Güterverkehr steigt um 38 %

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Sole.survivor@web.de
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 3. Sep 2017, 16:19

Der Neandertaler hat geschrieben:(03 Sep 2017, 16:54)
Zweites Argument - "selbst als EIU aufzutreten und einfach Schienen da hin zu bauen, wo ihrer Meinung nach marktrelevant welche fehlen":
    warum soll jemand Schiene hinbauen, wo Schienen durch die DB abgebaut werden?
      ... zumal dieser Jamand an der DB zu hundertprozent beteiligt ist.
    Dies wäre Blödsinn - findest Du nicht auch?
Es wäre Sache von Politik dies zu ändern und die Schienen wieder in Bundeshand zu holen.

Es ist Sache der interessierten Unternehmen, Kommunen oder Länder, da wo die DB Strecken aufgibt oder nicht plant zu bauen selbst zu erwägen, ob sich Bau und Betrieb lohnen. Das ist bei aufzugebenden Strecken manchmal ja, bei zu bauenden Strecken meistens nein. Lange Planungshorizonte, große Investitionssummen, meist auch fehlender Focus der Körperschaft auf diese Tätigkeit. Knowhow wäre auch nicht schlecht. Deshalb bleibt es meist bei der Gründung von EVU. EIU beschränken sich oft auf Nachnutzung brachliegender Strecken oder Aufbau eines Anschlußgleises für den kommunal geplanten Logistik/Industriepark, wenn die Bahn selbst abwinkt.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon frems » So 3. Sep 2017, 16:20

Kritikaster hat geschrieben:(03 Sep 2017, 15:50)

Ja. Nur ging ich in meinem Privatisierungskonzept davon aus, dass Erbauer und Betreiber identisch wären. Öffentliche Straßenbauaufträge gäbe es ja nicht mehr.
Dein Einwand macht mir allerdings klar, dass ich da "zu einfach" gedacht habe. ;)

Achso, joa. Im Personenverkehr funktioniert das System auch prächtig.

Die Deutsche Bahn schiebt ihre Schlafwagen nach und nach aufs Abstellgleis. Angeblich fahren sie Verluste ein. Ein Frankfurter Unternehmer glaubt nicht an das Ende des Nachtzugs - er betreibt seinen eigenen. Bloß wie lange noch? [...]

Georg sagt: "Die DB attackiert uns permanent." Dann erzählt er die Geschichte mit dem Bahnsteig in Pasewalk. 2012 bekam Georg einen Brief, er selbst sagt "Wisch". Die DB Netz AG schrieb ihm, dass sie ihre Bahnsteige erhöhe und dass die schwedischen Schlafwagen den Bahnhof Pasewalk dann nicht mehr passieren dürften. Sie könnten an der neuen Bahnsteigkante hängen bleiben. Georg fand die Begründung abenteuerlich und schaltete die Bundesnetzagentur ein.

Die Regulatoren stellten einen Bescheid aus, die DB Netz klagte - und Georg wartete. Der Rechtsstreit endete im Februar vorläufig mit einer Niederlage für die DB Netz. Sie zog ihre Klage vor dem Verwaltungsgericht in Köln zurück. Die DB Netz möchte sich zu dem Gerichtsverfahren nicht äußern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 34516.html

Gerade erst hat der Bahn-Billigkonkurrent Locomore die schwierige Insolvenz überstanden. Nun kann der Zug des Betreibers für einen Tag schon wieder nicht fahren. Weil ihn die Staatsbahn blockiert.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... altet.html

Funktioniert aber nicht nur über DB Netz, um Konkurrenz loszuwerden. So hat InterConnex ab 2007 wieder Fahrten von Leipzig über Berlin nach Rostock angeboten. Kurz darauf hat die Deutsche Bahn dort eine günstige ICE-Verbindung eingerichtet. Zum Fahrplanwechsel 2014 stellte InterConnex den Betrieb ein, weil sie nicht gegen die DB standhalten konnten. 2015 hat die DB das ICE-Angebot von Berlin nach Rostock eingestellt. Toller Wettbewerb und voller Erfolg für den Verbraucher. Da sollte man nicht davon ausgehen, dass es im Schienengüterverkehr sonderlich fairer zugeht ;)
Labskaus!

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Kritikaster » So 3. Sep 2017, 20:47

frems hat geschrieben:(03 Sep 2017, 17:20)

Achso, joa. Im Personenverkehr funktioniert das System auch prächtig.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 34516.html
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... altet.html
Funktioniert aber nicht nur über DB Netz, um Konkurrenz loszuwerden. So hat InterConnex ab 2007 wieder Fahrten von Leipzig über Berlin nach Rostock angeboten. Kurz darauf hat die Deutsche Bahn dort eine günstige ICE-Verbindung eingerichtet. Zum Fahrplanwechsel 2014 stellte InterConnex den Betrieb ein, weil sie nicht gegen die DB standhalten konnten. 2015 hat die DB das ICE-Angebot von Berlin nach Rostock eingestellt. Toller Wettbewerb und voller Erfolg für den Verbraucher. Da sollte man nicht davon ausgehen, dass es im Schienengüterverkehr sonderlich fairer zugeht ;)

Wo sind wir jetzt noch gleich auseinander? Ich meine, wir beide wollen doch diese Art "Wettbewerb" nicht ausweiten.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Bielefeld09 » So 3. Sep 2017, 21:00

Kritikaster hat geschrieben:(03 Sep 2017, 21:47)

Wo sind wir jetzt noch gleich auseinander? Ich meine, wir beide wollen doch diese Art "Wettbewerb" nicht ausweiten.

Oder doch?
Alles gut.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 3. Sep 2017, 21:13

frems hat geschrieben:(03 Sep 2017, 17:20)

Achso, joa. Im Personenverkehr funktioniert das System auch prächtig.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 34516.html


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... altet.html

Funktioniert aber nicht nur über DB Netz, um Konkurrenz loszuwerden. So hat InterConnex ab 2007 wieder Fahrten von Leipzig über Berlin nach Rostock angeboten. Kurz darauf hat die Deutsche Bahn dort eine günstige ICE-Verbindung eingerichtet. Zum Fahrplanwechsel 2014 stellte InterConnex den Betrieb ein, weil sie nicht gegen die DB standhalten konnten. 2015 hat die DB das ICE-Angebot von Berlin nach Rostock eingestellt. Toller Wettbewerb und voller Erfolg für den Verbraucher. Da sollte man nicht davon ausgehen, dass es im Schienengüterverkehr sonderlich fairer zugeht ;)

Der Interconnex war ein besserer Regionalzug auf einer Fernzugstrecke. Ich habe das mal bis Rostock mitgemacht, weil es damals nichts besseres gab. Sauber, freundlich, aber auf die Länge doch recht unbequem. Wenn ich recht erinnere, ein Dieseltriebzug.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Mi 20. Sep 2017, 17:45

Alexyessin hat geschrieben:(28 Aug 2017, 10:53)

Du glaubst doch nicht ernsthaft, das du eine Preisspanne von € 1,50.- auf einen Becher Joghurt bekommen würdest.
Ich mess heute Abend mal aus, wieviele Becher auf einen Standard Kühler passen.


Stell' Dich doch nicht immer so dumm. Es war doch nur ein mögliches Beispiel, ohne Anspruch auf Genauigkeit.

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Mi 20. Sep 2017, 17:56

Kritikaster hat geschrieben:(28 Aug 2017, 15:03)

Dann lass mal ganze Wirtschaftsbereiche zusammenbrechen.

Die Gestellung von Bahnwaggons ist ja heute schon weitgehend Glückssache. Das würde sicher besser, wenn die Ladekapazitäten und Transportberechtigungen für LKW dermaßen beschränkt würden, wie Du es forderst.

Lass mich raten: Du hast mit Logistik beruflich nur geringe Berührungspunkte?


Lass' mich auch mal raten. Du provitierst von dem ganzen Unsinn. Etwas als LKW-Fahrer. :)

Mach' Dir mal Dein Hirn frei. Wenn man solche Gesetze mit dem nötigen Vorlauf macht (zu Beispiel wirksam ab 2025) bliebe genug Zeit, sich darauf einzustellen. Man kann aber die Problem auch noch eine Weile ignorieren. Dann kommt der Tag an dem dann alles, ganz plötzlich, zusammenbricht. Sieh' mal den Dieselskandal. Hier hat man den Leuten gesten noch Autos verkauft, die sie morgen nicht mehr fahren dürfen. Ignorieren und alles auf die lange Bank schieben macht alles noch schlimmer. Also Vogel Strauss - Kopf aus dem Sand gezogen und endlich handeln.

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Zuletzt geändert von Elser am Do 21. Sep 2017, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 20. Sep 2017, 17:57

Elser hat geschrieben:(28 Aug 2017, 01:05)

Genau - dann würdest Du für einen bayrischen Joghurt in Dortmund 2,00 € bezahlen müssen, oder würdest gleich einen aus der dortmunder Molkerei, für 0,50 €, kaufen. :) . Ich bin sicher - der LKW-Transport würde dann so teuer werden, das unsinnige Transporte damit unterblieben. Genau darum geht's. Es würden dann nur noch mit Fern-LKW transportiert werden, was unbedingt nötig wäre.

Jetzt kriegs Du auch den bayrischen Joghurt in Dortmund für 0,50 € und zahlst den Rest dann über die, im Stassenbau verschwendeten, Steuern. Außerdem würden enorm viele Schäden an Umwelt und Gesundheit eingespart. Von dem Ende des LKW-Wahnsinns auf unseren Autobahnen einmal ganz zu schweigen. Ist das alles , für Dich, wirklich so schwer zu erkennen?

Elser




Das sehe ich ähnlich wie Du. Ich habe mich schon vor langer Zeit darüber geärgert, daß ich hier in OWL hauptsächlich nur Joghurt aus dem Allgäu kaufen kann. Und als ob ich es schon geahnt hätte, als ich eines Tages mal in einem Supermarkt im Allgäu (Kempten) war, lachte mich dort der heimatliche, ostwestfälische Joghurt an. Sicherlich bildet Joghurt da keine Ausnahme sondern ist auf viele Erzeugnisse übertragbar. Mich stört auch der wahnsinnige LKW Verkehr, unsere Bevölkerung schrumpft, der LKW Verkehr dagegen nimmt immer mehr zu!
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Kritikaster » Mi 20. Sep 2017, 20:10

Elser hat geschrieben:(20 Sep 2017, 18:56)

Lass' mich auch mal raten. Du provitierst von dem ganzen Unsinn. Etwas als LKW-Fahrer. :)

Wir stellen fest: Zu einer Quizshow solltest Du dich nicht anmelden. :cool:
Elser hat geschrieben:Mach' Dir mal Dein Hirn frei. Wenn man solche Gesetze mit dem nötigen Vorlau macht (zu Beispiel wirksam ab 2025) bliebe genug Zeit, sich darauf einzustellen. Man kann aber die Problem auch noch eine Weile ignorieren. Dann kommt der Tag an dem dann alles, ganz plötzlich, zusammenbricht. Sieh' mal den Dieselskandal. Hier hat man den Leuten gesten noch Autos verkauft, die sie morgen nicht mehr fahren dürfen. Ignorieren und alles auf die lange Bank schieben macht alles noch schlimmer. Also Vogel Strauss - Kopf aus dem Sand gezogen und endlich handeln.

Das mach dann mal, mit gutem Beispiel voran gehend, und argumentiere nicht mit falschen Behauptungen. ;)
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 20. Sep 2017, 21:17

Das grundlegende Problem ist die Aufgabe "hoheitlicher Rechte". Überall wo ehm. Bundesbesitz komplett "privatisiert" wurde, entstehen solche Probleme. Hier wären die beiden Kirchen ein wunderbares Beispiel wie man´s richtig macht. Die verkaufen einmal "ergatterten" Grundbesitz niemals mehr, sind definitiv "Staat im Staat" und nutzen dessen Infrastruktur zum Nulltarif - das nur so nebenbei... :dead:

Die Bundesrepublik Deutschland als Eigentümer von Liegenschaften, Verkehrs und Wasserwegen, Strom- und Kommunikationsnetzen usw. müsste diese durchaus nicht selbst betreiben (was sowieso bekanntermaßen eher ineffizient wäre), nein es würde völlig genügen die NUTZUNG zu verpachten und selbst direkt für Erhalt (zusammen mit den Bundesländern), Ausbau usw. aufzukommen, aber auch zu kontrollieren, was "sie" ja ohnedies, allerdings um mehrere Ecken herum, sowieso überall tut (wobei der Aspekt "Kontrolle" eher mau ausfällt). Mit Steuergeldern versteht sich....

Die Möglichkeit so "hoheitliche Bedürfnisse" durchaus demokratisch zu regeln, würde der Monopolbildung und den daraus entstandenen "Marktverwerfungen" eine deutlichen Riegel vorschalten. So wie dies entschieden wurde, muss nun der Staat in vielen Fällen salopp ausgedrückt den "Bittsteller" mimen um eine vernünftige Regulierung gerade noch anmelden zu dürfen. Wofür ist ein Staat noch nützlich, wenn "er" sich ohne Not und wegen kurzfristiger finanzieller Erwägungen, nach und nach seiner hoheitlichen Rechte begibt ?

Wer mir nun den Mythos "ÖPP" oder "PPP" verkaufen möchte, kann das getrost wegstecken. Ein Gebilde wie ein Staat, der für ~82 Millionen Einwohner verantwortlich ist, darf die Initiative nicht dauerhaft "aus der Hand geben". Es ist durchaus möglich Rechte gezielt und eindeutig vertraglich geregelt zu "verleihen" - schlaue Könige ferner Tage - haben ihren Vertrauten Rechte als "Lehen" übertragen. Dumme Demokraten dieser Tage, verscherbeln auch noch das letzte Tafelsilber.... :mad2:
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Do 21. Sep 2017, 07:45

Elser hat geschrieben:(20 Sep 2017, 18:45)

Stell' Dich doch nicht immer so dumm. Es war doch nur ein mögliches Beispiel, ohne Anspruch auf Genauigkeit.


Wenn du hier mit Thema Auslastung und Preis kommst, dann nehme ich das genau - schliesslich ist das ja dein Argument gewesen.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Do 21. Sep 2017, 17:10

Alexyessin hat geschrieben:(21 Sep 2017, 08:45)

Wenn du hier mit Thema Auslastung und Preis kommst, dann nehme ich das genau - schliesslich ist das ja dein Argument gewesen.


Gut - dann verbessere ich auf € 0,47 und 1,39 . :D

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Do 21. Sep 2017, 17:18

Orwellhatterecht hat geschrieben:(20 Sep 2017, 18:57)

Das sehe ich ähnlich wie Du. Ich habe mich schon vor langer Zeit darüber geärgert, daß ich hier in OWL hauptsächlich nur Joghurt aus dem Allgäu kaufen kann. Und als ob ich es schon geahnt hätte, als ich eines Tages mal in einem Supermarkt im Allgäu (Kempten) war, lachte mich dort der heimatliche, ostwestfälische Joghurt an. Sicherlich bildet Joghurt da keine Ausnahme sondern ist auf viele Erzeugnisse übertragbar. Mich stört auch der wahnsinnige LKW Verkehr, unsere Bevölkerung schrumpft, der LKW Verkehr dagegen nimmt immer mehr zu!



Früher gab es bei uns Sahne aus der regionalen Molkerei. OHNE Caragen ! Sie war etwas 40 % teurer als die Supermarkt-Standart-Sahne. Wenn Du die geschlagen hast, hast Du, bei 200g, den ganzen Mix-Becher voller fester Schlagsahne gehabt. Heute gibt es diese Sahne nicht mehr. Auch keine andere ohne Caragen. Selbst wenn Du die teuerste kaufst, kriegst Du daraus nur kanpp einen halben Mix-Becher matschiger Schlagsahne. Zweifelhafte Vielfalt !

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Do 21. Sep 2017, 17:21

Kritikaster hat geschrieben:(20 Sep 2017, 21:10)

Wir stellen fest: Zu einer Quizshow solltest Du dich nicht anmelden. :cool:

Das mach dann mal, mit gutem Beispiel voran gehend, und argumentiere nicht mit falschen Behauptungen. ;)


Welche falschen Behauptungen? :?: Und - wo bitte soll ich jetzt voran gehen? :?:

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Do 21. Sep 2017, 18:18

Elser hat geschrieben:(21 Sep 2017, 18:10)

Gut - dann verbessere ich auf € 0,47 und 1,39 . :D

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Nein, weil es immer noch nicht stimmig ist.
Du wirst da noch ein paar tausend Beispiele nennen und ich werde dir auf den Frachtkilometer genau ausrechnen, wie hoch die tatsächliche Belastung wäre.
Deine Argumentation ist dahingehend nicht schlüßig.
Ich bitte dich, um Ernsthaftigkeit bemüht, dich mit dem ganzen Themenkomplex vernünftig und sachlich auseinander zusetzen, bevor du hier rein auf die angebliche Frachtrate kommst.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Fr 13. Okt 2017, 09:37

Alexyessin hat geschrieben:(21 Sep 2017, 19:18)

Nein, weil es immer noch nicht stimmig ist.
Du wirst da noch ein paar tausend Beispiele nennen und ich werde dir auf den Frachtkilometer genau ausrechnen, wie hoch die tatsächliche Belastung wäre.
Deine Argumentation ist dahingehend nicht schlüßig.
Ich bitte dich, um Ernsthaftigkeit bemüht, dich mit dem ganzen Themenkomplex vernünftig und sachlich auseinander zusetzen, bevor du hier rein auf die angebliche Frachtrate kommst.


Gut - ich sage Dir was Ernsthaftes. Am Dienstag hatte NRW einen Stau-Rekordtag. Die öffentlich-rechtlichen Medien melden, nun nach der Bundestagswahl ;) , das Deutschland seine Umweltziele nicht erreicht hat und dass das hauptsächlich am Verkehr liegt.

LKW-Fahrer könnten Dir sehr ersthafte Geschichten von ihrer täglichen Arbeit auf unseren pervers überfüllten Autobahnen und ihrem täglichen Kampf um Schlafplätze und enorm gestiegene Gefahren durch Überlastung von Mensch und Materal erzählen.

Dein Problem ist das Du es einfach nicht verstehen willst. Ich sehe Dein albernes Herumkauen auf diesen Scheiß als Nebelbombenwerfen. Darum kochst Du hier ungenaue Kleinigkeiten auf, die doch, für alle einigermaßen Intelligenten Menschen erkennbar, nur als grobe Anschauung dienten. Du willst mich, und damit alle meine Aussagen zu dem Thema, diskreditieren. Das ist ein ganz alter, aber leider auch widerlicher, Politiker-Trick. Solltst du lassen......

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Fr 13. Okt 2017, 11:13

Elser hat geschrieben:(13 Oct 2017, 10:37)

Gut - ich sage Dir was Ernsthaftes. Am Dienstag hatte NRW einen Stau-Rekordtag. Die öffentlich-rechtlichen Medien melden, nun nach der Bundestagswahl ;) , das Deutschland seine Umweltziele nicht erreicht hat und dass das hauptsächlich am Verkehr liegt.

LKW-Fahrer könnten Dir sehr ersthafte Geschichten von ihrer täglichen Arbeit auf unseren pervers überfüllten Autobahnen und ihrem täglichen Kampf um Schlafplätze und enorm gestiegene Gefahren durch Überlastung von Mensch und Materal erzählen.


Natürlich sind die LKW Parkplätze und die damit verbundenen Schlafplätze eng. Da widerspricht doch keiner. Aber deine Vorstellung ist immer noch unsinnig. Das Nabe-Speiche System mit kombinierten Verkehr rechnet sich nicht, da der Kunde nunmal anschafft und zahlt, das er sein Zeug zeitnah bekommt. Das ist doch eine ganz logische Betriebswirtschaftliche Rechnung.
Wenn ich von Mittel zur Produktion A nur so und soviel benötige, dann ist es auf Dauer günstiger das im Zeitnahen Abruf ( JIT ) zu ordern als mir damit die Lagerfläche vollzustellen.
Verstehst du das?
Was du wahrnimmst ist die Auswirkung eines Prozesses der viel mehr kleine Räder hat als ein vermeintlicher Joghurt Preis.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Di 31. Okt 2017, 14:36

Alexyessin hat geschrieben:(13 Oct 2017, 12:13)

Natürlich sind die LKW Parkplätze und die damit verbundenen Schlafplätze eng. Da widerspricht doch keiner. Aber deine Vorstellung ist immer noch unsinnig. Das Nabe-Speiche System mit kombinierten Verkehr rechnet sich nicht, da der Kunde nunmal anschafft und zahlt, das er sein Zeug zeitnah bekommt. Das ist doch eine ganz logische Betriebswirtschaftliche Rechnung.
Wenn ich von Mittel zur Produktion A nur so und soviel benötige, dann ist es auf Dauer günstiger das im Zeitnahen Abruf ( JIT ) zu ordern als mir damit die Lagerfläche vollzustellen.
Verstehst du das?
Was du wahrnimmst ist die Auswirkung eines Prozesses der viel mehr kleine Räder hat als ein vermeintlicher Joghurt Preis.


Oh ja - ich verstehe dass Du Dir einfach nicht vorstellen kannst, dass das mit dem "Lager auf der Autobahn" auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Das ist aber Dein Brett vorm Hirn und nicht meines ! Ich kann mir das nämlich sehr gut vorstellen. Es wäre, angesichts des Transport-Wahnsinns auf unseren BABs, dringend notwendig !

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Der Neandertaler » Di 31. Okt 2017, 19:40

Hallo Elser.
Elser hat geschrieben:.... "Lager auf der Autobahn" ... wieder rückgängig ... Es wäre, ... dringend notwendig !
d’accord! Aber nicht jeder Betrieb ... nicht jeder Einzelhändler hat die Kapazität für eine Lagerfläche. Zumal dies nicht nur Platz, sondern auch Geld beansprucht. Geld, was wir Verbraucher letzlich über den Preis einer Ware zahlen - und wer möchte schon mehr bezahlen, für etwas, was primär nicht unser Problem ist?

Diese Sichtweise hat weniger mit Uneinsichtigkeit oder einem "Brett vor'm Hirn" zu tun, sondern es entspricht vielmehr der Realität.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Dieter Winter » Di 31. Okt 2017, 21:06

Der Neandertaler hat geschrieben:(31 Oct 2017, 19:40)

Hallo Elser.d’accord! Aber nicht jeder Betrieb ... nicht jeder Einzelhändler hat die Kapazität für eine Lagerfläche. Zumal dies nicht nur Platz, sondern auch Geld beansprucht. Geld, was wir Verbraucher letzlich über den Preis einer Ware zahlen - und wer möchte schon mehr bezahlen, für etwas, was primär nicht unser Problem ist?




Naja, so zahlt der Verbraucher das Ganze halt via Steuern. Die Autobahnen werden mehr beansprucht und müssen daher öfter saniert werden, zudem braucht es auch mehr und mehr Parkplätze, da die Trucker ja ihre Lenkzeiten einhalten müssen. Und ein noch höherer Preis ist es natürlich, wenn aufgrund der Überlastung der Fernstraßen Unfälle passieren, v. a. solche die Menschenleben kosten.

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