Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

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Positiv Denkender
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 25. Mai 2018, 18:22

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 May 2018, 23:26)

Auch wenn das niemandem und ganz besonders Dir PD nicht gefällt aus "Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten" ist nun doch ein tatsächliches - wenn auch nur erstes Fahrverbot geworden.

Das war absehbar, nur Du (zumindest hier im Forum) hast das stets vehement bestritten. Der einzige der hier "vorsätzlich" Tatsachen weglässt, bist doch Du PD.

Mit einem "Fahrverbot an 2 Straßenabschnitten in Altona-Nord" ist das Ganze noch lange nicht zuende. Auch vor dem Richterspruch, der glücklicherweise vernünftige Fristen einräumt, gab es genügend Meinungen gegen Fahrverbote. Nun warum soll das nach dem Urteil von Leipzig anders sein :?:

Der Unterschied ist, nun müssen alle Beteiligten etwas unternehmen und nicht nur darüber reden. Auch die nun ergangenen Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, wird zu weiterem Handeln zwingen.

Im übrigen haben die Richter - und das magst Du nicht hören in der Urteilsbegründung darauf hingewiesen :Das haben auch hier in der Vergangenheit eine ganze Reihe der hiesigen User so gesehen. Nun hat dies das zuständige höchste dt. Verwaltungsgericht lediglich bestätigt. Wie auch sonst in D werden sich Verkehrsteilnehmer also auch hier mit der Tatsache über "Durchfahrt- und Halteverbote hinaus, mit denen Autofahrer „stets rechnen und die sie grundsätzlich hinnehmen müssen" hinaus, an neue "Durchfahrtsverboten" anpassen müssen :(

Auch dem andere, gern genommene Märchen vom der "unmöglichen Kontrolle" haben die zuständigen Richter die Relevanz genommen :

Erstaunlich wie du versuchst dich zu winden um Recht zu bekommen .Fakt ist ich habe nie geschrieben Fahrverbote kommen nicht ,sondern lediglich gesagt sie nützen niemanden sind sozial ungerecht und verlagern Verkehre nur auf Nebenstrecken .
Du wirst es mir wie der überwiegenden Mehrheit auch nicht ausreden ,dass Fahrverbote auch für Streckenabschnitte sinnlos
sind .Politiker , Automobilverbände , Handwerkskammer, Industrie und Handelskammer usw. Dehoga selbst Umweltverbände kritisieren Fahrverbote als nicht zielführend . In NS werden Fahrverbote grundsätzlich abgelehnt .Das Gericht hat eben nur entschieden
das auf bestimmte Abschnitte Fahrverbote ausgesprochen werden können, aber nicht ausgesprochen werden müssen . 4 Freunde die dir nach der Schnauze reden ´heranzuziehen als stünden sie für
die Meinungsmehrheit der Bürger ,der Wirtschaft und Politik ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten .
Polizeigewerkschaft , Vertreter von Polizei bestätigen doch selbst das Fahrverbote, ohne das es unterschiedliche
Plaketten gibt, nicht überprüfbar sind . Woher das Personal nehmen ? Selbst Geschwindigkeitskontrollen werden nur sporadisch
durchgeführt nur mit dem Unterschied dafür benötigt man allenfalls 2 Personen und kein Autofahrer muss deshalb angehalten werden . Ich bin immer wieder gerührt wenn du meinst ich alleine halte Fahrverbote für unsinnig , ungerecht und nicht zielführend . Wichtig ist das du glaubst mit deiner Hysterie vertrittst du die Mehrheit . Hamburg wird als erste Stadt zu spüren bekommen das der Verkehr auf Nebenstrecken durch Fahrverbote zusammenbricht . Du und deine Fürsprecher interessiert
es wenig das nun Menschen auf Nebenstrecken die für mehr Verkehr gar nicht ausgelegt sind betroffen werden .
Insgesamt wird die Belastung für HH größer weil alle, die bisher auf diesen Routen gefahren sind ihre Waren ja an den Mann bringen müssen .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Sa 26. Mai 2018, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
immernoch_ratlos
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 25. Mai 2018, 20:35

Hi PD

Dein Denken kennt nur eine Richtung - andere dafür zu beschuldigen, dass sie öffentliche Meinung aus den dt. Medien hier verlinken. Dabei verbreitetst Du noch Märchen. Selbstverständlich können Umweltzonen kontrolliert werden und die Zahlen derer. welche dabei erwischt wurden, zeigt auch, es funktioniert.

Dein Problem ist, Du kannst deine Meinung nicht von dem trennen, was überall passiert. Gleichgültig wie viele Presseberichte über die Situation es geben mag, Dir fällt nur eine "Antwort" ein :
PD hat geschrieben:..4 Freunde die dir nach der Schnauze reden ´heranzuziehen als stünden sie für
die Meinungsmehrheit der Bürger ,der Wirtschaft und Politik ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.
Ja, es ist lächerlich, wie sehr Du abweichende Meinungen in den Medien, als "unsere" - manchmal sogar als "nur" meine Meinung zu verkaufen suchst.

Auch nicht uninteressant diese Deine neuste Volte:
PD hat geschrieben:Polizeigewerkschaft , Vertreter von Polizei bestätigen doch selbst das Fahrverbote, ohne das es unterschiedliche
Plaketten gibt
, nicht überprüfbar sind
.
Was hast Du in vielen Deiner Beiträge die Einführung einer weiteren blauen Plakette für Unsinn und für nicht notwendig erklärt, um jetzt genau das Gegenteil zu behaupten " Vertreter von Polizei" würden sonst die notwendigen Kontrollen nicht durchführen können. Klar, das haben lange vor dem Leipziger Urteil schon alle möglichen Politiker, amtliche Vertreter usw. gefordert. Das ist selbstverständlich und logisch. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Zeit in der Abhilfe geschaffen werden muss, lediglich für die Euro 5 und alle Euro 6 (ausgenommen Euro 6d-TEMP und höher) bis September 2019 verlängert, weil sonst direkt nach dem Urteil bereits auch diese Dieselfahrzeuge bestimmte Straßen nicht mehr befahren dürften.
SPON 03.03.2018 hat geschrieben:In Deutschland fahren derzeit rund 15 Millionen Dieselautos, rund 12 Millionen davon besitzen die Euro-5-Norm oder schlechter.

Immerhin sind beim Kraftfahrt-Bundesamt noch rund vier Millionen Fahrzeuge mit Euro 4 und etwa zwei Millionen Pkw mit darunterliegenden Emissionsklassen registriert.
Nicht alle davon wollen in die Städte.

Woher willst Du das eigentlich wissen "Du und deine $ Fürsprecher interessiert es wenig" ? Nur weil Dir andere Meinungen generell nicht passen, fantasierst Du Dir so einen Mist zusammen. Im übrigen halte ich mich an das das oberste Verwaltungsgericht in seiner Urteilsbegründung im Gegensatz zu Deinen haltlosen Sprüchen von dubiosen Meinungen, für die Du offensichtlich nicht eine Quelle wie hier üblich benennen kannst oder willst :Im übrigen haben die Richter - und das magst Du nicht hören in der Urteilsbegründung darauf hingewiesen :
FAZ hat geschrieben:Fahrverbote könnten für Fahrzeuge aller Schadstoffklassen unterhalb der neuesten Euro-6-Stufen gelten, soweit es um einzelne Straßen geht. Derartige Einschränkungen gehen laut Urteil nicht über sonstige Durchfahrt- und Halteverbote hinaus, mit denen Autofahrer „stets rechnen und die sie grundsätzlich hinnehmen müssen.
Das haben auch hier in der Vergangenheit eine ganze Reihe der hiesigen User so gesehen. Nun hat dies das zuständige höchste dt. Verwaltungsgericht lediglich bestätigt. Wie auch sonst in D werden sich Verkehrsteilnehmer also auch hier mit der Tatsache über "Durchfahrt- und Halteverbote hinaus, mit denen Autofahrer „stets rechnen und die sie grundsätzlich hinnehmen müssen" hinaus, an neue "Durchfahrtsverboten" anpassen müssen :(

Auch dem andere, gern genommene Märchen vom der "unmöglichen Kontrolle" haben die zuständigen Richter die Relevanz genommen :
FAZ hat geschrieben:Nach dem mündlichen Urteil hieß es immer wieder, Fahrverbote seien nicht kontrollierbar, weil einem Auto nicht anzusehen sei, ob es ein Diesel oder ein Benziner sei und welcher Abgasnorm der Motor entspricht. Die Leipziger Richter gehen indes davon aus, dass sich die Einhaltung von Fahrverboten auch durchsetzen lasse: Polizei oder Behörden könnten sowohl parkende Autos als auch den fließenden Verkehr kontrollieren und zum Beispiel den Fahrzeugschein zu Rate ziehen, um die Abgasnorm eines Autos festzustellen. Die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen würde ebenfalls lediglich stichprobenartig überprüft, heißt es weiter. Einen Zusammenhang zwischen lokalen Fahrverboten und dem Zusammenbruch des Gebrauchtwagenmarkts für Dieselautos will das Bundesverwaltungsgericht nicht herstellen: „Verkehrsverbote werden nämlich nur für einen Bruchteil des Straßennetzes in Deutschland und beschränkt auf nur wenige Ballungsräume in Betracht kommen.“
Daran muss sich nun Politik und Exekutive halten - gleichgültig wer da was dazu glaubt sagen zu müssen. Man nennt das Dir offensichtlich Fremde seit 1948 "Rechtsstaat" mit ordentlicher Gewaltenteilung, gleichgültig ob das allen Stammtischen nun passt....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 26. Mai 2018, 14:14

immernoch_ratlos hat geschrieben:(25 May 2018, 21:35)

Hi PD

Dein Denken kennt nur eine Richtung - andere dafür zu beschuldigen, dass sie öffentliche Meinung aus den dt. Medien hier verlinken. Dabei verbreitetst Du noch Märchen. Selbstverständlich können Umweltzonen kontrolliert werden und die Zahlen derer. welche dabei erwischt wurden, zeigt auch, es funktioniert.

Dein Problem ist, Du kannst deine Meinung nicht von dem trennen, was überall passiert. Gleichgültig wie viele Presseberichte über die Situation es geben mag, Dir fällt nur eine "Antwort" ein :Ja, es ist lächerlich, wie sehr Du abweichende Meinungen in den Medien, als "unsere" - manchmal sogar als "nur" meine Meinung zu verkaufen suchst.

Auch nicht uninteressant diese Deine neuste Volte:Was hast Du in vielen Deiner Beiträge die Einführung einer weiteren blauen Plakette für Unsinn und für nicht notwendig erklärt, um jetzt genau das Gegenteil zu behaupten " Vertreter von Polizei" würden sonst die notwendigen Kontrollen nicht durchführen können. Klar, das haben lange vor dem Leipziger Urteil schon alle möglichen Politiker, amtliche Vertreter usw. gefordert. Das ist selbstverständlich und logisch. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Zeit in der Abhilfe geschaffen werden muss, lediglich für die Euro 5 und alle Euro 6 (ausgenommen Euro 6d-TEMP und höher) bis September 2019 verlängert, weil sonst direkt nach dem Urteil bereits auch diese Dieselfahrzeuge bestimmte Straßen nicht mehr befahren dürften. Nicht alle davon wollen in die Städte.

Woher willst Du das eigentlich wissen "Du und deine $ Fürsprecher interessiert es wenig" ? Nur weil Dir andere Meinungen generell nicht passen, fantasierst Du Dir so einen Mist zusammen. Im übrigen halte ich mich an das das oberste Verwaltungsgericht in seiner Urteilsbegründung im Gegensatz zu Deinen haltlosen Sprüchen von dubiosen Meinungen, für die Du offensichtlich nicht eine Quelle wie hier üblich benennen kannst oder willst :Im übrigen haben die Richter - und das magst Du nicht hören in der Urteilsbegründung darauf hingewiesen :Das haben auch hier in der Vergangenheit eine ganze Reihe der hiesigen User so gesehen. Nun hat dies das zuständige höchste dt. Verwaltungsgericht lediglich bestätigt. Wie auch sonst in D werden sich Verkehrsteilnehmer also auch hier mit der Tatsache über "Durchfahrt- und Halteverbote hinaus, mit denen Autofahrer „stets rechnen und die sie grundsätzlich hinnehmen müssen" hinaus, an neue "Durchfahrtsverboten" anpassen müssen :(

Auch dem andere, gern genommene Märchen vom der "unmöglichen Kontrolle" haben die zuständigen Richter die Relevanz genommen :Daran muss sich nun Politik und Exekutive halten - gleichgültig wer da was dazu glaubt sagen zu müssen. Man nennt das Dir offensichtlich Fremde seit 1948 "Rechtsstaat" mit ordentlicher Gewaltenteilung, gleichgültig ob das allen Stammtischen nun passt....


Irgendwo ist dir die Hitze in den Kopf gestiegen oder . Oder gehörst du gar zu diesem Abmahnverein der sich anmaßend
Deutsche Umwelthilfe nennt . Das Gericht hat lediglich entschieden Fahrverbote für bestimmte Streckenabschnitte
könnten ausgesprochen werden . Es hat nicht entschieden das Fahrverbote ausgesprochen werden müssen .
Ich kann dir leider keine Links anbieten sondern mich halt nur daran orientieren was in den Zeitungen zu lesen ist .
Fakt bleibt Fahrverbote auf einzelne Strecken sind nicht zielführend sondern verlagern das Abgasproblem .
Die blaue Plakette gibt es nicht . Es sei denn du hast dir schon eine an deinen Stromer angebracht .
Länder und Bundesverkehrsministerium lehnen die blaue Plakette ab .
Nochmals auch wenn du diese Passage des Gerichts zu gerne unterschlägst Die Richter entscheiden klar zwischen
Verboten auf einzelnen Strecken und größeren Zonen .
Fakt bleibt Fahrverbote auf bestimmten Strecken nützen nichts .Deine Hysterie gegen Dieselautos darfst du weiter ausleben .
Sorry außer Tageszeitungen und Magazinen kann ich dir keine Quellen liefern . Im Übrigen bleibt es dir überlassen
ob halt nur deine Quellen als Aussagekräftig hältst :Merke das Gericht hat Fahrverbote nicht für rechtswidrig erklärt
aber nicht entschieden dass Fahrverbote ausgesprochen werden müssen . Nützen tun sie eh nichts ,im Gegenteil.
Falls du Erkenntnisse erlangen möchtest wer sich alles gegen Fahrverbote ausspricht gehe auf die Seiten
von Automobilclubs , Industrie und Handelsverbände , oder wende dich einfach ans Verkehrsministerium .
Unser grüner Verkehrskasper hat von Fahrverboten abgesehen . Der möchte dass seine Partei weiter gewählt wird .
In Erwartung einer Wahlpleite 2019 hat er schon mal seinen Rücktritt angekündigt
Fertigstellung der Ringautobahn die ca 30-40 % des Schwer und Fernverkehrs aus dem Stadtgebiet fernhalten würden
bringen mehr Entlastung als unsinnige Fahrverbote .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Sa 26. Mai 2018, 15:15

immernoch_ratlos hat geschrieben:(25 May 2018, 21:35)


Dein Denken kennt nur eine Richtung



20 Eu "Eintritt" ...??



Sie benutzten mit einem Kraft­fahrzeug den Verkehrs­bereich, obwohl dieser für Sie durch Zeichen 250/251/255/260 gesperrt war. 20 Eu.... kein Punkt.

...ist eine OWI..
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Sa 26. Mai 2018, 16:19

Wieder mal ein paar positive Nachrichten:

Köln hält eine Armlänge Abstand zum Diesel: Nach Hamburgs Ankündigung von Diesel-Fahrverboten hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker bekräftigt, dass auch die Stadt am Rhein um Fahreinschränkungen wahrscheinlich nicht herumkomme.

https://www.focus.de/auto/news/abgas-sk ... 80069.html

Einem neuen Rechtsgutachten zufolge ist die Landesregierung dazu verpflichtet, in der Stuttgarter Innenstadt Fahrverbote für ältere Diesel zu erlassen. Die Gutachter empfehlen den 1. Januar 2019 als Starttermin.

http://www.badische-zeitung.de/suedwest ... 86201.html

Hamburgs bundesweit erstes Verbot ist das Zeichen zum Aufbruch: für die Autokonzerne, bei älteren Dieselmotoren nicht nur die Software zu tauschen. Für die Politiker der Großen Koalition, dass die Industrie diese Hardware-Umrüstungen bezahlt. Und es ist das Zeichen zum Aufbruch für Autofahrer, endlich mal eine Probefahrt in dem schicken Elektroflitzer zu machen oder bei Kurzstrecken das Fahrrad zu nehmen. Die Durchfahrverbote in der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße sind erst der Anfang. Es wird mehr davon geben. Höchste Zeit, Konsequenzen zu ziehen.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... ar250.html
Labskaus!

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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Sa 26. Mai 2018, 17:29

frems hat geschrieben:(26 May 2018, 17:19)

Wieder mal ein paar positive Nachrichten:..

Höchste Zeit, Konsequenzen zu ziehen.


Ein Diesel-Navi....//eine Diesel App.

Der Ruß soll auch in den kleinsten Nebenstrassen verteilt werden ?

Wann verbietet die Politik die Durchfahrt durch die Tore der Autohersteller ? ......solange bis in D jedes Auto "Clean" rollt ?

Erst nachrüsten - dann WEITER PRODUZIEREN.

AUTOMOBILWOCHE: SOFTWARE-PROBLEME BEI 2.0-TDI-DIESELMOTOR
- VW-CHEF STOPPT PRODUKTION VON ARTEON UND PASSAT
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Sa 26. Mai 2018, 18:08

Teeernte hat geschrieben:(26 May 2018, 18:29)

Ein Diesel-Navi....//eine Diesel App.

Der Ruß soll auch in den kleinsten Nebenstrassen verteilt werden ?

Wann verbietet die Politik die Durchfahrt durch die Tore der Autohersteller ? ......solange bis in D jedes Auto "Clean" rollt ?

Erst nachrüsten - dann WEITER PRODUZIEREN.

Einfach Augen auf. Straßen mit luftverbessernden Maßnahmen sind ja mit zahlreichen Schildern gekennzeichnet. Wer zu blöd zum Lesen ist und erwischt wird, zahlt halt ein Bußgeld. So einfach ist das. Und ja, eine Verteilung durch Verlagerung ist Sinn der Sache. Das verstehen natürlich viele Autofahrer nicht und schreien seit Wochen herum. Ich amüsiere mich hingegen täglich köstlich. Das Problem ist auch weniger bei den Herstellern, sondern bei den vielen Autofahrern zu suchen, denn sie produzieren den Dreck, um eine Tonne Blech, viel Luft und sich selbst durch die Gegend zu kutschieren.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Teeernte » Sa 26. Mai 2018, 18:54

frems hat geschrieben:(26 May 2018, 19:08)

Einfach Augen auf. Straßen mit luftverbessernden Maßnahmen sind ja mit zahlreichen Schildern gekennzeichnet. Wer zu blöd zum Lesen ist und erwischt wird, zahlt halt ein Bußgeld. So einfach ist das. Und ja, eine Verteilung durch Verlagerung ist Sinn der Sache. Das verstehen natürlich viele Autofahrer nicht und schreien seit Wochen herum. Ich amüsiere mich hingegen täglich köstlich. Das Problem ist auch weniger bei den Herstellern, sondern bei den vielen Autofahrern zu suchen, denn sie produzieren den Dreck, um eine Tonne Blech, viel Luft und sich selbst durch die Gegend zu kutschieren.



20 eu .....wie bem Bäcker in 2. REihe... ohne Punkt.

Täglich 50.000 Fahrzeuge ....auf der Stresemann ... die Kontrolle will ich sehen.... (Verbiete nur was Du kontrollieren kannst..)

Ich amüsiere mich hingegen täglich köstlich. .... :D :D :D
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Sa 26. Mai 2018, 19:01

Teeernte hat geschrieben:(26 May 2018, 19:54)

20 eu .....wie bem Bäcker in 2. REihe... ohne Punkt.

Täglich 50.000 Fahrzeuge ....auf der Stresemann ... die Kontrolle will ich sehen.... (Verbiete nur was Du kontrollieren kannst..)

Ich amüsiere mich hingegen täglich köstlich. .... :D :D :D

Nach der Logik können wir die Führerscheinpflicht einstampfen, weil nicht jeder Autofahrer täglich kontrolliert wird, ob er einen hat, sondern nur stichprobenartig. Wir brauchen auch keine Fahrscheine mehr im Nah- und Fernverkehr, weil nicht jeder Fahrgast immer kontrolliert wird. Und so weiter. Bisschen unüberlegt, nicht?
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Sa 26. Mai 2018, 19:27

frems hat geschrieben:(26 May 2018, 20:01)

Nach der Logik können wir die Führerscheinpflicht einstampfen, weil nicht jeder Autofahrer täglich kontrolliert wird, ob er einen hat, sondern nur stichprobenartig. Wir brauchen auch keine Fahrscheine mehr im Nah- und Fernverkehr, weil nicht jeder Fahrgast immer kontrolliert wird. Und so weiter. Bisschen unüberlegt, nicht?

So ist es. Es muss nicht jedes Verbot täglich an jedem Ort überwacht werden. Dann würde es zum totalen Zusammenbruch auf unseren Straßen kommen.
Argumente die keine sind...
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 26. Mai 2018, 20:29

Muss man einen solchen Wirrwarr von Emotionen, Fehleinschätzungen und bewussten Falschbehauptungen ernst nehmen :?: Dagegen ist jeder Stammtisch auch nach dem fünften bis siebten Bier eine höchst intelligente Veranstaltung :p
PD hat geschrieben:Irgendwo ist dir die Hitze in den Kopf gestiegen oder . Oder gehörst du gar zu diesem Abmahnverein der sich anmaßend
Deutsche Umwelthilfe nennt . Das Gericht hat lediglich entschieden Fahrverbote für bestimmte Streckenabschnitte
könnten ausgesprochen werden . Es hat nicht entschieden das Fahrverbote ausgesprochen werden müssen .
Ich kann dir leider keine Links anbieten sondern mich halt nur daran orientieren was in den Zeitungen zu lesen ist .
Fakt bleibt Fahrverbote auf einzelne Strecken sind nicht zielführend sondern verlagern das Abgasproblem .
Die blaue Plakette gibt es nicht . Es sei denn du hast dir schon eine an deinen Stromer angebracht .
Länder und Bundesverkehrsministerium lehnen die blaue Plakette ab .
Nochmals auch wenn du diese Passage des Gerichts zu gerne unterschlägst Die Richter entscheiden klar zwischen
Verboten auf einzelnen Strecken und größeren Zonen .
Fakt bleibt Fahrverbote auf bestimmten Strecken nützen nichts .Deine Hysterie gegen Dieselautos darfst du weiter ausleben .
Sorry außer Tageszeitungen und Magazinen kann ich dir keine Quellen liefern . Im Übrigen bleibt es dir überlassen
ob halt nur deine Quellen als Aussagekräftig hältst :Merke das Gericht hat Fahrverbote nicht für rechtswidrig erklärt
aber nicht entschieden dass Fahrverbote ausgesprochen werden müssen . Nützen tun sie eh nichts ,im Gegenteil.
Falls du Erkenntnisse erlangen möchtest wer sich alles gegen Fahrverbote ausspricht gehe auf die Seiten
von Automobilclubs , Industrie und Handelsverbände , oder wende dich einfach ans Verkehrsministerium .
Unser grüner Verkehrskasper hat von Fahrverboten abgesehen . Der möchte dass seine Partei weiter gewählt wird .
In Erwartung einer Wahlpleite 2019 hat er schon mal seinen Rücktritt angekündigt
Fertigstellung der Ringautobahn die ca 30-40 % des Schwer und Fernverkehrs aus dem Stadtgebiet fernhalten würden
bringen mehr Entlastung als unsinnige Fahrverbote .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » So 27. Mai 2018, 12:27

Positiv Denkender hat geschrieben:(27 May 2018, 11:26)

Positive Nachrichten für Autohasser und Hysteriker ?

Nein, für verantwortungsbewußte Menschen, denen saubere Luft und saubere Umwelt noch etwas wert sind und die bereit sind dafür selbst Opfer zu bringen. Dies auch und insbesondere für unsere Nachwelt.
Egoisten scheren sich darum natürlich eine Dreck. Die verstecken sich hinter ihren Politikern, die sie gewählt haben.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Fliege » So 27. Mai 2018, 12:35

Die Stickoxidbelastung durch Dieselfahrzeuge hat doch nichts mit Naturschutz oder Sorge für die Nachwelt zu tun. Da geht es um Gesundheitsschutz im Hier und Jetzt (sofern die Messergebnisse an Brennpunkten überhaupt brauchbar sind, um Gesundheitsbelastungen abzuschätzen).
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » So 27. Mai 2018, 14:26

Fliege hat geschrieben:(27 May 2018, 13:35)

Die Stickoxidbelastung durch Dieselfahrzeuge hat doch nichts mit Naturschutz oder Sorge für die Nachwelt zu tun. Da geht es um Gesundheitsschutz im Hier und Jetzt (sofern die Messergebnisse an Brennpunkten überhaupt brauchbar sind, um Gesundheitsbelastungen abzuschätzen).

Eine sauberer Umwelt ist ja bereits ein Baustein für den Gesundheitsschutz. Und die Schädlichkeit kennt man spätestens seit den 90ern, als die WHO eine sehr umfangreiche Metastudie veröffentlicht hat. Wie dem auch sei.

Fest steht, dass in vielen Städten zumindest an den Vorbereitungen dafür gearbeitet wird – etwa in München, Köln, Berlin, Frankfurt und Stuttgart. Experten in den Rathäusern, arbeiten derzeit die schriftliche Begründung eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) durch, das im Februar Fahrverbote prinzipiell für zulässig erklärt hat.

https://www.berliner-zeitung.de/30524104

Die Autolobby und ihre Handlanger in der Politik haben's noch nicht geschnallt bzw. wollen ihre Wähler veräppeln.

Als Beispiele nennt er die Schaffung von mehr „grünen Wellen“ mit entsprechenden Ampelschaltungen. „Je mehr man mit weniger Ampel-Stopps den Verkehr verflüssigt, desto stärker verringert man den Schadstoff-Ausstoß“, betonte Balleis. Neue oder verbesserte Parkleitsysteme sollen zudem verhindern, „dass Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz 1000 Mal im Kreis fahren“. Mit klaren Hinweisen auf freie Parkplätze könnten Tausende von Kilometern Suchfahrten eingespart werden.

Ferner sollen mit Wetterdaten gekoppelte Informationssysteme Autofahrer etwa bei problematischen Wetterlagen frühzeitig auf Bus und Bahn verweisen. „Es gibt enorm viele Möglichkeiten, mit Hilfe der Digitalisierung Verkehrsschadstoffe zu verringern“, sagte Balleis. Auch der Umstieg aufs Fahrrad sei ein Beitrag zur Schadstoff-Senkung.

Für wenig hilfreich hält der Sonderbeauftragte der Bundesregierung hingegen die Entscheidung der EU-Kommission, Deutschland und vier weitere Länder wegen der hohen Schadstoff-Belastungen in vielen Städten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu verklagen. Dabei geht es um die Missachtung von EU-Grenzwerten für Stickoxide, die bereits seit 2010 verbindlich für alle Mitgliedstaaten sind.

„Natürlich will die EU damit Druck auf die deutsche Regierung ausüben. Dabei scheint die EU-Kommission aber zu übersehen, dass kein Land für die Verbesserung der Luft in belasteten Städten so viel Geld ausgibt wie Deutschland“, sagte Balleis.

Dass das größte Land mehr ausgibt als andere, ist nicht verwunderlich. Entscheidend wäre es, wie viel es relativ ist, ob in Kilometern, Fahrzeugen oder pro Kopf. Und das Märchen von der grünen Welle durfte natürlich auch nicht fehlen, obwohl die Verkehrswissenschaften seit etlichen Jahren wissen, dass sie kaum funktioniert.
Labskaus!

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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » So 27. Mai 2018, 15:06

Die Stadt Oldenburg war einer der ersten Städte Deutschlands, die nicht nur die erste Fußgängerzone sondern im gesamten Stadtgebiet die grüne Welle einführte. Aber das ist längst Schnee von gestern. Die grüne Welle ist tot, weil immer mehr Bedarfsampeln für Fugänger und Radfahrer sowie die für Busfahrer des ÖPNV per Fernbedienung zu schaltenden Ampelanlagen die grüne Welle zunichte machten. In anderen Städten sieht es genau so aus.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » So 27. Mai 2018, 15:59

Raskolnikof hat geschrieben:(27 May 2018, 16:06)

Die Stadt Oldenburg war einer der ersten Städte Deutschlands, die nicht nur die erste Fußgängerzone sondern im gesamten Stadtgebiet die grüne Welle einführte. Aber das ist längst Schnee von gestern. Die grüne Welle ist tot, weil immer mehr Bedarfsampeln für Fugänger und Radfahrer sowie die für Busfahrer des ÖPNV per Fernbedienung zu schaltenden Ampelanlagen die grüne Welle zunichte machten. In anderen Städten sieht es genau so aus.

Vor allem hat sich gezeigt, dass Theorie und Praxis voneinander abweichen. Die Verkehrsplaner haben nämlich vielerorts einen Faktor ignoriert: den Autofahrer. Man machte, wie für Ingenieure üblich, halt einen Faktencheck und schaute, wie viele Fahrzeuge auf bestimmten Abschnitten fahren, wie lange es im Schnitt dauert bis das erste und das letzte stehende Fahrzeug losfährt, wie weit es bis zum nächsten Knotenpunkt ist usw. usf. Da ging man von einem fahrenden Pulk an Fahrzeugen aus, die dann in einem Rutsch durchkommen. Aber das funktioniert nicht in der Praxis. Die einen fahren 55-60 km/h, andere schleichen parkplatzsuchend und/oder abbiegend vor sich hin usw. In Köln hat man die Intervalle der Lichtsignalanlage testweise mal auf Zufall in einem bestimmten Zeitfenster gestellt (mal 40 Sekunden grün, danach 75, danach 55, ...) und die Fahrzeuge kamen flüssiger durch als bei der "grünen Welle". Etwas besser läuft's, wenn man Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit hat, weil die Geschwindigkeitsunterschiede dann geringer sind und man auch Busse und Radfahrer besser berücksichtigen kann. Auch funktioniert ein Abgleich mit Neben- und Parallelstraßen dann besser. Aber das ist nicht gewollt, weil die wenigsten Autofahrer (= Wähler) verstehen würden, dass man mit einem niedrigeren Tempolimit genau so schnell oder ggf. sogar schneller am Ziel sein kann, wenn man weniger im Stau steht, weniger Unfälle verursacht werden etc. Kann man alles in die Tonne klopfen.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon jorikke » So 27. Mai 2018, 17:13

frems hat geschrieben:(27 May 2018, 16:59)

Vor allem hat sich gezeigt, dass Theorie und Praxis voneinander abweichen. Die Verkehrsplaner haben nämlich vielerorts einen Faktor ignoriert: den Autofahrer. Man machte, wie für Ingenieure üblich, halt einen Faktencheck und schaute, wie viele Fahrzeuge auf bestimmten Abschnitten fahren, wie lange es im Schnitt dauert bis das erste und das letzte stehende Fahrzeug losfährt, wie weit es bis zum nächsten Knotenpunkt ist usw. usf. Da ging man von einem fahrenden Pulk an Fahrzeugen aus, die dann in einem Rutsch durchkommen. Aber das funktioniert nicht in der Praxis. Die einen fahren 55-60 km/h, andere schleichen parkplatzsuchend und/oder abbiegend vor sich hin usw. In Köln hat man die Intervalle der Lichtsignalanlage testweise mal auf Zufall in einem bestimmten Zeitfenster gestellt (mal 40 Sekunden grün, danach 75, danach 55, ...) und die Fahrzeuge kamen flüssiger durch als bei der "grünen Welle". Etwas besser läuft's, wenn man Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit hat, weil die Geschwindigkeitsunterschiede dann geringer sind und man auch Busse und Radfahrer besser berücksichtigen kann. Auch funktioniert ein Abgleich mit Neben- und Parallelstraßen dann besser. Aber das ist nicht gewollt, weil die wenigsten Autofahrer (= Wähler) verstehen würden, dass man mit einem niedrigeren Tempolimit genau so schnell oder ggf. sogar schneller am Ziel sein kann, wenn man weniger im Stau steht, weniger Unfälle verursacht werden etc. Kann man alles in die Tonne klopfen.


Dein letzter Satz beschreibt das Problem sehr gut.
Erkenntnisse und Lösungsansätze von heute unterliegen immer der Gefahr in einigen Jahren belächelt zu werden.
Die Fachleute - da meine ich jetzt mal deine Kategorie - haben immer einen schweren Stand sich durch zu setzen, wenn das Problem nicht allzu offensichtlich ist.
Deshalb ist ihre Ansicht höchst wahrscheinlich doch richtig, du weißt ja wie das ist, recht haben und Recht bekommen.
Wie soll auch der gemeine Deutsche ein Problembewusstsein entwickeln, wenn z.B. in Stuttgart eine sehr hohe Belastung gemessen wird, gleichzeitig aber die Stuttgarter die höchste Lebenserwartung in Deutschland haben? Auch schwer zu verstehen ist natürlich die hohe zugelassene Belastung in Arbeitsräumen während der ganzen Arbeitszeit, aber ein Bruchteil der Belastung, deren Bereich in ca. 20 sec durchfahren wird, soll extrem schädlich sein.
Diese Beispiele mache ich mir nicht in der Sache zu eigen, mir geht es nur darum das fehlende Verständnis für Luftreinhaltungsmaßnahmen aufzuzeigen.
Ich sehe das Problem genereller. In einer sich weiter verdichtenden Bevölkerung, werden, um das Zusammenleben einvernehmlich gestalten zu können, noch viele Opfer bzgl. der individuellen Freiheit gebracht werden müssen.
Natürlich auch finanzieller Art.
Dafür Verständnis zu wecken, scheint mir diese vermaledeite Abgasdiskussion absolut kontraproduktiv zu sein.
In 20/30 Jahren, wenn uns möglicherweise viel größere Probleme belasten, wird man kopfschüttelnd auf diese Diskussion zurückblicken.
...wie war das noch mit der grünen Welle?
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Fliege
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Fliege » So 27. Mai 2018, 17:29

Ich schlage vor, die Messstationen zunächst regelkonform aufzustellen, um keine Fake-Messergebnisse zu erzielen. Erst, nachdem das passiert ist und reguläre Messergebnisse erzielt sind, lohnt es sich, die Diskussion um Dieselverbote fortzusetzen.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein.
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H2O
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » So 27. Mai 2018, 18:42

Fliege hat geschrieben:(27 May 2018, 18:29)

Ich schlage vor, die Messstationen zunächst regelkonform aufzustellen, um keine Fake-Messergebnisse zu erzielen. Erst, nachdem das passiert ist und reguläre Messergebnisse erzielt sind, lohnt es sich, die Diskussion um Dieselverbote fortzusetzen.


Überschreitungen festgelegter Grenzwerte von weit über 100% werden sich schwerlich mit dumm aufgestellten Meß- und Registriergeräten wegdiskutieren lassen. Natürlich kann man den Meßaufbau verbessern, wenn es da etwas zu bemängeln ist. Das Ziel muß der zutreffende Meßwert sein, nicht die Vermeidung von Fahrverboten. :cool:

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