Elektroautos.

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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 1. Mär 2017, 16:04

Quelle hat geschrieben:Die Statistik zeigt die Entwicklung der Anzahl der Tankstellen in Deutschland (Straßen- und Autobahntankstellen zusammen) in den Jahren 1950 bis 2016 (Stand 2016 : 14.531 Jahresbeginn).
Warum den das - weil die Zahl der Tankstellen fällt ? Nur so zum Vergleich :
Startschuss für das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur hat geschrieben:Grünes Licht für das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur des BMVI: Die EU-Kommission hat heute (2017.02.17) das 300-Millionen-Euro-Förderprogramm von Bundesminister Dobrindt genehmigt.
Vom 1. März 2017 an können private Investoren, Städte und Gemeinden Förderanträge stellen. Ziel ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen.
weiter :
Mit dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur unterstützt das BMVI den Aufbau von 5.000 Schnellladestationen (S-LIS) mit 200 Millionen Euro und den Aufbau von 10.000 Normalladestationen (N-LIS) mit 100 Millionen Euro. Die Förderung umfasst neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.
Förderberechtigt sind : private Investoren, Städte und Gemeinden.

Eine Forderung :
lichtblickblog hat geschrieben:Ladepunkte müssen ein Teil des Stromnetzes werden
Dazu müssen die öffentlichen Ladepunkte in die Stromnetze integriert werden. Es ist Aufgabe der Netzbetreiber, die Säulen zu installieren und zu betreiben. Finanziert wird der Ausbau über die Netzentgelte. Die jährlichen Kosten für das Stromnetz würden um weniger als 1 Prozent steigen.
Schau mer mal...
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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » So 5. Mär 2017, 17:38

Entgegen dem üblichen Bedenkenträgertum das seltsamerweise gerade bei e-mobil & Co einsetzt, hat nun der Erfinder der Erfinder der Lithium-Ionen Batterie der inzwischen 94 Jahre alte John Goodenough und Maria Helena Braga (eine Portugiesin) gemeinsam eine Weiterentwicklung einer "noncombustible low-cost all-solid-state battery" in den Markt gebracht :
Quelle hat geschrieben:“Cost, safety, energy density, rates of charge and discharge and cycle life are critical for battery-driven cars to be more widely adopted. We believe our discovery solves many of the problems that are inherent in today’s batteries,” Goodenough said.

The researchers demonstrated that their new battery cells have at least three times as much energy density as today’s lithium-ion batteries. A battery cell’s energy density gives an electric vehicle its driving range, so a higher energy density means that a car can drive more miles between charges. The UT Austin battery formulation also allows for a greater number of charging and discharging cycles, which equates to longer-lasting batteries, as well as a faster rate of recharge (minutes rather than hours).
Das dürfte einige Probleme lösen :
Braga began developing solid-glass electrolytes with colleagues while she was at the University of Porto in Portugal. About two years ago, she began collaborating with Goodenough and researcher Andrew J. Murchison at UT Austin. Braga said that Goodenough brought an understanding of the composition and properties of the solid-glass electrolytes that resulted in a new version of the electrolytes that is now patented through the UT Austin Office of Technology Commercialization.

The engineers’ glass electrolytes allow them to plate and strip alkali metals on both the cathode and the anode side without dendrites, which simplifies battery cell fabrication.
Another advantage is that the battery cells can be made from earth-friendly materials.

The glass electrolytes allow for the substitution of low-cost sodium for lithium. Sodium is extracted from seawater that is widely available,” Braga said.
Ganz offensichtlich dürfte das die weitere Entwicklung von mobilen, aber auch stationären Batterien vorantreiben. :thumbup:
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Welfenprinz
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Welfenprinz » Do 9. Mär 2017, 17:34

Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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jack000
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Re: Elektroautos.

Beitragvon jack000 » Mi 15. Mär 2017, 13:27

Geht Tesla langsam die Puste aus?
Der Genfer Auto-Salon ist eine der wichtigsten Messen für die internationale Automobilbranche. Dass US-Elektroautobauer Tesla in diesem Jahr dennoch auf einen Stand bei dem öffentlichkeitswirksamen Event verzichtet, hat Deutschland-Chef Jochen Rudat im Vorfeld damit begründet, dass die Kalifornier kein traditioneller Hersteller seien, „der überall dabei sein muss“. Was er zu diesem Zeitpunkt verschwiegen hat: Tesla ist zwar nicht offiziell bei der Automesse dabei, wirbt aber direkt vor den Toren des Genfer Auto-Salons für seine Premium-Elektroautos Model S und Model X.

Wie die Schweizer Handelszeitung berichtet, hat Tesla „einen Stand am Flughafen aufgebaut – direkt vor dem Eingang der Messe“. Auf die Frage, was Auto-Salon-Chef André Hefti davon halte, reagierte dieser zunächst gelassen: „Tesla ist ein spezieller Fall. Sie sagen, sie seien kein traditioneller Hersteller, der an jeder Messe sein muss. Sie arbeiten viel mit ihren Showräumen in Zürich und Genf, arbeiten über das Internet und machen Street-Marketing“. Dass der populäre Stromer-Pionier nicht direkt am Genfer Auto-Salon teilnimmt, könnte Hefti zufolge aber auch an etwas anderem liegen.

„Bei Tesla wurden die Marketingbudgets gekürzt“, so der Salon-Chef. Denn anders als bei der letzten wichtigen europäischen Automesse, der Pariser Autoshow, sind außer Tesla so gut wie alle relevanten Automarken in Genf vertreten. Neben Platzhirschen wie Mercedes, Audi, BMW und Daimler sowie Luxusherstellern wie Aston Martin, Bentley & Co. zeigen auch viele Nischenanbieter ihre Modelle in der Schweizer Stadt. „Hier werden alle gleichbehandelt“, begründete Hefti das große Interesse an dem Branchenevent. Außer Tesla verzichtet in diesem Jahr von den namhaften Automarken nur noch Mini auf einen Stand in Genf.

https://ecomento.tv/2017/03/09/genfer-a ... fall-2017/
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Elektroauto-Quote

Beitragvon frems » Fr 24. Mär 2017, 12:19

"Wir brauchen eine Quote für Elektroautos"

Die Chefin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, fordert, den Herstellern Verkaufsquoten für E-Autos vorzuschreiben. Sie plädiert für Kaufprämien für E-Bikes. [...]

Krautzberger: Der Bund muss die Kommunen viel stärker finanziell unterstützen. Vergleichen Sie mal: Zur Förderung des ÖPNV in den Städten sieht das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz jährlich rund 330 Millionen Euro vor. Zugleich subventioniert der Staat den Diesel mit sieben Milliarden Euro pro Jahr. Insgesamt haben wir rund 28 Milliarden Euro an umweltschädlichen Subventionen im Verkehr ausgemacht. Für einen attraktiven, hochwertigen ÖPNV brauchen wir rund elf Milliarden Euro pro Jahr. Die erforderlichen Mittel wären also verfügbar.

ZEIT ONLINE: Der Staat fördert den Diesel, weil man sonst die Klimaschutzziele nicht erreichen kann, heißt es. Stimmt das nicht?

Krautzberger: Leider nein. Die Wirkung des Diesels für den Klimaschutz wird völlig überschätzt. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der neu zugelassenen Diesel-Pkw in Deutschland liegen sogar leicht höher als die der Benziner. Der Anteil der Geländewagen und SUV ist enorm gestiegen. Die Autoindustrie nutzt den Diesel vor allem, um hochmotorisierte Autos im Markt zu halten. Das hat den CO2-Vorteil des Diesels komplett kompensiert. Der SUV-Boom beweist, dass die Dieselsubventionen falsch sind. [...]

ZEIT ONLINE: Sie meinen verpflichtende Anteile von Elektroautos an den von Herstellern verkauften Fahrzeugen?

Krautzberger: Genau. Das ist umstritten, aber Kalifornien ist damit sehr erfolgreich, und in China führt man nun auch solche Quoten ein. Sie geben den Herstellern eine Planungssicherheit. Wir haben ausgerechnet: Wenn wir das CO2-Minderungsziel im Verkehr für 2030 erreichen wollen, bräuchten wir bis 2020 eine Quote von drei bis zwölf Prozent, bis 2025 dann 30 bis 32 Prozent und bis 2030 einen Anteil von 60 bis 70 Prozent Elektrofahrzeuge.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/u ... ettansicht

Hoffentlich begeht die Dame nicht demnächst Suizid mit sieben Schüssen aus der Schrotflinte in den Hinterkopf.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Elektroauto-Quote

Beitragvon Teeernte » Fr 24. Mär 2017, 12:56

frems hat geschrieben:(24 Mar 2017, 12:19)

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/u ... ettansicht

Hoffentlich begeht die Dame nicht demnächst Suizid mit sieben Schüssen aus der Schrotflinte in den Hinterkopf.


...erst wenn sie die E-Lobby nicht befriedigt..... :D :D :D
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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 24. Mär 2017, 15:12

Womöglich wäre ja, wenn schon eine Quote - eine Kraftstoffquote für die traditionellen Anbieter von fossilen Kraftstoffen eine bessere Lösung ?

ZON -Wir brauchen eine Quote für Elektroautos hat geschrieben:Diese Biokraftstoffe bieten aber selbst für den Flug- und Schiffsverkehr, der auch langfristig nicht mit Batterien funktionieren wird, keine echte Perspektive. Die Mengen reichen einfach nicht aus. Daher brauchen wir für Schiffe und Flugzeuge perspektivisch eine andere Lösung – nämlich aus erneuerbarem Strom hergestellte Kraftstoffe.


Da kann ich mich nur wundern - obwohl mit wenigstens 800 Millionen (gut das sind in Milliardenzeiten eben nur 0,8 Milliarden) gefördert, auch OME nicht nur in der Fantasie existieren :
Quelle hat geschrieben:...Eine vielversprechende Möglichkeit hierfür bieten synthetische Oxygenate in Form von C1-Kraftstoffen. Ein Kraftstoff, der in diese Kategorie fällt, ist Oxymethylenether (OME). Es wird hierbei der NOx-/PM-Trade-Off durch das Vorhandensein von Sauerstoff im Kraftstoff selbst vermieden. So wird die Oxidation aus den fetten Zonen in den Kraftstofftropfen heraus unterstützt. Die Verbrennung läuft also rußfrei ab...
Hier noch zur "Erinnerung" wer jedenfalls 2014 lt. Statista (zusammengestellt und berechnet)

    welche Menge Stickstoffoxidemissionen in Deutschland (in Tonnen) verursachte :

  • 490.900 = Verkehr......................................... = 40,11 % :?
  • 298.700 = Energiewirtschaft............................... = 24,41 % :?:
  • 126.300 = Haushalte / Kleinverbraucher................. = 10,32 %
  • 123.300 = Landwirtschaft.................................... = 10,08 %
  • 89.500 = Verarbeitendes Gewerbe......................... = 7,31 %
  • 88.700 = Industrieprozesse .................................. = 7,25 %
  • 5.000 = Militär und weitere Quellen....................... = 0,41 %
  • 1.000 = Diffuse Emissionen von Brennstoffen............ = 0,08 %
  • 400 = Abfall und Abwasser.................................... = 0,03 %
Ganz "vorn" also der Verkehr (auch "Benziner") und da der größte Teil der "Flotte" PKW sind, ist dort auch der größte "Einspareffekt" zu erwarten - mit OME - schließlich dauert es noch Jahre, bis diese Kisten auf dem Schrott landen und wenigsten teilweise durch E-Fahrzeuge ersetzt werden können....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon el loco » So 7. Mai 2017, 17:05

Wasserstoff

Aus dem Auspuff kommt nur heiße Luft

Verbrennungsmotoren, die mit Wasserstoff laufen, werden wiederbelebt. Ein junges Unternehmen will Umrüstsätze und Motoren für Nutzfahrzeuge bauen.

http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... ageIndex_2
Who is John Galt?
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Elser
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » So 7. Mai 2017, 23:51

Elektroautos wären absolut sinnvoll, wenn es denn die richtigen gäbe. Was wir bräuchten sind kleine Autos, ähnlich dem Smart, mit 2 Sitzen,, 150 km Reichweite, 130 Höchstgeschwindigkeit und ca. 300 l Kofferraum für einen kompletten Wocheneinkauf. Ein solches Auto, in Großserie gebaut, das man bequem nachts in der eigenen Garage nachladen könnte, wäre billig herzustellen. Da muss nichts mehr erst entwickelt werden. Alles Bauteile liegen in den Regalen der Industrie. Wenn dieses Auto max. € 8000 kosten würde (reichlich bemessen), würde es auch gekauft. Genau DAS will Autoindustrie und Politik nicht. Denn schon bald würden viele Menschen feststellen, das Sie mit ihrem großen Wagen fast nur noch, alle 2 Jahre, zum TÜV fahren und würden ihn abschaffen. Damit würde dem Hype ums goldene Auto-Kalb sehr schnell ein Ende gemacht. Genau dass soll, trotz aller Beteuerung der Politik zum Umweltschutz, mit passieren.

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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Do 18. Mai 2017, 09:18

Ich habe eine Brochüre eines Energiezulieferes hier liegen zur Elektromobilität. sie planen in Luxemburg bis Ende 2017, 200LadeStationen aufzustellen und bis 2020 auf 800 Stationen zu kommen.

Sie rechneten aus, dass wenn die Mehrzahl der Fahrzeuge Elektrisch fährt der Spitzenstrom um 18h abends um zirka das 8!fache Steigen könnte. Das können die netze nicht bewerkleisten. Deshalb müssen die Ladestationen mit Batterien versehen werden, die den Strom gleichmässig aus dem Netz ziehen. :/
Es ist klar dass es nach Feierabend zu einem peak kommen wird.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon garfield336 » Do 18. Mai 2017, 09:21

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 Mar 2017, 15:12)

Womöglich wäre ja, wenn schon eine Quote - eine Kraftstoffquote für die traditionellen Anbieter von fossilen Kraftstoffen eine bessere Lösung ?



Da kann ich mich nur wundern - obwohl mit wenigstens 800 Millionen (gut das sind in Milliardenzeiten eben nur 0,8 Milliarden) gefördert, auch OME nicht nur in der Fantasie existieren :Hier noch zur "Erinnerung" wer jedenfalls 2014 lt. Statista (zusammengestellt und berechnet)

    welche Menge Stickstoffoxidemissionen in Deutschland (in Tonnen) verursachte :

  • 490.900 = Verkehr......................................... = 40,11 % :?
  • 298.700 = Energiewirtschaft............................... = 24,41 % :?:
  • 126.300 = Haushalte / Kleinverbraucher................. = 10,32 %
  • 123.300 = Landwirtschaft.................................... = 10,08 %
  • 89.500 = Verarbeitendes Gewerbe......................... = 7,31 %
  • 88.700 = Industrieprozesse .................................. = 7,25 %
  • 5.000 = Militär und weitere Quellen....................... = 0,41 %
  • 1.000 = Diffuse Emissionen von Brennstoffen............ = 0,08 %
  • 400 = Abfall und Abwasser.................................... = 0,03 %
Ganz "vorn" also der Verkehr (auch "Benziner") und da der größte Teil der "Flotte" PKW sind, ist dort auch der größte "Einspareffekt" zu erwarten - mit OME - schließlich dauert es noch Jahre, bis diese Kisten auf dem Schrott landen und wenigsten teilweise durch E-Fahrzeuge ersetzt werden können....


Statistik von 2014. Nachdem alle Hersteller vom *Downsizing syndrom" befallen sind, ist damit zu rechnen dass dieser Wert bis heute (Mai 2017) noch mal exorbitant gestiegen ist.
kleinere und effizientere Motoren produzieren mehr NOx.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Audi » Do 18. Mai 2017, 10:02

Elser hat geschrieben:(08 May 2017, 00:51)

Elektroautos wären absolut sinnvoll, wenn es denn die richtigen gäbe. Was wir bräuchten sind kleine Autos, ähnlich dem Smart, mit 2 Sitzen,, 150 km Reichweite, 130 Höchstgeschwindigkeit und ca. 300 l Kofferraum für einen kompletten Wocheneinkauf. Ein solches Auto, in Großserie gebaut, das man bequem nachts in der eigenen Garage nachladen könnte, wäre billig herzustellen. Da muss nichts mehr erst entwickelt werden. Alles Bauteile liegen in den Regalen der Industrie. Wenn dieses Auto max. € 8000 kosten würde (reichlich bemessen), würde es auch gekauft. Genau DAS will Autoindustrie und Politik nicht. Denn schon bald würden viele Menschen feststellen, das Sie mit ihrem großen Wagen fast nur noch, alle 2 Jahre, zum TÜV fahren und würden ihn abschaffen. Damit würde dem Hype ums goldene Auto-Kalb sehr schnell ein Ende gemacht. Genau dass soll, trotz aller Beteuerung der Politik zum Umweltschutz, mit passieren.

Elser

Der Großteil will aber ein richtiges Auto. Nicht so ein Smart abklatsch :p
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » So 21. Mai 2017, 07:52

Audi hat geschrieben:(18 May 2017, 11:02)

Der Großteil will aber ein richtiges Auto. Nicht so ein Smart abklatsch :p


Wie groß dieser Teil dann wirklich ist, bliebe abzuwarten! Es gibt dieses preiswerte Kurzstreckenauto ja garnicht. DAS ist ja das Problem. Deine Vermuhtung geht also in's Ungewisse.

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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » So 21. Mai 2017, 08:36

Elser hat geschrieben:(21 May 2017, 08:52)

Wie groß dieser Teil dann wirklich ist, bliebe abzuwarten! Es gibt dieses preiswerte Kurzstreckenauto ja garnicht. DAS ist ja das Problem. Deine Vermuhtung geht also in's Ungewisse.

Elser


Wenn Sie genau hinsehen, dann gibt es dieses Biligfahrzeug schon mit dem RENAULT TWIZI. Mit dem großen Kofferraum ist da aber nichts zu wollen. Da müßte man einen Rucksack aufschnallen.

Aus meiner Sicht bringt das erträumte Fahrzeug nicht die Freiheit mit sich, die herkömmliche Fahrzeuge bieten. Da können staatliche Prämien hoch und höher werden... wer steckt denn 10.000 € in einen Steh-im-Weg, der jeder außergewöhnlichen Beanspruchung mit "geht nicht" antwortet? Wenn die Bundesregierung ihren Fuhrpark vollständig mit Elektrofahrzeugen ausgerüstet und ihn 2 Jahre zu ihrer Zufriedenheit betrieben hat... dann ist das eine ganz andere Ausgangslage als jetzt, wo sie Wasser predigt und selbst Wein trinkt.
Zuletzt geändert von H2O am So 21. Mai 2017, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 21. Mai 2017, 09:27

Elser hat geschrieben:(21 May 2017, 08:52)

Wie groß dieser Teil dann wirklich ist, bliebe abzuwarten! Es gibt dieses preiswerte Kurzstreckenauto ja garnicht. DAS ist ja das Problem. Deine Vermuhtung geht also in's Ungewisse.

Elser


Es gab die - in der Schweiz. Die sind gut weggegangen 2002 .....100kmh, 100km.. und die Firmen haben (fast alle) eine normale Ladesteckdose (schweizer Mittelstift.) 10.000 Stück.

Im Sommer und in den Bergen , dank Rekuperation schön. Schließsystem für Steckdosen auf Parkplätzen -

Für den Weg auf Arbeit also genau das Richtige.

Heute sind die selten (Akkus) - und im Winter affenartig kalt....bei Schnee nun ja - nicht der hit... (Ohne Klima/Heizung).

Ist der Akku neu - null Problem.... wird der Akku alt - passiert es - dass man an der Kreuzung noch 30 % hat......und danach VOLL durchgetreten - mitten auf der Kreuzung NULL .

Mag es liegen woran es will - Kalibrierung....oder Akku - wenn man blöd steht - iss nicht schön.
Im Winter geht die verfügbare Kapazität eh zurück... (Kälte/Chemische Zellen).

....und die Schweizer haben VERTRAUEN in ihre Republik. Die horten das Bargeld nicht zu hause.....und brauchen auch keine Konservendosen lagern. :D :D :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 21. Mai 2017, 10:11

H2O hat geschrieben:(21 May 2017, 09:36)

Wenn Sie genau hinsehen, dann gibt es dieses Biligfahrzeug schon mit dem RENAULT TWIZI. Mit dem großen Kofferraum ist da aber nichts zu wollen. Da müßte man einen Rucksack aufschnallen.

Aus meiner Sicht bringt das erträumte Fahrzeug nicht die Freiheit mit sich, die herkömmliche Fahrzeuge bieten. Da können staatliche Prämien hoch und höher werden... wer steckt den 10.000 € in einen Steh-im-Weg, der jeder außergewöhnlichen Beanspruchung mit "geht nicht" antwortet? Wenn die Bundesregierung ihren Fuhrpark vollständig mit Elektrofahrzeugen ausgerüstet und ihn 2 Jahre zu ihrer Zufriedenheit betrieben hat... dann ist das eine ganz andere Ausgangslage als jetzt, wo sie Wasser predigt und selbst Wein trinkt.


Es ist die Frage des Verkehrskonzeptes des Landes. Daseinsvorsorge....

Wenn das "Frühaufsteh-Land" Anhalt gut nach DD (Dunkeldeutschland) fahren kann - ists genau die falsche Richtung. ICE ? für Ossis nicht.
Berliner sind schneller in Hannover als Hallenser oder Magdeburger - Wolfsburg ...Berlin - lässt sich gut fahren.

Also Auto und A2 gen west ...oder in Kombination A14. Dauerstau. Stop and go.

Ne Ladestation auf Arbeit ??? ....sei froh wenns überhaupt ein Parkplatz in der Nähe gibt. Denn Deutsche Arbeitgeber müssen sich nicht um Parkplätze für Angestellte kümmern.

Bus Verbindungen auf dem Land - werden nicht nach den Bedürfnissen der Fahrgäste geplant - sondern nach Förderung.

---------------------------------------------------------------------------------------

Stell Dir vor - Jeder hätte ein "Förderscheckheft" für den Nahverkehr - das man auch in ein Batteriepaket investieren kann....oder in Bus und Bahn.
(DIE Milliarden die die Länder an die Verkehrsträger geben.....und die Zuwendung des Bundes ...GELD ist DA ! in MASSEN !)

Leere Züge und Busse oder Froppenvolle Stehplätze ? ....sind FEHLPLANUNGEN.

Ich bin froh - wenn ich früh noch in Bus und Bahn etwas schlummern kann - und würde auf ÖPNV setzen - wenn es das gäbe ohne 3 x Umsteigen....und 4x Fahrkarte vorzeigen....20 Minuten auf Anschluss warten ....oder mit Komplettausfall einer Linie zu kämpfen.

Die Verkehrsträger würden vielleicht sogar geheizte Warteräume haben ....mit nem Kaffee ? und belegtem Brötchen ? Sitzplatz....auch in Bus und Bahn GARANTIERT ?

Hach - im Auto geht das ja auch.... Mit dem Scheckheft währen Fahrgemeinschaften organisierbar...

Vielleicht auch ein GAS betriebener Bus - über 200 oder 300 km .....statt 40 oder 50 PKW ? - hin und zurück ?

Verbunden mit Flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice....da stockt der Breitbandausbau.... das selbe mini-sterium.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » So 21. Mai 2017, 10:50

Nein, Sie zäumen das Pferd von hinten auf! Solche Verkehrsleistungen, wie Sie die hier ausbreiten gehören bestraft und nicht etwa gefördert. Es ist doch ein Unding, Leute regelmäßig zu wahren Dienstreisen zur Arbeitsstelle zu veranlassen. Da muß ein Umzug in die Nähe zur Arbeit folgen oder ein Wechsel der Arbeitsstelle überlegt werden.

Dieses Notkonzept kann unter der Überschrift "Klimaschutz, Umweltvergiftung, Energiewende, Energiespraren" unmöglich fortgesetzt werden. Das muß der Gesetzgeber ehrlich verkünden.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 21. Mai 2017, 11:21

H2O hat geschrieben:(21 May 2017, 11:50)

Nein, Sie zäumen das Pferd von hinten auf! Solche Verkehrsleistungen, wie Sie die hier ausbreiten gehören bestraft und nicht etwa gefördert. Es ist doch ein Unding, Leute regelmäßig zu wahren Dienstreisen zur Arbeitsstelle zu veranlassen. Da muß ein Umzug in die Nähe zur Arbeit folgen oder ein Wechsel der Arbeitsstelle überlegt werden.

Dieses Notkonzept kann unter der Überschrift "Klimaschutz, Umweltvergiftung, Energiewende, Energiespraren" unmöglich fortgesetzt werden. Das muß der Gesetzgeber ehrlich verkünden.


Umzug ? Für eine "SICHERE" Arbeitsstelle mit 14 Tagen...3 Wochen Kündigungsfrist ?

Umzug ? Ein Partner arbeitet in A (Wohnort) der andere in B - 150km weiter. Neuer Partner ? :thumbup:

Umzug ? Verwandte in Pflege "AUFGEBEN" soll sich doch der Staat drum kümmern.... :thumbup:

Umzug ? Haus (Renten-Sicherung) aufgeben - und dafür 30 Quadratmeter Wohnklo kaufen ? :thumbup:

Die schönen Genossenschaftswohnungen der Arbeitgeber/Arbeitnehmer sind ja
- dank GUUUUTER Sozialpolitik der SPD verscherbelt worden.....DANKE :thumbup:

.....die Förderungen gibt es ja grad für Arbeitsplätze auf dem "freien" Feld - da wo KEINER im weiten Umkreis wohnt....
oder - genau da - Büros - wo das Lohnniveau bereits hoch - und die Mieten NOCH HÖHER sind ? :thumbup:

Es gibt Leute die fahren von Hamburg nach München ! ...um im Projekt (halbes Jahr) zu jobben.

Ich hab jahrelang mit nem Kölner getauscht ---der nach Berlin - ich nach Frankfurt. Der selbe Job - das selbe Geld die selbe Firma.....
Den wollte man in Frankfurt nicht....und nen Ossi wollte man in Berlin nicht....

BEDENKE : Der Wochenendheimfahrer ist eine Stille RESERVE der Arbeitgeber..... 12...14 Stunden ? (Klar gegen GELD) - der hat ja nichts zu kämmen !!
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Elser
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » So 21. Mai 2017, 13:45

H2O hat geschrieben:(21 May 2017, 09:36)

Wenn Sie genau hinsehen, dann gibt es dieses Biligfahrzeug schon mit dem RENAULT TWIZI. Mit dem großen Kofferraum ist da aber nichts zu wollen. Da müßte man einen Rucksack aufschnallen.

Aus meiner Sicht bringt das erträumte Fahrzeug nicht die Freiheit mit sich, die herkömmliche Fahrzeuge bieten. Da können staatliche Prämien hoch und höher werden... wer steckt denn 10.000 € in einen Steh-im-Weg, der jeder außergewöhnlichen Beanspruchung mit "geht nicht" antwortet? Wenn die Bundesregierung ihren Fuhrpark vollständig mit Elektrofahrzeugen ausgerüstet und ihn 2 Jahre zu ihrer Zufriedenheit betrieben hat... dann ist das eine ganz andere Ausgangslage als jetzt, wo sie Wasser predigt und selbst Wein trinkt.



Ich sehe genau hin! Und - nein - ein solches Fahrzeug gibt es eben NICHT. Der Twizi ist dass was er sein soll, ein Alibi-E-Auto. Davon gibt und gab es immer schon welche. Von der Autoindustrie konstruiert, DAMIT alle sagen: "Das geht ja garnicht." Dieses Fahrzeug ist nur sehr bedingt ein 2-Sitzer. Reichweite, Fahrleistung, Wintertauglichkeit und Kofferraum, das alles ist auch nicht ausreichend. Wenn Du bei meinem Beitrag genau hingesehen hättest, hättest Du das auch bemerken können. Bleibt also die, wie ich finde, sehr interessnte Frage: 'Warum wollen viele Nutzer das nicht erkennen und denken hier wie ein Autoproduzent der seine Pfründe erhalten wissen will ?' Der Eiertanz mit dem Bundesregierungsfuhrpark ist doch auch nur die reine Ablenkung von der Sache. Mit deren Autos werden meist hunderte von Kilometern zügig über Autobahnen absolviert. Ein brauchbares E-Auto für einen solchen Einsatz gibt es tatsächlich noch nicht. Und komm' jetzt bitte nicht mit dem Teslar. Wenn Du den nutzt, wie man einen anderen großen Reisewagen nutzt, dann kommst Du damit gerade einmal 200 km weit, bis Du wieder laden musst. Außerdem ist er schweineteuer und somit auch nicht geeignet als Jedermannsauto.

Vielleicht befasst Du dich noch einmal mit meinem "erträumten" Fahrzeug, wie Du es schreibst. Mal ganz ohne zukendem Gasfuß und ohne an die geile Außenwirkung, die ein übergroßes Auto hat, zu denken. Ich weiß - nicht so einfach. Die Autolobby hat unsere Gedanken zu Autos schon prima manipuliert.

Wenn ich meine Wohnstrasse so rauf und runter gucke, so haben die meisten Familien zwei Autos, und/oder fahren mit Ihren Autos nur sehr selten weitere Strecken. Sie alle, meine Familie eingeschlossen, könnten ein solchen Auto durchaus sinnvoll einsetzen. Mich mit mener Frau in einen Twizi zwängen und dann frierend, die Kiste Sprudel und das Gemüse auf einem Gepackträger geschnallt, in Narbenhöhe der anderen Fahrzeuge, über die Bundesstrasse, mit 45 nach Hause schleichen, das will ich auch nicht. Mit einem, wie von mir beschriebenen Fahrzeug, sehe die Sache ganz anders aus. Diese Fahrzeug gibt es aber eben NICHT !!! Eine E-Smart ist viel zu teuer. für dieses Geld würde ich, und sicher auch andere, dann lieber einen auch langstreckentauglichen Klein- oder Kompaktwagen kaufen. Oder, für noch etwas mehr, dann gleich den komoden Mittelklassewagen. Genau so ist das, meiner Meinung nach, auch gewollt.

Also - bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, nur weil Du Angst davor hast, die Leute könnten glauben dass Du dir kein "anständiges" Auto leisten kannst, wenn Du mit einem solchen Auto, wie von mir beschrieben, fahren würdest. ;) Befreie Deine Gedanken von den automobilen Scheinzwängen die man unserer Gesellschaft so erfolgreich eingetrichtert hat ! :)

Elser
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immernoch_ratlos
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Re: Elektroautos.

Beitragvon immernoch_ratlos » So 21. Mai 2017, 13:54

Hallo Elser,

der Gedanke sich auf das "Wesentliche" zu beschränken ist logisch und sympathisch. Leider nicht in der Welt in der wir leben. Wir leben nach mehreren "industriellen Revolutionen" in einer Welt des Überflusses. Doch Überfluss, muss ja produziert werden. Logische Folge, was da mit erheblichem Aufwand produziert wird, muss "irgendwo hin". Gleichzeitig muss alles weiter wachsen um die erzielten Gewinne "reinvestieren zu können" - was zu noch mehr Überfluss führt :rolleyes:

Mit dem Überfluss kommt die neue "Religion" ins Spiel - der Konsumismus. Heute sind wir mit sehr wenigen Ausnahmen brave Konsumenten. Wer Produkte und Dienstleistungen konsumiert, ist ein durch und durch rechtschaffener Bürger. Das dies eine echte Revolution darstellt, lässt sich problemlos am Verhalten der zwei wichtigsten Gruppen ablesen. Grob beschrieben - die Masse und die Eliten - deren Verhalten hat sich total ins jeweilige Gegenteil verkehrt. Ein wenig zurückgehen in der Zeit ist dabei notwendig :

Im mittelalterlichen Europa lebten die Könige und Adeligen in Saus und Braus, während die Bauern sparsam lebten und jeden Pfennig umdrehten. Heute ist das umgekehrt, die reichen Eliten (längst andere als "Könige und Adeligen") verwenden große Sorgfalt auf die Verwaltung ihrer Anlagen und Investitionen und deren permanente Vermehrung (was angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel durchaus nicht in Askese geschehen muss) :cool:

Die Masse der weniger "Betuchten" verschulden sich, um all die wunderbaren Produkte und Dienstleistungen zu konsumieren, welche in Massen für die Masse angeboten werden. "Wir" kaufen Produkte, die wir nicht wirklich brauchen und von denen wir bislang nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt. Bewusst werden Produkte mit kurzer Lebensdauer entwickelt. Ständig Modellwechsel von im Grunde völlig ausreichenden Produkten sorgt für immerwährendes Wachstum. Produkte die zwar kein Mensch braucht, wir "müssen" sie aber dennoch kaufen, um »in« zu bleiben. "Shopping" ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen geworden. Konsumgüter sind unersetzlichen Vermittler zwischen Angehörigen, Partnern und Freunden :thumbup:

In einer solchen, sichtlich für die meisten gut funktionierenden Welt, hat Beschränkung auf das Wesentliche - auf das was tatsächlich benötigt wird - nicht nur keinen Platz, es ist durchaus gefährlich für dieses System. Ein System das mit dem "Perpetuum mobile" dem immerwährenden Wachstum in einer finiten Welt einhergeht, ist jede Behinderung von eben diesem Wachstum unzulässig.
Wissenschaft - Politik - Wirtschaft sind da einheitlich organisiert. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist das Angebot deutlich größer als die Nachfrage. Damit stellte sich ein immerwährendes Problem: Wer soll das ganze Zeug eigentlich kaufen?
Wer all das produziert, hat sich ja inzwischen deutlich verschoben. Längst wird das dazu notwendige Einkommen nicht mehr nur "durch der Hände Arbeit" der Masse der Konsumierenden erschaffen (selbstverständlich unter der stets perfekten "Anleitung" der von den Eigentümern beauftragten Manager). Selbst lokal betrachtet, ist wenigstens 1/3 der Konsumenten auf mindestens teilweise, wenn nicht vollständige Alimentation durch die Gemeinschaft angewiesen. So bleibt das "erforderliche" Mindestmaß der "1. Grundpflicht - konsumiere !" auch für diesen Teil der Bevölkerung weiter machbar. "Global" sieht das Ganze durchaus noch immer unerfreulich aus, statt "ordentlich zu konsumieren" verhungern jährlich Millionen von potentiellen Konsumenten und entziehen sich so ihrer Pflicht :dead:

Was also den "Hype ums goldene Auto-Kalb" angeht, der ist leider z.Z. nicht auf seiner notwendigen Höhe. Durch allerlei "völlig überbewertete Nachteile" (Menschen sterben angeblich an den Folgen von KFZ-Abgasen) ist der ganz normale Konsument verunsichert :( Statt sich auf das nächste Folgemodell zu konzentrieren, wird ihm nun eine Entscheidung abverlangt. Er / Sie / Es soll womöglich selbstständig entscheiden, was morgen "zu immerwährenden - also 8.760 Stunden Verfügung" vor seiner Bleibe herumstehen soll. War "Gestern" noch alles in Ordnung in einer Welt, wo das prestigeträchtige Vehikel allen Betrachtern signalisierte, welch eifriger, braver Konsument hier wohnt, so ist "Heute" (spätestens "Morgen") eine komplizierte Entscheidung fällig : - Benziner ? - Diesel ??? oder gar ein E-Mobil , das zwar kaum einer zu täglich 600 km aufwärts fahren verpflichte ist, aber "nur" 150 ... 200 km "am Stück" tatsächlich fährt und dann mitten in der Wüste D liegenbleiben KÖNNTE :? Ungeachtet dessen, das die überwiegende Masse (falls man dem Kraftfahrt-Bundesamt darin vertrauen darf) täglich eher tatsächliche 20 bis 50km damit fährt.

Hier hat definitiv die Werbung - nein die Politik versagt - leider immer nur am taktischen Tagesgeschäft orientiert - fehlt einfach eine Strategie, also ein rechtzeitiges Nachdenken über die Ziele. Wie kann man den Einzelnen ÜBERLASSEN, darüber nachzudenken, was er / sie / es - kaufen - konsumieren soll ? Das Ergebnis, ist die schädlichen Entscheidung, eben etwas ANDERES zu konsumieren :eek: Diese irrsinnigen Zweifel, die womöglich am Ende dazu führen womöglich WENIGER zu konsumieren - ein echte Zusammenbruch aller richtungsweisenden Institutionen. Womöglich ist die vielgepriesene Demokratie nicht geeignet auf Dauer allen wirklich gut zu tun ?

Andererseits, haben in jüngster Zeit gerade auch Diktaturen nicht vermocht, ihre Untertanen zum "ordentlichen Konsum" anzuhalten. Für mich, als ordentlicher Demokrat unvorstellbar - nur ein (oder waren es gar zwei ?) PKW- Modelle mit ~10 Jahre Lieferfrist anzubieten, da war klar, wohin das führen musste (der anschließende Kaufrausch, hat gezeigt wie sehr unsere Brüder und Schwestern doch darben mussten). Darum - jeder sollte ab sofort nicht mehr darüber nachsinnen, was er / sie / es NICHT kaufen möchte, sondern, was man sich ALLES gleichzeitig leisten sollte :thumbup: Warum also nicht noch schnell einen Diesel kaufen - genügt es wirklich nur ein Benziner sein eigen zu nennen :?: Für Kurzstrecken das E-Mobil. Jeder, der diese ausgereifte technologische Vielfalt bei seinem Nachbarn sieht, wird sich bemühen, es ihm / ihr gleichzutun.

Besonders hilfreich wäre es dabei, die Gesetze so zu gestalten, das jeder lediglich eine zeitlich begrenzte Lizenz zum Benutzen seiner Fahrzeuge erwirbt. Zum Einen könnten so weitere Einnahmen für die Staatskasse generiert werden, aber auch diese sehr lästigen Behauptungen von "Enteignung" wären elegant aus der Welt. Jeder wüsste da schon zu Beginn, das durch völlig unvorhersehbare Ereignisse das Autoleben eine sehr beschränkte Spanne haben kann :thumbup:

Ein einfaches Schreiben - oder eine entsprechende Veröffentlichung - "Die Fahrzeugreihe XYZ 2017" darf nach § 91 a (2) (Verschiebungsgesetz) ab dem XX. YYYY nicht mehr in den Verkehr gebracht werden - Bitte beachten sie die folgend näher bestimmte Abfallablagerungsverordnung, Abfallauffangeinrichtungs-Gesetz, Abfallausschlussverordnung, Abfallausschlussverordnung, Abfallbeauftragtenverordnung, Abfallbehälterbenutzungsverordnung, Abfallbeseitigungsverordnung usw. usf. (eine klein Auswahl von Bestimmungen die tatsächlich existieren und durchaus von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Wirkungen haben können).

Eine Vereinfachung durch Konsumverzicht ist der Anfang von Untergang :eek: Wir alle sollten uns herzlich darüber freuen, das irgendetwas "festgestellt" wird. Und sei es etwas, was auf den ersten Blick eher negativ wirkt. Wie schon irgend ein Chinese feststellte - in der Krise steckt auch eine Chance - darum gleich Morgen zum Autohändler eures Vertrauens und flugs ein E-Mobil bestellen - wer bislang nur einen schnöden Benziner herumstehen hat, sollte der notleidenden Autoindustrie durch Bestellung eine modernen Diesel hilfreich beispringen. So ist die 100% Verfügbarkeit stets "mobil zu sein" absolut sichergestellt :thumbup:

So, nur so, werden wir die nächst höhere Ebene des Konsums wirklich erreichen - werden wir alle zu "PROsumern" - alle, Politik, Wirtschaft und das Bankenwesen, werden so gestärkt das 21. Jahrhundert zum glorreichsten Jahrhundert ever machen !
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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