Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

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gill bates
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon gill bates » So 18. Nov 2018, 16:09

Ich kann also meinen Arbeitsplatz nur noch mit dem Fahrrad erreichen, weil die 40 Mikrogramm NOx gerissen wurden und uns dankenswerter Weise die DUH vor dem Ableben bewahrt.
Am Arbeitsplatz allerdings mutiert das NOx zum Luftverbesserer, denn da sind ja bis 950 Mikrogramm erlaubt?? Wer kann mir den Sinn erklären? Müsste es nicht viel eher Arbeits- denn Fahrverbote geben?
Deutsche Umwelthilfe, bitte übernehmen Sie.
Ein echter Grüner ist nur dann glücklich, wenn er anderen was verbieten kann.
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frems
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » So 18. Nov 2018, 16:13

gill bates hat geschrieben:(18 Nov 2018, 16:09)

Ich kann also meinen Arbeitsplatz nur noch mit dem Fahrrad erreichen, weil die 40 Mikrogramm NOx gerissen wurden und uns dankenswerter Weise die DUH vor dem Ableben bewahrt.
Am Arbeitsplatz allerdings mutiert das NOx zum Luftverbesserer, denn da sind ja bis 950 Mikrogramm erlaubt?? Wer kann mir den Sinn erklären? Müsste es nicht viel eher Arbeits- denn Fahrverbote geben?
Deutsche Umwelthilfe, bitte übernehmen Sie.

In Büros gelten 60 Mikrogramm und dies soll auch auf 40 reduziert werden. Hintergrund war, dass besonders gefährdete Personen (Kinder, Senioren, chronisch Kranke) normalerweise nicht Vollzeit in Büros anzutreffen sind. Der MAK-Wert in der Industrie ist kein Mittelwert, sondern darf zu keinem Zeitpunkt überschritten werden.

Der EU-Grenzwert (Jahresmittelwert) für die Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) in der Außenluft beträgt 40 µg/m³ – der Arbeitsplatzgrenzwert ist mit 950 µg/m³ wesentlich höher. Ein Arbeitsplatzgrenzwert ist ein Wert für die zeitlich begrenzte Belastung gesunder Arbeitender, während durch NO2 in der Außenluft auch empfindliche Personen rund um die Uhr betroffen sein können.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/u ... aussenluft
Labskaus!

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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Jo33 » So 18. Nov 2018, 18:38

gill bates hat geschrieben:(18 Nov 2018, 16:09)
Ich kann also meinen Arbeitsplatz nur noch mit dem Fahrrad erreichen, weil die 40 Mikrogramm NOx gerissen wurden und uns dankenswerter Weise die DUH vor dem Ableben bewahrt.
Am Arbeitsplatz allerdings mutiert das NOx zum Luftverbesserer, denn da sind ja bis 950 Mikrogramm erlaubt?? Wer kann mir den Sinn erklären? Müsste es nicht viel eher Arbeits- denn Fahrverbote geben?
Deutsche Umwelthilfe, bitte übernehmen Sie.

Wie immer die Dosis und die Dauer entscheiden ob etwas giftig bzw. gesundheitsschädlich ist.
Maßgeblich ist wieviel Stunden eine Person wöchentlich eine gewisse Konzentration ausgesetzt ist.
Es ist ein Unterschied ob ein Kind mit 15 kg Körpergewicht, eine Luft mit 40 Mikrogramm NOx 168 Stunden lang in der Woche einatmet oder ein 80 kg schwerer Mann 800 Mikrogramm NOx 20 Stunden die Woche.
Jeder Stoff ist ab eine gewissen Menge schädlich, allerdings führen auch langfristig niedrige Werte mit der Zeit zu gesundheitlichen Schäden. Man kann einem Menschen bspw. mit Blei oder Arsen auch über Monate oder Jahre vergiften, es muss keine hohe Einzeldosis sein, um jemanden um zu bringen.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Ein Terraner » Mo 19. Nov 2018, 13:07

Da kriegst die Tür nicht zu.

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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 19. Nov 2018, 13:23

Dank, Danke Terraner - besser lässt sich das nicht erklären !
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Kamikaze » Mo 19. Nov 2018, 14:22

Deutschland verhängt (zu Recht) Fahrverbote - in Frankreich werden Straßen blockiert, weil das Benzin teurer wird (auf ein ähnliches Niveau wie z.B. Deutschland): https://www.tagesschau.de/ausland/prote ... h-129.html

@Terraner: Ein schönes Video. Hier noch eins zum Thema "Umtauschprämie": https://www.youtube.com/watch?v=JOZ6pKv2jPQ
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Mo 19. Nov 2018, 17:57

yogi61 hat geschrieben:(17 Nov 2018, 10:16)

VW hat doch gestern reagiert. Die Investitionen von insgesamt 44 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren zeigen deutlich, dass das Ende des Diesels naht. Zuück bleiben die "Dummbatzen", die sich zum Kauf der Krebsschleudern animieren lassen haben.

Abwarten und Tee trinken. Wenn Elektro nicht ankommt sehe ich weiter Diesel als Zugpferd. Elektro Autos sind eben zu sehr eingeschränkt
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Orbiter1 » Mo 19. Nov 2018, 18:15

Audi hat geschrieben:(19 Nov 2018, 17:57)

Abwarten und Tee trinken. Wenn Elektro nicht ankommt sehe ich weiter Diesel als Zugpferd. Elektro Autos sind eben zu sehr eingeschränkt
Frankreich, GB und Spanien haben doch inzwischen klargemacht dass 2040 der Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren eingestellt wird. In Dänemark ist es bereits 2035 soweit. Die Städte Athen, Madrid und Mexico-Stadt wollen ab 2025 keine Diesel mehr in die Stadt lassen. Weitere Städte werden folgen. Da stellt sich die Frage ob es noch groß Sinn macht in die Entwicklung neuer Benzin- und Dieselmotoren zu investieren.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon yogi61 » Mo 19. Nov 2018, 19:10

Orbiter1 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 18:15)

Frankreich, GB und Spanien haben doch inzwischen klargemacht dass 2040 der Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren eingestellt wird. In Dänemark ist es bereits 2035 soweit. Die Städte Athen, Madrid und Mexico-Stadt wollen ab 2025 keine Diesel mehr in die Stadt lassen. Weitere Städte werden folgen. Da stellt sich die Frage ob es noch groß Sinn macht in die Entwicklung neuer Benzin- und Dieselmotoren zu investieren.


Das macht eben keinen Sinn mehr.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 20. Nov 2018, 11:27

Dachte ich es doch und beschrieben hatte ich das auch schon - Reaktionen - keine - bis eher ablehnend. Kein Wunder, geht es doch nun um mehr als ein "blaues Plakettchen" :

Quelle : FAZ (20.11.2018) "Bundesregierung plant Gesetz : Kommt die Totalüberwachung von Dieselfahrern?" Typisch Reaktion - Verengung des "Blickfelds" auf Dieselfahrer, deren Fahrzeuge vordergründig zwar der Anlass dafür sind, aber eigentlich ist damit, wo immer "notwendig" eine komplette Verkehrsüberwachung möglich. Nichts wirklich Neues, zu bestimmten Kriterien ist das - abgesegnet durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (welches die Zulässigkeit unter bestimmten Voraussetzungen ausdrücklich billigt). Nun kommt eben die "Lex blaue Plakette" ohne diese aus. Ich weiß natürlich nicht, ob der Polizeibildschirm sich blau einfärbt, wenn eine "nicht einfahrtberechtigtes Dieselfahrzeug" in eine Verbotszone einfährt oder dort angetroffen wird, aber "besser und nachhaltiger" ist diese Methode allemal.

Einige die es rigoros ablehnten, überhaupt die Möglichkeit es gäbe jemals eine "blaue Plakette" (als logische Konsequenz von nicht nur "drohenden Fahrverboten), dürften sich nun die Augen reiben. Interessante Begründung durch den Minister der bislang vehement die "blaue Plakette" ablehnte - nun wird erkennbar, der hatte etwas deutlich "schlagkräftigeres im Sinn" :
FAZ hat geschrieben:Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hält dagegen: „Wir haben uns gegen eine Blaue Plakette entschieden. Aber wenn wir sauberere Diesel auf den Straßen haben wollen, müssen wir die Einhaltung der Vorschriften auch kontrollieren dürfen“, sagte er am Montag in Berlin auf der F.A.Z.-Konferenz „Mobilität in Deutschland“. Mit der Novelle werde den Kommunen erlaubt, über das Kennzeichen des Fahrzeugs Kontrollen vorzunehmen. „Das wird ablaufen wie bei der Kontrolle der Lastwagen-Maut: Wenn bezahlt ist, werden die Daten sofort wieder gelöscht. Das ist datenschutzrechtlich völlig in Ordnung.“ Diese Einschätzung habe das Bundesjustizministerium in der Ressortabstimmung bestätigt.
Wie schon mal von mir beschrieben soll das so funktionieren :
FAZ hat geschrieben:Nach dem neuen Paragrafen 63c sollen die Landesbehörden künftig folgende Daten, erheben, speichern und verwenden, „auch automatisiert“: Das Kennzeichen von Fahrzeugen, die in einem Gebiet mit Verkehrsverboten unterwegs sind, die erforderlichen Merkmale (sprich Kennzeichen), das Bild des Fahrzeugs und des Fahrers sowie Ort und Zeitpunkt. Anschließend soll die Behörde den Datensatz automatisch mit den beim Zentralen Fahrzeugregister hinterlegten Informationen abgleichen, um zu klären, ob ein Bußgeld fällig ist oder nicht.
Klar, wenn sich andere "Notwendigkeiten", ein bestimmtes Fahrzeug, aus einem bestimmten Grund aus der Masse der Unbeteiligten herauszufiltern - jenseits von Fahrverboten - sind die mobilen Einheiten - jedes Polizeifahrzeug das entsprechend ausgestattet ist (z.B. die sog. Dachbrücke - das Gerät mit den Blaulichtern) kann sehr flexibel beliebige Verkehrsströme überwachen. Es wäre ziemlich dumm, dabei z.B. gefälschte Nummernschilder einfach zu ignorieren. Mit "etwas mehr KI" lässt sich sicher feststellen ob das Kennzeichen sich am "richtigen Fahrzeug" befindet. Mindestens eine Versicherung in GB beurteilt Schäden an beliebigen Fahrzeugen über einfache, laienhafte Fotos von Schadensbildern. Das System erkennt dabei den Fahrzeugtyp usw.

Da ist sie wieder die alte Frage - wie weit darf eine Überwachung gehen - genügt es das per "passendem Algorithmus" nur Fahrzeuge tatsächlich erfasst werden, die den gerade geltenden Kriterien entsprechen - alle Diesel KFZ "unterhalb" Euro 6 z.B. - wobei selbstverständlich jedes Fahrzeug, welches nicht den Kriterien entspricht, sofort und noch "vor Ort" über die bloße Überprüfung hinaus, eben nicht "dauerhaft" erfasst wird. Oder können gleich mehrere Kriterien, "warum" Fahrzeuge erfasst werden, zum Einsatz kommen ? Logisch, wenn ein bekannter Rechtsverstoß (der wohl selbst exakt definiert sein muss) "erkannt wird", kann eigentlich keine Exekutive einfach "wegsehen" - auch nicht "digital"....

Am Ende ist das durchaus im Interesse aller Bürger, wenn die Polizei "zeitgemäße" Technologie nutzen "darf", um solche Dummheiten zukünftig zu vermeiden :
FAZ hat geschrieben:In Baden-Württemberg hat man schon Erfahrungen mit einer automatisierten Erfassung von Kennzeichen – aber nicht die besten. Die frühere schwarz-gelbe Landesregierung wollte so die Bekämpfung von Kriminalität erleichtern. Sechs Monate wurde das System vergangenes Jahr getestet. In der Zeit seien 138.000 Kennzeichen automatisch erfasst worden, nur in 64 Fällen habe dies zu weiteren Maßnahmen geführt, betonte der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Ulrich Goll. „Um aber selbst noch diese 64 Fälle herauszufinden, musste die Polizei 840 Kennzeichen händisch abgleichen.“ Die Fehlerquote liege bei deutlich mehr als 90 Prozent, kritisierte er.
Die vergleichsweise gut ausgestatteten "kriminellen Vereinigungen" unterliegen per se keinen, wie immer gearteten Beschränkungen. Was das Begehen von Straftaten erleichtert, wird selbstverständlich genutzt. Nun muss der Staat rechtsstaatliche Mittel finden, diese Diskrepanz schlicht "auszugleichen":
FAZ hat geschrieben:Bis zu sechs Monate lang soll der Staat die Daten speichern dürfen – ähnlich der mehrfach wegen Verfassungsverstoßes gekippten „Vorratsdatenspeicherung“. Doch der Vergleich hinkt, meint der Mainzer Juraprofessor Matthias Bäcker, der erfolgreich gegen die Vorratsdaten klagte. „Die Videotechnik wird dort aufgestellt, wo Fahrverbote gelten, damit handelt es sich nicht um eine anlasslose oder stichprobenartige Datenerhebung.“
Das fixe Aufstellen von "Kontrollarchitektur" ist in vielerlei Punkten unsinnig. Die "flexible Variante" entspricht deutlich besser den bisherigen "analogen Kontrollmethoden" - man führt sporadischen Kontrollen - ähnlich der Geschwindigkeitskontrollen durch. Niemand kann sich darauf so einstellen, wie dies bei "fixen Messstationen" der Fall ist. Diese werden schnell in die zwar verbotene "POI" Eingang finden und im Sinn der Emissionsvermeidung dumme und unerwünschte Umgehungsstrategien hervorbringen. Umgekehrt, wäre es an der Zeit die Software von GPS-Geräten so auszustatten, das ein gezieltes Umfahren von Fahrverbotszonen durch vorherige Eingabe möglich wird (analog des Ausschließens von BAB bei der Streckenplanung) mit akustischer Warnung selbstverständlich. Schau mer mal... :rolleyes:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Do 22. Nov 2018, 21:20

Die Diesel-Lüge? Fahrverbote und Stickoxid-Grenzwerte in der Diskussion | stern TV

https://www.youtube.com/watch?v=tJbO3EMoqV4

Was denn nun
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon van Kessel » Do 22. Nov 2018, 23:47

der Diesel Unsinn wäre leicht beendet, wenn man ihn (den Kraftstoff) genau so besteuern würde wie andere Kraftstoffe auch. Gleicher Unsinn wie übrigens auch die fehlende Steuer für Kerosin* der Umwelt wirklich nicht guttut.

*außer in den Niederlanden
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Fr 23. Nov 2018, 18:39

van Kessel hat geschrieben:(22 Nov 2018, 23:47)

der Diesel Unsinn wäre leicht beendet, wenn man ihn (den Kraftstoff) genau so besteuern würde wie andere Kraftstoffe auch. Gleicher Unsinn wie übrigens auch die fehlende Steuer für Kerosin* der Umwelt wirklich nicht guttut.

*außer in den Niederlanden

Dieses wäre dennoch Verbrauchsvorteile
Besserer Wirkungsgrad
Mehr Drehmoment. Hätte man die KFZ Steuer heruntergesenkt und den Dieselsprit rauf gesetzt, wäre der Diesel dennoch billiger zum fahren
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon yogi61 » Fr 23. Nov 2018, 18:46

Audi hat geschrieben:(23 Nov 2018, 18:39)

Dieses wäre dennoch Verbrauchsvorteile
Besserer Wirkungsgrad
Mehr Drehmoment. Hätte man die KFZ Steuer heruntergesenkt und den Dieselsprit rauf gesetzt, wäre der Diesel dennoch billiger zum fahren


Diese Diskussion ist obsolet, weil Diesel nun einmal so giftig wie Asbest ist und man die volkswirtschaftlichen Schäden für die Tumorbehandlungen und die Mortalität ja nicht direkt beziffern und zuordnen kann. Asbest ist auch immer noch ein guter und günstiger Dämmstoff, trotzdem verwendet man ihn nicht mehr.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Fr 23. Nov 2018, 20:53

yogi61 hat geschrieben:(23 Nov 2018, 18:46)

Diese Diskussion ist obsolet, weil Diesel nun einmal so giftig wie Asbest ist und man die volkswirtschaftlichen Schäden für die Tumorbehandlungen und die Mortalität ja nicht direkt beziffern und zuordnen kann. Asbest ist auch immer noch ein guter und günstiger Dämmstoff, trotzdem verwendet man ihn nicht mehr.


Dann steht dein Wort gegen der, der Ärzte

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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon van Kessel » Fr 23. Nov 2018, 22:46

Hey "Audi"](23 Nov 2018, 18:39)
Dieses wäre dennoch Verbrauchsvorteile. Besserer Wirkungsgrad. Mehr Drehmoment. Hätte man die KFZ Steuer heruntergesenkt und den Dieselsprit rauf gesetzt, wäre der Diesel dennoch billiger zum fahren.
im Prinzip bin ich deiner Ansicht. Leider wird das hohe Drehmoment dazu missbraucht, schwere und Treibstoffschluckende Kleinlastwagen auf die Straße zu setzen.

Damit ist der Dieselvorteil wieder futsch und Straßen (durch höhere Gewichte und Bremskräfte, im Sommer schieben diese SUVs eine Menge Asphalt vor sich her) leiden mehr als zu Zeiten von spritschluckenden VW-Käfern o.ä.

Es wird vergessen, dass auch der Sprit (Super mit oder ohne Zusatz) keine atembare Luft ist und in Teilen gar schädlicher als der Diesel. Der gravierende Fehler der Automobilindustrie ist der bezahlbare Einbau eines effektiven Partikelfilters ist. Zu Hause, leert man doch auch den Staubbeutel seines Staubsaugers, beim Auto soll der Dreck einfach in die Welt geblasen werden?

Der Ausweg ist ja schon aufgezeigt, dass durch Harnstoff die schädlichen Abgase 'gebunden' werden. Es gehört bei der Dieselbetankung automatisch! die Betankung von AdBlue in einen entsprechenden Tank . Ohne AdBlue gibst kein Diesel. Dann kann man die PKW auch kleiner bauen, Schnickschnack weglassen - der die Karre verteuert - und die Motorleistung (Verbrauch) bei 5 l/100 km limitiert. Straßen, Umwelt, Parkflächenplaner werden dann wieder mehr aufatmen können.

Auch das nicht vorhandene Strombetankungsnetz!!! kann sich noch ein wenig Zeit lassen, bis man Ladesäulen installiert hat, welche ein E-Car innerhalb einer Tasse Kaffee und eines Stückes Apfelkuchen, den Akku wieder auffüllt.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 24. Nov 2018, 13:08

yogi61 hat geschrieben:Diese Diskussion ist obsolet, weil Diesel nun einmal so giftig wie Asbest ist und man die volkswirtschaftlichen Schäden für die Tumorbehandlungen und die Mortalität ja nicht direkt beziffern und zuordnen kann.
Nur für Dich als Hintergrundmaterial - erfahrungsgemäß (an Hand der Reaktionen) geht das vielen Diskutanten schlicht am Allerwertesten vorbei ;)

Selbstverständlich versucht "man" alles um ein "Preisschild" (das Einzige was mehrheitlich verstanden wird) dranhängen zu können. Nennt sich :
"Methodische Grundlagen des Environment Burden of Disease (EBD)-Ansatzes der WHO zur quantitativen Bewertung von umweltbedingten Krankheitslasten" und umfasst 283 Seiten. Auch wenn das nur 5 Seiten wären, auch das würde ignoriert werden. Die Diskrepanz zwischen Wissen und "gefühltem Wissen" ist leider zu groß.

Ich glaube es ist hoffnungslos. Habe mit gerade 85 Seiten über Zulassungsmethoden von PKW gegeben, weiß nun recht gut, warum das niemals klappen wird, auch nur annähernd eine Prüfmethode für "Verbrenner" zu entwickeln, welche geeignet wäre, eine klare Begrenzung der Schademissionen zu garantieren. Ganz nebenbei war das eine Einführung in die Aspekte die alle bei Verbrennern das Endprodukt "Motor" zu einer hochwissenschaftlichen Angelegenheit machen. Die mal "beherrscht" wird, aber öfter leider nicht.

Dagegen ist ein Elektromotor eine sehr, sehr einfache Veranstaltung. Wo Strom fließt lässt der sich auch in jede Richtung beeinflussen. Bei modernen Verbrennern ist dagegen eine Fülle von Komponenten (einschließlich des Motors selbst) für die immer wieder neue Regelmethoden gefunden werden müssen. Ein Wunderwerk der Ingenieurskunst, das einen Platz im Technikmuseum verdient hat. Dort, wo man diese Dinger vermeiden kann - mindestens in den Städten, sollte man das tun. In 10 ... 12 Jahren wird das keinen mehr interessieren. Allerdings nur, wenn einiges wie z.B. der Ausbau der EE und der notwendigen Speichertechnologie gelingt.

Bis dahin verrecken halt noch "unerkannt" weiter jährlich eine beachtliche Zahl von Menschen, aber wo "gehobelt" - äh gefahren wird, fallen eben "Späne"....

Das klassische "Floriansprinzip" - "heiliger Sankt Florian, behüt' mein Haus, zünd' and're an..." - also "Solidarität" in ihrer reinsten Form
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Nov 2018, 13:44

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 Nov 2018, 13:08)

Nur für Dich als Hintergrundmaterial - erfahrungsgemäß (an Hand der Reaktionen) geht das vielen Diskutanten schlicht am Allerwertesten vorbei ;)

Selbstverständlich versucht "man" alles um ein "Preisschild" (das Einzige was mehrheitlich verstanden wird) dranhängen zu können. Nennt sich :
"Methodische Grundlagen des Environment Burden of Disease (EBD)-Ansatzes der WHO zur quantitativen Bewertung von umweltbedingten Krankheitslasten" und umfasst 283 Seiten. Auch wenn das nur 5 Seiten wären, auch das würde ignoriert werden. Die Diskrepanz zwischen Wissen und "gefühltem Wissen" ist leider zu groß.

Ich glaube es ist hoffnungslos. Habe mit gerade 85 Seiten über Zulassungsmethoden von PKW gegeben, weiß nun recht gut, warum das niemals klappen wird, auch nur annähernd eine Prüfmethode für "Verbrenner" zu entwickeln, welche geeignet wäre, eine klare Begrenzung der Schademissionen zu garantieren. Ganz nebenbei war das eine Einführung in die Aspekte die alle bei Verbrennern das Endprodukt "Motor" zu einer hochwissenschaftlichen Angelegenheit machen. Die mal "beherrscht" wird, aber öfter leider nicht.

Dagegen ist ein Elektromotor eine sehr, sehr einfache Veranstaltung. Wo Strom fließt lässt der sich auch in jede Richtung beeinflussen. Bei modernen Verbrennern ist dagegen eine Fülle von Komponenten (einschließlich des Motors selbst) für die immer wieder neue Regelmethoden gefunden werden müssen. Ein Wunderwerk der Ingenieurskunst, das einen Platz im Technikmuseum verdient hat. Dort, wo man diese Dinger vermeiden kann - mindestens in den Städten, sollte man das tun. In 10 ... 12 Jahren wird das keinen mehr interessieren. Allerdings nur, wenn einiges wie z.B. der Ausbau der EE und der notwendigen Speichertechnologie gelingt.

Bis dahin verrecken halt noch "unerkannt" weiter jährlich eine beachtliche Zahl von Menschen, aber wo "gehobelt" - äh gefahren wird, fallen eben "Späne"....

Das klassische "Floriansprinzip" - "heiliger Sankt Florian, behüt' mein Haus, zünd' and're an..." - also "Solidarität" in ihrer reinsten Form



Heeee......die andere Seite der Steckdose ....Kraftwerk - da entsteht die "Umweltbelastung" bei Strom....

Elektroautos werden mit dem Versprechen verkauft, ökologisch zu sein. Doch der Energieaufwand bei der Herstellung ist enorm. Wie groß kann da der Umweltvorsprung sein?



In dem deutschen Mix der verschiedenen Stromquellen entstehen pro Kilowattstunde 601 Gramm CO2.



Fazit: Das Auto mit batterieelektrischem Antrieb ist kein Allheilmittel. Technikbasierte Mobilität – ob in Pkw, Bus, Bahn oder Flugzeug – fordert ihren Tribut, der nur durch totalen Verzicht vermieden werden kann. Trotzdem ist das Elektroauto schon heute tendenziell umweltfreundlicher als konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Es fördert die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen – und es wird jeden Tag sauberer.


https://www.zeit.de/mobilitaet/2014-01/ ... ettansicht

Versuch doch .....die Umweltkosten pro Personenkilometer Elektro - Bahn von 0,8 Cent zu unterbieten... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon yogi61 » Sa 24. Nov 2018, 15:36

Audi hat geschrieben:(23 Nov 2018, 20:53)

Dann steht dein Wort gegen der, der Ärzte

https://www.youtube.com/watch?v=tJbO3EMoqV4

Ich beziehe mich lieber auf die Studien der WHO, als auf einen Arzt der bei Stern TV herumspamt.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Nov 2018, 18:10

yogi61 hat geschrieben:(24 Nov 2018, 15:36)

Ich beziehe mich lieber auf die Studien der WHO, als auf einen Arzt der bei Stern TV herumspamt.


Dann lies bitte das Original von 2003.... :D :D :D komplett..


An Stellen, an denen durchschnittliche Stickstoffdioxid-Konzentrationen deutlich über den 40 Mikrogramm liegen, erleiden Menschen gesundheitliche Beeinträchtigungen. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diese Zahl 2005 empfohlen – und die EU sie umgesetzt. Vorher, im Jahr 2003, wurden für die WHO Untersuchungen in vielen Städten der Welt ausgewertet.

In der jetzigen Diskussion wird ein entscheidendes Faktum weitgehend ignoriert: Es ging bei den epidemiologischen Untersuchungen gar nicht nur um Stickoxide. Deren Vorhandensein sei nur ein „starker Hinweis auf Fahrzeugemissionen“, heißt es in dem Bericht an die WHO. Alles, was sonst noch an Gift in der Luft war, wurde so dem Sündenbock Stickoxid in die Schuhe geschoben.

Im Klartext: Wenn in der Münchner Oettingenstraße 60 Mikrogramm Stickstoffdioxid im Jahresmittel gemessen werden, heißt das nicht, dass dieser Stoff es ist, der krank macht. Es heißt nur, dass die Summe der verkehrsbedingten Emissionen schädlich ist. Ob Stickoxid aus Dieselabgasen der Bösewicht ist – oder Feinstaub aus Benzinmotoren, wurde gar nicht untersucht. Schon allein das führt die Forderung nach einem isolierten Diesel-Fahrverbot komplett ad absurdum.

Denn NOX ist der Hinweisgeber auf viel Verkehr und die entsprechenden Schadstoffe.

Wenn man NOX allein reduziert, löst man noch kein Problem.

Die anderen – und damit auch die wirklich schädlichen – Schadstoffe sind nach wie vor in der Luft.


https://www.ovb-online.de/weltspiegel/p ... 47997.html
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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