Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Moderator: Moderatoren Forum 4

Positiv Denkender
Beiträge: 3325
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 17. Feb 2018, 12:39

immernoch_ratlos hat geschrieben:(17 Feb 2018, 11:57)

Das stimmt zwar, wurden aber mittels Betrugssoftware über die wahren Abgaswerte bewusst und betrügerisch (mit Vorsatz) getäuscht. Eine Zulassung auf dieser Basis ist zwar gültig, aber wohl kaum das Selbe wie eine Zulassung, welche auf nachprüfbaren, naturwissenschaftlichen Fakten entsteht.

Wenn man einen Betrug begeht, ist man schlicht ein Betrüger - die Opfer eines Betrugs sind wohl kaum die Schuldigen. In diesem Fall, weil die Verantwortlichen für eine deutschlandweite Lösung diesen Betrug bis heute einfach weiter billigen, leisten sie Beihilfe. Ein Fall für die zuständigen Staatsanwaltschaften und dann die dafür zuständigen Gerichte. Völlig unabhängig von dem was Verwaltungsgerichte betrifft.

Nun sind allerdings die hauptsächlich Betrogenen, alle, die den Betrügern auf deren sorgsam verschleierten Betrug hereingefallen sind, definitiv die Geschädigten. Allein ca. 6 Millionen Diesel der Schadstoffklasse 5 (Euro 5) [39,3% der Diesel PKW] werden dank der hohen NOx - Werte ihrer Fahrzeuge nun auch Opfer der kommenden Fahrverbote. Diesel der Schadstoffklasse 4 (Euro 4) [23,0% der Diesel PKW] sind wohl technologisch komplett ohne Chancen. Was die Diesel der Schadstoffklasse 6 (Euro 6) [17,7% der Diesel PKW] fallen einige in die selbe "Rubrik" wie Diesel PKW der Schadstoffklasse 5 (Euro 5) denn selbst die modernen Euro-6-Diesel überschritten die Grenzwerte bei Alltagstests teils um ein Vielfaches.

Nur um die Prozentsätze der Anteile an der dt. Diesel PKW Flotte vollständig darzustellen - Diesel der Schadstoffklasse 3 (Euro 3) [8,0% der Diesel PKW] sowie der "Rest" mit 12,1%. Womit Diesel der Schadstoffklasse 3 (Euro 3) und darunter gegenwärtig noch immer 20,1 % der dt. Diesel PKW-Flotte ausmachen unterliegen ja bereits dem älteren Fahrverbot.

Am 1. Januar 2017 gab es in Deutschland nach Angaben des KBA rund 15,1 Millionen zugelassene Personenkraftwagen mit Diesel-Motor.

20,1% Diesel fallen = ca. 3 Millionen PKW schon mal vollkommen aus der Diskussion.
23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW können nicht entsprechend aufgerüstet werden - denen droht Fahrverbot
39,3% Diesel Schadstoffklasse 5 (Euro 5) = 5,934 Millionen PKW "könnten" für ca. 1.500 bis 2.000 €/PKW aufgerüstete werden.
Würde das für alle der 5,934 Millionen Diesel PKW geschehen, fällt eine Gesamtbetrag von mindestens 8.901.450.000 € bis 11.868.600.000 € die nach der "Idee" von "Regierungsexperten" dem Steuerzahlern "auf die Füße fallen sollen".

Die eigentlichen Betrüger, die sich bei den dafür Verantwortlichen in der Industrie finden lassen, soll das sozusagen "kostenlos" vorbeigehen ? Mit der Folge, das eine große Zahl der immerhin 5,934 Millionen Diesel PKW Eigner schlicht aufgeben werden, weil sie diese Zusatzkosten nicht bezahlen können... Der Betrüger darf die Beute behalten, die Verluste werden "sozialisiert" :?:

Der Staat kann nur herausgeben, was vom Bürger ihm in Form von Steuern zuvor "anvertraut" wurde. Daran gibt es keine Zweifel.

Was die von Fahrverboten betroffenen Diesel PKW Eigner geht es um bis zu 9,4 Millionen Personen (je nachdem, wer davon eventuell nachrüsten kann). Zu glauben es käme zu keinen Fahrverboten, ist nur vergleichbar mit dem Glauben das der Storch die Kinder bringt. Die Vertreter des Städtetags fordern vom Bund die "blaue Plakette" um das sich anbahnende Desaster, welches ohne eine erkennbare äußere Markierung der zukünftig noch Einfahrberechtigten, also den Verantwortlichen - all jenen, welche die Fahrverbote überwachen und durchsetzen müssen, sonst droht.

Hier der Stand der Dinge 5 Tage vor dem höchstrichterlichen Entscheid : Quelle : mo:ma "Städtetag: "Brauchen blaue Plakette"" Dann noch Quelle : ZON (17.02.2018) "Diesel-Autos: Drohende Fahrverbote: Städtetag kritisiert Regierung" oder Quelle : SPON (17.02.2018) "Abgasskandal | Städtetag erwartet Diesel-Fahrverbote"

AUCH :?: :?: :?:

Kennt man all diese Fakten, kann man sich der Meinung von Tom problemlos anschließen, sie dürfte inzwischen durchaus eine überwältigende Mehrheitsmeinung sein...

Belustigend deine Ausführungen . Autos die nicht die Norm 4 erfüllen dürfen schon seit 12 Jahren nicht mehr in die Innenstädte fahren .
Für diese Autos plant auch niemand eine Umrüstung . Blaue Plakette ist nicht kontrollierbar, daher sinnlos .Wenn müsste es auch die
blaue Plakette für Benziner geben . Plant aber niemand . Übrigens auch Dieselfahrer gehören zu den Bürgern .
Solltest du nicht ständig verkennen .
Bist du schon durch Diesel erkrankt ? Armer Tropf . Auch Ärzte fahren Diesel Autos .
Belustigend deine Erklärungen . Wenn denn Käufer von Dieselautos betrogen worden sind, warum forderst du denn deren Bestrafung ?
Oder empfindest du es nicht als einseitige Bestrafung wenn Autokäufer staatlich zugelassene Autos nicht mehr benutzen dürfen bzw. ihre Autos wertlos werden ? Das Problem löst sich von selbst .Die 3-4 Jahre machen den Kohl auch nicht mehr fett .
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13180
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Feb 2018, 16:53

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hält Verbotszonen nicht für durchsetzbar. "Solche Kontrollen stehen ganz am Ende unserer Prioritätenliste", sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt. "Wir haben keine Hundertschaften im Keller, die nur auf neue Aufgaben warten."

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abga ... 94057.html

Na - da steht eine Horde Hilfssherrifs zur Verfügung ? Privatisierte Sicherheit - gern - aber dann in ALLEN Bereichen... :D :D :D
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43647
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Sa 17. Feb 2018, 17:01

Teeernte hat geschrieben:(17 Feb 2018, 16:53)

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abga ... 94057.html

Na - da steht eine Horde Hilfssherrifs zur Verfügung ? Privatisierte Sicherheit - gern - aber dann in ALLEN Bereichen... :D :D :D

Einfach ordentliche Strafen machen, z.B. Wagen konfiszieren. Die Polizei verhökert die Dreckschleuder dann auf einer Aktion und das Geld kann für neue Knüppel ausgegeben werden. Dann werden sie schon aktiv. :thumbup:
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13180
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Feb 2018, 17:27

frems hat geschrieben:(17 Feb 2018, 17:01)

Einfach ordentliche Strafen machen, z.B. Wagen konfiszieren. Die Polizei verhökert die Dreckschleuder dann auf einer Aktion und das Geld kann für neue Knüppel ausgegeben werden. Dann werden sie schon aktiv. :thumbup:


In D ist der Fahrer "SCHULD" - nicht das Auto. - nicht mal bei Mord ......180 kmh bei 50kmh Innenstadt wird das Auto (Tatwaffe) eingezogen....
immernoch_ratlos
Beiträge: 1819
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » So 18. Feb 2018, 08:59

Wenig belustigend - was kann man daran nicht verstehen :
20,1% Diesel fallen = ca. 3 Millionen PKW schon mal vollkommen aus der Diskussion.
23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW können nicht entsprechend aufgerüstet werden - denen droht Fahrverbot
39,3% Diesel Schadstoffklasse 5 (Euro 5) = 5,934 Millionen PKW "könnten" für ca. 1.500 bis 2.000 €/PKW aufgerüstete werden.
Würde das für alle der 5,934 Millionen Diesel PKW geschehen, fällt eine Gesamtbetrag von mindestens 8.901.450.000 € bis 11.868.600.000 € die nach der "Idee" von "Regierungsexperten" dem Steuerzahlern "auf die Füße fallen sollen".
Wer lesen kann, wird problemlos verstehen dass ca. 3 Millionen Diesel PKW schon lange ihre Fahrvebote haben und deswegen niemand, außer einem gewissen PD darüber diskutieren will.
PD hat geschrieben:Belustigend deine Ausführungen . Autos die nicht die Norm 4 erfüllen dürfen schon seit 12 Jahren nicht mehr in die Innenstädte fahren .
Um sicher zu gehen, das möglichst alle verstehen was 100% bedeutet, kann man wohl kaum 20,1% dieser Fahrzeuge weglassen... Das Hauptaugenmerk liesgt eindeutig auf den andern ~80% !

Was die blaue Plakette angeht - ja, alle die weiter einfahren dürfen, müssen dann eine blaue Plakette statt der bislang ausreichenden grünen Plakette haben. Ob Benziner oder Diesel ist dabei gleichgültig. Hauptsache die gemessenen Emissionen erfüllen die dafür geforderten Bedingungen.

Ganz nebenbei - die Polizei fordert die "Kennzeichnung" um überhaupt gezielte Kontrollen durchführen zu können anders sind deren Aussagen wohl kaum zu verstehen. Für diese "blaue Plakette" gibt es doch eine "Blaupause" - die grüne Plakette - alle Fahrzeuge, welche die damaligen Bedingungen erfüllten, erhielten eine grüne Plakette.

Nun wird es eine blaue Plakette sein, welche die Erlaubnis zum Befahren der alten und neuen Umweltzonen deutlich sichtbar macht. Was die Kontrolle anbelangt, inzwischen gibt es technische Mittel um das zu kontrollieren. "Digitalisierung" passt da wunderbar.

Im übrigen, wird niemand "bestraft", wenn seine Heizanlage - sein KFZ oder was immer - ganz oder teilweise ihre Zulassung verliert. Solche Gedanken spuken hauptsächlich in den Köpfen derer, welche nicht verstehen wollen was da vorgeht. Die wahren Schuldigen, die sicher nicht nur nach meiner unmaßgeblichen Meinung bestraft werden müssen, kommen ja leider meist überhaupt nicht vor.

Damit das mit der "blauen Plakette" für jeden besser begreifbar wird hier die Textstelle, "Die Vertreter des Städtetags fordern vom Bund die "blaue Plakette" um das sich anbahnende Desaster, welches ohne eine erkennbare äußere Markierung der zukünftig noch Einfahrberechtigten, also den Verantwortlichen - all jenen, welche die Fahrverbote überwachen und durchsetzen müssen, sonst droht" :
ZON hat geschrieben:Dedy sagte, nach den Vorinstanzen könne es gut sein, dass das Bundesverwaltungsgericht Fahrverbote nach geltender Rechtslage für zulässig erkläre. "Wir wollen keine Fahrverbote. Aber wenn die Länder sie in Luftreinhaltepläne aufnehmen müssen, weil Gerichte das sagen, dann müssen wir in den betroffenen Städten handeln können. Doch nach jetzigem Stand lassen sich Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge überhaupt nicht wirksam kontrollieren."

Falls Leipzig Fahrverbote für zulässig erklärt, werde es eine politische Debatte über die Einführung einer "blauen Plakette" geben. "Ich sehe dann keine Alternative zur "blauen Plakette"", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags. "Industriepolitisch wäre es klug, das zu machen, weil dann getrennt werden könnte zwischen neuer Technik und alten Diesel-Autos. Und nur wenn man unterscheiden kann, kann man auch vernünftig mit einem möglichen Fahrverbot umgehen", sagte Deddy. Bisher gehe das nicht.
Nun muss man keinen überhohen IQ besitzen um zu verstehen, diese geforderte "blaue Plakette" werden alle Fahrzeuge haben müssen, welche in die damit gekennzeichneten Zonen einfahren wollen und müssen.

Dieser Fall ist dann nichts als die Wiederholung, als die "grüne Plakette" die Fahrverbote damals regelte. Jeder der seinerzeit ein Fahrzeug hatte, welches die Umweltzonen befahren durfte, musste dafür eine "grüne Plakette" käuflich erwerben. Nachdem dies eingeführt worden war, erhielten alle neu zugelassenen Fahrzeuge die Erlaubnis für das Anbringen dieser damals "grünen Plakette". Meist übernahm der Händler die Formalitäten und der Käufer erhilt sein Fahrzeug bereits mit dieser Kennzeichnung. Diese muss übrigens immer noch nur dann ab exakt dafür geforderten Platz fest angebracht werden, wenn das Fahrzeug in Umweltzonen einfahren soll. Niemand ist verpflichtet eine Plakette - gleich welcher Farbe - an seinem Fahrzeug zu befestigen. Wer allerdings ohne diese Kennzeichnung in eine Zone einfährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit auch dann, wenn sein Fahrzeug voll bauartbedingt geeignet ist. Das kostet eine Bußgeld, welches auch dann fällig wird, wenn die notwendige Plakette "nur lose" mitgeführt wird oder nicht exakt an der vorgeschriebenen Stelle - rechts oben, innen an der Windschutzscheibe befestigt ist. Die Beschriftung muss gut lesbar und in genormter Größe das KFZ-Kennzeichen enthalten.

Jeder, der in der Lage ist diese recht simplen Zusammenhänge zu verstehen, versteht, dies dient ausschließlich, als zugelassene und somit leicht kontrollierbare Markierung eines Fahrzeugs. Jeder der soweit durchblickt, wird den kleinen Sprung zu einer zukünftig dann "blauen Plakette" - welche genau dieselbe Funktion haben wird - problemlos verstehen. Es wird sich dann zum zweiten Mal wiederholen, was bei der Einführung der Umweltplakette im Jahr 2008 ereignet hat. Ich kann mich trotz meines fortgeschrittenen Alters noch genau daran erinnern. Man musste einfach :
umweltplakette.org hat geschrieben:Wie wird die Schadstoffgruppe des Fahrzeugs ermittelt?

Für die Ermittlung der Schadstoffgruppe des Fahrzeugs wird der Fahrzeugschein benötigt. Dieser enthält die notwendigen Angaben zur Fahrzeugart, Antriebsart und den Emissionsschlüssel. Die Fahrzeugart meint, ob es sich um einen Pkw, ein Wohnmobile bis 2,8 t (EG Fz-Klasse M1) oder / und einen Lkw, Kraftomnibusse, eine Zugmaschinen, ein Wohnmobile über 2,8t (EG Fz-Klassen M2,M3,N) handelt.

Bei der Antriebsart handelt es sich um ein Kraftfahrzeug mit Ottomotor, d.h. mit Benzin, Flüssiggas, Erdgas oder um ein Kraftfahrzeug mit Dieselmotor, d.h. mit Diesel angetrieben. Bei Dieselfahrzeugen kann eine Aufrüstung getätigt werden. Dies wird als Partikelminderungssystem bzw. auch als PM-Stufe bezeichnet. Ob eine Nachrüstung stattgefunden hat, kann im Feld 22 der Zulassungsbescheinigung entnommen werden.
Warum soll das diesmal anders sein :?: Alles schon dagewesen.... Wer damals auf Grund seiner Fahrzeugdaten, keine grüne Plakette bekommen konnte - wurde der "bestraft" :?: :?: :?:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Positiv Denkender
Beiträge: 3325
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » So 18. Feb 2018, 12:08

immernoch_ratlos hat geschrieben:(18 Feb 2018, 08:59)

Wenig belustigend - was kann man daran nicht verstehen :Wer lesen kann, wird problemlos verstehen dass ca. 3 Millionen Diesel PKW schon lange ihre Fahrvebote haben und deswegen niemand, außer einem gewissen PD darüber diskutieren will.Um sicher zu gehen, das möglichst alle verstehen was 100% bedeutet, kann man wohl kaum 20,1% dieser Fahrzeuge weglassen... Das Hauptaugenmerk liesgt eindeutig auf den andern ~80% !

Was die blaue Plakette angeht - ja, alle die weiter einfahren dürfen, müssen dann eine blaue Plakette statt der bislang ausreichenden grünen Plakette haben. Ob Benziner oder Diesel ist dabei gleichgültig. Hauptsache die gemessenen Emissionen erfüllen die dafür geforderten Bedingungen.

Ganz nebenbei - die Polizei fordert die "Kennzeichnung" um überhaupt gezielte Kontrollen durchführen zu können anders sind deren Aussagen wohl kaum zu verstehen. Für diese "blaue Plakette" gibt es doch eine "Blaupause" - die grüne Plakette - alle Fahrzeuge, welche die damaligen Bedingungen erfüllten, erhielten eine grüne Plakette.

Nun wird es eine blaue Plakette sein, welche die Erlaubnis zum Befahren der alten und neuen Umweltzonen deutlich sichtbar macht. Was die Kontrolle anbelangt, inzwischen gibt es technische Mittel um das zu kontrollieren. "Digitalisierung" passt da wunderbar.

Im übrigen, wird niemand "bestraft", wenn seine Heizanlage - sein KFZ oder was immer - ganz oder teilweise ihre Zulassung verliert. Solche Gedanken spuken hauptsächlich in den Köpfen derer, welche nicht verstehen wollen was da vorgeht. Die wahren Schuldigen, die sicher nicht nur nach meiner unmaßgeblichen Meinung bestraft werden müssen, kommen ja leider meist überhaupt nicht vor.

Damit das mit der "blauen Plakette" für jeden besser begreifbar wird hier die Textstelle, "Die Vertreter des Städtetags fordern vom Bund die "blaue Plakette" um das sich anbahnende Desaster, welches ohne eine erkennbare äußere Markierung der zukünftig noch Einfahrberechtigten, also den Verantwortlichen - all jenen, welche die Fahrverbote überwachen und durchsetzen müssen, sonst droht" :Nun muss man keinen überhohen IQ besitzen um zu verstehen, diese geforderte "blaue Plakette" werden alle Fahrzeuge haben müssen, welche in die damit gekennzeichneten Zonen einfahren wollen und müssen.

Dieser Fall ist dann nichts als die Wiederholung, als die "grüne Plakette" die Fahrverbote damals regelte. Jeder der seinerzeit ein Fahrzeug hatte, welches die Umweltzonen befahren durfte, musste dafür eine "grüne Plakette" käuflich erwerben. Nachdem dies eingeführt worden war, erhielten alle neu zugelassenen Fahrzeuge die Erlaubnis für das Anbringen dieser damals "grünen Plakette". Meist übernahm der Händler die Formalitäten und der Käufer erhilt sein Fahrzeug bereits mit dieser Kennzeichnung. Diese muss übrigens immer noch nur dann ab exakt dafür geforderten Platz fest angebracht werden, wenn das Fahrzeug in Umweltzonen einfahren soll. Niemand ist verpflichtet eine Plakette - gleich welcher Farbe - an seinem Fahrzeug zu befestigen. Wer allerdings ohne diese Kennzeichnung in eine Zone einfährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit auch dann, wenn sein Fahrzeug voll bauartbedingt geeignet ist. Das kostet eine Bußgeld, welches auch dann fällig wird, wenn die notwendige Plakette "nur lose" mitgeführt wird oder nicht exakt an der vorgeschriebenen Stelle - rechts oben, innen an der Windschutzscheibe befestigt ist. Die Beschriftung muss gut lesbar und in genormter Größe das KFZ-Kennzeichen enthalten.

Jeder, der in der Lage ist diese recht simplen Zusammenhänge zu verstehen, versteht, dies dient ausschließlich, als zugelassene und somit leicht kontrollierbare Markierung eines Fahrzeugs. Jeder der soweit durchblickt, wird den kleinen Sprung zu einer zukünftig dann "blauen Plakette" - welche genau dieselbe Funktion haben wird - problemlos verstehen. Es wird sich dann zum zweiten Mal wiederholen, was bei der Einführung der Umweltplakette im Jahr 2008 ereignet hat. Ich kann mich trotz meines fortgeschrittenen Alters noch genau daran erinnern. Man musste einfach :Warum soll das diesmal anders sein :?: Alles schon dagewesen.... Wer damals auf Grund seiner Fahrzeugdaten, keine grüne Plakette bekommen konnte - wurde der "bestraft" :?: :?: :?:


Immer wieder belustigend wie du hier versuchst deine einseitige Auffassung als das non plus ultra zu verkaufen .
Bevor die Umweltzonen eingeführt wurden hatten Besitzer älterer Modelle die lediglich die Norm für die rote oder gelbe Plakette erfüllt
haben einige Jahre Zeit sich auf Umweltzonen einzustellen . Heute fahren in Städten auch nur selten Autos die nicht die E 4 Norm erfüllen .
Kein Link sondern in einem Zeitungsartikel kann man heute lesen .
" Diesel-Fahrverbote würden Polizei belasten . Kontrolle nicht durchsetzbar .
Die Polizeigewerkschaft argumentiert auf Grund einer viel zu geringen Personaldecke ist die die Überwachung für Dieselfahrverbote
ausgeschlossen .
Bleibt noch ein Hinweis auf die E Autos. Wer sich tatsächlich für die Anschaffung eines E Autos entscheidet muss mehr als 1 Jahr
Lieferzeit in Kauf nehmen .Ganz abgesehen davon ,dass es Kaum Ladestationen gibt.. Dem heutigen Autofahrern nützt das alles nichts .
immernoch_ratlos
Beiträge: 1819
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 19. Feb 2018, 10:34

PD hat geschrieben:Kein Link sondern in einem Zeitungsartikel kann man heute lesen .
Wunderbar ! Her mit dem Namen dieser Zeitung !

Selten das in 2018 Zeitungen keinen Internetauftritt haben. Falls Du den nicht findest.... ???

Was die "Personaldecke" der Polizei angeht, wird die größer, wenn die Kennzeichnung der einfahrtsberechtigten KFZ nicht vorhanden ist :?: Ist es nicht umgekehrt, klare Kennzeichnungen z.B. mit einer vom Städtetag geforderten blauen Plakette, lässt sich die Kontrolle problemlos auch von der Stadtpolizei dem Außendienst des Ordnungsamtes bewerkstelligen. Analog zu dem was heute schon zur Kontrolle der bisherigen grünen Plakette der Fall ist :?:

Ohne blaue Plakette und Fahrverboten, wird die notwendige Kontrolle sehr schwierig. Das ist die inzwischen bei den Kommunen weit verbreitete Auffassung, die ja der "Deutsche Städtetag" allesamt vertritt - der kommunale Spitzenverband der kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte in Deutschland. In ihm haben sich rund 3400 Städte und Gemeinden mit fast 52 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen. Das sind nahezu 2/3 der Einwohner unserer Republik.

Da ist es wenig belustigend, wie sehr Du doch immer wieder versuchst, Deine angesichts solcher Zahlen eher kläglichen "Argumente" nach vorn zu bringen. Dazu gehört auch :
PD hat geschrieben:Heute fahren in Städten auch nur selten Autos die nicht die E 4 Norm erfüllen
Um die geht es ja auch nicht, sondern um diese Fahrzeuge :

23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW können nicht entsprechend aufgerüstet werden - denen droht Fahrverbot
39,3% Diesel Schadstoffklasse 5 (Euro 5) = 5,934 Millionen PKW "könnten" für ca. 1.500 bis 2.000 €/PKW aufgerüstete werden.

Deren Emissionen erfüllen die inzwischen gesetzlichen Vorgaben leider nicht bzw. nicht mehr (23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW) . Die Zulassung der " 39,3% Diesel Schadstoffklasse 5 (Euro 5) = 5,934 Millionen PKW" wurde durch Manipulation der Motorsteuerungssoftware erschlichen. Beide die Zulassungsbehörde, aber auch die Eigentümer dieser zumeist PKW, wurden betrügerisch über die wahren Emissionswerte im täglichen Fahrbetrieb getäuscht.

Die bislang grüne Plakette reicht längst nicht mehr aus um, entsprechend der 23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW, die notwendigen Unterscheidungen für die kontrollierenden Organe sicherzustellen. Wer die aktuell gültigen gesetzlichen Vorgaben weiter erfüllt, wird eine blaue Plakette bekommen (so stelle nicht ich mir das vor, sondern u.a. der Deutsche Städtetag). Darunter fallen wohl alle "Benziner", die dann eben lediglich ihre grüne Plakette gegen eine blaue Plakette tauschen müssen (um weiter in die dann eben blau gekennzeichneten Zonen einfahren zu dürfen) Bei den Diesel KFZ entscheidet die tatsächliche Emission, ob sie ebenfalls die nun höherwertige blaue Plakette erhalten werden oder eben nicht, was es den mit der Kontrolle Beauftragten ermöglichst, ohne großen Aufwand die Berechtigten von den Nichtberechtigten zu unterscheiden.

Ein durch und durch logischer Ansatz, der (zunächst) absolut nichts mit meiner Person zu tun hat. "Interessant" wird es für mich und die andern 5,934 Millionen PKW Eigentümer erst dann, wenn meine / deren Emissionswerte als zu hoch eingestuft werden müssen und mir und beinahe 6 Millionen Eigentümer von Diesel der Schadstoffklasse 5 (Euro 5), auf Grund der zu hohen Emissionswerte, die dann blaue Plakette verweigert wird. Wer bezahlt den Aufwand für eine notwendige "Hardwareaufrüstung", die - wenn technisch überhaupt möglich - zwischen 1.500 und 2.000 € kosten wird ?

Über solche Fragestellungen gehst Du mit recht persönlichen Anfeindungen einfach hinweg. Das ist schade. Auch die Lage der der "23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW" scheint Dich überhaupt nicht zu interessieren. Dort wurde weder betrogen, noch sonst manipuliert. Diese Fahrzeuge lassen sich "vermutlich" überhaupt nicht an die aktuell gültigen gesetzlichen Emissionsgrenzwerte anpassen. Die Eigner dieser Fahrzeuge sind also von "drohenden" Fahrverboten unausweichlich betroffen.

Alle Diesel, welche auf Grund ihrer zu hohen Emissionsgrenzwerte nicht mehr in die alten und eventuell neuen "Umweltzonen" einfahren dürfen, können weiterhin problemlos überall dort verkehren, wo die Verkehrsverdichtung entsprechend gering ist. Es ist in jeder Hinsicht logisch, um sowohl für die Eigentümer aller Dieselfahrzeuge Klarheit zu schaffen, als für notwendige Kontrollen diese beiden Gruppen gut sichtbar und damit leicht kontrollierbar zu unterscheiden.

Da dies bislang problemlos mit der grünen Plakette möglich war, gibt es keinerlei sachliche Begründung warum dies nun mit einer anderen Farbgebung (Blau ist vorgeschlagen) nicht möglich sein sollte. In der Anfangszeit, bis auch der Allerletzte begriffen hat, dass er / sie nun die Berechtigung eine "blaue Plakette" zu führen, haben muss, um in damit gekennzeichnete Zonen einfahren zu dürfen, könne auch private von den Kommunen Beauftragte Organisationen für Eingangskontrollen, mit der Kontrolle beauftragt werden. Dazu müssen die Fahrzeuge nicht zwingend angehalten werden. Es genügt beim Fehlen der dann gültigen Kennzeichnung, den Halter über das KFZ-Kennzeichen zu ermitteln. In den Zeiten "digitalen Fortschritts", können auch dafür ausgestattete Kameras, das "Personalproblem" mildern helfen.

Im übrigen, wenn die Auffassung des "Deutsche Städtetag" - Vertretung von ~ fast 52 Millionen Einwohnern - "einseitig" sein sollte, dann hast Du vollkommen recht, dann ist es meine gleichlautende Meinung selbstverständlich auch... :p

Ach ja heute Montag - Dienstag - Mittwoch - Donnerstag, danach werden wir alle wissen, was bislang nur vermutet werden kann....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Positiv Denkender
Beiträge: 3325
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Di 20. Feb 2018, 17:06

immernoch_ratlos hat geschrieben:(19 Feb 2018, 10:34)

Wunderbar ! Her mit dem Namen dieser Zeitung !

Selten das in 2018 Zeitungen keinen Internetauftritt haben. Falls Du den nicht findest.... ???

Was die "Personaldecke" der Polizei angeht, wird die größer, wenn die Kennzeichnung der einfahrtsberechtigten KFZ nicht vorhanden ist :?: Ist es nicht umgekehrt, klare Kennzeichnungen z.B. mit einer vom Städtetag geforderten blauen Plakette, lässt sich die Kontrolle problemlos auch von der Stadtpolizei dem Außendienst des Ordnungsamtes bewerkstelligen. Analog zu dem was heute schon zur Kontrolle der bisherigen grünen Plakette der Fall ist :?:

Ohne blaue Plakette und Fahrverboten, wird die notwendige Kontrolle sehr schwierig. Das ist die inzwischen bei den Kommunen weit verbreitete Auffassung, die ja der "Deutsche Städtetag" allesamt vertritt - der kommunale Spitzenverband der kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte in Deutschland. In ihm haben sich rund 3400 Städte und Gemeinden mit fast 52 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen. Das sind nahezu 2/3 der Einwohner unserer Republik.

Da ist es wenig belustigend, wie sehr Du doch immer wieder versuchst, Deine angesichts solcher Zahlen eher kläglichen "Argumente" nach vorn zu bringen. Dazu gehört auch : Um die geht es ja auch nicht, sondern um diese Fahrzeuge :

23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW können nicht entsprechend aufgerüstet werden - denen droht Fahrverbot
39,3% Diesel Schadstoffklasse 5 (Euro 5) = 5,934 Millionen PKW "könnten" für ca. 1.500 bis 2.000 €/PKW aufgerüstete werden.

Deren Emissionen erfüllen die inzwischen gesetzlichen Vorgaben leider nicht bzw. nicht mehr (23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW) . Die Zulassung der " 39,3% Diesel Schadstoffklasse 5 (Euro 5) = 5,934 Millionen PKW" wurde durch Manipulation der Motorsteuerungssoftware erschlichen. Beide die Zulassungsbehörde, aber auch die Eigentümer dieser zumeist PKW, wurden betrügerisch über die wahren Emissionswerte im täglichen Fahrbetrieb getäuscht.

Die bislang grüne Plakette reicht längst nicht mehr aus um, entsprechend der 23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW, die notwendigen Unterscheidungen für die kontrollierenden Organe sicherzustellen. Wer die aktuell gültigen gesetzlichen Vorgaben weiter erfüllt, wird eine blaue Plakette bekommen (so stelle nicht ich mir das vor, sondern u.a. der Deutsche Städtetag). Darunter fallen wohl alle "Benziner", die dann eben lediglich ihre grüne Plakette gegen eine blaue Plakette tauschen müssen (um weiter in die dann eben blau gekennzeichneten Zonen einfahren zu dürfen) Bei den Diesel KFZ entscheidet die tatsächliche Emission, ob sie ebenfalls die nun höherwertige blaue Plakette erhalten werden oder eben nicht, was es den mit der Kontrolle Beauftragten ermöglichst, ohne großen Aufwand die Berechtigten von den Nichtberechtigten zu unterscheiden.

Ein durch und durch logischer Ansatz, der (zunächst) absolut nichts mit meiner Person zu tun hat. "Interessant" wird es für mich und die andern 5,934 Millionen PKW Eigentümer erst dann, wenn meine / deren Emissionswerte als zu hoch eingestuft werden müssen und mir und beinahe 6 Millionen Eigentümer von Diesel der Schadstoffklasse 5 (Euro 5), auf Grund der zu hohen Emissionswerte, die dann blaue Plakette verweigert wird. Wer bezahlt den Aufwand für eine notwendige "Hardwareaufrüstung", die - wenn technisch überhaupt möglich - zwischen 1.500 und 2.000 € kosten wird ?

Über solche Fragestellungen gehst Du mit recht persönlichen Anfeindungen einfach hinweg. Das ist schade. Auch die Lage der der "23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW" scheint Dich überhaupt nicht zu interessieren. Dort wurde weder betrogen, noch sonst manipuliert. Diese Fahrzeuge lassen sich "vermutlich" überhaupt nicht an die aktuell gültigen gesetzlichen Emissionsgrenzwerte anpassen. Die Eigner dieser Fahrzeuge sind also von "drohenden" Fahrverboten unausweichlich betroffen.

Alle Diesel, welche auf Grund ihrer zu hohen Emissionsgrenzwerte nicht mehr in die alten und eventuell neuen "Umweltzonen" einfahren dürfen, können weiterhin problemlos überall dort verkehren, wo die Verkehrsverdichtung entsprechend gering ist. Es ist in jeder Hinsicht logisch, um sowohl für die Eigentümer aller Dieselfahrzeuge Klarheit zu schaffen, als für notwendige Kontrollen diese beiden Gruppen gut sichtbar und damit leicht kontrollierbar zu unterscheiden.

Da dies bislang problemlos mit der grünen Plakette möglich war, gibt es keinerlei sachliche Begründung warum dies nun mit einer anderen Farbgebung (Blau ist vorgeschlagen) nicht möglich sein sollte. In der Anfangszeit, bis auch der Allerletzte begriffen hat, dass er / sie nun die Berechtigung eine "blaue Plakette" zu führen, haben muss, um in damit gekennzeichnete Zonen einfahren zu dürfen, könne auch private von den Kommunen Beauftragte Organisationen für Eingangskontrollen, mit der Kontrolle beauftragt werden. Dazu müssen die Fahrzeuge nicht zwingend angehalten werden. Es genügt beim Fehlen der dann gültigen Kennzeichnung, den Halter über das KFZ-Kennzeichen zu ermitteln. In den Zeiten "digitalen Fortschritts", können auch dafür ausgestattete Kameras, das "Personalproblem" mildern helfen.

Im übrigen, wenn die Auffassung des "Deutsche Städtetag" - Vertretung von ~ fast 52 Millionen Einwohnern - "einseitig" sein sollte, dann hast Du vollkommen recht, dann ist es meine gleichlautende Meinung selbstverständlich auch... :p

Ach ja heute Montag - Dienstag - Mittwoch - Donnerstag, danach werden wir alle wissen, was bislang nur vermutet werden kann....

Ich kann dir natürlich nicht vorschreiben, Stellungsnahmen wie die von der GDP zu akzeptieren . Zu Zeitungsartikel im Internet
habe ich keinen Zutritt ,denn dafür verlangt der WK Gebühren . Online Zeitung kostet. nicht gewusst ?
Letztendlich ist es doch logisch dass kein Mensch im fließenden Verkehr erkennen kann, ob es sich um ein Dieselauto oder
einen Benziner handelt .Die grüne Plakette gilt für alle Antriebsarten ,die blaue eben nur für für Diesel .
Um zu kontrollieren ob es sich bei Autos mit Grüner Plakette um einen Diesel handelt müsste man jedes Auto anhalten
und überprüfen . Die Polizei meint nun mal ,auch wenn es dir nicht passt, dass sei mit dem Personalstand überhaupt nicht
zu leisten .Der deutsche Städtetag will im Gegensatz zu dir Fahrverbote unbedingt verhindern ,weil Fahrverbote sozial ungerecht sind .
Wenn man gegen Dieselfahrzeuge votiert, hätte man Dieselautos nicht mehr zulassen dürfen. Es werden immer noch, auch wenn etwas weniger ,Dieselautos zugelassen
Jeder Käufer eines Diesel Autos darf doch wohl annehmen dass er damit auch überall fahren darf ,
wo KFZ Verkehr zugelassen ist . Wenn Gerichte Fahrverbote für Dieselautos verhängen muss der Staat eben die anfallenden
Strafen bezahlen .Letztendlich hat er diese Autos nach bestehenden Richtlinien zugelassen .
Gefordert von der EU waren lediglich Laborwerte keine realen Werte im Straßenverkehr .
immernoch_ratlos
Beiträge: 1819
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 20. Feb 2018, 19:09

Ach PD Du bist ja sooo flexibel und Deine Beträge müssen stets personenbezogene Falschbehauptungen enthalten.

Nein bislang gibt es noch keine Blaue Plakette - sie wird allerdings gerade vom Deutschen Städtetag gefordert - allerdings nur dann für notwendig gehalten, wenn das Bundesverwaltungsgericht am 22. diesen Monats - das ist bereits übermorgen - Fahrverbote als EINE der möglichen Lösungen für rechtens erklärt.

Selbstverständlich erhielten ALLE dafür geeigneten Fahrzeuge seinerzeit die grüne Plakette. Die gibt es überhaupt nur wegen dem von allen Fahrzeugtypen (Diesel und Benziner) emittierten Feinstaub (aus dem Kraftstoff herrührend daher im Gesetzestext Feinstaub-Plakette genannt). Die Voraussetzungen für die grüne Plakette war für Benziner denkbar gering wie sich hieraus ergibt :

    Plakettenfarbe für die Benziner:
    .
  • Grün - Euro 1 oder besser
    .
  • Grün - Euro 1 oder schlechter mit G-Kat
    .
  • Keine Umweltplakette - Euro 1 oder schlechter ohne Kat oder mit U-Kat

Wesentlich höhere Anforderungen wurden schon damals an alle mit Diesel betriebene Fahrzeuge erhoben - was jedem klarmacht, auch die "grüne Plakette" war eine Methode ganz bestimmte Dieselfahrzeuge mit einem örtlich begrenzten Fahrverbot zu belegen :

    Plakettenfarbe für die Dieselfahrzeuge:
    .
  • Grün - Euro 4, Euro 5, Euro 6 oder D4
    .
  • Gelb - Euro 3
    .
  • Rot - Euro 2
    .
  • Keine Umweltplakette - Euro 1 oder schlechter
Macht summa summarum DREI Plakettenfarben von denen es ZWEI ausschließlich für Dieselfahrzeuge gibt.

Kein Benziner (mit Ausnahme "Euro 1 oder schlechter ohne Kat oder mit U-Kat") wurde unterschiedlich eingestuft - alle bekamen summarisch die grüne Plakette.

Ganz anders aber Dieselfahrzeuge - diese müssen für die grüne Plakette wenigsten Euro 4 (oder besser) bislang ist "Euro 5, Euro 6 oder D4" als Bedingungen zu erfüllen.

Mit einer blauen Plakette wäre das nicht anders - alle geeigneten Verbrenner bekommen die blaue Plakette und damit wiederholt sich der Vorgang wie anno dazumal. Im Prinzip würde dadurch die grüne Plakette weitgehend wertlos und die neue blaue Plakette (die es bislang nirgendwo gibt - weil eine Bundesangelegenheit) würde für alle Fahrzeuge die nun ZUSÄTSLICH auch die relevanten NO2 / NOx Werte einhalten, das Selbe bewirken, wie dies "vorher" also bislang mit der grünen Plakette gegeben ist.

Es macht selbstverständlich keinen Sinn nur die wenigen geeigneten Dieselfahrzeuge - mutmaßlich und ausschließlich Euro 6 d oder höher - mit eine blauen Plakette auszustatten und dann bei der Einfahrt zu rätseln, ist das nun eine Benziner der da mit "grün" einfährt oder eine Diesel der "leider" nur die Bedingungen für Euro 4, Euro 5, Euro 6a 6b 6c erfüllt. So doof wird wohl niemand sein, sich selbst die einfachste Möglichkeit der optischen Kontrolle zu nehmen.

Was das übrige Geplapper von "sozial" betrifft, das Recht auf körperliche Unversehrtheit findet sich im GG.

Was die Zulassung angeht, der Betrug - über Software, welche "erkennt" - "nun muss ich die geforderten Werte liefern" - weil sich das Vehikel auf einem Prüfstand befindet, hat damit die Zulassung schlicht und in betrügerischer Weise erschlichen. Jeder zivilrechtliche Vertrag wäre damit nichtig oder zumindest anfechtbar.

Wen gedenkst Du werter PD zu bestrafen - den oder die Täter oder die Opfer :?: In meiner Welt jedenfalls richten sich die Strafen gegen die überführten Täter und die Opfer werden (vom oder von den Tätern) entschädigt.

Das diese Entschädigung - im Prinzip lediglich - die Herstellung des zugesagten technischen Zustands - nun aus Steuern bezahlt werden soll - ist derart asozial - ... kaum zu glauben, dass jemand derart das Recht auf den Kopf stellen will.

Keiner "votiert" hier (es findet ja auch keine Wahl statt) gegen Dieselfahrzeuge - wenn sie denn, den gesetzlich geforderten Bedingungen entsprechen. Da muss man schon auseinanderhalten können.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
immernoch_ratlos
Beiträge: 1819
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 21. Feb 2018, 15:51

Darauf möchte ich noch einmal eingehen am Tag vor dem Gerichtstermin :
PD hat geschrieben:Letztendlich ist es doch logisch dass kein Mensch im fließenden Verkehr erkennen kann, ob es sich um ein Dieselauto oder
einen Benziner handelt .Die grüne Plakette gilt für alle Antriebsarten ,die blaue eben nur für für Diesel .
Um zu kontrollieren ob es sich bei Autos mit Grüner Plakette um einen Diesel handelt müsste man jedes Auto anhalten
und überprüfen .
Nun hatte ich im vorhergehenden Beitrag mit eigenen Worten erklärt, warum der Vorgang eine Bedrohung der Gesundheit von Bewohnern stark befahrener städtischer Umgebungen, schon einmal in frappierend ähnlicher Weise am Ende unausweichlich zu Fahrverboten geführt hat.

1. Es wurde erhebliche Zeit vertan, in denen praktisch nichts unternommen wurde die später eingeführten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge durch andere, sinnvolle Maßnahmen zu verhindern.

2. Genau wie damals gab es eine erhebliche Empörung darüber, dass der Mensch und nicht kurzlebige wirtschaftliche Interessen an erster Stelle stehen müssen. Mit massiv vorgebrachtem geistigem Dünnschiss, wurde auch damals schon versucht den klaren langfristigen Vorteil für langfristige wirtschaftliche Interessen der mit dem Wohlergehen der beteiligten Menschen verknüpft ist, vehement zu leugnen.

3. Statt also die notwendigen Lösungen (die damals wie heute längst bekannt waren) "zeitnah" zu implementieren, wurde verfahren wie das Herr Harald Kostial treffend formulierte : „Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe.“

4. Das damalige Ergebnis gleicht dem zu erwartenden Ergebnis nahezu in jeder Phase.

5. Neu und deutlich anders - statt nach Bekanntwerden der von amerikanischen Behörden mit hohen Geldstrafen (allein Volkswagen musste in den USA 2,8 Milliarden Dollar Strafe zahlen ...) - auch in D "aufzuräumen", versucht die betroffene Industrie ihre Betrügereien und die damit eng verknüpften technologischen Notwendigkeiten, mittels dubioser Maßnahmen und einer Politik des Verschweigens und Vertuschen weiter aufrecht zu halten. Dabei steht inzwischen längst fest, nur eine "Hardwarelösung" kann die zu hohen NOx-Werte dauerhaft und sofort nach Einbau der notwendigen Komponenten, auf das auch zukünftig geforderte gesetzliche Maß absenken.

Nun hier Auszüge aus einem Artikel der FAZ (eine Zeitung, welche eher nicht für ihre Nähe zu den hier gern als "Linksgrüne" kolportierten Presseerzeugnissen gerechnet werden kann). Typisch bei der gern angewandten Taktik "poisoning the well" - man diskreditiert die Quelle, um sich mit den dort geäußerten Sachverhalten nicht auseinandersetzen zu müssen. Neben den eingestreuten "ad personam" Bezügen (teilweise völlig unsinnig und gezielt diffamierend), eine eher schwache Taktik, nicht auf die relevanten Bezüge eingehen zu müssen.

Nun ja hier die erste Passage - hier wird die klageberechtigte Partei - im Prinzip könnte das jeder Geschädigte sein - von der DUH wahrgenommen. Was liegt da näher, statt der unabweisbaren Fakten, diese Organisation anzugreifen. Dabei tritt (das ist ja die Absicht), das eigentliche schuldhafte Verhalten sowohl unserer gesetzlichen Institutionen als auch die betrügerischen Praxis gewisser Automobilfirmen, "wunschgemäß" in den Hintergrund, soll mit der Klägerschelte zugedeckt werden. Das wäre vergleichbar damit, jemanden, der ein sonstiges Verbrechen zur Anzeige bringt, für diese Aktivitäten zumindest moralisch zu verurteilen. Im Prinzip eine Anwendung der "Omertà" einer geläufigen Mafiamethode.

Hier wie das die FAZ auch noch am 18.02.2018 formuliert :
FAZ - Corinna Budras hat geschrieben:Ausstoß wird nicht ausreichend gesenkt
Der Effekt bleibt nicht aus: Zwanzig Kommunen haben es jetzt wieder geschafft, die Belastung unter die Grenzwerte zu drücken. Auch in den weiter betroffenen Städten sind die Überschreitungen seltener geworden. Darauf setzt auch die Bundesregierung ihre Hoffnung: Dass sich die Lage stetig verbessert und sich das Problem mit den leidigen Fahrverboten irgendwann von selbst löst.

Doch der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist das nicht genug. Die selbsternannten Ökofreunde klagen landauf, landab: Sie wollen dafür sorgen, dass die Luft überall wieder sauber wird – und nebenbei die Welt der Umwelthilfe auf ewig dankbar ist. Dass die Dieselautos von der Straße oder zumindest aus den Innenstädten verschwinden, ist der DUH recht. Denn allem technischen Fortschritt zum Trotz, und das monierte auch der Automobilclub ADAC immer wieder, gelänge es den Autoherstellern nicht, den Stickstoffdioxid-Ausstoß von Dieselfahrzeugen deutlich zu senken.
Wenn selbst die katholische Kirche sich eines "Advocatos Diabolos - Anwalt des Teufels" bedient, um der Wahrheit näher zu kommen, soll der nur als einzelner klageberechtigte Bürger - fern ab jeden gemeinsamem Sammelklagerecht - gegen Bund - Land - Kommune und Großkonzerne (mit prall gefüllten "Kriegskassen) antreten - wie bescheuert ist das denn ?

Nu ja - es gibt auch hier Vertreter, denen ein Angriff auf die DUH besser schmeckt, als jene anzugreifen, die hier wohl als Täter bezeichnet werden dürfen.

Doch nun zu dem Punkt - "und täglich grüßt das Murmeltier" oder das Drama mit Fahrverboten geht in die Wiederholung - interessanter Zwischentitel : "Fahrverbote waren bereits erfolgreich"
FAZ - Corinna Budras hat geschrieben:Fahrverbote waren bereits erfolgreich

Was in der Debatte bisher wenig Beachtung fand: Deutschland hat durchaus seine Erfahrungen mit Fahrverboten gemacht. In den achtziger Jahren wurden sie nur sehr punktuell eingesetzt, um die Entwicklung von Ozon einzudämmen. Viel flächendeckender und nachhaltiger war die Einführung der Umweltzonen und des Plakettensystems vor genau zehn Jahren. Im Jahr 2005 traten die EU-Grenzwerte für Feinstaub in Kraft, schon Jahre davor war allen Beteiligten klar, dass Deutschland gegen sie verstoßen würde.

Auch damals wurde die Plakette leidenschaftlich diskutiert, was aber ihre Einführung nicht verhinderte. Die besonders alten und dreckigen Fahrzeuge wurden in Etappen aus dem Verkehr gezogen.

Kurioserweise traf das vor allem Autos, die so selten gefahren wurden, dass sie besonders lange hielten. Beim ADAC erinnert man sich heute noch, wie reihenweise Senioren anriefen und ihr Leid klagten. Ihr sorgsam gepflegtes Auto konnten sie dann nicht mehr für Besorgungen in der Innenstadt nutzen.

Was die Sache damals entschärfte: Die Fahrverbote kamen in Etappen:

Erst wurden die Autos ohne Plakette aus einigen Zonen verbannt,

dann die mit roten und gelben Plaketten,

bis nur noch die mit grünen fahren durften.

Ob sich Ähnliches nun mit einer blauen Plakette wiederholen wird, muss das Bundesverwaltungsgericht entscheiden. Das durchzusetzen wäre allerdings ein deutlich größeres Unterfangen.
Genau das habe ich detailliert in meinen vorherigen Beitrag geschildert.

Schon damals hatten die Kommunen erst durch die Einführung der grünen Plakette FÜR ALLE Berechtigten, eine vernünftige Kontrollmöglichkeit und konnten darüber hinaus immer dann per Ausnahmegenehmigungen besondere Härten vermeiden. Kein Wunder also, das es nun wieder die Kommunen (mit ihrer Vertretung dem Deutsche Städtetag) eine weitere Plakette - diesmal in Blau - fordern. Dies selbstverständlich nur im Zusammenhang mit Fahrverboten, diese zu erlauben, bzw. zu Fahrverbote zu verwerfen.

Die Verfahren beim BVerwG "7 C 26.16" und "7 C 30.17" werden morgen am 22. Fe­bru­ar 2018, 11:00 Uhr Stattfinden :
BVerWG hat geschrieben:BVerwG 7 C 26.16 Ver­fah­rens­in­for­ma­ti­on

Der Klä­ger, ei­ne an­er­kann­te Um­welt­schutz­ver­ei­ni­gung, be­gehrt die Än­de­rung der Luft­rein­hal­te­plä­ne für die Städ­te Düs­sel­dorf und Stutt­gart mit dem Ziel der Ein­hal­tung der Im­mis­si­ons­grenz­wer­te für Stick­stoff­di­oxid (NO).

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf ver­pflich­te­te das Land Nord­rhein-West­fa­len mit Ur­teil vom 13. Sep­tem­ber 2016, den Luft­rein­hal­te­plan für Düs­sel­dorf so zu än­dern, dass die­ser die er­for­der­li­chen Maß­nah­men zur schnellst­mög­li­chen Ein­hal­tung des über ein Jahr ge­mit­tel­ten Grenz­wer­tes für NOi.H.v. 40 µg/m³ im Stadt­ge­biet Düs­sel­dorf ent­hält. Der Be­klag­te sei ver­pflich­tet, im We­ge ei­ner Än­de­rung des Luft­rein­hal­te­plans wei­te­re Maß­nah­men zur Be­schrän­kung der Emis­sio­nen von Die­sel­fahr­zeu­gen zu prü­fen. (Be­schränk­te) Fahr­ver­bo­te für (be­stimm­te) Die­sel­fahr­zeu­ge sei­en recht­lich (und tat­säch­lich) nicht von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart ver­pflich­te­te das Land Ba­den-Würt­tem­berg mit Ur­teil vom 26. Ju­li 2017, den Luft­rein­hal­te­plan für Stutt­gart so fort­zu­schrei­ben bzw. zu er­gän­zen, dass die­ser die er­for­der­li­chen Maß­nah­men zur schnellst­mög­li­chen Ein­hal­tung des über ein Ka­len­der­jahr ge­mit­tel­ten Im­mis­si­ons­grenz­wer­tes für NOi.H.v. 40 µg/m³ und des Stun­den­grenz­wer­tes für NO­von 200 µg/m³ bei ma­xi­mal 18 zu­ge­las­se­nen Über­schrei­tun­gen im Ka­len­der­jahr in der Um­welt­zo­ne Stutt­gart ent­hält. Der Be­klag­te ha­be ein ganz­jäh­ri­ges Ver­kehrs­ver­bot für al­le Kraft­fahr­zeu­ge mit ben­zin- oder gas­ge­trie­be­nen Ot­to­mo­to­ren un­ter­halb der Schad­stoff­klas­se Eu­ro 3 so­wie für al­le Kraft­fahr­zeu­ge mit Die­sel­mo­to­ren un­ter­halb der Schad­stoff­klas­se Eu­ro 6 in der Um­welt­zo­ne Stutt­gart in Be­tracht zu zie­hen. Ein sol­ches Ver­kehrs­ver­bot kön­ne in recht­lich zu­läs­si­ger Wei­se durch­ge­setzt wer­den.

Ge­gen die Ur­tei­le wen­den sich die vom Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf so­wie vom Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart je­weils zu­ge­las­se­nen Sprung­re­vi­sio­nen der Län­der Nord­rhein-West­fa­len (BVer­wG 7 C 26.16) und Ba­den-Würt­tem­berg (BVer­wG 7 C 30.17). Die Be­klag­ten hal­ten Fahr­ver­bo­te für Die­sel-Fahr­zeu­ge auf der Grund­la­ge des gel­ten­den Rechts für un­zu­läs­sig.
Schau mer mal - bis morgen irgendwann... :(
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1568
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Mi 21. Feb 2018, 17:51

Positiv Denkender hat geschrieben:(18 Feb 2018, 12:08)

Heute fahren in Städten auch nur selten Autos die nicht die E 4 Norm erfüllen .

Du sprichst von 23 Prozent aller zugelassenen Diesel-PKWs. Klar fahren die nicht in die ausgewiesenen Umweltzonen. Ansonsten sind sie aber überall unterwegs.
… in einem Zeitungsartikel kann man heute lesen .
" Diesel-Fahrverbote würden Polizei belasten . Kontrolle nicht durchsetzbar .

In Oldenburg ist die Einrichtung einer längst überfälligen Umweltzone beschlossene Sache. Der Rat der Stadt Oldenburg sieht diese Maßnahme sogar als Vorstufe für die in greifbarer Nähe gerückten Einführung einer blauen Plakette.
Die Stadt Oldenburg verfügt im Ordnungsamt über rund 30 Politessen, die täglich im Stadtgebiet patrollieren. Und da gibt es bereits Pläne für die Überwachung der Einhaltung der „Blaumeier“. Da werden dann beispielsweise PKWs auf öffentlichen Parkplätzen oder in Parkhäusern verstärkt überwacht. Zudem wird die technische Ausrüstung der städt. Ordnungshüter immer ausgefeilter. Zukünftig wird es möglich sein, mit Hilfe deren techn. Equipment vor Ort nach Eingabe des Kennzeichens binnen Sekunden beispielsweise die abgasrelevanten Daten des jeweiligen Fahrzeugs abzufragen.
Wer sich tatsächlich für die Anschaffung eines E Autos entscheidet muss mehr als 1 Jahr Lieferzeit in Kauf nehmen .

Ich musste auf meinen Ford Benziner mit Wunschausstattung 3 Monate warten. Und so sieht es auch bei den meisten Herstellern im Bereich der (unteren) Mittelklasse aus. Je höherwertiger desto längere Lieferzeiten. Auf einen BMW X3 muss der Kunde beispielsweise 30-40 Wochen warten.

Die Lieferzeit eines VW e-Golf beträgt übrigens derzeit 8 Monate.
Also im Rahmen. Im Übrigen wird die Anschaffung eines PKWs in aller Regel geplant. Da wird dann der neue eben sechs Monate früher bestellt. Wo ist das Problem? Zudem dürfte sich das Problem mit den Lieferzeiten bei den E-Modellen noch in diesem Jahr und insbesondere ab 2019 relativieren.
Ganz abgesehen davon ,dass es Kaum Ladestationen gibt.. Dem heutigen Autofahrern nützt das alles nichts .

Auch wieder so eine Aussage, die so pauschal nicht richtig ist. Die Wohneigentumsquote in Deutschland liegt bei etwa 55 Prozent. Davon dürften die meisten über eine Garage oder Carport mit Stromanschluss verfügen. Sofern da noch kein 3-Phasen-Drehstromanschluß existiert ist der vom Fachmann schnell verlegt (obwohl die normale Haushaltssteckdose (16Ah) auch reicht, wenn man nicht darauf angewiesen ist, dass der Akku in 2 Stunden geladen sein muss. Wer über eine häusliche Lademöglichkeit nicht verfügt ist dann eben auf öffentliche Ladestationen angewiesen, von denen es bereits mehr gibt als der ungläubige Dieselfahrer glaubt. So gibt es allein in unserem 3500-Seelen-Dorf bereits drei öffentlich zugängliche Doppel-Schnellladestationen (Edeka, Daimler, Tankstelle). Von dieser Fortentwicklung bekommt natürlich der stromlose Autofahrer kaum etwas mit, vielleicht auch, weil er es gar nicht will.

Noch etwas am Rande: Die Dienst-PKW der Stadt Oldenburg verfügen mittlerweile alle über Ergasantrieb (gesponsert bzw. bezuschusst von der EWE). Auch zwei oder drei Stromer wurden bereits getestet. Für die Zeit nach Ablauf der bestehenden Leasingverträge will die Stadt aber zu 100 Prozent auf Stromer setzen.
Und weiter: Stromer werden jetzt auch für Taxiunternehmen interessant:
https://www.nwzonline.de/oldenburg/wirt ... 11000.html

Es ist schon höchst interessant: Busunternehmen setzen zunehmend mit Gas betriebene Busse im Nahverkehr ein (in Oldenburg ausnahmslos alle), die deutsche Post und DHL lassen ihre Diesel-Zustellfahrzeuge (Kastenwagen) auslaufen und kaufen nur noch Stromer aus eigener Produktion nach, Spediteure erproben vielerorts den Einsatz von Fahrzeugen für den innerstädtischen Stückgutbereich und Städte und Gemeinden setzen voll auf Strom.
Sind die alle doof?

Zudem hatte es hier schon jemand gepostet: Das Argument der momentan noch höheren Reichweite von Benzinern und Diesel ist eher ein Scheinargument. Wer ist denn auf 750 oder gar 1000km ohne Tankstopp angewiesen? Die meisten PKWs werden im Nahverkehr bewegt (Fahrt zum Arbeitsplatz, Aldi, Familienausflug in den Zoo...). Da spielt es keine Rolle, ob ich alle zwei, drei oder vier Wochen tanke.
Wenn ich einen Opel Ampera-e hätte könnte ich mit dem sogar bis zu unserem Urlaubsziel in Jütland, Dänemark, durchfahren und hätte da unmittelbar eine Schnellladestation. Aber das will ich ja gar nicht. Ich habe keinen Bedarf 700 oder gar 1000km am Stück zu fahren und am Steuer einzuschlafen.
In Autotests wird immer gern mit Superreichweiten, insbesondere bei sparsamen Diesel geworben. Auf dem Papier machen sich die Zahlen zwar gut. Aber wer hat etwas davon? Mit meinem Kuga (Benziner) fahre ich 700km weit. Das ist ok. Bei 400 oder 500km würde ich aber auch nicht jammern. Und dem Kleinwagenfahrer, der sein Gefährt nur innerstädtisch bewegt (Arbeit) und zuhause oder bei seinem Supermarkt über eine Lademöglichkeit verfügt pellt sich über derartige Zahlen ohnehin ein Ei.

PD, ich wünsche dir ein langes Leben, damit du die Entwicklung in Sachen Stromer oder auch Brennstoffzellen-Antrieb noch erleben wirst. Du wirst noch staunen. Wetten?
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1568
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Mi 21. Feb 2018, 17:53

Heute Mittag auf Phoenix, „Gefährliche Abgase“ und „Dicke Luft in den Städten“:
Es ging u.a. um das beispiellose Vorpreschen der Stadt Wien, die dem Smog in ihrer Stadt entschieden entgegen tritt. So sind für den gesamten Wiener Raum die Beförderungspreise des ÖPNV dermaßen drastisch gesenkt worden, dass ein großer Teil der Wiener Stadtbevölkerung und der aus dem nahen Umland ihren PKW abgemeldet hat und jetzt nur noch den ÖPNV nutzt. So kostet dort eine Jahreskarte z.B. 365 Euro, also täglich 1 Euro, für Kinder und Jugendliche die Hälfte.
Zum Vergleich: Während in Stuttgart 80 Prozent der Bevölkerung über ein eigenes Auto verfügt sind es in Wien nur noch 20 Prozent, Tendenz weiterhin fallend. Ich habe jetzt nicht mehr die Messwerte von früher und heute im Kopf, aber es wurde ganz klar gesagt, dass diese geradezu extremst gesunken sind, seitdem der Individualverkehr geradezu in den Keller gegangen ist und Pendlerverkehr kaum noch ein Thema ist..

Ich schreibe dies, weil PD ja die felsenfeste Meinung vertritt, dass kein Autofahrer bzw. Pendler vom Auto auf den ÖPNV oder aufs Rad umsteigt, auch wenn versucht wird, das Busfahren noch so attraktiv zu gestalten.
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43647
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Mi 21. Feb 2018, 18:05

Experten glauben, das Bundesverwaltungsgericht werde den Weg für Diesel-Fahrverbote frei machen. Damit droht ein Flickenteppich an Regelungen: Jede Stadt müsste im Alleingang Sperrzonen ausweisen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... ungen.html

Man darf gespannt sein, ob die Autolobby bei der Justiz ähnlich viel Macht ausüben kann wie bei der Politik.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1568
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Mi 21. Feb 2018, 18:27

In der Tat. Insgeheim hoffen doch viele Städte und Gemeinden auf ein Machtwort des Bundesverwaltungsgerichts in Richtung ja zu Blau. Dann können die immer sagen, dass ihnen ja die Hände gebunden sind. Das BVG hat schließlich entschieden...
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Positiv Denkender
Beiträge: 3325
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Do 22. Feb 2018, 13:58

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Feb 2018, 17:51)

Du sprichst von 23 Prozent aller zugelassenen Diesel-PKWs. Klar fahren die nicht in die ausgewiesenen Umweltzonen. Ansonsten sind sie aber überall unterwegs.

In Oldenburg ist die Einrichtung einer längst überfälligen Umweltzone beschlossene Sache. Der Rat der Stadt Oldenburg sieht diese Maßnahme sogar als Vorstufe für die in greifbarer Nähe gerückten Einführung einer blauen Plakette.
Die Stadt Oldenburg verfügt im Ordnungsamt über rund 30 Politessen, die täglich im Stadtgebiet patrollieren. Und da gibt es bereits Pläne für die Überwachung der Einhaltung der „Blaumeier“. Da werden dann beispielsweise PKWs auf öffentlichen Parkplätzen oder in Parkhäusern verstärkt überwacht. Zudem wird die technische Ausrüstung der städt. Ordnungshüter immer ausgefeilter. Zukünftig wird es möglich sein, mit Hilfe deren techn. Equipment vor Ort nach Eingabe des Kennzeichens binnen Sekunden beispielsweise die abgasrelevanten Daten des jeweiligen Fahrzeugs abzufragen.

Ich musste auf meinen Ford Benziner mit Wunschausstattung 3 Monate warten. Und so sieht es auch bei den meisten Herstellern im Bereich der (unteren) Mittelklasse aus. Je höherwertiger desto längere Lieferzeiten. Auf einen BMW X3 muss der Kunde beispielsweise 30-40 Wochen warten.

Die Lieferzeit eines VW e-Golf beträgt übrigens derzeit 8 Monate.
Also im Rahmen. Im Übrigen wird die Anschaffung eines PKWs in aller Regel geplant. Da wird dann der neue eben sechs Monate früher bestellt. Wo ist das Problem? Zudem dürfte sich das Problem mit den Lieferzeiten bei den E-Modellen noch in diesem Jahr und insbesondere ab 2019 relativieren.

Auch wieder so eine Aussage, die so pauschal nicht richtig ist. Die Wohneigentumsquote in Deutschland liegt bei etwa 55 Prozent. Davon dürften die meisten über eine Garage oder Carport mit Stromanschluss verfügen. Sofern da noch kein 3-Phasen-Drehstromanschluß existiert ist der vom Fachmann schnell verlegt (obwohl die normale Haushaltssteckdose (16Ah) auch reicht, wenn man nicht darauf angewiesen ist, dass der Akku in 2 Stunden geladen sein muss. Wer über eine häusliche Lademöglichkeit nicht verfügt ist dann eben auf öffentliche Ladestationen angewiesen, von denen es bereits mehr gibt als der ungläubige Dieselfahrer glaubt. So gibt es allein in unserem 3500-Seelen-Dorf bereits drei öffentlich zugängliche Doppel-Schnellladestationen (Edeka, Daimler, Tankstelle). Von dieser Fortentwicklung bekommt natürlich der stromlose Autofahrer kaum etwas mit, vielleicht auch, weil er es gar nicht will.

Noch etwas am Rande: Die Dienst-PKW der Stadt Oldenburg verfügen mittlerweile alle über Ergasantrieb (gesponsert bzw. bezuschusst von der EWE). Auch zwei oder drei Stromer wurden bereits getestet. Für die Zeit nach Ablauf der bestehenden Leasingverträge will die Stadt aber zu 100 Prozent auf Stromer setzen.
Und weiter: Stromer werden jetzt auch für Taxiunternehmen interessant:
https://www.nwzonline.de/oldenburg/wirt ... 11000.html

Es ist schon höchst interessant: Busunternehmen setzen zunehmend mit Gas betriebene Busse im Nahverkehr ein (in Oldenburg ausnahmslos alle), die deutsche Post und DHL lassen ihre Diesel-Zustellfahrzeuge (Kastenwagen) auslaufen und kaufen nur noch Stromer aus eigener Produktion nach, Spediteure erproben vielerorts den Einsatz von Fahrzeugen für den innerstädtischen Stückgutbereich und Städte und Gemeinden setzen voll auf Strom.
Sind die alle doof?

Zudem hatte es hier schon jemand gepostet: Das Argument der momentan noch höheren Reichweite von Benzinern und Diesel ist eher ein Scheinargument. Wer ist denn auf 750 oder gar 1000km ohne Tankstopp angewiesen? Die meisten PKWs werden im Nahverkehr bewegt (Fahrt zum Arbeitsplatz, Aldi, Familienausflug in den Zoo...). Da spielt es keine Rolle, ob ich alle zwei, drei oder vier Wochen tanke.
Wenn ich einen Opel Ampera-e hätte könnte ich mit dem sogar bis zu unserem Urlaubsziel in Jütland, Dänemark, durchfahren und hätte da unmittelbar eine Schnellladestation. Aber das will ich ja gar nicht. Ich habe keinen Bedarf 700 oder gar 1000km am Stück zu fahren und am Steuer einzuschlafen.
In Autotests wird immer gern mit Superreichweiten, insbesondere bei sparsamen Diesel geworben. Auf dem Papier machen sich die Zahlen zwar gut. Aber wer hat etwas davon? Mit meinem Kuga (Benziner) fahre ich 700km weit. Das ist ok. Bei 400 oder 500km würde ich aber auch nicht jammern. Und dem Kleinwagenfahrer, der sein Gefährt nur innerstädtisch bewegt (Arbeit) und zuhause oder bei seinem Supermarkt über eine Lademöglichkeit verfügt pellt sich über derartige Zahlen ohnehin ein Ei.

PD, ich wünsche dir ein langes Leben, damit du die Entwicklung in Sachen Stromer oder auch Brennstoffzellen-Antrieb noch erleben wirst. Du wirst noch staunen. Wetten?

Es geht nicht darum wie lange ich lebe sondern um jetzt . Deine Oldenburger haben 12 Jahre verschlafen mit der Einrichtung der Umweltzonen . Nochmals Politessen dürfen nur den ruhenden Verkehr überwachen nicht den fließenden .Es geht auch nicht
um die Autofahrer die in der Innenstadt einkaufen wollen . Auf Zufahrten zur Innenstadt werden eh keine erhöhten Werte gemessen .
Es geht um die Straßen auf denen der Verkehr bewusst konzentriert wurde. Das sind Trassen wo der Fernverkehr läuft .Da kannst du keine
Politessen hinstellen die kontrollieren ob es sich um einen Diesel oder Benziner handelt .
Nochmals auch wenn dein Hirn es nicht rafft . Jeder der von Ost nach West von Süd nach Nord fährt oder quer muss diese Umweltzonen durchfahren . Die Straßen zu den Parkhäusern sind doch von zu hohen Abgaswerten gar nicht betroffen . Die Fernverkehrstrassen sind es -
Wenn man dort Fahrverbote ausspricht suchen die Autofahrer sich Ausweichstrecken durch Wohnstraßen .
Sehen kann man das wenn durch Unfall oder andere Behinderungen diese Durchgangsstraßen gesperrt werden .
Noch ein Satz zu den angeblichen 23 % der Autos die nicht die E Norm 4 erfüllen .Erstens ist die Zahl von 2015
zweitens sagt diese Zahl nichts darüber aus wo diese Autos gemeldet sind .In Großstädten garantiert nicht denn dort
dürfen die seit 12 Jahren lediglich am Stadtrand fahren . Diese Autos sind lange ausgetauscht.
Im Gegensatz zu dir urteilen Handwerkskammer .Handelskammer , alle Wirtschaftsverbände Fahrverbote nicht als Segen für die
Innenstädte sondern sehen das als Todesstoß für Gewerbetreibende in Innenstadtlage . Natürlich haben diese Menschen nach deiner Meinung alle keine Ahnung . Ein Bauunternehmer gibt ein Beispiel . Er müsste 30 von 40 Baufahrzeugen bei einem Fahrverbot
für Dieselfahrzeuge ersetzen. Eine Millioneninvestition die den Ruin für sein Unternehmen bedeuten würde.
Der Dieselstreit wird allein auf den Rücken der Autobesitzer ausgetragen . Von einem Verbot würden auch Taxiunternehmen
betroffen .Nur einige wenige fahren Hybrid oder Gasangetriebene Autos .99 % sind Dieselfahrzeuge .
Massive Auswirkungen hätten Fahrverbote auch für den Einzelhandelsstandort sagt der der Handelsverband Nor West .
Der geht davon aus das ca 80 % der Lieferfahrzeuge ,Dienstleister sowie tausende Pendler die Innenstadt nicht mehr erreichen könnten .
Der Geschäftsführer der Handelskammer HB sieht keine Notwendigkeit für Fahrverbote.
Sein Argument Die Luft wird mit jedem Jahr besser . Viele alte Fahrzeuge sind vom Markt die Flottenstruktur wird kontinuierlich besser.
Dem ist nichts hinzuzufügen . In wenigen Jahren löst sich das Abgasproblem durch den Austausch alt gegen neu von selbst .
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43647
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Do 22. Feb 2018, 14:39

Wie ist der Stand der Dinge? Nach mehr als drei Stunden dauert die Verhandlung am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über Diesel-Fahrverbote für bessere Luft in Städten an. In einem sogenannten Rechtsgespräch ging es zunächst um Fragen des Europarechts, des Bundesimmissionsschutzgesetzes sowie der Straßenverkehrsordnung.

Nach dem "Rechtsgespräch" wird sich der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts zu Beratungen zurückziehen. Nach bisheriger Auskunft soll noch heute eine Entscheidung verkündet werden.

http://www.augsburger-allgemeine.de/wir ... 68496.html

Man darf gespannt sein. Sollte Leipzig der Lobby folgen, dürften wir polnische Verhältnisse bekommen:

Mittlerweile wird seit zweieinhalb Stunden verhandelt. Während in Leipzig noch immer kein Urteil gefallen ist, haben die Richter Europäische Gerichtshof bereits Recht gesprochen. Demnach unternimmt Polen seit Jahren zu wenig gegen Luftverschmutzung und bricht damit EU-Recht. Dieses Urteil fällte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg.

Die Rechtssprechung könnte auch Auswirkungen für Deutschland haben, denn die EU-Kommission erwägt eine ähnliche Klage gegen die Bundesrepublik wegen dauerhafter Überschreitung von EU-Grenzwerten zur Luftreinhaltung. Im Falle Polens ging es um zu hohe Konzentrationen von Feinstaub, der gefährliche Lungenkrankheiten auslösen kann. Seit 2008 gelten in der EU dafür Grenzwerte, seit 2010 die Pflicht, Überschreitungen mit Gegenmaßnahmen so rasch wie möglich abzustellen.

(gleicher Link)
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43647
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Do 22. Feb 2018, 15:18

Der Anwalt der Umwelthilfe, Remo Klinger, entgegnet: Dann könne man Fahren ohne Führerschein auch als Tatbestand abschaffen, weil es schwer zu kontrollieren sei.

Nochmal aus dem Ticker. Ein guter Vergleich. Oder Schwarzfahrer. Oder Raserei. Das muss stichprobenartig erfolgen und knackige Strafen haben. Oder geht man davon aus, dass nicht nur die Hersteller, sondern auch die Autobesitzer zumindest latent kriminell sind?
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43647
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Do 22. Feb 2018, 15:32

Das Urteil wird nun doch erst am 27. Februar um 12 Uhr verkündet, wie das Gericht soeben mitteilt.


Schade, aber immerhin hat man nun ein Datum
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Positiv Denkender
Beiträge: 3325
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Do 22. Feb 2018, 16:49

frems hat geschrieben:(22 Feb 2018, 15:32)

Schade, aber immerhin hat man nun ein Datum

Hatte man vorher auch .
Positiv Denkender
Beiträge: 3325
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Do 22. Feb 2018, 16:58

frems hat geschrieben:(22 Feb 2018, 15:18)

Nochmal aus dem Ticker. Ein guter Vergleich. Oder Schwarzfahrer. Oder Raserei. Das muss stichprobenartig erfolgen und knackige Strafen haben. Oder geht man davon aus, dass nicht nur die Hersteller, sondern auch die Autobesitzer zumindest latent kriminell sind?

Ein Hirnverbrannter Vergleich
Die Vertreter des Abmahnclubs und selbsternannten DUH sind doch in ihrem Populismus und Auto Hass nicht mehr zurechnungsfähig .
Von der deutschen Bevölkerung ,Politik , Wirtschaft hat dieser Abmahnlobbyclub keinen Auftrag zu klagen .
Es geht denen nur um Profit . Schlimm das Gerichte Klagen von solchen Selbstdarstellern und Stänkerern überhaupt verhandeln .
Diese Populisten schaden den Wirtschaftsstandort Deutschland .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Do 22. Feb 2018, 17:18, insgesamt 3-mal geändert.

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste