Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

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Positiv Denkender
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 29. Nov 2017, 18:00

[quote="H2O"](29 Nov 2017, 17:51)

Die Verwaltungsgerichte scharren bis kommenden Februar in den Startlöchern. Und danach lösen sich einige Probleme wohl etwas schneller, wenn auch nicht von allein.[/quot
Falls negative Urteile kommen geht es erst einmal in die Berufung .Das dauert .Bis dahin hat die Autoindustrie die Probleme gelöst .
Dann sind erst ein mal die Hauptverursacher von Stickoxiden gefordert .
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H2O
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Mi 29. Nov 2017, 18:07

Positiv Denkender hat geschrieben:(29 Nov 2017, 18:00)


Aus meiner Sicht wird es sehr positive Urteile geben. Berufung gegen klare Grenzwertüberschreitungen? Beruhigungsmittel kann man dann sicher immer noch kaufen.
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immernoch_ratlos
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 30. Nov 2017, 13:23

PD hat geschrieben:Falls negative Urteile kommen geht es erst einmal in die Berufung .Das dauert .Bis dahin hat die Autoindustrie die Probleme gelöst .
Dann sind erst ein mal die Hauptverursacher von Stickoxiden gefordert .
Ein typischer Einwand von PD - das ist derselbe, der ständig andere des Schulmeisterns bezichtigt, wenn ihm etwas nicht gefällt.

Ein kleinwenig "Staatsbürgerkunde" würde Dir sicher gut tun. Das Bundesverwaltungsgericht ist die oberste (dritte) Instanz in Verwaltungsgerichtsverfahren. 1 Instanz = Verwaltungsgerichte der jeweiligen Bundesländer , 2 Instanz = zuständige Oberverwaltungsgerichte des betroffenen Bundeslandes und die dritte und letzte Instanz ist das Bundesverwaltungsgericht (Sitz Leipzig). Rechtliche Stellung : Oberster Gerichtshof des Bundes, Aufsichtsorgan(e) Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts prüft als Revisionsinstanz grundsätzlich nur Rechtsfragen und entscheidet "letztinstanzlich" - was bedeutet, gegen diese Entscheidung kann eben kein neues Berufungsverfahren erfolgen. Irgendwo muss jeder "Rechtsweg" auch ein klares Ende haben. Das das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts letztinstanzlich ist, bedeutet dies, waren geprüften vorinstanzliche(n) Entscheidung(en) rechtsgültig, werden sie durch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts damit sofort rechtskräftig.
Bundesverwaltungsgericht hat geschrieben:Behörden erlauben Windkraftanlagen, bestimmen die Trassenführung von Autobahnen und regeln den Betrieb von Flughäfen, erteilen BAföG-Bescheide, entscheiden über den Aufenthalt von ausländischen Staatsangehörigen und Preisänderungen beim Briefporto. :rolleyes:

Das Bundesverwaltungsgericht - Rechtsschutz für Bürgerinnen und Bürger

Die Verwaltungsgerichtsbarkeit prüft die Handlungen der Behörden auf Rechtmäßigkeit und schützt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger. Der oberste Gerichtshof des Bundes für die Verwaltungsgerichtsbarkeit ist das Bundesverwaltungsgericht. Es wurde durch Gesetz vom 23. September 1952 in West-Berlin errichtet. In der DDR dagegen fehlte ein vergleichbares Gericht. Seit 2002 hat das Bundesverwaltungsgericht seinen Sitz in Leipzig.

Die Verwaltungsgerichtsbarkeit ist dreistufig aufgebaut. In der Regel sind die Verwaltungsgerichte die erste Instanz. Berufungs- und Beschwerdeinstanz sind die Oberverwaltungsgerichte und Verwaltungsgerichtshöfe der Länder. Das Bundesverwaltungsgericht ist ein Revisionsgericht. Es erhebt keine Tatsachen, sondern stellt sicher, dass Bundesrecht einheitlich und richtig angewendet wird. Dazu beurteilt es die Rechtsauffassung der Vorinstanz und kann diese Auffassung bestätigen oder beanstanden.

Der Zugang zur Revisionsinstanz steht nicht beliebig offen. Die Revision bedarf der Zulassung, damit sich das Bundesverwaltungsgericht auf Rechtsfragen mit grundsätzlicher Bedeutung konzentrieren kann. Bereits das Oberverwaltungsgericht kann die Revision zulassen. Lehnt es die Zulassung ab, kann das Bundesverwaltungsgericht selbst auf die Beschwerde eines Beteiligten die Revision gestatten.

Neben der Aufgabe als Revisionsgericht ist das Bundesverwaltungsgericht in bestimmten Fällen erste und gleichzeitig letzte Instanz. Es muss dann auch Tatsachen feststellen. So etwa bei wichtigen Infrastrukturvorhaben, wie dem Bau von bestimmten Autobahnen.

Dem Bundesverwaltungsgericht gehören 55 Richterinnen und Richter aus den verschiedenen Bundesländern an, die unterschiedliche Lebens- und Berufserfahrungen mitbringen. Sie arbeiten in Senaten. Bei Beschlüssen im schriftlichen Verfahren entscheiden die Senate in einer Besetzung mit drei, bei Urteilen nach einer mündlichen Verhandlung mit fünf Richterinnen und Richtern. Ein Vorsitzender oder eine Vorsitzende leitet die mündliche Verhandlung. Bei Entscheidungen haben aber alle Richterinnen und Richter das gleiche Stimmrecht.

Es gibt zehn Revisionssenate und zwei Wehrdienstsenate am Bundesverwaltungsgericht. Jeder Senat ist für bestimmte Sachgebiete zuständig.

Für die Beurteilung der einzelnen Fälle sind die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und häufig auch die Rechtsakte der Europäischen Union maßgeblich. Bei der Auslegung dieser Vorschriften spielen die bisherigen Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts ebenso eine wichtige Rolle wie die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, des Europäischen Gerichtshofs und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Unterstützt werden die Senate durch die 150 Beschäftigten der Geschäftsstelle, der allgemeinen und der technischen Verwaltung, der Präsidialabteilung und der Informationsdienste sowie durch die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts leitet die Gerichtsverwaltung und repräsentiert das Gericht nach außen. Er ist selbst Richter und Vorsitzender eines Senats.

Das Gericht bearbeitet ca. 1.500 Verfahren pro Jahr - die getroffenen Entscheidungen haben eine Leitfunktion. Denn deutschlandweit orientieren sich Behörden von Bund, Ländern und Gemeinden, aber auch Verwaltungsträger wie Universitäten an den Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts


Beispiel : Elbvertiefung: Klagen der Städte Cuxhaven und Otterndorf und der Berufsfischer erfolglos (28.11.2017) : Quelle : Bundesverwaltungsgericht "Pressemitteilung"

Nun ja PD Du bist ja sattsam bekannt dafür - wenn etwas nicht Deiner Meinung entspricht wirst Du ausfällig. Bloße Informationen die jeder (wenn er / sie es den will !) selbst finden kann, verknüpfst Du in geradezu lächerlicher Weise mit dem Informanten. Das Verfahren "den Überbringer einer Nachricht (verbal) zu köpfen", scheint Deine einzige Möglichkeit, offensichtliche Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen.

Sicher, das Bundesverwaltungsgericht kann ein Verfahren an die Vorinstanz - an das Verwaltungsgericht zurückverweisen, aber bei der Sachlage ist das nicht zu erwarten " schützt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger" zu denen gehört als erstes das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Hier ist eine Abwägung (durch die Vorinstanzen) zwischen eventuellen Einschränkungen und der " körperlichen Unversehrtheit" im Urteil des Verwaltungsgerichts BW bereits getroffen worden.

HIER das Urteil als Volltext : Quelle : VG Stuttgart 13. Kammer "Zulässigkeit und Verhältnismäßigkeit von Verkehrsbeschränkungen; hier: Umweltzone Stuttgart"

VG Stuttgart 13. Kammer hat geschrieben:290
Das im Planentwurf zur 3. Fortschreibung als Maßnahme M1 vorgesehene Verkehrsverbot verletzt in der Sache auch nicht den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, bei dem es sich um ein aus den Grundrechten (z.B. Art. 2 Abs. 1 GG) bzw. aus dem in Art. 20 Abs. 3 GG verankerten Rechtsstaatsprinzip hergeleitetes allgemeines Abwägungsprinzip handelt, das bei der Auswahl in Betracht kommender Luftreinhaltemaßnahmen und der davon betroffenen Emittenten grundsätzlich zu beachten ist. Dies hat der Bundesgesetzgeber durch die ausdrückliche Erwähnung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes in der Regelung des § 47 Absatz 4 Satz 1 BImSchG auch nochmals klargestellt.
291
Eine hoheitliche Maßnahme, die in (Grund-)Rechte Dritter eingreift, entspricht dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit regelmäßig dann, wenn sie einen legitimen öffentlichen Zweck verfolgt und darüber hinaus geeignet, erforderlich und verhältnismäßig im engeren Sinne, also angemessen ist. Diesen Anforderungen entspricht das hier in Betracht kommende Verkehrsverbot im Falle seiner Umsetzung voraussichtlich in jeder Hinsicht.

5.2.1.

292
Als Maßnahme zur dauerhaften Verminderung von Luftverunreinigungen und zur Einhaltung von Immissionsgrenzwerten, die dem Schutz der menschlichen Gesundheit vor schädlichen Luftschadstoffen dienen, verfolgt dieses zweifellos einen legitimen öffentlichen Zweck.

293
5.2.2. Die Geeignetheit des Verkehrsverbotes steht ebenfalls außer Zweifel, weil mit diesem Verkehrsverbot das Ziel der Einhaltung der überschrittenen NO2-Immissionsgrenzwerte nach den Feststellungen der Gutachter des Beklagten im Gesamtwirkungsgutachten in der gesamten Umweltzone Stuttgart erreicht oder zumindest annähernd erreicht werden (vgl. hierzu bereits unter Ziffer 3.).

5.2.3.

294
Es sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf der Grundlage des vom Beklagten vorgelegten Gesamtwirkungsgutachtens auch keine anderen, gleichwertigen Maßnahmen ersichtlich, welche den von dem Verkehrsverbot betroffenen Adressatenkreis weniger belasten würden und dem Verkehrsverbot deshalb im Rahmen der planerischen Auswahlentscheidung nach § 47 Abs. 4 Satz 1 BImSchG als „milderes Mittel“ vorzuziehen wären.
Wem das als Quintessenz der Urteilsbegründung nicht ausreicht, wird eben wie wir alle auf Ende Februar und die letztinstanzliche Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts warten müssen.

Was der Kläger beantragt beginnt ab 91 - nämlich "die Klage abzuweisen" ist vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart klar gescheitert.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Do 30. Nov 2017, 16:47

immernoch_ratlos hat geschrieben:(30 Nov 2017, 13:23)

Ein typischer Einwand von PD - das ist derselbe, der ständig andere des Schulmeisterns bezichtigt, wenn ihm etwas nicht gefällt.

Ein kleinwenig "Staatsbürgerkunde" würde Dir sicher gut tun. Das Bundesverwaltungsgericht ist die oberste (dritte) Instanz in Verwaltungsgerichtsverfahren. 1 Instanz = Verwaltungsgerichte der jeweiligen Bundesländer , 2 Instanz = zuständige Oberverwaltungsgerichte des betroffenen Bundeslandes und die dritte und letzte Instanz ist das Bundesverwaltungsgericht (Sitz Leipzig). Rechtliche Stellung : Oberster Gerichtshof des Bundes, Aufsichtsorgan(e) Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts prüft als Revisionsinstanz grundsätzlich nur Rechtsfragen und entscheidet "letztinstanzlich" - was bedeutet, gegen diese Entscheidung kann eben kein neues Berufungsverfahren erfolgen. Irgendwo muss jeder "Rechtsweg" auch ein klares Ende haben. Das das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts letztinstanzlich ist, bedeutet dies, waren geprüften vorinstanzliche(n) Entscheidung(en) rechtsgültig, werden sie durch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts damit sofort rechtskräftig.

Beispiel : Elbvertiefung: Klagen der Städte Cuxhaven und Otterndorf und der Berufsfischer erfolglos (28.11.2017) : Quelle : Bundesverwaltungsgericht "Pressemitteilung"

Nun ja PD Du bist ja sattsam bekannt dafür - wenn etwas nicht Deiner Meinung entspricht wirst Du ausfällig. Bloße Informationen die jeder (wenn er / sie es den will !) selbst finden kann, verknüpfst Du in geradezu lächerlicher Weise mit dem Informanten. Das Verfahren "den Überbringer einer Nachricht (verbal) zu köpfen", scheint Deine einzige Möglichkeit, offensichtliche Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen.

Sicher, das Bundesverwaltungsgericht kann ein Verfahren an die Vorinstanz - an das Verwaltungsgericht zurückverweisen, aber bei der Sachlage ist das nicht zu erwarten " schützt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger" zu denen gehört als erstes das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Hier ist eine Abwägung (durch die Vorinstanzen) zwischen eventuellen Einschränkungen und der " körperlichen Unversehrtheit" im Urteil des Verwaltungsgerichts BW bereits getroffen worden.

HIER das Urteil als Volltext : Quelle : VG Stuttgart 13. Kammer "Zulässigkeit und Verhältnismäßigkeit von Verkehrsbeschränkungen; hier: Umweltzone Stuttgart"

Wem das als Quintessenz der Urteilsbegründung nicht ausreicht, wird eben wie wir alle auf Ende Februar und die letztinstanzliche Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts warten müssen.

Was der Kläger beantragt beginnt ab 91 - nämlich "die Klage abzuweisen" ist vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart klar gescheitert.


Du meinst nun du könntest mich mit deinem Geschreibsel beeindrucken ? NO2 Ausstoß ist schon durch Umrüstungen der meisten Diesel Autos verringert worden .
Durch die neuen Modelle die auf dem Markt kommen und naturgemäß ältere Modelle ersetzen wird Schadstoff Ausstoß weiter verringert .
Der gesamt Ausstoß von Schadstoffen auf das gesamte Stadtgebiet wird durch Fahrverbote eher zunehmen und auf andere Abschnitte verlagert .
Nun darfst du natürlich deine Weisheiten hier von dir geben, nur du musst halt damit leben ,dass nicht jeder deine Meinung teilt .Ich halte es nach wie
vor für einseitig und unsozial Fahrverbote für hochentwickelte Dieselautos, die letztendlich von den Verkehrsbehörden zugelassen wurden auszusprechen .
Millionen Autofahrer müssten dann große Umwege fahren um ans Ziel zu kommen .Das Stuttgart nicht die ideale Stadt für Radfahrer ist solltest du wissen .
Unsinnig sind Fahrverbote für Innenstädte schon deshalb weil gerade dort keine höheren Werte gemessen werden .Die höchsten Werte werden
an Trassen gemessen die weit an der City vorbeilaufen .Amüsant finde ich wenn Schulmeister wie du ständig ignorieren ,dass sich das Abgasproblem lange
erledigt hätte ,hätte man die seit 30 Jahren in Bau befindliche A281 fertiggestellt.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 30. Nov 2017, 19:33

PD hat geschrieben:Du meinst nun du könntest mich mit deinem Geschreibsel beeindrucken ? NO2 Ausstoß ist schon durch Umrüstungen der meisten Diesel Autos verringert worden .
Durch die neuen Modelle die auf dem Markt kommen und naturgemäß ältere Modelle ersetzen wird Schadstoff Ausstoß weiter verringert .
Der gesamt Ausstoß von Schadstoffen auf das gesamte Stadtgebiet wird durch Fahrverbote eher zunehmen und auf andere Abschnitte verlagert .
Nun darfst du natürlich deine Weisheiten hier von dir geben, nur du musst halt damit leben ,dass nicht jeder deine Meinung teilt .Ich halte es nach wie
vor für einseitig und unsozial Fahrverbote für hochentwickelte Dieselautos, die letztendlich von den Verkehrsbehörden zugelassen wurden auszusprechen .
Millionen Autofahrer müssten dann große Umwege fahren um ans Ziel zu kommen .Das Stuttgart nicht die ideale Stadt für Radfahrer ist solltest du wissen .
Unsinnig sind Fahrverbote für Innenstädte schon deshalb weil gerade dort keine höheren Werte gemessen werden .Die höchsten Werte werden
an Trassen gemessen die weit an der City vorbeilaufen .Amüsant finde ich wenn Schulmeister wie du ständig ignorieren ,dass sich das Abgasproblem lange
erledigt hätte ,hätte man die seit 30 Jahren in Bau befindliche A281 fertiggestellt.
Toll, toll Du hast es wieder mal geschafft ohne mit einem Wort auf den Inhalt einzugehen - mich zu beschuldigen - ich fühle mich geehrt - soviel Themenferne ist beachtlich.

Was haben den " neuen Modelle die auf dem Markt kommen" mit der jetzigen Situation zu tun :?: Du bist doch der Verfechter der Theorie, man wisse nicht was in der Zukunft sein wird.

Hast Du Dir wenigstens einmal die Mühe gemacht und das Urteil das als Originaltext hier verlinkt ist zu lesen ?

Vermutlich liest dort - also weder in Düsseldorf, Stuttgart und auch in Leipzig niemand, was Du Dir da zusammenreimst. Warum beglückst Du nicht die Richter in Düsseldorf und Stuttgart mit der erstaunlichen Tatsache "das Stuttgart nicht die ideale Stadt für Radfahrer ist". Du hättest denen Deine Weisheiten rechtzeitig mitteilen sollen, wie sonst hätten die Richter des VG Stuttgart 13. Kammer so was unsinniges schreiben können :
VG Stuttgart 13. Kammer hat geschrieben:290
Das im Planentwurf zur 3. Fortschreibung als Maßnahme M1 vorgesehene Verkehrsverbot verletzt in der Sache auch nicht den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, bei dem es sich um ein aus den Grundrechten (z.B. Art. 2 Abs. 1 GG) bzw. aus dem in Art. 20 Abs. 3 GG verankerten Rechtsstaatsprinzip hergeleitetes allgemeines Abwägungsprinzip handelt, das bei der Auswahl in Betracht kommender Luftreinhaltemaßnahmen und der davon betroffenen Emittenten grundsätzlich zu beachten ist. Dies hat der Bundesgesetzgeber durch die ausdrückliche Erwähnung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes in der Regelung des § 47 Absatz 4 Satz 1 BImSchG auch nochmals klargestellt.
291
Eine hoheitliche Maßnahme, die in (Grund-)Rechte Dritter eingreift, entspricht dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit regelmäßig dann, wenn sie einen legitimen öffentlichen Zweck verfolgt und darüber hinaus geeignet, erforderlich und verhältnismäßig im engeren Sinne, also angemessen ist. Diesen Anforderungen entspricht das hier in Betracht kommende Verkehrsverbot im Falle seiner Umsetzung voraussichtlich in jeder Hinsicht.

5.2.1.

292
Als Maßnahme zur dauerhaften Verminderung von Luftverunreinigungen und zur Einhaltung von Immissionsgrenzwerten, die dem Schutz der menschlichen Gesundheit vor schädlichen Luftschadstoffen dienen, verfolgt dieses zweifellos einen legitimen öffentlichen Zweck.

293
5.2.2. Die Geeignetheit des Verkehrsverbotes steht ebenfalls außer Zweifel, weil mit diesem Verkehrsverbot das Ziel der Einhaltung der überschrittenen NO2-Immissionsgrenzwerte nach den Feststellungen der Gutachter des Beklagten im Gesamtwirkungsgutachten in der gesamten Umweltzone Stuttgart erreicht oder zumindest annähernd erreicht werden (vgl. hierzu bereits unter Ziffer 3.).

5.2.3.

294
Es sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf der Grundlage des vom Beklagten vorgelegten Gesamtwirkungsgutachtens auch keine anderen, gleichwertigen Maßnahmen ersichtlich, welche den von dem Verkehrsverbot betroffenen Adressatenkreis weniger belasten würden und dem Verkehrsverbot deshalb im Rahmen der planerischen Auswahlentscheidung nach § 47 Abs. 4 Satz 1 BImSchG als „milderes Mittel“ vorzuziehen wären.
Die scheinen sich unbegreiflicher Weise überhaupt nicht für die "A218" zu interessieren - kommt das womöglich daher, das für Stuttgart das Verwaltungsgericht Stuttgart zuständig ist und für Bremen als Stadtstaat sowohl das Verwaltungsgericht, als auch das Oberverwaltungsgericht der Freien Hansestadt Bremen zuständig sind :?:

Das "Bundes-Immissionsschutzgesetz - § 40 Verkehrsbeschränkungen" :
(1) Die zuständige Straßenverkehrsbehörde beschränkt oder verbietet den Kraftfahrzeugverkehr nach Maßgabe der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften, soweit ein Luftreinhalteplan oder ein Plan für kurzfristig zu ergreifende Maßnahmen nach § 47 Absatz 1 oder 2 dies vorsehen. Die Straßenverkehrsbehörde kann im Einvernehmen mit der für den Immissionsschutz zuständigen Behörde Ausnahmen von Verboten oder Beschränkungen des Kraftfahrzeugverkehrs zulassen, wenn unaufschiebbare und überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit dies erfordern.

(2) Die zuständige Straßenverkehrsbehörde kann den Kraftfahrzeugverkehr nach Maßgabe der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften auf bestimmten Straßen oder in bestimmten Gebieten verbieten oder beschränken, wenn der Kraftfahrzeugverkehr zur Überschreitung von in Rechtsverordnungen nach § 48a Absatz 1a festgelegten Immissionswerten beiträgt und soweit die für den Immissionsschutz zuständige Behörde dies im Hinblick auf die örtlichen Verhältnisse für geboten hält, um schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen zu vermindern oder deren Entstehen zu vermeiden. Hierbei sind die Verkehrsbedürfnisse und die städtebaulichen Belange zu berücksichtigen. § 47 Absatz 6 Satz 1 bleibt unberührt.

(3) Die Bundesregierung wird ermächtigt, nach Anhörung der beteiligten Kreise (§ 51) durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates zu regeln, dass Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung von Verkehrsverboten ganz oder teilweise ausgenommen sind oder ausgenommen werden können, sowie die hierfür maßgebenden Kriterien und die amtliche Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge festzulegen. Die Verordnung kann auch regeln, dass bestimmte Fahrten oder Personen ausgenommen sind oder ausgenommen werden können, wenn das Wohl der Allgemeinheit oder unaufschiebbare und überwiegende Interessen des Einzelnen dies erfordern.
Das sollte doch auch von Dir verstanden werden - völlig unabhängig, wer Dir diesen Gesetzestext vorlegt. Reich doch Deine Bedenken und Überlegungen bei diesen Behörden ein. Ich bin der festen Überzeugung dort hören die ganz sicher auf Dich.

Ach ja, weil Du Dich immer so unnötig über den Kläger aufregst, offenbar ist Dir dies bislang entgangen :
EG-Richtlinie 2003/35/EG Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz hat geschrieben:§ 3 Anerkennung von Vereinigungen
(1) Auf Antrag wird einer inländischen oder ausländischen Vereinigung die Anerkennung zur Einlegung von Rechtbehelfen nach diesem Gesetz erteilt. Die Anerkennung ist zu erteilen, wenn die Vereinigung

1. nach ihrer Satzung ideell und nicht nur vorübergehend vorwiegend die Ziele des Umweltschutzes fördert,
2. im Zeitpunkt der Anerkennung mindestens drei Jahre besteht und in diesem Zeitraum im Sinne der Nummer 1 tätig gewesen ist,
3. die Gewähr für eine sachgerechte Aufgabenerfüllung, insbesondere für eine sachgerechte Beteiligung an behördlichen Entscheidungsverfahren, bietet; dabei sind Art und Umfang ihrer bisherigen Tätigkeit, der Mitgliederkreis sowie die Leistungsfähigkeit der Vereinigung zu berücksichtigen,
4. gemeinnützige Zwecke im Sinne von § 52 der Abgabenordnung verfolgt und
5. jeder Person den Eintritt als Mitglied ermöglicht, die die Ziele der Vereinigung unterstützt; Mitglieder sind Personen, die mit dem Eintritt volles Stimmrecht in der Mitgliederversammlung der Vereinigung erhalten; bei Vereinigungen, deren Mitgliederkreis zu mindestens drei Vierteln aus juristischen Personen besteht, kann von der Voraussetzung nach Halbsatz 1 abgesehen werden, sofern die Mehrzahl dieser juristischen Personen diese Voraussetzung erfüllt.

In der Anerkennung ist der satzungsgemäße Aufgabenbereich, für den die Anerkennung gilt, zu bezeichnen; dabei sind insbesondere anzugeben, ob die Vereinigung im Schwerpunkt die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege fördert, sowie der räumliche Bereich, auf den sich die Anerkennung bezieht. Die Anerkennung kann, auch nachträglich, mit der Auflage verbunden werden, dass Satzungsänderungen mitzuteilen sind. Sie ist von der zuständigen Behörde im Internet zu veröffentlichen.

(2) Für eine ausländische Vereinigung sowie für eine Vereinigung mit einem Tätigkeitsbereich, der über das Gebiet eines Landes hinausgeht, wird die Anerkennung durch das Umweltbundesamt ausgesprochen. Bei der Anerkennung einer Vereinigung nach Satz 1, die im Schwerpunkt die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege fördert, ergeht diese Anerkennung im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Naturschutz. Für die Anerkennung werden keine Gebühren und Auslagen erhoben.

(3) Für eine inländische Vereinigung mit einem Tätigkeitsbereich, der nicht über das Gebiet eines Landes hinausgeht, wird die Anerkennung durch die zuständige Behörde des Landes ausgesprochen.
Bin sicher, Du erkennst nun die demokratisch rechtlichen Zusammenhänge und freust Dich endlich über soviel Aufopferung für die Gesundheit aller Bürger.

Was das VG Stuttgart 13. Kammer angeht hat diese ihr Urteil im Tenor so zusammengefasst :
Der Beklagte wird verurteilt, den am 01.01.2006 in Kraft getretenen und derzeit in seiner Fassung der 1. und 2. Fortschreibung vom Februar 2010 bzw. Oktober 2014 geltenden Teilplan Landeshauptstadt Stuttgart des Luftreinhalteplans für den Regierungsbezirk Stuttgart so fortzuschreiben bzw. zu ergänzen, dass dieser die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des über ein Kalenderjahr gemittelten Immissionsgrenzwertes für NO2 i. H. v. 40 µg/m³ und des Stundengrenzwertes für NO2 von 200 µg/m³ bei maximal 18 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr im der Umweltzone Stuttgart enthält.


Der Beklagte trägt die Kosten des Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der Beigeladenen, die diese selbst trägt.

Die Berufung wird zugelassen.

Die Sprungrevision wird zugelassen.
Der Beklagte hat Gebrauch von der Sprungrevision beim Bundesverwaltungsgericht gemacht. Weiter hat sich das Gericht wie folgt im Leitsatz geäußert :
VG Stuttgart 13. Kammer hat geschrieben:1. Zur rechtlichen Zulässigkeit und insbesondere Verhältnismäßigkeit von Verkehrsbeschränkungen in Gebieten, in denen die zum Schutz der menschlichen Gesundheit seit dem 01.01.2010 geltenden Immissionsgrenzwerte der 39. BImschV (juris: BImSchV 16) überschritten sind (hier für Umweltzone Stuttgart bejaht).(Rn.145)

2. Verkehrsbeschränkungen für Kraftfahrzeuge mit Grüner Plakette können mit dem Instrumentarium der Straßenverkehrsordnung durchgesetzt werden.(Rn.247)

3. Freiwillige Nachrüstungen von Kraftfahrzeugen, die in einem Luftreinhalteplan nicht verbindlich festgelegt werden können, sind keine geeigneten Luftreinhaltemaßnahmen im Sinne des § 47 Abs 1 S 3 BImSchG, können aber zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit etwaiger Verkehrsbeschränkungen im Rahmen einer Ausnahme- und Befreiungskonzeption im Luftreinhalteplan Berücksichtigung finden.(Rn.301)

4. Ausweichverkehre, die durch Verkehrsbeschränkungen in einer Umweltzone verursacht werden und an anderen Stellen zu einer Überschreitung der zulässigen Immissionsgrenzwerte führen, sind durch eine entsprechende Ausweitung der Umweltzone oder andere geeignete Luftreinhaltemaßnahmen zu unterbinden.(Rn.344)
Wenn Du jetzt noch endlich begreifst, ich habe das weder geschrieben noch gar kann ich Urteile sprechen, ich kann Dich nur informieren, was mir in Deinem Fall besonders am Herzen liegt. Ich hoffe, Du bleibst sachlich und versuchst wenigstens den Unterschied zwischen Zitat (eine fremde Meinung) und dem was ich dazu schreib zu verstehen. Für Stuttgart wäre im Falle einer Berufung das OVG Mannheim zuständig gewesen. Eine Stadt, die ich nach einer positiven Entscheidung in Leipzig in weiten Teilen nicht mehr befahren kann. Auch, wenn ich mich als gesetzestreuer Bürger dem Gesetz bzw. Urteilen, welche auf Grund gültiger Gesetze entstehen, beugen muss und werde, glücklich kann ich darüber eher ich sein.

Besonders, weil ja auch die Von Dir befürchteten "Ausweichverkehre" zu " entsprechende Ausweitung der Umweltzone" führen wird :dead:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Do 30. Nov 2017, 23:31

+++ 12.37 Uhr: Nur 14 Prozent der Deutschen für Diesel-Fahrverbote in Städten +++

Nur eine Minderheit von 14 Prozent der Deutschen befürwortet Diesel-Fahrverbote in Städten, wenn eine saubere technische Lösung unmöglich ist. Das fand der GfK Verein in einer Umfrage heraus. Demnach ist die Befürwortung von Fahrverboten bei Bewohnern von Großstädten (19 Prozent) höher, auch Ältere halten ein Verbot eher für sinnvoll (17 Prozent).
https://www.stern.de/panorama/weltgesch ... 68606.html
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 1. Dez 2017, 10:25

OK "eine Umfrage" - wer, wen usw. ?

Beim "Stern" erfährt man nur das die U-Boot Besatzung für tot erklärt wurde. Nun ja, wer sucht der findet jede Menge in etwa gleichlautenden Artikeln - womit der propagandistische Zweck ordentlich erfüllt sein dürfte :thumbup:

"Die GfK hatte im Oktober 1055 Personen ab 14 Jahren persönlich befragt" Dieser lakonische Satz findet sich in allen Meldungen.

Wer ist die "GfK" und wer beauftragt diese ?
Quelle : GFK hat geschrieben:Über uns

GfK ist eines der größten Marktforschungsunternehmen weltweit. Annähernd 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforschen, wie Menschen leben, denken und konsumieren.

Dabei setzt GfK auf permanente Innovation und intelligente Lösungen. So liefert GfK in über 100 Ländern das Wissen, das Unternehmen benötigen, um die für sie wichtigsten Menschen zu verstehen: ihre Kunden. :thumbup:
Nur mal so - in Zukunft fragen wir - selbstverständlich persönlich ! Mal so ~2.000 Leute, wer die nächste Regierung sein soll - welches Urteil statt dieses trögen Rechtssystems im Fall X gesprochen werden soll ?

Am besten beauftragen alle die großes Interesse an einem bestimmten Ausgang haben "ihr" Institut und die werden schon das Lied dessen singen , welche ihre Mahlzeit bezahlt... :s

Wenn "Die GfK hatte im Oktober 1055 Personen ab 14 Jahren persönlich befragt" möchten manche Leute wissen, was waren die Fragen :?: Wie wurden die Probanden ausgewählt :?: War die Umfrage "repräsentativ" :?:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Fr 1. Dez 2017, 16:27

Die GFK ist Lobbyistenverein, der die Interessen der Wirtschaft vertritt und Analysen erstellt und Umfragen tätigt. Natürlich wird erwartet, dass die Ergebnisse im Sinne der (bezahlenden) Auftraggeber ausfallen. ;)
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Sa 2. Dez 2017, 13:50

Raskolnikof hat geschrieben:(01 Dec 2017, 16:27)

Die GFK ist Lobbyistenverein, der die Interessen der Wirtschaft vertritt und Analysen erstellt und Umfragen tätigt. Natürlich wird erwartet, dass die Ergebnisse im Sinne der (bezahlenden) Auftraggeber ausfallen. ;)

Naja, die Frage war halt eine andere. Teeernte mag bekanntlich keine Statistik. Die Frage war nämlich nicht, ob man Fahrverbote befürwortet oder ablehnt -- sondern welche Maßnahme man begrüßt, um das Abgasproblem zu lösen. Und da wünschten sich mehr Leute bspw. den ÖPNV-Ausbau, die Förderung des Radverkehrs etc. pp. Aber erkläre das mal Leuten, die bei ihren Klempnerrechnungen gerne mal um den Faktor 5 oder 10 daneben liegen... :|
Labskaus!

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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » So 3. Dez 2017, 14:28

frems hat geschrieben:(02 Dec 2017, 13:50)

Naja, die Frage war halt eine andere. Teeernte mag bekanntlich keine Statistik. Die Frage war nämlich nicht, ob man Fahrverbote befürwortet oder ablehnt -- sondern welche Maßnahme man begrüßt, um das Abgasproblem zu lösen. Und da wünschten sich mehr Leute bspw. den ÖPNV-Ausbau, die Förderung des Radverkehrs etc. pp. Aber erkläre das mal Leuten, die bei ihren Klempnerrechnungen gerne mal um den Faktor 5 oder 10 daneben liegen... :|


Verursacherverschulden.....

Statistik...??

Der Bestand an KFZ ist den Städteplanern bekannt ? ...und die Entwicklung auch ??

>>> ....die Nadelöhre - durch die Verkehr muss ...... haben die Autofahrer gemacht ??
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » So 3. Dez 2017, 18:10

Konnte das tatsächlich im Voraus eingeplant werden :?:

DESTATIS / KBA hat geschrieben:1960 bis 2015 :

DESTATIS : 1960 Menschen in D : 73.146.809 bis 2015 82.175.684 = +9.028.875 Menschen = +12,34 %


KBA : 1960 PKW = 4.489.407 bis 2017 44.403.124 PKW = +39.913.717 PKW + 889,06 %


Um die Bevölkerungszahl für 2017 zu erhalten ( *Quelle : http://countrymeters.info/de/Germany)

DESTATIS & countrymeters / KAB hat geschrieben:1960 bis 2017 :

DESTATIS : 1960 Menschen in D : 73.146.809 bis 2017 81.347.072 = +8.200.263 Menschen = +11,21 %


KBA : 1960 PKW = 4.489.407 bis 2017 45.803.560 PKW = +41.314.153 PKW + 920,26 %


Während im selben Zeitraum die Bevölkerung Deutschlands um 12,34% (55 Jahre) bzw. 11,21% (57 Jahre) zugenommen hat, haben sich die PKW-Zulassungen um 889,06% (55 Jahre) bzw. 920,26% (57 Jahre) erhöht. :?

Die Anzahl der KFZ hat sich von 8.003.654 (in 1960) auf 55.568.268 (in 2017) um 47.564.614 KFZ = 594,29% erhöht. Was eindeutig zeigt, der "Treiber" sind die privaten PKW die für sich alleine gerechnet, eine Zunahme von 920,26% in 57 Jahren zu verzeichnen hatten.

Wer konnte diese Zusammenhänge im Voraus einplanen :?: - Im Nachhinein ist jeder deutlich schlauer.... :thumbup:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » So 3. Dez 2017, 19:46

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Dec 2017, 18:10)
Konnte das tatsächlich im Voraus eingeplant werden :?:


Kann diese Form einer irgendwie gearteten Schuldzuweisung zu einer guten Lösung führen? Ich meine: Nein, nur Zeitvertreib!

Wir haben eine Lage, die offenbar in großen Städten seit einigen Jahren unerträglich ist, und wir wissen, daß wir so nicht weiter machen dürfen. Deshalb sind zweckmäßige und erfolgversprechende Gegenmaßnahmen unverzüglich um zu setzen. Eine gesellschaftliche Schande, daß erst die Aussicht auf gerichtlich verhängte Strafgelder nun die zuständigen Stellen in Bewegung bringt. Verantwortung für den Schutz der Gesundheit der Menschen in diesen Stadtgebieten gibt es nicht, von Amts wegen nicht, und politisch auch nicht. Nur die Angst vor dem Verlust von "Bimbes" bewegt Verantwortungsträger.

Selbstverständlich war auch allen Käufern von Hochleistungsfahrzeugen mit unfaßbaren kW / PS-Zahlen klar, daß sie ihren persönlichen Fußabdruck im Ökosystem tüchtig ausdehnen würden. Macht nix; erst müssen Verbote drohen, müssen Schuldzuweisungen hin und her gehen, ehe bestimmte Einsichten wachsen!

Und daß für den massenhaften Betrug mit gefälschten Abgaswerten immer noch kein maßgeblich Verantwortlicher hinter Gittern zum Nachdenken gebracht worden ist, das ist der weitere Skandal. Eine feine Gesellschaft haben wir entstehen lassen!
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » So 3. Dez 2017, 19:48

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Dec 2017, 18:10)

Konnte das tatsächlich im Voraus eingeplant werden :?:

Während im selben Zeitraum die Bevölkerung Deutschlands um 12,34% (55 Jahre) bzw. 11,21% (57 Jahre) zugenommen hat, haben sich die PKW-Zulassungen um 889,06% (55 Jahre) bzw. 920,26% (57 Jahre) erhöht. :?

Wer konnte diese Zusammenhänge im Voraus einplanen :?: - Im Nachhinein ist jeder deutlich schlauer.... :thumbup:



Ausgehend vom Erschließungswegenetz um die Siedlungen herum, wuchs ein überregionales Straßennetz, dessen höchste Entwicklung im Römischen Reich erreicht wurde: Auf einer Fläche von 5,2 Millionen Quadratkilometern lebten um 100 n. Chr. 48 Millionen Einwohner, die sich auf 65.000 Kilometern gepflasterter Straßen bewegen konnten.

Es gab damals also etwa so viele Straßen pro Quadratkilometer wie heute Autobahnen in der Eu (Stand 2005)...


Man kann ...... - Das muss sich Dir nicht erschliessen.. :D :D

Steigerungsraten und Verdichtung kann man vorausberechnen.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » So 3. Dez 2017, 19:51

Teeernte hat geschrieben:(03 Dec 2017, 19:48)

Man kann ...... - Das muss sich Dir nicht erschliessen.. :D :D

Steigerungsraten und Verdichtung kann man vorausberechnen.


Wenn Sie das konnten, warum haben Sie daraus keine Schlußfolgerungen für Ihren Lebensstil gezogen? Brauchen Sie dazu jemanden, die Ihnen den Befehl gibt?
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » So 3. Dez 2017, 19:58

H2O hat geschrieben:(03 Dec 2017, 19:46)

Kann diese Form einer irgendwie gearteten Schuldzuweisung zu einer guten Lösung führen? Ich meine: Nein, nur Zeitvertreib!

Wir haben eine Lage, die offenbar in großen Städten seit einigen Jahren unerträglich ist, und wir wissen, daß wir so nicht weiter machen dürfen. Deshalb sind zweckmäßige und erfolgversprechende Gegenmaßnahmen unverzüglich um zu setzen. Eine gesellschaftliche Schande, daß erst die Aussicht auf gerichtlich verhängte Strafgelder nun die zuständigen Stellen in Bewegung bringt. Verantwortung für den Schutz der Gesundheit der Menschen in diesen Stadtgebieten gibt es nicht, von Amts wegen nicht, und politisch auch nicht. Nur die Angst vor dem Verlust von "Bimbes" bewegt Verantwortungsträger.


Der Markt hat die "Verkehrslage" eingepreist. Die Wohnung direkt am Verkehr kostet ein Zehntel als die ganz oben (Penthouse) .

Wird der Verkehr da gesperrt - wird die Wohnung saniert und die Bewohner fliegen raus. Die Ziehen dann an eine Mülldeponie, Flughafen, Turbinenversuchsanstalt, Metallhandel, unter die Hochspannungsleitung - weil sie sich eine andere nicht leisten können.

Meinst Du die Hinterhöfe von München/Berlin haben NUR Prachtbauten ? Gestank und Lärm ... "MANN" Made. ...und auch ohne Verkehr - nur da kümmert es Keinen Speckgürtelbewohner.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » So 3. Dez 2017, 20:02

H2O hat geschrieben:(03 Dec 2017, 19:51)

Wenn Sie das konnten, warum haben Sie daraus keine Schlußfolgerungen für Ihren Lebensstil gezogen? Brauchen Sie dazu jemanden, die Ihnen den Befehl gibt?


Wie wollen SIE meinen Lebensstil kennen ? Jepp --- Befehl ist schon richtig - nur die Richtung ist die Falsche (auf "Arbeit"). :D :D :D
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Beitragvon H2O » So 3. Dez 2017, 20:12

Teeernte hat geschrieben:(03 Dec 2017, 19:58)

Der Markt hat die "Verkehrslage" eingepreist. Die Wohnung direkt am Verkehr kostet ein Zehntel als die ganz oben (Penthouse) .

Wird der Verkehr da gesperrt - wird die Wohnung saniert und die Bewohner fliegen raus. Die Ziehen dann an eine Mülldeponie, Flughafen, Turbinenversuchsanstalt, Metallhandel, unter die Hochspannungsleitung - weil sie sich eine andere nicht leisten können.

Meinst Du die Hinterhöfe von München/Berlin haben NUR Prachtbauten ? Gestank und Lärm ... "MANN" Made. ...und auch ohne Verkehr - nur da kümmert es Keinen Speckgürtelbewohner.


Darum geht es in diesem Zusammenhang überhaupt nicht; das gehört in den Themenkreis "bezahlbares Wohnen".

Solche Seitensprünge helfen in der hier verhandelten Sache niemandem. Hier geht es darum, daß geltende Regeln im vollen Wissen mißachtet wurden, so daß nun Verwaltungsgerichte gegen die städtischen Verwaltungen vorgehen werden, die natürlich ihrerseits von gewählten Politikern eifrig auf rechtmäßiges Handeln überprüft werden.

Weiterhin geht es um eine nicht zu leugnende Scheinheiligkeit der Verursacher und um massenhaften Betrug der Hersteller der Fahrzeuge.

Deshalb ist die Sache so, wie sie sich seit Jahren darstellt.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » So 3. Dez 2017, 20:14

Teeernte hat geschrieben:(03 Dec 2017, 20:02)

Wie wollen SIE meinen Lebensstil kennen ? Jepp --- Befehl ist schon richtig - nur die Richtung ist die Falsche (auf "Arbeit"). :D :D :D


Was soll's; geht mich persönlich auch nichts an. Sie müssen schon mit sich selbst ins Gericht gehen.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » So 3. Dez 2017, 20:40

H2O hat geschrieben:(03 Dec 2017, 20:14)

Was soll's; geht mich persönlich auch nichts an. Sie müssen schon mit sich selbst ins Gericht gehen.

Sie haben an mir rumgemäkelt. Ich hab ne Rechtsschutz - und werde nicht mit mir ins Gericht....
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » So 3. Dez 2017, 20:46

H2O hat geschrieben:(03 Dec 2017, 20:12)

Darum geht es in diesem Zusammenhang überhaupt nicht; das gehört in den Themenkreis "bezahlbares Wohnen".

Solche Seitensprünge helfen in der hier verhandelten Sache niemandem. Hier geht es darum, daß geltende Regeln im vollen Wissen mißachtet wurden, so daß nun Verwaltungsgerichte gegen die städtischen Verwaltungen vorgehen werden, die natürlich ihrerseits von gewählten Politikern eifrig auf rechtmäßiges Handeln überprüft werden.

Weiterhin geht es um eine nicht zu leugnende Scheinheiligkeit der Verursacher und um massenhaften Betrug der Hersteller der Fahrzeuge.

Deshalb ist die Sache so, wie sie sich seit Jahren darstellt.



daß geltende Regeln im vollen Wissen mißachtet wurden....gibt es oft. Leute am Flughafen, Bahn...Autobahn...Altdeponien..unter Stromtrassen -

Ob Lärm , Gifte, Bakterien, Erschütterungen...magnetische Wechselfelder - fehlende "Anbindung" , schlechte hygienische Bedingungen, feuchte Wohnung - Pilzbefall... -

kurz-

geltende Regeln im vollen Wissen mißachtet..
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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