Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

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KarlRanseier
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon KarlRanseier » Do 15. Feb 2018, 19:02

Audi hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:53)

Und Noch einmal. Der Kunde wurde nicht geschädigt und es gibt keine Fahrverbote :rolleyes:
Ein Staat muss sich nun mal um Arbeitsplätze kümmern ;)



Sieh mal, in China ist die Pressefreiheit eingeschränkt. Das führt zu einem "Wohlfühlklima". Letztlich aber schadet es auch der Regierung, weil sie durch das Fehlen von Kritik ihre eigenen Fehler gar nicht erkennen kann!

Die Tatsache, dass sich Deutschland im Falle der Automobilindustrie als Unrechtsstaat profiliert, wegschaut und, da nichts mehr zu vertuschen ist, den Konzernen zwar sagt, dass sie "böse" sind, aber den Verantwortlichen keine strafrechtlichen Konsequenzen angedeihen lässt, führt auch dort zu einem "Wohlfühlklima". Es ist sicherlich sehr befreiend, wenn man über dem Gesetz steht. Letztlich behindert das aber die Entwicklung.

Deutsche Autokonzerne sind technisch hinter dem Mond. Auch elektrisch beheizbare Außenspiegel und separate Heizungen für fette deutsche Hinterteile können kaum darüber hinwegtäuschen, dass man die Entwicklung verpennt hat. Man konnte sich das leisten, Umsatzeinbrüche wurden ja vom Steuerzahler teilweise kompensiert (z.B. "Abwrackprämie"). Aber soetwas rächt sich, und die Kompensationen werden immer teurer.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Polibu » Do 15. Feb 2018, 19:03

Audi hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:50)

Weil die Ammis auch entschädigt werden wenn die eine Katze trocknen und dieser keinen Hinweis gibt, dass es die Katze nicht überlebt :p


VW macht Milliardengewinne. Ich sage ja nicht, dass man VW jetzt in den Ruin treiben soll, aber eine gewisse Entschädigung und Gefängnisstrafen erwarte ich definitiv.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Do 15. Feb 2018, 19:10

Polibu hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:03)

VW macht Milliardengewinne. Ich sage ja nicht, dass man VW jetzt in den Ruin treiben soll, aber eine gewisse Entschädigung und Gefängnisstrafen erwarte ich definitiv.

Ja dann bitte von den Privatvermögen der verantwortlichen. Die haben genug und müssten das Konzernbudget nicht anfassen :thumbup:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon KarlRanseier » Do 15. Feb 2018, 19:10

Polibu hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:03)

VW macht Milliardengewinne. Ich sage ja nicht, dass man VW jetzt in den Ruin treiben soll, aber eine gewisse Entschädigung und Gefängnisstrafen erwarte ich definitiv.



Auch das Geblubber über die Arbeitsplätze ist kompletter Mumpitz! Ich meine, es gehen doch keine Arbeitsplätze verloren, wenn ein Straftäter aus der Vorstandsetage in den Knast wandert!
Und auch dann, wenn VW Entschädigungen zahlt, sind keine Arbeitsplätze gefährdet, solange die Entschädigungen den Konzern nicht in den Ruin treiben. Jeder Mensch, der auch nur ein einziges Semester BWL gehört hat, der weiß, dass ein Konzern an den Arbeitsplätzen verdient. Ein Arbeitnehmer, der seinem Arbeitgeber keinen Gewinn beschert oder für den Betrieb notwendig ist, fliegt raus.

Dieses ständige Gesülze über "die Arbeitsplätze" ist versuchte Volksverdummung, die zwar nicht strafbar, wohl aber beleidigend ist.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Do 15. Feb 2018, 19:11

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:02)

Sieh mal, in China ist die Pressefreiheit eingeschränkt. Das führt zu einem "Wohlfühlklima". Letztlich aber schadet es auch der Regierung, weil sie durch das Fehlen von Kritik ihre eigenen Fehler gar nicht erkennen kann!

Die Tatsache, dass sich Deutschland im Falle der Automobilindustrie als Unrechtsstaat profiliert, wegschaut und, da nichts mehr zu vertuschen ist, den Konzernen zwar sagt, dass sie "böse" sind, aber den Verantwortlichen keine strafrechtlichen Konsequenzen angedeihen lässt, führt auch dort zu einem "Wohlfühlklima". Es ist sicherlich sehr befreiend, wenn man über dem Gesetz steht. Letztlich behindert das aber die Entwicklung.

Deutsche Autokonzerne sind technisch hinter dem Mond. Auch elektrisch beheizbare Außenspiegel und separate Heizungen für fette deutsche Hinterteile können kaum darüber hinwegtäuschen, dass man die Entwicklung verpennt hat. Man konnte sich das leisten, Umsatzeinbrüche wurden ja vom Steuerzahler teilweise kompensiert (z.B. "Abwrackprämie"). Aber soetwas rächt sich, und die Kompensationen werden immer teurer.

Die deutschen Konzerne sind welt führend. Sei es VW, Audi, Porsche BMW oder Benz. Oder was soll an den Autos hinter dem Mond sein? Was meinst du warum Audi jedes Quartal Rekord Gewinne und Verkäufe erzielt? Weil jeder so ein Trabi haben will?
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Do 15. Feb 2018, 19:14

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:10)

Auch das Geblubber über die Arbeitsplätze ist kompletter Mumpitz! Ich meine, es gehen doch keine Arbeitsplätze verloren, wenn ein Straftäter aus der Vorstandsetage in den Knast wandert!
Und auch dann, wenn VW Entschädigungen zahlt, sind keine Arbeitsplätze gefährdet, solange die Entschädigungen den Konzern nicht in den Ruin treiben. Jeder Mensch, der auch nur ein einziges Semester BWL gehört hat, der weiß, dass ein Konzern an den Arbeitsplätzen verdient. Ein Arbeitnehmer, der seinem Arbeitgeber keinen Gewinn beschert oder für den Betrieb notwendig ist, fliegt raus.

Dieses ständige Gesülze über "die Arbeitsplätze" ist versuchte Volksverdummung, die zwar nicht strafbar, wohl aber beleidigend ist.

Man kann Konzerne in den Ruin treiben in dem Mann Verkaufsstop und Fahrverbote erzwingt. Wenn die verantwortlichen in den Knast wandern ist völlig legitim nur sollte eben der Konzern nicht darunter leiden.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon KarlRanseier » Do 15. Feb 2018, 19:19

Audi hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:11)

Die deutschen Konzerne sind welt führend. Sei es VW, Audi, Porsche BMW oder Benz. Oder was soll an den Autos hinter dem Mond sein? Was meinst du warum Audi jedes Quartal Rekord Gewinne und Verkäufe erzielt? Weil jeder so ein Trabi haben will?



Die Zeit des Verbrennungsmotors ist abgelaufen, nicht nur in China, sondern, wenn auch verzögert, überall. Wer das als Autohersteller nicht erkennt, wird in naher Zukunft weg vom Fenster sein, da helfen auch freundliche Subventionen langfristig nicht.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Do 15. Feb 2018, 19:25

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:19)

Die Zeit des Verbrennungsmotors ist abgelaufen, nicht nur in China, sondern, wenn auch verzögert, überall. Wer das als Autohersteller nicht erkennt, wird in naher Zukunft weg vom Fenster sein, da helfen auch freundliche Subventionen langfristig nicht.


...das Öl ist seit 5 Jahren alle... :D :D :D

Bestimmt wird in Afrika übermorgen ein Netz von 100.000 Schnell Ladestationen für ElektroAuto eröffnet... und in der Mogolei gibts schon Flächendeckend .... :D

Der Verbrennungsmotor ist TOT ....vor allem auf See...

Meine Güte - lebst Du auf dem Mond ?
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Do 15. Feb 2018, 19:34

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:19)

Die Zeit des Verbrennungsmotors ist abgelaufen, nicht nur in China, sondern, wenn auch verzögert, überall. Wer das als Autohersteller nicht erkennt, wird in naher Zukunft weg vom Fenster sein, da helfen auch freundliche Subventionen langfristig nicht.

Aha deswegen verkaufen wir jedes Quartal immer mehr Verbrenner :D Anscheinend lebst du auf einer anderen Erde als wir? :?:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon KarlRanseier » Do 15. Feb 2018, 19:37

Teeernte hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:25)

...das Öl ist seit 5 Jahren alle... :D :D :D

Bestimmt wird in Afrika übermorgen ein Netz von 100.000 Schnell Ladestationen für ElektroAuto eröffnet... und in der Mogolei gibts schon Flächendeckend .... :D

Der Verbrennungsmotor ist TOT ....vor allem auf See...

Meine Güte - lebst Du auf dem Mond ?



https://www.stern.de/auto/news/china-wi ... 15556.html

Mit Technik aus dem beginnenden 20. Jahrhundert kommt man in China nicht mehr weit, auch wenn sie angefüttert ist mit lauter elektronischem Scheiß, den absolut kein Mensch braucht.
Auch in Norwegen, das übrigens selbst über Öl verfügt, ist das Ende der Uralttechnik in Sicht, schon heute entscheiden sich immer mehr Verbraucher dort für etwas Besseres. Auf Dauer wird man die Entwicklung auch hier nicht verhindern können.

Als die ersten Autos gebaut wurden, gingen zahlreiche Arbeitsplätze in der Pferdekutschenproduktion verloren. Hätte es damals die CSU schon gegeben, würden wir noch heute mit Pferdekutschen reisen. Naja, vielleicht wäre das auch besser...
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Do 15. Feb 2018, 19:40

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:37)

https://www.stern.de/auto/news/china-wi ... 15556.html

Mit Technik aus dem beginnenden 20. Jahrhundert kommt man in China nicht mehr weit, auch wenn sie angefüttert ist mit lauter elektronischem Scheiß, den absolut kein Mensch braucht.
Auch in Norwegen, das übrigens selbst über Öl verfügt, ist das Ende der Uralttechnik in Sicht, schon heute entscheiden sich immer mehr Verbraucher dort für etwas Besseres. Auf Dauer wird man die Entwicklung auch hier nicht verhindern können.

Als die ersten Autos gebaut wurden, gingen zahlreiche Arbeitsplätze in der Pferdekutschenproduktion verloren. Hätte es damals die CSU schon gegeben, würden wir noch heute mit Pferdekutschen reisen. Naja, vielleicht wäre das auch besser...

Ja es geht um Ballungsräume. Und selbst in Norwegen rät der E- Mobilverband vom E Auto ab. Und der Elektronische Scheiß wird ja anscheinend gewollt, sonst würden ja die Autobauen nicht jedes Quartal mehr Autos verkaufen auch nach China :D
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon KarlRanseier » Do 15. Feb 2018, 20:37

Audi hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:40)

Ja es geht um Ballungsräume. Und selbst in Norwegen rät der E- Mobilverband vom E Auto ab. Und der Elektronische Scheiß wird ja anscheinend gewollt, sonst würden ja die Autobauen nicht jedes Quartal mehr Autos verkaufen auch nach China :D


"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" (Gorbatschow). Oder meinte er: "Wer zu Späth kommt,..."?

Hat man denn eine Wahl? Gibt es noch Autos ohne ABS, ESP, ASR usw., also für Menschen, die selbst fahren wollen und können? :?:

Witzig sind ja auch diese zusätzlichen Funzeln, die sich einschalten, wenn man um die Kurve fährt. Ganz toll. Meist sind sie fest eingebaut. Wenn sich eine Funzel verabschiedet, hat man fast schon einen Totalschaden. :D

Sehr innovativ. Könnte man nicht gleich die Motoren so konstruieren, dass sie sich nach spätestens 100.000 km verabschieden? Hatte mal einen Toyota Corolla, 500.000 km gefahren, ohne Pflege, selbst Ölwechsel vernachlässigt. Bei den heutigen Schrotthaufen kann man froh sein, wenn sie 200.000 km schaffen. Das sind keine Fahr-, sondern Standzeuge.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 16. Feb 2018, 11:05

Dem Thementitel nach "Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten" sollte doch am 15.02.2018 diese noch fällige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig am 22.02.2018 im Vordergrund stehen ?

Nimmt man einen normalen "Countdown" der bei 10 beginnt, sind wir nun schon mal bei 6 ..... 5... 4... 3... 2 ... 0 opps

Nachdem es die gewählte Regierung noch nicht gibt, versuchen die "Restbestände" der gestrigen Regierung, welche für das Desaster sowohl nach Außen "Millionenschwere Strafzahlungen" im Rahmen des EU-Vertragsverletzungsverfahrens eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Hilflose Reaktion - nebulöse "Maßnahmen - wie Freibier für alle - oder war es "kostenloses" Fahren mit Bussen und Bahnen aller Art :?:

Was noch nicht sooo akut ist, keiner redet davon "Weil sie das Ziel von maximal 95 Gramm ausgestoßenem CO2 pro Kilometer bis 2021 nach dem aktuellen Stand der Dinge nicht erreichen werden, drohen den europäischen Autobauern Strafzahlungen in Milliardenhöhe" :(

Doch noch näher ist "Leipzig" das ohne offensichtliche Rechtsbeugung, wohl kaum anders als für Fahrverbote entscheiden kann :?:

Nun bekommt wohl der Steuerzahler die Quittung für Betrug (privat) und Kungelei (Staat) von wenigstens vier Bundesregierungen in Folge : Quelle SZ "16. Februar 2018, 05:25 Uhr | Abgasaffäre | Jetzt soll der Staat für saubere Diesel-Autos zahlen" Das "Handelsblatt" wird deutlicher :
Luftverschmutzung | Alte Dieselmotoren könnten aus Steuergeldern nachgerüstet werden | Die EU setzt die Bundesregierung wegen der dreckigen Luft in Städten unter Druck. Experten empfehlen nun Diesel-Nachrüstungen aus Steuergeldern.
Handelsblatt hat geschrieben:Berlin/FlensburgBesitzer von Dieselautos sollen Medienberichten zufolge womöglich mit Steuergeld dazu bewegt werden, den Stickoxid-Ausstoß ihrer Fahrzeuge zu senken. Wie „Süddeutsche Zeitung“ und Bayerischer Rundfunk berichten, schlagen Regierungsexperten vor, die Nachrüstung „ganz oder zu einem höchstmöglichen Anteil“ zu fördern.

Das gehe aus dem Entwurf eines Abschlussberichts an die Bundesregierung hervor. Demnach könnte sich die Förderung neben öffentlichen Mitteln auch aus finanziellen Beiträgen der Automobilhersteller speisen. Diese lehnen Nachrüstungen an der Hardware alter Dieselwagen mit Verweis auf technische und finanzielle Fragen ab.
Ob dieses Regierungsvoodoo die bösen Geister, die man zumindest fahrlässig unterstützt hat, vertreiben können :?:

Kann das höchste Verwaltungsgericht in D solche unausgegorene bloße "Expertisen" als Grundlage für seine Rechtsprechung nutzen :?: Wie viel Vertrauen - nun auch in die Rechtsprechung - bleibt erhalten, wenn solche "spontanen Ideen" Eingang in eine höchstrichterliche Entscheidung finden :?:

Dann, wenn das Urteil "zu milde ausfällt", ist nach meiner völlig unmaßgeblichen Meinung der "Gang nach Karlsruhe" schon vorgezeichnet. :|

OK, jetzt kann weiter ausgiebig über Nebensächlichkeiten gestritten werden. Zu mehr ist der dt. Michel ganz offensichtlich nicht fähig.... :(
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Audi » Fr 16. Feb 2018, 14:45

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Feb 2018, 20:37)

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" (Gorbatschow). Oder meinte er: "Wer zu Späth kommt,..."?

Hat man denn eine Wahl? Gibt es noch Autos ohne ABS, ESP, ASR usw., also für Menschen, die selbst fahren wollen und können? :?:

Witzig sind ja auch diese zusätzlichen Funzeln, die sich einschalten, wenn man um die Kurve fährt. Ganz toll. Meist sind sie fest eingebaut. Wenn sich eine Funzel verabschiedet, hat man fast schon einen Totalschaden. :D

Sehr innovativ. Könnte man nicht gleich die Motoren so konstruieren, dass sie sich nach spätestens 100.000 km verabschieden? Hatte mal einen Toyota Corolla, 500.000 km gefahren, ohne Pflege, selbst Ölwechsel vernachlässigt. Bei den heutigen Schrotthaufen kann man froh sein, wenn sie 200.000 km schaffen. Das sind keine Fahr-, sondern Standzeuge.

Selten so viel dünnpfiff gelesen :rolleyes:
Wozu sollte man Autos verkaufen ohne sicherheitsausstattungen wie ESP, ABS? Du wusstest schon, dass ESP z.B in der EU Pflicht ist? Also meine Fahrzeuge sind alle weit über 200 000 km gefahren. Ich weiß echt nicht was du fährst, will es auch nicht wissen bei dem Zeug was du hier schreibst. Liest sich wie aus der Steinzeit...
Es gibt genug deutsche Fahrzeuge die über 500 000 km laufen. Und die sind bestimmt jünger als dein Corolla und haben modernere Elektronik und Mechanik an Bord. Und wenn man schon den Ölwechsel vernachlässigt, braucht man sich nicht zu wundern wenn die nur 200 000 km schaffen. Hey, holen wir uns alle einen Corolla aus den 90ern und sind alle glücklich.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 16. Feb 2018, 14:54

Audi hat geschrieben:(15 Feb 2018, 19:40)

Ja es geht um Ballungsräume. Und selbst in Norwegen rät der E- Mobilverband vom E Auto ab. Und der Elektronische Scheiß wird ja anscheinend gewollt, sonst würden ja die Autobauen nicht jedes Quartal mehr Autos verkaufen auch nach China :D

Öhm, Du hast das wohl falsch verstanden. E-Autos sind in Norwegen so erfolgreich, dass die Infrastruktur an die Kapazitätsgrenze stoßen könnte, weshalb Druck auf die öffentliche Verwaltung geübt wird, um dem nachzukommen. Das ist keine Verteufelung einer Antriebstechnik. Und der Blick auf Quartalszahlen zeigt das große Dilemma: die fehlende Weitsicht. Kluge Strategen schauen auf langfristige Trends und Szenarien, nicht darauf, ob irgendein neu eröffneter Markt mal kurz für etwas Nachfrage sorgte. Man kann die Ankündigungen vieler Länder, die Verbrenner verbannen wollen, natürlich ignorieren und sich dann an Tag X wundern, warum nun andere die Sieger sind. Dann aber bitte nicht weinen, dass man das nicht geahnt hätte.
Labskaus!

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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 16. Feb 2018, 15:46

Nachdem es hier auch um triviale Ölwechsel geht, hier mal eine Filmchen das recht "unterhaltsam" ist - provokativ : Quelle ZDF-Frontal 21 "Ölwechsel ist überflüssig" 1.559.269 Aufrufe bei 46 Millionen PKW-Besitzern, so ist alles schön brav unterm Deckel. Nur gerade mal ~3,4 % (falls das alles Besitzer von KFZ waren) interessieren sich dafür. Dafür werden hier andere "viel wichtige" Dinge bis zum Erbrechen diskutiert... Schöne neue Welt der "alternativen Fakten" :p
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 16. Feb 2018, 16:00

Der wahrscheinlich neueste Schildbürgerstreich der Lobbykratie: jetzt sollen die Steuerzahler die Umrüstung der Stinkediesel mitbezahlen. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man laut lachen, aber da das todernst gemeint ist, bleibt das Lachen im Halse stecken :dead:
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon KarlRanseier » Fr 16. Feb 2018, 17:27

Audi hat geschrieben:(16 Feb 2018, 14:45)

Selten so viel dünnpfiff gelesen :rolleyes:
Wozu sollte man Autos verkaufen ohne sicherheitsausstattungen wie ESP, ABS? Du wusstest schon, dass ESP z.B in der EU Pflicht ist? Also meine Fahrzeuge sind alle weit über 200 000 km gefahren. Ich weiß echt nicht was du fährst, will es auch nicht wissen bei dem Zeug was du hier schreibst. Liest sich wie aus der Steinzeit...
Es gibt genug deutsche Fahrzeuge die über 500 000 km laufen. Und die sind bestimmt jünger als dein Corolla und haben modernere Elektronik und Mechanik an Bord. Und wenn man schon den Ölwechsel vernachlässigt, braucht man sich nicht zu wundern wenn die nur 200 000 km schaffen. Hey, holen wir uns alle einen Corolla aus den 90ern und sind alle glücklich.



Ein deutsches Auto ist schon allein durch die Werkstattkosten um ein Vielfaches teurer. Das soll ja auch so sein, den ganzen elektronischen Müll, den niemand braucht, baut man ja nicht nur ein, um die Anschaffungskosten zu erhöhen, sondern er soll vor allem auch Reparaturkosten verursachen und dafür sorgen, dass die Autos schneller verschrottet werden.

Einen Corolla aus den 90ern wirst Du heute kaum noch bekommen. :(
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 16. Feb 2018, 23:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Feb 2018, 16:00)

Der wahrscheinlich neueste Schildbürgerstreich der Lobbykratie: jetzt sollen die Steuerzahler die Umrüstung der Stinkediesel mitbezahlen. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man laut lachen, aber da das todernst gemeint ist, bleibt das Lachen im Halse stecken :dead:


Dir vielleicht Autobesitzern weniger . Letztendlich haben zuständige staatliche Behörden diese Autos zugelassen .
Ganz unschuldig sind nicht .Welche Lobby ? Magst du nur Lobbyisten wie Herrn Schneider .
Bei allen Interessengruppen egal ob Sozialverbände Auto oder Fahrradclubs Sportverbände usw. usw. handelt es sich um Lobbyisten .
Ganz normal .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 17. Feb 2018, 11:57

PD hat geschrieben:Letztendlich haben zuständige staatliche Behörden diese Autos zugelassen .
Ganz unschuldig sind nicht.
Das stimmt zwar, wurden aber mittels Betrugssoftware über die wahren Abgaswerte bewusst und betrügerisch (mit Vorsatz) getäuscht. Eine Zulassung auf dieser Basis ist zwar gültig, aber wohl kaum das Selbe wie eine Zulassung, welche auf nachprüfbaren, naturwissenschaftlichen Fakten entsteht.

Wenn man einen Betrug begeht, ist man schlicht ein Betrüger - die Opfer eines Betrugs sind wohl kaum die Schuldigen. In diesem Fall, weil die Verantwortlichen für eine deutschlandweite Lösung diesen Betrug bis heute einfach weiter billigen, leisten sie Beihilfe. Ein Fall für die zuständigen Staatsanwaltschaften und dann die dafür zuständigen Gerichte. Völlig unabhängig von dem was Verwaltungsgerichte betrifft.

Nun sind allerdings die hauptsächlich Betrogenen, alle, die den Betrügern auf deren sorgsam verschleierten Betrug hereingefallen sind, definitiv die Geschädigten. Allein ca. 6 Millionen Diesel der Schadstoffklasse 5 (Euro 5) [39,3% der Diesel PKW] werden dank der hohen NOx - Werte ihrer Fahrzeuge nun auch Opfer der kommenden Fahrverbote. Diesel der Schadstoffklasse 4 (Euro 4) [23,0% der Diesel PKW] sind wohl technologisch komplett ohne Chancen. Was die Diesel der Schadstoffklasse 6 (Euro 6) [17,7% der Diesel PKW] fallen einige in die selbe "Rubrik" wie Diesel PKW der Schadstoffklasse 5 (Euro 5) denn selbst die modernen Euro-6-Diesel überschritten die Grenzwerte bei Alltagstests teils um ein Vielfaches.

Nur um die Prozentsätze der Anteile an der dt. Diesel PKW Flotte vollständig darzustellen - Diesel der Schadstoffklasse 3 (Euro 3) [8,0% der Diesel PKW] sowie der "Rest" mit 12,1%. Womit Diesel der Schadstoffklasse 3 (Euro 3) und darunter gegenwärtig noch immer 20,1 % der dt. Diesel PKW-Flotte ausmachen unterliegen ja bereits dem älteren Fahrverbot.

Am 1. Januar 2017 gab es in Deutschland nach Angaben des KBA rund 15,1 Millionen zugelassene Personenkraftwagen mit Diesel-Motor.

20,1% Diesel fallen = ca. 3 Millionen PKW schon mal vollkommen aus der Diskussion.
23,0% Diesel Schadstoffklasse 4 (Euro 4) = 3,473 Millionen PKW können nicht entsprechend aufgerüstet werden - denen droht Fahrverbot
39,3% Diesel Schadstoffklasse 5 (Euro 5) = 5,934 Millionen PKW "könnten" für ca. 1.500 bis 2.000 €/PKW aufgerüstete werden.
Würde das für alle der 5,934 Millionen Diesel PKW geschehen, fällt eine Gesamtbetrag von mindestens 8.901.450.000 € bis 11.868.600.000 € die nach der "Idee" von "Regierungsexperten" dem Steuerzahlern "auf die Füße fallen sollen".

Die eigentlichen Betrüger, die sich bei den dafür Verantwortlichen in der Industrie finden lassen, soll das sozusagen "kostenlos" vorbeigehen ? Mit der Folge, das eine große Zahl der immerhin 5,934 Millionen Diesel PKW Eigner schlicht aufgeben werden, weil sie diese Zusatzkosten nicht bezahlen können... Der Betrüger darf die Beute behalten, die Verluste werden "sozialisiert" :?:

Der Staat kann nur herausgeben, was vom Bürger ihm in Form von Steuern zuvor "anvertraut" wurde. Daran gibt es keine Zweifel.

Was die von Fahrverboten betroffenen Diesel PKW Eigner geht es um bis zu 9,4 Millionen Personen (je nachdem, wer davon eventuell nachrüsten kann). Zu glauben es käme zu keinen Fahrverboten, ist nur vergleichbar mit dem Glauben das der Storch die Kinder bringt. Die Vertreter des Städtetags fordern vom Bund die "blaue Plakette" um das sich anbahnende Desaster, welches ohne eine erkennbare äußere Markierung der zukünftig noch Einfahrberechtigten, also den Verantwortlichen - all jenen, welche die Fahrverbote überwachen und durchsetzen müssen, sonst droht.

Hier der Stand der Dinge 5 Tage vor dem höchstrichterlichen Entscheid : Quelle : mo:ma "Städtetag: "Brauchen blaue Plakette"" Dann noch Quelle : ZON (17.02.2018) "Diesel-Autos: Drohende Fahrverbote: Städtetag kritisiert Regierung" oder Quelle : SPON (17.02.2018) "Abgasskandal | Städtetag erwartet Diesel-Fahrverbote"

ZON hat geschrieben:In mehr als 60 deutschen Kommunen werden die EU-Grenzwerte für Stickoxide regelmäßig deutlich überschritten. Hauptverursacher sind Dieselmotoren, die in den vergangenen Jahren in immer größerer Zahl in die Städte rollten.

Grundsatzurteil vom Bundesverwaltungsgericht

In mehreren Bundesländern wurden die Landesregierungen von örtlichen Gerichten zum Teil unter Androhung von Geldauflagen aufgefordert, die Stickoxidbelastung durch schärfere Maßnahmen zu bekämpfen. Einige Verwaltungsrichter drängten auf Einfahrtverbote für schmutzige Dieselfahrzeuge, um die Stickoxidwerte in den Griff zu bekommen.

Das Bundesverwaltungsgericht mit Sitz in Leipzig soll nun in einem Grundsatzurteil anhand der Präzedenzfälle Stuttgart und Düsseldorf entscheiden, ob diese Fahrverbote tatsächlich zulässig wären.

Nach Ansicht von Dedy (Städtetags-Geschäftsführer) ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Leipziger Richter dies so sehen. Kein Oberbürgermeister wünsche sich Fahrverbote, sagte der Städtetags-Chef. Aber es sei fahrlässig, sich nicht darauf vorzubereiten. Schließlich gehe es auch um die Gesundheit der Städtebewohner.
AUCH :?: :?: :?:

Kennt man all diese Fakten, kann man sich der Meinung von Tom problemlos anschließen, sie dürfte inzwischen durchaus eine überwältigende Mehrheitsmeinung sein...
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