Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

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Cat with a whip
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon Cat with a whip » Fr 19. Dez 2014, 22:56

Zunehmender Radverkehr wäre sehr gut. Ich nehme ihn bislang nicht wahr.

Ganz wichtig wäre, dass in Zukunft die Radwegenutzungspflicht aufgehoben wird.
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 17:37

Cat with a whip hat geschrieben:Zunehmender Radverkehr wäre sehr gut. Ich nehme ihn bislang nicht wahr.

Ganz wichtig wäre, dass in Zukunft die Radwegenutzungspflicht aufgehoben wird.

Die gibt's auch nicht mehr, nur in einigen Gemeinden noch de facto. Mittlerweile darf überall gefahren werden, wo nicht anderes explizit angegeben ist.

Die Abschaffung der Benutzungpflicht von Radwegen stand bis ca. 1998 im Grundsatzprogramm des ADFC. Nach der StVO-Novelle von 1997 erschien dies zunächst nicht mehr erforderlich. Schon wenige Jahre nach Inkrafttreten jener Novelle zeigte sich jedoch, dass sich die für die Beschilderung von Radwegen zuständigen Behörden nur selten an die seitdem geltenden Verwaltungsvorschriften halten. Die Folge ist, dass bis heute für einen Großteil der Radwege rechtswidrig Benutzungspflicht angeordnet wird.

http://adfc-sachsen-anhalt.de/2013/07/l ... gspflicht/

Hat sich nur noch nicht rumgesprochen. Teilweise werden schon Schilder aufgestellt, um den Verkehrsteilnehmern mitzuteilen, daß Fahrräder auf der Fahrbahn fahren dürfen. So ein Schild war wohl günstiger als sich ständig um erzürnte Autofahrer zu kümmern, die Streit im Straßenverkehr anzetteln und ständig bei der Polizei anrufen, weil es jemand gewagt hat, "ihren" Straßenraum zu benutzen.

Radfahrer dürfen fast immer auf der Straße fahren. Doch das wissen nur wenige Autofahrer und auch längst nicht alle Radler. Nur wo blaue Radwegschilder stehen, muss der Radweg auch benutzt werden. Doch wer sich für die Straße entscheidet, auch wenn es erlaubt ist, wird oft von erbosten Autofahrern angehupt und belehrt: »Da ist doch ein Radweg, was suchst du hier?«

Hamburg hebt seit der Änderung der StVo 1997 langsam immer mehr Benutzungspflichten auf. Deswegen forderte der ADFC, dass die Verkehrsteilnehmer auch informiert werden. Und forderte die Aufstellung von Schildern »Fahrräder auf der Fahrbahn erlaubt«. Sie sollten überall da für einige Wochen stehen, wo Radwege nicht mehr benutzt werden müssen. Andere Städte, wie München und Köln haben dies bereits umgesetzt.

http://www.hamburg.adfc.de/verkehr/them ... laubt-auf/
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 17:44

frems hat geschrieben:Teilweise werden schon Schilder aufgestellt, um den Verkehrsteilnehmern mitzuteilen, daß Fahrräder auf der Fahrbahn fahren dürfen.



sollen sie gleich noch in 3-facher Größe und fettgedruckt drunterschreiben "auch für Radfahrer gilt die StVO"

:p
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon Hooligan » Di 31. Mär 2015, 17:45

jack000 » Fr 5. Dez 2014, 22:00 hat geschrieben:Aber wie soll die Zukunft des Fahrradfahrwesens in Deutschland (zum Schutz von Fußgängern, Kindern und Behinderten) geregelt und gemaßregelt werden?

Es gibt keinen Handlungsbedarf. Ein Radler ist ebenso verletzlich wie ein Fußgänger, von daher wird er schon sich aus Gründen der eigenen Gesundheit, einen Fahrstil aneignen, der Personenschäden minimiert.
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 17:52

hallelujah » Di 31. Mär 2015, 18:44 hat geschrieben:

sollen sie gleich noch in 3-facher Größe und fettgedruckt drunterschreiben "auch für Radfahrer gilt die StVO"

:p

Kann nicht schaden. Ich würde einfach mit der neuen Maut-Vignette ein DIN-A6-Kärtchen mitschicken, wo man die Autofahrer aufklärt. Da haben ja viele ihren Lappen vor Jahrzehnten gemacht und glauben nun, daß es so eine Art Gewohnheitsrecht ab Erhalt des Führerscheins gibt. Paar Möglichkeiten, um der steigenden Anzahl an Radfahrern Herr zu werden, sind hier übrigens:

Der Radverkehr hat massiv zugenommen – nicht nur in Berlin. Viele Metropolen Europas und der Welt haben diese Entwicklung während der vergangenen 15 Jahre beobachtet und reagiert. Der enge Straßenraum in Großstädten wird neu verteilt, zugunsten von Radfahrern. In Städten mit einer starken Fahrradkultur hat sich dieser Wandel zum Teil schon vollzogen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/fahrr ... 61116.html
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 18:01

frems » Di 31. Mär 2015, 17:52 hat geschrieben:Kann nicht schaden. Ich würde einfach mit der neuen Maut-Vignette ein DIN-A6-Kärtchen mitschicken, wo man die Autofahrer aufklärt. Da haben ja viele ihren Lappen vor Jahrzehnten gemacht und glauben nun, daß es so eine Art Gewohnheitsrecht ab Erhalt des Führerscheins gibt. Paar Möglichkeiten, um der steigenden Anzahl an Radfahrern Herr zu werden, sind hier übrigens:


http://www.tagesspiegel.de/berlin/fahrr ... 61116.html



kann man machen
eigentlich ging es mir aber darum, auch die Radfahrer zu erreichen, daß sie sich angepaßt im Straßenverkehr zu verhalten haben. Ich habe leider ziemlich viele negative Erfahrungen mit Radfahrern gemacht.

Eine angepaßte Raumaufteilung ist grundsätzlich in Ordnung.
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 18:08

hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:01 hat geschrieben:

kann man machen
eigentlich ging es mir aber darum, auch die Radfahrer zu erreichen, daß sie sich angepaßt im Straßenverkehr zu verhalten haben. Ich habe leider ziemlich viele negative Erfahrungen mit Radfahrern gemacht.

Eine angepaßte Raumaufteilung ist grundsätzlich in Ordnung.

Wenn Radfahrer nicht wissen, daß sie anstelle des Radweges auch die Fahrbahn nutzen dürfen, bietet das wohl weniger Konfliktpotentiale. Negative Erfahrungen hat wohl jeder schon gemacht. Sieht man täglich 100 Radfahrer und einer verhält sich scheiße, dann bleibt er im Gedächtnis und nicht die anderen 99. Das Problem ist da meist der Mensch und nicht sein Verkehrsmittel. Rücksichtslose Rüpel hinterm Lenkrad sind auch nicht angenehmer. (Mal unabhängig davon, daß die Straßen dann noch weiter verstopfen.)
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 18:16

frems » Di 31. Mär 2015, 18:08 hat geschrieben:Wenn Radfahrer nicht wissen, daß sie anstelle des Radweges auch die Fahrbahn nutzen dürfen, bietet das wohl weniger Konfliktpotentiale. Negative Erfahrungen hat wohl jeder schon gemacht. Sieht man täglich 100 Radfahrer und einer verhält sich scheiße, dann bleibt er im Gedächtnis und nicht die anderen 99. Das Problem ist da meist der Mensch und nicht sein Verkehrsmittel. Rücksichtslose Rüpel hinterm Lenkrad sind auch nicht angenehmer. (Mal unabhängig davon, daß die Straßen dann noch weiter verstopfen.)


ich wußte, daß das kommt
Kannst mir glauben, ich achte auch auf die anderen 99 bzw. es ist nicht nur Einer von Hundert.
Wegen mir kann es mehr Radfahrer geben, das entlastet wie du richtig sagst, den Verkehr und auch Parkmöglichkeiten.
Ich will auch niemanden unbedingt auf Radwege zwingen. Ich erwarte einfach nur, daß sich Radfahrer angepaßt verhalten und selbst Rücksicht auf andere nehmen und nicht immer nur Rücksichtnahme einfordern.
Ich achte als Auto- und Motorradfahrer auch auf andere Verkehrsteilnehmer, fahre in der Sache defensiv und fordere nicht überall mein Recht ein.
Wenn jemand ohne ersichtlichen Grund auf der Straße fährt, obwohl nebenan ein Radweg (ohne Schäden oder Hindernisse) ist, dann hört mein Verständnis auf. Recht hin oder her. Dann fängt Egoismus an. Leider kein Einzelfall...
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 18:26

hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:16 hat geschrieben:
ich wußte, daß das kommt
Kannst mir glauben, ich achte auch auf die anderen 99 bzw. es ist nicht nur Einer von Hundert.
Wegen mir kann es mehr Radfahrer geben, das entlastet wie du richtig sagst, den Verkehr und auch Parkmöglichkeiten.
Ich will auch niemanden unbedingt auf Radwege zwingen. Ich erwarte einfach nur, daß sich Radfahrer angepaßt verhalten und selbst Rücksicht auf andere nehmen und nicht immer nur Rücksichtnahme einfordern.
Ich achte als Auto- und Motorradfahrer auch auf andere Verkehrsteilnehmer, fahre in der Sache defensiv und fordere nicht überall mein Recht ein.
Wenn jemand ohne ersichtlichen Grund auf der Straße fährt, obwohl nebenan ein Radweg (ohne Schäden oder Hindernisse) ist, dann hört mein Verständnis auf. Recht hin oder her. Dann fängt Egoismus an. Leider kein Einzelfall...

Ich meinte auch nicht Dich, sondern allgemein. Ich erwisch mich ja selbst dabei, daß mir ein unangenehmer Verkehrsteilnehmer (ob nun Rad, Pkw oder sonstwas) nun einmal eher auffällt als jene, die sich korrekt verhalten.

Na, wenn der Radfahrer auf der Straße fährt und darf, dann ist das doch kein Egoismus und auch kein Verstoß gegen die Verkehrsregeln. :?:
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 18:34

frems » Di 31. Mär 2015, 18:26 hat geschrieben:Ich meinte auch nicht Dich, sondern allgemein. Ich erwisch mich ja selbst dabei, daß mir ein unangenehmer Verkehrsteilnehmer (ob nun Rad, Pkw oder sonstwas) nun einmal eher auffällt als jene, die sich korrekt verhalten.

Na, wenn der Radfahrer auf der Straße fährt und darf, dann ist das doch kein Egoismus und auch kein Verstoß gegen die Verkehrsregeln. :?:




Doch, wenn es gleichwertige Ausweichmöglichkeiten (intakter Radweg) gibt, dann ist das Egoismus. Ob rechtens oder nicht, ist doch egal.
Mich stört es doch auch nicht, wenn Rad- oder Motorradfahrer am Stau vorbeifahren. Soll nur so ablaufen, daß JEDER möglichst wenig gefährdet wird oder von dem Gefahren ausgehen.
Auf der anderen Seite erwarte ich aber genauso, daß Radfahrer ihren Teil dazu beitragen, andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig zu beeinträchtigen. Und DAS ist nicht gegeben, wenn nebenan ein Radweg ist und der Radler trotzdem auf der Straße fährt.
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 18:38

hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:34 hat geschrieben:


Doch, wenn es gleichwertige Ausweichmöglichkeiten (intakter Radweg) gibt, dann ist das Egoismus. Ob rechtens oder nicht, ist doch egal.
Mich stört es doch auch nicht, wenn Rad- oder Motorradfahrer am Stau vorbeifahren. Soll nur so ablaufen, daß JEDER möglichst wenig gefährdet wird oder von dem Gefahren ausgehen.
Auf der anderen Seite erwarte ich aber genauso, daß Radfahrer ihren Teil dazu beitragen, andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig zu beeinträchtigen. Und DAS ist nicht gegeben, wenn nebenan ein Radweg ist und der Radler trotzdem auf der Straße fährt.

Wen gefährden die Radfahrer auf der Fahrbahn denn? Fußgänger wohl weniger. Höchstens sich selbst. Da kann man auch sagen, daß Motorradfahrer egoistisch sind, weil sie nicht mit dem Rad fahren, obwohl sie die Ausweichmöglichkeit haben. :?
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 18:46

frems » Di 31. Mär 2015, 18:38 hat geschrieben:Wen gefährden die Radfahrer auf der Fahrbahn denn? Fußgänger wohl weniger. Höchstens sich selbst. Da kann man auch sagen, daß Motorradfahrer egoistisch sind, weil sie nicht mit dem Rad fahren, obwohl sie die Ausweichmöglichkeit haben. :?




Richtig, a) sich selbst
b) andere Autofahrer, die irgendwann genervt zu riskanten Überholmanövern ansetzen.

Wie gesagt, meine Meinung steht unter der Prämisse, daß es vergleichbare Ausweichmöglichkeiten gibt. Da lege ich wert drauf.
Wäre z.B. der Radweg eine einzige Schotterpiste, dann wäre der Radweg keine Alternative.

Ein Fahrrad ist für mich als Motorradfahrer keine Alternative. Kanns ja mal hier bei uns radeln, dann vergeht dir aber ganz schnell die Lust...
:D
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 18:57

hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:46 hat geschrieben:


Richtig, a) sich selbst
b) andere Autofahrer, die irgendwann genervt zu riskanten Überholmanövern ansetzen.

Wie gesagt, meine Meinung steht unter der Prämisse, daß es vergleichbare Ausweichmöglichkeiten gibt. Da lege ich wert drauf.
Wäre z.B. der Radweg eine einzige Schotterpiste, dann wäre der Radweg keine Alternative.

Ein Fahrrad ist für mich als Motorradfahrer keine Alternative. Kanns ja mal hier bei uns radeln, dann vergeht dir aber ganz schnell die Lust...
:D

Naja, offensichtlich tun's einige, sonst würdest Du Dich ja nicht über sie ärgern. Daß es ggf. keine Lust macht, glaub ich gern. Genau so haben manche keine Lust den schmalen Radweg zu nehmen, wenn sie doch auch die Straße nehmen können. Und der genervte Autofahrer, der riskante Überholmanöver startet, ist doch eher das Problem als der, der sich korrekt und rücksichtsvoll verhält. :p
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:04

frems » Di 31. Mär 2015, 18:57 hat geschrieben:Naja, offensichtlich tun's einige, sonst würdest Du Dich ja nicht über sie ärgern. Daß es ggf. keine Lust macht, glaub ich gern. Genau so haben manche keine Lust den schmalen Radweg zu nehmen, wenn sie doch auch die Straße nehmen können. Und der genervte Autofahrer, der riskante Überholmanöver startet, ist doch eher das Problem als der, der sich korrekt und rücksichtsvoll verhält. :p



Verstehe ich echt nicht. Wieso verhält sich der Radfahrer rücksichtsvoll, wenn er hinter sich eine Schlange bildet, obwohl er auf dem Radweg radeln könnte? Selbst wenn er dafür geringfügigen "Komfort" einbüssen müsste, wäre das hinnehmbar.
Sollte ich mit dem Rad unterwegs sein, würde ich doch auf darauf achten, daß ich andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig beeinträchtige. Wo bitte liegt das Problem? Bist du etwa einer derer "ich darf auf der Strasse radeln, also will ich auf der Straße radeln"...?
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 19:21

hallelujah » Di 31. Mär 2015, 20:04 hat geschrieben:

Verstehe ich echt nicht. Wieso verhält sich der Radfahrer rücksichtsvoll, wenn er hinter sich eine Schlange bildet, obwohl er auf dem Radweg radeln könnte? Selbst wenn er dafür geringfügigen "Komfort" einbüssen müsste, wäre das hinnehmbar.
Sollte ich mit dem Rad unterwegs sein, würde ich doch auf darauf achten, daß ich andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig beeinträchtige. Wo bitte liegt das Problem? Bist du etwa einer derer "ich darf auf der Strasse radeln, also will ich auf der Straße radeln"...?

Wieso ich überhaupt? Ich kann's jedenfalls keinem Radfahrer verdenken, weil die Fahrt auf der Straße sicherer ist als auf dem Radweg. Verkehrsteilnehmer sollen rücksichtsvoll sein und auf andere achten, klar, aber niemand muß seine Knochen riskieren, nur weil ein Autofahrer ein psychisches Problem hat und für ihn die Welt untergeht, wenn er einen anderen Verkehrsteilnehmer überholen muß. :?:
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:28

frems hat geschrieben:Wieso ich überhaupt? Ich kann's jedenfalls keinem Radfahrer verdenken, weil die Fahrt auf der Straße sicherer ist als auf dem Radweg. Verkehrsteilnehmer sollen rücksichtsvoll sein und auf andere achten, klar, aber niemand muß seine Knochen riskieren, nur weil ein Autofahrer ein psychisches Problem hat und für ihn die Welt untergeht, wenn er einen anderen Verkehrsteilnehmer überholen muß. :?:



Sorry, hörte sich eben so an.
Weil: ich hatte deutlich darauf hingewiesen und mache es nochmal, daß meine Meinung in Bezug unserer Diskussion unter der Prämisse steht, daß der Radweg daneben GLEICHWERTIG ist. WARUM also nicht den GLEICHWERTIGEN Radweg benutzen, wenn dies für den Radler KEINE Nachteile bedeutet, er den Autoverkehr aber nicht behindert??

Wieso ist die Fahrt auf der Straße SICHERER als auf dem Radweg?
Sind die Radwege in HH so mies? So schlecht habe ich die gar nicht in Erinnerung... :p
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 19:32

hallelujah » Di 31. Mär 2015, 20:28 hat geschrieben:

Sorry, hörte sich eben so an.
Weil: ich hatte deutlich darauf hingewiesen und mache es nochmal, daß meine Meinung in Bezug unserer Diskussion unter der Prämisse steht, daß der Radweg daneben GLEICHWERTIG ist. WARUM also nicht den GLEICHWERTIGEN Radweg benutzen, wenn dies für den Radler KEINE Nachteile bedeutet, er den Autoverkehr aber nicht behindert??

Wieso ist die Fahrt auf der Straße SICHERER als auf dem Radweg?
Sind die Radwege in HH so mies? So schlecht habe ich die gar nicht in Erinnerung... :p

Die meisten Radwege sind auch gut in Schuß bei uns. Ein gleichwertiger Radweg (also vom Zustand her) ist aber noch immer unsicherer als die Fahrbahn. Wenn ich mal Rad fahre (leider nicht mehr so oft wie es mir lieb wäre), dann nehm ich den auch meist, obwohl ich weiß, daß er unsicherer ist. Aber wie gesagt, fahr ich Auto, nehm ich's keinem Radfahrer übel, wenn er sich für die sichere Fahrbahn nutzt. Die fünf Sekunden längere Fahrt kann ich verkraften. Andere halt nicht. Die fahren dann lieber genervt zur Tankstelle, kaufen sich ein Snickers und ärgern sich, daß ihnen jemand die Lebenszeit geraubt hätte und ihnen das Grundrecht auf Tempolimit+x für einen kurzen Abschnitt verwehrt wurde.
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:34

frems hat geschrieben:Ein gleichwertiger Radweg (also vom Zustand her) ist aber noch immer unsicherer als die Fahrbahn.



wieso?
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon frems » Di 31. Mär 2015, 19:37


Ist das eine ernstgemeinte Frage? :s
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Re: Wie soll zunehmender Fahrradverkehr geregelt werden?

Beitragvon hallelujah » Di 31. Mär 2015, 19:39

frems » Di 31. Mär 2015, 19:37 hat geschrieben:Ist das eine ernstgemeinte Frage? :s




ähm, ja
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