villeicht werden LKWs damit eher ausgerüstet. btw ein Batteriebetriebener LKW wie der von Tesla vorgeschlagen, müsste 8000kg Batterien mitführen. :eek:
Da wäre eine Brennstoffzelle hoffentlich besser.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Di 28. Nov 2017, 10:29

garfield336 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:18)

Ja das in kleinem Massstab zu kleinen Preisen zu bauen ist da noch ein Problem. Bei grossvolumigen Gefährten ist das aber jetzt schon möglich.

Villeicht werden LKWs damit eher ausgerüstet. btw ein Batteriebetriebener LKW wie der von Tesla vorgeschlagen, müsste 8000kg Batterien mitführen. :eek:
Da wäre eine Brennstoffzelle hoffentlich besser.


Im der Wolfsburger Region werden Personenzüge der Firma Alsthom mit Wasserstoff und Brennstoffzellen im Alltagsbetrieb erprobt. Bislang gab es keine Schreckensmeldungen von diesem Projekt. Damit könnte auf mittlere Sicht die Elektrifizierung der Bahn auf eine ganz andere Grundlage gestellt werden: Keine Masten und Oberleitungen und spezielle Kraftwerke und Anpassungen an unterschiedliche Netze mehr. Nur Wasserstoff 'rein, und losfahren. :) Ein Traum.

Gelegentlich erscheinende Fachberichte sagen, daß auf Lastkraftwagen die räumlichen Bedingungen für den Einsatz von Brennstoffzellen leichter zu erfüllen sind als in unsere PKW. Da wird sich vermutlich zuerst etwas regen, etwa im regionalen Lieferverkehr, wo Fahrverbote bevorstehen.

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