Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

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Langfristig wird völlig autonomes Fahren Anteil an den gefahrenen Gesamt-KM(PKW/LKW) umfassen?

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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 17. Sep 2018, 19:57

roadrunner hat geschrieben:(03 Sep 2018, 13:46)

Ich bin beruflich in die Technik "Fahrerlose Transport-Systeme" seit etlichen Jahren involviert und fahre seit April selbst einen Pkw mit allen heute zugelassenen und verfügbaren Assistenzsystemen, also mit der "Vorstufe" zum autonomen Fahrzeug. Der Line Assist arbeitet nur dann zuverlässig, wenn Mittel- und Seitenstreifen deutlich erkennbar sind. Die Schildererkennung liegt bei 60-70%, Tempomat, Frontradar und Abstandserkennung funktionieren tadellos. Mein Neffe arbeitet bei einem namhaften Hersteller an der Umsetzung autonom fahrenden Pkw, die Zielerreichung liegt bie 90-95%, je nach Problemstellung. Die Sensortechnik und die Systemprogramme haben immer noch Lücken, die geschlossen werden müssen.


Fraglich ob diese Systeme jemals die Regeln der Raumzeit meistern werden. Oder ob sie jemals die subtilen Hinweise deuten können wenn Menschen und sogar Tiere scheinbar unvermittelt die Fahrbahn betreten. Ein erfahrener Autofahrer erkennt schon an der Körpersprache ob die Person anhält oder einfach weiterläuft. Kaum abzuschätzen wieviele Unfälle durch solche Früherkennung verhindert werden. ES könnte so enden wie bei den Parkassistenzsystemen. Statt der erhofften weniger Parkunfälle gibt es mehr Unfälle.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 17. Sep 2018, 20:01

roadrunner hat geschrieben:(17 Sep 2018, 20:54)

Nicht unbedingt, denn wenn man den technischen Fortschritt in Hard- und Software der letzten 20 Jahre betrachtet, dürfte das Ziel bereits in einigen Monaten erreicht sein.
Was nun mein Fahrzeug betrifft, so bin ich mit den Assistent-Systemen zufrieden, da sie das Fahren deutlich stressfreier machen. Beim Kolonnenfahren auf der Autobahn oder auf Bundesstraßen kann ich mich mit anderen Dingen beschäftigen, das Auto fährt in dieser Situation autonom, ich muss nur die Hände am Lenkrad halten, sonst meckert der Computer und schaltet bei Nichtbeachtung die Assistenzsysteme nach vorheriger Warnung ab.


Wie willst du dich mit anderen Dingen beschäftigen wenn deine Haftung bereits 4 Sekunden nach der Warnung beginnt? So schnell kann man nicht umschalten. Das haben umfangreiche Testes der Versicherungswirtschaft ergeben. Der Herr Dobrindt hat die Gesetzeslage so verändert dass immer du der Schuldige bist. Aber nie das autonome Auto und damit die Automobilindustrie.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon KarlRanseier » Mo 17. Sep 2018, 23:30

Cat with a whip hat geschrieben:(17 Sep 2018, 20:29)

Das klingt nach hinausgeschmissenes Geld.



Das sehe ich genauso. Wer, weil es ihn überfordert oder er lieber andere Dinge tun will, nicht selbst ein Fahrzeug steuern möchte, der braucht es auch nicht und kann sich stattdessen ein Taxi rufen oder mit dem Zug fahren. Beides gibt es längst, und beides ist vergleichsweise billig.

Und wer dann noch zu blöde ist, um jeweils an den Bahnhöfen die richtige Verbindung zu finden, der kann sich sicherlich eine passende App mit Navi für sämtliche Bahnhöfe zulegen, daran gibt's doch kein Zweifel. Apps gibt es bereits für absolute Vollidioten, die den Weg zu ihrer Arbeit nicht finden oder gar nicht wissen, wann sie essen und trinken müssen...
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Di 18. Sep 2018, 18:25

KarlRanseier hat geschrieben:(18 Sep 2018, 00:30)

Das sehe ich genauso. Wer, weil es ihn überfordert oder er lieber andere Dinge tun will, nicht selbst ein Fahrzeug steuern möchte, der braucht es auch nicht und kann sich stattdessen ein Taxi rufen oder mit dem Zug fahren. Beides gibt es längst, und beides ist vergleichsweise billig.

Und wer dann noch zu blöde ist, um jeweils an den Bahnhöfen die richtige Verbindung zu finden, der kann sich sicherlich eine passende App mit Navi für sämtliche Bahnhöfe zulegen, daran gibt's doch kein Zweifel. Apps gibt es bereits für absolute Vollidioten, die den Weg zu ihrer Arbeit nicht finden oder gar nicht wissen, wann sie essen und trinken müssen...

Klingt einleuchtend. Dann fahren alle jetzigen Autofahrer, die Staus nicht für Genuss halten, jeden Tag mit dem Taxi zig Kilometer zur Arbeit und zurück. Für Senioren mit geringer Rente auch ein toller Vorschlag. :p Also manchmal fragt man sich schon, was man machen muss, damit einige Leute nicht mehr nur zwischen Wand und Tapete denken. Bist Du Babyboomer oder so? :?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon KarlRanseier » Di 18. Sep 2018, 20:27

frems hat geschrieben:(18 Sep 2018, 19:25)

Klingt einleuchtend. Dann fahren alle jetzigen Autofahrer, die Staus nicht für Genuss halten, jeden Tag mit dem Taxi zig Kilometer zur Arbeit und zurück. Für Senioren mit geringer Rente auch ein toller Vorschlag. :p Also manchmal fragt man sich schon, was man machen muss, damit einige Leute nicht mehr nur zwischen Wand und Tapete denken. Bist Du Babyboomer oder so? :?



Ach so. Autonome Fahrzeuge stehen nicht im Stau und fliegen? Senioren mit geringer Rente kaufen sich autonome Fahrzeuge? :?: Sehr einleuchtend, allerdings nur, wenn sie im Lotto gewonnen haben, oder sind diese Teile besonders preisgünstig?

Du argumentierst wie die Dekadenten. Die wollen auch die Steuern für Superreiche und Millionenerben senken bzw. streichen, damit die Verkäuferinnen mehr Geld bekommen...

Wer zu wichtig ist, immer erreichbar sein muss oder permanent am Smartphone rumspielen muss, der kann den Zug nehmen. Die Eisenbahn wurde vor über hundert Jahren erfunden, auch Elektromobilität ist wahrlich nicht neu.

Und für Leute mit kleinem Geldbeutel sind autonome Fahrzeuge sicherlich nicht, die können sie nämlich schlicht und einfach nicht bezahlen. :rolleyes:
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon roadrunner » Di 18. Sep 2018, 20:38

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Sep 2018, 21:01)

Wie willst du dich mit anderen Dingen beschäftigen wenn deine Haftung bereits 4 Sekunden nach der Warnung beginnt? So schnell kann man nicht umschalten. Das haben umfangreiche Testes der Versicherungswirtschaft ergeben. Der Herr Dobrindt hat die Gesetzeslage so verändert dass immer du der Schuldige bist. Aber nie das autonome Auto und damit die Automobilindustrie.


Ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich halte ich die Fahrsituation im Auge und die Hände am Lenkrad, aber ich brauche weder Gas zu geben, zu bremsen oder aktiv zu lenken. Es ist absolut stressarm.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Di 18. Sep 2018, 21:59

KarlRanseier hat geschrieben:(18 Sep 2018, 21:27)

Ach so. Autonome Fahrzeuge stehen nicht im Stau und fliegen? Senioren mit geringer Rente kaufen sich autonome Fahrzeuge? :?: Sehr einleuchtend, allerdings nur, wenn sie im Lotto gewonnen haben, oder sind diese Teile besonders preisgünstig?

Du argumentierst wie die Dekadenten. Die wollen auch die Steuern für Superreiche und Millionenerben senken bzw. streichen, damit die Verkäuferinnen mehr Geld bekommen...

Wer zu wichtig ist, immer erreichbar sein muss oder permanent am Smartphone rumspielen muss, der kann den Zug nehmen. Die Eisenbahn wurde vor über hundert Jahren erfunden, auch Elektromobilität ist wahrlich nicht neu.

Und für Leute mit kleinem Geldbeutel sind autonome Fahrzeuge sicherlich nicht, die können sie nämlich schlicht und einfach nicht bezahlen. :rolleyes:

Also neue unwahre Prämissen, ein paar ad-hominem-Ablenkungsmanöver und keinerlei Inhalte. Was glaubst Du denn, wie viele Autofetischisten gezielt an einen schlecht angebundenen Billigwohnort ziehen, um danach zu sagen, sie würden ja gerne mit der Bahn fahren, aber es dauere zu lange? Und wie sollten sich solche Typen es sich leisten können, jeden Tag anderthalb Stunden mit dem Taxi zur Arbeit leisten zu können? Wie kommst Du darauf, dass autonome Fahrzeuge, insb. auf dem Gebrauchtwagenmarkt, nennenswert teurer wären? Wieso leugnest Du die gesamte Mobility-as-a-Service-Entwicklung? Wieso soll jemand, der täglich lieber eine Stunde ein Buch liest statt primitive Bewegungen an Pedal und Lenkrad zu machen, automatisch eine dumme Person sein, die ihren Arbeitsweg nicht kennt? Aber keine Sorge: ich erwarte nicht eine einzige seriöse Antwort, denn die wird natürlich nicht kommen. Aus Gründen. ;)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon KarlRanseier » Di 18. Sep 2018, 23:08

frems hat geschrieben:(18 Sep 2018, 22:59)

Also neue unwahre Prämissen, ein paar ad-hominem-Ablenkungsmanöver und keinerlei Inhalte. Was glaubst Du denn, wie viele Autofetischisten gezielt an einen schlecht angebundenen Billigwohnort ziehen, um danach zu sagen, sie würden ja gerne mit der Bahn fahren, aber es dauere zu lange? Und wie sollten sich solche Typen es sich leisten können, jeden Tag anderthalb Stunden mit dem Taxi zur Arbeit leisten zu können? Wie kommst Du darauf, dass autonome Fahrzeuge, insb. auf dem Gebrauchtwagenmarkt, nennenswert teurer wären? Wieso leugnest Du die gesamte Mobility-as-a-Service-Entwicklung? Wieso soll jemand, der täglich lieber eine Stunde ein Buch liest statt primitive Bewegungen an Pedal und Lenkrad zu machen, automatisch eine dumme Person sein, die ihren Arbeitsweg nicht kennt? Aber keine Sorge: ich erwarte nicht eine einzige seriöse Antwort, denn die wird natürlich nicht kommen. Aus Gründen. ;)



Gehen wir also davon aus, dass die Verblödung nicht rasant zunimmt. Dann erkläre mir doch mal bitte, wieso so ein Scheiß wie ESP, ASR, Einparkhilfe und Navi so beliebt sind? Wer braucht soetwas?

Jeder Spatz, sofern er gesund ist, findet sich in seiner Umgebung zurecht. Viele Menschen hingegen brauchen ein Navi, um den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zum Klo in ihrer Wohnung zu finden. Das ist ein Fakt.

Und wer sich durch den "Schilderwald" überfordert fühlt oder nicht einschätzen kann, wie schnell er in eine Kurve fahren soll oder wieviel Gas beim Anfahren zu geben ist, der sollte doch nun wirklich laufen oder mit dem Zug fahren, selbstverständlich mit einem leistungsstarken Navigationsgerät ausgerüstet, damit er sich nicht im Bahnhof verläuft und elendig verhungert.

Meinst Du, dass ein mit Sensoren vollgestopftes Fahrzeug für einen durchschnittlichen deutschen Rentner erschwinglich sein wird? :rolleyes: Ich gehe sogar davon aus, dass selbst ein durchschnittlicher Rentner in einem entwickelten Land wie Norwegen, Schweiz, Schweden oder Dänemark sich so einen Schnickschnack nicht leisten kann. Wozu auch? Für die täglichen Einkäufe? :?: :?: :?:
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Mi 19. Sep 2018, 06:33

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Sep 2018, 00:08)

Gehen wir also davon aus, dass die Verblödung nicht rasant zunimmt. Dann erkläre mir doch mal bitte, wieso so ein Scheiß wie ESP, ASR, Einparkhilfe und Navi so beliebt sind? Wer braucht soetwas?

Es ist beliebt, weil es sicherer (im Fall von ESP und ASR) und/oder bequemer ist, als die Alternative (im Fall von Navi bzw. Straßenkarte).
Jeder Spatz, sofern er gesund ist, findet sich in seiner Umgebung zurecht. Viele Menschen hingegen brauchen ein Navi, um den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zum Klo in ihrer Wohnung zu finden. Das ist ein Fakt.

Nicht jeder, der ein Navi benutzt, hat keinerlei Orientierungssinn, wie du es hier suggerrieren willst. Aber nicht jeder kennt sich in an jedem Fleckchen der Welt so perfekt aus, wie du, der ja offenbar noch nie eine Straßenkarte oder ein Navi gebraucht hat. ;)
Und wer sich durch den "Schilderwald" überfordert fühlt oder nicht einschätzen kann, wie schnell er in eine Kurve fahren soll oder wieviel Gas beim Anfahren zu geben ist, der sollte doch nun wirklich laufen oder mit dem Zug fahren, selbstverständlich mit einem leistungsstarken Navigationsgerät ausgerüstet, damit er sich nicht im Bahnhof verläuft und elendig verhungert.

Der Unterschied zwischen "können" (ich KANN Auto fahren) und "wollen" (ich WILL nicht Auto fahren), sowie "Umgebungsfaktoren" (ich habe 300kg Werkzeug dabei, die ich nicht durch die Bahn schleifen kann) sind dir also völlig unbekannt?
Noch krasser sichtbar wird es am Beispiel des LKW-Fahrers: Dieser Job insgesamt wäre obsolet, wenn die Maschinen das alleine könnten. Sänftenträger haben sich ja komischerweise auch nicht gegen die technische Alternative (Motor) durch gesetzt, nur weil es alt, bewährt und funktional war. ;)
Meinst Du, dass ein mit Sensoren vollgestopftes Fahrzeug für einen durchschnittlichen deutschen Rentner erschwinglich sein wird? :rolleyes: Ich gehe sogar davon aus, dass selbst ein durchschnittlicher Rentner in einem entwickelten Land wie Norwegen, Schweiz, Schweden oder Dänemark sich so einen Schnickschnack nicht leisten kann. Wozu auch? Für die täglichen Einkäufe? :?: :?: :?:

Meinst du, ein (armer) Rentner hätte sich vor 30 Jahren vorstellen können, ein Auto mit Direkteinspritzer-Motor, CD-Radio,ABS, ASR, ESP, Airbag und Navigationsgerät als völlig alltäglich zu betrachten? Trotzdem bekommt man heute praktisch kein (gebrauchtes) Auto mehr ohne eben diese Ausstattungsmerkmale. Vermutlich wäre es noch vor wenigen Jahrzehnten eher ein Statussymbol gewesen, sich überhaupt ein Auto leisten zu können. Die Technik entwickelt sich und das in allen Lebensbereichen - auch wenn du es anscheinend nicht wahr haben willst. Ich werde Alexa mal fragen, ob sie für dich ein trauriges Lied spielen will. (Dafür müsstest du nach alt hergebrachter Methode aufstehen, die entsprechende CD suchen, diese einlegen, den Titel auswählen, etc.) Im Auto wird es nicht anders sein: "Auto - fahr mich zur Arbeit." :cool:
Wer viel kluges sagt ist klug,
wer zuhört ist weise.
KarlRanseier

Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon KarlRanseier » Mi 19. Sep 2018, 08:14

Kamikaze hat geschrieben:(19 Sep 2018, 07:33)

Es ist beliebt, weil es sicherer (im Fall von ESP und ASR) und/oder bequemer ist, als die Alternative (im Fall von Navi bzw. Straßenkarte).

Nicht jeder, der ein Navi benutzt, hat keinerlei Orientierungssinn, wie du es hier suggerrieren willst. Aber nicht jeder kennt sich in an jedem Fleckchen der Welt so perfekt aus, wie du, der ja offenbar noch nie eine Straßenkarte oder ein Navi gebraucht hat. ;)

Der Unterschied zwischen "können" (ich KANN Auto fahren) und "wollen" (ich WILL nicht Auto fahren), sowie "Umgebungsfaktoren" (ich habe 300kg Werkzeug dabei, die ich nicht durch die Bahn schleifen kann) sind dir also völlig unbekannt?
Noch krasser sichtbar wird es am Beispiel des LKW-Fahrers: Dieser Job insgesamt wäre obsolet, wenn die Maschinen das alleine könnten. Sänftenträger haben sich ja komischerweise auch nicht gegen die technische Alternative (Motor) durch gesetzt, nur weil es alt, bewährt und funktional war. ;)

Meinst du, ein (armer) Rentner hätte sich vor 30 Jahren vorstellen können, ein Auto mit Direkteinspritzer-Motor, CD-Radio,ABS, ASR, ESP, Airbag und Navigationsgerät als völlig alltäglich zu betrachten? Trotzdem bekommt man heute praktisch kein (gebrauchtes) Auto mehr ohne eben diese Ausstattungsmerkmale. Vermutlich wäre es noch vor wenigen Jahrzehnten eher ein Statussymbol gewesen, sich überhaupt ein Auto leisten zu können. Die Technik entwickelt sich und das in allen Lebensbereichen - auch wenn du es anscheinend nicht wahr haben willst. Ich werde Alexa mal fragen, ob sie für dich ein trauriges Lied spielen will. (Dafür müsstest du nach alt hergebrachter Methode aufstehen, die entsprechende CD suchen, diese einlegen, den Titel auswählen, etc.) Im Auto wird es nicht anders sein: "Auto - fahr mich zur Arbeit." :cool:



Nun, ich kenne mich nicht an jedem Fleckchen der Welt perfekt aus. Allerdings fahre ich fast immer die gleichen Strecken, und den Weg zur Arbeit finde ich noch ohne technische Unterstützung. Außerdem habe ich das Glück, mit zwei Augen ausgestattet zu sein, was es mir ermöglicht, Supermärkte, Restaurants und Tankstellen auch in unbekannten Gebieten ohne technische Hilfe sehr schnell zu finden, zumindest in Europa. In Mittelamerika oder Südostasien war ich noch nie mit dem eigenen Auto unterwegs...

Wie oft muss man denn 300 kg Werkzeug transportieren? 1x in 30 Jahren? Da wäre es doch viel sinnvoller und billiger, sich dafür mal ein geeignetes Fahrzeug zu mieten, oder? Aber viele Deutsche fahren jahrelang mit einem SUV durch die Straßen, bewegen also jeweils Tonnen an Ballast mit sich herum, nur weil sie vielleicht einmal in der Lebenszeit des Fahrzeuges die Sahara durchqueren oder in den Himalaya fahren wollen... :rolleyes:
roadrunner

Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon roadrunner » Mi 19. Sep 2018, 10:27

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Sep 2018, 00:08)

Gehen wir also davon aus, dass die Verblödung nicht rasant zunimmt. Dann erkläre mir doch mal bitte, wieso so ein Scheiß wie ESP, ASR, Einparkhilfe und Navi so beliebt sind? Wer braucht soetwas?

Jeder Spatz, sofern er gesund ist, findet sich in seiner Umgebung zurecht. Viele Menschen hingegen brauchen ein Navi, um den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zum Klo in ihrer Wohnung zu finden. Das ist ein Fakt.

Und wer sich durch den "Schilderwald" überfordert fühlt oder nicht einschätzen kann, wie schnell er in eine Kurve fahren soll oder wieviel Gas beim Anfahren zu geben ist, der sollte doch nun wirklich laufen oder mit dem Zug fahren, selbstverständlich mit einem leistungsstarken Navigationsgerät ausgerüstet, damit er sich nicht im Bahnhof verläuft und elendig verhungert.

Meinst Du, dass ein mit Sensoren vollgestopftes Fahrzeug für einen durchschnittlichen deutschen Rentner erschwinglich sein wird? :rolleyes: Ich gehe sogar davon aus, dass selbst ein durchschnittlicher Rentner in einem entwickelten Land wie Norwegen, Schweiz, Schweden oder Dänemark sich so einen Schnickschnack nicht leisten kann. Wozu auch? Für die täglichen Einkäufe? :?: :?: :?:


Die Unfallstatistik:
1997 Unfalltote 8.549, Schwerverletzte 115.414, 41 Mio. Pkw
2017 Unfalltote 3.180, Schwerverletzte 66.513, 46,5 Mio. Pkw.
Die Fahrzeuge sind also insgesamt erheblich sicherer geworden!

Zur Einleitung eine Weisheit von Walter Röhrl. Er war zwischen 1973 und 1987 als Rallyeprofi aktiv und gewann in dieser Zeit zwei FIA-Fahrerweltmeisterschaften (1980 und 1982) sowie eine Europameisterschaft (1974). Parallel zu seiner Karriere als Rallyesportler fuhr Röhrl auch Rundstreckenrennen.

"Wenns'd den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern. Wenns'd ihn nur hörst, hast übersteuern."
"Im Prinzip bist du bei dem Auto mit dem Denken schon zu langsam.“
„Der GT2 hat auch eine elektronische Fahrhilfe. Da is es dann schon angebracht, dass man dem Käufer einen Schutzengel mitgibt, der, wenn ihm das Talent ausgeht, eingreift.“

ESP ® heißt: Elektronisches Stabilitätsprogramm. Das System gegen Untersteuern und Übersteuern - korrigiert Fahrfehler die das Schleudern in Kurven bewirken. Das ESP besteht mindestens aus ABS, ASR und GMR. Ausweichmanöver auf trockener, nasser, verschmutzter oder rutschiger Fahrbahn führen häufig zu schweren Verkehrsunfällen. ESP vergleicht mit Hilfe intelligenter Sensoren 25-mal pro Sekunde, ob das Auto auch dahin fährt, wo der Fahrer hinlenkt. Weichen die Werte voneinander ab, greift das Schleuderschutzsystem ein und reduziert zunächst das Motormoment. Reicht das nicht aus, bremst es zusätzlich einzelne Räder ab und erzeugt damit die notwendige Gegenkraft, um ein Fahrzeug in der Spur zu halten.

Angenommen, Sie fahren zu schnell in eine Linkskurve, der Wagen übersteuert und das Fahrzeug droht ins Schleudern zu kommen. Sofort greift ESP ® ein, bremst gezielt das rechte Vorderrad ab, und schon ist der Wagen wieder in der Spur.
Was passiert, wenn der Wagen in der Linkskurve untersteuert und geradeaus zu schlittern droht? Dann setzt ESP ® an der Hinterachse an, bremst das linke Hinterrad ab und bringt den Wagen wieder auf den richtigen Kurs.

Abschließend ein Beitrag der Kfz-Versicherer:
Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) empfiehlt Gebrauchtwagenkäufern, sich für ein Fahrzeug mit ESP zu entscheiden. Damit ausgestattete Wagen sind deutlich sicherer als Fahrzeuge ohne das Sicherheitssystem.

Die Vorteile von weiteren Fahrer-Assistenz-Systemen hier darzulegen ist müssig, denn jeder kann sich diese Fachinformationen selbst im Internet besorgen, WENN ER WILL!

miiiiip miiiiip sagt der roadrunner
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 19. Sep 2018, 10:43

Es macht wenig Sinn seine eigene begrenzte Welt zum Maßstab zu machen. Es gibt inzwischen ca. 49 Millionen PKW allein in D. Wie viele davon erst 2 ... 3 Jahre alt sind, kann man in den Statistiken nachlesen. Alle diese Fahrzeuge (auch je nach Alter auch ältere PKW) haben eine ganze Reihe von Gerätschaften, die entweder dem Durchschnittsfahrer ermöglichen ein Maß an Fahrzeugbeherrschung zu erreichen, welches bis dahin unmöglich war. Eine ganze Reihe passiver, aber auch aktiver Gerätschaften werkeln meist völlig unbeobachtet und unbekannt zum Wohl aller still vor sich hin. ESP z.B. ist seit 2014 Pflicht. Meine Kiste würde anzeigen, wenn dieses System aktiv werden muss. Das dies nicht geschieht (geschah bislang), zeigt eigentlich lediglich ich nutze meine Fahrzeug nicht im Grenzbereich - wenn dann aber doch, verhindert diese System durchaus Unfälle die so nicht vermeidbar wären.

Durchschnittsfahrer vor sich selbst zu schützen hat mit Verblödung absolut nichts zu tun. Mein ABS hat mich schon einige male vor Unfällen bewahrt, weil es eben jedem menschlichen Fahrer haushoch überlegen ist. Was ist falsch daran eine (wenn vorhanden) Einparkhilfe zu nutzen ? Wer in reichlich zugeparkten Städten zusieht, wie der Vordermann endlos herummanöveriert um eine der wenigen Parklücken zu erreichen, wäre froh, wenn der ein solches Hilfsmittel sein Eigen nennen würde.

Der Unsinn, jemand benötige "für den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt" ein NAVI, glaubst Du doch selbst nicht. Für unbekannte Wegstrecken - notfalls durch ganz Deutschland, ist so ein Gerät eine wunderbare Hilfe. Statt ein komplettes Kartenwerk mitsich zu führen (daran kann ich mich noch bestens erinnern) oder endlosen Streit mit dem Beifahrer der die Kunst des Kartenlesens oft nur rudimentär beherrschte - gern auch die Ehefrau - was schon mal längerfristig die Scheidung bedeuten konnte - kann jeder heute - wenn er /sie denn damit überhaupt umgehen kann (oft ein Grund "sowas" vehement abzulehnen - weil man / frau schlicht nicht damit zurecht kommt) jedes beliebige Ziel ohne große Umstände ohne große Vorbereitungen finden. Was ist denn daran also so verwerflich ?
KarlRanseier hat geschrieben:Und wer sich durch den "Schilderwald" überfordert fühlt oder nicht einschätzen kann, wie schnell er in eine Kurve fahren soll oder wieviel Gas beim Anfahren zu geben ist, der sollte doch nun wirklich laufen oder mit dem Zug fahren, selbstverständlich mit einem leistungsstarken Navigationsgerät ausgerüstet, damit er sich nicht im Bahnhof verläuft und elendig verhungert.
Spätesten hier wird eine "gewisse Übertreibung" augenfällig. Leider ist nun mal ein erschreckend großer Teil der der Fahrzeuglenker eher Durchschnitt und die hohe Zahl der Unfälle - besonders die ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge - beweist geradezu, es gibt sie diese Helden. Jede Einrichtung, welche die menschlichen Unzulänglichkeiten und deren oft schlimme Folgen verhindert ist zumindest für mich OK.

Besonders erfreulich, man kann eine (gern auch die dort zugelassene) Geschwindigkeit fix einstellen, die Bordelektronik hält den notwendigen und auch vorschriftsmäßigen Abstand und verringert diese automatisch, wenn das Fahrzeug davor die Geschwindigkeit verringert. Spart Sprit und Nerven, ist StVO konform - einziger Nachteil - die "begnadeten Schnellfahrer" halten nur wenig von solcher Fahrweise und füllen diese "Lücke" mit ihrem Gefährt. Offensichtlich sind sie solch albernem Zeug wie Bremsweg und Reaktionszeit nicht unterworfen - Genies am Steuer möchte man da vermuten....

Die oft sündhaft teuren "Prämiummodelle" haben all diese wunderbaren Hilfsmittel als erste an Bord. Neuster Trend - Kameras die endlich die toten Wickel die jedes Fahrzeug nun mal mit den üblichen Spiegeln hat - verhindert. Beim Stand heutiger Technik mit akustisch / optischer Warnung, wenn man gerade dabei ist den nächsten Unfall zu provozieren. Rückfahrkameras - hätte ich gerne gehabt - eingeschlossen.

Niemand lieber Karl hindert Dich daran mit einem puristischen Altgefährt und Deinen sicher überragenden Fahrkünsten die Straßen zu befahren. "Wir" Durchschnittsfahrer sind über jede Hilfe beim Bewegen von Automobilen erfreut, "wir" unsere Evolution hat leider diese Virtuosität im Umgang mit Automobilen noch nicht erreicht. Bedauerlich aber so ist das nun mal...
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 19. Sep 2018, 11:07

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Sep 2018, 00:08)

Gehen wir also davon aus, dass die Verblödung nicht rasant zunimmt. Dann erkläre mir doch mal bitte, wieso so ein Scheiß wie ESP, ASR, Einparkhilfe und Navi so beliebt sind? Wer braucht soetwas?

Sind zum Teil Assistenzsysteme, die die Verkehrssicherheit erhöhen. Nicht jeder findet ein Fahrzeug aus den 50ern besonders komfortabel. Und Navis geben Dir ja viele Infos heutzutage, z.B. über die aktuelle Stausituation bevor Du selbst reingerätst statt eine Alternativroute wählen zu können.

Jeder Spatz, sofern er gesund ist, findet sich in seiner Umgebung zurecht. Viele Menschen hingegen brauchen ein Navi, um den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zum Klo in ihrer Wohnung zu finden. Das ist ein Fakt.

Das ist kein Fakt, sondern eine nicht belegbare Behauptung. Und selbst wenn kranke Personen dies nicht mehr können: warum sollte man sie dann ausschließen? Das ist nicht sehr durchdacht. Scheinbar überwiegt die emotionale Wut und erst danach versucht man sich "Argumente" auszudenken. Und ein autonomes Fahrzeug zu nutzen, heißt doch nicht, dass man nicht den Weg kennt. Sehr, sehr wirr.

Und wer sich durch den "Schilderwald" überfordert fühlt oder nicht einschätzen kann, wie schnell er in eine Kurve fahren soll oder wieviel Gas beim Anfahren zu geben ist, der sollte doch nun wirklich laufen oder mit dem Zug fahren, selbstverständlich mit einem leistungsstarken Navigationsgerät ausgerüstet, damit er sich nicht im Bahnhof verläuft und elendig verhungert.

Naja, der Durchschnittspendler fährt um die 30 km. Etwas weit zu Fuß und einen Bahnanschluss hat auch nicht jeder. Mich deucht, primitive Bewegungen an Steuern sind für Dich eine besondere Meisterleistung.

Meinst Du, dass ein mit Sensoren vollgestopftes Fahrzeug für einen durchschnittlichen deutschen Rentner erschwinglich sein wird? :rolleyes: Ich gehe sogar davon aus, dass selbst ein durchschnittlicher Rentner in einem entwickelten Land wie Norwegen, Schweiz, Schweden oder Dänemark sich so einen Schnickschnack nicht leisten kann. Wozu auch? Für die täglichen Einkäufe? :?: :?: :?:

Es ist ja okay, wenn Du mit einer Stunde Freizeit nichts Sinnvolles anzufangen weißt, auch wenn es irgendwie traurig klingt. Aber im Neubau kosten die ganzen Sensoren ja nur einen niedrigen, vierstelligen Betrag. Durch Massenproduktion und Gebrauchtwagenhandel schlägt das später gar nicht ins Gewicht. Und wenn man jemandem empfiehlt, er solle jeden Tag mit dem Taxi zur Arbeit fahren, weil das angeblich "billig" sei, dann ist dies mit autonomen Taxis erst recht der Fall.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Mi 19. Sep 2018, 11:11

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Sep 2018, 09:14)
Wie oft muss man denn 300 kg Werkzeug transportieren? 1x in 30 Jahren? Da wäre es doch viel sinnvoller und billiger, sich dafür mal ein geeignetes Fahrzeug zu mieten, oder? Aber viele Deutsche fahren jahrelang mit einem SUV durch die Straßen, bewegen also jeweils Tonnen an Ballast mit sich herum, nur weil sie vielleicht einmal in der Lebenszeit des Fahrzeuges die Sahara durchqueren oder in den Himalaya fahren wollen... :rolleyes:


Sie vergessen hier ganz komfortabel, dass es sich bei sehr vielen Gefährten auf deutschen Straße um Firmenfahrzeuge handelt, die oft allerlei Ausrüstung tragen. Im Fall von Handwerkern sind das häufig Werkzeuge und/oder Werkstücke, im Fall von Verkäufern z.B. Anschauungs- und/oder Werbematerial, bei LKW die Fracht, etc.
Für all diese Fahrer ist das Fahren zudem nicht "Freizeitvergnügen", sondern Arbeit/Beruf - also ein notwendiges Übel.
Dass es unter den Privatfahrzeugen viele überdimensionierte Modelle gibt ist unbestritten - sonst würde die große Mehrheit der Menschen wohl Twizzy oder Motorrad fahren (da ist das Fahrzeug aufs nötigste reduziert), oder direkt das Fahrrad bzw. die Öffentlichen wählen.
Brauchen Sie in Ihrem Auto wirklich dick gepolsterte Sitze, oder haben sie diese nur aus Komfortgründen?
Brauchen Sie in Ihrem Auto wirklich ein Radio, oder dient es nur Ihrer Unterhaltung?
Brauchen Sie in Ihrem Auto wirklich eine Heizung und eine Klimaanlage, oder dienen diese nur ihrem Wohlbefinden?
Langer Rede kurzer Sinn: Kaum jemand ist (freiwillig) Purist genug, um auf den "normalen Komfort" zu verzichten.
Je mehr man sich leisten kann, um so mehr erwartet man auch für das mehr an Geld. Deshalb entwickeln sich Neuerungen im Automobilbereich (wie auch sonst in der Technik) zunächst im Premiumsektor und werden irgendwann billig/normal genug, um auch im Kleinwagen Verwendung zu finden. Was heute noch "Wow" ist, ist in einigen Jahren Basisausstattung. So war es in den letzten mindestens zehn Jahren, und aktuell habe ich keinen Grund am Fortgang dieses Prinzips zu zweifeln. Nur die Entwicklung geht immer schneller.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 19. Sep 2018, 11:21

roadrunner hat geschrieben:(18 Sep 2018, 21:38)

Ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich halte ich die Fahrsituation im Auge und die Hände am Lenkrad, aber ich brauche weder Gas zu geben, zu bremsen oder aktiv zu lenken. Es ist absolut stressarm.

Und dass ist das Problem. Bei den Tests der Versicherungswirtschaft sind die Fahrer reihenweise auf Grund von Langeweile eingeschlafen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 19. Sep 2018, 11:28

roadrunner hat geschrieben:(19 Sep 2018, 11:27)

Die Unfallstatistik:
1997 Unfalltote 8.549, Schwerverletzte 115.414, 41 Mio. Pkw
2017 Unfalltote 3.180, Schwerverletzte 66.513, 46,5 Mio. Pkw.
Die Fahrzeuge sind also insgesamt erheblich sicherer geworden!

Zur Einleitung eine Weisheit von Walter Röhrl. Er war zwischen 1973 und 1987 als Rallyeprofi aktiv und gewann in dieser Zeit zwei FIA-Fahrerweltmeisterschaften (1980 und 1982) sowie eine Europameisterschaft (1974). Parallel zu seiner Karriere als Rallyesportler fuhr Röhrl auch Rundstreckenrennen.

"Wenns'd den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern. Wenns'd ihn nur hörst, hast übersteuern."
"Im Prinzip bist du bei dem Auto mit dem Denken schon zu langsam.“
„Der GT2 hat auch eine elektronische Fahrhilfe. Da is es dann schon angebracht, dass man dem Käufer einen Schutzengel mitgibt, der, wenn ihm das Talent ausgeht, eingreift.“

ESP ® heißt: Elektronisches Stabilitätsprogramm. Das System gegen Untersteuern und Übersteuern - korrigiert Fahrfehler die das Schleudern in Kurven bewirken. Das ESP besteht mindestens aus ABS, ASR und GMR. Ausweichmanöver auf trockener, nasser, verschmutzter oder rutschiger Fahrbahn führen häufig zu schweren Verkehrsunfällen. ESP vergleicht mit Hilfe intelligenter Sensoren 25-mal pro Sekunde, ob das Auto auch dahin fährt, wo der Fahrer hinlenkt. Weichen die Werte voneinander ab, greift das Schleuderschutzsystem ein und reduziert zunächst das Motormoment. Reicht das nicht aus, bremst es zusätzlich einzelne Räder ab und erzeugt damit die notwendige Gegenkraft, um ein Fahrzeug in der Spur zu halten.

Angenommen, Sie fahren zu schnell in eine Linkskurve, der Wagen übersteuert und das Fahrzeug droht ins Schleudern zu kommen. Sofort greift ESP ® ein, bremst gezielt das rechte Vorderrad ab, und schon ist der Wagen wieder in der Spur.
Was passiert, wenn der Wagen in der Linkskurve untersteuert und geradeaus zu schlittern droht? Dann setzt ESP ® an der Hinterachse an, bremst das linke Hinterrad ab und bringt den Wagen wieder auf den richtigen Kurs.

Abschließend ein Beitrag der Kfz-Versicherer:
Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) empfiehlt Gebrauchtwagenkäufern, sich für ein Fahrzeug mit ESP zu entscheiden. Damit ausgestattete Wagen sind deutlich sicherer als Fahrzeuge ohne das Sicherheitssystem.

Die Vorteile von weiteren Fahrer-Assistenz-Systemen hier darzulegen ist müssig, denn jeder kann sich diese Fachinformationen selbst im Internet besorgen, WENN ER WILL!

miiiiip miiiiip sagt der roadrunner


Und alle diese Assistenzprogramme sorgen dafür dass ein Twingo 3 bei 5cm Schnee nicht mehr zu bewegen ist. In besonderen Situationen sollten sie zumindest abschaltbar sein. Automatiken sind nämlich dumm und können nur ihr Programm durchziehen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 19. Sep 2018, 11:34

Kamikaze hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:11)

Sie vergessen hier ganz komfortabel, dass es sich bei sehr vielen Gefährten auf deutschen Straße um Firmenfahrzeuge handelt, die oft allerlei Ausrüstung tragen. Im Fall von Handwerkern sind das häufig Werkzeuge und/oder Werkstücke, im Fall von Verkäufern z.B. Anschauungs- und/oder Werbematerial, bei LKW die Fracht, etc.
Für all diese Fahrer ist das Fahren zudem nicht "Freizeitvergnügen", sondern Arbeit/Beruf - also ein notwendiges Übel.
Dass es unter den Privatfahrzeugen viele überdimensionierte Modelle gibt ist unbestritten - sonst würde die große Mehrheit der Menschen wohl Twizzy oder Motorrad fahren (da ist das Fahrzeug aufs nötigste reduziert), oder direkt das Fahrrad bzw. die Öffentlichen wählen.
Brauchen Sie in Ihrem Auto wirklich dick gepolsterte Sitze, oder haben sie diese nur aus Komfortgründen?
Brauchen Sie in Ihrem Auto wirklich ein Radio, oder dient es nur Ihrer Unterhaltung?
Brauchen Sie in Ihrem Auto wirklich eine Heizung und eine Klimaanlage, oder dienen diese nur ihrem Wohlbefinden?
Langer Rede kurzer Sinn: Kaum jemand ist (freiwillig) Purist genug, um auf den "normalen Komfort" zu verzichten.
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Jede Entwicklung kommt mal zum Stillstand. War bei der Floppy disc so und bei der CD-ROM auch. Da gilt auch die Regel des abnehmenden Ertrags. Was z.B. der Grund ist warum bei Consumer CPU`s höchstens 8 Kerne eingebaut werden.
Außerdem denke ich dass man früher oder später erstaunt feststellen wird dass menschliche Fahrer viele Eigenheiten haben die Unfälle verhindern. Wir denken vierdimensional. Wir können Körpersprache deuten. All dies können simple Rechenknechte nicht. Schon gar nicht in Echtzeit. Und noch viel weniger in Autos die wirklich autonom, also ohne Rechenzentren online, fahren sollen. Und daran wird sich auch nichts ändern.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon roadrunner » Mi 19. Sep 2018, 12:31

Alter Stubentiger hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:21)

Und dass ist das Problem. Bei den Tests der Versicherungswirtschaft sind die Fahrer reihenweise auf Grund von Langeweile eingeschlafen.


Kaum nachvollziehbar, den der "Müdigkeitsassistent" hätte das Fahrzeug nach Warnung abgebremst (wenn er aktiviert war). Obwohl es bereits mehrere Unfälle mit selbstfahrenden Fahrzeugen gab, ist die Technik in den meisten Fällen nicht für die Unfälle verantwortlich. Bei den meisten Unfällen liegt menschliches Versagen vor. Dennoch feilen die Fahrzeughersteller weiter an der Technik, denn jeder Unfall zeigt: Die Hersteller müssen die Sensorik ihrer Fahrzeuge noch deutlich verbessern, damit in Zukunft kein Testfahrer mehr die Kontrolle übernehmen muss. Und die Testfahrer müssen die automatisierten Fahrzeuge derweil als das anerkennen, was sie sind, nämlich Testfahrzeuge.

Das automatisierte Fahrzeug in Tempe war mit Lidar-, Radar- und Kamerasensoren ausgestattet. Die in der Dunkelheit schlechtesten Ergebnisse dürfte die Kamera aufweisen, die die Fußgängerin eine gute Sekunde vor der Kollision erfasste. Die Lidar- und Radarsensoren dagegen erzielen bei Dunkelheit mindestens dieselben Ergebnisse wie bei Tag. Sie senden zur Entfernungsmessung nämlich aktiv Laserpulse im Infrarotbereich, bzw. Radarstrahlen aus. Die Notbremsfunktion heutiger Fahrzeuge basiert auf eben jenen Sensoren und hätte ein Fahrzeug in der vorliegenden Situation zumindest abgebremst, analysieren die Wissenschaftler. Doch in dem Uber-Fahrzeug war die Notbremsfunktion offensichtlich ausgeschaltet worden. All das veranlasst die sechs Wissenschaftler zu einer schlimmen Vermutung: „Insbesondere Start-Ups in den USA stehen scheinbar, auch durch den Wettlauf um Finanzinvestoren, unter so großem Erfolgszwang, dass sie im Zweifelsfall eher zu früh im öffentlichen Straßenverkehr testen.“ Eine Analyse, die andere Wissenschaftler teilen.

Die Professoren Klaus Bengler, Klaus Dietmayer, Lutz Eckstein, Markus Maurer, Christoph Stiller und Hermann Winner haben sich den Unfallhergang genauer angesehen. Sie weisen darauf hin, dass das Uber-Fahrzeug als teilautomatisiert gelten muss. Nach dieser international festgelegten Stufe 2 des automatisierten Fahrens, muss der Fahrer das System dauerhaft überwachen und im Zweifelsfall eingreifen. Da dies den Polizeiaussagen und der Videos zufolge, die mittlerweile im Netz kursieren, nicht passiert ist, fordern die Professoren die Behörden auf, zu prüfen, „wie Sicherheitsfahrer durch Uber ausgebildet werden und ob das Sicherheitskonzept des Versuchsbetriebs ausreichend war“. Immerhin gebe der aktuelle Stand der Technik ein sicheres Fahren in dieser Situation durchaus her.

Hier die Stufen der Automatisierung:

Stufe 0 (ausschließlich Fahrer) = Fahrer führt dauerhaft Längs- und Querführung aus, kein eingreifendes Fahrzeugsystem aktiv,

Stufe 1 (assistiert) = Fahrer führt dauerhaft Längs- und Querführung aus, System übernimmt die jeweils andere Funktion,

Stufe 2 (teilautomatisiert) = Fahrer muss das System dauerhaft überwachen, System übernimmt Längs- und Querführung unter Berücksichtigung von Straßentyp, Geschwindigkeitsbereich und Umfeldbedingungen,

Stufe 3 (hochautomatisiert) = System übernimmt Längs- und Querführung unter Berücksichtigung von Straßentyp, Geschwindigkeitsbereich und Umfeldbedingungen, Fahrer muss das System nicht mehr dauerhaft überwachen, Fahrer muss potenziell in der Lage sein, zu übernehmen, es erkennt Systemgrenzen und fordert den Fahrer zur Übernahme mit ausreichender Zeitreserve auf.

Stufe 4 (vollautomatisiert) = Kein Fahrer erforderlich für Längs- und Querführung unter Berücksichtigung von Straßentyp, Geschwindigkeitsbereich und Umfeldbedingungen,

Stufe 5 (fahrerlos) = Von Start bis Ziel kein Fahrer erforderlich, System übernimmt voll umfänglich die Fahraufgabe für alle Funktionen für Längs- und Querführung unter Berücksichtigung von Straßentyp, Geschwindigkeitsbereich und Umfeldbedingungen,
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon roadrunner » Mi 19. Sep 2018, 12:59

Alter Stubentiger hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:28)

Und alle diese Assistenzprogramme sorgen dafür dass ein Twingo 3 bei 5cm Schnee nicht mehr zu bewegen ist. In besonderen Situationen sollten sie zumindest abschaltbar sein. Automatiken sind nämlich dumm und können nur ihr Programm durchziehen.


Meine Tochter fährt einen Twingo 3 mit folgender Ausstattung: Bremsassistent, Berganfahrhilfe, Tempomat und Seitenwind-Assistent. Zusätzlich hat der Wagen noch Spurhaltewarner, getönte Heckscheiben, ein Faltschiebedach und das Komfortpaket mit Regen- und Lichtsensor, eine Klimaautomatik, Einparkhilfen und die Rückfahrkamera. Weitere Assistenzsysteme waren beim Kauf nicht verfügbar.
Assistenzsysteme sind im Regelfall abschaltbar, wieso "ein Twingo 3 bei 5cm Schnee nicht mehr zu bewegen ist" liegt nicht an irgendwelchen Assistenzsystemen, sondern entweder an der Einstellung oder an der Werkstatt.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon roadrunner » Mi 19. Sep 2018, 13:13

immernoch_ratlos hat geschrieben:(19 Sep 2018, 11:43)

Es macht wenig Sinn seine eigene begrenzte Welt zum Maßstab zu machen. Es gibt inzwischen ca. 49 Millionen PKW allein in D. Wie viele davon erst 2 ... 3 Jahre alt sind, kann man in den Statistiken nachlesen. Alle diese Fahrzeuge (auch je nach Alter auch ältere PKW) haben eine ganze Reihe von Gerätschaften, die entweder dem Durchschnittsfahrer ermöglichen ein Maß an Fahrzeugbeherrschung zu erreichen, welches bis dahin unmöglich war. Eine ganze Reihe passiver, aber auch aktiver Gerätschaften werkeln meist völlig unbeobachtet und unbekannt zum Wohl aller still vor sich hin. ESP z.B. ist seit 2014 Pflicht. Meine Kiste würde anzeigen, wenn dieses System aktiv werden muss. Das dies nicht geschieht (geschah bislang), zeigt eigentlich lediglich ich nutze meine Fahrzeug nicht im Grenzbereich - wenn dann aber doch, verhindert diese System durchaus Unfälle die so nicht vermeidbar wären.

Durchschnittsfahrer vor sich selbst zu schützen hat mit Verblödung absolut nichts zu tun. Mein ABS hat mich schon einige male vor Unfällen bewahrt, weil es eben jedem menschlichen Fahrer haushoch überlegen ist. Was ist falsch daran eine (wenn vorhanden) Einparkhilfe zu nutzen ? Wer in reichlich zugeparkten Städten zusieht, wie der Vordermann endlos herummanöveriert um eine der wenigen Parklücken zu erreichen, wäre froh, wenn der ein solches Hilfsmittel sein Eigen nennen würde.

Der Unsinn, jemand benötige "für den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt" ein NAVI, glaubst Du doch selbst nicht. Für unbekannte Wegstrecken - notfalls durch ganz Deutschland, ist so ein Gerät eine wunderbare Hilfe. Statt ein komplettes Kartenwerk mitsich zu führen (daran kann ich mich noch bestens erinnern) oder endlosen Streit mit dem Beifahrer der die Kunst des Kartenlesens oft nur rudimentär beherrschte - gern auch die Ehefrau - was schon mal längerfristig die Scheidung bedeuten konnte - kann jeder heute - wenn er /sie denn damit überhaupt umgehen kann (oft ein Grund "sowas" vehement abzulehnen - weil man / frau schlicht nicht damit zurecht kommt) jedes beliebige Ziel ohne große Umstände ohne große Vorbereitungen finden. Was ist denn daran also so verwerflich ?Spätesten hier wird eine "gewisse Übertreibung" augenfällig. Leider ist nun mal ein erschreckend großer Teil der der Fahrzeuglenker eher Durchschnitt und die hohe Zahl der Unfälle - besonders die ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge - beweist geradezu, es gibt sie diese Helden. Jede Einrichtung, welche die menschlichen Unzulänglichkeiten und deren oft schlimme Folgen verhindert ist zumindest für mich OK.

Besonders erfreulich, man kann eine (gern auch die dort zugelassene) Geschwindigkeit fix einstellen, die Bordelektronik hält den notwendigen und auch vorschriftsmäßigen Abstand und verringert diese automatisch, wenn das Fahrzeug davor die Geschwindigkeit verringert. Spart Sprit und Nerven, ist StVO konform - einziger Nachteil - die "begnadeten Schnellfahrer" halten nur wenig von solcher Fahrweise und füllen diese "Lücke" mit ihrem Gefährt. Offensichtlich sind sie solch albernem Zeug wie Bremsweg und Reaktionszeit nicht unterworfen - Genies am Steuer möchte man da vermuten....

Die oft sündhaft teuren "Prämiummodelle" haben all diese wunderbaren Hilfsmittel als erste an Bord. Neuster Trend - Kameras die endlich die toten Wickel die jedes Fahrzeug nun mal mit den üblichen Spiegeln hat - verhindert. Beim Stand heutiger Technik mit akustisch / optischer Warnung, wenn man gerade dabei ist den nächsten Unfall zu provozieren. Rückfahrkameras - hätte ich gerne gehabt - eingeschlossen.

Niemand lieber Karl hindert Dich daran mit einem puristischen Altgefährt und Deinen sicher überragenden Fahrkünsten die Straßen zu befahren. "Wir" Durchschnittsfahrer sind über jede Hilfe beim Bewegen von Automobilen erfreut, "wir" unsere Evolution hat leider diese Virtuosität im Umgang mit Automobilen noch nicht erreicht. Bedauerlich aber so ist das nun mal...


:thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

das nenne ich Realitätsbewustsein , super geschrieben

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