Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

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Langfristig wird völlig autonomes Fahren Anteil an den gefahrenen Gesamt-KM(PKW/LKW) umfassen?

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immernoch_ratlos
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 25. Sep 2018, 10:36

Auch hier nur unsinniges "monolithisch globales" Denken - die Idee, das praktisch alles was Mensch je konstruiert hat und konstruieren wird - sich in mal in kleinen, mal in großen "Nischen" bewegt, scheint wenigstens einigen undenkbar.... :?:

Es gibt sie immer noch die "Zeppeline", nur eben nicht als "EINZIGE" Lösung für die "Luftfahrt". Warum um alles in der Welt muss JEDE Mobilität auch aus Fahrerlosen Fahrzeugen bestehen ? Das Eine (die ausschließlich von Fahrern abhängige Mobilität) geht zurück - wird zur "Nischenanwendung" überall dort, wo autonomes Fahren wenig oder keine Vorteile bietet, bleibt sie erhalten - ÜBERALL dort, wo problemlos auf den fehlerbehafteten Menschen verzichtet werden kann, wird sie sich durchsetzen. Das wird wie jede Entwicklung noch etwas dauern - was ist daran so außergewöhlich ? Die Idee als solche existiert WEIL Menschen fehlerhaft sind. Menschliche "Evolution" hat eben auch eine "technologische" Komponente....

Warum sollte es nicht möglich sein in all den Bereichen "hybride" Lösungen zu finden wo das notwendig ist ? Ein Flug findet doch (jedenfalls bei den meisten Großflugzeugen) in diesem Sinn "hybrid" statt. Piloten überwachen lediglich - die Steuerung ist längst autonom. Selbst Teile der Landung sind automatisiert. Wenn das in diesem Umfeld längst "normal" ist, warum sollte dies beim autonomen Fahren (das ja "erdgebunden" stattfindet) zusätzliche Probleme verursachen ? Überall - also nicht nur im Bereich Mobilität - wird versucht über sog. Assistenzsysteme - die typischen menschlichen Unzulänglichkeiten zu eliminieren.

Sogar umgekehrt wird (beim Motorrad) "ein Schuh daraus" - es wäre ja recht seltsam Motorräder ohne Besatzung über die Lande zu schicken - dennoch hat BMW das getan. Allerdings konnte man durch diese Autonomie, wichtige Erkenntnisse für Assistenzsysteme für Motorräder erarbeiten / entwickeln, die nun wieder das Fahren mit einem Motorrad sicherer machen. So können auch weniger begnadete Motorradfahrer ohne Gefahr für sich und ihre Umwelt auf die Straße gelassen werden.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 25. Sep 2018, 11:07

immernoch_ratlos hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:36)

Auch hier nur unsinniges "monolithisch globales" Denken - die Idee, das praktisch alles was Mensch je konstruiert hat und konstruieren wird - sich in mal in kleinen, mal in großen "Nischen" bewegt, scheint wenigstens einigen undenkbar.... :?:

Es gibt sie immer noch die "Zeppeline", nur eben nicht als "EINZIGE" Lösung für die "Luftfahrt". Warum um alles in der Welt muss JEDE Mobilität auch aus Fahrerlosen Fahrzeugen bestehen ? Das Eine (die ausschließlich von Fahrern abhängige Mobilität) geht zurück - wird zur "Nischenanwendung" überall dort, wo autonomes Fahren wenig oder keine Vorteile bietet, bleibt sie erhalten - ÜBERALL dort, wo problemlos auf den fehlerbehafteten Menschen verzichtet werden kann, wird sie sich durchsetzen. Das wird wie jede Entwicklung noch etwas dauern - was ist daran so außergewöhlich ? Die Idee als solche existiert WEIL Menschen fehlerhaft sind. Menschliche "Evolution" hat eben auch eine "technologische" Komponente....

Warum sollte es nicht möglich sein in all den Bereichen "hybride" Lösungen zu finden wo das notwendig ist ? Ein Flug findet doch (jedenfalls bei den meisten Großflugzeugen) in diesem Sinn "hybrid" statt. Piloten überwachen lediglich - die Steuerung ist längst autonom. Selbst Teile der Landung sind automatisiert. Wenn das in diesem Umfeld längst "normal" ist, warum sollte dies beim autonomen Fahren (das ja "erdgebunden" stattfindet) zusätzliche Probleme verursachen ? Überall - also nicht nur im Bereich Mobilität - wird versucht über sog. Assistenzsysteme - die typischen menschlichen Unzulänglichkeiten zu eliminieren.

Sogar umgekehrt wird (beim Motorrad) "ein Schuh daraus" - es wäre ja recht seltsam Motorräder ohne Besatzung über die Lande zu schicken - dennoch hat BMW das getan. Allerdings konnte man durch diese Autonomie, wichtige Erkenntnisse für Assistenzsysteme für Motorräder erarbeiten / entwickeln, die nun wieder das Fahren mit einem Motorrad sicherer machen. So können auch weniger begnadete Motorradfahrer ohne Gefahr für sich und ihre Umwelt auf die Straße gelassen werden.


In der Luftfahrt gibt es viele Dinge nicht die es auf der Straße sehr wohl gibt. Nebel, Schnee, Regen, Sturm, abgebrochene Äste, Zebrastreifen, Hunde, Katzen, Rehe, Fußgänger, Radfahrer, Zebrastreifen, Laub, gelbe Fahrbahnmarkierungen, Feldwege, Schlaglöcher, uneinsehbare Ab und Auffahrten. Alles Dinge die ohne Bewußtsein schnell zur Falle werden die primitive Elektronik nicht bewältigen kann.

Die Elektronik ist in der Sackgasse. Weitere "Intelligenzsteigerungen" verursachen einen immer unverhältnismäßigeren Aufwand. Auch weil die Elektronik sich nicht weiter miniaturisieren lässt. Darum soll die schöne neue autonome Welt ja nach dem Willen der Automobilindustrie eine ferngesteuerte Welt sein. das autonome Auto soll also vernetzt fahren weil es ohne gewaltige Serverfarmen im Hintergrund nicht geht. Auf den Internetseiten der Hersteller kannst du dass nachlesen wenn du mir nicht glaubst.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Di 25. Sep 2018, 17:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:07)

In der Luftfahrt gibt es viele Dinge nicht die es auf der Straße sehr wohl gibt. Nebel, Schnee, Regen, Sturm, abgebrochene Äste, Zebrastreifen, Hunde, Katzen, Rehe, Fußgänger, Radfahrer, Zebrastreifen, Laub, gelbe Fahrbahnmarkierungen, Feldwege, Schlaglöcher, uneinsehbare Ab und Auffahrten. Alles Dinge die ohne Bewußtsein schnell zur Falle werden die primitive Elektronik nicht bewältigen kann.

Die Elektronik ist in der Sackgasse. Weitere "Intelligenzsteigerungen" verursachen einen immer unverhältnismäßigeren Aufwand. Auch weil die Elektronik sich nicht weiter miniaturisieren lässt. Darum soll die schöne neue autonome Welt ja nach dem Willen der Automobilindustrie eine ferngesteuerte Welt sein. das autonome Auto soll also vernetzt fahren weil es ohne gewaltige Serverfarmen im Hintergrund nicht geht. Auf den Internetseiten der Hersteller kannst du dass nachlesen wenn du mir nicht glaubst.


Laut mancher Kommentare verursacht das autonome Fahren aber keine neuen Probleme? Da passen Deine Aussagen dann aber nicht!?
Meiner Meinung müsste erstmal das Problem des zukünftigen favorisierten Antriebs gelöst werden, bevor man sich überhaupt mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigt.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 26. Sep 2018, 14:46

maxbreak2 hat geschrieben:(25 Sep 2018, 18:08)

Laut mancher Kommentare verursacht das autonome Fahren aber keine neuen Probleme? Da passen Deine Aussagen dann aber nicht!?
Meiner Meinung müsste erstmal das Problem des zukünftigen favorisierten Antriebs gelöst werden, bevor man sich überhaupt mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigt.


Kommentare sind dass eine. Die Webseiten der Automobilindustrie zeigen allerdings dass deren Vision der autonomen Welt eine vernetzte Welt ist. Die Kommentare der Elektronik-Nerds hier zeigen dagegen nur Wunschdenken. Und viele bedenken nicht dass die stürmische Entwicklung der Elektronik einen Endpunkt erreicht hat der bestimmte Visionen der Robotiker verunmöglicht bzw nur über eine Vernetzung zu realisieren sind. Das freilich wirft ganz eigene Probleme auf die auch nicht lösbar sind. Dass weiß jeder der schon mal eine Großraumstörung erleben durfte. Erst letzte Woche hatte ich tagelang weder Telefon noch Internet. So etwas darf in der autonomen Welt nicht passieren. Wird es aber. Und alle Räder stehen still.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Do 27. Sep 2018, 09:17

maxbreak2 hat geschrieben:(25 Sep 2018, 18:08)
Meiner Meinung müsste erstmal das Problem des zukünftigen favorisierten Antriebs gelöst werden, bevor man sich überhaupt mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigt.

Kannst Du das auch begründen? Oder ist das nur wieder einer der vielen wirren Gedankenblitze? :?:
Labskaus!

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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 27. Sep 2018, 21:25

Jeder der sich täglich informiert ist also ein "Nerd" - sehr intelligenter, aber sozial isolierter Computerfan - Immer schön die eigenen Vorurteile pflegen und dafür ein wenig intelligenter, aber sozial unisolierter Computerverachter sein :?:

Nun ja sei es drum... :p

Quelle hat geschrieben:Car-to-Car und Car-to-X - VW vernetzt Fahrzeuge ab 2019 serienmäßig

Volkswagen forciert die Car-to-Car- und Car-to-X-Kommunikation: Ab 2019 soll eine erste Modellreihe serienmäßig mit pWLAN ausgestattet sein – einer Technologie, die den Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und Fahrzeugen mit der Infrastruktur möglich machen soll. Die Kommunikation verkehrsrelevanter Informationen soll nach VW-Angaben herstellerübergreifend in einem lokalen Umfeld von circa 500 Metern stattfinden können.

Die eingesetzte Technologie basiert auf dem IEEE 802.11p (pWLAN)-Standard, den die Autoindustrie für die direkte Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur standardisiert und in internationalen Märkten herstellerübergreifend getestet hat. Mit pWLAN lassen sich verkehrsrelevante Informationen, Warnungen bis hin zu Sensordaten innerhalb weniger Millisekunden im direkten Umfeld austauschen. Hierdurch könne der Erfassungsbereich des Fahrzeugs um mehrere hunder Meter erweitert und quasi der Blick um die Ecke ermöglicht werden, so Volkswagen.

Strategisch wollen die Wolfsburger die Grundausstattung ihrer Modelle, neben Mobilfunk, serienmäßig mit der neuen Kommunikationstechnologie erweitern. „Wir wollen die Sicherheit im Straßenverkehr mithilfe der Fahrzeugvernetzung erhöhen, und das geht am effizientesten mit einer schnellen Verbreitung einer gemeinsamen Technologie“, sagt Johannes Neft, Leiter der Aufbauentwicklung der Marke Volkswagen. „Wichtig ist eine durchgängig eingesetzte Technologie, die von möglichst vielen Herstellern und Partnern genutzt wird.“

Entscheidend für das Funktionieren der pWLAN-Technik: Auch andere Verkehrsteilnehmer sowie die Infrastruktur müssen über die Technologie verfügen. Volkswagen führt daher Gespräche mit Behörden, Verkehrsministerien und Partnern der Automobil- und Verkehrsindustrie, um die Verbreitung der Technologie bis zur Serieneinführung weiter zu steigern.
Hier noch gleich ein PDF Da wäre noch "C2I" (car to infrastructure) Ein längst breites Feld, das man gern auch verschlafen kann...

Ein Überblick : Car-to-X-Konzepte Man muss nun wirklich kein "Nerd" sein um die Entwicklungen in 2018 zu kennen. Vorm autonomem Fahren - aber auch danach wird "vernetzt". Kleiner Nebeneffekt der sich meist selbstüberschätzende menschliche Fahrer wird unmerklich zum bloßen Statisten. Wem das nicht passt, wird eben das Fahren - abseits des ernsthaften Verkehrs - wie jeden Sport betreiben. Mir würde da Offroad-Fahren besonders gefallen... Im ehemaligen Braunkohletagebau muss es dafür sicher genug Möglichkeiten geben :thumbup:
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 28. Sep 2018, 08:31

Alter Stubentiger hat geschrieben:Und viele bedenken nicht dass die stürmische Entwicklung der Elektronik einen Endpunkt erreicht hat der bestimmte Visionen der Robotiker verunmöglicht bzw nur über eine Vernetzung zu realisieren sind. Das freilich wirft ganz eigene Probleme auf die auch nicht lösbar sind.
Nicht lösbar ? Wieso muss Vernetzung gleich Bundesweit - global sein ?

Lokale Vernetzung - genügt doch vollständig. Wenn z.B. Fahrzeuge in einem Bereich der ~500m umfasst "miteinander korrespondieren" genügt das völlig. Daten die da ausgetauscht werden müssen lassen sich durchaus im voraus bestimmen. Ganz einfache Überlegungen helfen da schon. Wie viele Meter legt ein Auto pro Sekunde zurück, wenn es 100km/h fährt ? Es sind 27,778m/s also ungefähr 28m. Für "Elektronik" ist eine Sekunde eine sehr, sehr lange Zeit.

Der Mensch dagegen "blinzelt" ca. 10 bis 15mal pro Minute. Ist also alle 4 bis 6 Sekunden für 300 bis 400 Millisekunden "blind". Das Gehirn simuliert in dieser Zeit es sei nichts geschehen - meint Mensch - nimmt diesen Vorgang nicht bewusst war. Das soll nun sicherer sein, als eine "nichtblinzelnde Elektronik" :?:

Befast man sich mit all den menschlichen Unzulänglichkeiten, kommt kaum noch Verwunderung über dessen permanenten Versagens auf. Nun ist "Mensch" weltweit dabei sich über technische Hilfsmittel von seinen natürlichen Beschränkungen zu "distanzieren". Die einen wollen es nicht wahrhaben, die anderen erfinden schlicht Gizmos zur Überwindung.

Ein ernsthaftes Problem - "Falschfahrer" - meist werden die erst erkannt, wenn es schon "gekracht hat". Nun könnte man Fahrzeuge so "intelligent" machen, dass es schlicht unmöglich wird speziell Autobahnen / mehrspurige Schnellstraßen in die falsche Richtung zu befahren. Mit der weiter voranschreitenden Vernetzung von Fahrzeugen, wäre das geradezu ein erfreulicher Nebeneffekt. Einen anderen Weg (der jedoch auch bei Vernetzung "brauchbar" ist) gingen diese ehemaligen Studenten : 22.08.2018 "Schluss mit Falschfahrer" Einfach mal lesen und verstehen wie alles miteinander zu tun hat und welche Vorteile jeder einzelne Baustein im Zusammenwirken dann hat.

Warum muss ein KFZ - PKW heute noch ein mechanisches Lenkrad haben :?: Etwas, was Platz im Fahrzeug einnimmt und die Gefahr (bei einem Crash) direkt in die Fahrgastzelle bringt ? Wieder mal zeigt sich, "drive by wire" (was ja schon ansonsten "unsichtbar" in modernen KFZ werkelt) wird auch dieses "liebgewonnene" Relikt beseitigen. Was dann noch die Möglichkeit von Level 5 auf niedrigere Level umzuschalten ermöglicht - ganz davon abgesehen, das Problem Fahrzeuge für "Links- oder Rechtsverkehr" mit hohem Aufwand zu produzieren praktisch eliminiert. Dazu dieser Beitrag : 07.08.2018 "Schaeffler kauft ‚Drive-by-wire‘-Technologie"
‚Steer-by-wire‘ wichtig für das autonome Fahren

Kernelement von Space Drive, einer führenden ‚Drive-by-wire‘-Technologie, ist neben der Fahr- und Bremsbetätigung vor allem die so genannte ‚Steer-by-wire‘-Funktion (wörtlich übersetzt ‚Lenken-via-Kabel‘), welche die Spurführung des Fahrzeugs zuverlässig und rein über elektronische Stellsignale ermöglicht. Das Lenkrad und die mechanische Verbindung der Lenksäule können also vollständig entfallen.

‚Steer-by-wire‘ ist eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren, welches insbesondere auf eine sichere und hochzuverlässige Lenkfunktion angewiesen ist. Auch in Pkw, die nur temporär automatisiert fahren, entstehen allein durch den Wegfall der Lenksäule völlig neue Möglichkeiten für die konzeptionelle Ausgestaltung der Fahrzeuge und ihrer Innenräume.
Glaubst Du (und andere Realitätsverweigerer) Ein Unternehmen wie z.B. die Schaeffler-Gruppe mit 2015 weltweit an 180 Standorten über 86.000 Mitarbeiter, davon etwa 32.000 in Deutschland. Der Umsatz betrug im Jahr 2015 13,2 Milliarden Euro, würde einfach so ins Blaue hinein irgendwelchen "Nerds" folgen ? Praktisch alle weltweit etablierten Fahrzeughersteller und deren Zulieferer arbeiten am Komplex "autonomes Fahren". Wie lange es wohl dauern mag, bis sich diese Veränderung durchsetzen werden, mag ja noch offen sein. Das es geschieht, wird erkennbar, wenn man mal die selbstgebastelten Scheuklappen abnimmt.

Die Zeiten wo der Verkauf von privaten PKW noch mit hohem jährlichen Wachstum verbunden war, sind in all den Ländern der "ersten Welt" längst vorbei. Ähnlich wie Hersteller von militärischer Ausrüstung "nur" für die eigenen Streitkräfte - also ohne Exporte - nicht überleben können, verhält es sich ganz offensichtlich mit PKW-Produzenten. China was gegenwärtig einen geradezu gigantischen Produktion von e-Mobilen aufbaut, wird sehr bald auch im Exportmarkt versuchen der führende Exporteur zu werden. All diese Vorgänge zielen gleichzeitig auf autonome Verkehrssystem ab.

China, nicht gerade als Hort der Demokratie bekannt, wird sein Verkehrssystem von vornherein "dirigistisch" gestalten. All die Technologie die dabei entwickelt wird, wird wiederum unsere Technologie mindestens beeinflussen. Man wird notwendige dirigistische Schritte als zusätzliche Sicherheit "verkaufen". Ein Argument, dem niemand entgehen kann. Jede Menge Assistenzsysteme die ein moderner PKW heute schon enthält, sind so "über uns gekommen". Das wird auch so weitergehen....
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 28. Sep 2018, 15:06

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Sep 2018, 09:31)

Nicht lösbar ? Wieso muss Vernetzung gleich Bundesweit - global sein ?

Lokale Vernetzung - genügt doch vollständig. Wenn z.B. Fahrzeuge in einem Bereich der ~500m umfasst "miteinander korrespondieren" genügt das völlig. Daten die da ausgetauscht werden müssen lassen sich durchaus im voraus bestimmen. Ganz einfache Überlegungen helfen da schon. Wie viele Meter legt ein Auto pro Sekunde zurück, wenn es 100km/h fährt ? Es sind 27,778m/s also ungefähr 28m. Für "Elektronik" ist eine Sekunde eine sehr, sehr lange Zeit.

Der Mensch dagegen "blinzelt" ca. 10 bis 15mal pro Minute. Ist also alle 4 bis 6 Sekunden für 300 bis 400 Millisekunden "blind". Das Gehirn simuliert in dieser Zeit es sei nichts geschehen - meint Mensch - nimmt diesen Vorgang nicht bewusst war. Das soll nun sicherer sein, als eine "nichtblinzelnde Elektronik" :?:

Befast man sich mit all den menschlichen Unzulänglichkeiten, kommt kaum noch Verwunderung über dessen permanenten Versagens auf. Nun ist "Mensch" weltweit dabei sich über technische Hilfsmittel von seinen natürlichen Beschränkungen zu "distanzieren". Die einen wollen es nicht wahrhaben, die anderen erfinden schlicht Gizmos zur Überwindung.

Ein ernsthaftes Problem - "Falschfahrer" - meist werden die erst erkannt, wenn es schon "gekracht hat". Nun könnte man Fahrzeuge so "intelligent" machen, dass es schlicht unmöglich wird speziell Autobahnen / mehrspurige Schnellstraßen in die falsche Richtung zu befahren. Mit der weiter voranschreitenden Vernetzung von Fahrzeugen, wäre das geradezu ein erfreulicher Nebeneffekt. Einen anderen Weg (der jedoch auch bei Vernetzung "brauchbar" ist) gingen diese ehemaligen Studenten : 22.08.2018 "Schluss mit Falschfahrer" Einfach mal lesen und verstehen wie alles miteinander zu tun hat und welche Vorteile jeder einzelne Baustein im Zusammenwirken dann hat.

Warum muss ein KFZ - PKW heute noch ein mechanisches Lenkrad haben :?: Etwas, was Platz im Fahrzeug einnimmt und die Gefahr (bei einem Crash) direkt in die Fahrgastzelle bringt ? Wieder mal zeigt sich, "drive by wire" (was ja schon ansonsten "unsichtbar" in modernen KFZ werkelt) wird auch dieses "liebgewonnene" Relikt beseitigen. Was dann noch die Möglichkeit von Level 5 auf niedrigere Level umzuschalten ermöglicht - ganz davon abgesehen, das Problem Fahrzeuge für "Links- oder Rechtsverkehr" mit hohem Aufwand zu produzieren praktisch eliminiert. Dazu dieser Beitrag : 07.08.2018 "Schaeffler kauft ‚Drive-by-wire‘-Technologie"Glaubst Du (und andere Realitätsverweigerer) Ein Unternehmen wie z.B. die Schaeffler-Gruppe mit 2015 weltweit an 180 Standorten über 86.000 Mitarbeiter, davon etwa 32.000 in Deutschland. Der Umsatz betrug im Jahr 2015 13,2 Milliarden Euro, würde einfach so ins Blaue hinein irgendwelchen "Nerds" folgen ? Praktisch alle weltweit etablierten Fahrzeughersteller und deren Zulieferer arbeiten am Komplex "autonomes Fahren". Wie lange es wohl dauern mag, bis sich diese Veränderung durchsetzen werden, mag ja noch offen sein. Das es geschieht, wird erkennbar, wenn man mal die selbstgebastelten Scheuklappen abnimmt.

Die Zeiten wo der Verkauf von privaten PKW noch mit hohem jährlichen Wachstum verbunden war, sind in all den Ländern der "ersten Welt" längst vorbei. Ähnlich wie Hersteller von militärischer Ausrüstung "nur" für die eigenen Streitkräfte - also ohne Exporte - nicht überleben können, verhält es sich ganz offensichtlich mit PKW-Produzenten. China was gegenwärtig einen geradezu gigantischen Produktion von e-Mobilen aufbaut, wird sehr bald auch im Exportmarkt versuchen der führende Exporteur zu werden. All diese Vorgänge zielen gleichzeitig auf autonome Verkehrssystem ab.

China, nicht gerade als Hort der Demokratie bekannt, wird sein Verkehrssystem von vornherein "dirigistisch" gestalten. All die Technologie die dabei entwickelt wird, wird wiederum unsere Technologie mindestens beeinflussen. Man wird notwendige dirigistische Schritte als zusätzliche Sicherheit "verkaufen". Ein Argument, dem niemand entgehen kann. Jede Menge Assistenzsysteme die ein moderner PKW heute schon enthält, sind so "über uns gekommen". Das wird auch so weitergehen....


Es ist ein Hype. Nicht mehr. Die meisten die diesem Irrsinn folgen wissen doch eigentlich gar nichts über Microelektronik. Und wer nicht mitjubelt wird als Technikverweigerer hingestellt. Und außerdem werden die Fähigkeiten der Menschen doch ziemlich schlecht geredet. Aber gut. Glaube du mal nur an deine autonome Zukunft. Ich glaube an meinen 30 Jahre alten Lichtschalter. Der funktioniert immer. So lange wird "smarte" Technik wohl nirgends durchhalten.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 29. Sep 2018, 09:01

@ Alter Stubentiger

Toll - Du hast einen schon einen Lichtschalter - das gibt doch einen gewissen Anlass zu Hoffnung.... :thumbup:
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Sa 29. Sep 2018, 10:10

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Sep 2018, 15:46)

Kommentare sind dass eine. Die Webseiten der Automobilindustrie zeigen allerdings dass deren Vision der autonomen Welt eine vernetzte Welt ist. Die Kommentare der Elektronik-Nerds hier zeigen dagegen nur Wunschdenken. Und viele bedenken nicht dass die stürmische Entwicklung der Elektronik einen Endpunkt erreicht hat der bestimmte Visionen der Robotiker verunmöglicht bzw nur über eine Vernetzung zu realisieren sind. Das freilich wirft ganz eigene Probleme auf die auch nicht lösbar sind. Dass weiß jeder der schon mal eine Großraumstörung erleben durfte. Erst letzte Woche hatte ich tagelang weder Telefon noch Internet. So etwas darf in der autonomen Welt nicht passieren. Wird es aber. Und alle Räder stehen still.


Man könnte versuchen die Sache ausfallsicherer zu machen (zumindest bei Stromausfällen), indem man zusätzlich Stromaggregate an den entscheidenden Stellen installiert. Müsste man nur eine Lösung finden, wo die Energie für die Aggregate herkommen soll? Aus der Steckdose?

USV's würden wahrscheinlich nicht ausreichen für den Betrieb?
Vielleicht um das ganze System einigermaßen geordnet runter zufahren, bis der Stromausfall behoben ist?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 29. Sep 2018, 14:35

maxbreak2 hat geschrieben:(29 Sep 2018, 11:10)

Man könnte versuchen die Sache ausfallsicherer zu machen (zumindest bei Stromausfällen), indem man zusätzlich Stromaggregate an den entscheidenden Stellen installiert. Müsste man nur eine Lösung finden, wo die Energie für die Aggregate herkommen soll? Aus der Steckdose?

USV's würden wahrscheinlich nicht ausreichen für den Betrieb?
Vielleicht um das ganze System einigermaßen geordnet runter zufahren, bis der Stromausfall behoben ist?


Kann ich nicht sagen. Man müßte mal nachforschen wie z.B. Großraumstörungen entstehen die immer wieder ganze Straßenzüge und Stadtteile von der vernetzten Welt abschneiden. Ist auf jeden Fall auch eine Frage der Redundanz. Werden die Hersteller von autonomen Fahrzeugen und der digitalen Infrastruktur da so agieren wie heute? Also ohne ausreichende Redundanz. Ich fürchte ja. Redundanz sind Kosten. Da fällt es schwer eine Kamera zur Sicherheit mehr einzubauen. Und es ist die Frage ob die Systeme wirklich immer so ineinandergreifen wie die Entwickler es sich vorstellen.
Hier haben sie es nicht getan:
https://www.sueddeutsche.de/auto/selbst ... -1.3059246
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 29. Sep 2018, 14:39

immernoch_ratlos hat geschrieben:(29 Sep 2018, 10:01)

@ Alter Stubentiger

Toll - Du hast einen schon einen Lichtschalter - das gibt doch einen gewissen Anlass zu Hoffnung.... :thumbup:

Warst bei der IFA im "Smart Home" Raum wo man alles mit Smartphone und Zuruf steuern kann? Da frage ich mich schon was für ein Aufwand es swin wird die einmal eingebaute teure Technik über mehr als 5 Jahre am Leben zu halten. Bei einem konventionellen Zuhause stellt sich diese Frage nicht.

Eine Antwort kriegt man vielleicht wenn man versucht Ersatzteile für ein 5 Jahre altes Smartphone zu kriegen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » So 30. Sep 2018, 10:20

Ist schon komisch, kaum greift ein "wunderbares Argument" nichtmehr, dann muss schnell ein anderes her.... :thumbup: - mein bescheidener Aphorismus zur Sache :p

Wenn etwas ein "Hype" (besonders spektakuläre, mitreißende Werbung (die eine euphorische Begeisterung für ein Produkt bewirkt oder aus Gründen der Publicity inszenierte Täuschung) ist, dann gewiss die gegenwärtigen Versuche die heimische Elektrik "smart" zu gestalten. Einiges dort ist durchaus "clever" und wird bleiben, anderes wiederum nicht.

Darum geht es aber beim "Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge" doch eher nicht. Bei Fahrzeugen mit komplexen Bedienelementen wird Sprachsteuerung eine wichtigen Platz einnehmen. Das Herumzufummeln an irgendwelchen Schaltern dürfte ein ähnliches Unfallpotential haben, wie die Bedienung sog. Smartphone. Aber bei Deiner Grundeinstellung werter Alter Stubentiger, wird sicher nichts von all dem Deine Zustimmung finden. Nun wirst werde Du, noch ich, gefragt was den nun das "Akzeptable" sei und was nicht.

Warum jemand einen für einen Wegwerfartikel wie ein "5 Jahre altes Smartphone" überhaupt Ersatzteile benötigen sollte erschließt sich mir so garnicht. Wenn solche Gerätschaften gut recycelbar wären - mir würde das durchaus genügen. Mein Samsung Galaxy Note II von 2012 funktioniert noch ganz gut und ich wüsste nicht warum ich da irgendwelche "Ersatzteile" (außer dem Akku) benötigen sollte. Was wirklich ärgerlich ist, Update auf ein aktuelles Betriebssystem ist schon ein Weilchen nicht mehr möglich. Das wiederum hat mit dem "Wachstum" zu tun. Wie lange könnte ein Unternehmen, welches sozusagen für die Ewigkeit produziert, überleben ? Technische Machbarkeit und das Bestehen im gegenwärtigen "Markt" hat in vielen Fällen nicht das Geringste miteinander gemein. So muss man sehr sorgfältig Technologie und Markterscheinungen auseinanderhalten.

Bin sicher was ich nun maxbreak2 zu seinem Einwand in Sachen Stromversorgung entgegnen werde, wird sicherlich nicht Deinen Gefallen finden. Bei Dir schimmert mir zu sehr diese Erkenntnis vom Harald Kostial durch - meinte doch der :
Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe.
Was Dich leider für Lösungen vollkommen unbrauchbar macht :dead:
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » So 30. Sep 2018, 10:28

@ maxbreak2

Da war doch was ? Irgendwie gab es doch auch in Sachen "Stromversorgung von autarken Sensoren" - "autarke Sensoren" passt doch gut zu "Autonomie" Es soll ja da niemanden geben der uns sagen kann was richtig und falsch ist. So bedeutet wohl "Autonom denken" - die Schere im Kopf beiseite zu legen :thumbup:

Besonders dumm erscheint mir diese "Schere im Kopf", wenn dabei einfach Fakten die mindestens eine Teillösung bedeuten (können) einfach weggeschnippelt werden.

Wer sagt denn eigentlich, warum in einem solchen System überhaupt etwas von Stromausfällen abhängig konstruiert sein muss ? Nur ein ganz einfaches Beispiel - inzwischen millionenhaft genutzt - "Transponder" lt. WIKI "Transponder ist ein Kofferwort aus den Begriffen Transmitter und Responder" Muss so ein Transponder (permanent) mit Energie versorgt werden ? Eher wohl nein. Wenn also nicht kaputt, hat z.B. dieser "Baustein" schon mal keine Stromversorgung. Es genügt für den Moment zu "responden", wenn das Teil im Wirkbereich des "Empfängers" ist. Längst üblich in der Logistig-Industrie, wo im Boden eingelassene Transponder den Fahrzeugen "den Weg weisen". Es genügt also völlig, wenn die sich selbstversorgende Bordelektronik "weiß" was sie mit dem Transpondersignal anfangen soll. "Irgend ein Algorithmus" wird schon wissen was zu tun - oder zu lassen ist. Dabei kann als "Redundanz" und Prüfgröße durchaus z.B. über GPS und oder sehr genaue Straßenkarten referenziert werden. Wenn also Fahrzeuge nicht nur untereinander korrespondieren, sondern dezentral und zentral permanent Daten ergänzen, wie lange mag es wohl dauern, bist die notwendigen Referenzdaten einer beliebigen Strecke vorliegen ?

Wer z.B. heute ein TomTom nutzt, ist sowohl Datenempfänger, als auch Datenversender. Ähnliches "kann" Google und jeder der nicht völlig blind ist, weiß daS auch. Also gibt es diese flächendeckenden Verbindungen längst - lange bevor es "frei laufende autonome Fahrzeuge" gibt.

Doch was ist mit andern Teilen des IoT ? Anfänglich wurden einfach langlebige Batterien in solchen Gerätschaften integriert. Doch schon bald - besonders bei deren schnellwachsender Anzahl und dem damit verbundenen Aufwand, wurden andere Methoden der Stromversorgung gesucht und gefunden.

Die deutsche Übersetzung "Energieernte" ist leider wegen anderer Nutzung eher irreführend - engl. "Energie Harvesting" trifft hier präzise das Gewinnen von sehr kleinen Energiemengen für elektr. Gerät aus deren Umgebung. Jeder (hoffentlich jeder) kennt die Automatikuhren die allein durch die Bewegung des Trägers die notwendige mech. Energie bereitstellen. Eine noch analoge Technik.

Warum nicht auch Sonne, Wind, Temperatur, Vibrationen oder Druckänderung als "Stromquelle" nutzen :?: Oder aus einem Funksignal das z.B. von einem PKW kommt ? Nun für "Interessierte" - also alle die nicht nur ständig Gründe dafür suchen "warum etwas nicht funktionieren kann" - hier ein Artikel vom eher populärwissenschaftlichen FOCUS "gut abgehangen von 2011" : "FOCUS Magazin | Nr. 43 (2011)Energie-Special : Große Zukunft für Energie-Harvesting" oder eine Artikel von "Fraunhofer IPMS" in der Quelle : Industrie.com "Stromversorgung dezentraler Systeme Energie-Harvesting macht Chipsysteme autark" vom 16.03.2017.

Übrigens Fraunhofer IPMS in Dresden - wer sich bemüht findet, sucht und findet Wege - und nun kommen sicher wieder nur "Gründe" warum das alles nicht geht.... :|
Christian Morgenstern hat geschrieben:Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf.
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maxbreak2
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » So 30. Sep 2018, 15:22

Vernetzte autonom fahrende Fahrzeuge, wobei die zugehörige Technik bzw. die notwendige Infrastruktur mit Hilfe von "Energie-Harvesting" autark mit Energie betrieben werden können?
Kann das jemand mit konkreten Zahlen belegen hinsichtlich des tatsächlichen Energiebedarfs?
roadrunner

Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon roadrunner » So 30. Sep 2018, 17:53

maxbreak2 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 16:22)

Vernetzte autonom fahrende Fahrzeuge, wobei die zugehörige Technik bzw. die notwendige Infrastruktur mit Hilfe von "Energie-Harvesting" autark mit Energie betrieben werden können?
Kann das jemand mit konkreten Zahlen belegen hinsichtlich des tatsächlichen Energiebedarfs?

"Energie-Harvesting" Einsatz flächendeckend im Fahrzeugsektor einsetzen ist noch technische Zukunft. Autonom Fahrende Fahrzeuge werden noch etliche Jahre auch mit Verbrennungsmotoren fahren.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » So 30. Sep 2018, 20:45

Versuchen "wir" es doch einmal "umgekehrt" - Schildere Du bitte welche von "außen kommenden" Signale auf eine permanente Stromquelle angewiesen sind und warum.

Alles was in einem Fahrzeug, welches ja mindestens über eine Batterie und einen eigenen Generator verfügt, ist ja selbst vollkommen unabhängig von äußeren Stromquellen.

Gäbe es schon fertige Systeme die Du erwartest - vorausgesetzt die unterschiedlichen Entwickler veröffentlichen Details - hätte ich Dir das gewisse sofort verlinkt. Einstweilen musst Du wie jeder andere dieses "puzzle" aus dem zusammenreimen, was es da bereits gibt.

Nehmen "wir" doch mal eine der (heute) üblichen Ampel. Die folgen in sehr vielen Fällen einer geradezu primitiven Abfolgeschaltung. Werden elektrisch fremdversorgt - weil auch aktuelle LED-Beleuchtung ohne nicht auskommt.

Warum soll eine solche Anlage nicht auch "intelligent" auf ihre Umgebung reagieren - besonders dann, wenn "sie" eigentlich nichts zu regeln hat ? Die Annäherung von Fahrzeugen löst die notwendige Umschaltung aus - weil die sich nähernden Fahrzeuge für diesen Akt in Verbindung treten. Für (noch) beteiligte Menschen werden weiter die bekannten Farbsignale emittiert und niemand muss da noch etwas entscheiden. Die notwendigen Algorithmen sind fix hinterlegt und flexibel genug um alle denkbare Situationen abzudecken. Die "autonom" fahrenden KFZ werden bestmöglich gesteuert und "gehorchen" problemlos. Fahrzeuge mit menschlichen Fahrern werden bei Übertretungen von der Anlage erfasst. Warum soll in Zukunft nicht sichergestellt werden, wer gerade fährt, ob der das auch darf usw. usf. :?: Warum müssen noch immer spezielle Polizeieinheiten (mit erheblichem Aufwand) sehr lückenhaft "sicherstellen" das sich auch der letzte Idiot an bestehende Regeln hält :?:

Kein vernünftiger Mensch würde nur einen Moment überlegen ob er in einen maschinellen Prozess "einfach mal so eingreift" Wer an modernen Maschinen gearbeitet hat, wird das wissen. Nun sind Menschen durchaus "unberechenbar" - soll daher einfach hingenommen werden - das jeder problemlos über Gesundheit und Leben anderer Verkehrsteilnehmer verfügen kann ? Das ist leider "Stand" gegenwärtiger Technik. Man versucht seit Jahren diesen eigentlich unhaltbaren Zustand durch allerlei Assistenzsysteme wenigstens zu mildern. Noch erlaubt ein schlecht beratener Gesetzgeber tatsächlich das Abschalten von Assistenzsystemen, die eigentlich Leben retten sollen und können. Nur weil einige hier das nicht billigen, nicht wissen oder was auch immer, wird dennoch der Status Quo permanent an die sich ergebenden Möglichkeiten angepasst. Nur mal ein Beispiel was da schon seit Jahren werkelt :
Quelle hat geschrieben:Mobileyes revolutionäre Softwarealgorithmen und der EyeQ ® Chip (heute in der dritten Generation) führen detaillierte Interpretationen des Sichtfeldes durch, um mögliche Unfälle mit anderen Fahrzeugen, Fußgängern, Tieren, Objekten und anderen Hindernissen zu vermeiden. Unsere Produkte sind auch in der Lage Fahrbahnmarkierungen wie Spuren, Straßenbegrenzungen, Barrieren und ähnliche Gegenstände, ebenso zu erkennen wie Verkehrszeichen und Ampeln. Dies geschieht durch Standards der Automobilbranche in Form von hoher Leistung, niedrigem Energieverbrauch und geringen Kosten.

Mobileyes einzigartige Fähigkeit in diesem Bereich ist alle Objekterkennungsalgorithmen durch eine Kamerakonstruktion verbunden zu haben, wodurch die Kosten reduziert und die Ausrüstung sowie die Verpackung des Sensors vereinfacht werden.

Mobileyes EyeQ® Chip und die Algorithmen werden seit 2007 in neue Fahrzeugmodelle integriert. Die Integration der ersten Millionen Chips fand Mitte des Jahres 2012 statt. Weitere 1,3 Millionen Chips kamen im Jahr 2013 hinzu – heute verfügen geschätzt ca. fünf Millionen Fahrzeuge über den integrierten Chip. Unsere Produkte sind bereits bzw. werden in Automodellen von 25 globalen Autoherstellern einschließlich BMW, Ford, General Motors, Nissan, Volvo, Audi und Hyundai integriert.

Mobileye investierte mehr als 15 Jahre in Forschung und Entwicklung und sammelte Daten von Millionen von Meilen Fahrerlebnis, wodurch das Unternehmen einen bedeutenden technologischen Vorsprung gewann.
Oder wie diese Quelle nun sehr umfangreich demonstriert was da tatsächlich alles vorgeht.

Ob es wohl in naher Zukunft autonomen Verkehr geben wird ? Sicher, besonders wenn man die Voraussetzungen entsprechend ändert. Dazu müssen wohl Bereiche auf die die Bedürfnisse von schienenlosen aber ansonsten autonomen Fahrzeuge angepasst werden. Inwieweit man dazu Strecken für den noch üblichen Verkehr sperrt und dafür einen höheren Durchsatz gewinnt - keiner weiß das gegenwärtig. Aber wenn sich dadurch der Nutzungsgrad über den von personengesteuerten Vehikeln deutlich erhöhen lässt, ist dies die Lösung für das gegenwärtige total aus dem Ruder laufenden Verkehrsaufkommen.

Das all diese - wie jede der vorausgegangenen Entwicklungen nicht sofort, völlig perfekt und in Massen zur Verfügung steht, ist völlig logisch. Das war allerdings noch nie ein Grund warum eine solche Entwicklung nicht stattfand.
Quelle hat geschrieben:Verschiedene Sensortypen kombiniert = Sensorfusion

Moderne Fahrzeuge kommen kaum noch ohne Sensoren aus und die Sensoren werden immer kleiner, leichter und preisgünstiger. Verbaut in Assistenzsystemen wird dank ihnen das Fahren sicherer, sowohl für den Fahrer als auch für andere Verkehrsteilnehmer. Mit zunehmender Verbreitung werden sie billiger werden, dadurch können sie in immer mehr Fahrzeugen eingebaut werden.

Die Ultraschalltechnik in Fahrzeugen ist bereits ausgereift und die entsprechenden Sensoren sind preisgünstig und einfach einzusetzen. Aufgrund der Ausbreitungscharakteristik von Schall arbeiten Ultraschallsensoren nur auf kurze Distanz und bei niedrigen Geschwindigkeiten, etwa in Einparkassistenten oder um den toten Winkel zu erfassen.

Seit Radarsensoren in die Fahrzeugtechnik verbaut werden, sind sie ein wichtiger Bestandteil von Fahrerassistenzsystemen geworden. Sie können auf kurze, mittlere und große Distanz stationäre und bewegliche Objekte erkennen und liefern wichtige Informationen wie Abstand, Winkel und Geschwindigkeit. Anders als optische Sensoren wie LiDAR und Kameras werden Radarsensoren vom Wetter und von den Lichtverhältnissen deutlich weniger beeinträchtigt. Aufgrund dieser Störunempfindlichkeit werden sie gern in sicherheitsrelevanten Anwendungen wie etwa adaptiven Tempomaten, Kollisionsvermeidungssystemen und Notbremsassistenten eingesetzt
Nicht nur ich würde es begrüßen, wenn ich "morgen" ab einem bestimmten Punkt von der Steuerung meines Fahrzeugs automatisch "entbunden" werde, um "gewaltfrei" eine bestimmte urbane Zone zu durchqueren. Eine von vielen Möglichkeiten den Verkehr von Morgen vernünftig und auch ressourcenschonend abzuwickeln...
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Di 2. Okt 2018, 14:38

Der Lastwagenhersteller MAN und der Hamburger Hafenkonzern HHLA werden in den kommenden Jahren automatisierte und autonom fahrende Lkw unter realen Bedingungen testen. Beide Partner hätten einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterschrieben, teilte die HHLA am Montag in Hamburg mit. Als Testumfeld für die Praxiserprobung sollen der HHLA Containerterminal Altenwerder und eine rund 70 Kilometer lange Autobahnstrecke auf der A7 dienen.

https://www.hamburg.de/nachrichten-hamb ... rende-lkw/

Das ist jetzt natürlich blöd für unsere Technikfeinde, die im Minutentakt ein schnell widerlegtes Scheinargument aus dem Hut zaubern, aber bisher nicht ein einziges mal sagen konnten, was sie wirklich an der Technik stört. Tja, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So einfach ist das. :?
Labskaus!

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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon jorikke » Di 2. Okt 2018, 20:10

frems hat geschrieben:(02 Oct 2018, 15:38)

https://www.hamburg.de/nachrichten-hamb ... rende-lkw/

Das ist jetzt natürlich blöd für unsere Technikfeinde, die im Minutentakt ein schnell widerlegtes Scheinargument aus dem Hut zaubern, aber bisher nicht ein einziges mal sagen konnten, was sie wirklich an der Technik stört. Tja, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So einfach ist das. :?


Sind ja nicht unbedingt Technik Feinde. Es mangelt einfach an Vorstellungsvermögen. Das alles wird ja peu á peu eingeführt. So gewöhnt man sich langsam an Neuerungen. Plötzlich fährt man autonom und meint es wäre immer schon so gewesen.
Samstag/Sonntag war ich mit meinem Sohn in Wien. Haben einen Willys Jeep überführt. Hätten das Auto auch selber fahren können, allein, keiner von uns hätte hinter das Steuer gepasst. In den alten Kriegsfilmen hat John Wayne wahrscheinlich immer auf dem Rücksitz gesessen und keiner hat´s gemerkt.
Egal, mit dem Hänger durften wir nur 100 kmh fahren. Das Auto ist ganz neu und hat so ziemlich alles drin was technisch möglich ist.
Einmal die Geschwindigkeit auf 120km eingestellt, sich hinter einen LKW gehängt und dann 600 km fast nicht mehr eingegriffen. Ausnahme, die automatische Steuerung bat so alle 2-3km akustisch darum die Lenkung wieder selber zu übernehmen. Aber nur aus Sorge man wäre eingeschlafen. Das Lenkrad ganz leicht bewegt, der Automat war´s zufrieden und hat wieder übernommen. In meinem ganzen Leben habe ich eine so lange Fahrt nicht entspannter genossen.
Man muss das einfach mal selber erleben um mitreden zu können.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 3. Okt 2018, 12:29

jorikke hat geschrieben:(02 Oct 2018, 21:10)

Sind ja nicht unbedingt Technik Feinde. Es mangelt einfach an Vorstellungsvermögen. Das alles wird ja peu á peu eingeführt. So gewöhnt man sich langsam an Neuerungen. Plötzlich fährt man autonom und meint es wäre immer schon so gewesen.
Samstag/Sonntag war ich mit meinem Sohn in Wien. Haben einen Willys Jeep überführt. Hätten das Auto auch selber fahren können, allein, keiner von uns hätte hinter das Steuer gepasst. In den alten Kriegsfilmen hat John Wayne wahrscheinlich immer auf dem Rücksitz gesessen und keiner hat´s gemerkt.
Egal, mit dem Hänger durften wir nur 100 kmh fahren. Das Auto ist ganz neu und hat so ziemlich alles drin was technisch möglich ist.
Einmal die Geschwindigkeit auf 120km eingestellt, sich hinter einen LKW gehängt und dann 600 km fast nicht mehr eingegriffen. Ausnahme, die automatische Steuerung bat so alle 2-3km akustisch darum die Lenkung wieder selber zu übernehmen. Aber nur aus Sorge man wäre eingeschlafen. Das Lenkrad ganz leicht bewegt, der Automat war´s zufrieden und hat wieder übernommen. In meinem ganzen Leben habe ich eine so lange Fahrt nicht entspannter genossen.
Man muss das einfach mal selber erleben um mitreden zu können.

Also wenn ich hier die Propagandisten anschaue, die nicht mehr einen tiefsitzenden Hass auf autonome Fahrzeuge haben, sondern auf jeden technischen Fortschritt -- man werfe nur einen Blick in die Stränge zum Mobilfunk, Elektromobilität oder bargeldlosem Bezahlen --, dann muss man leider davon ausgehen. Und sicherlich sind eigene Erfahrungen letztendlich relevant und auch sie werden nicht jeden überzeugen. Früher brauchten die Leute auch noch einen Aufzugführer. Irgendwann trauten sie sich in einen Paternoster und für viele ist die Nutzung eines modernen Fahrstuhls keine Herausforderung. Aber alle kann man nicht mitnehmen. Ansonsten gäbe es keine Flugangst mehr.
Labskaus!

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