Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

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frems
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon frems » Di 2. Aug 2016, 17:12

Nochmal was aktuelles zum Thema:

"Menschen fühlen sich zunehmend bedrängt"
Rasen, auffahren, schneiden: In Deutschland hat eine Mehrheit den Eindruck, Aggression im Straßenverkehr habe deutlich zugenommen. Ein Verkehrspsychologe erklärt, warum.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-07/a ... ettansicht
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Liegestuhl » Di 2. Aug 2016, 18:23

Wenn man in Deutschland problemloser an Waffen kommen würde, müsste man nicht aggressiv fahren.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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schelm
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon schelm » Di 2. Aug 2016, 22:20

epona hat geschrieben:(06 Jul 2016, 09:53)

Nein, kann ich nicht feststellen.

Geändert hat sich allerdings das Verhalten von einigen Fahrradfahrern in Richtung rücksichtslos.
Ist jedenfalls mein Eindruck.

Ich radle in der 30er Zone schon mal etwas über 30km/h, um nachfolgende Autofahrer nicht aufzuhalten, überholen tun sie trotzdem. :D
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Zunder » Di 2. Aug 2016, 22:29

schelm hat geschrieben:(02 Aug 2016, 23:20)

Ich radle in der 30er Zone schon mal etwas über 30km/h, um nachfolgende Autofahrer nicht aufzuhalten, überholen tun sie trotzdem. :D

Dein E-Bike ist versicherungspflichtig.
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schelm
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon schelm » Mi 3. Aug 2016, 00:44

Zunder hat geschrieben:(02 Aug 2016, 23:29)

Dein E-Bike ist versicherungspflichtig.

Ich fahre kein E-Bike. :)
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Timm » Mi 3. Aug 2016, 06:15

frems hat geschrieben:(02 Aug 2016, 18:12)

Nochmal was aktuelles zum Thema:

"Menschen fühlen sich zunehmend bedrängt"
Rasen, auffahren, schneiden: In Deutschland hat eine Mehrheit den Eindruck, Aggression im Straßenverkehr habe deutlich zugenommen. Ein Verkehrspsychologe erklärt, warum.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-07/a ... ettansicht


Das ist doch interessant und lässt sich auch auf andere Bereiche adaptieren:

"ZEIT ONLINE: Fahrradfahrer verhalten sich durchaus auch aggressiv, haben diese enorme Kraft aber nicht.

Schlag: Radfahrer haben einen anderen Hintergrund: Die fühlen sich oft strukturell benachteiligt. Sie sehen sich deshalb eher im Recht, sich durchzusetzen – auch wenn sie damit gegen die Regeln verstoßen.
Man muss aber sagen: Nicht jeder Regelverstoß ist per se aggressives Verhalten. Das ist erst der Fall, wenn ein anderer zu Schaden kommen kann und man das zumindest in Kauf nimmt. " aus der Quelle s.o.
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 10. Aug 2016, 15:19

Rasen, Drängeln, Hupen - und manchmal fliegen auch die Fäuste. Die Hälfte der Bundesbürger empfand im Juni das Klima auf Deutschlands Straßen in einer Umfrage für den Verkehrssicherheitsrat als aggressiver als früher.

http://www.n-tv.de/panorama/Autofahrer- ... 86611.html
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 10. Aug 2016, 17:58

frems hat geschrieben:(02 Aug 2016, 18:12)

Nochmal was aktuelles zum Thema:

"Menschen fühlen sich zunehmend bedrängt"
Rasen, auffahren, schneiden: In Deutschland hat eine Mehrheit den Eindruck, Aggression im Straßenverkehr habe deutlich zugenommen. Ein Verkehrspsychologe erklärt, warum.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-07/a ... ettansicht


So etwas hatte ich erwartet. An objektivierbaren Kriterien gemessen ist die Aggressivität gesunken.

Untersucht man sozialen Status und Fahrerprofil zeigt sich noch was sehr interessantes:

- die Vielfahrer, die aufgrund ihrer Fahrerfahrung meinen das Fahrzeug sicher zu beherrschen nehmen sich einen aggressiveren Fahrstil heraus
- ebenfalls die sozial Gehobenen und Akademiker fahren im Schnitt aggressiver als Leute mit einfacher Bildung oder Arbeiter, da sie es gewohnt sich sich auch in Alltagssituationen durchzusetzen
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon jack000 » Mi 10. Aug 2016, 18:28

m.E. ist das Verhalten allgemein aggressiver geworden, weil mehr und unterschiedliche Verkehrsteilnehmer auf beschränkter Fläche nun miteinander auskommen müssen:
- Die Autos sind größer geworden (u.a. SUV)
- Die Autos haben mehr Leistung
- Die Fahrradfahrer sind schneller geworden
- Es gibt mehr Fahrradfahrer, Fahrradwege wurden ausgebaut
- Der ÖPNV wurde ausgebaut
- Allgemein ist die Mobilität gestiegen (Auch durch das hinzukommen von Rentnern die zuvor eher nicht am MIV teilgenommen haben)
- Durch die dezentrale Organisation von Einkaufsmöglichkeiten (Dörfer haben immer seltener Einkaufsmöglichkeiten) steigt das Mobilitätsbedürfnis
- Durch die zentrale Organisation von Einkaufsmöglichkeiten in Städten wächst das Mobilitätsbedürfnis die Innenstädte zu erreichen
=> Mehr Teilnehmer auf gleichbleibender, bzw. nicht entsprechend ausgebauter Fläche erzeugt Aggressivität!
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Gilmoregirl » Mi 10. Aug 2016, 21:27

Ich finde eher, dass Fußgänger rücksichtsloswr geworden sind.
Ohne sich zu vergewissern, gehen sie über die Straße; frei nach dem Motto: Es wird schon keiner einen Menschen umfahren wollen. Und leider kommen sie mit
dieser Einstellung durch.
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon jack000 » Mi 10. Aug 2016, 21:35

Gilmoregirl hat geschrieben:(10 Aug 2016, 22:27)

Ich finde eher, dass Fußgänger rücksichtsloswr geworden sind.
Ohne sich zu vergewissern, gehen sie über die Straße; frei nach dem Motto: Es wird schon keiner einen Menschen umfahren wollen. Und leider kommen sie mit
dieser Einstellung durch.

Es kommt halt immer darauf an wen man belangen kann. Außer den Autofahrer kann man niemanden belangen und daher wird der belangt, der belangt werden kann!
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Gilmoregirl » Mi 10. Aug 2016, 21:48

@ Jack

Deinen Beitrag #69 kann ich nur unterstreichen.
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon frems » Mi 10. Aug 2016, 22:00

jack000 hat geschrieben:(10 Aug 2016, 22:35)

Es kommt halt immer darauf an wen man belangen kann. Außer den Autofahrer kann man niemanden belangen und daher wird der belangt, der belangt werden kann!

Das Problem ist aber auch, dass sich Panzerfahrer oft über Dinge ärgern, die legal sind, z.B. auf vielen Hauptverkehrsstraßen mit dem Rad zu fahren oder sie fernab von Lichtsignalanlagen zu Fuß zu überqueren.

Ein Drängler, ich? Quatsch!
Das Sicherheitsgefühl ist gestiegen, dafür überwiegen Stress und Aggression: Unfallforscher haben die Stimmung unter Autofahrern in Deutschland untersucht. [...]

Kritikfähigkeit ist Autofahrern in Deutschland wenig gegeben. Zwar beobachten fast alle Befragten ein zu dichtes Einscheren anderer Autos oder dreistes Vorbeiziehen an Kolonnen. Aber nur ein Fünftel gibt zu, das auch schon einmal gemacht zu haben. 97 Prozent haben auch gesehen, wie Radfahrer zu dicht überholt werden. Zugleich geben aber auch 95 Prozent an, dass sie immer besonders viel Rücksicht auf Radler nehmen. Brockmann erklärt sich diesen Widerspruch mit einer falschen Selbstwahrnehmung bei Autofahrern und einem unerschütterlichen Glauben an die eigenen Fähigkeiten.

Dass die Selbstwahrnehmung, immer gut zu fahren, oft täuscht, zeigt die Unfallstatistik. Die meisten Unfälle verursachen der Studie zufolge jene Autofahrer, die besonders rücksichtslos unterwegs sind. Sie kassieren auch die meisten Strafen bis hin zu Fahrverboten. "Es trifft die Richtigen, aber die Strafen führen nicht zu einem weniger riskanten Verhalten", sagt Unfallforscher Brockmann. "Die Einsicht fehlt. Der Glaube, gut zu fahren, ist immer größer."

http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-08/s ... ettansicht

Cat with a whip hat geschrieben:(10 Aug 2016, 18:58)
- ebenfalls die sozial Gehobenen und Akademiker fahren im Schnitt aggressiver als Leute mit einfacher Bildung oder Arbeiter, da sie es gewohnt sich sich auch in Alltagssituationen durchzusetzen

Sieht ganz so aus. Könne an den Karossen liegen, die von diesen Personen gefahren werden, während die Geldstrafen nicht so sehr im Portemonnaie wehtun.
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon firlefanz11 » Do 11. Aug 2016, 12:04

Ja, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die zweite Hälfte ist, dass es insbesondere die geistigen Tiefflieger sind, die rasen. Nicht umsonst ist bei spontanen Autorennen in den Städten immer ein Achmed oder Mustafa mit dem gongret krassen 3er BMW dabei...
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Cat with a whip » Do 11. Aug 2016, 15:21

frems hat geschrieben:(10 Aug 2016, 23:00)


Sieht ganz so aus. Könne an den Karossen liegen, die von diesen Personen gefahren werden, während die Geldstrafen nicht so sehr im Portemonnaie wehtun.



Spielt wohl mit rein. Bei kleinen Bußgeldern stimmt das noch, wenn es ums Strafmaß oder Schadensersatz klappt das ja nicht mehr so ganz.

Rechthaberei und dominates Verhalten geht nunmal analog mit dem sozialen Status und Bildung. Kurioserweise wachsen mit Bildung und sozialen Status da eben situativ eben nicht Duldsamkeit, Rücksicht und Vernunft.

Man denke nur an die oberschlauen Impfgegner mit akademischer Bildung, die ihre Kindern bewusst nicht Impfen lassen, während die ungebildete Unterschichtmama ihre Kinder brav impfen lässt .
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon frems » Mi 17. Aug 2016, 19:06

Ich bin Wutradler, und Sie sind schuld
Früher schwebte ich mit dem Rad über den Asphalt, heute fahre ich mit Wut im Bauch. Sie macht mich agil und sicher. Ich will so nicht sein, aber es geht nicht anders.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-08/r ... dt-verkehr

Wobei das mit der Schuld immer so eine Sache ist. Wer kennt ihn nicht, den Autofahrer, der geblitzt wurde und dann meckert, schuld nicht er, sondern der Fahrer des Pkws, der aus seiner Sicht zu langsam fuhr und er ihn schnell überholen musste.
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon jack000 » Mi 17. Aug 2016, 19:13

firlefanz11 hat geschrieben:(11 Aug 2016, 13:04)

Ja, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die zweite Hälfte ist, dass es insbesondere die geistigen Tiefflieger sind, die rasen. Nicht umsonst ist bei spontanen Autorennen in den Städten immer ein Achmed oder Mustafa mit dem gongret krassen 3er BMW dabei...

... die i.d.R. offiziell von Hartz4 leben ...:
http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... enger.html
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon frems » Mi 30. Nov 2016, 17:59

Bei der Kuscheljustiz wundert mich nichts mehr. Man kann sich als Autofahrer nicht nur Straßenrennen erlauben:

Ein Mann fühlt sich von zwei Fußgängern provoziert. Er bremst, legt den Rückwärtsgang ein, fährt sie um. Sie kommen ins Krankenhaus. Der Fahrer bleibt auf freiem Fuß.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 52425.html

Fünf Monate Führerscheinentzug und zweieinhalb Wochen Sozialstunden. :|
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon Moses » Mi 30. Nov 2016, 18:01

frems hat geschrieben:(30 Nov 2016, 17:59)

Bei der Kuscheljustiz wundert mich nichts mehr. Man kann sich als Autofahrer nicht nur Straßenrennen erlauben:


http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 52425.html

Fünf Monate Führerscheinentzug und zweieinhalb Wochen Sozialstunden. :|

Is doch nich schlimm frems, Du hast doch ÖPNV :s :?
„Es geht ein Ruck durch das ganze Land“
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Re: Sind deutsche Verkehrsteilnehmer aggressiver geworden?

Beitragvon frems » Mi 30. Nov 2016, 18:05

Moses hat geschrieben:(30 Nov 2016, 18:01)

Is doch nich schlimm frems, Du hast doch ÖPNV :s :?

Die Opfer in Aschaffenburg haben keine U-Bahn. Und als Radfahrer lebe ich auch nicht sicherer:

Am 26. Juni 2015 stürzte der Radfahrer André K. auf der Fruchtallee, brach sich den Ellenbogen, konnte seine Examensarbeit als Informatiker nicht fertigstellen, musste ein weiteres Semester studieren, statt wie geplant ins Berufsleben einzusteigen.

Verantwortlich für den Sturz soll der Angeklagte sein, der laut Zeugenaussagen mit seinem Porsche Cayenne den Radler von hinten angefahren hat, aus Ärger, dass hunderte Rad-Aktivisten die gesamte Fahrbahn einnahmen.

In erster Instanz war Dynal K. zu 13 Monaten auf Bewährung wegen Körperverletzung und Nötigung verurteilt worden. In der Berufung geht sein Verteidiger aggressiv den Radler an, stellt die Rechtmäßigkeit der „Critical Mass“ (die nächste ist am Freitag) infrage. Fortsetzung 29. Juni.

Quelle: http://www.mopo.de/24269898

Das Urteil für die lächerliche Bewährungsstrafe, die der Angeklagte nicht akzeptieren will, war übrigens sehr lustig. Man sah weder eine schwere Körperverletzung, noch versuchten Totschlag. Grund: der Porsche-Fahrer sei ja nur mit Karacho aufs Hinterrad des Verletzten gefahren und habe mit seinem Wagen den Radfahrer somit nicht direkt angefahren.
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