Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 9359
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon garfield336 » Mo 27. Nov 2017, 16:56

H2O hat geschrieben:(27 Nov 2017, 16:53)

Schwer vorstellbar, daß diese Regelung ohne Übergangsregelung für die Betroffenen in Kraft gesetzt wird: ÖPNV Liniennetz, Schnellstrecken... Zwang auf Industrie, Abgasbehandlung für Serienfahrzeuge nach zu rüsten... Prämien für Stilllegung von alten Dieseln und Benzinern. Als AfD würde ich das alles versprechen, wenn die CDU das nicht von allein tut.


Die AfD bräuchte nichts zu versprechen. Sie bräuchen nur laut NEIN NEIN NEIN zu rufen und schon haben sie 10% mehr auf dem Konto bei der nächsten Wahl.

Es gibt sicher Bürger die Dieselverbote wünscht, aber es sind aber keine 80 %, und die werden sich genau überlegen wen sie wählen sollten.
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Mo 27. Nov 2017, 17:02

garfield336 hat geschrieben:(27 Nov 2017, 16:53)

Ich mag weder Verbote noch Subventionen.

Man sollte lieber das Geld nehmen und es den Universitäten zur Verfügung stellen und forschen lassen. Mit dreistelligen Milliarden Budgets kann man viel erreichen.
Ich finde Subentionen mit denen sich am Ende nur die Firmenbosse die Taschen füllen der falsche Weg.


Mit den 10 Geboten haben wir uns doch auch anfreunden müssen. :)
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 9359
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon garfield336 » Mo 27. Nov 2017, 17:07

H2O hat geschrieben:(27 Nov 2017, 17:02)

Mit den 10 Geboten haben wir uns doch auch anfreunden müssen. :)


Bei Verboten könnte man noch streiten was sinnvoll ist und was nicht, aber bei Subventionen bin ich nicht kompromisbereit.

Was wäre denn falsch daran den Universitäten das Geld zu geben anstatt den Autokonzernen. :?:
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Mo 27. Nov 2017, 18:41

garfield336 hat geschrieben:(27 Nov 2017, 17:07)

Bei Verboten könnte man noch streiten was sinnvoll ist und was nicht, aber bei Subventionen bin ich nicht kompromisbereit.

Was wäre denn falsch daran den Universitäten das Geld zu geben anstatt den Autokonzernen. :?:


Staatsgeld für geplante und mit brauchbaren Ergebnissen auffallende Projekte... immer. Die können auch in der Industrie zu Hause sein. Da mache ich keinen Unterschied. Wichtig ist, was dabei hinten heraus kommt ;)
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42639
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Di 28. Nov 2017, 12:47

H2O hat geschrieben:(27 Nov 2017, 16:53)

Schwer vorstellbar, daß diese Regelung ohne Übergangsregelung für die Betroffenen in Kraft gesetzt wird: ÖPNV Liniennetz, Schnellstrecken... Zwang auf Industrie, Abgasbehandlung für Serienfahrzeuge nach zu rüsten... Prämien für Stilllegung von alten Dieseln und Benzinern. Als AfD würde ich das alles versprechen, wenn die CDU das nicht von allein tut.

Die Politik macht ja offensichtlich wenig bis nichts. Im Zweifel nimmt man Rekordbußgelder in Kauf -- oder schimpft über die Bundesgerichte, die nicht länger wegschauen. Nicht einmal die im Zuge des Wahlkampfes angekündigten Peanuts kommen so richtig:

Winfried Kretschmann bleibt zu Hause in Stuttgart. Die Teilnahme beim dritten Dieselgipfel auf Einladung von Kanzlerin Angela Merkel hat der Ministerpräsident Baden-Württembergs abgesagt. „Termine in Berlin an Dienstagen sind immer schwierig, denn da ist Kabinettsitzung, Regierungspressekonferenz und nachmittags Fraktionssitzung“, teilt die Staatskanzlei in Stuttgart kühl mit. [...]

Bereits Anfang September hatte die Kanzlerin die Kommunen geladen. Das Treffen sollte es besser laufen als der erste Gipfel zum Diesel einen Monat zuvor zwischen Bundesregierung und Autobauern. Damals wurde kritisiert, dass die Hersteller bei den Auflagen zur Umrüstung zu gut weggekommen seien. Doch die zweite Dieselrunde brachte noch mehr öffentlichen Unmut.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... D-vor.html

Die Bundeskanzlerin lädt am Dienstag zum zweiten Diesel-Gipfel. Dem vorformulierten Eckpunktepapier zufolge steht eine Milliarde Euro zur Verfügung, um die Schadstoffbelastung zu senken. Diesel-Fahrverbote in NRW-Innenstädten scheinen jedoch unvermeidlich zu sein.

http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7231246

Die Deutsche Umwelthilfe hat beim Verwaltungsgericht München erneut einen Antrag auf ein Zwangsgeld gegen die bayerische Staatsregierung gestellt. Ersatzweise hält die Organisation auch Zwangshaft für sinnvoll, zu vollziehen an der zuständigen Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). Hintergrund ist nach Darstellung von Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch die andauernde Weigerung, ein Konzept für Diesel-Fahrverbote in München auszuarbeiten und der Öffentlichkeit vorzustellen - obwohl der Bayerische Verwaltungsgerichtshof im Februar 2017 ein entsprechendes Urteil gefällt hatte. "Die vorsätzliche Missachtung des höchsten bayerischen Gerichts zeigt erschreckende Demokratiedefizite des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer", so Resch. "Die bayerische Staatsregierung ist offenbar dem Irrglauben verfallen, sich über geltendes Recht und über rechtskräftige Urteile hinwegsetzen zu können".

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/luf ... -1.3768156
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 28. Nov 2017, 12:57

Es gibt wieder Anzeichen für Verbote - Bürgermeister aus ganz Deutschland treffen sich an diesem Dienstag mit Kanzlerin Merkel zum zweiten Dieselgipfel.

Dienstag ist heute - Gestern titelte die SZ zu "unserem Thema" : Quelle : SZ(27.08.2017) "Dieselgipfel in Berlin | 28 deutschen Städten drohen Fahrverbote" Wieder die schon sattsam bekannten Begründungen :
Die Luftqualität in vielen Städten ist unverändert schlecht.

Versuche, Verbote für Autofahrer abzuwenden, drohen zu scheitern. Denn entscheidende Gerichtsurteile stehen an.
"Politisch" heikel - "juristisch eher zwingend" :
In Berlin etwa hat die parteilose Umweltsenatorin Regine Günther verfügt, dass jetzt auf fünf stark belasteten Verkehrsachsen noch mal gründlich gemessen wird. Zunächst bleibt es dort bei Tempo 50, während Messfahrzeuge genau prüfen, wie sich das ständige Beschleunigen und Bremsen des Verkehrs auf die Emissionen auswirkt. Das Kalkül: Mit einem Tempolimit ließe sich an diesen Straßen die Luft deutlich verbessern. Sollte sich das bestätigen, gilt auf diesen fünf Straßen bald Tempo 30 - und später womöglich auch auf weiteren.
Eigentlich ist das nutzloses Stochern im Nebel. Die geringsten Emissionen liegen bei 70km/h "darunter und darüber" wird es teilweise drastisch schlechter. Gerade Tempo 30 ist mit den höchsten Emissionen verbandelt. Dazu gibt es entsprechende Studien die ich weiter zurück schon mal verlinkt hatte.
Auch Stuttgart, Hamburg, München, Köln und Düsseldorf müssen rasch handeln - lauter Städte, in denen der zulässige Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm Stickoxid massiv überschritten wird. Stuttgart und München kamen voriges Jahr auf 82 und auf 80 Mikrogramm, Hamburg und Köln auf gut 60. Mit 49 Mikrogramm war Aachen da noch vergleichsweise gut bedient - aber eben auch jenseits des Zulässigen. "Es wird in einigen Städten Fahrverbote geben", sagt Gerd Lottsiepen, Umweltexperte beim Verkehrsclub Deutschland. "Anders wird sich saubere Luft in den Städten nicht erreichen lassen." Schon wegen der Millionen Dieselautos, die den Grenzwert nur auf dem Papier einhalten.
Blau, blau ist der Enzian... wesentlich unangenehmer ist das Blau einer extra Dieselplakette (das wäre dann die Dritte für Diesel) wird wieder als "Lösung" aus dem Schrank geholt. Wie lange kann das Bundesverwaltungsgericht noch mit seiner Entscheidung warten - das mit der womöglich "richtungweisenden" neuen Regierung hat ja nicht so ganz geklappt ? Nun da gibt es jetzt wohl eine fixen Termin :
beim Bundesverwaltungsgericht Ende Februar in Leipzig könnte für die Städte vieles verändern. Dann sollen die Richter entscheiden, ob eine Kommune Dieselautos sogar aussperren muss, um Bürger vor schlechter Luft zu schützen.


Inzwischen meldet sich "RP ONLINE" und meint : Quelle : RP (28.11.2017) "Düsseldorfer Innenstadt | Jedes zweite Auto wäre von Dieselfahrverbot betroffen" Der besondere "Witz" - die ungeliebte blaue Plakette - würde die Zahl der mit Fahrverboten belegten Dieselfahrzeugbesitzer UND die Verbotszonen auf bereits bestehende "Umweltzonen" reduzieren :?
RP hat geschrieben:Tausenden Besitzern von Dieselautos könnte die Fahrt in sehr große Teile der Düsseldorfer Innenstadt bald verwehrt werden. Der Hintergrund: Die Bezirksregierung arbeitet an einem Verbot von Diesel-Autos in der City. "Ich gehe davon aus, dass wir um Dieselfahrverbote in Düsseldorf nicht herumkommen", sagt Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher.

Die Regierungspräsidentin und ihre Bezirksregierung gehen von zwei Szenarien aus: Wenn sich der Bund noch kurzfristig auf eine blaue Umweltplakette einigt, könnten die neuen relativ sauberen Euro-6-Diesel-Aggregate vom Verbot verschont bleiben. Kommt es dazu nicht, gebe es keine Alternative zu einem generellen Diesel-Fahrverbot in den am stärksten belasteten Gebieten.

Die Einführung einer blauen Plakette würde dann ein Fahrverbot älterer Diesel in der bisherigen Umweltzone betreffen. Kommt diese nicht, wäre ein generelles Dieselverbot für die Innenstadt denkbar, der Umkreis einer möglichen Sperrzone wurde aber noch nicht festgelegt. Wahrscheinlich ist aber eine Zone zwischen dem Lastring und dem Rhein.
Dies betrifft im Moment "nur" Düsseldorf, fällt der Leiziger Richterspruch Ende Februar in Richtung Fahrverbote aus, werden auch andere betroffenen Städte dem Beispiel von Düsseldorf folgen - folgen müssen.

An die Adresse von PD - Du kannst Deine an mich gerichteten Vorwürfe stecken lassen. Zum einen bin ich selbst betroffen und zum anderen berichte ich lediglich was sich da gerade tut. Entscheiden wirst weder Du noch ich noch sonstwer hier im Forum. Ende Februar wird das Bundesverwaltungsgericht mit Sitz in Leipzig entscheiden müssen....

Ansonsten äußern sich 12 Onlinemedien aktuell zum Thema :Quelle: Google "Alle Artikel zum Thema Dieselfahrverbote"
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Di 28. Nov 2017, 13:07

frems hat geschrieben:(28 Nov 2017, 12:47)

Die Politik macht ja offensichtlich wenig bis nichts. Im Zweifel nimmt man Rekordbußgelder in Kauf -- oder schimpft über die Bundesgerichte, die nicht länger wegschauen. Nicht einmal die im Zuge des Wahlkampfes angekündigten Peanuts kommen so richtig:


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... D-vor.html


http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7231246


http://www.sueddeutsche.de/muenchen/luf ... -1.3768156


So weit ich verstanden habe, wollen die Kommunen viele Einzelmaßnahmen durchführen, von Umrüstungen der öffentlichen Dieselflotte über Digitalisierung der Verkehrssteuerung bis hin zu Radwegnetzen. Und sie meckern, daß sie das Geld gar nicht so schnell ausgeben können oder daß es nicht schnell genug bei ihnen ankommt. Hoffentlich gibt es ein von Gerichten verhängtes Fahrverbot, das allseits für hinreichend Handlungsdruck sorgt. Ich gewinne den Eindruck, daß man diesen Mißstand aussitzen möchte. Dicke Luft!
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42639
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Di 28. Nov 2017, 15:19

H2O hat geschrieben:(28 Nov 2017, 13:07)

So weit ich verstanden habe, wollen die Kommunen viele Einzelmaßnahmen durchführen, von Umrüstungen der öffentlichen Dieselflotte über Digitalisierung der Verkehrssteuerung bis hin zu Radwegnetzen. Und sie meckern, daß sie das Geld gar nicht so schnell ausgeben können oder daß es nicht schnell genug bei ihnen ankommt. Hoffentlich gibt es ein von Gerichten verhängtes Fahrverbot, das allseits für hinreichend Handlungsdruck sorgt. Ich gewinne den Eindruck, daß man diesen Mißstand aussitzen möchte. Dicke Luft!

Naja, die Städte haben halt andere Voraussetzungen, andere Straßen, Unterschiede bei den Emittenten, andere Verkehrsbeteiligungen etc. Da ist es wie immer sinnvoll, zu schauen, was mit den geringsten Mitteln und Einschränkungen den höchsten Nutzen und Effekt erzielt. Blöd natürlich, wenn man für einige Vorhaben mehrere Jahre bräuchte und die Zeit nicht merh hat, während sie früher ausreichend vorhanden war, aber der Wille fehlte. Aber die Vergangenheit ist ja nun auch nicht zu ändern. Kommen halt vielerorts Fahrverbote. Man soll aber bitte nicht sagen, man hätte es nirgends kommen sehen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42639
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Di 28. Nov 2017, 15:24

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Nov 2017, 12:57)
Dies betrifft im Moment "nur" Düsseldorf, fällt der Leiziger Richterspruch Ende Februar in Richtung Fahrverbote aus, werden auch andere betroffenen Städte dem Beispiel von Düsseldorf folgen - folgen müssen.

Das ist so nicht ganz richtig. Erst kürzlich äußerte sich der Regierungsbezirk Düsseldorf. Dieser umfasst auch Städte wie Essen, Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach, Wuppertal und einige weitere. Dort hält man Fahrverbote für unausweichlich, zumal sie alleine auch nicht alle Probleme lösen können, sondern nur a) schnell umsetzbar sind und b) die Kosten überschaubar. Bevor der Untergang der Handwerker prophezeit wird... wie machen es heute Polizisten und Feuerwehrleute bei roten Ampeln? Wie machen es Anwohner, Zulieferer und Handwerker in Fußgängerzonen? Eben. Ausnahmegenehmigung für sehr wenige Verkehre, die nicht weiter auffallen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 11627
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Di 28. Nov 2017, 15:36

frems hat geschrieben:(28 Nov 2017, 15:19)
Man soll aber bitte nicht sagen, man hätte es nirgends kommen sehen.


Die Route nach Amsterdam dicht machen ?

https://goo.gl/maps/uViHm9svAYq

etwas herauszoomen....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Di 28. Nov 2017, 16:26

frems hat geschrieben:(28 Nov 2017, 15:19)

Naja, die Städte haben halt andere Voraussetzungen, andere Straßen, Unterschiede bei den Emittenten, andere Verkehrsbeteiligungen etc. Da ist es wie immer sinnvoll, zu schauen, was mit den geringsten Mitteln und Einschränkungen den höchsten Nutzen und Effekt erzielt. Blöd natürlich, wenn man für einige Vorhaben mehrere Jahre bräuchte und die Zeit nicht merh hat, während sie früher ausreichend vorhanden war, aber der Wille fehlte. Aber die Vergangenheit ist ja nun auch nicht zu ändern. Kommen halt vielerorts Fahrverbote. Man soll aber bitte nicht sagen, man hätte es nirgends kommen sehen.


Geredet hat man sicher seit Jahren. Die Antwort der Verbraucher war die Anschaffung von SUV mit üppigen Leistungsdaten und Verbräuchen von 10 bis 15 ltr Diesel/100 km im Stadtverkehr. Da täte eine ausgedehnte Denkpause zweifellos gut. Vielleicht entwickeln sich dann auch ganz neue alte Verhaltensweisen wie Fahrgemeinschaften und Heimarbeit.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 11627
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Di 28. Nov 2017, 16:40

H2O hat geschrieben:(28 Nov 2017, 16:26)
Vielleicht entwickeln sich dann auch ganz neue alte Verhaltensweisen wie Fahrgemeinschaften und Heimarbeit.


Wohin mit dem privaten Geld ? (Wohlstand - den GENAU diese Leute ZEIGEN wollen...?)

In nem Privatjet sieht einen keiner... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Di 28. Nov 2017, 18:25

Teeernte hat geschrieben:(28 Nov 2017, 16:40)

Wohin mit dem privaten Geld ? (Wohlstand - den GENAU diese Leute ZEIGEN wollen...?)

In nem Privatjet sieht einen keiner... :D :D :D


Jetzt wird mir klar, weshalb mich niemand kennt! :D
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 29. Nov 2017, 08:52

Tja der gestrige "Gipfel" war wohl eher ein Hügelchen...

Hier ein interessanter Gesichtspunkt in der SZ - Schon der Untertitel lässt aufhorchen Quelle : SZ (28.11.2017) "Automobilindustrie | Der Diesel-Gipfel hat seinen Namen nicht verdient"
SZ hat geschrieben:
Fahrverbote sind dem Auto-Unternehmen lieber als eine Blaue Plakette


Die letzte und größte mentale Hürde ist nun tatsächlich schwer zu nehmen. Denn es gibt seit Jahren sinnvolle und pragmatische Vorschläge, um der teils dramatischen Luftverschmutzung in den Innenstädten beizukommen. Da ist zum Beispiel die City-Maut, wie sie in London seit fast 15 Jahren existiert. Wer hier unter der Woche ins Stadtzentrum will, muss einen bestimmten Betrag bezahlen.

Und da ist die Blaue Plakette, mit der gezielt besonders dreckige Dieselfahrzeuge aus den Städten ausgesperrt werden könnten. Das Problem dabei: Die Bundesregierung weigert sich seit Jahren sie einzuführen, besonders der ehemalige CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt blockierte alle Versuche in diese Richtung. Die Gründe dafür sind offensichtlich. Zur Zeit kann der Bund die Verkehrspolitik weitgehend eigenständig gestalten. Mit der Blauen Plakette würde er einen großen Teil seiner Macht mit den Kommunen teilen müssen.

Die Städte könnten dann selber entscheiden, ob sie die Elektromobilität mehr fördern wollen, in dem sie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren beschränken. Sie hätten Zugriff auf die Flotten der Taxiunternehmer, aber auch auf die Kleinlaster der Kurierdienste. Um die Kosten niedrig zu halten, setzen sie oft die billigsten und damit dreckigsten Wagentypen ein. Mit der Blauen Plakette könnten die Kommunen also darüber mitentscheiden, ob der Diesel noch eine Chance hat.

Das aber widerspricht dem Kalkül der Autoindustrie: Die Dieseltechnologie ist für sie, was die alten Atommeiler für die Stromkonzerne waren: sichere Gewinne. Die Fahrverbote, die trotz der nun beschlossenen Gelder kommen werden, sind in dieser Rechnung allemal besser als eine bundesweite Blaue Plakette. Der Gewinner des Gipfels ist wieder einmal die Autoindustrie, die Verlierer sind die Menschen in den Städten. Da hilft auch die beste Autosuggestion nicht.
Also ist dem "Bund" ein generelles Fahrverbot in den Städten aus rein machttaktischen "Beweggründen" lieber, als ein eher begrenztes Einfahrverbot in ausgewiesene "Umweltzonen" :?:

Von wegen - "es gibt keine Fahrverbote" - es gibt keine Blaue Plakette, weil das taktisch günstiger ist, scheint das wahre Kalkül zu sein. Bis Ende Februar - Anfang März 2018, also in ~3 Monaten wissen wir, was "Leipzig" urteilt. Schau mer mal....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Mi 29. Nov 2017, 09:06

immernoch_ratlos hat geschrieben:(29 Nov 2017, 08:52)

Tja der gestrige "Gipfel" war wohl eher ein Hügelchen...

Hier ein interessanter Gesichtspunkt in der SZ - Schon der Untertitel lässt aufhorchen Quelle : SZ (28.11.2017) "Automobilindustrie | Der Diesel-Gipfel hat seinen Namen nicht verdient"Also ist dem "Bund" ein generelles Fahrverbot in den Städten aus rein machttaktischen "Beweggründen" lieber, als ein eher begrenztes Einfahrverbot in ausgewiesene "Umweltzonen" :?:

Von wegen - "es gibt keine Fahrverbote" - es gibt keine Blaue Plakette, weil das taktisch günstiger ist, scheint das wahre Kalkül zu sein. Bis Ende Februar - Anfang März 2018, also in ~3 Monaten wissen wir, was "Leipzig" urteilt. Schau mer mal....


Das ganze Taktieren der Kfz-Industrie hilft nicht weiter, wenn keine ernsthaft überzeugende Wahl
für einen nicht von Verboten bedrohten Ersatz angeboten werden kann. Mag ja sein, daß es einige Leute gibt, die aus der Not heraus für unfassbar viel Geld die technischen Krücken kauft, die heute im Angebot sind. Die übrigen Verbraucher werden sich wohl oder übel mit unbequemem Ersatz anfreunden, der in Reichweite ihres Portemonnaies liegt. So war das vor 70 Jahren notgedrungen auch...
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 29. Nov 2017, 10:51

Solche Aussichten stimmen wohl eher pessimistisch - schließlich sind wir nicht allein in Europa und "neben" Europa gibt es da draußen noch eine ganze Welt, mit massiven Problemen aller Art.

Wie lange alle wohl noch "Spielzeit" haben werden, bis sich all diese kleinen Probleme zu einem massiven Problem auswachsen :(
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Positiv Denkender
Beiträge: 2682
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 29. Nov 2017, 17:02

immernoch_ratlos hat geschrieben:(29 Nov 2017, 08:52)

Tja der gestrige "Gipfel" war wohl eher ein Hügelchen...

Hier ein interessanter Gesichtspunkt in der SZ - Schon der Untertitel lässt aufhorchen Quelle : SZ (28.11.2017) "Automobilindustrie | Der Diesel-Gipfel hat seinen Namen nicht verdient"Also ist dem "Bund" ein generelles Fahrverbot in den Städten aus rein machttaktischen "Beweggründen" lieber, als ein eher begrenztes Einfahrverbot in ausgewiesene "Umweltzonen" :?:

Von wegen - "es gibt keine Fahrverbote" - es gibt keine Blaue Plakette, weil das taktisch günstiger ist, scheint das wahre Kalkül zu sein. Bis Ende Februar - Anfang März 2018, also in ~3 Monaten wissen wir, was "Leipzig" urteilt. Schau mer mal....


Bisher gibt es keine blaue Plakette sie wird es auch nicht geben weil nicht überprüfbar .Kein Überwacher kann zwischen Diesel und Benziner unterscheiden .
Fakt ist Nachrüstungen der Diesel Autos haben schon Wirkung gezeigt . Nun will man den ÖPNV noch mehr bezuschussen damit dieser seinen
Fahrzeugflotte umrüstet . In wenigen Jahren auch durch den Wegfall von älteren Modellen löst sich das Abgasproblem von selbst . Da bracht man
keine Fahrverbote . Deine Theorie was den Städten lieber ist kannst du sicher begründen .Sorry ganz vergessen das du hier den Verkehrsminister
vorgaukelst . Immer wieder amüsant zu lesen wie du hier vorgibst allein die Lösung für alles zu haben .Das schöne darn die
Verantwortlichen pfeifen auf deine Schulmeisterei .
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Mi 29. Nov 2017, 17:25

Positiv Denkender hat geschrieben:(29 Nov 2017, 17:02)

Bisher gibt es keine blaue Plakette sie wird es auch nicht geben weil nicht überprüfbar .Kein Überwacher kann zwischen Diesel und Benziner unterscheiden .
Fakt ist Nachrüstungen der Diesel Autos haben schon Wirkung gezeigt . Nun will man den ÖPNV noch mehr bezuschussen damit dieser seinen
Fahrzeugflotte umrüstet. In wenigen Jahren auch durch den Wegfall von älteren Modellen löst sich das Abgasproblem von selbst . Da bracht man
keine Fahrverbote . Deine Theorie was den Städten lieber ist kannst du sicher begründen .Sorry ganz vergessen das du hier den Verkehrsminister
vorgaukelst . Immer wieder amüsant zu lesen wie du hier vorgibst allein die Lösung für alles zu haben .Das schöne darn die
Verantwortlichen pfeifen auf deine Schulmeisterei .


Tja, und bis dahin wird es leider Fahrverbote geben müssen, wenn uns nicht noch eine ganz unerwartete Lösung des Abgasproblems von Altfahrzeugen einfällt.
Positiv Denkender
Beiträge: 2682
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 29. Nov 2017, 17:41

H2O hat geschrieben:(29 Nov 2017, 17:25)

Tja, und bis dahin wird es leider Fahrverbote geben müssen, wenn uns nicht noch eine ganz unerwartete Lösung des Abgasproblems von Altfahrzeugen einfällt.

Wer sagt es muss ? Auf zwei drei Jahre mehr oder weniger kommt es nun auch nicht mehr an .
Das Abgas Problem löst sich durch technische Entwicklungen von selbst .Die jetzigen Umweltzonen (Grüne Plakette für alle Antriebsmotoren )reicht
aus . Das Abgasproblem wird gelöst ,es muss nicht unerwartet kommen sondern es kommt geplant. Fortschrittliche Entwicklung der Motoren .
Fahrzeuge die nicht die Norm für die Grüne Plakette erfüllen dürfen schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr in Umweltzonen einfahren .
Für diese Autobesitzer ändert sich doch nichts. In Städten fahren ohnehin kaum noch Autos die nicht die Norm E 4 Erfüllen . Das ist auch kontrollierbar .
Blaue Plaketten nicht . Blaue Plaketten würden einen hohen Bürokratieaufwand erfordern um alle Ausnahmen zu bearbeiten .
Oder wolltest du den EH ,Hotels , Ärzte ,Gastronomie in den Städten das Licht ausblasen ? Die Parkhäuser müssten in Kürze Insolvenz anmelden .
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 13569
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Mi 29. Nov 2017, 17:51

Positiv Denkender hat geschrieben:(29 Nov 2017, 17:41)

Wer sagt es muss ? Auf zwei drei Jahre mehr oder weniger kommt es nun auch nicht mehr an .
Das Abgas Problem löst sich durch technische Entwicklungen von selbst .Die jetzigen Umweltzonen (Grüne Plakette für alle Antriebsmotoren )reicht
aus . Das Abgasproblem wird gelöst ,es muss nicht unerwartet kommen sondern es kommt geplant. Fortschrittliche Entwicklung der Motoren .


Die Verwaltungsgerichte scharren bis kommenden Februar in den Startlöchern. Und danach lösen sich einige Probleme wohl etwas schneller, wenn auch nicht von allein.

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast