Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

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Langfristig wird völlig autonomes Fahren Anteil an den gefahrenen Gesamt-KM(PKW/LKW) umfassen?

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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Sa 7. Jul 2018, 17:36

frems hat geschrieben:(03 Jul 2018, 08:47)

Ganz gut läuft's bereits mit den teilautonomen Lkw. Diese werden nicht nur im Norden erfolgreich getestet. Klar ist aber auch, dass das Platooning nur eine Brückentechnik ist bis hoch- und vollautomatisierte Fahrzeuge verkehren: https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... rucks.html


Wenn das Platooning mit den LKW´s funktioniert, könnte man es ja auch mit PKW´s praktizieren?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Sa 7. Jul 2018, 17:46

maxbreak2 hat geschrieben:(07 Jul 2018, 18:36)

Wenn das Platooning mit den LKW´s funktioniert, könnte man es ja auch mit PKW´s praktizieren?

Klar, aber wieso sollte man?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Mo 9. Jul 2018, 05:53

frems hat geschrieben:(07 Jul 2018, 18:46)

Klar, aber wieso sollte man?


Als Zwischenschritt zum vollständig autonomen fahren?
Zum Treibstoff-sparen?
Weil es sinnvollere Tätigkeiten gibt, als stupide ein Fahrzeug zu lenken?
Komfortgewinn?

Gibt da einige Gründe, die mir da einfallen, weshalb sich das verkaufen könnte... :?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mo 9. Jul 2018, 08:02

Kamikaze hat geschrieben:(09 Jul 2018, 06:53)

Als Zwischenschritt zum vollständig autonomen fahren?
Zum Treibstoff-sparen?
Weil es sinnvollere Tätigkeiten gibt, als stupide ein Fahrzeug zu lenken?
Komfortgewinn?

Gibt da einige Gründe, die mir da einfallen, weshalb sich das verkaufen könnte... :?

Okay, Du fährst also hinter einer fremden Person, deren Fahrweise Du so wenig kennst wie ihr Ziel, und sagst Deinem Auto, er möge sich doch einkoppeln, weil Du ein Nickerchen machen möchtest. :?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Mo 9. Jul 2018, 08:34

frems hat geschrieben:(09 Jul 2018, 09:02)

Okay, Du fährst also hinter einer fremden Person, deren Fahrweise Du so wenig kennst wie ihr Ziel, und sagst Deinem Auto, er möge sich doch einkoppeln, weil Du ein Nickerchen machen möchtest. :?


Wie bei LKW eben auch..? ;)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mo 9. Jul 2018, 09:09

Kamikaze hat geschrieben:(09 Jul 2018, 09:34)

Wie bei LKW eben auch..? ;)

Nein, eben nicht. Dort kann ein Spediteur mehrere Lkw beladen und auf die Reise zu einem Ziel schicken, sodass er künftig nur noch einen Fahrer benötigt. :rolleyes:
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Di 10. Jul 2018, 02:41

frems hat geschrieben:(09 Jul 2018, 10:09)

Nein, eben nicht. Dort kann ein Spediteur mehrere Lkw beladen und auf die Reise zu einem Ziel schicken, sodass er künftig nur noch einen Fahrer benötigt. :rolleyes:


Bisher haben wir das LKW-Platooning irgendwie nur in der grauen Theorie durchgedacht.
Was wären dann die konkreten Anwendungsfälle (Use Cases)?
Also welcher Spediteur hat den Bedarf bei welchem Absender (Kunden) mehrere Lastwagen zu beladen, die dann alle gemeinsam zum gleichen Ziel Waren fahren sollen?
Die konkreten Beispiele wären interessant zu wissen?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Di 10. Jul 2018, 06:04

maxbreak2 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 03:41)

Bisher haben wir das LKW-Platooning irgendwie nur in der grauen Theorie durchgedacht.
Was wären dann die konkreten Anwendungsfälle (Use Cases)?
Also welcher Spediteur hat den Bedarf bei welchem Absender (Kunden) mehrere Lastwagen zu beladen, die dann alle gemeinsam zum gleichen Ziel Waren fahren sollen?
Die konkreten Beispiele wären interessant zu wissen?


Ich hatte das so verstanden, dass die Fahrzeuge vernetzt agieren und der Fahrer eben das "Platoon" auflöst, wenn er die Autobahn verlässt (oder "seinen Zug" eben an den nächsten Fahrer übergibt).
Auch eine Koppelung/Vernetzung der Navigationssysteme wäre denkbar - dann könnte man nach "kompatiblen" Fahrzeugen suchen, mit denen man sich zu einem "Platoon" zusammenkoppeln kann.
Beide Möglichkeiten würden das System auch für PKW nutzbar machen.

Wenn es tatsächlich nur darum geht, wenn von einer Firma mehrere LKW die exakt gleiche Route nehmen, würden mich auch die Anwendungsfälle in Relation zum Gesamt-Schwerverkehr auf BAB interessieren.
Das erscheint mir als sehr kleine Zielgruppe für ein derart aufwändiges Projekt.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Di 10. Jul 2018, 08:01

maxbreak2 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 03:41)

Bisher haben wir das LKW-Platooning irgendwie nur in der grauen Theorie durchgedacht.
Was wären dann die konkreten Anwendungsfälle (Use Cases)?
Also welcher Spediteur hat den Bedarf bei welchem Absender (Kunden) mehrere Lastwagen zu beladen, die dann alle gemeinsam zum gleichen Ziel Waren fahren sollen?
Die konkreten Beispiele wären interessant zu wissen?

Wieso klickst Du nicht einfach die Links an oder recherchierst selbst? Mit grauer Theorie hat das schon lange nichts mehr zu tun. Scheinbar ist es für einige nicht vorstellbar, dass ein Spediteur (respektive ein Exporteur mit eigenem Fuhrpark), der immens günstiger als die Konkurrenz sein will, zwei oder mehr Lkw an Waren zum Hamburger Hafen fährt. :?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Di 10. Jul 2018, 08:13

frems hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:01)

Wieso klickst Du nicht einfach die Links an oder recherchierst selbst? Mit grauer Theorie hat das schon lange nichts mehr zu tun. Scheinbar ist es für einige nicht vorstellbar, dass ein Spediteur (respektive ein Exporteur mit eigenem Fuhrpark), der immens günstiger als die Konkurrenz sein will, zwei oder mehr Lkw an Waren zum Hamburger Hafen fährt. :?


Die Fragen sind eher:
Wie viele Firmen verfahren so?
Wie hoch ist der Anteil solcher Ein-Firmen-Konvois auf den Autobahnen?
Wie hoch ist der Gesamtnutzen, wenn es nur um solch eine (womöglich) Nischenanwendung geht?
Weshalb sollte es auf diese Nischenanwendung beschränkt werden/bleiben?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Di 10. Jul 2018, 08:19

Kamikaze hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:13)

Die Fragen sind eher:
Wie viele Firmen verfahren so?
Wie hoch ist der Anteil solcher Ein-Firmen-Konvois auf den Autobahnen?
Wie hoch ist der Gesamtnutzen, wenn es nur um solch eine (womöglich) Nischenanwendung geht?
Weshalb sollte es auf diese Nischenanwendung beschränkt werden/bleiben?

Schon mal gehört, dass Waren auf Schienen gebündelt werden, weil es über eine längere Strecke ("Hauptlauf") günstiger ist? :D
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Di 10. Jul 2018, 08:32

frems hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:19)

Schon mal gehört, dass Waren auf Schienen gebündelt werden, weil es über eine längere Strecke ("Hauptlauf") günstiger ist? :D


Ein gutes Argument für die Schiene. Aber die LKW werden doch der "größeren Flexibilität" wegen dem Schienenverkehr vorgezogen. Weshalb sollte man also das Rad neu erfinden, wenn es nicht weitere Argumente oder größeren Nutzen gäbe?
Häfen oder andere "Großabnehmer" haben idR. ja Schienenanschlüsse. Es würde also sogar das "Umladen für die letzte Meile" wegfallen...
Weshalb also ein teures, neues System entwickeln, wenn diese Bündelung mit noch wesentlich weniger Personal und Jahrzehnte (Jahrhunderte?) lang erprobt schon zur Verfügung steht?
Sogar das in Australien praktizierte Road-Train-System wäre naheliegender, als eine völlig neue Technologie zu entwickeln, wenn es nur um solche Groß-Lieferfahrten ginge...
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Di 10. Jul 2018, 08:40

Kamikaze hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:32)

Ein gutes Argument für die Schiene. Aber die LKW werden doch der "größeren Flexibilität" wegen dem Schienenverkehr vorgezogen. Weshalb sollte man also das Rad neu erfinden, wenn es nicht weitere Argumente oder größeren Nutzen gäbe?
Häfen oder andere "Großabnehmer" haben idR. ja Schienenanschlüsse. Es würde also sogar das "Umladen für die letzte Meile" wegfallen...
Weshalb also ein teures, neues System entwickeln, wenn diese Bündelung mit noch wesentlich weniger Personal und Jahrzehnte (Jahrhunderte?) lang erprobt schon zur Verfügung steht?

Einfachste Grundsätze der Logistik. Sinken die Kosten auf der Straße signifikant, werden der Bahn Marktanteile weggenommen. Das System ist auch nicht teuer. Die Hardware entspricht grob den Kosten eines Fahrers für einen Monat. Der Preiskampf in dem Gewerbe ist auch ordentlich, weshalb sich kaum einer erlauben kann, seine Flotte nicht umzustellen. Somit wird das Rad auch nicht neu erfunden, sondern ein vermeintlich systemimmanenter Vorteil der Schiene existiert dann auch auf der Straße. Zwar ist der Hamburger Hafen auch der größte Hafeneisenbahnhof Europas, aber ein Großteil der Waren kommt eben weiterhin mit dem Lkw, da das Rangieren zu teuer ist für mittlere Strecken. Beim Platooning fallen die zwei zusätzlichen Umschläge weg. Ist nun keine Raketenwissenschaft.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Di 10. Jul 2018, 15:29

Ein nette, vereinfachte Darstellung der Stauentstehung und wie autonome Fz den Verkehrsfluss verbessern können:

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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Di 10. Jul 2018, 21:11

frems hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:40)

Einfachste Grundsätze der Logistik. Sinken die Kosten auf der Straße signifikant, werden der Bahn Marktanteile weggenommen. Das System ist auch nicht teuer. Die Hardware entspricht grob den Kosten eines Fahrers für einen Monat. Der Preiskampf in dem Gewerbe ist auch ordentlich, weshalb sich kaum einer erlauben kann, seine Flotte nicht umzustellen. Somit wird das Rad auch nicht neu erfunden, sondern ein vermeintlich systemimmanenter Vorteil der Schiene existiert dann auch auf der Straße. Zwar ist der Hamburger Hafen auch der größte Hafeneisenbahnhof Europas, aber ein Großteil der Waren kommt eben weiterhin mit dem Lkw, da das Rangieren zu teuer ist für mittlere Strecken. Beim Platooning fallen die zwei zusätzlichen Umschläge weg. Ist nun keine Raketenwissenschaft.


Wenn ich dich richtig verstehe, wird der LKW-Verkehr durch Platooning kostengünstiger gegenüber der Bahn, so dass bisherige Gütertransporte in Folge dessen von der Bahn auf die Straße verlagert werden können?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Di 10. Jul 2018, 21:25

frems hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:01)

Wieso klickst Du nicht einfach die Links an oder recherchierst selbst? Mit grauer Theorie hat das schon lange nichts mehr zu tun. Scheinbar ist es für einige nicht vorstellbar, dass ein Spediteur (respektive ein Exporteur mit eigenem Fuhrpark), der immens günstiger als die Konkurrenz sein will, zwei oder mehr Lkw an Waren zum Hamburger Hafen fährt. :?


Ein Ziel bzw. ein konkretes Beispiel für den LKW-Platoon wäre somit aus Deiner Sicht der Hamburger Hafen, um dort die Güter dann per Schiff weiterzutransportieren.
Gibt es noch weitere konkrete Ziele als die wenigen deutschen Überseehäfen?

Dann stellt sich mir auch noch die Frage, um welche konkreten Güter es sich handeln könnte, die effektiv mit dem LKW-Platoon transportiert werden könnten?
Wenn ich mir die Branchen anschaue, die die deutschen Firmen so abdecken und die in großen Stil per Logistik ins Ausland transportiert werden, ist da die Auswahl nicht sehr groß.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 11. Jul 2018, 07:55

maxbreak2 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 22:11)
Wenn ich dich richtig verstehe, wird der LKW-Verkehr durch Platooning kostengünstiger gegenüber der Bahn, so dass bisherige Gütertransporte in Folge dessen von der Bahn auf die Straße verlagert werden können?

Nein, das verstehst Du auch schon wieder falsch. Auf kurzer Strecke ist der Lkw bereits heute günstiger als die Bahn, denn sonst würde er nicht so massiv genutzt werden. Durchs Platooning wird sich der Punkt, ab dem sich die Bahn lohnt, nach oben verschieben, aber damit nicht alle Schienengüterverkehre ersetzen.

maxbreak2 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 22:25)

Ein Ziel bzw. ein konkretes Beispiel für den LKW-Platoon wäre somit aus Deiner Sicht der Hamburger Hafen, um dort die Güter dann per Schiff weiterzutransportieren.
Gibt es noch weitere konkrete Ziele als die wenigen deutschen Überseehäfen?

Dann stellt sich mir auch noch die Frage, um welche konkreten Güter es sich handeln könnte, die effektiv mit dem LKW-Platoon transportiert werden könnten?
Wenn ich mir die Branchen anschaue, die die deutschen Firmen so abdecken und die in großen Stil per Logistik ins Ausland transportiert werden, ist da die Auswahl nicht sehr groß.

Ich bezweifle, dass Du Dir die Branche jemals angeschaut hast, denn sonst würdest Du nicht so wirre Fragen stellen. Die Anzahl der Seehäfen ist auch irrelevant. 90% des weltweiten Handels verläuft über den Seeweg. Die deutschen Häfen haben bspw. über 15 Mio. TEU (2016) umgeschlagen. Dazu kann jeder Autofahrer die Massen an Sattelzügen mit -auflieger auf den Autobahnen beobachten. Welches Gut damit transportiert wird, ist völlig egal, da es hierfür keinen Unterschied macht, ob per Platooning oder eigenem Kraftfahrer gesteuert wird; es ist "nur" eine Kosten- und Sicherheitsfrage. Du solltest Dich wirklich schämen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Kamikaze » Mi 11. Jul 2018, 08:25

frems hat geschrieben:(11 Jul 2018, 08:55)

Nein, das verstehst Du auch schon wieder falsch. Auf kurzer Strecke ist der Lkw bereits heute günstiger als die Bahn, denn sonst würde er nicht so massiv genutzt werden. Durchs Platooning wird sich der Punkt, ab dem sich die Bahn lohnt, nach oben verschieben, aber damit nicht alle Schienengüterverkehre ersetzen.


Aber es wird tendentiell mehr Verkehr von der Schiene auf die Autobahn verlagert, da dann ja mehr Transportaufträge per LKW günstiger zu realisieren sind, als mit der Bahn. Insofern sehe ich das wie maxbreak2.
Über den ökologischen Sinn dieses Unterfangens brauchen wir dann wohl nicht zu streiten. :dead:


Dazu kann jeder Autofahrer die Massen an Sattelzügen mit -auflieger auf den Autobahnen beobachten. Welches Gut damit transportiert wird, ist völlig egal, da es hierfür keinen Unterschied macht, ob per Platooning oder eigenem Kraftfahrer gesteuert wird; es ist "nur" eine Kosten- und Sicherheitsfrage. Du solltest Dich wirklich schämen.


Schämen solltest lieber du dich, denn du hast bisher auf keine Frage wirklich geantwortet, sondern lediglich allgemeines Blabla abgelassen, das auch noch in Teilen widersprüchlich ist.
Oben hast du geschrieben:

Scheinbar ist es für einige nicht vorstellbar, dass ein Spediteur (respektive ein Exporteur mit eigenem Fuhrpark), der immens günstiger als die Konkurrenz sein will, zwei oder mehr Lkw an Waren zum Hamburger Hafen fährt.


Leider kommen diese "Massen an Sattelzügen" von sehr vielen unterschiedlichen Firmen und Speditionen. Das steht im Widerspruch zu deinem skizzierten Modell, dass es nur um Ein-Firmen-Konvois bzw. -Platoons geht.
Zudem spart man mit diesem System aktuell (und bis zur Änderung der entsprechenden Gesetzeslage) keine Kosten, da die Fahrer aktuell die Hände nicht vom Steuer nehmen dürfen. Es bleibt also offen, ob dieses System jemals kommerziell eingesetzt werden kann, bevor vollautonomes (und damit noch wesentlich günstigeres) Fahren möglich ist. Daher kann dieses System (bei dem übrigens nicht die Hardware teuer ist, sondern die Entwicklung) aktuell nur als Kostenfaktor gewertet werden.
Eine Antwort auf die dazugehörigen Fragen bist du schuldig geblieben:

Dann stellt sich mir auch noch die Frage, um welche konkreten Güter es sich handeln könnte, die effektiv mit dem LKW-Platoon transportiert werden könnten?

Die Fragen sind eher:
Wie viele Firmen verfahren so?
Wie hoch ist der Anteil solcher Ein-Firmen-Konvois auf den Autobahnen?
Wie hoch ist der Gesamtnutzen, wenn es nur um solch eine (womöglich) Nischenanwendung geht?
Weshalb sollte es auf diese Nischenanwendung beschränkt werden/bleiben?


Wenn du also von der Materie wirklich Ahnung hast: erleuchte uns Unwissende bitte.
Anderenfalls kann ich deine bisherigen Aussagen nur als hochtheoretisches Geschwurbel ohne nennenswerte Substanz einstufen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 11. Jul 2018, 08:51

Kamikaze hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:25)

Aber es wird tendentiell mehr Verkehr von der Schiene auf die Autobahn verlagert, da dann ja mehr Transportaufträge per LKW günstiger zu realisieren sind, als mit der Bahn. Insofern sehe ich das wie maxbreak2.
Über den ökologischen Sinn dieses Unterfangens brauchen wir dann wohl nicht zu streiten. :dead:

maxbreak2 hat in dem Falle gar nichts "gesehen", sondern mir eine Pauschalaussage unterstellt, die ich nicht getätigt habe. Bitte auf den Kontext achten.

Schämen solltest lieber du dich, denn du hast bisher auf keine Frage wirklich geantwortet, sondern lediglich allgemeines Blabla abgelassen, das auch noch in Teilen widersprüchlich ist.

Warum informiert Ihr Euch nicht eigenständig, wenn es so interessiert? Als hätte ich die Verpflichtung jeden geistigen Unfall aufzuarbeiten und Euch irgendwelche Zahlen herauszusuchen, die im Endeffekt eh gar keine Rolle spielen. :D

Leider kommen diese "Massen an Sattelzügen" von sehr vielen unterschiedlichen Firmen und Speditionen. Das steht im Widerspruch zu deinem skizzierten Modell, dass es nur um Ein-Firmen-Konvois bzw. -Platoons geht.

Das ist kein Widerspruch, da es derzeit ohne Platooning keinen Bedarf der Bündelung gibt und es folglich keinen Unterschied macht, ob zwei Lkw gleichzeitig oder mit 15 Minuten Unterschied das Werksgelände verlassen. Das wird man später anders eintakten. Bitte mitdenken.

Zudem spart man mit diesem System aktuell (und bis zur Änderung der entsprechenden Gesetzeslage) keine Kosten, da die Fahrer aktuell die Hände nicht vom Steuer nehmen dürfen. Es bleibt also offen, ob dieses System jemals kommerziell eingesetzt werden kann, bevor vollautonomes (und damit noch wesentlich günstigeres) Fahren möglich ist. Daher kann dieses System (bei dem übrigens nicht die Hardware teuer ist, sondern die Entwicklung) aktuell nur als Kostenfaktor gewertet werden.

Natürlich ist es nur ein Zwischenschritt, das ist derzeit im Pkw-Segment mit SAE 3 und bald 4 ja auch nicht anders auf dem Weg zu 5. Das konventionelle Auto wurde auch nicht erst bis auf den Stand 2018 entwickelt und dann verkauft, sondern über Jahrzehnte verbessert. Das ist doch kein Argument gegen eine günstige Verbesserung, zumal die technophoben Kreuzritter ja hysterisch auf die Vorstellung vollautomatisierter Fahrzeuge reagieren. Und ja, es ist ein Kosten- und Sicherheitsfaktor. Sagte ich ja schon. Und nach einem Monat hat der Spediteur die Kosten bereits drin. Die Automobilhersteller würden nicht Geld investieren für leicht teurere Lkw, wenn sie sich keine Abnehmer versprechen würden. Da läuft die Entwicklung Hand in Hand mit der Transportbranche sowie weiteren Akteuren.

Eine Antwort auf die dazugehörigen Fragen bist du schuldig geblieben:

Bin ich nicht, da ich nicht dazu verpflichtet bin, meine Zeit für Quatsch zu verschwenden. Da habe ich schon genug Fragen beantwortet mit dem Ergebnis, dass die Antworten ignoriert wurden und drei Tage später kommen die nächsten "Fragen", obwohl es ja gar nicht um neue Erkenntnisse geht. Als wenn es entscheidend wäre, wie viele Firmen irgendwo zugange sind, wenn man ihre Größe ignoriert; so als sei ein Ein-Mann-Betrieb so entscheidend wie einer mit 500 Mitarbeitern. Ebenso ist die Frage nach heutigen Konvois aus oben genannten Gründen völlig egal. Der Gesamtnutzen ergibt sich bereits aus den gesunkenen Kosten und eine Nischenanwendung hat daraus nur jemand gemacht, der von Logistik keinerlei Ahnung hat. Also wozu recherchieren, wenn es eh nichts bringt? Wenn Leute ihr Gehirn nicht einschalten, kann ich es auch nicht ändern.

Anderenfalls kann ich deine bisherigen Aussagen nur als hochtheoretisches Geschwurbel ohne nennenswerte Substanz einstufen.

Daran habe ich keinen Zweifel. Auf meinen letzten Beitrag an Dich gingst Du ja aus gewissen Gründen auch nicht ein, sondern polterst nun in einen anderen Dialog rein.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 11. Jul 2018, 19:13

Manchmal - in nicht allzu hartnäckigen Fällen - hilft ja ein Link zu einer "vertrauenswürdigen" WEB-Seite : Quelle : INGENIEUR.de (12.02.2018)"Kolonne fahren im Güterverkehr - Platooning" weiter.

Nur hier "Der Begriff Platooning kommt aus dem Englischen und lehnt sich an das Wort „platoon“ an, das übersetzt „Zug“ bedeutet." ist das nicht ganz korrekt - meint doch das zuständige WIKI "Platoon ist in anglophonen Streitkräften die Bezeichnung für einen militärischen Zug, eine aus ca. 40 Soldaten bestehende Teileinheit". Nicht nur " in anglophonen Streitkräften" - ist dieser "Zug" eine militärische Veranstaltung - und der "Zugführer" ist nicht identisch mit einem Lockführer oder sonstigem zivilen Quatsch.... :mad:

Die Idee daraus den dt. Zug - einen Verbund aus Schienenfahrzeugen - zu machen ist so typisch wie bei "public viewing" , wo aus der eigentlich "öffentliche Aufbahrung von Leichen" ein mediengestütztes Sportereignis wurde (was wenigstens diesmal in streng anglophonem Sinn durchaus für D zutraf... :( )

Sei´s drum, ansonsten lässt diese Beschreibung kaum offene Fragen zurück - überhaupt ein lesenswerter Artikel - für alle - just bevor sie wieder in den hier üblichen Kleinkrieg übergehen.

Ach ja da ist noch was - meinte doch zum Ende hin der INGENIEUR
Wenn dann noch das passende Licht für bessere Stimmung im Fahrerhaus sorgt, könnten die Nachwuchssorgen der Speditionen künftig gemindert werden.
Licht im Fahrerhaus sorgt für bessere Stimmung bei Lkw-Fahrern :thumbup:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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