Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

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Aldemarin
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Aldemarin » Di 30. Jan 2018, 17:40

Aber der große ist ökologischer, weil er kaum Strom braucht, denn er funktioniert wie ein Aufwindkraftwerk!
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Mi 31. Jan 2018, 10:38

Die Mordbrenner kriegen weiche Knie, heiße Köpfe und kalte Füße:

Schon in diesem Jahr könnte die sinkende Nachfrage nach Dieselfahrzeugen in Europa zu Jobverlusten beim Automobilzulieferer Bosch führen. In Frankreich gibt es schon nicht mehr genug Arbeit für die Mitarbeiter der Dieselsparte, in Deutschland wird die stark sinkende Nachfrage derzeit noch von China aufgefangen.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... Krise.html

Auch sehr schön ge- und beschrieben:

Und jetzt auch noch Versuche an Tieren und Menschen: Das Ringen um Abgaswerte zwischen EU-Kommission, Mitgliedstaaten und Autoindustrie zeigt, wie Entscheidungsabläufe außer Kontrolle geraten können.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... erden.html

Und als letztes:

Die von Vella geforderten Maßnahmen, die über Nacht zu besserer Luft in den Städten führen sollen, gibt es schlicht nicht. Zwar habe man diverse Schritte beschlossen, sagte Hendricks. Deren Wirkung werde sich aber "sukzessive entfalten". Das größte Problem in Deutschland seien fast sechs Millionen Diesel-Pkw, die noch bis Ende 2016 nach der Euro-5-Abgasnorm zugelassen wurden. [...] Im Protokoll heißt es, dass Dieselautos, die gemäß den Abgasnormen Euro 4 und 5 zugelassen wurden, auf der Straße vier- bis fünfmal so viele Stickoxide ausstoßen wie erlaubt. Seit 25 Jahren, erklärten JRC-Fachleute bei dem Treffen, seien die Emissionen nicht zurückgegangen - trotz immer strengerer Abgasnormen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dies ... 90575.html

Da darf die Regierung mal kreativ werden...
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 31. Jan 2018, 11:04

Welche Regierung :(
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Mi 31. Jan 2018, 11:16

immernoch_ratlos hat geschrieben:(31 Jan 2018, 11:04)

Welche Regierung :(

Die kommissarische, der Genossin Hendricks angehört. Aber vermutlich wird man einfach etliche Millionen an Brüssel überweisen, damit man in Ruhe weiter die Bürger vergiften lassen kann, um klingelnde Kassen für spätere Arbeitgeber zu haben. VDA-Cheflobbyist Wissmann hat das ja schon als früherer Bundesverkehrsminister gewusst.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Mi 31. Jan 2018, 19:01

Ein weiterer positiver Nebenaspekt, falls es zur Einführung einer Blauen Plakette kommen sollte:

Umweltexperten hoffen auf einen Wandel in der aktuellen Diskussion um eine "blaue Plakette". Sie bezieht sich bisher nur auf Dieselautos - doch sie könnte künftig auf Benziner mit Direkteinspritzung ausgeweitet werden. Sollte die "blaue Plakette" wirklich kommen, wären laut ADAC neben etwa 13 Millionen Dieselautos auch gut drei Millionen Benziner von Fahrverboten bedroht. [...]

"In der bestehenden Benzinerflotte wird nichts passieren, keine Nachrüstung, kein Update. Das ist das Schlimmste", sagt der Schweizer Ingenieur, ein Experte für Rußfiltersysteme, die er seit mehr als 20 Jahren entwickelt. Da nur neue Autos Filter erhalten, werde das Feinstaubproblem noch viele Jahre bleiben. Dabei ließe sich das Problem aus Sicht von Mayer etwa mit einem Vier-Wege-Katalysator lösen, zu Kosten von 300 bis 400 Euro.

Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert, die Bestandsflotten der Benziner mit Filtern für die giftigen Partikel nachzurüsten. Doch schon die bis zu 100 Euro teuren Partikelfilter für Neuwagen waren der Autobranche offensichtlich bislang schon zu kostspielig. [...]

Das Umweltbundesamt zeigt sich besorgt angesichts der ultrafeinen Staubteilchen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt nur halb so hohe Konzentrationen in der Luft, wie sie die EU erlaubt, an deren Werten sich Städte wie Stuttgart bei Fahrverboten orientieren. [...]

Dass angesichts der Bedrohung nicht längst mehr geschieht, ist Ingenieur Mayer ein Rätsel. Bei den Eidgenossen hat der Rußfilterexperte eine in vielen Ländern anerkannte Prüfnorm für Feinstaubfilter entwickelt. "Man weiß schon lange um die Gesundheitsgefahr der Partikel. Ich sehe hier einen gefährlichen Konsens der Industrie mit den Behörden, die zu lange nicht eingegriffen haben", sagt Mayer. "Es ist ein bisschen wie beim Asbest, da waren die Risiken 1936 bekannt und erst ab 1986 gab es erste Vorschriften"

Auch das jetzige Vorgehen in Deutschland sieht er kritisch. Die Direkteinspritzer könnten heute schon weit niedrigere Feinstaubwerte einhalten, als sie der Staat nun fordert. "Die Hersteller filtern nicht so viel raus wie sie könnten, sondern nur so viel, wie sie unbedingt müssen", sagt Mayer. "Die Grenzwerte sind zu locker. Sie könnten um den Faktor 100 schärfer sein, die Technik dafür ist da und bei Dieselmotoren längst erprobt."

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/auto ... 86937.html
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Mi 31. Jan 2018, 19:16

Aldemarin hat geschrieben:(29 Jan 2018, 00:35)

In China ist man uns wieder voraus, https://www.golem.de/news/umwelt-china- ... 32303.html !

Es wird nicht mehr viele Jahre dauern bis kein Mensch mehr mit dem Finger auf China zeigt wegen Umweltzerstörung und Luft/Wasserverschmutzung. China hat die Zeichen der Zeit erkannt und will Nummer Eins in Sachen Klimaschutz und Umwelttechnik werden. Umwelttechnik "Made in China" lautet der neue Schlachtruf. Allein die Anstrengungen, die im Automobilbau unternommen werden sind enorm. Sukkeszive werden die max. zulässigen Abgaswerte für neu zugelassene Fahrzeuge gesenkt. Ab 2023 wird es dann mit vertretbaren, d.h. bezahlbaren Mitteln dort kaum mehr möglich sein, einen PKW mit verbrennungsmotor, egal ob Benziner oder Diesel, zugelassen zu bekommen. Im Hinblick darauf, das China für die deutsche Autoindustrie das wichtigste Exportland ist müssen sich Daimler, VW und Co. gewaltig anstrengen, wenn sie auf dem internationalen Markt bestehen wollen.

Ich lache schon lange nicht mehr über die Chinesen! Und wer jetzt mit seinem miesen Chinesischen Akkuschrauber vom Grabbeltisch für 19,99 Euro kommt vergleicht Äpfel mit Birnen.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon schneidfried66 » Fr 2. Feb 2018, 21:27

Ein Dieselverbot/ Einschränkung muss kommen. Natürlich nur für Diesel unter Euro 5. Fahrzeuge Euro 5 bis Euro 6 c erhalten eine Übergangsfrist von einem bis 2 Jahren oder müssen Hardwaretechnisch
nachgerüstet werden.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 3. Feb 2018, 11:22

schneidfried66 hat geschrieben:Ein Dieselverbot/ Einschränkung muss kommen. Natürlich nur für Diesel unter Euro 5. Fahrzeuge Euro 5 bis Euro 6 c erhalten eine Übergangsfrist von einem bis 2 Jahren oder müssen Hardwaretechnisch nachgerüstet werden.
Stand 01.01.2017 PKW mit Diesel als Kraftstoff 15.089.392 Fahrzeuge.

~3,5 Millionen Diesel-Pkw mit Euro 4 waren laut Kraftfahrtbundesamt am 1. Januar 2017 in Deutschland zugelassen, weitere rund 2,8 Millionen mit Euro 3 oder älter. Also ~6,3 Millionen sind gegenwärtig "unter Euro 5". Die müssten alle ihre Zulassung verlieren ? Oder dürften eben wie alles unter Euro 4 schlicht in den ausgewiesenen Umweltzonen nicht verkehren ?

Was soll mit dem "Rest" ~8,8 Millionen der Schadstoffklassen 5 bis 6c passieren, die nicht hardwaretechnisch umrüstbar sind ? Weil bei der heutigen "Verdichtung" in den Motorräumen schlicht der notwendige Platz fehlt und solche Umrüstung ~2.000 €/Stück = rund 17,6 Milliarden €uro kosten würde - gleichgültig wer am Ende zahlt - dieses Geld kann nur einmal ausgegeben werden.

Sollen die ebenfalls ihre Zulassung generell verlieren ? Die vorherige Lösung Schadstoffklassen 0 bis 3 haben durch deren Fahrverbote doch erreicht was erreicht werden sollte. Weniger solche Vehikel an den neuralgischen Punkten. Leider begann danach eine groß angelegte Betrugsaktion der Autoindustrie mit "stillschweigender Billigung" durch alle Behörden, die genau das verhindern sollten.

"Pseudo bessere Schadstoffklassen" mit 4 beginnend und mit 6x nicht wirklich endend, haben im Prinzip lediglich dazu geführt, dass auch all diese Fahrzeugen nun Fahrverbote "drohen" wie das bereits für alle "unter Euro 4" seit Jahren der Fall ist.

Die "Veränderung" seit Schadstoffklasse 4 (für Dieselfahrzeuge) war lediglich ein groß angelegtes Betrugsmanöver, dass der "Staat" mindestens nicht verhinderte. Um mit einem "blauen Auge" davonzukommen, ist dabei die "blaue Plakette" mit den damit verbundenen Fahrverboten UND den Sondergenehmigungen (die ja ebenfalls mit der Einführung von Umweltzonen erst notwendig wurden), wohl die gegenwärtig einzige Lösung um ein verkehrstechnisches Chaos zu verhindern. Eine vergleichsweise "milde Lösung", wenn man Deine Vorschläge ernst nimmt.

Sicher, ich (PKW Diesel Schadstoffklasse 5) kann dann z.B. u.a. in große Teile meiner Heimatstadt nicht mehr einfahren - muss mich wie "meine Vorgänger" (immerhin 2017 noch ~2,8 Millionen - Jahre nach deren Fahrverboten) mit der neuen Situation "arrangieren". Dagegen wäre das "Erlöschen" der Zulassungen - auch für " Fahrzeuge Euro 5 bis Euro 6 c" - wenn der Umbau nach " eine Übergangsfrist von einem bis 2 Jahren" - warum auch immer nicht vorgenommen wurde oder schlicht nicht möglich war, für Millionen ein finanzielles Desaster.

Warum also nicht die sanftere Lösung - klare Fahrverbote in den Zonen mit Hotspots - und folgend der "natürliche Abbau" der fossilen Dieselflotte oder aber die Chance für synthetische Treibstoffe, die ohne allzugroße "hardwaretechnische Veränderungen" auch an Fahrzeugen mindestens der Schadstoffklasse 4 und höher, die Absicht der Schadstoffemissionsbegrenzung "ÜBERALL" möglich machen könnte ?

Das HEUTE dieser Treibstoff nicht zur Verfügung steht, ist kein valides Argument. Der "mögliche Umbau" von ~8 Millionen Dieselfahrzeugen (Fahrzeuge Euro 5 bis Euro 6 c) ist ja etwas, was sich, soweit überhaupt durchführbar, allenfalls in 1 bis 2 Jahren überhaupt ereignen könnte. Die notwendigen Investitionen in den Aufbau einer synthetischen Kraftstoffindustrie, würden sich über die üblichen Methoden (Änderung bisheriger Subventionen) recht schnell ankurbeln lassen. Es gibt nach meinen Informationen mindestens einen "potenten Produzenten" in der Chemie, der das komplette Verfahren in industrieller Dimension bereits "auf Halde" hat. Andere werden folgen. Es gibt genügend Anleger, die sich bei den richtigen Voraussetzungen sofort beteiligen würden. Eine eigene Industrie die gleichzeitig schrittweise von fossilen Rohstoffen "Abstand" nimmt (90 Milliarden jährlich zahlt D für die Importe von Primärenergie), wäre eine weitere Sicherung des dt. Wohlstands. Der Hickhack um die fossil betriebenen KFZ dient mit Sicherheit NICHT zur Erhaltung des dt. Wohlstands.

Nicht zu vergessen die Belastungen die sich aus der "EU-Flotten Regelung" für die gesamte Autoindustrie ergeben. Dort werden jährliche Millionenstrafzahlungen fällig. Audi hat das schon mal nachgerechnet - selbst wenn man synthetische Kraftstoffe selbst bezuschusst, würde das nach deren Schätzungen jährlich ~0,5 Millionen €uro kosten - die jährlichen Strafzahlungen der "EU-Flotten Regelung" wurden dabei mit mehreren Millionen €uro einkalkuliert, die so vermieden werden können.

Nun ja, schau mer mal....
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 3. Feb 2018, 15:58

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Jan 2018, 19:16)

Es wird nicht mehr viele Jahre dauern bis kein Mensch mehr mit dem Finger auf China zeigt wegen Umweltzerstörung und Luft/Wasserverschmutzung. China hat die Zeichen der Zeit erkannt und will Nummer Eins in Sachen Klimaschutz und Umwelttechnik werden. Umwelttechnik "Made in China" lautet der neue Schlachtruf. Allein die Anstrengungen, die im Automobilbau unternommen werden sind enorm. Sukkeszive werden die max. zulässigen Abgaswerte für neu zugelassene Fahrzeuge gesenkt. Ab 2023 wird es dann mit vertretbaren, d.h. bezahlbaren Mitteln dort kaum mehr möglich sein, einen PKW mit verbrennungsmotor, egal ob Benziner oder Diesel, zugelassen zu bekommen. Im Hinblick darauf, das China für die deutsche Autoindustrie das wichtigste Exportland ist müssen sich Daimler, VW und Co. gewaltig anstrengen, wenn sie auf dem internationalen Markt bestehen wollen.

Ich lache schon lange nicht mehr über die Chinesen! Und wer jetzt mit seinem miesen Chinesischen Akkuschrauber vom Grabbeltisch für 19,99 Euro kommt vergleicht Äpfel mit Birnen.

Diese Woche konnte man in den Zeitungen lesen Daimler stellt in China mehr Autos her als in der größten deutschen Produktionsstätte in Bremen . Von E Autos stand da nichts.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Sa 3. Feb 2018, 16:30

Schauen wir mal, was gestern und heute wieder so zu lesen war (mit Quellenangabe):

Das Gutachten belegt, dass einzelne Maßnahmen wie die komplette Umstellung auf Elektrobusse oder die Optimierung der Ampelanlagen samt „Zufluss-Regulierung“ allein oder in Kombination nicht ausreichen würden, die Grenzwerte einzuhalten. Die Studie empfiehlt: „Ohne Fahrverbote geht es nicht!“

– Quelle: https://www.express.de/29599686 ©2018

Bislang genügte der Politik die Zusage der Autohersteller, die Abgaswerte ihrer Autos lediglich mit Software-Updates zu verbessern. Angesichts drohender Fahrverbote ziehen CDU und SPD nun erstmals technische Nachrüstungen in Betracht.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abga ... 91123.html

Union und SPD, man muss es so klar sagen, sind die Gewinne von VW, Audi, Mercedes und BMW offenbar wichtiger als die Gesundheit der Bevölkerung.

Wenn es nicht so wäre, hätte sie längst reagiert. Wie das geht, hat die US-Regierung vor zweieinhalb Jahren vorgemacht. VW wurde zu milliardenschweren Strafen und Entschädigungszahlungen an die Verbraucher verdonnert, Manager wurden verhaftet, Fahrzeuge stillgelegt. In Deutschland dagegen passierte fast nichts. Verzögern, beschwichtigen, verschleiern, so lautet die Devise bis heute.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/die ... _id=409882

Aufatmen in Deutschlands Städten? Immerhin ist die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2), das zu einem großen Teil von Dieselmotoren ausgestoßen wird, 2017 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das zeigen Auswertungen des Umweltbundesamtes (UBA). Bislang gab es 90 Kommunen, in denen die Grenzwerte überschritten wurden.

Aber für Entwarnung besteht noch lange kein Anlass. Denn nach Messungen des UBA ist die Luft in 70 Kommunen weiterhin zu schlecht. An rund 46 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3) im Jahresmittel überschritten, an zwei Drittel dieser Stationen mit Werten von mehr als 45 µg/m3 sogar deutlich.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... Alarm.html

Der Absatz von Dieselautos in Deutschland ist zu Jahresbeginn stark gesunken. Die Verkäufe der Selbstzünder seien im Januar binnen Jahresfrist um 17,6 Prozent auf rund 89.800 Fahrzeuge zurückgegangen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Der Diesel-Anteil an den Pkw-Zulassungen schrumpfte auf 33 Prozent, zwölf Prozentpunkte niedriger als noch vor einem Jahr. Dieselautos verkaufen sich seit Monaten wegen der drohenden Fahrverbote schlecht.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Diesel-A ... 65713.html

Man hört die Uhr ticken. Fahrverbote werden von Tag zu Tag wahrscheinlicher. Hysterische Maßnahmen wie die Förderrichtlinie "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" sind zwar ganz nett, um etwas zu experimentieren, aber kurzfristig ist damit nichts zu erreichen.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon schneidfried66 » Sa 3. Feb 2018, 16:33

Umweltzonen sind schon sinnvoll und wer kein Auto hat mit entsprechender Plakette darf nicht rein. Ausnahmen sind kommunale Fahrzeuge bzw. Handwerker. Also steht für mich fest, Einfahrt nur mit umgerüsteten Fahrzeugen Euro 5 und alle Euro 6.
Eine Befreiung wird für max. 5 Jahre erteilt, danach ist nur noch Euro 6 oder E- Mobil erlaubt. Es muss endlich mal Schluss sein mit den Tricksereien.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Sa 3. Feb 2018, 16:54

Positiv Denkender hat geschrieben:(03 Feb 2018, 15:58)

Diese Woche konnte man in den Zeitungen lesen Daimler stellt in China mehr Autos her als in der größten deutschen Produktionsstätte in Bremen . Von E Autos stand da nichts.

Mit dem Standardsatz "Diese Woche konnte man in den Zeitungen lesen..." beginnt ja jeder zweite Beitrag von dir. Leider aber immer ohne die Quelle zu nennen. Aber was den Autoexport nach China betrifft gebe ich dir recht. Warum sollte das auch anders sein? Noch ziehen ja die künftigen Abgasbestimmungen in China nicht.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 3. Feb 2018, 18:07

Raskolnikof hat geschrieben:(03 Feb 2018, 16:54)

Mit dem Standardsatz "Diese Woche konnte man in den Zeitungen lesen..." beginnt ja jeder zweite Beitrag von dir. Leider aber immer ohne die Quelle zu nennen. Aber was den Autoexport nach China betrifft gebe ich dir recht. Warum sollte das auch anders sein? Noch ziehen ja die künftigen Abgasbestimmungen in China nicht.

Ich kann es nicht ändern wenn du Zeitungen als Quelle ausschließt .Es ging nicht um den Autoexport sondern die Produktion
von Daimler in China . Nur ein Hinweis darauf, dass in China im Gegensatz zu deinen Behauptungen, nicht nur E Autos gebaut werden .
Die Zeitungen musst du dir schon selbst aussuchen .Ich habe weder die Berechtigung noch die Möglichkeit
Zeitungsberichte ins Netz zu stellen . Du darfst dir gerne den WK kaufen . Dort steht am 02.02
"Peking überholt Bremen und baut jetzt mehr Fahrzeuge als das Werk in der Hansestadt. (Kaufpreis 1,60 )
Allein in China verkauf Daimler 27 % mehr PKW als im Vorjahr ?
Wurde hier nicht behauptet in China würden ab 2020 nur noch Autos mit E Motoren zugelassen ?
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon jorikke » So 4. Feb 2018, 11:01

Raskolnikof hat geschrieben:(03 Feb 2018, 16:54)

Mit dem Standardsatz "Diese Woche konnte man in den Zeitungen lesen..." beginnt ja jeder zweite Beitrag von dir. Leider aber immer ohne die Quelle zu nennen. Aber was den Autoexport nach China betrifft gebe ich dir recht. Warum sollte das auch anders sein? Noch ziehen ja die künftigen Abgasbestimmungen in China nicht.


Autoexport nach China?
Daimler hat gerade ein Werk in China eröffnet, das jährlich 460.000 PKW´s produziert.
Dein Wissensstand war vor 20 Jahren aber ziemlich aktuell.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » So 4. Feb 2018, 15:04

jorikke hat geschrieben:(04 Feb 2018, 11:01)

Autoexport nach China?
Daimler hat gerade ein Werk in China eröffnet, das jährlich 460.000 PKW´s produziert.
Dein Wissensstand war vor 20 Jahren aber ziemlich aktuell.

Tja, und wenn jemand erwähnt, dass der deutsche Markt für die deutschen Hersteller nicht das Maß aller Dinge ist, sondern in Anbetracht der Verkäufe im Ausland eher unbedeutend wirkt, kommt der Shitstorm.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » So 4. Feb 2018, 15:54

frems hat geschrieben:(04 Feb 2018, 15:04)

Tja, und wenn jemand erwähnt, dass der deutsche Markt für die deutschen Hersteller nicht das Maß aller Dinge ist, sondern in Anbetracht der Verkäufe im Ausland eher unbedeutend wirkt, kommt der Shitstorm.

Ist ja auch falsch . Oder bestreitest du ,dass in an der Automobilbranche Millionen Arbeitsplätze hängen ?
Wäre die deutschen Autobauer im eigenen Land nicht erfolgreich würden auch keine Fabriken im Ausland gebaut.
(Gilt für alle Branchen .) Ohne Erfolg im heimischen Markt keine Erfolge bei Exporten .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » So 4. Feb 2018, 16:25

Angesichts einer drohenden Klage vor dem Europäischen Gerichtshof wegen schlechter Luft in deutschen Städten fordert Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die blaue Plakette.

Sie könne eine der von der EU-Kommission geforderten weiteren Maßnahmen zur Luftreinhaltung sein, bekräftigte der Grünen-Politiker am Dienstag in Brüssel. Die Plakette sei die effektivste Lösung, um das Problem ohne diffuse und schwer umsetzbare Fahrverbote in den Griff zu bekommen. Der Bund müsse sie einführen.

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrich ... 27094.html

Tjoa, wenn die Politik nicht bald kreativ wird, führt wohl kein Weg mehr dran vorbei. Die Uhr tickt.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » So 4. Feb 2018, 17:03

Positiv Denkender hat geschrieben:(04 Feb 2018, 15:54)
Ohne Erfolg im heimischen Markt keine Erfolge bei Exporten .

Das ist alles eine Frage der Zeit. Die Sturheit der deutschen Autoindustrie wird sich noch rächen.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon jorikke » So 4. Feb 2018, 17:34

frems hat geschrieben:(04 Feb 2018, 15:04)

Tja, und wenn jemand erwähnt, dass der deutsche Markt für die deutschen Hersteller nicht das Maß aller Dinge ist, sondern in Anbetracht der Verkäufe im Ausland eher unbedeutend wirkt, kommt der Shitstorm.


2017 wurden von den Konzernen VW, Daimler und BMW in Deutschland 1. 919. 950 PKW neu zugelassen.
Produziert wurden von den Konzernen im gleichen Zeitraum 16 Millionen PKW.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » So 4. Feb 2018, 18:00

jorikke hat geschrieben:(04 Feb 2018, 17:34)

2017 wurden von den Konzernen VW, Daimler und BMW in Deutschland 1. 919. 950 PKW neu zugelassen.
Produziert wurden von den Konzernen im gleichen Zeitraum 16 Millionen PKW.

Richtig nur ohne den deutschen Markt gäbe es keine Produktionsstätten im Ausland .
Es ist nur zu begrüßen das deutsche Automobilbauer weltweit so erfolgreich sind .Das trägt zum gesamtwirtschaftlichen Erfolg
der Unternehmen bei. Immerhin schüttet Daimler in diesem Jahr allein für mehr 130000 Mitarbeiter eine Jahresprämie von 5700,-€ aus.
Eine Rekord Prämie . Wäre doch ein Klacks auf diese 130000 Mitarbeiter verzichten zu können oder ?
Ebenso auf Mitarbeiter der Zulieferindustrie ,der Vertriebspartner .
Jedes International tätige Unternehmen hat den Grundstein für weltweite Erfolgs im Heimatland gelegt .

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