Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

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Langfristig wird völlig autonomes Fahren Anteil an den gefahrenen Gesamt-KM(PKW/LKW) umfassen?

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H2O
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon H2O » Di 10. Apr 2018, 12:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Apr 2018, 13:56)

Irgendwelcher Zwang wurde hier ja von dem einen Gegner der autonomen KFZ in die Welt gesetzt, um sie dann ablehnen zu können. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass man alle Autofahrer zwingen will, das Lenkrad aus der Hand zu geben und ich glaube auch nicht, dass das Lenkrad mittelfristig abgeschafft wird, wenn überhaupt regelt sich das über die Nachfrage. Außerdem ist die Technik sowieso noch lange nicht soweit, also besteht kein Grund zur Bockigkeit ;)


Der kluge Mensch bockt vor! :cool:
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JJazzGold
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon JJazzGold » Di 10. Apr 2018, 13:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Apr 2018, 13:56)

Irgendwelcher Zwang wurde hier ja von dem einen Gegner der autonomen KFZ in die Welt gesetzt, um sie dann ablehnen zu können. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass man alle Autofahrer zwingen will, das Lenkrad aus der Hand zu geben und ich glaube auch nicht, dass das Lenkrad mittelfristig abgeschafft wird, wenn überhaupt regelt sich das über die Nachfrage. Außerdem ist die Technik sowieso noch lange nicht soweit, also besteht kein Grund zur Bockigkeit ;)


Der Gedanke an Zwang ist zurzeit allgegenwärtig. Zum Glück haben die Grünen bei der Jamaika Verhandlung den Seehofer gegeben und ihre irrationale Idee der zeitnahen Zwangsabschaffung von Diesel und Benziner in den Biomüll gekippt. Wäre das durchgekommen, dann hätte ich mich nicht nur der Resisstance angeschlossen, sondern hätte sie initiiert. Auf der anderen Seite hat whatsapp seit Januar die Update für windows 8.1 eingestellt, auch eine Art von Zwang, dem ich nicht gedenke, mich zu beugen.

Was mir am autonomen Fahren gefällt, ist die Wahl zu haben, ob ich z.B. die reizvolle Bergstrecke selbst fahre, oder mich vom System durch die platte Landschaft kutschieren lasse. Das ist eine Neuerung, die durchaus mein Wohlwollen findet. ;)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 10. Apr 2018, 14:02

KarlRanseier hat geschrieben:(10 Apr 2018, 12:07)

Die Sache mit der Elektromobilität hat mehrere Ursachen. In China und Norwegen sind Elektroautos der Renner.

Dass die Deutschen da auf der Bremse stehen hat politische und ökonomische Gründe.


Die Norweger sind in der einmaligen Lage sich einige höchst unökonomische Dinge leisten zu können. Viele Norweger leisten sich nicht nur ein E-Auto sondern gleichzeitig ein Normales. Das braucht man für Fahrten über Land und bei Kälte wenn man nicht in der Pampa liegen bleiben will.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 10. Apr 2018, 14:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Apr 2018, 12:35)

Deshalb sind Apple, Google, Amazon, eBay, facebook etc. pp. auch allesamt so kleine Fische :D

Nein. Deshalb wurden sie groß. Weil es anders lief als erwartet. Und andere die einst die Größten waren sind weg vom Fenster. Das kann auch Facebook und Ebay passieren. Plötzlich dreht sich die Entwicklung und Facebook verschwindet so in der Versenkung wie 3dfx und Netscape, einstige Technologieführer.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 10. Apr 2018, 14:34

Die Diskussion um Zwänge ist sinnlos. Sie werden kommen. Unausweichlich und unentrinnbar.

Die Entwicklung hin zu autonomen Fahren und entsprechenden Systemen wird nicht aufzuhalten sein.
Wenn man nur zwanzig Jahre zurückdenkt, als Smartphones, Tablets usw. und allgegenwärtige, fremdbestimmende Apps noch (nicht) vorstellbar waren,
schon gar nicht, sich freiwillig diesem Zwang fortschreitender Technik auszusetzen, und dem, was heute "normal" ist, kann man zu keinem
anderen Schluß kommen, der besagt, dass der Zug in Richtung Fremdbestimmung und Zwangs"beglückung" bereits abgefahren ist.
Und vor allem, nicht mehr aufzuhalten ist.

Die entscheidendere Frage wird sein, ob das die Masse der Menschen so empfinden wird??- Oder sich fast schon bis zur Naivität erblindet,
den scheinbar guten Wahlmöglichkeiten hingibt? Besonders im Hinblick auf immer umfassendere Überwachungs- und Bewegungsprofile, die man durch die
freiwillige (=besser technisch nicht mehr verhinderbare, zwangsweise) Preisgabe seiner privaten, persönlichen Daten vollzieht. Damit seine (selbstbestimmte) Persönlichkeit
an der Pforte der Fremdsteuerung und Manipulation des globalen Datenabfischens sowohl privaterwirtschaftlicher als auch politisch orientierter
Interessenten abgibt. An jene privatwirtschaftlichen und staatlichen Eliten, die im Besitz der künftigen, hochintelligenten Maschinenmacht sind bzw. sein werden.

Es hätte damals (vor ca. 25 Jahren) sicherlich zu Empörung geführt, wenn man gezwungen worden wäre, auch nur kleinste private oder persönliche (Daten) oder Verhaltensweisen
preisgeben zu müssen bzw. deren rein profitorientierte Nutzung völlig legal gewesen wäre. Heute ist das mehrheitlich kein Thema mehr.
Man nimmt es hin, mehrheitlich, lässt sich - ohne es wirklich zu merken - immer mehr von den erhobenen und analysierten Daten und deren
gezielter Nutzung manipulieren und ZWANGSsteuern.

Aber das ist erst der Anfang, nicht nur im Bereich der Mobilität, also bei Kraftfahrzeugen, sondern innerhalb der gesamten Lebensbereiche wird
der freiwillige Zwang, die fremdbestimmte Steuerung des Menschen durch Maschinenintelligenz zunehmen. Und die meisten werden es gut finden, wenn ihnen ihr Kühlschrank
oder "Alexa" sagt, was sie heute essen sollen oder was noch (elektronisch) gekauft werden soll ("muss"). Um nur ein kleines, profanes Beispiel zu erwähnen.

Der Verlust der persönlichen Freiheit und Selbstbestimmung wird sowohl privatwirtschaftlich als auch vom Staat (der gläsernen Bürgerinnen und Bürger)
durch das Fortschreiten künstlicher Intelligenz und deren immer umfassendere Möglichkeiten nicht aufzuhalten sein.

Was wird in 25 oder sagen wir - auch einer vergleichsweise kleinen Zeitspanne von 50 Jahren - der Zustand der hochentwickelten
Industrienationen sein?

Wie wird das freie, nicht von irgendeiner Seite zwangsbeglückte oder "unbemerkt" fremdgesteuerte Leben 2050 oder 2075 aussehen?

Ich glaube, die allermeisten Menschen haben von den dramatischen und tiefen Einschnitten und Änderungen überhaupt keine oder
allenfalls höchst naive Vorstellungen. Wie sehr man den Zwängen der künstlichen Intelligenz ausgesetzt sein wird und wie
sehr man im Spinnennetz ökonomischer und politischer Zwangssteuerung und manipulierter Fremdbestimmung gefangen sein wird.

Aufzuhalten, indes, da bin ich sicher, ist es genausowenig, wie die vormalige techn. Revolution mit der Dampfmaschine, dem
Verbrennungsmotor usw.

Big Data 4.0 wird uns den Orwell'schen Realitäten ein gutes Stück näher bringen. Falls sich die Menscheit bis Ende des Jahrhunderts
nicht doch in die Luft gesprengt, klimatisch so sehr existenziell ruiniert hat und auf der anderen Seite bevölkerungstechnisch so
sehr vermehrt, dass die Rahmenbedingungen für ein freies, selbstbestimmtes Leben auf diesem wunderschönen blauen Planeten
nicht mehr ausreichen. Zumindest für die übergroße Mehrheit des Fußvolkes…

Spätestens Anfang des nächsten Jahrhunderts wird die Maschine den Menschen beherrschen, bzw. das, was Wenige - durch alles
beherrschende Intelligenzmaschinen - den Vielen als vernunftnotwendige Haltung auf's Auge drücken. Den meisten wird der
Zwang gar nicht mehr auffallen. Den die Maschinen werden natürlich auch emotional manipulieren und dafür sorgen, dass sich die Menschen dabei gut fühlen,
in einer Art Bewusstsein, Frau oder Herr eigener Souveränität zu sein, die im Besitz so vielfältiger technischer/digitaler Hilfen und Möglichkeiten ist,
und es die "freie", selbstbestimmte Wahl sei, wie und ob man diese Möglichkeiten nutzt, um das Leben eigentlich nur
schöner und angenehmer zu machen.

Wem auch immer dafür zu danken wäre, es ist schön und ein gutes Gefühl, das nicht mehr erleben zu müssen.

gez. Eule und Woelfchen
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 10. Apr 2018, 18:49

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Die Diskussion um Zwänge ist sinnlos. Sie werden kommen. Unausweichlich und unentrinnbar.
Nun die schlechte Nachricht ist - "wir" sind schon mittendrin in einer ganzen Reihe von Zwängen. Was noch fehlt, ist das "Verbinden der losen Enden".

Die gute ist, bis das so weit ist ~10 Jahre schätze ich, bin ich reif für die Urne. Wer jünger ist, so ~50 Jahre oder mehr vor sich hat, wird besser lernen sich zu arrangieren und noch besser aktiv teilnehmen und Einfluß nehmen.

Einige Beiträge hier geben dem Alten Stubentiger zu verstehen, dieser inzwischen abgenutzte Spruch von Helmut Schmidt hilft bei dem Entwicklungstempo von "Visionen" nicht mehr allzuviel. Kaum "gedacht" haben es andere schon gemacht :p Da es nichts helfen würde, spare ich mir das Aufzählen von Veränderungen die ich selbst miterlebt habe seit 45 :cool:

Da spricht KarlRanseier von Norwegen und China - der Alten Stubentiger dagegen nur von Norwegen - bewusst nicht von China, die wohl treibende Kraft in Sachen e-Mobilität und autonomen Technologien ebenso bei den EE.

Ich sammle nun seit mehreren Jahren und in den letzten Zeit davon besonders intensiv, alle Nachrichten über diese breitgefächerte Entwicklung. Entsprechende Literatur, Berichte im WEB und werde dennoch immer wieder überrascht von Entwicklungen die noch schneller ablaufen, als ich mir das vorgestellt hatte.

Wenn ich nur die Entwicklung in meinem eigenen Beruf betrachte, müsste ich schon wirklich außerordentliche Visionen gehabt haben, um nur annähernd vorauszusehen was inzwischen längst Realität ist. Das bei solchen raschen Entwicklungen, auch massig Protagonisten auf der Strecke bleiben - meisten - wenn man genau hinsieht - nicht weil die zu weit nach vorn dachten, sonder weil sie genau wie tendenziell der Alten Stubentiger, eine sich bereits anbahnende Entwicklung entweder nicht kommen sahen oder wie z.B. Kodak - 1974 baute der junge Kodak-Ingenieur Steve Sasson die erste digitale Kamera der Welt. Der Konzern unterschätzte die Idee lange - und verpasste die Zukunft. Oder die LED besonders die blaue und dann 1995 die weiße LED - Erfunden hat sie der Abteilungsleiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik, Prof. Dr. Jürgen Schneider. Inzwischen - 23 Jahre später wird nahezu die ganze Welt über LED beleuchtet. PV eine weitere schnelle massive Entwicklung - Strom direkt aus Sonnenlicht - außer der Investition in eine Anlage, entstehen keinerlei Kosten.

1958 in der Raumfahrt mit ein paar Wh Leistung erstmals wirklich genutzt :
WIKI hat geschrieben:Ende 2017 waren weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 400 GW installiert. Zwischen 1998 und 2015 stieg die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich 38 % pro Jahr.

Es wird erwartet, dass der jährliche Zubau bis 2020 auf 100 GW steigt und die installierte Leistung bis 2030 zwischen 3.000 und 10.000 GW erreicht. 2014 betrug der weltweite Marktanteil von kristallinen Siliziumzellen etwa 90 %. Prognosen gehen davon aus, dass Siliziumzellen auch langfristig die dominierende Photovoltaik-Technologie bleiben und gemeinsam mit Windkraftanlagen die „Arbeitspferde“ der Energiewende sein werden.

Die Photovoltaik galt lange als die teuerste Form der Stromerzeugung mittels erneuerbaren Energien; eine Sicht, die mittlerweile durch die starken Kostensenkungen der Anlagenkomponenten jedoch überholt ist.

Mit Stand 2017 sind die Kosten der Stromerzeugung aus Photovoltaik binnen sieben Jahren um fast 75 % gefallen. In den USA sind bei Solarparks Vergütungen von unter 5 US-Cent/kWh (4,1 Euro-Cent/kWh) üblich; ähnliche Werte sind unter günstigen Umständen auch in anderen Staaten möglich. In mehreren Staaten wurden in Ausschreibungen Rekordwerte von 3 US-Cent/kWh (2,4 Euro-Cent/kWh) erreicht.

In Deutschland liegen die Stromgestehungskosten von neu errichteten Photovoltaik-Großanlagen mit Stand 2018 inzwischen niedriger als bei allen anderen fossilen oder erneuerbaren Energien.

Bereits 2014 lagen die Stromgestehungskosten der Photovoltaik in bestimmten Regionen der Erde auf gleichem Niveau oder sogar niedriger als bei fossilen Konkurrenten. Inklusive Speicher, die bei hohem Anteil der Photovoltaik am Strommix notwendig werden, waren die Kosten zu diesen Zeitpunkt jedoch noch höher als bei fossilen Kraftwerken. Allerdings war Solarstrom auch zu diesem Zeitpunkt bereits konkurrenzfähig, wenn die externen Kosten der fossilen Stromerzeugung (d. h. Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden) mit berücksichtigt wurden; selbst wenn diese nur zum Teil internalisiert wurden.
Auch hier jahrelanges Gezeter und "Weissagungen" die stets darin gipfelten - kann niiiieee was werden :p

So ist das halt. Mit "Personal" von Deinem Schlag säßen wie noch zitternd in unseren Höhlen und würden über den Säbelzahntiger der da draußen lauert diskutieren. Statt aktiv mitzuwirken und nicht anderen überlassen was man selbst beeinflussen kann....

Diese dystopische Sicht der Dinge Eulenwoelfchen muss nicht Wirklichkeit werden - man muss eben aktiv werden und beeinflussen wo immer man Einfluss nehmen kann. Keiner zwingt Dich z.B. an den "assozialen Diensten" teilzunehmen oder Alexa - Siri usw. das Leben bestimmen lassen. Nur mal so als Anstoß "Alexa" ja, aber ohne Verbindung zum "großen Bruder" im lokalen Management. Ich würde mir schon wünschen, wenn wenigstens mein Gefrierschrank meldet was rein und rausgeht - selbstverständlich lokal - wenn dann daraus "lokal" eine Bestellung entsteht usw. usf. Hier muss man einfach eigene Ideen entwickeln. Daran ist nix krankhaftes - nichts zu versuchen, das ist krank.... :mad:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 11. Apr 2018, 11:35

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Apr 2018, 08:56)
Gegen so eine Technik sagt auch keiner was. Es ist die Art von Technik für die Prozessoren aller Art gemacht wurden.

Du wirst Dich auch noch mit autonomen Fahrzeugen anfreunden, wenn sie erstmal der Standard sind. Alles eine Frage der Gewohnheit. Vor 150 Jahren fürchteten auch Leute, Menschen sollten nicht mit der Bahn fahren, weil Geschwindigkeiten über 30 km/h zum Tod führen könnten oder zumindest Menschen verrückt werden lassen. Heute ist das normal und auch ein Bahnunglück sorgt nicht dafür, dass niemand mehr jemals einen Eisenbahn betritt.

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Apr 2018, 09:03)
Auch heute noch scheitert Facebook an einer intelligenten Texübersetzung.

Verstehe. Es ist daher einleuchtend, dass es niemals autonome Fahrzeuge geben wird, 5G niemand braucht, Smartphones keinen Nutzen haben, Elektro-Pkw niemals auf der Straße fahren werden usw. usf. Eine sehr intelligente, technisch astreine Schlussfolgerung.

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Apr 2018, 10:41)
Bedenke dass die Leute schon bei der Elektromobilität die Wahl haben und trotz zusätzlicher finanzieller Anreize einen weiten Bogen um diese Autos machen. Schon hier sind einfach zu viele Fragen offen für den Konsumenten. Bei den autonomen Fahrzeugen kommen noch viel mehr Fragen dazu. Ohne Zwang wird es also nicht gehen. Und bei den Preisen für all die tolle neue Technik werden viele Leute in Zukunft nicht mehr mobil sein können.

Oje. Nur weil Deutschlands Diesellobby dazu führt, dass Elektromobilität im Pkw-Segment rückständig ist, bringst Du aber eine Menge durcheinander. Viele Verbraucher sehen keinen Vorteil darin, sich heute ein Elektrofahrzeug zu kaufen, z.B. aufgrund ihrer Angst vor weiten Strecken. Beim autonomen Fahren hat jeder Fahrer Vorteile. Und die Technik ist nicht teuer, egal wie oft Du es behauptest. Wir reden ohne Massenproduktion von 2000 Euro beim Neuwagen. Da sind wir also jetzt schon bei unter 10% eines durchschnittlichen Fahrzeugs. Gleichzeitig sinken Verschleiß und Verbrauch der Fahrzeuge. Da muss man nicht den SJW spielen und sich für irgendwen ungefragt einsetzen, während die Mobilität für viele Menschen gleich höher wird, z.B. für Kinder, Senioren und Kranke. Ebenso sind autonome Taxis auch für einen Hartzer mal erschwinglich, während er die Taximafia bisher mied, wenn es irgendwie möglich ist. Es ist ja sogar billiger pro Kilometer als ein privater Pkw, den man selbst steuert. Die vermeintlich vielen offenen Fragen sind schon längst geklärt und entsprechend nicht wirren Prämissen ohne Zusammenhang und unschlüssigen Konklusionen ("ohne Zwang geht es nicht"). Einfach mal den Aluhut absetzen und in eine Fachzeitschrift schauen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 11. Apr 2018, 11:45

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:34)
Wem auch immer dafür zu danken wäre, es ist schön und ein gutes Gefühl, das nicht mehr erleben zu müssen.

Das ist ja alles sehr schön gesagt. Aber ums mal abzukürzen: wo ist die zwangsbeglückte Fremdbestimmung, wenn Dich ein autonomes Fahrzeug zum Arbeitsplatz fährt und nicht Du selbst oder Taxi-/Bus-/Bahn-Fahrer? Man kann dann natürlich die großen Weltschmerz verkünden und die Notwendigkeit, pünktlich bei der Arbeit aufzuschlagen, um den Lebensunterhalt zu verdienen, als Sklaverei, Fremdbestimmung oder sonstwas bezeichnen. Aber das hat man auch, wenn man zu Fuß zur Arbeit geht statt sich vom Automobil und dessen Funktionsfähigkeit abhängig zu machen.

Den die Maschinen werden natürlich auch emotional manipulieren und dafür sorgen, dass sich die Menschen dabei gut fühlen,
in einer Art Bewusstsein, Frau oder Herr eigener Souveränität zu sein, die im Besitz so vielfältiger technischer/digitaler Hilfen und Möglichkeiten ist,
und es die "freie", selbstbestimmte Wahl sei, wie und ob man diese Möglichkeiten nutzt, um das Leben eigentlich nur
schöner und angenehmer zu machen.

Tja, früher war's leichter zu manipulieren, z.B. über die Medien. Viel Auswahl gab's nicht und die meisten Leute scheuten den Aufwand. Oder glaubt irgendwer, in den 60ern hatte jeder Durchschnittsarbeiter mind. fünf Tageszeitungen abonniert, um sich zu einem Thema möglichst breit zu informieren, wofür heute wenige Klicks ausreichen? Das Problem ist ja weniger die Datenspeicherung, sondern die Datengenerierung. Da fehlt es vielen Menschen an Medienkompetenz, wenn sie sich nicht bei jeder erzeugter Information -- und dazu gehört auch jeder Beitrag eines Forums -- im Hinterkopf haben, was mit Daten passieren kann. Und 100%-ige Sicherheit gibt's nirgends. Wer dann ein schwaches Passwort für seine Cloud nutzt und sich ärgert, dass die Nacktbilder an Dritte kamen... spätestens bei der Erstellung der Bild hätte man nachdenken müssen, besser davor. Nur den Klassenkämpfer des 21. Jahrhunderts zu spielen, hilft später niemandem. Daher ist Datenschutz vor allem auch ein Selbstschutz für unaufgeklärte Neuländer.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Apr 2018, 17:19

frems hat geschrieben:(11 Apr 2018, 12:45)

Das ist ja alles sehr schön gesagt. Aber ums mal abzukürzen: wo ist die zwangsbeglückte Fremdbestimmung, wenn Dich ein autonomes Fahrzeug zum Arbeitsplatz fährt und nicht Du selbst oder Taxi-/Bus-/Bahn-Fahrer? Man kann dann natürlich die großen Weltschmerz verkünden und die Notwendigkeit, pünktlich bei der Arbeit aufzuschlagen, um den Lebensunterhalt zu verdienen, als Sklaverei, Fremdbestimmung oder sonstwas bezeichnen. Aber das hat man auch, wenn man zu Fuß zur Arbeit geht statt sich vom Automobil und dessen Funktionsfähigkeit abhängig zu machen.

Es geht nicht um die Segnung, pünktlich und ohne eigene Fahrerhand zur Arbeit zu kommen, sondern weiterführend darum, dass man schlicht, egal wohin man sich mit seinem Fahrzeug bewegt, und egal ob selbststeuernd oder maschinenautomatisch, überall und zu jeder Zeit überwacht ist,
oder hinterlassen muss, per technischem Zwang, der dies ermöglicht, und dessen zwangsweiser und unausweichlicher Preisgabe, wohin man fährt, man einfach nicht mehr entgehen kann. Ich nenne das zwangs- bzw. fremdbestimmt, weil man faktisch gar keine Chance oder Wahlmöglichkeit haben wird,
inwieweit man entweder staatl. oder auch privatwirtschaftl. Interessierten "stecken" will, was und was man nicht jedem Lulli auf die Nase binden will. Insofern, siehe auch unten, wird man kaum noch die Möglichkeiten einer Wahl haben, selbst zu entscheiden.

frems hat geschrieben:(11 Apr 2018, 12:45)
Tja, früher war's leichter zu manipulieren, z.B. über die Medien. Viel Auswahl gab's nicht und die meisten Leute scheuten den Aufwand. Oder glaubt irgendwer, in den 60ern hatte jeder Durchschnittsarbeiter mind. fünf Tageszeitungen abonniert, um sich zu einem Thema möglichst breit zu informieren, wofür heute wenige Klicks ausreichen? Das Problem ist ja weniger die Datenspeicherung, sondern die Datengenerierung. Da fehlt es vielen Menschen an Medienkompetenz, wenn sie sich nicht bei jeder erzeugter Information -- und dazu gehört auch jeder Beitrag eines Forums -- im Hinterkopf haben, was mit Daten passieren kann. Und 100%-ige Sicherheit gibt's nirgends. Wer dann ein schwaches Passwort für seine Cloud nutzt und sich ärgert, dass die Nacktbilder an Dritte kamen... spätestens bei der Erstellung der Bild hätte man nachdenken müssen, besser davor. Nur den Klassenkämpfer des 21. Jahrhunderts zu spielen, hilft später niemandem. Daher ist Datenschutz vor allem auch ein Selbstschutz für unaufgeklärte Neuländer.


Siehe oben. Auch der sorgfältigste Cloud-"Freak" mit Superpasswort täuscht sich gewaltig, wenn er meint, seine Daten wären sicher. Es wird irgendwann Quantencomputertechnologie o.a. geben, oder allgemeiner formuliert eine digitale Power, die jede Verschlüsselung, die heute noch
Wochen oder Monate dauern würde, in Stunden oder Minuten knacken wird. Sofern man neue oder künftig neue techn. = digitale Optionen nutzt, ist man im Kreislauf der Datenerfassung und der Analyse und Nutzung von Daten drin. Ohne darauf noch Einfluß nehmen zu können, wer diese Daten für was auch immer nutzt. Natürlich kann man selbst entscheiden, auch heute, ob man einen Facebook - Account und Clouds nutzt, genauso wie man ja ein Smartphone und die vielen Apps ablehnen kann. Allenfalls ein sehr schlichtes Notfallhandy nutzt, um in persönlichen Prekärsituationen telefonieren zu können.
Öffentliche Fernsprecher gibt es eh kaum noch.

Aber macht das die Masse der Menschen? Keinen Facebook-Account zu haben oder in anderen soz. Netzwerken nicht dabei zu sein? Und mit einer nur allzugern (und sorglos freiwillig) hinterlassen privaten Datensammlung Tür und Tor für jene zu öffnen, deren Analysen dazu führen, dich bald besser zu kennen,
als du selbst. Auch, was du denkst, was dir gefällt und was du willst bis hin zu Dingen, von denen du selbst noch gar nicht wusstest, dass oder wie gut dir das gefällt. (Mit der persönlichen "du, dich"-Anrede sind Sie nicht persönlich gemeint, sondern "frau/man" allgemein in ihrem Massenverhalten und ihrer
Massennaivität).

Was Datenschutz angeht, werden wir uns auch noch wundern lernen. Es gibt schon staatliche bzw. kommunale Stimmen, die ernsthaft darüber diskutieren, warum eigentlich nur Privatkonzerne Kapital aus persönlichen Daten schöpfen dürfen sollen? Warum man zur Verbesserung der Staats- bzw.
Kommunalfinanzen nicht auch Daten aus den diversen Pools staatlicher oder behördlicher Provenienz versilbern dürfe? Es käme ja der Allgemeinheit zu Gute. Als sozialer=wertvoller Profit, sozusagen… *gg*

Pardon, wenn die Prognose weiterhin zu negativ ist oder wie sagten Sie, "nur Klassenkampf des 21. Jahrhunderts in Ihren Augen gespielt" wird. Es war leider Nichts dabei, dass diese Meinung - besonders in Hinblick auf die Entwicklung des digitalen Fortschritts und seiner Möglichkeiten bis 2050/2100 bringen wird.
Auch, wie sehr sich unsere Welt bereits in den nächsten 25 Jahren durch die digitale Revolution hin zur Maschinenintelligenz verändert haben wird. Alles unter dem Vorbehalt, dass diese Welt bis dahin nicht von einem umfassenden Krieg zerstört wird, sondern allenfalls Regionalkonflikte wie aktuell der in Syrien
stattfinden, mit überschaubarem Risiko für den gesamten Weltfrieden. Im Vergleich zu einen III. Weltkrieg.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 11. Apr 2018, 17:46

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Apr 2018, 18:19)

Es geht nicht um die Segnung, pünktlich und ohne eigene Fahrerhand zur Arbeit zu kommen, sondern weiterführend darum, dass man schlicht, egal wohin man sich mit seinem Fahrzeug bewegt, und egal ob selbststeuernd oder maschinenautomatisch, überall und zu jeder Zeit überwacht ist,
oder hinterlassen muss, per technischem Zwang, der dies ermöglicht, und dessen zwangsweiser und unausweichlicher Preisgabe, wohin man fährt, man einfach nicht mehr entgehen kann. Ich nenne das zwangs- bzw. fremdbestimmt, weil man faktisch gar keine Chance oder Wahlmöglichkeit haben wird,
inwieweit man entweder staatl. oder auch privatwirtschaftl. Interessierten "stecken" will, was und was man nicht jedem Lulli auf die Nase binden will. Insofern, siehe auch unten, wird man kaum noch die Möglichkeiten einer Wahl haben, selbst zu entscheiden.

Die Vernetzung hat mit autonomen Fahrzeugen erstmal nicht so viel zu tun. Das wird schon heute gemacht und ist hier nicht das Thema. Was meinst Du, was es alles an FCD auf dem Markt mittlerweile gibt und wo die Daten herkommen? Millionen von Autofahrern erzeugen sie tagtäglich und ich bezweifle, dass alle Erzeuger dies auch wissen, obwohl das kein geheimes Wissen ist. Dadurch werden sie aber nicht manipuliert oder fremdbestimmt.

Siehe oben. Auch der sorgfältigste Cloud-"Freak" mit Superpasswort täuscht sich gewaltig, wenn er meint, seine Daten wären sicher.

Natürlich. Damit senkt man nur das Risiko, Opfer von "Datendiebstahl" zu sein. Aber wie ich schrieb: eine 100%-ige Sicherheitsgarantie gibt's nichts und daher fängt das Problem nicht bei der Speicherung von Daten, sondern bei ihrer Generierung an.

Aber macht das die Masse der Menschen?

Fährt mit dem Auto, nachdem sie sich einen Wohnort suchten, der kaum Alternativen anbietet und sie so ohne diese Abhängigkeit kaum noch mobil sein könnten. Die haben sich über Jahrzehnte von Industrie und Lobbyverbänden (ADAC) Propaganda einlullen lassen und glauben heute noch viel Propaganda, weil man sie erfolgreich indoktriniert und manipuliert hat. Da ist selbst das Forum voll von Aussagen und ideologischen "Gedanken", die wissenschaftlich schon seit Ewigkeiten als widerlegt gelten. Trotzdem ist es noch weit verbreitet. Aber das verstehen die Bedenkträger nicht und glauben zurück an ihre sorgenfreie Kindheit, wo es solche Interessen seitens Politik oder Wirtschaft nicht gegeben haben soll.

Keinen Facebook-Account zu haben oder in anderen soz. Netzwerken nicht dabei zu sein? Und mit einer nur allzugern (und sorglos freiwillig) hinterlassen privaten Datensammlung Tür und Tor für jene zu öffnen, deren Analysen dazu führen, dich bald besser zu kennen,
als du selbst. Auch, was du denkst, was dir gefällt und was du willst bis hin zu Dingen, von denen du selbst noch gar nicht wusstest, dass oder wie gut dir das gefällt. (Mit der persönlichen "du, dich"-Anrede sind Sie nicht persönlich gemeint, sondern "frau/man" allgemein in ihrem Massenverhalten und ihrer
Massennaivität).

Das hängt vom Umfeld ab. Für Schüler kann sowas problematisch sein, aber Gruppenzwang in Richtung irgendwelcher Trends oder Treffpunkte sind kein neues Phänomen. Sie haben sich nur verlagert, genau wie Mobbing nicht erst durchs Cybermobbing aufgetreten ist und finanzieller Betrug keine Erfindung von Internetkriminalität ist.
Labskaus!

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Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge = Keine G25

Beitragvon Teeernte » Mi 11. Apr 2018, 18:03

frems hat geschrieben:(11 Apr 2018, 18:46)

Die Vernetzung ...ist.


Mitläufer haben zu keinem Zeitpunkt den Weltenlauf bestimmt....

Ohne "G25" (Selbstlenkende Fahrzeuge) kommen nur WENIGE mehr zur Arbeit.... für die meisten Arbeiten wird aber die G25 weiter verlangt.

....und bekifft wird man auch aus der Kneipe geschmissen.

Es hat also wenig VORTEIL.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Apr 2018, 19:17

Es führt zwar weg vom eigentlichen Strangthema des autonomen Fahrens, deshalb nur kurz zum Thema "Es fängt mit der Datengenerierung an", wie @frems schrieb,
und welche, seiner Schlußfolgerung nach, immer im Ermessen und der Wahl/Entscheidung des Dateneigentümers, also von Lieschen Müller oder dem Cyberschlaubären läge und
auch dort verbliebe. Und damit auch der missbräuchlichen, ggf. auch manipulativen Auswertung und Weiterverwendung nicht ausgeliefert sei.

Schon heute kann man nur noch in Ausnahmefällen gewisse steuerliche Notwendigkeiten via gutem alten Papierformular erledigen. Zum monatl. Ust-Steuervoranmeldungen.
Bald wird es im behördlichen Bereich die Möglichkeit nicht mehr geben, etwas analog zu erledigen. Die Teilnahme an umfassenden Datenerhebungs- und Speicherungspools
und die Teilnahme daran, die zwangsweise, wird unumgänglich. Genauso, wie irgendwann, siehe Schweden, der Geldverkehr immer mehr digital ablaufen wird, bis hin
zur faktischen Abschaffung oder Reduzierung von Bargeld hin zu bedeutungslosen Randmöglichkeiten. Die Masse wird gar nicht mehr die Wahl haben, nicht via Karte oder anderer,
ausschließlich elektronischer Zahlungsmöglichkeiten zu kaufen oder zu bezahlen. Siehe hier auch die Verweigerung von Tankstellen, die teils 200 Euro-Banknoten, aber ganz sicher
jeden 500 Euro - Geldschein schon heute verweigern (dürfen).

Die Maschen, sich den immer dichter werdenden, digitalen Welten und ihrer zwangsweisen Nutzung zu entziehen, egal ob im eigenen, sog. selbstbestimmten Bereich wie
seinen Bankkonten, oder privaten Daten über die Person, wie im Gesundheitsbereich usw., diese Maschen werden immer enger und das digitale Datenmaterial über jede Person
immer umfassender und ergänzter.

Ohne auch nur noch eine Wahl oder Entscheidungsmöglichkeit zu haben, sich dem zu entziehen. Und die Masse wird sich kaum als Widerstandskämpfer verhalten, sondern
fügen. Wenn dann noch ein wenig gehandelt, analysiert oder manipuliert wird, ist das ja nur in Ausnahmefällen negativ. Die meisten werden die immer mehr durch
digitale Maschinenwelten und -intelligenz bestimmte Lebenswelt als erfreulich oder eben hinnehmbar sehen. Wie sehr sie damit fremdbestimmt und gesteuert werden,
wird ihnen nicht (mehr) auffallen. Es gibt ja jede Menge Gegenrede, die kritische Betrachtungen eben als rückwärtsgewandte Haltung deklassieren oder als
Klassenkampf des 21. Jahrhunderts abstempeln. Mindestens aber als technikfeindliche Spaßbremse.

Entrinnen und mehr und mehr dem Diktat von Maschinenintelligenz wird die Menschheit dennoch nicht entgehen. Es gibt keinen Ansatz, der in diesem Zusammenhang
mehr Entscheidungsfreiheit in Aussicht stellt oder gar bessere Möglichkeiten, seine pretty good privacy besser zu verteidigen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 11. Apr 2018, 20:11

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:17)

Es führt zwar weg vom eigentlichen Strangthema des autonomen Fahrens, deshalb nur kurz zum Thema "Es fängt mit der Datengenerierung an", wie @frems schrieb,
und welche, seiner Schlußfolgerung nach, immer im Ermessen und der Wahl/Entscheidung des Dateneigentümers, also von Lieschen Müller oder dem Cyberschlaubären läge und
auch dort verbliebe. Und damit auch der missbräuchlichen, ggf. auch manipulativen Auswertung und Weiterverwendung nicht ausgeliefert sei.

Schon heute kann man nur noch in Ausnahmefällen gewisse steuerliche Notwendigkeiten via gutem alten Papierformular erledigen. Zum monatl. Ust-Steuervoranmeldungen.
Bald wird es im behördlichen Bereich die Möglichkeit nicht mehr geben, etwas analog zu erledigen. Die Teilnahme an umfassenden Datenerhebungs- und Speicherungspools
und die Teilnahme daran, die zwangsweise, wird unumgänglich. Genauso, wie irgendwann, siehe Schweden, der Geldverkehr immer mehr digital ablaufen wird, bis hin
zur faktischen Abschaffung oder Reduzierung von Bargeld hin zu bedeutungslosen Randmöglichkeiten. Die Masse wird gar nicht mehr die Wahl haben, nicht via Karte oder anderer,
ausschließlich elektronischer Zahlungsmöglichkeiten zu kaufen oder zu bezahlen. Siehe hier auch die Verweigerung von Tankstellen, die teils 200 Euro-Banknoten, aber ganz sicher
jeden 500 Euro - Geldschein schon heute verweigern (dürfen).

Die Maschen, sich den immer dichter werdenden, digitalen Welten und ihrer zwangsweisen Nutzung zu entziehen, egal ob im eigenen, sog. selbstbestimmten Bereich wie
seinen Bankkonten, oder privaten Daten über die Person, wie im Gesundheitsbereich usw., diese Maschen werden immer enger und das digitale Datenmaterial über jede Person
immer umfassender und ergänzter.

Ohne auch nur noch eine Wahl oder Entscheidungsmöglichkeit zu haben, sich dem zu entziehen. Und die Masse wird sich kaum als Widerstandskämpfer verhalten, sondern
fügen. Wenn dann noch ein wenig gehandelt, analysiert oder manipuliert wird, ist das ja nur in Ausnahmefällen negativ. Die meisten werden die immer mehr durch
digitale Maschinenwelten und -intelligenz bestimmte Lebenswelt als erfreulich oder eben hinnehmbar sehen. Wie sehr sie damit fremdbestimmt und gesteuert werden,
wird ihnen nicht (mehr) auffallen. Es gibt ja jede Menge Gegenrede, die kritische Betrachtungen eben als rückwärtsgewandte Haltung deklassieren oder als
Klassenkampf des 21. Jahrhunderts abstempeln. Mindestens aber als technikfeindliche Spaßbremse.

Entrinnen und mehr und mehr dem Diktat von Maschinenintelligenz wird die Menschheit dennoch nicht entgehen. Es gibt keinen Ansatz, der in diesem Zusammenhang
mehr Entscheidungsfreiheit in Aussicht stellt oder gar bessere Möglichkeiten, seine pretty good privacy besser zu verteidigen.

Du vermischst hier Dinge, die nicht zusammen gehören. Im Zuge der elektronischen Steuererklärung gebe ich heute weniger Daten ab als jemals zuvor. Aufschlußreiche Belege werden gar nicht mehr eingeschickt. Es reicht, wenn ich sie ein paar Jahre vorhalte.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 12. Apr 2018, 08:50

Zurück zum Thema - gestern meldet die FAZ : "Neuer Campus : Hier tüfteln nun 2000 BMW-Fachleute an Roboterautos"
FAZ hat geschrieben:BMW hat im Münchner Vorort Unterschleißheim sein Entwicklungszentrum für selbstfahrende Autos eröffnet. In dem Campus sollen in Kürze rund 2000 Ingenieure und IT-Experten am Auto der Zukunft arbeiten. Bis zum Jahr 2021 will BMW sein erstes autonom fahrendes Serienauto vom Band rollen lassen.
Warum tun die das wohl ? Offensichtlich will man hier nicht nur als Zuschauer agieren. Klar scheint auch inzwischen, wer nicht rechtzeitig selbst liefern kann, wir nie mehr liefern. Warum sonst sollten Milliarden in ein solches Vorhaben investiert werden ?
FAZ hat geschrieben:n Unterschleißheim arbeiten bereits etwa 1000 Experten von BMW, dem amerikanischen Chiphersteller Intel und anderen Technologieunternehmen an einer gemeinsamen, für viele Hersteller nutzbaren Plattform für vernetzt und autonom fahrende Autos. Auch Fiat Chrysler gehört zu den Partnern. 40 Testautos sind bereits im Einsatz. Fröhlich sagte, Millionen Testkilometer seien nötig – ein Hersteller allein könne die Herausforderungen nicht meistern.

BMW will seinen Aufwand für Forschung und Entwicklung dieses Jahr abermals steigern. Und zwar um beinahe eine Milliarde auf rund sieben Milliarden Euro steigern.
Das man etwas so "simples" wie Elektroantriebe auf Batteriebasis wesentlich einfacher "autark" machen kann und noch dazu nur dort die Rekuperation nützen kann - statt bei Bremsvorgängen kostbare Energie zu vernichten - spricht ebenfalls für dieses Antriebsystem. So geht beides quasi "Hand in Hand". Wer einmal für seine Routinefahrten in angenehmem eigenen Umfeld von A nach B gefahren sein wird, wird absolut nichts mehr für das stressige und wenig unterhaltsame Selbstfahren übrig haben :cool:

So wird es sicher auch weiterhin ein Markt für privates Eigentum an solchen Fahrzeugen geben. Dort kann man sich so einrichten, das die eigenen Präferenzen "gelebt" werden können. Wer glaubt Routinefahrten wären etwas erstrebenswertes das man sich bloß nicht wegnehmen lassen darf, bei dem ist sicher mehr als nur eine Schraube locker :p

Wenn überhaupt Fahren Spaß macht, dann das Fahren in unwegsamem Gelände (OK gern auch auf einem Rennkurs), wo der Vorgang wirklich "alles" fordert. Ergo wird das Selberfahren sich dort, wo keiner den ganz normalen Verkehr beeinträchtigen kann (welch ein Segen, wenn die erst alle wech sind) , weiter wie all diese andern hightech Sportarten stattfinden. Von da geht´s zurück nach Hause, selbstverständlich mit einem bequemen Robotauto, das schon weiß wo man hin will.

Wer das bezweifelt, kann sich ja später bei meinen Enkeln beschweren ;)
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Orbiter1 » Do 12. Apr 2018, 09:21

Bei dem ganzen Aufwand der da technisch getrieben wird sollte man die Gesetzgeber, die das alles genehmigen müssen, nicht ganz außer acht lassen. Zitat von EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc:

"Vollständiges autonomes Fahren im Straßenverkehr wird es vor dem Jahr 2050 nicht geben. Wir müssen noch sehr viel prüfen und testen." Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ttern.html

Wenn es tatsächlich so kommt müssen wir uns noch mindestens 32 Jahre gedulden.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Apr 2018, 09:25

Der Datenschutz ist mir auch wichtig, ich würde auch nicht wollen, dass die Daten, die ich durch meine Fahrten generiere, an fremde Dritte übermittelt werden. Allerdings hätte man ja auch mit einem voll vernetzten, autonomen Fahrzeug immer noch "Verscheleierungsmöglichkeiten", dann steigt man eben einfach eine Straße früher aus und geht zu Fuß zum eigentlichen Ziel. Dann muss man nur noch dran denken, das Smartphone abzuschalten, Apple/Google horchen auch da immer mit.

Zum obigen Zitat: es wäre nicht das erste Mal, dass der technische Fortschritt Politiker überholt. Ich bin überzeugt, dass komplett autonomes Fahren in spätestens 10 Jahren möglich sein wird.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Teeernte » Do 12. Apr 2018, 14:35

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Apr 2018, 09:50)

Wer glaubt Routinefahrten wären etwas erstrebenswertes das man sich bloß nicht wegnehmen lassen darf, bei dem ist sicher mehr als nur eine Schraube locker :p

Wenn überhaupt Fahren Spaß macht, dann das Fahren in unwegsamem Gelände (OK gern auch auf einem Rennkurs), wo der Vorgang wirklich "alles" fordert. Ergo wird das Selberfahren sich dort, wo keiner den ganz normalen Verkehr beeinträchtigen kann (welch ein Segen, wenn die erst alle wech sind) , weiter wie all diese andern hightech Sportarten stattfinden. Von da geht´s zurück nach Hause, selbstverständlich mit einem bequemen Robotauto, das schon weiß wo man hin will.

Wer das bezweifelt, kann sich ja später bei meinen Enkeln beschweren ;)


Routine-fahrten.... gibt es schon den Berlinmodus - wo sich ein Fahrzeug kamikazeartig in die Fahrspur drängt ?

Da ist der Selbstfahrer ein dankbares Opfer....lässt jeden der drängelt rein... :D :D :D

Düsseldorf - Modus....2. (und 3.) Spur sind nur kurz beim Bäcker ...einkaufen.

Die "Verwaltung" wird einen "Präsentierteller - Modus" ....nur für die SICHERHEIT erfinden.....nicht dass Du in einer abgedunkelten Limo umherkarrst. - mal Sehen was Sichtbar//fernübertragbar sein muss...

GAnz OHNE Fahrer/Besatzung 1000 km ? ...Drogenkuriermodus ? - na da warte ich mal.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 12. Apr 2018, 14:52

Orbiter1 hat geschrieben:(12 Apr 2018, 10:21)

Bei dem ganzen Aufwand der da technisch getrieben wird sollte man die Gesetzgeber, die das alles genehmigen müssen, nicht ganz außer acht lassen. Zitat von EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc:

"Vollständiges autonomes Fahren im Straßenverkehr wird es vor dem Jahr 2050 nicht geben. Wir müssen noch sehr viel prüfen und testen." Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ttern.html

Wenn es tatsächlich so kommt müssen wir uns noch mindestens 32 Jahre gedulden.

Wie die Kernfusion. Man ist immer 30 Jahre vom kommerziellen Durchbruch entfernt.

Vielleicht sollte man sich in Berlin mal um den Zustand der Straßen kümmern. Was nutzt eine digitale Infrastruktur für autonome Fahrzeuge in der Schlaglochwüste?
Zuletzt geändert von Alter Stubentiger am Do 12. Apr 2018, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 12. Apr 2018, 14:52

Teeernte hat geschrieben:Routine-fahrten.... gibt es schon den Berlinmodus - wo sich ein Fahrzeug kamikazeartig in die Fahrspur drängt ?

Da ist der Selbstfahrer ein dankbares Opfer....lässt jeden der drängelt rein... :D :D :D

Düsseldorf - Modus....2. (und 3.) Spur sind nur kurz beim Bäcker ...einkaufen.

Die "Verwaltung" wird einen "Präsentierteller - Modus" ....nur für die SICHERHEIT erfinden.....nicht dass Du in einer abgedunkelten Limo umherkarrst. - mal Sehen was Sichtbar//fernübertragbar sein muss...

GAnz OHNE Fahrer/Besatzung 1000 km ? ...Drogenkuriermodus ? - na da warte ich mal.
:thumbup: Tja muss man das nun verstehen :?: Hat irgendwer eine Idee was Genosse Teeernte eigentlich sagen möchte :?:

Bist Du ein verspäteter DaDaist ?

Nur zur Erklärung :
Der Dadaismus stellte die gesamte bisherige Kunst in Frage, indem er ihre Abstraktion und Schönheit durch satirische Überspitzung zu reinen Unsinnsansammlungen machte, wie in sinnfreien Lautgedichten.
Das könnte hinkommen " Unsinnsansammlungen in sinnfreien Lautgedichten" Danke für dieses beglückende Erlebnis.... :rolleyes:
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon H2O » Do 12. Apr 2018, 15:35

Mein Gefühl sagt mir, daß autonome Fahrzeuge dann um uns herum schwirren werden, wenn das Bargeld flächendeckend abgeschafft wurde. Ich weiß zwar nicht, warum ich das so empfinde... vielleicht ist das ein Zeitempfinden für die Durchsetzbarkeit beider Neuerungen?

Insofern könnte man beide Stränge zusammenführen; aber auf mich hört schon wieder einmal keiner! :(

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