Elektroautos.

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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 1. Mär 2017, 16:04

Quelle hat geschrieben:Die Statistik zeigt die Entwicklung der Anzahl der Tankstellen in Deutschland (Straßen- und Autobahntankstellen zusammen) in den Jahren 1950 bis 2016 (Stand 2016 : 14.531 Jahresbeginn).
Warum den das - weil die Zahl der Tankstellen fällt ? Nur so zum Vergleich :
Startschuss für das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur hat geschrieben:Grünes Licht für das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur des BMVI: Die EU-Kommission hat heute (2017.02.17) das 300-Millionen-Euro-Förderprogramm von Bundesminister Dobrindt genehmigt.
Vom 1. März 2017 an können private Investoren, Städte und Gemeinden Förderanträge stellen. Ziel ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen.
weiter :
Mit dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur unterstützt das BMVI den Aufbau von 5.000 Schnellladestationen (S-LIS) mit 200 Millionen Euro und den Aufbau von 10.000 Normalladestationen (N-LIS) mit 100 Millionen Euro. Die Förderung umfasst neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.
Förderberechtigt sind : private Investoren, Städte und Gemeinden.

Eine Forderung :
lichtblickblog hat geschrieben:Ladepunkte müssen ein Teil des Stromnetzes werden
Dazu müssen die öffentlichen Ladepunkte in die Stromnetze integriert werden. Es ist Aufgabe der Netzbetreiber, die Säulen zu installieren und zu betreiben. Finanziert wird der Ausbau über die Netzentgelte. Die jährlichen Kosten für das Stromnetz würden um weniger als 1 Prozent steigen.
Schau mer mal...
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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » So 5. Mär 2017, 17:38

Entgegen dem üblichen Bedenkenträgertum das seltsamerweise gerade bei e-mobil & Co einsetzt, hat nun der Erfinder der Erfinder der Lithium-Ionen Batterie der inzwischen 94 Jahre alte John Goodenough und Maria Helena Braga (eine Portugiesin) gemeinsam eine Weiterentwicklung einer "noncombustible low-cost all-solid-state battery" in den Markt gebracht :
Quelle hat geschrieben:“Cost, safety, energy density, rates of charge and discharge and cycle life are critical for battery-driven cars to be more widely adopted. We believe our discovery solves many of the problems that are inherent in today’s batteries,” Goodenough said.

The researchers demonstrated that their new battery cells have at least three times as much energy density as today’s lithium-ion batteries. A battery cell’s energy density gives an electric vehicle its driving range, so a higher energy density means that a car can drive more miles between charges. The UT Austin battery formulation also allows for a greater number of charging and discharging cycles, which equates to longer-lasting batteries, as well as a faster rate of recharge (minutes rather than hours).
Das dürfte einige Probleme lösen :
Braga began developing solid-glass electrolytes with colleagues while she was at the University of Porto in Portugal. About two years ago, she began collaborating with Goodenough and researcher Andrew J. Murchison at UT Austin. Braga said that Goodenough brought an understanding of the composition and properties of the solid-glass electrolytes that resulted in a new version of the electrolytes that is now patented through the UT Austin Office of Technology Commercialization.

The engineers’ glass electrolytes allow them to plate and strip alkali metals on both the cathode and the anode side without dendrites, which simplifies battery cell fabrication.
Another advantage is that the battery cells can be made from earth-friendly materials.

The glass electrolytes allow for the substitution of low-cost sodium for lithium. Sodium is extracted from seawater that is widely available,” Braga said.
Ganz offensichtlich dürfte das die weitere Entwicklung von mobilen, aber auch stationären Batterien vorantreiben. :thumbup:
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Welfenprinz
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Welfenprinz » Do 9. Mär 2017, 17:34

Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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jack000
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Re: Elektroautos.

Beitragvon jack000 » Mi 15. Mär 2017, 13:27

Geht Tesla langsam die Puste aus?
Der Genfer Auto-Salon ist eine der wichtigsten Messen für die internationale Automobilbranche. Dass US-Elektroautobauer Tesla in diesem Jahr dennoch auf einen Stand bei dem öffentlichkeitswirksamen Event verzichtet, hat Deutschland-Chef Jochen Rudat im Vorfeld damit begründet, dass die Kalifornier kein traditioneller Hersteller seien, „der überall dabei sein muss“. Was er zu diesem Zeitpunkt verschwiegen hat: Tesla ist zwar nicht offiziell bei der Automesse dabei, wirbt aber direkt vor den Toren des Genfer Auto-Salons für seine Premium-Elektroautos Model S und Model X.

Wie die Schweizer Handelszeitung berichtet, hat Tesla „einen Stand am Flughafen aufgebaut – direkt vor dem Eingang der Messe“. Auf die Frage, was Auto-Salon-Chef André Hefti davon halte, reagierte dieser zunächst gelassen: „Tesla ist ein spezieller Fall. Sie sagen, sie seien kein traditioneller Hersteller, der an jeder Messe sein muss. Sie arbeiten viel mit ihren Showräumen in Zürich und Genf, arbeiten über das Internet und machen Street-Marketing“. Dass der populäre Stromer-Pionier nicht direkt am Genfer Auto-Salon teilnimmt, könnte Hefti zufolge aber auch an etwas anderem liegen.

„Bei Tesla wurden die Marketingbudgets gekürzt“, so der Salon-Chef. Denn anders als bei der letzten wichtigen europäischen Automesse, der Pariser Autoshow, sind außer Tesla so gut wie alle relevanten Automarken in Genf vertreten. Neben Platzhirschen wie Mercedes, Audi, BMW und Daimler sowie Luxusherstellern wie Aston Martin, Bentley & Co. zeigen auch viele Nischenanbieter ihre Modelle in der Schweizer Stadt. „Hier werden alle gleichbehandelt“, begründete Hefti das große Interesse an dem Branchenevent. Außer Tesla verzichtet in diesem Jahr von den namhaften Automarken nur noch Mini auf einen Stand in Genf.

https://ecomento.tv/2017/03/09/genfer-a ... fall-2017/
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
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Elektroauto-Quote

Beitragvon frems » Fr 24. Mär 2017, 12:19

"Wir brauchen eine Quote für Elektroautos"

Die Chefin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, fordert, den Herstellern Verkaufsquoten für E-Autos vorzuschreiben. Sie plädiert für Kaufprämien für E-Bikes. [...]

Krautzberger: Der Bund muss die Kommunen viel stärker finanziell unterstützen. Vergleichen Sie mal: Zur Förderung des ÖPNV in den Städten sieht das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz jährlich rund 330 Millionen Euro vor. Zugleich subventioniert der Staat den Diesel mit sieben Milliarden Euro pro Jahr. Insgesamt haben wir rund 28 Milliarden Euro an umweltschädlichen Subventionen im Verkehr ausgemacht. Für einen attraktiven, hochwertigen ÖPNV brauchen wir rund elf Milliarden Euro pro Jahr. Die erforderlichen Mittel wären also verfügbar.

ZEIT ONLINE: Der Staat fördert den Diesel, weil man sonst die Klimaschutzziele nicht erreichen kann, heißt es. Stimmt das nicht?

Krautzberger: Leider nein. Die Wirkung des Diesels für den Klimaschutz wird völlig überschätzt. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der neu zugelassenen Diesel-Pkw in Deutschland liegen sogar leicht höher als die der Benziner. Der Anteil der Geländewagen und SUV ist enorm gestiegen. Die Autoindustrie nutzt den Diesel vor allem, um hochmotorisierte Autos im Markt zu halten. Das hat den CO2-Vorteil des Diesels komplett kompensiert. Der SUV-Boom beweist, dass die Dieselsubventionen falsch sind. [...]

ZEIT ONLINE: Sie meinen verpflichtende Anteile von Elektroautos an den von Herstellern verkauften Fahrzeugen?

Krautzberger: Genau. Das ist umstritten, aber Kalifornien ist damit sehr erfolgreich, und in China führt man nun auch solche Quoten ein. Sie geben den Herstellern eine Planungssicherheit. Wir haben ausgerechnet: Wenn wir das CO2-Minderungsziel im Verkehr für 2030 erreichen wollen, bräuchten wir bis 2020 eine Quote von drei bis zwölf Prozent, bis 2025 dann 30 bis 32 Prozent und bis 2030 einen Anteil von 60 bis 70 Prozent Elektrofahrzeuge.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/u ... ettansicht

Hoffentlich begeht die Dame nicht demnächst Suizid mit sieben Schüssen aus der Schrotflinte in den Hinterkopf.
Labskaus!
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Teeernte
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Re: Elektroauto-Quote

Beitragvon Teeernte » Fr 24. Mär 2017, 12:56

frems hat geschrieben:(24 Mar 2017, 12:19)

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/u ... ettansicht

Hoffentlich begeht die Dame nicht demnächst Suizid mit sieben Schüssen aus der Schrotflinte in den Hinterkopf.


...erst wenn sie die E-Lobby nicht befriedigt..... :D :D :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 24. Mär 2017, 15:12

Womöglich wäre ja, wenn schon eine Quote - eine Kraftstoffquote für die traditionellen Anbieter von fossilen Kraftstoffen eine bessere Lösung ?

ZON -Wir brauchen eine Quote für Elektroautos hat geschrieben:Diese Biokraftstoffe bieten aber selbst für den Flug- und Schiffsverkehr, der auch langfristig nicht mit Batterien funktionieren wird, keine echte Perspektive. Die Mengen reichen einfach nicht aus. Daher brauchen wir für Schiffe und Flugzeuge perspektivisch eine andere Lösung – nämlich aus erneuerbarem Strom hergestellte Kraftstoffe.


Da kann ich mich nur wundern - obwohl mit wenigstens 800 Millionen (gut das sind in Milliardenzeiten eben nur 0,8 Milliarden) gefördert, auch OME nicht nur in der Fantasie existieren :
Quelle hat geschrieben:...Eine vielversprechende Möglichkeit hierfür bieten synthetische Oxygenate in Form von C1-Kraftstoffen. Ein Kraftstoff, der in diese Kategorie fällt, ist Oxymethylenether (OME). Es wird hierbei der NOx-/PM-Trade-Off durch das Vorhandensein von Sauerstoff im Kraftstoff selbst vermieden. So wird die Oxidation aus den fetten Zonen in den Kraftstofftropfen heraus unterstützt. Die Verbrennung läuft also rußfrei ab...
Hier noch zur "Erinnerung" wer jedenfalls 2014 lt. Statista (zusammengestellt und berechnet)

    welche Menge Stickstoffoxidemissionen in Deutschland (in Tonnen) verursachte :

  • 490.900 = Verkehr......................................... = 40,11 % :?
  • 298.700 = Energiewirtschaft............................... = 24,41 % :?:
  • 126.300 = Haushalte / Kleinverbraucher................. = 10,32 %
  • 123.300 = Landwirtschaft.................................... = 10,08 %
  • 89.500 = Verarbeitendes Gewerbe......................... = 7,31 %
  • 88.700 = Industrieprozesse .................................. = 7,25 %
  • 5.000 = Militär und weitere Quellen....................... = 0,41 %
  • 1.000 = Diffuse Emissionen von Brennstoffen............ = 0,08 %
  • 400 = Abfall und Abwasser.................................... = 0,03 %
Ganz "vorn" also der Verkehr (auch "Benziner") und da der größte Teil der "Flotte" PKW sind, ist dort auch der größte "Einspareffekt" zu erwarten - mit OME - schließlich dauert es noch Jahre, bis diese Kisten auf dem Schrott landen und wenigsten teilweise durch E-Fahrzeuge ersetzt werden können....
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