Deutsche Nachtzüge werden eingestellt

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frems
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Re: Deutsche Nachtzüge werden eingestellt

Beitragvon frems » Mi 10. Aug 2016, 21:18

All diese Vorwürfe wollte die DB auf taz-Anfrage weder dementieren noch bestätigen. „Das Nachtzuggeschäft ist ein Nischengeschäft“, teilt die Konzernpressestelle mit. „Die circa 1,3 Millionen Reisenden pro Jahr repräsentieren nur circa ein Prozent der Gesamtzahl der Reisenden im Tageslinienverkehr.“

http://taz.de/Deutsche-Bahn-gibt-Liegew ... /!5329111/

Wenn's immer weniger Angebote gibt, ist es ja nicht verwunderlich, dass die Zahl der Kunden abnimmt.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Dampflok94
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Re: Deutsche Nachtzüge werden eingestellt

Beitragvon Dampflok94 » Do 11. Aug 2016, 07:30

H2O hat geschrieben:(09 Aug 2016, 15:25)

Nein, wer im Namen des Staats gut untergebracht ist, der wird staatliche Wirtschaft natürlich zu schätzen wissen; vor allem, wenn er seine persönlichen Wünsche preisgünstig von "Privaten" erfüllt bekommt. Aber fairer ist schon eine Wirtschaftsweise, in der der Staat die Rahmenbedingungen für das Wirtschaften setzt, und in der alle Beteiligten nach bestem Wissen und Können ihre bestmögliche Leistung erbringen... ansonsten die Kunden sich bessere Angebote suchen.

Setzt der Staat bei uns denn nicht die Rahmenbedingungen? Ich würde sagen, dem ist selbstredend so. Und wenn der Staat selber am Markt auftritt, muß er sich auch die Regeln halten. Ich sehe hier keine Unfairness.

Und diese Formulierung "im Namen des Staats gut untergebracht" verstehe ich überhaupt nicht. Ein Großteil der Mitarbeiter der DBAG wird nach Tarif bezahlt. So wie Millionen anderer Arbeitnehmer auch. Die sind also nicht irgendwie besser dran als diese. Natürlich gibt es Unternehmen mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Aber das kann doch wohl kein Ziel sein!
Und nur wegen der Causa Profalla das große Ganze in Frage zu stellen, ist doch wohl arg übertrieben. (Falls Du das gemeint haben solltest.)
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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H2O
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Re: Deutsche Nachtzüge werden eingestellt

Beitragvon H2O » Do 11. Aug 2016, 08:28

Dampflok94 hat geschrieben:(11 Aug 2016, 08:30)

Setzt der Staat bei uns denn nicht die Rahmenbedingungen? Ich würde sagen, dem ist selbstredend so. Und wenn der Staat selber am Markt auftritt, muß er sich auch die Regeln halten. Ich sehe hier keine Unfairness.

Und diese Formulierung "im Namen des Staats gut untergebracht" verstehe ich überhaupt nicht. Ein Großteil der Mitarbeiter der DBAG wird nach Tarif bezahlt. So wie Millionen anderer Arbeitnehmer auch. Die sind also nicht irgendwie besser dran als diese. Natürlich gibt es Unternehmen mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Aber das kann doch wohl kein Ziel sein!
Und nur wegen der Causa Profalla das große Ganze in Frage zu stellen, ist doch wohl arg übertrieben. (Falls Du das gemeint haben solltest.)


Nein, das Thema entgleitet in eine Richtung, die mir nicht so sehr gefällt. Wichtig ist doch, daß die Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer gleich sind, daß also ein fairer Wettbewerb alle Menschen und ihre Unternehmungen zwingt, ihre bestmögliche Leistung für den zahlenden Kunden an zu bieten.

Bleibt doch die Frage, warum die ÖBB den Nachtzugverkehr hierzulande zumindest in Teilen übernimmt, doch wohl mit der Aussicht auf ein vorzeigbares Geschäftsergebnis, während die DBAG entmutigt die Segel streicht wegen zu hoher Verluste.

Mich würde so etwas sehr nachdenklich machen, wenn mir der Betrieb gehörte. Der Staat ist da wohl ein schlechter Eigentümer. Verfolgt dieser Staat überhaupt ein Konzept für die Arbeitsteilung Wasserstraße, Schiene, Straße, Luftverkehr für Güter und den Personenverkehr? Solche Konzepte gehören in Staatshand, sind Teil von Rahmenbedingungen für den Wettbewerb.

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