Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

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Positiv Denkender
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 4. Jul 2018, 16:15

Raskolnikof hat geschrieben:(02 Jul 2018, 21:15)

Was "man" braucht bestimmt ein jeder Kunde selbst. Von daher ist deine Frage vollkommener Blödsinn. Du siehst doch selbst, dass die Masse der Verbraucher nach immer neueren technischen Innovationen schreien (mal abgesehen von einigen Alternativen, die sich auf La Gomera zurückziehen um zu sich selbst zu finden und dort selbstgefertigten Silberschmuck made in Thailand dem ahnungslosen Touri anzudrehen). Ich finde vieles auch für vollkommen überflüssig. Aber wenn es sich doch so gut verkaufen lässt...
Das ist moderne Marktwirtschaft. :D

Der Kunde muss sich schon das kaufen was am Markt angeboten wird. Deshalb ist deine Anmerkung vollkommender Blödsinn .
Ich kann zwar einige Dinge herauslassen ,doch es gibt halt viel Technik die ich beim Kauf halt akzeptieren muss .
Ich kenne genug die die Start -Stop Automatik nicht besonders mögen .Nur ohne gibt es keins mehr .
Wie schon erwähnt alleine der Autokäufer kann bestimmen wieviel Technik er mit kaufen möchte ist einfach nur "Blödsinn "
Oder wolltest du gar erzählen du könntest heute noch einen Neuwagen kaufen mit der Technik aus dem vorigen Jahrhundert .?
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Mi 4. Jul 2018, 16:48

Positiv Denkender hat geschrieben:(04 Jul 2018, 17:15)

Der Kunde muss sich schon das kaufen was am Markt angeboten wird. Deshalb ist deine Anmerkung vollkommender Blödsinn .
Ich kann zwar einige Dinge herauslassen ,doch es gibt halt viel Technik die ich beim Kauf halt akzeptieren muss .
Ich kenne genug die die Start -Stop Automatik nicht besonders mögen .Nur ohne gibt es keins mehr .
Wie schon erwähnt alleine der Autokäufer kann bestimmen wieviel Technik er mit kaufen möchte ist einfach nur "Blödsinn "
Oder wolltest du gar erzählen du könntest heute noch einen Neuwagen kaufen mit der Technik aus dem vorigen Jahrhundert .?


Lada NIVA. Gern gekauft und gefahren ...im Gelände im Wald.....EURO 6 !

Putins Rache..
Viele Autos heißen wie ihre Vorgänger, haben mit ihnen aber nichts mehr gemein. Der Lada Niva heißt jetzt Taiga, sonst hat sich in 38 Jahren fast nichts geändert.
Sonst ist der Taiga ein sicheres Auto. Zwar fehlen Airbags, und er hat hinten noch nicht einmal Kopfstützen. Ein Unfall ist also nicht zu empfehlen. Aber man ist immer viel langsamer unterwegs als gedacht. Nicht nur wegen des Tachos, der stets 10 km/h zu viel anzeigt, sondern infolge der Geräuschkulisse. Krach macht während der Fahrt nicht der Vierzylinder, eine brummige Uraltkonstruktion, die mit Vibrationen, aber gut gedämmt ihre Arbeit verrichtet. Der dominante Ton kommt vom Getriebe, es pfeift: beim Beschleunigen S-Bahn, beim Gaswegnehmen Wasserkessel. Und im Leerlauf hört sich der Taiga an, als würde er mit rostigen Schrauben gurgeln.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Do 5. Jul 2018, 10:08

frems hat geschrieben:(03 Jul 2018, 09:17)

Dummheit und Naivität ("nach bestem Wissen und Gewissen") schützt eigentlich nicht vor Strafe, oder? :p

Einfach das machen, was Du vorschlägst: bei den Fakten bleiben. Dann bliebe einem diese ominöse Alltagseinschränkung erspart. So einfach ist das. Denn sowas kommt von sowas. Und ich habe kein Problem damit, wenn sich Dieseldeppen in irgendeinem Fahrradstrang wieder zum Narren machen, weil sie allen verbal demonstrieren, dass sie hinter dem Mond leben. Sollen sie doch. Gepöbel gibt's da genug.

Darin bist du Spitze .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon zollagent » Do 5. Jul 2018, 10:26

Diese Dieselfahrverbote sind reine Umweltkosmetik. Feinstaub und Abgase verteilen sich. Ich warte auf den Tag, wo ich für meine Ölheizung einen Kat und einen Russfilter in den Schornstein einbauen muß.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Do 5. Jul 2018, 11:53

zollagent hat geschrieben:(05 Jul 2018, 11:26)

Diese Dieselfahrverbote sind reine Umweltkosmetik. Feinstaub und Abgase verteilen sich. Ich warte auf den Tag, wo ich für meine Ölheizung einen Kat und einen Russfilter in den Schornstein einbauen muß.

Verteilung ist ja Sinn der Sache.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Kölner1302 » Do 5. Jul 2018, 12:15

zollagent hat geschrieben:(05 Jul 2018, 11:26)

Diese Dieselfahrverbote sind reine Umweltkosmetik. Feinstaub und Abgase verteilen sich. Ich warte auf den Tag, wo ich für meine Ölheizung einen Kat und einen Russfilter in den Schornstein einbauen muß.


... eigentlich werden wieder nur die Meßgeräte überlistet:
In Hamburg kam es zu einem Fahrverbot auf einer 500 m langen Strasse, an der nämlich das Messgerät steht.
Die Autofahrer fahren durch eine Parallelstrasse.
Die Bewohner des Viertels atmen weiter dieselben Schadstoffe ein und sterben früher.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Kamikaze » Do 5. Jul 2018, 13:09

Kölner1302 hat geschrieben:(05 Jul 2018, 13:15)

... eigentlich werden wieder nur die Meßgeräte überlistet:
In Hamburg kam es zu einem Fahrverbot auf einer 500 m langen Strasse, an der nämlich das Messgerät steht.
Die Autofahrer fahren durch eine Parallelstrasse.
Die Bewohner des Viertels atmen weiter dieselben Schadstoffe ein und sterben früher.


Wie unser Diesel-Experte bereits kund getan hat:
Es geht nicht um die gesundheitlichen Folgen, sondern
frems hat geschrieben:(05 Jul 2018, 12:53)

Verteilung ist ja Sinn der Sache.


--> Das Ziel ist Gängelung und das umgehen von Grenzwerten - nicht etwa die Einhaltung selbiger, oder gar das Gemeinwohl. Das würde nämlich die Autoindustrie viel zu viel kosten. ;)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon zollagent » Do 5. Jul 2018, 13:28

frems hat geschrieben:(05 Jul 2018, 12:53)

Verteilung ist ja Sinn der Sache.

Im Kilometerumkreis? Das ist in der Tat nur Kosmetik und keine wirksame Abhilfe.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Do 5. Jul 2018, 15:50

zollagent hat geschrieben:(05 Jul 2018, 14:28)

Im Kilometerumkreis? Das ist in der Tat nur Kosmetik und keine wirksame Abhilfe.

Das wird der Pseudowissenschaftler nicht verstehen .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Do 5. Jul 2018, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Do 5. Jul 2018, 16:05

Kamikaze hat geschrieben:(05 Jul 2018, 14:09)
--> Das Ziel ist Gängelung und das umgehen von Grenzwerten

Selbstviktimisierung muss nun echt nicht sein.

zollagent hat geschrieben:Im Kilometerumkreis? Das ist in der Tat nur Kosmetik und keine wirksame Abhilfe.

Wer mal 15 Sekunden nach Alternativen schaut, wird auch andere Lösungen finden. Ob die Maßnahme ausreicht und weitere Abschnitte reglementiert werden müssen, wird dann nach ein, zwei Jahren untersucht und entschieden.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 5. Jul 2018, 16:54

Das Sperren einzelner Straßenzüge ist ein untauglicher Versuch Fahrverbote für ganze Zonen zu vermeiden. Eine Hinhaltetaktik, die gleich zwei "wichtige Vorteile" hat - zum einen die "Tauglichkeit" von Fahrverboten in toto zu diskreditieren, weil diese Maßnahme zum anderen zu unwirksam ist um über eine schwierig nachzuprüfenden Erfolg zu gewährleisten. Eine echte "win-win-Situation" für alle, denen es völlig gleichgültig ist ob dadurch Schaden entsteht.

Wenn sie dazu die Folgen verniedlichen oder ganz für unmöglich erklären müssen, tun sie auch dies. Hier in zahlreichen Wiederholungen nachlesbar.

Ab und an taucht auch einer auf, dem das weder gleichgültig ist und sich eben nicht entblödet, medizinwissenschaftliche Studien und Ergebnisse einfach (das immer selbstverständlich ohne die geringsten Kenntnisse auf diesem Gebiet) zu leugnen :
Kölner1302 hat geschrieben:... eigentlich werden wieder nur die Meßgeräte überlistet:
In Hamburg kam es zu einem Fahrverbot auf einer 500 m langen Strasse, an der nämlich das Messgerät steht.
Die Autofahrer fahren durch eine Parallelstrasse.
Die Bewohner des Viertels atmen weiter dieselben Schadstoffe ein und sterben früher.
Recht hat er und ein Idiot scheint wenigsten der nicht zu sein - denn genau das tun die Betroffenen " sterben früher", verursachen davor erhöhte Kosten für die Allgemeinheit, nur weil niemand in der Politik und der Industrie anerkennen möchte, auch hier gibt es "Obergrenzen". Zum unverdienten Glück fällt keiner der Betroffene um und eine Obduktion von mittelbar an den Folgen verreckter Mitbürger, ergibt eben kein Ergebnis "Todesursache primärer Feinstaub" - "Todesursache sekundärer Feinstaub (NOx)".

Der Aufstand den solche die immer gleichen Trottel jedesmal proben, wenn endlich erkannt wird, wie hoch die Gefahren für Leib und Leben von Menschen tatsächlich ist, konnte schon mehrfach beobachtet werden. "Bleifreies Benzin" - da waren es die selben Gehirnakrobaten die sich nicht entblödeten dagegen zu sein. Horrormeldungen wie "Bei Verwendung von verbleiten Benzin werden schwere Schäden an internen Motorteilen wie Ventilen, Kolbenringen und Auspuffsystem usw. verursacht !!!" waren an der Tagesordnung. Ähnlich wie jetzt - waren gesundheitliche Schäden "nur eine böse Erfindung von unbelehrbaren Autohassern".

Dummheit - Einstein wird der Bonmot "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." zugeschrieben. Wenigsten hat Einstein dann herausgefunden, das Weltall ist endlich....

Es gibt nicht erst jetzt diese Studien und deren Auswertung, dort werden selbst die von manchen als zu niedrig empfundenen derzeitig gültigen Grenzwerte, als nicht ausreichend niedrig erkannt - klar, da forschen nur Vollidioten - die eben nicht über das umfangreiche Wissen der hiesigen Protagonisten verfügen : Quelle : Medscape (30.12.2013) "EU-Grenzwerte schützen nicht: Auch geringere Feinstaubbelastung verkürzt das Leben" - wegen drei, vier Studien wird niemand annehmen, dass man / frau & Kind daran erkranken und gar sterben könne - die paar lächerlichen Studien :
Medscape hat geschrieben:Direkte Beziehung zu Lungenkrebs und Schlaganfall

Beelen und sein Team haben die Daten von 22 europäischen Kohortenstudien ausgewertet. Dabei standen von 19 Studien auch Feinstaubdaten zur Verfügung. Die Gesamtstudienpopulation umfasste 367.251 Teilnehmer mit insgesamt 5.118.039 Personenjahren (durchschnittliches Follow-up 13,9 Jahre). 29.076 Todesfälle gab es im Nachbeobachtungszeitraum. Die Kohorten wurden hauptsächlich um 1990 rekrutiert. Unter Korrektur für Faktoren wie Alkohol- und Tabakkonsum, soziale Stellung, Übergewicht und Bluthochdruck ergab sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung und der Wahrscheinlichkeit, während des Follow-up zu sterben.

Strikt standardisiert beurteilten die Forscher die Wohnsitz-bezogene Schadstoffexposition entsprechend der jährlichen Durchschnitts-Konzentrationen durch Feinstaub. Sie analysierten die Auswirkungen von Partikeln bis maximal 10 µm Größe (PM10). Diese wurden noch einmal unterteilt in Partikel mit weniger als 2,5 µm (PM2,5) sowie zwischen 10 µm und 2,5 µm (PM coarse).

Außerdem bezogen die Wissenschaftler die mittleren Konzentrationen von Stickoxiden (NO2 und NOx) ein, die Verkehrsintensität auf der am nächsten gelegenen Straße (Zahl der Autos pro Tag) und das Verkehrsgesamtaufkommen auf allen Hauptstraßen innerhalb von 100 m.
Das ficht die dt. Stammtische selbstverständlich nicht an - was nicht sein darf, kann selbstverständlich auch nicht sein :
WHO hat geschrieben:Nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 2000 verkürzt die Belastung mit Feinstaubpartikeln die durchschnittliche Lebenszeit aller Europäer im Mittel um 8,6 Monate und in Deutschland sogar um 10,2 Monate.
Ds hat auch "gewisse Vorteile" - so müssen die wenigstens nicht ganz so lange durchgefüttert werden - auch so lässt sich "sozialverträglich" das Ableben steuern - 10 Monate weniger Rentebzahlung - toll, toll - ganz toll :thumbup:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Kamikaze » Fr 6. Jul 2018, 09:26

Es gäbe diverse Lösungsansätze, wie das Thema WIRKLICH angegangen werden könnte.
Eine Variante, die bereits beim primären Feinstaub gewisse Erfolge erzielt hat, wäre die Umweltzone (ugs. Grüne Plakette).
Leider war sogar bei den diesbezüglichen Überlegungen kein wirklicher Handlungswille der Politik erkennbar:

Allein die Beschränkung der Diskussion auf eine hellblaue Plakette für "alte" Euro 6 Diesel und eine dunkelblaue Plakette für "neue" Euro 6d Diesel ist zum Haare raufen.
Warum nicht gleiches Recht für alle? Wenn Benziner so viel besser sind - warum dürfen dann diese keine entsprechende Plakette bekommen, sondern wird eine ZUSÄTZLICHE Plakette für Diesel gefordert?
Was ist mit (lokal) sauberen Fahrzeugen, wie E-Autos? (Werden diese dann behandelt wie Euro 6 Diesel, oder sollte dafür nicht lieber eine eigene Plakette bekommen?)
Wie geht man mit dem Brems- und Reifen-Feinstaub um? (Bisher bleibt dieser ignoriert.)

Leider wurde sogar diese unvollkommene Idee (die wenigstens in Innenstädten die Belastungen ernsthaft senken hätte können) abgeleht. (Zu teuer für die "systemwichtige" Autoindustrie?)
Folglich bleibe ich bei meiner Aussage (und stimme im Übrigen mit immernoch_ratlos überein), dass diese Regelung lediglich der Gängelung der Autofahrer* (insbes. Diesel) und der Messwert-Kosmetik dient. Eine Verbesserung für die Betroffenen wird mit den aktuell beschlossenen Maßnahmen nicht erzielt.

Das ist übrigens auch keine Selbstviktimisierung, Meister Frems, da ich die meiste Zeit über Motorrad fahre und damit weder von Fahrverboten noch von daraus resultierenden Staus unmittelbar betroffen bin. (Zudem wohne ich auf dem Land - da darf auch mein alter Diesel noch lange blubbern und so die Umwelt mehr schonen, als ein neu zu produzierender PKW.) ;)

*) Durch das Produzieren von Staus und das Verlagern von Durchgangsverkehr auf Ausweichstrecken
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Fr 6. Jul 2018, 09:48

immernoch_ratlos hat geschrieben:(05 Jul 2018, 17:54)
:Recht hat er und ein Idiot scheint wenigsten der nicht zu sein - denn genau das tun die Betroffenen " sterben früher", verursachen davor erhöhte Kosten für die Allgemeinheit,".



....vor der Sperrung waren ca 100 Personen betroffen....nun sind es 5000 betroffene Anwohner....die nun DANK falsch verstandenem "Umweltschutz" früher sterben.

Eine Breitflächige VERTEILUNG ist kontraproduktiv......

Eine Nachrüstung ist unumgänglich...meine Meinung.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 6. Jul 2018, 10:03

Teeernte hat geschrieben:(06 Jul 2018, 10:48)

....vor der Sperrung waren ca 100 Personen betroffen....nun sind es 5000 betroffene Anwohner....die nun DANK falsch verstandenem "Umweltschutz" früher sterben.

Eine Breitflächige VERTEILUNG ist kontraproduktiv......

Eine Nachrüstung ist unumgänglich...meine Meinung.

Die verurteilen Städte können keine Nachrüstung anordnen, aber sind zum Handeln verdonnert worden. Und die Verteilung ist Sinn der Sache. Ist das wirklich so schwierig zu begreifen? Hast Du schon gemerkt, dass es ein Unterschied ist, ob Du alleine am Abend eine Flasche Wodka trinkst oder ob Du sie Dir mit drei Genossen teilst? Ist die Radioaktivität Deines Fliesentisches genau so gefährlich wie der Kern des Reaktors in Tschernobyl? Sind zehn Autounfälle mit 20 km/h zusammen so schmerzhaft wie einer mit 200? Sind die 55 dB(A) Deines alten Kühlschranks auf Dauer schädlicher als mehrere Schüsse mit je 170 dB(A) einer AK47, deren Mündung direkt neben Deinem Ohr ist?

Kamikaze hat geschrieben:Wie geht man mit dem Brems- und Reifen-Feinstaub um? (Bisher bleibt dieser ignoriert.)

Ist auch nicht das Thema. Nein, CO2 und SO2 auch nicht. Aber wirf halt alles in einen Topf.

Eine Verbesserung für die Betroffenen wird mit den aktuell beschlossenen Maßnahmen nicht erzielt.

Schön, dass Du alternative Naturgesetze nutzt und mit ihnen die Auswertungen in ein, zwei Jahren bereits kennst.

Zudem wohne ich auf dem Land

Das brauchst Du nicht extra sagen. Das merkt jeder Städter sofort.

Verlagern von Durchgangsverkehr auf Ausweichstrecken

Ist noch immer das Ziel der Maßnahme. Was auch sonst? Aber offensichtlich ist es schon am Rande der kognitiven Fähigkeiten, festzustellen, dass ein gesperrter Straßenabschnitt dazu führt, dass gesetzestreue Bürger dann einen anderen Weg nehmen. Dass genau das beabsichtigt wird, passt bei der Anstrengung nicht mehr zwischen die Ohren. Wow. :|
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Kamikaze » Fr 6. Jul 2018, 10:48

frems hat geschrieben:(06 Jul 2018, 11:03)

Die verurteilen Städte können keine Nachrüstung anordnen, aber sind zum Handeln verdonnert worden. Und die Verteilung ist Sinn der Sache. Ist das wirklich so schwierig zu begreifen? Hast Du schon gemerkt, dass es ein Unterschied ist, ob Du alleine am Abend eine Flasche Wodka trinkst oder ob Du sie Dir mit drei Genossen teilst? Ist die Radioaktivität Deines Fliesentisches genau so gefährlich wie der Kern des Reaktors in Tschernobyl? Sind zehn Autounfälle mit 20 km/h zusammen so schmerzhaft wie einer mit 200? Sind die 55 dB(A) Deines alten Kühlschranks auf Dauer schädlicher als mehrere Schüsse mit je 170 dB(A) einer AK47, deren Mündung direkt neben Deinem Ohr ist?


Interessante Vergleiche. Um beim Beispiel zu bleiben: Wenn Der Reaktor von Tschernobyl in zwei Teile Gesägt wird, die dann von ihrer bisherigen Position vor deine Haustüre verschoben werden geht es dir besser? Muss ja so sein, denn die Messstation bleibt ja in der Ukraine und nimmt (komischerweise) keine Strahlung mehr wahr... :thumbup:

Aber offensichtlich ist es schon am Rande der kognitiven Fähigkeiten, festzustellen, dass ein gesperrter Straßenabschnitt dazu führt, dass gesetzestreue Bürger dann einen anderen Weg nehmen. Dass genau das beabsichtigt wird, passt bei der Anstrengung nicht mehr zwischen die Ohren. Wow. :|

Was nicht zwischen meine Ohren passt ist die Dreistigkeit, das als Verbesserung verkaufen zu wollen. Den Müll statt zum Müllplatz in den Vorgarten der (unbeteiligten) Anwohner zu kippen würde demnach das Müllaufkommen der Stadt drastisch reduzieren. Immerhin kommt ja weniger davon an der Messstelle an... :rolleyes:

Unterm Strich wird die Belastung nur weg von den Messstationen hin zu den Wohngebieten (und damit den Menschen) verlagert. Die dürfen dann ruhig leiden - der Messstation geht's dann ja besser. Tolle Wurst. :thumbup:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 6. Jul 2018, 12:20

Kamikaze hat geschrieben:(06 Jul 2018, 11:48)

Interessante Vergleiche.

Ein letzter Versuch. Ob er fruchtet, wird man sehen. Mit einem einfachen Rechenbeispiel, wo die vier Grundrechenarten ausreichen, hat es zuletzt nicht funktioniert.

Um beim Beispiel zu bleiben: Wenn Der Reaktor von Tschernobyl in zwei Teile Gesägt wird, die dann von ihrer bisherigen Position vor deine Haustüre verschoben werden geht es dir besser? Muss ja so sein, denn die Messstation bleibt ja in der Ukraine und nimmt (komischerweise) keine Strahlung mehr wahr...

Du musst Falschbehauptungen nicht wiederholen. Wir sind hier nicht am Stammtisch in der Sächsischen Schweiz.

Was nicht zwischen meine Ohren passt ist die Dreistigkeit, das als Verbesserung verkaufen zu wollen. Den Müll statt zum Müllplatz in den Vorgarten der (unbeteiligten) Anwohner zu kippen würde demnach das Müllaufkommen der Stadt drastisch reduzieren. Immerhin kommt ja weniger davon an der Messstelle an... :rolleyes:

S.o.

Unterm Strich wird die Belastung nur weg von den Messstationen hin zu den Wohngebieten (und damit den Menschen) verlagert. Die dürfen dann ruhig leiden - der Messstation geht's dann ja besser. Tolle Wurst. :thumbup:

Die Messstation steht ebenfalls in einem Wohngebiet und zur Maßnahme gehört auch die Evaluation über den Erfolg. Will man wissen, wie viel sich vor Ort direkt verlagert, misst man natürlich mit temporären bzw. mobilen Stationen. Das ist aktuell mit der Ausweitung der Lkw-Maut auf kommunalen Straßen nicht anders. Einfach mal in den Luftreinhalteplan, der die Grundlage ist, reinschauen. Oder halt weiter irgendwelche aufgeschnappten Behauptungen wiederholen und dann blöd aus der Wäsche schauen. Jedem das Seine.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Fr 6. Jul 2018, 13:26

frems hat geschrieben:(06 Jul 2018, 11:03)

Die verurteilen Städte können keine Nachrüstung anordnen, aber sind zum Handeln verdonnert worden.

Und die Verteilung ist Sinn der Sache. Ist das wirklich so schwierig zu begreifen? Hast Du schon gemerkt, dass es ein Unterschied ist, ob Du alleine am Abend eine Flasche Wodka trinkst oder ob Du sie Dir mit drei Genossen teilst? Ist die Radioaktivität Deines Fliesentisches genau so gefährlich wie der Kern des Reaktors in Tschernobyl? Sind zehn Autounfälle mit 20 km/h zusammen so schmerzhaft wie einer mit 200? Sind die 55 dB(A) Deines alten Kühlschranks auf Dauer schädlicher als mehrere Schüsse mit je 170 dB(A) einer AK47, deren Mündung direkt neben Deinem Ohr ist?


Die Politik ist zum Handeln gezwungen....und da keine Einheitliche Lösung (Euro 6 Plakette) zur verfügung steht... -

Und die Verteilung ist Sinn der Sache.



OOOOOOOHHHHH-FENROHR !

Na dann sollte man besser auf 3m Auspuffpipes setzen... :D

In der Umleitung steht man.... - (als Hamburger solltest Du aber wissen >> )...je niedriger die Drehzahl - um so MEHR NOx beim Diesel.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Fr 6. Jul 2018, 13:36

Kamikaze hat geschrieben:(06 Jul 2018, 11:48)

Interessante Vergleiche. Um beim Beispiel zu bleiben: Wenn Der Reaktor von Tschernobyl in zwei Teile Gesägt wird, die dann von ihrer bisherigen Position vor deine Haustüre verschoben werden geht es dir besser? Muss ja so sein, denn die Messstation bleibt ja in der Ukraine und nimmt (komischerweise) keine Strahlung mehr wahr... :thumbup:


Was nicht zwischen meine Ohren passt ist die Dreistigkeit, das als Verbesserung verkaufen zu wollen. Den Müll statt zum Müllplatz in den Vorgarten der (unbeteiligten) Anwohner zu kippen würde demnach das Müllaufkommen der Stadt drastisch reduzieren. Immerhin kommt ja weniger davon an der Messstelle an... :rolleyes:

Unterm Strich wird die Belastung nur weg von den Messstationen hin zu den Wohngebieten (und damit den Menschen) verlagert. Die dürfen dann ruhig leiden - der Messstation geht's dann ja besser. Tolle Wurst. :thumbup:


ja so ists...

Verdünnungs und Vermischungsverbot..

Europarechtlich ist das Verbot der Vermischung gefährlicher Abfälle in Art. 18 RL 2008/98/EG geregelt. Die Vermischung ist hier ein Oberbegriff für die Zusammenführung gefährlicher Abfälle. Sie schließt die Verdünnung gefährlicher Stoffe ein (Art. 18 Abs. 1 RL 2008/98/EG). Bereits das Europarecht gestattet den Mitgliedstaaten, unter gewissen Bedingungen eine Vermischung (keine Verdünnung) zuzu- lassen. Die Mitgliedstaaten dürfen die Vermischung zulas- sen, wenn „Einrichtungen oder Unternehmen“ dafür eine Genehmigung gemäß Art. 23 RL 2008/98/EG haben, wenn weiter die Bestimmungen des Art. 13 im Hinblick auf den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt erfüllt sind, und wenn schließlich das Mischverfahren im Einklang mit der besten verfügbaren Technik steht.

Während Verdünnungen nach Maß- gabe des Art. 18 RL 2008/98/EG generell unzulässig sind, enthält Art. 18 Abs. 2 der Richtlinie die Voraussetzungen für eine von Abs. 1 abweichende Zulässigkeit der Vermischung, die die Mitgliedstaaten gestatten dürfen..


Na da kommen also weitere Klagen..

Das ist ja dann wie zu Ostzeiten....Schadstoff je Kubikmeter ....mach den Schornstein höher - dann kommt je Kubikmeter Luft unten wenigeran....es verteilt sich großflächiger...
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 6. Jul 2018, 13:53

Teeernte hat geschrieben:(06 Jul 2018, 14:26)
In der Umleitung steht man.... - (als Hamburger solltest Du aber wissen >> )...je niedriger die Drehzahl - um so MEHR NOx beim Diesel.

Das ist bei Parallelstraßen nicht kriegsentscheidend. Man muss auch kein Hamburger sein, um zu wissen, dass die Gesamtmenge an Stickoxiden noch immer nicht das Problem ist. Wäre es theoretisch möglich, alle Stickoxide auf jeden Quadratmeter Deutschlands zu verteilen, könnten wir auch das zigfache rauspusten. Aber das ist natürlich nicht möglich, weshalb man an den Hotspots halt schaut, etwas Druck vom Kessel durch Verlagerung und Verteilung zu nehmen. Dass manche hier so tun, als wäre das Ziel der Maßnahme irgendwie ein nicht bedachter, kontraproduktiver Nebeneffekt... herje. Warum sind da auf den Schildern denn Umleitungspfeile, hm? Weil alle dachten, nichts wird umgeleitet, sondern ... ja, was? :?:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Fr 6. Jul 2018, 14:08

frems hat geschrieben:(06 Jul 2018, 14:53)
etwas Druck vom Kessel durch Verlagerung und Verteilung zu nehmen.

Dass manche hier so tun, als wäre das Ziel der Maßnahme irgendwie ein nicht bedachter, kontraproduktiver Nebeneffekt... herje.


Das Gute alte Sankt Florians Prinzip..

Hochwasser ? guuuuut verteilt steht jede Bude nur einen halben Meter unter Wasser... :D :D :D

...und wenn schon "grillen" ....dann Überall und die ganze Kuh.. - Aufräumen ? >>> die Abfäle BREIT verteilen !!!
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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